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Hl. Hubertus
Vater der Parforce-Jagd

„ So ist auch diese Jagd ein uraltes Herkommen … wie ferner angezeiget werden soll, daß hierzu ein geschicktes und scharffes Reiten gehöret … Es wird zwar überhaupt weder denen Parforce= noch denen deutschen Jagden dadurch wenig Ehre benommen, oder mehr zugeleget, ob man so genau weiß, oder nicht, welche in dem Alterthume einander übertroffen …

Doch wird der heilige Hubertus vonn dieser Jagd als Haupt=Patron verehret ,

und will man selbigen auch in der Christenheit insgemein für den ersten Parforce=Jäger, oder einen Herrn, so die Parforce=Jagd sehr starck geliebet, halten … Hier aber will ich indessen nur fortfahren, und die Jagd beschreiben, und also damit selbst den Anfang machen …

Johann Elias Ridinger, Schießtabelle (Ausschnitt: Parforcejagd auf Hasen
Johann Elias Ridinger, Parforcejagd-Detail aus der Schießtabelle Th. 161

Ein mühsamer Parforce=Jagd=Liebhaber sind nicht weniger Ihro Hochfürstl. Durchl. des regierenden Fürsten zu Anhalt=Bernburg, Fürst Victor Friedrichs Durchl. Dieselben ästimieren

die große Beschwerniß des Hartz=Gebürges

nicht, um mit dieser Parforce=Jagd ein Plaisir zu haben, indem sie solche zwischen Ballenstett, Hartzgerode, Güntersberg und Gernrode in dem sehr starcken Gebürge exerciren, und halten; da dorch in selbiger Gegend Berge mit unter sind, die fast nicht zu paßiren sind, daß man öffters die Pferde herunter führen muß, geschweige daß man solte im Galop daran jagen könne.

Jedoch gehet die Jagd gut, man muß sich aber dabey viel auf die Hunde verlassen. Es sind dabey auch lauter deutsche Jäger, und würde sich mancher Frantzose verwundern, wenn er diese beschwerliche Jagd mit thun sollte.

Johann Elias Ridinger, Schießtabelle (Ausschnitt: Parforcejagd auf Hirsch + Schwein)
Johann Elias Ridinger, Parforcejagd-Detail aus der Schießtabelle Th. 161

Die sonst gewöhnliche Zeit zum Parforce=Jagen ist im Frühjahre, so bald sich der Boden gesetzt, als im Martio und April. Im Majo wird aufgehöret, weil das Wildpret seine Kälber setzt … Im Julio gehet das Jagen wieder an, und währet bis zum dritten Novembr. da denn das Hubertus=Fest gehalten wird … “

(Döbel, Von der Parforce=Jagd, innert Jäger=Practica, 3. Aufl., 1783, Tl. II, SS. 87-108).

„ Eine grosse Menge
schöner (Parforce-)Pferde “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Par Force Pferde werden auf den Rendevous aufgeführet. Endloser Zug von meist in Dreiergruppen von den Reitknechten aus dem Wald auf die Lichtung geführter gesattelter Pferde. Von rechts kommen zwei Jagdwagen hinzu. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie oben. 31,2 × 47,9 cm (12¼ × 18⅞ in).

Die Par Force Jagd des Hirschen III.Thienemann + Schwarz 51; Weigel, Kunstlager-Kat., 4a + 16545 („alte jetzt nur selten vorkommende Abdrücke“, 1847!); Stubbe, Johann Elias Ridinger, 1966, SS. 15 f. – Nicht in der schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885!). – Thienemann:

Johann Elias Ridinger, Parforcejagd III

„ Eine grosse Menge schöner Pferde, gewöhnlich drei gesattelte neben einander, von dem Reitknecht in der Mitte geführt, sind auf dem langen Zuge nach dem Versammlungsorte. Es ist viel Leben und Ridinger’s Meisterhand versteht es, Abwechslung in dies Leben zu bringen. “

Von den Vorzeichnungen zur Folge datieren drei aus 1746 (Th. S. 274, Mappe I, b zu Th. 49 und einer nicht gestochenen + Schwerdt III, 216, unten 1 zu Th. 60), sowie eine aus 1750 (Schwerdt, wie vor, 2 zu Th. 56), letztere beiden als Varianten. – Ausführlicher 8zeiliger Untertext in Deutsch.

Leuchtender Abdruck auf an den Seiten 4,7-5, oben und unten 3-4,8 cm breitrandigem festen Linienpapier. – Im linken Seitenrand die zwei verlagsseitigen Durchstiche. Im Oberrand ein bis an die Plattenkante heranreichender Einriß wie auch einige weitere kleinere säurefrei hinterlegt.

