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» … und es müssen ihre Bälge,
Johann  Elias Ridinger, Luchse (Detail)
uns vor scharfer Kälte schützen «

Johann Elias Ridinger, Luchse

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Luchse, sind zweyerley Stein= und Kälber-Luchsen. Sie haben zwey bis 3. Iunge, und sollen lang leben. 9köpfige Luchsfamilien »von sehr verschiedenem Alter, und in charakteristischen Stellungen« (Th. mit irrig nur 8 Stück). Radierung mit Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: 22. / Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger invent. delin. sculps. et excud. Aug. V., ansonsten wie vor dt., franz., lat. 34,3 × 41,5 cm (13½ × 16⅜ in).

und es müssen ihre Bälge, uns vor scharfer Kälte schützen

Thienemann + Schwarz 217. – Blatt 22 der BETRACHTUNG DER WILDEN THIERE mit dem Untertext des Hamburger Dichterpapstes, Juristen + Senators, vor allem aber Ridinger-Freundes Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) in Deutsch. Und Riesenthal, Jagd-Lexikon, 1882, 304 f.:

» Wie schwer (der Luchs) zu treiben ist, beweisen die Jagden am Harz, wo eine tüchtige Jägerei mehrere Winter hindurch ihm auf den Hacken war, ehe sie seiner habhaft wurde … «

Hier denn, gleichwohl, der Räuber neune unter sich in ihrem ureigensten landschaftlichen Ambiete, bestätigend Ernst Welisch’s schon 1901 getroffene Qualifizierung, wonach Ridinger der unstreitig »bedeutendste Augsburger Landschafter dieser Zeit« war. Dies alles denn hier

von leuchtend-herrlicher Qualität + damit Seltenheit ,

figurieren doch die alten Abzüge gerade dieser so schönen großformatigen Hauptfolge selbst in beispielhaften alten Ridinger-Sammlungen vielfach nur höchst unzulänglich. – 3,3-4,9 cm breitrandig. – Die gänzlich geglättete Bugfalte rückseits verstärkt. Fast nur im weißen Oberrand kaum erwähnenswert schwach stockig.

Angebots-Nr. 15.403 / EUR  730. / export price EUR  694. (c. US$ 839.) + Versand

Die Not der 1.
ist das Brot der 2. Generation

Des Lüchower Kürschnermeisters Brix Mühsal und Aufstieg
im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts

Kürschnermeister Carl Siegmund Brix’ Hauserwerb zu Lüchow und dessen jahrzehntelange Finanzierung mittels kurzfristigen Geldes. Konvolut von handschriftlichem Kaufbrief + 5 Schuldverschreibungen in zwei handschriftlichen und drei Formularausfertigungen, jeweils auf Papier. Lüchow 1802-1828. Kl.-2.

1. Kaufbrief von »Bürgermeister und Senatoren der Stadt Lüchow« vom 31. August 1802 betr. das »in der Kirchstraße hierselbst zwischen des Tischlers Diercks’ und weiland Senatoris Riebock Häusern belegene bürgerliche Wohnhaus mit Zubehör«, erworben zu 860 RThlr. per öffentlichem meistbietenden Verkauf am 20. Juli 1802. 4 1/2 SS. auf 2 Doppelbogen. Für Bürgermeister und Rat nebst Siegel unterzeichnet von Thorwirth, Krebs + Bösche. – Auf blaugrauem Bütten mit großem Pro Patria-Wz., bedingt vergleichbar Heawood 3700, nebst typograph. Nebenmarke. – Regelt auch die Grundbesitzabgabe.

2. Schuld- und Pfandversicherung des Kürschnermeisters Brix und dessen Ehefrau Maria Elisabeth geb. Crusen über 500 RThlr. zu Gunsten des E. F. (?) Mühlenfeldt als Hypothek auf obiges Grundstück vom 26. Oktober 1802 zwecks Bezahlung des Gläubigers Schmidt aus dessen Recht vom 20. 7. 1802. Individualisierter Formulardruck. 2 1/2 SS. auf Doppelbogen. Gesiegelt und unterzeichnet wie vor, darunter persönlich gesiegelte Rückzahlungsbestätigung Mühlenfeldts vom 29. April 1806. – Auf Bütten mit großem figürl. Wz. und der Nebenmarke J F G.

Vordruckmäßiger Ausschluß der »dem weiblichen Geschlechte in den Gesetzen zu Gute verordneten Rechtswohlthaten und behelfen, namentlich dem SCto Vellejano und der Authent. Si qua mulier, nach welchen die Bürgschaft und Mitverschreibung einer Ehefrauen ungültig, auch dem Privilegio dotis et illatorum … (betr.) ihres Brautschatzes« etc.

3. – Ein Gleiches vom 14. Juli 1807 über 100. RThlr. zu Gunsten des »mitgegenwärtigen Altvater Jochen Heinrich Schultz aus (Dähre?) … zur Abtragung eines Capitals von 200 RThlr.« an den Gläubiger Müller aus Delgau (Dolgaw?). 2 SS. auf Doppelbogen. Gesiegelt und unterzeichnet wie vor, doch anstelle des Börsch E. Gericke. – Ohne die die Ehefrau betreffende Druckpassage. – 8 cm langer Oberfeldeinriß mit alter Tesafilmspur rückseits und auf weißer Seite 3, jetzt säurefrei versorgt.

4. Bordereau der Franzosenzeit »wegen hypothekarischer Eintragung … gegen den Kürschner … zur Sicherstellung einer jährlich um Michaelis fälligen Grundabgabe von Einem Thaler Sechs Groschen … als Zins eines … unablöslichen Capitals« gemäß einer am 13. 12. 1811 aufgenommenen Acte und »Eingetragen  im Büreau der Hypotheken-Conservative des Districts Salzwedel« am 27. Februar 1812. Handschrift. 1 3/4 SS. auf Doppelbogen. Unterzeichnet und mit Siegel des Conservateur des Hypotheques zu Salzwedel, Königreich Westphalen. – Als Commune-Einnehmer wird Christian August Heydenreich zu Lüchow genannt.

Dem 1seitigen Borderau folgt unter dem 12. Oktober 1835 die Quittierung des Stadtrechnungsführers Pardey, wonach der Kürschner Brix (evt. schon Heinrich B.?, siehe nachstehende Urkunde) das vorstehende Kapital an die Stadtkasse zu Lüchow zurückgezahlt habe, dem nebst Lüchower Siegel unterm 17. Oktober 1836 von Thorwirth für Bürgermeister und Rat die Bestätigung folgt, daß Pardeys Quittierung eigenhändig und befugt erfolgt sei. – Auf Stempel-Papier über 25 Centimen. – Leicht stockfleckig, die weißen SS. 3 + 4 etwas stärker.

5. Schuld- und Pfandverschreibung des Kürschners und dessen nunmehriger Ehefrau Anne Margarethe geb. Brüling vom 12. November 1828 über 100 RThlr. Conv.-Münze zu Gunsten der Witwe Catharine Marie Hameister aus Tarnitz zwecks Abtragung der Schuld gleicher Höhe gegenüber dem Altvater Schul(t)z der Urkunde unter 3, hier auch wieder unter Ausschluß der Ehefrauen-Wohltaten wie per Urkunde 2. Individualisierter Formulardruck. 2 SS. auf Doppelbogen. Nebst Siegel für Bürgermeister und Rat gezeichnet von Gericke und Thorwirth. – Auf grau-blauem Bütten mit großem figürl. und kleinem typograph. Wz.

6. Umschuldung vorgenannter Schuldverschreibung vom 18. September 1829, wonach »meine Jüngst Tochter Maria Margareta abgezahlt (hat)…(und) in die Rechte der Wittwe Hameister (eingesetzt wird) und hat 100 rtl. von mir zu fordern«. Handschrift. 1 S. auf Doppelbogen. – Auf grau-blauem Stempel-Bütten über 2 Groschen Conv.-Münze nebst Stempel des Kgr. Hannover sowie großem G(eorg) R(ex)-Kronen-Wz. + separater Hersteller-Marke »G. W. …ll« in kursiv. – Das weiße Schlußblatt in den unteren Bügen braunstreifig. Die Siegel complett und von schöner Frische.

