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„Seltenste aller Jagdfolgen Ridingers“

J. Halle, München 1928, LXVIII/323

Ridinger, Fangarten/Titel

Hier denn 23 von 30 Blättern
der
instruktiven

Fangarten-Suite

„ A rare set ,
of importance to those who are interested in
the various methods of trapping wild animals “

Schwerdt, Hunting Hawking Shooting, 1928

„ ‚Die Fangarten der Wilden Thiere‘ gehör(en) zu den Hauptwerken unter den Jagddarstellungen Ridingers … sind den Tafeln auch hier umfangreiche Texte beigegeben, die die Darstellung erläutern … Diese – für Ridinger typische –

Kombination von qualitätvollem Kunstwerk und … Text

dürfte ein Grund für den großen Erfolg seiner Werke sein “

(Stefan Morét, Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, SS. 106 f., irrtümlich 31 Blatt als zugehörig angebend).

Durchgehend von Johann Elias Ridinger geschaffen, und – bis auf acht von seinem Ältesten, Martin Elias, radierte – auch selbst in Querformaten von ca. 25 × 36 cm (9⅞ × 14⅛ in) in Kupfer übertragen, variieren die Plattensignaturen entsprechend Joh. El. Ridinger inv. del. et excud. Aug. Vind. bzw. Joh. El. Ridinger inv. del. sculps. et excud. Aug. Vind. / Mart. E. Ridinger sculps. Aug. Vind. Die Signaturen der nachfolgend noch eigens angesprochenen Blätter mit der Adresse von Martin Engelbrecht bei den jeweiligen Blättern zitiert.

Coppenrath (1889/90) verfügte über zwei Exemplare mit jeweils etlichen Blättern in späteren Abdrucken sowie ein 19blättriges Konvolut. Mit Neudrucken durchsetzt auch die Exemplare der schlesischen Rid.-Slg. Boerner XXXIX (1885) + Th. Reich auf Biehla (Boerner LV [1894]). In Slg. Gg. Hamminger (Helbing XXXV [1895]) je ein nicht ganz einheitliches Exemplar in alten bzw. neuen Abdrucken, dazu verschiedene immer wieder mit Neudrucken durchsetzte Konvolute und Einzelblätter. In Helbings Mammutofferte Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger (Katalog XXXIV [1900], 1554 Positionen) fehlt die Folge als Ganzes, für fünf Blätter Fehlanzeige auch unter den durchaus zahlreichen Einzelblättern, in Halles 1928er Lagerkatalog 68 nur ein mit 29 Tafeln nicht ganz komplettes Exemplar. Schwerdt besaß die Folge komplett, Baillie-Grohman nur in etwas späteren Drucken (1824/25?), davon drei bis zur Darstellung beschnitten und anscheinend durchgängig mit Untertext (s. u.). Auf der Versteigerung Faber-Castell 1958 schließlich innerhalb eines Sammelbandes nur 24 Blatt der Folge, die fehlenden – darunter alle vier Engelbrecht-Blätter, s. u. – immerhin separat in Einzelblättern.

Von den nun hier vorliegenden 23 Blatt sind drei hier erstmals verfügbar, andere teilweise zuletzt vor Jahrzehnten durchgelaufen.

Vorliegend nicht zuletzt aber auch jene besonders seltenen vier Blätter

mit der Adresse von Martin Engelbrecht (1684-1756) ,

deren Rätsel möglicherweise nie sattelfest gelöst werden wird .

Sie tauchen in der Regel ohne Untertext auf, der Thienemann via Weigel gleichwohl bekannt war und

für Th. 91 , Der mit dem Schlagbaum gefangene Dachs ,

Ridinger, Mit Schlagbaum gefangener Dachs (Text)

auch per hier vorliegender originaler Kupfer-Druck-Platte bestätigt ist ,

zugleich aber in seiner Kürze wie stilistisch ebenso von den übrigen Blättern der Folge abweicht wie Ridinger’s Signatur mit latinisiertem „I“ wie nur selten und dann für wohl zumeist frühe, teils gar noch nicht von ihm selbst radierte Arbeiten nachgewiesen. Wohingegen Engelbrechts „verlegt bey“ statt des üblichen „excudit“ eher an die Zeit nach Ridinger denken läßt, als um 1824/25 bei Engelbrecht-Hertzberg eine Neuauflage veranstaltet wurde. Wobei die Fangarten-Folge aber nur noch 28 Blatt zählte.