Angebots-Nr. 15.174 / EUR  1290. / export price EUR  1226. (c. US$ 1417.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Parforce- + Jagdhunde

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Englische par force und Teutsche Jagt=Hunde. Radierung mit Kupferstich. (1738.) Bezeichnet: J. E. R. f. / N. 5., ansonsten wie vor. 18,8 × 15,2 cm (7⅜ × 6 in).

Thienemann + Schwarz 395. – Blatt 5 der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere in der Erstausgabe mit ihrem festen Bütten. – „Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copirt“ (Th. 1856). – Oben + unten 6-6,8 cm, seitlich 1,8-2,3 cm breitrandig. – An der Oberkante noch die beiden originären feinen Durchstiche.

Angebots-Nr. 15.629 / EUR  220. (c. US$ 254.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Türkischer Windhund

– – – Türkischer Wind oder par force Hund. Wie vor. – Thienemann + Schwarz 399. – Blatt 9 der Folge.

Angebots-Nr. 15.638 / EUR  220. (c. US$ 254.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Französische Parforcehunde

– – – Francoesische par Force Hunde. Wie vor. – Thienemann + Schwarz (Abb. Bd. I, Seite 57) 396. – Blatt 6 der Folge.

Angebots-Nr. 15.633 / EUR  220. (c. US$ 254.) + Versand

Die Vorzeichnung zu eben den Francœsischen par Force Hunden

– – – Francöesische par Force (Hunde). Deren nur erst drei. Bister-Federzeichnung. Ca. 1735. Bezeichnet in Bister: im Oberrand Francöesische par Force + unten rechts .N.11. (sic!). 92 × 103 mm (3⅝ × 4 in).

Johann Elias Ridinger, Französische Parforcehunde (Zeichnung)

Thienemann (1856, Seite 276) Abt. III, Zeichnungen, Mappe IV, p, Entwurf einiger Thiere, Abs. 2

„ … eine ähnliche Sammlung in kleinerem Format … in Bister mit Feder .“

Vom Kupfer noch abweichender seitenrichtiger originalformatiger Umrißentwurf von dreien der Hunde zu Thienemann + Schwarz (Abb. Bd. I, Seite 57) 396 als No. 6 der Folge, von Ridinger hier noch als .N. 11. gedacht. Noch fehlend der zu nur etwa einem Drittel ins Bild, doch bis oberhalb des liegenden dritten, hineinreichende vierte Hund. Auch das nicht präsente Hunde in der Bezeichnung unter Berücksichtigung der Wortabstände, aber auch der Numerierung ziemlich rechts außen, ganz offensichtlich originär. – Für die Vorzeichnung der Gesamtkomposition in Tusche und Bister siehe Th. ebda. Abs. 1 bzw. Pos. 552 des Ridinger-Appendix des 1869er Weigel’schen Zeichnungs-Katalogs.

Konnte Thienemann an Hand des im wesentlichen auf den zeichnerischen Ridinger-Nachlaß zurückgehenden Weigel-Bestandes mit 118 bildvollständigen Zeichnungen (IV p, Abs. 1) die nahezu vollständige Entwurfs-Folge dokumentieren, so, ohne etwaige weitere bei den Pferden,

nur 16 Blatt der kleinformatigen Kernentwürfe ,

die er auf 1735 datiert. Anstehende Arbeit ein solchermaßen seltener, ja, kostbarer Beleg.

Aus einem alten Klebeband mit entsprechenden rückseitigen Montagespuren und irriger hs. Zuschreibung an Jos. Gg. Wintter in Bleistift. – Anschnitt des ersten F-Oberbogens der Bezeichnung, deren Schriftzüge in Harmonie mit der des Kupfers.

Angebots-Nr. 15.646 / EUR  945. / export price EUR  898. (c. US$ 1038.) + Versand

– – – Par force Jäger mit der meute. Tiefdruck-Postkarte nach Thienemann 115 von O. Felsing, Hof-Kupferdruckerei, (Bln.-)Charlottenburg. Ebda., Nationaler Verlag Wilhelm Felsing, ca. 1900-1918. 13,8 × 9,2 cm (5⅜ × 3⅝ in). – Nicht gelaufene „KÜNSTLERKARTE“ nach dem von Martin Elias R. radierten Sujet der Falconiers-Suite. – „Er reitet einen Engländer und blaset das Jagdhorn. Die Meute begleitet ihn ernst und ruhig“.