Sämtlichs mit Faltspuren. Soweit nichts Gegenteiliges erwähnt, von generell gutem Erhaltenszustand bei einer für solche Papiere üblichen gewissen Patina, säurefrei hinterlegte Kleineinrisse einbezogen.

DER REIZ DES KONVOLUTES

liegt nicht zuletzt in seiner kontinuierlichen Dokumentierung einer über die Jahrzehnte von wirtschaftlichen Zwängen begleiteten, persönlich honorigen Handwerker-Existenz in offenbar 1. Generation. Auf mehr Bewegungsfreiheit lassen zwei Urkunden des vermutlichen Sohnes Heinrich, gleichfalls als Kürschnermeister, aus 1838 + 1852 schließen (siehe folgende Positionen 13.287 f.).

Angebots-Nr. 13.286 / EUR  373. / export price EUR  354. (c. US$ 428.) + Versand

Bäckermeister Grote
quittiert dem Kürschnermeister Brix

Empfangsbestätigung des Bäckermeisters Wilhelm Christian Grote vom 17. September 1838, »von meinem Schwager Herrn (Kürschnermeister) Heinrich Brix – beide Lüchow – ein Aussteuer und mitgabe aus dem Hause für meine Frau (Catherine) geborene Brix von Mutter wegen« 62 RThlr., 12 gute Groschen Cassenmünze + 50 Rthlr. richtig ausgezahlt erhalten zu haben. Folgt für Bürgermeister, Rat und Gericht die Bescheinigung vom 26. September 1838, daß »vorstehende ihnen vorgelesene Quittung überall als richtig« und eigenhändig unterschrieben Geltung hat. Handschrift auf Papier. Kl.-2°. 1¼ SS. auf Doppelbogen. Nebst Stadt-Siegel unterzeichnet Thorwirth.

Auf »2 gute Groschen«-Stempelpapier beigefarbenen Büttens mit großem Niedersachsen-Roß und separater Buchstabenmarke O S G als Wasserzeichen. – Mit Wappen-Blindstempel Kgr. Hannover. – Faltspuren und bis auf zwei nur im weißen Rückblatt säurefrei hinterlegte Kleineinrisse. – Optisch sehr schön.

Angebots-Nr. 13.287 / EUR  86. (c. US$ 104.) + Versand

Kürschner und Knopfmacher
als Erwerber auf der Konkursversteigerung des Bäckermeisters Nöldecke

Versteigerungs-Protokoll des Kgl. Hannoverschen Amts Lüchow vom 17. Januar 1852 über die in 3. und letztem Termin am 3. Dezember 1851 aus der Konkursmasse »des hiesigen Bürgers und Bäckermeisters Wilhelm Nöldecke« erfolgte Verwertung eines »unterhalb Lüchow an Schmidt Witting’s Garten belegenen Garten« zu 525 Thalern zu Gunsten des höchsten Gebots seitens des »Knopfmacher(s) Carl Georg Behrens allhier für sich und Namens des Kürschners Heinrich Brix hieselbst« sowie Niederlegung dessen Aufteilung unter die Erwerber. Gefolgt von den Verkaufsbedingungen für die insgesamt drei Grundstückslose, deren erstes den Garten betrifft. Handschrift auf Papier. Kl.-2°. 4 SS. auf 2 Doppelbogen. Das Protokoll gezeichnet zusammen mit dem Amtsstempel, die Verkaufsbedingungen mit dem Siegel des Königreichs, durch das das goldgelbe Heftband führt.

Auf »2 Gute Groschen«-Stempelpapier in Blindprägung wie auch der Wappen-Stempel des Kgr. Hannover, im Vorspann als speziell für solche Protokolle bestimmte »besondere Stempel« bezeichnet. – Mit Niedersachsen-Roß-Wz. und separater Wortmarke »C S G & S 1851«. – Die üblichen Faltbüge in den zwei weißen Blättern mit zwei bzw. drei kaum erwähnenswerten und säurefrei hinterlegten Durchbrüchen, sonst von großer Frische. Auch die feine Craquelée des Siegels kaum wahrnehmbar.

SCHÖNES SAMMLUNGSSTÜCK, hier als Ausfertigung für – so auf der etwas vergilbten Schlußseite – den Kürschner Heinrich Brix hieselbst nebst Kostenrechnung über 20 Groschen »des Schuhmachermeisters Runge«, der unter dem 5. Februar 1852 auch quittiert zu haben scheint, was im übrigen hier nicht ganz verstanden wird.

Zu dem sich wirtschaftlich hier offenbar beweglich erweisenden Heinrich Brix als wohl 2. Generation sei an obiges Konvolut von Kaufbrief und Schuldverschreibungen des Kürschnermeisters Carl Siegmund Brix von 1802-1828 erinnert.

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» Pelzwerk

In der Heraldik des Mittelalters
fand das Pelzwerk Verwendung als Surrogat der Malerei
wie als selbständiges Bild .

Johann Elias Ridinger, Zobel (Detail)
— »Das kostbarste unter allem Pelzwerk« —

In ersterer Hinsicht dienten

Hermelin , Zobel und Kelen

( natürlich=rotes Pelzwerk , z. B. Marder , Eichhorn … )

Man schnitt die Wappenbilder aus dem betreffenden P. aus

und nagelte sie auf den Holzschild . Auf diese Übung ist es zurückzuführn ,

daß die deutsche Heraldik des Mittelalters die genannten Pelzarten

in der verblümten Blasonierung

als Bezeichnung der Farben gebrauchte ,

nämlich für Weiß : Hermelin , für Schwarz : Zobel , für Rot: Kelen …

Die Lehre vom heraldischen P(elzwerk)

ist ein Resultat der neuesten Forschung .

Vgl. F.=K. (Fürst v. Hohenlohe=Waldenburg) ,

Das heraldische P(elzwerk). (2. Aufl., Stuttg. 1876) «

(Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., XII [1889], 822)

» Das kostbarste unter allem Pelzwerk «

Ridinger, Martin Elias (1731 Augsburg 1780). Zobel Siberischer oder Sarmatischer Marder. / Egyptische Wiesel (Frettel). Je eines der Spezie, davon ersterer vorn mittig. Radierung mit Kupferstich im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: MUSTELA Zibellina. MUSTELA Pharaonis. / Zobel … wie vor / Matre Zibeline de Siberie. Belette. / Familia IV. Fünffzæhige. / ex Collect. Ludolfii (Klein). / Ridinger. sc. 30,6 × 19,8 cm (12 × 7¾ in).

Thienemann + Schwarz 1054. – Aus dem seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen , unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs (»Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar«, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern ! ). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

Der Zobel »gleicht unter den Gattungsverwandten am meisten dem Baummarder … Das glänzende seidenweiche Fell, welches schon seit alter Zeit als das kostbarste unter allem Pelzwerk gilt, ist um so höher im Preis, je einfarbiger es ist … Am häufigsten ist er gegenwärtig noch auf Kamtschatka, wo die fast unzugänglichen Berge ihm Zufluchtsstätten gewähren. Hinsichtlich der Lebensweise gleicht er unserm Edelmarder« (Meyers, a. a. O., XVI [1890], 948 f.). Der hiesige von bevorzugter kastanienbrauner und dunklerer Färbung bei nur relativ wenig Weiß:

Martin Elias Ridinger, Zobel
— IM RIDINGER’SCHEN ORIGINAL-KOLORIT —

» (S)o haben wir … zugleich noch einen Siberischen Zobel abgebildet, dessen kleiner Balg wegen seiner Schönheit bey den Rußen in großem Werthe stehet, besonders wenn er schwarz ist. Sie jagen daher beständig auf dieselbe und

ziehen jährlich große Summen Geldes aus dem Verkaufe dieser Pelzwaare «

(Ridinger’s Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 6, in Kopie beiliegend).