Indes erscheinen besagte Blätter bei durchweg guter Druckqualität — die denn auch immer wieder und namentlich mangels tieferen Wissens zu Qualifizierungen wie „vor der Schrift“ oder „Frühdruck“ Veranlassung gab — fast immer auf Linienpapier, während gedachte Neuauflage auf wolkigem Velinpapier (Wzz. Thurneisen oder Oeser Basel) gedruckt wurde. Nicht zu vergessen auch, daß die noch seltenere, noch drittseits gestochene Folge Großer Herren Lust in allerhand Jagden, Th. 1-8, als Ridinger’s frühester Jagd-Folge um 1722 von Engelbrecht publiziert worden war. Summa summarum also durchaus plausibel vorstellbar,

daß diese vier Platten in Wirklichkeit schon aus Ridinger’s Frühzeit stammen ,

also zwischen ca. 1724 und 1728 als erstmaligem Aufscheinen seiner Signatur als auch Radierer/Stecher („sculps. Aqua forti“, so Th. 793-802), bis 1728 noch für Dritte. Ob mit oder noch ohne Untertext, muß ebenso dahingestellt bleiben wie Engelbrecht’s Hineinwirken. Ansonsten nur Hypothesen. Denn wenig hilfreich auch die Positionen 7A (kommentarlos „Alte Abdrücke“) + 7B („… in späteren Abdrücken, wo bei … die Unterschrift zugelegt worden ist, und diese die Adresse von Engelbrecht tragen“) in Weigel’s Kunstlager-Catalog, Abt. XXVIII (1857), Ridinger-Appendix. Wonach fragliche vier Blätter innerhalb der Komplett-Folge 7A den Untertext auswiesen, — woher dann aber deren Seltenheit? — , nicht aber mehr innert 7B. Wäre dieser, wofür besagte Kürze + Stilistik sprechen, erst nachträglich hinzugefügt, warum dann aber gleich wieder abgedeckt? Denn hätte er sich am Ende als störend erwiesen, um wieviel mehr dann erst in seinem abgedeckten Zustand. Doch auch Weigel’s 7B-Zuweisung als spätere Drucke überzeugt nicht, sofern papier- und druckmäßig von eben hiesigerseits oben belegter zeitgenössischer Qualität. Es könnte sich auch umgekehrt verhalten:

7B mit dem irrig als abgedeckt bezeichneten, tatsächlich jedoch fehlenden Text wäre die Erst- oder A-Ausgabe , analog zum Regel-Vorkommen als „ohne Untertext“. 7A hingegen wäre die spätere B-Ausgabe, bei der der Text von anderer Hand hinzugefügt worden ist. Die aber, nicht ungewöhnlich, keine sonderliche Auflage erlebte, fragliche vier Blatt mit dem Text also zu Nahezu-Unikaten beförderte. Bleibt abzuwarten, wie sich bei Vorkommen eines für die 1824/25er Neuauflage gesicherten Exemplars deren vier Abweichler präsentieren. Solange bleibt’s also à la Fontane — „… das ist nun wirklich ein zu weites Feld“ — und die Realitäten des hier + heute Verfügbaren mögen für sich sprechen.

„ Gehört zu den schönsten Stichen des deutschen Rokokos “

L’Art Ancien 1938

Ridinger, Fangarten/Titel

Nur selten einzufangen —
Das konstruktive Titelblatt

Nach der Natur entworffene Vorstellungen Wie alles Hoch u: Niedere Wild, samt dem Feder Wildpræth auf verschidene weise mit Vernunfft List u: Gewalt lebendig oder tod gefange(n) wird! Bezeichnet: Alles nach dem Leben gezeichnet und heraus gegeben von Johann Elias Ridinger in Augspurg Anno 1750. d. 10. May., ansonsten wie vor nebst 8zeil. Erläuterung. – Thienemann + Schwarz (Bd. I, Tafel V + Abb. S. 69) 69. – Der breite weiße Rand partiell minimal stockstippig.