Angebots-Nr. 28.455 / EUR  29. (c. US$ 34.) + Versand

Der Reichtum des Reitens bei der Parforcejagd

— Bei Thiébaud nur spätere Ausgabe —

Vernet, Antoine Charles Horace, genannt Carle (Bordeaux 1758 – Paris 1836). (La chasse au cerf.) Folge von 24 Blatt. Kupferstiche mit Radierung von (Schwerdt: F.) Gamble (21,2-22,8 × 30,2-30,9 cm [8⅜-9 × 11⅞-12⅛ in]). Ca. 1804/14. Hldr.-Bd. d. Zt. m. Rückenverg. und braun marmor. Deckelbezügen.

Dayot 16; Thiébaud 927 (in Unkenntnis der Erstzustände bei Schwerdt + Jeanson bzw. hierselbst, siehe unten); Schwerdt III, 65: „Highly interesting set“ (vor der Numerierung); Jeanson, 1987, 574 (vor Numerierung, dabei irrig Thiébaud’s „um 1830“ für dessen spätere Ausgabe übernehmend). – Nicht bei Souhart und in Slg. Schoeller.

Vernet’s 24blätterige Suite

Carle Vernet, Le Cerf entrer à l'eau

als großartiger Akkord von Instruktivität , Vielfalt und Bildreichtum ,

hier im endgültigen Zustand sowohl mit der Adresse (wie schon Jeanson und zu unterstellendermaßen Schwerdt) „Déposé à la Bibliothèque Impériale“ als auch der Numerierung. Thiébaud kennt die Folge nur als gleichfalls numerierte spätere Ausgabe mit der Adresse „Paris, Veuve Turgis“ und datiert sie solchermaßen zu spät auf „vers 1830“.

Die klassische Interpretation eines neuen Jahrhunderts als Antwort auf die barocke Fülle des übermächtigen Ridinger, der sich interessanterweise außerhalb Deutschlands gerade auch in Frankreich bis zur Revolution größter Wertschätzung erfreut hatte. Nun aber Vernet. Erst hochbezahlter Meister des Adels, dann mit der roten Jakobinermütze, aber unbeirrt in der Darstellung dessen, was großer Herren Lebensart ist. Vernet der Mittlere, Sohn und zugleich Vater berühmter Kollegen.

Seine außerordentlich seltene Folge übertrifft die 1756er Ridinger’sche nominell bereits um das Anderthalbfache, läßt aber zusätzlich die Details deutlicher hervortreten. Immer ist das Geschehen selbst der Nabel, dem das Umfeld nachgeordnet bleibt. Daß ein

unvergleichlich herrlicher Pferdeaspekt

hinzutritt, liegt in der Natur des Künstlers. Vernet war ein Pferdenarr.

Dies alles denn die Stationen dieser Folge, gebunden hier konträr zur unverständlichen Platten-Numerierung (diese zwar korrekt auf 1-24 beschränkt, doch, z. B., die einleitenden Suchjäger-Szenerien mit 21 bzw. 16, Halali + Curée gar mit 4 + 5 genummert) in vom seinerzeitigen Vorbesitzer per Bleistift wie folgt gesehenen natürlicher Abfolge, die beim gleichfalls zeitgenössisch gebundenen Schwerdt-Exemplar nur partiell anders gesehen wurde, für die Endphase des Hirschen allerdings ersichtlich fehlerhaft.

Beim sich stellenden Hirsch (Nr. 2) das „Impériale“ gelöscht als Hinweis auf einen Abdruck zwar nach Ende des Kaiserreichs, doch noch vor der Adresse à la Thiébaud, auch etwas schmalrandiger, jedoch auf leichterem Bütten und sehr schönen Druckes, selbst noch mit Plattenschmutz. Alle übrigen auf besonders schwerem Papier ohne Linien bei einer Breitrandigkeit von rund 3-4 cm für oben und unten bzw. 5,5 cm für die Ränder. Tafeln 8 + 3 (4 + 23 der Bindung) mit Wz.-Fragment „8“.

Die einheitlich schöne Druckqualität

Carle Vernet, Cerf reposée

nicht zuletzt bestimmt von der feinen Behandlung des Lichtes

Die linken Plattenränder überwiegend etwas scharf eingedrückt und vorsorglich säurefrei hinterlegt. So auch zwei Unterrandeinrisse. Die breiten Papierränder zwei- bis dreiseits meist nur wenig und zudem im Außenrand stockstippig, die Innenränder mit wohl von entfernten Deckblättern herrührenden Montageresten, der vordere Vorsatz mit altem Papier erneuert. Der Einband stellenweise beschabt bzw. bestoßen, gleichwohl nicht unproper und als zeitgenössisch das durchaus noch schöne Äußere eines

thematisch „zu den gesuchtesten Werken“ der Jagdgraphik zählenden ,

jagdhistorisch ganz herausragenden Szenariums

wie Thienemann gelegentlich der nur 16blätt. Ridinger-Suite konstatierte. Einst im Orient beheimatet