Mit dem für seine Sammlungen berühmten Jacob Theodor Klein (»Plinius Gedanensium«, Königsberg 1685 – Danzig 1759; Danziger Stadtsekretär, später Direktor der von ihm mitbegründeten Danziger Naturforscher-Gesellschaft, Mitglied der Royal Society, London, und Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg; ADB XVI, 92 ff.) stand Ridinger in regem Kontakt und wurde von diesem auch für sein Thierreich-Unternehmen vielfältig unterstützt. Kleins von Linnés anatomischer Systematik überholter Klassifizierung nach Art und Zahl der Gliedmaßen folgend, tragen die Frühzustände einiger Blätter der Folge denn auch noch Referenzen zu dessen 1751er Quadrupedum dispositio brevisque Historia Naturalis, wie Thienemann für einige Tafeln bekannt und für verschiedene weitere per hier vorliegendem Komplett-Exemplar dokumentiert. Ridinger selbst hebt per Vorwort in seinen Dankesworten »insonderheit die ungemein schöne Sammlung des Herr P(rofessor). Klein

aus der Ludolphischen Verlassenschaft , welche lauter Original=Stücke enthält «

hervor. Und die Söhne speziell zu anstehendem:

» Da wir ein Egyptisches Frettel – »ist wohl der Mungo, Herpestes mungo« (Th.) – in einer recht guten Abbildung besitzen, welches etwas größer ist, als unsre Wiesel und einen ganz anderen Schwanz hat, so haben wir solches auch bey dieser Vorstellung mit angebracht … «

Die Zuweisung der Arbeit an Johann Elias’ Ältesten, Martin Elias, ergibt sich aus der als individuell erachteten Schreibweise – wie einem Punkt oder Komma zwischen »Ridinger« und etwa »sc.« – , verglichen mit solchen mit dessen Namen gezeichneter Blätter des Thierreichs.

Mit Wz. C & I Honig als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

»wegen der feinen Illumination« für die kolorierten Werke

verwandte, »weil es hiezu das anständigste und beste ist«. – Dreiseits 1,7-3,2 cm, unten 5,4 cm breitrandig. – Von rückseits durchschlagendes Braunfleckchen innerhalb des Buschwerks.

Angebots-Nr. 15.913 / EUR  570. / export price EUR  542. (c. US$ 655.) + Versand

Frettichen, Frettwiesel. / Hermelin Wiesel. Deren durch Sternchen gekennzeichnete zwei, letzteres in seinem oberseits braunroten, unterseits weißen Sommerpelz, die ganzjährige schwarze Schwanzspitze inclusive. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: MUSTELA viverra Furunculus *. MUSTELA Hermellina **. / Frettichen, Frettwiesel. *. Hermelin Wiesel. **. / Le Furet. *. Armeline. **. / Familia IV. Fünffzæhige. / ex Collectione Kleinii. / Ridinger. sc. 30,7 × 19,9 cm (12⅛ × 7⅞ in).

Thienemann + Schwarz 1052. – Wiederum nach einer Vorlage Klein’s. – Dreiseits 1,3-3,4 cm, unten 5,7 cm breitrandig. – Kleiner schwacher Braunfleck im rechten weißen Seitenrand + ganz vereinzelt ein Braunstippen.

» Die Sage, daß das Hermelin lieber durch Feuer als durch Kot laufe und lieber sterbe als sich beschmutze, machte es früh zum Symbol der Reinheit und Unschuld …

Martin Elias Ridinger, Hermelin

Nur Sibirien und Rußland liefern Hermelinfelle …

Früher war das Tragen der mit den schwarzen Schwanzspitzen des Tiers geschmückten Hermelinmäntel ein Vorrecht der Fürsten. Jetzt sind sie … eine allgemeine Tracht geworden «

(Meyers a. a. O. XVI [1890], 624/I bzw. VIII [1888], 428/II).

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» Aus Siberien …
lebendig nach Dresden gebracht «

Vielfraß, Raton. In heller Winterlandschaft links der der Familie der Marder angehörende Vielfraß / Bergbär witternd stehend nach rechts, vis-à-vis sitzender Waschbär. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: GULO. / Raton aminal (sic!) Americanum. / Le Glouton, / Raton americain, / Familia. IV. Fünffzähig. / M. El. Ridinger. fec., ansonsten wie vor. 31,1 × 21,2 cm (12¼ × 8⅜ in).

Thienemann + Schwarz 1083. – Dreiseits 1,8-2,8 cm, unten 5 cm breitrandig. – Schwacher Wasserstreifen links/mittig des unteren weißen Platten-/Papierfeldes. Eine schon ursprüngliche feine Quetschfalte mittig links des weißen Papierrandes bis an den Bildrand reichend. Die rechte Blattkante in der Oberhälfte minimal rissig.

» (Der Vielfraß) ist in den Wildnißen in Rußland, Polen, Lithauen, Kurland und Lappland, auch in den gegen das nordliche Meer hinliegenden Gegenden von Asien und Amerika zu finden … Sein Balg

Martin Elias Ridinger, Vielfraß, Waschbär

wird wegen seinem schönen Glanz sehr hoch

und fast den Zobeln gleich gehalten ,

wiewohl er etwas härtere Haare hat … hat in einem Tage 13. Pfund Fleisch aufgefressen und doch noch immer hungrig geblieben … Von diesem haben wir die Zeichnung aus Dresden selbst erhalten und sind also im Stande diese Abbildung nach der Natur selbst zu liefern «

(Textvorspann der Ridinger-Söhne, Seite 14, in Kopie beiliegend).

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» ihr Balg ist ein vortrefliches Pelzwerk … «

Kat Luchs, bürg od’ Stein Luchs. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: LYNX TYGRINVS. / Kat Luchs … wie vor / Loup cervier. / Familia IV. Fünffzähige. / Ex Collection D. Kleinii. / J. El. Ridinger fec. et excud. A. V. 31,2 × 21,2 cm (12¼ × 8⅜ in).

Thienemann + Schwarz 1070. – Dreiseits 1,4-3,2 cm, unten 4,8 cm breitrandig. – Von schwachem Fleck begleitete kleine schwache Stelle in unterer Plattenkante vorsorglich säurefrei hinterlegt.

Johann Elias Ridinger, Luchs + Karakal

» Unten ein stark gefleckter Rotluchs, liegend (nach links mit Blick auf den Betrachter), oben lauernd ein Karakal (türk: Schwarzohr) … aus Persien oder Arabien. Es ist dann eine recht gelungene Abbildung« (Th.). – Und die Ridinger-Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 12 (in Kopie beiliegend):

» Der Luchs … ist ein besonders grimmiges und schädliches Thier für die Wildbahn, daher man solchen, so bald man eine Spur von ihm hat, zu vertilgen und dem Wilde Sicherheit zu verschaffen suche … und ihr Balg ist ein vortrefliches Pelzwerk … Man fängt sie auch, indem man ihnen so genannte Fallbäume legt (zu Ridinger’s entsprechendem Kupfer Schlag=baum vor einen Luchs aufgestellt! sowohl deren originale spiegelbildliche Druck-Platte im rotgoldenen Glanze ihres 267 Jahre alten Kupfers als auch deren lavierte Ursprungszeichnung hier aufliegend). «

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Johann Elias Ridinger, Königstiger

» Dies ist der Königstiger …«

Ein Leopard. Recte Bengalischer oder Indischer Tiger. »Dies ist der Königstiger mit Streifen. Er sitzt etwas zusammengekauert (nach links) und der starke Bart entstellt ihn etwas, sonst kenntlich« (Th.). Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: PARDUS. / Leopard., ansonsten wie vor / Familia IV. Fünffzähige. / J. El. Ridinger sc. et excud. A.V. 30,7 × 20,8 cm (12⅛ × 8¼ in).

Thienemann + Schwarz 1074. – Dreiseits 2-2,5, unten 5,1 cm breitrandig. – Rückseitiger schwacher Wasserrand nebst kleinen Verfärbungsflecken bildseits schwach ins untere Text-/Papierfeld durchscheinend.

» In Indien betrachtet man den T. mit abergläubischer Furcht

und sieht in ihm eine Art von strafendem Gott. Auch in Ostsibirien herrschen ähnliche Vorstellungen, und auf Sumatra erblickt man im T. nur die Hülle eines verstorbenen Menschen und wagt nicht, ihn zu töten « (Meyers a. a. O., XV [1889], 707).

» … der Tiger schnellte hervor ,

eine wollüstige Grausamkeit

blickte aus seinem fürchterlichen Auge «

Nietzsche, Homers Wettkampf, Kröners TB-Ausgabe LXX, 1976, Seite 237

» Der Begriff ‚Königstiger‘ (royal tiger) stammt ursprünglich aus der englischen Jägersprache und bezeichnete keine eigene Unterart, sondern besonders große Exemplare, die begehrte Jagdtrophäen darstellten. Die Bezeichnung ist vergleichbar mit ‚Zwölfender‘, womit im Deutschen ein kapitaler Hirsch mit mächtigem zwölfendigem Geweih und keine eigene Rasse gemeint ist. Diese royal tigers hatten nicht nur eine besonders kontrastreiche Fellfärbung, sondern auch eine sehr regelmäßige Zeichnung der schwarzen Streifen, die nicht unterbrochen waren.

Diese Individuen stellten deshalb einen besonderen

und sehr seltenen Typ in der Ausbildung des Streifenmusters dar

und sind nicht häufig unter den Königstigern anzutreffen .

Neben diesen Tieren waren alle anderen Königstiger ganz ‚gewöhnliche‘ Tiger. Die Tiger-Unterart wurde bis dahin einfach ‚indischer‘ beziehungsweise ‚bengalischer‘ Tiger genannt. Später wurde der Begriff auf alle indischen Tiger übertragen « (Wikipedia).

Johann Elias Ridinger, Königstiger (Ausschnitt)

Und eben solch vollkommenes Exemplar denn hiesiger Ridinger ,

obgleich darauf angewiesen gewesen ,

» wie wir … diese Art der Thiere hier … von Zeit zu Zeit gesehen haben … findet sich (doch) bei den Schriftstellern selbst ein häufiger Widerspruch und gar oft haben sie den Leoparden (wie denn auch Ridinger, s. o.), das Panterthier und den Tiger miteinander verwechselt «

so die Ridinger-Söhne im Textvorspann, wie in Kopie beiliegend.

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»… wo ihr Balg am besten ist …
und machen besonders im Winter
des Nachts ein starkes Geheule «

Brand Fuchs. / ordentlicher Fuchs. Ganz malerisch gruppiertes Blatt. Letzterer oberhalb stehend nach rechts, doch nach links bellend, ersterer unten halb liegend nach links. »Recht gefällig« (Th.). Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: VULPES RUTGARIS. VULPES RUFESECUS. / wie vor / Renard roussatre. Renard. / Familia IV. Fünffzähige. / Ridinger, fec. 31,4 × 21,1 cm (12⅜ × 8¼ in).

Martin Elias Ridinger, Füchse

Thienemann + Schwarz 1063. – Dreiseits 1,7-2,7 cm, unten 4,5 cm breitrandig. – Von rückseits durchschlagende winzige Braunfleckchen bei der Familia-Zeile im weißen Textfeld.

» Es giebt, wie allgemein bekannt ist, von diesem Thiere zweyerley Arten, nemlich Birckenfüchse und Brandfüchse. Der Unterschied, der sich zwischen ihnen findet, bestehet darinnen, daß jene mehr schwarzes und eine lebhaftere Farbe an ihren Haaren haben, wo hingegen die Birckenfüchse von hellerer Farbe sind … Man stellt ihnen … auch sehr stark nach, besonders aber zu derjenigen Zeit, wo ihr Balg am besten ist … Zu der Brunftzeit verfolgen sie zum öftern selbst einander … «

(Ridinger’s Söhne im Textvorspann zu Tl. II, Seite 10, in Kopie beiliegend).

Thienemann im übrigen erneut darauf hinweisend, »dass die hier als verschiedene Arten bezeichneten Füchse zu einer Art gehören«. Als weitere Farbvarianten wären noch Kohl- sowie Kreuz- und – besonders begehrt – Silberfüchse zu nennen.

Angebots-Nr. 15.923 / EUR  530. / export price EUR  504. (c. US$ 609.) + Versand

» unterscheiden sich …
sowohl in der Grundfarbe
als in den Flecken «

Zibetkatze. In reizvoll leichtem Ambiente schleichend nach links. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit nach einer Vorlage von Jacob Theodor Klein (»Plinius Gedanensium«, Königsberg 1685 – Danzig 1759) Bezeichnet: FELIS Zibethica. / Zibetkatze. / La Civette. / Familia IV. Fünffzæhige. / ex Collect. Kleinii, olim Ludolff. / Ridinger. sc. 30,6 × 19,8 cm (12 × 7¾ in).

Thienemann + Schwarz 1066. – Dreiseits 1,6-3 cm, unten 5.4 cm breitrandig. – Einige Braunstippen im weißen Text-/Plattenfeld.

Martin Elias Ridinger, Zibetkatze

» Es wird auch sonsten das Zibetthier genennet und es wird in den heißesten Gegenden von Africa und Asia gefunden. Dieses Thier führet den bekannten Zibet, womit großer Handel getrieben wird … Sie sind etwas größer als die Genettkatzen … Man unterhält sie auch in Häusern … werden aber mit den Jahren wieder wild, daß man ihnen nicht trauen darf «

(Ridinger’s Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 11, in Kopie beiliegend).

Angebots-Nr. 16.018 / EUR  435. / export price EUR  413. (c. US$ 499.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Ginsterkatze

Die für ihr Pelzwerk
berühmte Ginsterkatze

Genith-Katze. Die für ihr Pelzwerk berühmte Ginsterkatze aufmerksam auf flacher Erhebung vor Gesträuch nach links. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit nach einer Vorlage von Jacob Theodor Klein (»Plinius Gedanensium«, Königsberg 1685 – Danzig 1759). Bezeichnet: COATI, GENITTA Hispanica. / Genith-Katze. / Le Chat d’Espagne. / Familia IV. Fünffzähige. / Ex Collection. D. Kleinii. / J. El. Ridinger fec. et excud. A.V. 30,8 × 20,3 cm (12⅛ × 8 in).

Thienemann + Schwarz 1065. – Dreiseits 1,8-3 cm, unten 5,1 cm breitrandig. – Einige auch etwas größere Braunstippen im weißen Textfeld.

Endgültiger Zustand mit der innerhalb des Untertextes leicht nach oben verschobenen Familia-Zeile nach Entfernung des »Q. D. S. XXVIII.« als Thienemann unbekannt gebliebener Referenz zu Klein.

» Der Name Coati gebührt ihr nicht, auch sollte sie nicht Katze heissen, weil sie … nichts (so nicht richtig, als Schleichkatze gehört sie zu den Katzenartigen) mit der Katze gemein hat «(Th.).

» … bewohnt die Länder des Atlas, kommt aber auch in Spanien und Südfrankreich vor, bevorzugt feuchte, buschreiche Gegenden …

Johann Elias Ridinger, Ginsterkatze (Detail)

Ihr Fell liefert gesuchtes Pelzwerk.

Karl Martell (» Retter der christlich=germanischen Kultur … [gegenüber dem] gewaltigen Anprall der Araber in Spanien und Aquitanien «, Meyers, a. a. O., IX [1889], 511) erbeutete 732 nach dem Sieg über die Sarazenen viele Kleider, welche mit diesem Pelz versehen waren, und

stiftete einen Orden der Ginsterkatze ,

dessen Mitglieder die ersten Fürsten waren «

(Meyers, a. a. O., XVI [1890], 893/II per Zibetkatze [ siehe vorbeschriebene 16.018 ]) . – Und Ridinger’s Söhne ergänzend im hier in Kopie beiliegendem Textvorspann zu Tl. II, S. 11:

» … dieses Thier … trägt auch hinten einen Beutel, der mit einem wohlriechenden Safte angefüllet ist und solchen ausdünstet … In den regelmäßigen Flecken

übertrifft ihr Fell noch die vorhin gedachte Zibetkatze

und in ihrem Verhalten ist sie allen übrigen Arten der Katzen ähnlich. «

Angebots-Nr. 16.019 / EUR  490. / export price EUR  466. (c. US$ 563.) + Versand

Martin Elias Ridinger, Opossum

Opossum – Das Beutel Thier =. »Es ist die weissköpfige Beutelratte (Didelphis virginiana), gar nicht uneben mit zwei Jungen abgebildet« (Th.). Groß vorn rechts, ruhend. Eine bewegte weitere (anderer Art?) links separat. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: MABSUPIALE Americanum, oder Carigueya= / Das Beutel Thier= / Sarige, Carigueia Americain. / Familia IV. fünfzeegig. / M. El. Ridinger sc. 31,6 × 21,5 cm (12½ × 8½ in).