— „ obgleich viele selbige von Nimroden her rechnen wollen. Wie im ersten Buche Mosis im 10. Cap. zu lesen … die Parforce=Jagd aber … eine Jagd ist und heist, dasjenige, so man verlangt, mit Gewalt zu fangen, so wäre Nimrod also … ein Parforce= oder gewaltiger Jäger gewesen “

( Döbel, Von der Parforce=Jagd, innert a. a. O., Tl. II, hier Seite 87 ) —

von Karl dem Großen in Deutschland bekannt gemacht, seine Wiedergeburt im Frankreich des 18. Jahrhunderts erlebend, hier nun denn die abschließende, die souveräne Gestaltung als wohl

Frankreichs letzter Verneigung vor „seiner“ schönsten Jagd .

Angebots-Nr. 28.049 / Preis auf Anfrage

„Rapport des Hundeführers an den ‚Maître D’Équipage‘“

Eingangsblatt zu ebenso früher wie seltenster Folge

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Auszug auf die Jagd. Radierung, teils mit kalter Nadel, von Johann Daniel Hertz I (1693 Augsburg 1754) für Jeremias Wolff dortselbst. (1723.) Bezeichnet (Torso): Joh. Elias Ridinger. Blattgröße 33 × 48,4 cm (13 × 19 in).

Thienemann + Schwarz (Bd. I, Tafel III als Erstzustand) 9; Weigel, Kunstlager-Catalog, Abt. XIII (1843), 12586 (als Ätzdruck, identisch wohl mit dem bei Faber-Castell/Hamminger, s. u.); Coppenrath, Abt. II, 1449 (auf Bildkante geschnitten und mit „Rändchen ergänzt“ „äusserst selten“, 1889); Helbing XXXIV (1900), Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 8 („bis an den Plattenrand beschnitten“); Gräflich Faber-Castell (1958) 18 (als Ätzdruck der Slg. Hamminger [1894], identisch wohl mit obigem Weigel’schen).

Blatt 1 der complett kaum auffindbaren drittfrühesten Jagdfolge

(Thienemann: „… die ich selbst nicht besitze, aber gern besitzen möchte“, 1856!) im zudem für sich

nochmals potenziert seltenen Erstzustand

und nur in diesem gewidmet Lothar Franz von Schönborn (1655-1729), dem Kurfürsten von Mainz und Fürstbischof von Bamberg, hier indes infolge Beschnitts unter Fortfall auch dessen Dedication, s. u.

Johann Elias Ridinger, Auszug zur Parforcejagd

Die Rapport-Scenerie benutzte um 1735 Johann George Heintze als Teil-Dekor für die rückwärtige Ansicht der von Johann Joachim Kaendler modellierten Meißner Deckelvase mit Frauenkopfhenkeln in Dresden (Inv.-Nr. P.E. 3508), wobei er den zweiten Piqueur nebst zwei Hunden links des Schimmels plazierte, „silhouettenhaft vor dem weißen Hintergrund … auf einer gemalten Gold-Konsole mit zentraler Blattmaske und Laubwerkranken“. Für die Kartusche der Hauptansichtsseite wurde die Wildschweinjagd (Th. 12) der Folge verwandt, indes die Hirschjagd Th. 10 die Pendant-Vase P.E. 7276 ziert. Siehe Pietsch (Hrsg.), Porzellan Parforce, Mchn. 2005, Nrn. 59 f. nebst je drei (Farb-)Abbildungen der Porzellane und der drei Ridinger.

Komplette Exemplare der Folge neben dem Thienemann bekannt gewordenen, dem Baron Gutmann’s (Schwarz) und immerhin zwei hier durchgelaufenen hiesigerseits nur noch nachweisbar bei Schwerdt (III [1928], 134 als in Nachfolge von Thienemann + Schwarz unerkannt gebliebener 3. Zustand mit der Hertel-Adresse und solchermaßen irrig als Probedrucke vor der Schönborn-Dedikation bezeichnet, anschließend dann bei L’Art Ancien, Ridinger-Liste 14 [1939], 2, nunmehr als „Anscheinend unbeschriebener Zustand“ und Schwerdt’s „vor“ der Dedikation zur Diskussion stellend) und dem 1958 bei K. & F. verhandelten (LXIV, 167) Drittzustand als solchermaßen möglicherweise wiederum dem Exemplar Schwerdt’s.

Silbergrauer Druck des wahrscheinlich 1. Zustands

wie bei Schwarz illustriert, doch hinsichtlich Beschnitts auf Bildeinfassung – nur oben mit fast durchgehend feinem Plattenrand – nur mit dem ausgesparten Signatur-Rest „Ioh. Elias Ridinger“ unmittelbar links unter dem Bild und ohne besagter Schönborn-Dedication sowie obiger somit nur zitierter Virgil-Verse. Einzelne kleine Einrisse sowie eine dünne Oberecke säurefrei hinterlegt. – Wasserzeichen Große Lilie.