Thienemann + Schwarz 1050. – Dreiseits 1,9-2,8 cm, unten 4,6 cm breitrandig. – Einige auch etwas größere Braunstippen im weißen Textfeld.

Angebots-Nr. 15.968 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 397.) + Versand

Der Iltis. / Der Marder. Bei buschwerkbestandenem Felsbrockenambiente ersterer ein Entennest plündernd mit drei davonstiebenden Küken, letzterer mit einem Vogel im Maul posierend. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: Ridinger. fec., dazu neben Obigem Mustela Foetida. Martes. / Furet. Mart. / Familia IV. Fünfzähige. 31,3 × 21 cm (12⅜ × 8¼ in).

Thienemann + Schwarz 1053. – Dreiseits 1,5-3 cm, unten 5,2 cm breitrandig. – Ridinger’s Söhne im in Kopie beiliegendem Textvorspann (II, Seite 7):

Martin Elias Ridinger, Iltis & Marder

» Einige nennet man Edel= oder Baum=Marder, und diese sind nicht nur etwas größer als die andere, sondern ihr Balg ist auch wirklich viel kostbarer und schöner … und

die Kürschner verstehen die Kunst ihn zu färben,

daß er dem Zobel gleich kommt … “

Angebots-Nr. 15.962 / EUR  490. / export price EUR  466. (c. US$ 563.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Steinmarder

Stein Marder. Deren zwei, auf Felsen schleichend. Kolor. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (1740.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. fec. et exc. A. V. / N. 85., sonst wie vor. 18,6 × 15 cm (7⅜ × 5⅞ in).

Thienemann + Schwarz 475. – Blatt 85 (in späterer Ausgabe 82) der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere ( »Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copiert«, Th. 1856). – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.750 / EUR  240. (c. US$ 290.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Brauner Bär

» Ihr Pelz ist sehr warm
und man braucht ihn
mit großem Nutzen zu allerley Diensten «

Der große braune Ameisen Bär. Aus dem Bild herausblickend, sitzt er »vor einer Heerde Ameisen und leckt dieselben von seiner Tatze ab« (Th.). Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: VRSVS MAXIMVS FORMICARVM NIGRICANS. / L’ours grand et brun des fournus. / Familia IV. Fünffzähige. / J. El. Ridinger fec. et excud. A.V. 30,7 × 20,8 cm (12⅛ × 8¼ in).

Thienemann + Schwarz 1080. – Dreiseits 2,2-2,8 cm, unten 5,3 cm breitrandig. – Schwacher Wasserrand mittig des unteren weißen Platten-/Papierfeldes sowie zwei schmale Braunstreifen unten im rechten weißen Seitenrand.

» Der Bär gehöret unter die einheimischen Thiere in Europa

und sein Vaterland erstrecket sich eigentlich von Polen bis an die äußerste nordische Gränzen … Ihr Pelz ist sehr warm und man braucht ihn mit großem Nutzen zu allerley Diensten «

(Ridinger’s Söhne im Textvorspann zu Tl. II, Seiten 13 f., in Kopie beiliegend).

Angebots-Nr. 15.929 / EUR  670. / export price EUR  637. (c. US$ 770.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Zeydelbär

Der Zeydel Bär. Sitzend, mit Blick auf den Betrachter. »Er soll zuweilen in der Schweiz in dieser ganz auffallenden (rostroten) Färbung vorkommen« (Th.). Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: VRSVS MINOR RVFO FVSCVS. / Ours petit voussatre. / Familia IV. Fünffzähige. / J. El. Ridinger fec. et excud. A.V. 30,7 × 20,7 cm (12⅛ × 8⅛ in).

Thienemann + Schwarz 1081. – Dreiseits 2-3,5 cm, unten 5,2 cm breitrandig. – Im unteren weißen Platten-/Papierfeld kaum bemerkbarer Wasserrand.

Angebots-Nr. 15.927 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Schwarzer Bär

Der große Schwarze Bär. Gezähmt, mit Nasenring und Kopfriemen in leicht gebückter Stellung nach rechts vor Felsblock auf sich neigendem Felsvorsprung. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: VRSVS, MAXIMVS NIGER. / Der große Schwarze Bär. / L’ours grand et noir. / Familia IV. Fünffzähige. / J. El. Ridinger fec. et excud. A.V. 30,5 × 20,8 cm (12 × 8¼ in).

Thienemann + Schwarz 1079. – Dreiseits 1,4-3,2 cm, unten 5,4 cm breitrandig. – Schwacher Wasserrand im unteren weißen Platten-/Papierfeld sowie zwei schwache Braunfleck(ch)en im weißen Plattenfeld rechts.

Angebots-Nr. 15.928 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Eisbär

Der weiße Spizberg Grönländische Bär. »Warum man ihn (ent)gegen Ridinger in der N(euen) A(usgabe) bloss für eine weisse Spielart (‚Der weisse Landbaer‘) des Landbären erklärt, und nicht für den Eisbär (Ursus maritimus) hält, weiss ich nicht« (Th.). Stehend nach links mit weit aufgesperrtem Rachen. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: VRSVS, ALBVS Grönlandiae. … / L’ours blanc de Groenland. / Familia IV. Fünffzähige. / J. El. Ridinger fec. et excud. A.V., ansonsten wie vor. 30,9 × 21,4 cm (12⅛ × 8⅜ in).

Thienemann + Schwarz 1082. – Dreiseits 1-3 cm, unten 5 cm breitrandig. – Kaum erwähnenswert schwacher Wasserrand im unteren weißen Platten-/Papierfeld.

Angebots-Nr. 15.926 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 793.) + Versand

Wo Pelzwerk Spitze ist

Selten + literaturunbekannt

Carte Géographique contenant le Royaume de Siberie

Carte Géographique contenant le Royaume de Siberie

»… nächstens sind wichtig die Gerbereien«

( Meyers , a. a. O., XIV [1889] , 928 )

Von 2 Platten, ca. 1 : 7,13 Mill. Kolor. Kupferstich von Matthäus Albrecht Lotter (1741 Augsburg 1810) bei Tobias Conrad Lotter (1717 Augsburg 1777). Wohl 1770/75, doch nicht vor/nach 1759 bzw. 1776/77. 49,6-50,1 x 108,4 cm.

Weder bei Tooley, noch Grenacher, Guide to the cartographic history of the imperial city of Augsburg, in I.M. XXII (1968), 85 ff., British Library und Library of Congress als den größten Kartensammlungen der Welt. – An den Seiten auf oder knapp innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Oben rechts im weißen Rand hs. von alter Hand mit 121 numeriert. – Exemplarisch schön für Dostojewskij’s Jauchzer

» Weg von Petersburg , dem europäischen ,

zurück zu Moskau , hinüber nach Sibirien , das neue Rußland … «

und für »die glanzvolle und erfolgreiche Epoche der Augsburger Kartenproduktion … des 18. Jhdts.« (Lothar Zögner). Und überaus seltener Beleg aus der Zeit, als die moderne Kartographie mit Riesenschritten das russische Reich erschloss.

Angebots-Nr. 12.019 / EUR  2403. / export price EUR  2283. (c. US$ 2760.) + Versand

Martin Elias Ridinger, Seehund

See Hund. »Der gemeine Seehund nach einer Abbildung von Klein ist gut dargestellt, einmal ganz von der Seite, dann der Kopf von vorn im Wasser« (Th.). Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: CANIS MARINVS. / See Hund. / Veau Marin. / Familia V. fünf zeege mit Gænsen Füssen. / M. E. Ridinger. Sculps. 31,2 × 21,2 cm (12¼ × 8⅜ in).

Martin Elias Ridinger, Seehund (Detail)
»Der gemeine Seehund nach einer Abbildung von Klein« (Ausschnitt)

Thienemann + Schwarz 1098. – Dreiseits 1,4-2,5 cm breitrandig, unten auf Plattenkante geschnitten und mit säurefrei hinterlegten Fehlstellen im weißen Papierrand von bis zu ca. 2 x 2 cm. Rückseitige unten bis ca. 8, oben rechts seitlich 5 cm tiefe Wasserrandigkeit bildseits nur im Text- und weißen Papierfeld durchschlagend sichtbar. Hinterlegtes Eselsohr oben rechts, schwacher kleiner Braunfleck im Papierrand oben links, obere Außenkante schwach wasserrandig. Die Bildwirkung des ausgesprochen reizvollen Motivs letztlich ungeschmälert.

Angebots-Nr. 15.992 / EUR  98. (c. US$ 118.) + Versand

Martin Elias Ridinger, Feldhase

Gemeiner Feld-Hase. Umgeben von vielfältigem Grün. »Ein nettes Bild, in passender Umgebung sitzt Lampe in der Mitte mit seitwärts (nach rechts) gewendetem Kopfe« (Th.). Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: LEPVS campestris. / Lievre. / Familia III. Vierzähige. / Ridinger fec., ansonsten wie vor. 30,1 × 20,2 cm (11⅞ × 8 in).

Thienemann + Schwarz 1043. – Dreiseits 2-3,5 cm, unten 5,5 cm breitrandig.

Angebots-Nr. 15.904 / EUR  430. / export price EUR  409. (c. US$ 495.) + Versand

Martin Elias Ridinger, Weißer Hase

Weißer Hase. »Weiss ist er im Winterkleide, sonst ähnelt er dem gewöhnlichen, und macht eine eigene Art aus, welche die Alpen bewohnt« (Th.). Aus Unterholz hervorkommend nach links witternd. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: LEPVS albus. / Lievre blanc. / Familia III. Vierzähige. / Riding. fec., ansonsten wie vor. 30,6 × 20,7 cm (12 × 8⅛ in).

Thienemann + Schwarz 1044. – Dreiseits 2-3 cm, unten 4,9 cm breitrandig.

Angebots-Nr. 15.905 / EUR  470. / export price EUR  447. (c. US$ 540.) + Versand

Martin Elias Ridinger, Kaninchen

» … und ihre Bälge
gehören unter die Pelzfutter «

Kaninichen, Killhase. »Eine artige Gruppe von fünf Stück, in Grösse und Farbe sehr verschieden …« (Th.). Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: CVNICVLVS. / Kaninichen, Killhase. / Le Lapin. / Familia III. Vierzähige. / Ridinger. fec. 30,5 × 20,2 cm (12 × 8 in).

Thienemann + Schwarz 1046. – Dreiseits 1,9-3,5 cm, unten 5,5 cm breitrandig.

Angebots-Nr. 15.907 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 397.) + Versand

und farbig kulminierte das ridinger œuvre

Dunckles Eichorn Detto Lichtes / Fliegendes Eichorn / Ratten Raßen. Mäuse. / Fleder Mäuse. Auch in der reichen Staffage kunterbuntes Scenarium. Die beiden Ratten als Haus- und Wanderratte, der Hausmaus gleich deren quicklebendigen vier. »Das ist viel auf einem Blatte« (Th.). Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) im Ridingerschen lasierten Original-Kolorit. Bezeichnet: SCIURUS COLORE FUSCO. SCIURUS COLORE SPDICEO. SCIURUS PETAURISTA MUS MAIOR DOMESTICUS MUSCUTUS DOMESTICUS. VESPERTILIO. / Ecuriel tan(n)e. Ecuriel brun rif. Ecuriel volant. Le Rat. Les Fouris. Chauve souris. / Familia IV. Fünffzähige. / Ridinger sc. 30,7 × 20,8 cm (12⅛ × 8¼ in).

Martin Elias Ridinger, Eichhorn + Fledermaus

Thienemann + Schwarz 1047. – Die hier oben rechts klein gezeigten beiden großohrigen Fledermäuse, die eine von vorn, die andere von hinten, dominieren in gleicher Stellung Th. 378 als dem von alters hochbezahlten »Aeusserst selten(en)« Blatt XXXV der 1779 abgeschlossenen Vorfallenheiten-Suite. Sie geben denn auch hiesigem Blatte sein Gewicht. – Dreiseits 2,2-2,8 cm, unten 5,3 cm breitrandig. – Schwacher Wasserrand mittig des unteren weißen Platten-/Papierfeldes sowie zwei schmale Braunstreifen unten im rechten weißen Seitenrand.

Angebots-Nr. 15.911 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Eichhorn

Gestreiftes Eichhorn. Nußknackend unter Bäumen. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) im Ridingerschen Original-Kolorit nach Jacob Theodor Klein (»Plinius Gedanensium«, Königsberg 1685 – Danzig 1759). Bezeichnet: SCIVRVS getulus. / Gestreiftes Eichhorn. / Ecurieu raÿé. / Familia IV. Fünffzähige. / Ex Collection. Secr. Kleinii. / Joh. El. Ridinger fec. et exc. Aug. Vind. 31 × 20,6 cm (12¼ × 8⅛ in).

Thienemann + Schwarz 1048. – Dreiseits 1,7-2,8 cm, unten 4,9 cm breitrandig. – Ganz kleiner schwacher Braunfleck am äußersten linken weißen Seitenrand.

Angebots-Nr. 15.910 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 397.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Eichhörnlein

Spilende Eichörnlein. Deren drei an Stamm + Ast einer Eiche. An deren Fuß zwei Fliegenpilze nicht minder munter. Kolor. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (1740.) Bezeichnet: J. E. R. fec. / N. 88., sonst wie vor. 18,8 × 15,2 cm (7⅜ × 6 in).

Thienemann + Schwarz 478. – Blatt 88 (in späterer Ausgabe 85) der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere ( »Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copiert«, Th. 1856). – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.752 / EUR  190. (c. US$ 230.) + Versand

Martin Elias Ridinger, Wildkatze

» Ihr Balg gehöret unter die Pelzwerke
und ist das beste an ihnen. Er hat im Gewichte eine besondere Schwere
und ein vorzüglicher Nutzen desselben bestehet darinn,
daß er denen, welche mit starken Leibschmerzen behaftet sind, wenn sie ihn auf dem Leibe tragen, eine große Linderung und Hülfe verschaffet «
(Ridinger’s Söhne II, 11, in Kopie beiliegend)

Wild Katze oder Kuder. »Wieder ein recht ansprechendes Blatt. Die eine Katze frisst eine Waldschnepfe … die andere will zu ihr herabspringen und mithelfen« (Th.). Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: CHATUS SYLVESTRIS. / Wild Katze oder Kuder. / Chat souvage. / Familia IV. Fünfzähige / Ridinger fec. 31,4 × 20,9 cm (12⅜ × 8¼ in).

Thienemann + Schwarz 1069. – Dreiseits 1,7-3,3 cm, unten 4,9 cm breitrandig. – Im weißen Bildfeld rechts zwischen zwei Spitzen der Grünstaffage ca. 3 cm lange Kette kleiner schwacher Stockfleckchen, im linken weißen Papierrand ganz schwacher Stockfleck, sonst tadellos und ein wiederum herrlich sattes Kolorit.

Angebots-Nr. 15.924 / EUR  490. / export price EUR  466. (c. US$ 563.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Wilder Kuder

Wilder Kuder. »(V)oll Gier an einem Stamme hängend und die Pfote nach einem Neste mit jungen Vögeln ausstreckend« (Th.). Kolor. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (1740.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. fec. et exc. A. V. / N. 80., sonst wie vor. 18,8 × 15,1 cm (7⅜ × 6 in).

Thienemann + Schwarz 470. – Blatt 80 (in späterer Ausgabe 77) der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere ( »Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copiert«, Th. 1856). – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.745 / EUR  180. (c. US$ 218.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Wilder Kuder

Auf den Raub laurender wilder Kuder. In felsigem Baumambiente an rohrbestandenem Wasser. Kolor. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (1740.) Bezeichnet: J. E. R. fec. / N. 81., sonst wie vor. 18,7 × 15,3 cm (7⅜ × 6 in).