Angebots-Nr. 15.233 / EUR  1980. / export price EUR  1881. (c. US$ 2174.) + Versand

– – – Ducitur ducit(ur)que vicissim – Er leitet und wird hinwiederum geleitet. Suchjäger (Besuchsknecht) mit Leithund an langer Leine, aus dem Wald in freies Gelände tretend. Im zurückgesetzten Mittelgrund vor Baumkulisse ein verhoffender Kapitaler. Am Horizont hoher Kirchturm. Radierung mit Kupferstich. (1740.) Bezeichnet: Ducitur ducitqe vicissim. / I. E. Ridinger inv. del. et sc. A. V. 15,3 × 23,3 cm (6 × 9⅛ in; Blattgröße 45,5 × 31,5 cm [17⅞ × 12⅜ in]).

Thienemann + Schwarz (Bd. I, Tafel X) 162. – 1,5 × 0,2 cm (⅝ × ⅛ in) kleiner Ausriß im 4,5 cm breiten linken Außenrand und schwache Randpatina, nur die rechte Unterecke vom Umblättern etwas stärker.

Johann Elias Ridinger, Suchjäger mit Leithund

Die Vignette als dem klassischen Par force Jagd-Motiv

des als Ganzes rahmungswürdigen Titelblattes

zur 23blätt. Folge der ABBILDUNG DER JAGTBAREN THIERE mit derselben angefügten Fährten und Spuhren … — fragen Sie nach zwei hier aufliegenden Komplett-Exemplaren, davon eines als Ridinger’s Arbeits-Explr. — nebst dem blattfüllenden rückseitigen VORBERICHT in seiner schönen großen Typographie. Der ausführliche Titeltext selbst in Rot + Schwarz und in zeitlich Fragen aufwerfendem abweichenden Zustand, wie hier bislang nur vom Titelblatt eben besagten hiesigen Ridinger’schen Hand-Exemplars bekannt gewesen.

Angebots-Nr. 15.798 / EUR  290. / export price EUR  276. (c. US$ 319.) + Versand

Ridinger–Par Force Jagd-Kupfer

als Ölmalereien
von oder um Georg Adam Eger
den nahezu öllosen Ridinger-Markt aufs prächtigste konterkarierend

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) + Georg Adam Eger (? 1727 Murrhardt 1808; bis 1768 Hofjagdmaler in Darmstadt). Zwei Radierungen der Ridinger’schen Par Force Jagd des Hirschen in ihrem reinen Bildformat in Abdrucken auf grundiertem Zinkblech, ausgeführt als Ölmalerei in den Farben Hessen-Darmstadts von oder um Eger, möglicherweise teilweise unter Verwendung von Temperafarben. Wohl 1764/68. 26,2 × 47,2 cm (10¼ × 18⅝ in). Grün-Glanzgold-Rahmen.

Kölsch, Gg. Adam Eger … Jagdmaler am Hessen-Darmstädter Hof / Katalog der Werke im Museum Jagdschloss Kranichstein, 2010; Thieme-Becker, Eger, X (1914), 369; Siebert, Kranichstein, Jagdschloß der Landgrafen von Hessen-Darmstadt, 1969; Hofmann, Führer durch das Darmstädter Jagdmuseum Schloß Kranichstein, 1981; Michel, Vorfahren und Verwandte des Tiermalers und Kupferstechers Joh. Elias Ridinger in Blätter des Bayer. Landesvereins für Familienkunde, Bd. XV, 1987, 396-414.

Johann Elias Ridinger/Georg Adam Eger, Die Relais werden ausgesetzt

Die Relais werden von dem Commandeur der Jagt ausgesetzt

Thienemann 53. – Blatt 5 der Folge, zugleich Titelblatt ihres zweiten Teils. – „Um bei der Menge Menschen und Thiere … Ordnung zu erhalten, wurden von den vornehmsten Führern der Jagd genau die Plätze angewiesen, wo die Relaispferde, die verschiedenen Hundekoppeln, sammt ihren berittenen Führern, anhalten sollten. Unser Blatt ist mit solchen theils anhaltenden, theils in Abtheilungen weiter … vorwärts ziehenden Trupps angefüllt. Die Anordner sind ganz vorn geschäftig.“

Angebots-Nr. 28.968 / Preis auf Anfrage

Johann Elias Ridinger/Georg Adam Eger, Der Hirsch stellt sich im Wasser

Der Hirsch stellt sich im Wasser, die Hunde werden gestopfft u(nd) ihme der Fang gegeben

Thienemann 61. – Blatt 13 der Folge, zugleich Titelblatt ihres vierten und letzten Teils. – „Die ganze Gesellschaft hat sich um das Wasser versammelt.“

Angebots-Nr. 28.969 / Preis auf Anfrage

Ausstellung

Schöne Beute — Bilder von der Jagd

Dr.-Hanns-Simon-Stiftung Bitburg

13. Januar – 3. März 2013

Literatur

Katalogbuch zur Ausstellung

Seiten 90-93 (doppelblattgroße Farbabbildungen) + 149

Hier beispiellose Unikate aus der Gruppe der „Blechmalerei“

am Darmstädter Hofe als eigenständige Malereien schönster Bildwirkung

und rücksichtlich des Kaumvorkommens eigenen Ridinger-Öls

einzigartig reizvolle Ridinger-Topstücke ,

deren Uniformen „in den Farben der Landgrafen, späteren Großherzöge von Hessen-Darmstadt angelegt (sind). Vor allem von Georg Adam Eger … gibt es eine ganze Reihe von Jagdgemälden die fast bis auf Details mit Ihren Farben übereinstimmen“ (DJM).

„ Der eigentliche Maler der Parforcejagd in Kranichstein wird erst Adam Georg Eger …

Ludwig VIII. (1691 Darmstadt 1768, regierend ab 1738, „der größte Nimrod seiner Zeit“, Hofmann) muß Eger sehr geschätzt haben, wünschte sich ihn als ständigen Jagdbegleiter und verlieh ihm eine Hofjagduniform, um ihn den Jägern gleichzustellen, nannte ihn auch vertraulich ‚seinen Altgesellen‘. Egers Bilder wurden von einem anderen hessen-darmstädtischen Jagdmaler, Nikolaus Michael Spengler, in der seltenen Manier der Hinterglasmalerei häufig kopiert, sicher auf Wunsch des Landgrafen “

(Gisela Siebert). – Siehe auch die umfassende Dokumentation.

niemeyer’s — 58 jahre ridingererfahrung

Johann Elias Ridinger, Wie das Wild-Schwein gehæzt und Ihm der Fang Gegeben Wird

Die originale Kupfer-Druck-Platte der Schweinshatz
als eine der beiden

RIDINGER–IMPERIALEN

als gerade richtig für Amerika für würdig befunden ,

zusätzlich Emil Seitz’ (wohl Unterweissach bei Backnang ca. 1830 – New York 1911) Adresse zu tragen

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wie das Wild-Schwein gehæzt und Ihm der Fang Gegeben Wird – Qua Ratione Aper Exagitatus tandem Prosternatur. Kupfer-Druck-Platte im Gegensinn. Bezeichnet: Johann Elias Ridinger inven. fecit et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 54,1 × 75,6 cm (21¼ × 29¾ in).

Die optisch hervorragend erhaltene Druck-Platte in ihrer für Ridinger und seine Zeit typischen Mischtechnik von Radierung und Kupferstich zu Thienemann/Schwarz 68 und Schwerdt III, 135 („… of the largest and most artistic plates engraved by Ridinger himself“) als entsprechend trouvailleskes und hier weit über Thieme-Becker (Bd. XXVIII, 1933, S. 308) hinaus

nahtlos direkt bis in den Ridinger-Nachlaß selbst recherchiertes ,

von Thienemann 1856 noch für verloren gehaltenes, weltweit unikates Sammlungsstück par excellence dazu. Denn

„ Erhaltene originale Druckplatten aus dem 18. Jahrhundert

sind eine große Seltenheit“

(Stefan Morét im Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, SS. 62 f. Siehe auch die hier erworbenen dortigen Kupferdruckplatten I.13, I.8 + I.11, Farbabbildung 6 + SW-Abb. SS. 63 f.).

Und speziell zu denen Ridinger’s :

„ Vom hohen technischen und qualitativen Niveau der Werke Ridingers und seiner Söhne, die im Verlag vor allem als Stecher mitarbeiteten, künden die (nur noch sehr partiell) erhaltenen Druckplatten noch heute. “

Im selben Sinne schon vorher Bernadette Schöller in Der Kölner Graphikmarkt zur Zeit Wenzel Hollars innerhalb Wenzel Hollar – Die Kölner Jahre, hrsg. von Werner Schäfke, Köln 1992, S. 19:

„ Die Kupferplatten ,

die aufgrund ihres Materialwertes wie auch der darin investierten Arbeitszeiten

eine weit höhere Wertschätzung genossen

als etwa eine allzu oft achtlos behandelte Vorzeichnung … “

So hieß es hierselbst denn auch gelegentlich des Wiederauftauchens von Teilen des sogenannten Thieme-Becker-Blocks Ridinger’scher Druckplatten „Einer der sensationellsten Funde der Kunstgeschichte … Ridinger’s originale Druck- (sic!!!) Platten“. Daß anstehende

vom Meister eigenhändig allein gearbeitet ist

sei eigens erwähnt. So, wie denn auch entsprechend obiger Signatur dokumentiert.