Thienemann + Schwarz 471. – Blatt 81 (in späterer Ausgabe 78) der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere ( »Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copiert«, Th. 1856). – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.746 / EUR  190. (c. US$ 230.) + Versand

» Das Fell des Tiers dient zu Kappen, Winterkleidern
und Decken oder wird gegerbt «

(Meyers, a. a. O., XI [1889], 822/II)

Bisem-Thier. Das Moschustier, witternd stehend nach rechts. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: MOSCHIVERVS. / Bisem-Thier. / Musc - / Familia II. Zweÿhufig. / ex Collect. Schæckii. / M. El. Ridinger. sc. 30,6 × 20 cm (12 × 7⅞ in).

Martin Elias Ridinger, Moschustier

Thienemann + Schwarz 1004. – Endgültiger Zustand mit der berichtigten französischen Bezeichnung Musc. Thienemann kannte lediglich den früheren Druckzustand, dessen französische Bezeichnung Civette er zu Recht als gänzlich unstatthaft kommentiert, dabei jedoch übersehend, daß der entsprechende französische Vorspanntext korrekt mit Le Bouc de Musc überschrieben ist, es sich mithin um einen ebenso offensichtlichen wie klassischen Druckfehler handelt. Der gerügte Frühzustand hier denn auch belegt im Pfeiffer-Weinberg-Exemplar, das mit noch etlichen weiteren, Thienemann vielfach unbekannt gebliebenen Frühzuständen aufwartet. – Dreiseits 1,8-3,6 cm, unten 5,6 cm breitrandig.

Angebots-Nr. 15.891 / EUR  570. / export price EUR  542. (c. US$ 655.) + Versand

» So nützlich diese Thiere
durch den guten Pelz werden ,
den sie auf sich haben … «

(Ridinger’s Söhne)

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Biber haben 2. bis 3. Iunge, erreichen im andren Iahr ihre Kräffte zur Zucht; nehmen auch an grösse immer zu. Radierung und Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: 27. / Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger inv. delin. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor dt., franz., lat. + unten. 35 × 43,1 cm (13¾ × 17 in).

Thienemann + Schwarz 222. – Blatt 27 der BETRACHTUNG DER WILDEN THIERE mit dem Untertext des Hamburger Dichterpapstes, Juristen + Senators, vor allem aber Ridinger-Freundes Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) in Deutsch. – Mit WANGEN-Wz., wie für zeitgenöss. Abdrucke so typisch. – 3-4 cm breitrandig. – Die gänzlich geglättete Bugfalte rückseits verstärkt.

Johann Elias Ridinger, Biber

» So offt ich hier vor diesem Kupfer, wen(n) es im Zim(m)er hänget, stehe Des Zim(m)ers Wand scheint auf der Stell, als war sie , in der That durchbroche(n) so gar natürlich ist die Landschafft gebildet, und in Ertz gestochen. Die beiden Bieber sind so lebhafft in ihrer Handlung vorgestellt; man glaubt man höhr u: seh sie nage(n) … und wie (die Natur) diese Thiere fast mit einem weisen Geist verein der fast den Thier=Geist übertrifft, der unserm sich fast naht … der Bieber Geist in Canada … «

Und nicht zuletzt und von ungefähr qualifizierte schon 1901 Ernst Welisch Ridinger als den unstreitig »bedeutendste(n) Augsburger Landschafter dieser Zeit«. Hier denn

von leuchtend-herrlicher Qualität + damit Seltenheit ,

figurieren doch die alten Abzüge gerade dieser so schönen großformatigen Hauptfolge selbst in beispielhaften alten Ridinger-Sammlungen vielfach nur hart beschnitten, beschädigt und aufgezogen. So einschließlich des anstehenden in der schlesischen Sammlung 1885 bei Boerner, 1894 bei Reich auf Biehla + zumindest ohne Plattenrand auch 1889 bei Coppenrath.

Angebots-Nr. 15.401 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 793.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Biber

Biber. »Er äset und hält seinen Schuppenschwanz ins Wasser« (Th.). Vor Schilf, mit dem Oberkörper auf einem Baumstamm und einen Zweig benagend. In Grün gedruckte Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) im Ridingerschen Original-Kolorit. Bezeichnet: CASTOR. / Biber. / Castor. / Familia V. Fünffzähige, mit Gänßen-Füßen hinten. / J. El. Ridinger sc. A. V. 31,3 × 21,2 cm (12⅜ × 8⅜ in).

Thienemann + Schwarz 1095. – Dreiseits 1,7-2,5 cm, unten 4,8 cm breitrandig. – Textfeld + weißer Unterrand relativ schwach, rückseits stärker, wasserfleckig. Feine 4 cm lange Rißspur an unterer Plattenkante säurefrei hinterlegt. Die Bildwirkung noch nahezu einwandfrei, zumal unter Passepartout.

Angebots-Nr. 15.931 / EUR  195. (c. US$ 236.) + Versand

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Biber. Mit den Spuren im Unterrand. Mit chamoisfarbener Tonplatte gedruckte Lithographie von Hermann Menzler im Druck von A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 35,7 × 23,1 cm (14 × 9⅛ in).

Johann Elias Ridinger, Biber (Menzler)

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album I/9. – Vgl. Bl. 15 der Abbildung der jagdtbaren Thiere, Thienemann 177. – Aus dem als 1. Abteilung geführten Darstellungen der bekanntesten Jagdthiere Mittel-Europas nebst Fährten oder Spuren. – Die gesamte, nahezu literaturunbekannte, praktisch nur peu à peu complettierbare Suite 80 Blatt zuzüglich eines neuerdings aufgetauchten illustrierten Titels weit größeren Bildformates (47,5 x 36 cm) umfassend, wobei die Vorlagen teilweise auf ihren Kern komprimiert oder im Umfeld variiert wurden. – In der Bildwirkung der von Ridinger als Ganzes nicht mehr angewandten Aquatintamanier entsprechend. – Auf festem Papier von dem Blattformat (62 x 47 cm) des illustrierten Titels angepaßter extremer Breitrandigkeit bei einigen hinterlegten kleinen Randeinrissen.

Im Bildfeld gegenüber der Ridinger’schen Stich-Vorlage völlig frei gestaltet und die Spuren entsprechend des gesamthaft etwas kleineren Formates nur gut ⅔ ihrer natürlichen Größe wiedergebend ( bei Ridinger in Original-Größe ! ). Unabhängig seines Wertes als ebenso instruktives wie malerisches Einzelstück eine sehr interessante Bereicherung für jeden Ridinger-Bestand.

Angebots-Nr. 13.111 / EUR  322. / export price EUR  306. (c. US$ 370.) + Versand

Der Biber. Von vier Verfolgern bedrängt, zeigt er seine gewaltigen Nager. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (1761.) Bezeichnet: J. El. Ridinger inv. del. Sc. et exc. A. V. 28,8 × 25,3 cm (11⅜ × 10 in). – Thienemann + Schwarz 153. – Blatt 15 der Von verschidenen Arthen der Hunden behaezte jagtbare Thiere. – Instruktiver ausführlicher Untertext

Johann Elias Ridinger, Biber

unter namentlicher Aufzählung der hierfür geeigneten verschiedenen Hunde .

Silbrigtoniger Abdruck auf schönem, leicht wolkigem Papier mit Wasserzeichen »G.R.«, spätestens aus der qualitativ hochwertigen Engelbrecht-Ausgabe um 1824. Ein gleichartiges Parallelblatt der Folge trug das Basler Thurneisen-Wz., wie von Engelbrecht bevorzugt. – Von großer Breitrandigkeit: 8 bzw. 4,3 cm oben + unten, 3-4,4 für die Seiten.