Neben dem kaiserlichen Privileg-Vermerk in gleicher Zeile im übrigen gelegentlich von Neuabdrucken als — wie auch die gleichfalls hier aufliegende Pendant-Platte zu Th. 67 — die einzigen der hier bekannten Platten zusätzlich drei postume Verleger-/Drucker-Adressen des 19. Jahrhunderts – diese samt Privileg, nicht aber die eigenzeilige Ridinger-Signatur, genereller Zartheit und zu guter Herauslösung der alten Druckfarbe wegen nur mit bewaffnetem und gutwilligem Auge noch bedingt lesbar – , darunter als faszinierende

„ New York Emil Seitz Broadway No. 413 “ !

Seitz war der Schwiegersohn des Augsburger Verlegers Ferdinand Ebner I (1786-1859, Kinder Ferdinand II + Tochter Emma), zusammen mit Bruder Ludwig (per Einheirat um 1809) Inhaber (per 1821er Beteiligung) der dortigen Herzberg’schen Akademischen Kunsthandlung, die sich technisch wie verlegerisch an den Ridinger-Neuausgaben um 1824/25 seitens der dortigen Engelbrecht’schen Kunsthandlung beteiligte. Der Ridinger-Verlag samt Plattenbestand war einige Jahre zuvor auf letztere übergegangen. Unabhängig hiervon gründete Ferdinand 1823 noch einen Eigenverlag, der nach seinem Ableben 1860 verkauft wurde und unter dem Nachfolger Bauer 1864 in Konkurs ging. Die Herzberg’sche Handlung war mangels Nachfolger seitens Ludwigs um 1852 noch von diesem selbst liquidiert worden. Seitzens Verbindung mit Emma Ebner ging eine Zusammenarbeit mit deren Bruder Ferdinand (II) in Berlin voraus. Die Hochzeit fand 1852 in New York statt, wohin Emil Seitz Ende 1850 übergesiedelt war. Mit Broadway-Adresse von Anfang an. Nur in der allerersten Zeit no. 233, dann, ein für allemal, 413!

Die Seitz-Adresse auf diesen Kronenplatten geradezu amerikanischen Anspruchs

ist solchermaßen excellent verzahnt mit dem Ridinger’schen Platten-Nachlaß !

Bei seinem Tode wurde Emil Seitz ex cathedra verabschiedet mit dem statement

„ He built up a large business
as one of the earliest art brokers in the city “

The New York Times
February 2, 1911

Da hatte Seitz sich bereits 25 Jahre zuvor endgültig vom Geschäft zurückgezogen !

Es war eine amerikanische Karriere !

Mehr zu diesem Komplex im hiesigen illustrierten flyer

Der da klotzte — Emil Seitz + Ridinger am Broadway.

Emil Seitz — Trommler für Ridinger in Amerika

Wobei das Platten-Attribut als „die größten“ im übrigen dahingehend zu ergänzen ist, daß mehrere von oder bei Johann Andreas Pfeffel gearbeitete Schabblätter nach Ölen wohl aus den frühen Jahren Ridingers – hier verfügbar aus englischem Vorbesitz der einzig Thienemann bekannt gewordene beeindruckend monumentale Vierersatz Reh-Schwein-Bär-Wachtel – von ähnlichem Format sind und Schwerdt III, 149 zudem einen als praktisch Unikat zu bezeichnenden und seit 1939 hier nicht mehr nachweisbaren Hl. Hubertus nach Johann Caspar Sing (Braunau/Inn 1651 – München 1729) verzeichnet, der mit 85 × 61,8 cm (33½ × 24⅜ in) diese nochmals übertrifft und unbeschadet Ridingers „nur“ Verleger-„excudit“ eigenhändig sein dürfte. Das mit 75,5 × 91,8 cm (29¾ × 36⅛ in) hiesiger Blattgröße tatsächlich monumentalste, indes noch drittseits gestochene Blatt des Œuvre aber ist die frühe Belagerung und Eroberung von Halicarnassos (Th. 917) aus dem Alexander-Zyklus.