Angebots-Nr. 28.110 / EUR  483. / export price EUR  459. (c. US$ 555.) + Versand

Ridinger-Biber solln’s die besten sein

Der Biber in seiner Ruhe. Vor hügeliger Landschaft an selbst erbautem Damme sitzend, zeigt er seine gewaltigen Nager. Kupfer-Druck-Platte im Gegensinn. (1740.) Bezeichnet: J. E. R. inv. fec. et exc., ansonsten wie vor. 19 × 15,6 cm (7½ × 6⅛ in). – Die optisch hervorragend erhaltene

Johann Elias Ridinger, Der Biber in seiner Ruhe (originale Druckplatte)

originale Druck-Platte

zu Blatt 84 (Radierung + Kupferstich, Thienemann + Schwarz 474) der Folge Entwurf einiger Thiere, Wie solche Nach ihren unterschiedenen Arten, Actionen und Leidenschaften, nach dem Leben gezeichnet

im rotgoldenen Glanze ihres 277 Jahre alten Kupfers .

Und kostbares, hier weit über Thieme-Becker (Bd. XXVIII, 1933, S. 308) hinaus nahtlos direkt bis in den Ridinger-Nachlaß selbst recherchiertes, von Thienemann im Rahmen der Kupferdruckplatten zum Entwurf 1856 noch für verloren gehaltenes, weltweit unikates Sammlungsstück von Graden dazu. Denn

» Erhaltene originale Druckplatten aus dem 18. Jahrhundert sind

eine große Seltenheit«

(Stefan Morét im Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, SS. 62 f. Siehe auch die dortigen Kupferdruckplatten I.13, I.8 + I.11, Farbabbildung 6 + SW-Abb. SS. 63 f.). – Und speziell zu denen Ridinger’s :

» Vom hohen technischen und qualitativen Niveau der Werke Ridingers und seiner Söhne, die im Verlag vor allem als Stecher mitarbeiteten, künden die (nur noch sehr partiell) erhaltenen Druckplatten noch heute. «

Im selben Sinne schon vorher Bernadette Schöller in Der Kölner Graphikmarkt zur Zeit Wenzel Hollars innerhalb Wenzel Hollar – Die Kölner Jahre, hrsg. von Werner Schäfke, Köln 1992, S. 19:

» Die Kupferplatten ,

die aufgrund ihres Materialwertes wie auch der darin investierten Arbeitszeiten

eine weit höhere Wertschätzung genossen

als etwa eine allzu oft achtlos behandelte Vorzeichnung … «

Entsprechend hieß es hierselbst gelegentlich des Wiederauftauchens von Teilen des sogenannten Thieme-Becker-Blocks Ridinger’scher Druckplatten »Einer der sensationellsten Funde der Kunstgeschichte … Ridinger’s originale Druck- (sic!!!) Platten«. Daß anstehende

vom Meister eigenhändig allein gearbeitet ist

sei eigens erwähnt. So, wie denn auch entsprechend obiger Signatur dokumentiert. – Mit der für die Engelbrecht-Herzberg’sche Neuausgabe von ca. 1824/25 in »81« geänderten Numerierung entsprechend Thienemann’s Klammerzusatz.

Mittels feinen Lackauftrags vor Anlaufen geschützt ,

ist die Kupferdruckplatte im Rahmen ihres altersmäßigen Gebrauchs generell noch druckfähig. Angeboten und verkauft wird sie indes als Kunstwerk und Sammlungsstück , also unbeschadet ihrer schlußendlichen Druckqualität. – Kurz ,

ein denkbar erfreuendes , weltweit unikates Absolutum .

Ihnen angetragen mit der Empfehlung zeitlos-eleganter rahmenfreier Hängung (Vorrichtung anbei), um Sie der jeweiligen Licht-Reflexe am schönsten teilhaftig werden zu lassen.

Angebots-Nr. 15.000 / Preis auf Anfrage

Und was sagten private Ridinger-Platten-Erwerber generell ?

» … haben Sie mich überrascht …«

so ein Vorsitzender Richter i. R. und zwei dieser Zimelien erstehend .

» Ich möchte mich bei Ihnen bedanken ,
die Platten sind schöner , als ich erwartet hatte
ich übernehme beide , gar keine Frage «,

so ein Unternehmer , der zwischenzeitlich drei weitere erwarb .

2001 präsentierten die Kunstsammlungen Augsburg den erworbenen 12er Satz zur Paradies-Folge innerhalb der Ausstellung »KUNSTREICH« als den bedeutenden Erwerbungen des letzten Jahrzehnts (Katalog Nr. 102, SS. 198-201).

Zehn Jahre später dann fegte die Kulturstiftung des Landes Niedersachsen

mit ihrem schlagartigen Ankauf von 104 ( sic !! ) Platten

für’s exquisite Braunschweiger Herzog Anton Ulrich Museum

einen Großteil dieses Platten-Bestandes unwiederbringlich vom Markt .

» … (haben) ein anderes Pelzwerk «

als der Biber (Ridinger’s Söhne)

Den Raub suchende Fisch Otter. In flachem Wasser vor hohen Felsen nebst Wasserfall. Kolor. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (1740.) Bezeichnet: J. E. R. fec. / N. 83., sonst wie vor. 18,7 × 15,2 cm (7⅜ × 6 in).

Johann Elias Ridinger, Biber

Thienemann + Schwarz 473. – Blatt 83 (in späterer Ausgabe 80) der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere ( »Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copiert«, Th. 1856). – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.748 / EUR  230. (c. US$ 278.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Fischotter

Die einen Raub verzehrende Fisch Otter. Mit Fisch auf einem Felsblock zu Füßen eines Wasserfalls. Kolor. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (1740.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv fec. et exc. A. V. / N. 82., sonst wie vor. 18,8 ×15,2 cm (7⅜ × 6 in).

Thienemann + Schwarz 472. – Blatt 82 (in späterer Ausgabe 79) der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere ( »Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copiert«, Th. 1856). – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.747 / EUR  230. (c. US$ 278.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Fischotter

Fisch-Otter. Auf erhöhtem Schilf-Ufer mit gefangenem Fisch, dessen Kopf schon danebenliegt. In Grün gedruckte und zusätzlich kolorierte Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bezeichnet: LUTRA. / Fisch-Otter. / Loutre. / Familia V. Fünffzähige, mit Gänßen-Füßen. / J. El. Ridinger sc. et exc. A. V. 31,3 × 21,2 cm (12⅜ × 8⅜ in).

Thienemann + Schwarz 1094. – Dreiseits 1,4-3,3 cm, unten 5 cm breitrandig. – Ab unterem Textfeld moderfleckig/spurig, der schmale rechte Rand incl. kleiner Fehlstelle bis teils an die Plattenkante rissig. Die Bildwirkung noch nahezu einwandfrei, zumal unter Passepartout.

Angebots-Nr. 15.932 / EUR  98. (c. US$ 118.) + Versand

van Dyck, Bildnis eines Unbekannten

Dyck, Anthonis van (Antwerpen 1599 – London 1641). Ein Bildniss (eines Unbekannten). Sitzend nach links, in reichem Pelzornat. Stahlstich von Albert Henry Payne (London 1812 – Leipzig 1902). Ca. 1845. Bezeichnet: A. Van Dyk pinxt. / A. H. Payne sculpt. / Published for the Proprietors by A. H. Payne Dresden & Leipzig., ansonsten in engl.-dt. wie vor. 19,5 × 13,8 cm (7⅝ × 5⅜ in).

Angebots-Nr. 14.221 / EUR  43. (c. US$ 52.) + Versand

  1. »berühmtes Werk, welches der verdiente Naturforscher Jacob Theodor Klein in Danzig unter dem Titel: Quadrupedum Dispositio brevisque Historia Naturalis 1751 … herausgab. Er hatte es vermehrt und verbessert selbst ins Deutsche übersetzt, und sein Freund Gottfried Reyger gab es 1760 unter dem Titel heraus: J. Th. Klein’s Natürliche Ordnung und Vermehrte Historie der Vierfüssigen Thiere. Ridinger stand in genauer Verbindung mit Klein, wurde bei diesem (Thierreich-)Unternehmen vielfach von ihm unterstützt und richtete sich nach Klein’s System« (Th., S. 200)

„ Hartelijk dank voor de zorgvulige wijze … Voor mij bent u de Mercedes onder de prentenhandelaren! “

(Mijnheer P. E., 24. Januar 2008)