In ihrer künstlerischen und als Ein-(!)-Platten-Arbeiten zudem technischen Bravour aber zählen Th. 67 + 68 als Pendants innerhalb der Jagdgraphik aller Zeiten zu den schönsten Jagdbildern schlechthin. Zugleich bilden sie nach Abschaffung der Par Force Jagd die letztgültige graphische Darstellung jenes jagdhistorischen Zenites. — Rolf Biedermann im 1967er Augsburger Ridinger-Katalog, Nr. 67:

„ Dem Stil nach dürften sie am Ende der vierziger Jahre entstanden sein … “

Hier + heute denn die Saujagd Th. 68 als ein Synonym von

Druck-Platten-Monument + Königlichem Sammlungsstück ,

sprengend nahezu jede Vorstellung von dem, was selbst anspruchsvollste Sammler objektmäßig zu erreichen noch für möglich halten.

Mittels feinen Lackauftrags vor Anlaufen geschützt ,

ist die Kupferdruckplatte im Rahmen ihres altersmäßigen Gebrauchs generell noch druckfähig. Angeboten und verkauft wird sie indes als Kunstwerk und Sammlungsstück, also unbeschadet ihrer schlußendlichen Druckqualität. – Kurz,

ein denkbar erfreuendes , weltweit unikates Absolutum .

Ihnen angetragen im übrigen mit der Empfehlung einer zeitlos-eleganten rahmenfreien Hängung (Vorrichtung anbei), um Sie der jeweiligen Licht-Reflexe am schönsten teilhaftig werden zu lassen.

Angebots-Nr. 16.182 / Preis auf Anfrage

oder

– – – Die Par Force Jagd Eines Hirschen und Wie Er Erlegt Wird. – Venatio Libera Et Violenta Cervi, Ejusque Occisio. Kupfer-Druck-Platte im Gegensinn wie vor zu Thienemann/Schwarz 67. Bezeichnet: Johann Elias Ridinger inven. fecit et excud. Aug. Vindel., ansonsten wie vor. 54,6 × 75,8 cm (21½ × 29⅞ in).

Angebots-Nr. 16.181 / Preis auf Anfrage

oder

– – – Die vorstehenden beiden Pendants Die Par Force Jagd Eines Hirschen und Wie Er Erlegt Wird / Wie das Wild-Schwein gehæzt und Ihm der Fang Gegeben Wird (Angebots-Nrn. 16.181 + 16.182) zusammen

Angebots-Nr. 14.930 / Preis auf Anfrage

In zeitgenössischem Abdruck :

Johann Elias Ridinger, Wie das Wild=Schwein gehæzt

Das Arenberg-Exemplar

– – – Wie das Wild=Schwein gehæzt und Ihm der Fang Gegeben Wird. – Qua Ratione Aper exagitatus tandem Prosternatur. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: Johann Elias Ridinger inven. fecit et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 53 × 74,2 cm (20⅞ × 29¼ in). – Zeitgenössischer Abdruck aus Vorbesitz der Herzöge von Arenberg mit deren ovalem blauen Sammlungsstempel mit den drei dem Wappen des Hauses entlehnten Mispel-Blüten sowie der Devise CH(RISTUS). PROTECTOR MEUS verso. – Auf schwerem Linienpapier mit wohl Wangen-Wz. und Nebenmarke FAvI (?). – Dreiseits mit 8-15 mm breitem weißen Papierrand um den ca. 1 cm breiten weißen Plattenrand. Lediglich linksseits bei partieweise noch feinem Papierrändchen auf Plattenkante geschnitten. Die linke Unterecke und der rechte weiße Seitenrand etwas knitterspurig. In letzterem sowie mittig im Untertext zudem je ein professionell erledigter Einriß. Eine ehemalige Mittelfalte vollkommen geglättet und nur rückseits noch als schwacher Schatten wahrnehmbar. Diese angesichts der bei diesen Übergrößen fast stets zu beklagenden Erhaltensmängel geradezu minimalen Altersspuren indes gänzlich zurücktretend hinter der

hervorragenden Druckqualität mit ihrem herrlichen Helldunkel

als adäquat dessen, was dieses unsagbar schöne Blatt so unerreicht und unwiederholt bleiben läßt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 16.185 / Preis auf Anfrage


„ Heute konnte ich Ihre Sendung mit dem Blatt von Ridinger … entgegennehmen. Herzlichen Dank. Es ist ein schönes Exemplar. Ich werde es klassisch rahmen lassen … Ob ich mich davon schon zur Eröffnung des … Museums trennen möchte, oder es erst nach meinem Hinscheiden den Weg dorthin finden wird, ist noch nicht bestimmt. (Es sind ja da noch die anderen [3] Blätter, welche ich zuvor [anderwärts] erstanden hatte …). Vorerst werde ich mit Freude den Anblick geniessen und verbleibe mit besten Grüssen … “

(Frau E. S., 2. September 2016)