Angebots-Nr. 15.848 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

Die Heu Schuppen oder Winter Füterung vor das Roth Wildpreth. „Wir sehen hier auf einem freien Platz im Walde einen großen Heuschoppen mit Einfassung, welche die Hirsche, die darin und drum herum zahlreich versammelt sind, überspringen können“ (Th.). – Thienemann 70; Rid.-Kat. Kielce, 1997, 29. – Nicht im Ridinger-Kat. Darmstadt, 1999. – Umlaufend 1,1-1,5 cm Papierrand bei seinerseits etwa ½ cm breitem weißen Plattenrand. – Die an den Außenkanten alt verstärkte Ecke unten links schwach altersfleckig.

„ Gleichwie die Hirsche durch die Brunfft sehr abnehmen … das beÿ hartem frost und vielem schnee viele dahin fallen würden als soll ihnen durch die Heu schuppen oder rauffen geholffen und sie darinne gefüttert werden … auf dise weise wird denen Hirschen beÿ starckem winter wohl geholfen und werden sie dise heuscheunen fleißig so lange der frost dauret besuchen so bald aber thauwetter wird ziehen sie sich von selbst davon abe, ich habe auch gesehen das auf 4. seiten diser scheune auf einen büchsen schuß weit kleine von holtz gemachte hüttlein gestanden woraus der Förster nicht allein die zahl und stærcke der Hirsche vernehmen sondern auch wo es vor die Küche nöthig etwas pürschen können … “

Angebots-Nr. 16.143 / verkauft

Ridinger, Pirschjagd auf Rotwild

„ Solle er gar die Schuhe ausziehen “

Wie das hohe wild mit beschleichen auf der Weyde gepürschet wird. Hinter einem Baum der Jäger, die Schuhe auf den Rücken gebunden und die Leine am Koppel, im Anschlag auf einen etwa 16-Ender. – Thienemann 71; Rid.-Kat. Kielce, 1997, 28 m. Abb. – Nicht im 1999er Rid.-Kat. Darmstadt. – Umlaufend 1,1-1,4 cm Papierrand bei seinerseits etwa ½ cm breitem weißen Plattenrand. – Unterecke links mit Anflug von Altersfleckigkeit.

„ Wan(n) der Jæger sich erkundigt wo das roth oder hoch Wild die weÿde nim(m)t so ziehet er seinen Schweis hund mit sich führend vor tage zu holtze … nimt er die gegend in acht und suchet von der seite dem wild beÿzukom(m)en das er den wind gegen sich habe damit nicht das wild den wind von ihme bekom(m)e … so lange nun das wild die weÿde nim(m)t mag er getrost aber vorsichtig avanciren, wirfft aber solches den Kopff in die höhe oder wollte gar vernehmen so bleÿbe der Jæger so gleich unbeweglich stehen … ist er so nahe das er bald einen Schuss anbringen kan solle er gar die Schuhe ausziehen damit er nicht so starck auftrette oder etwas zerknicke durch dessen laut das wild flüchtig werden könte … aus dem bezeugen und dem Schweis kan der Jæger urtheilen ob der schuss tödlich seÿe … “

Angebots-Nr. 16.144 / EUR  585. / export price EUR  556. (c. US$ 672.) + Versand

Ridinger, Einsprung eines Tiergartens

Der einsprung eines Thier=Gartens mit zweÿen Schlag=thüren. In dichtem Wald eine von Palisaden begrenzte Lichtung, durch deren Türmechanismus gerade ein Gabelhirsch hereinspringt. Vorne rechts und links unter Bäumen vier Tiere. – Thienemann 73. – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997). – Dreiseits 4,8-7,2 cm breitrandig, links mit 3 mm feinem Rändchen außerhalb des 5 mm breiten weißen Plattenrandes. – Verschiedene kleinere Einrisse im etwas knitterspurigen weißen Außenrand unten säurefrei hinterlegt.

„ Die hohen Einsprünge sind nicht allemahl mit vortheil anzubringen und nach diser arth wird sich der Hirsch weniger verspringen … die öffnu(n)gen der thüren derer etliche seÿn kön(n)en werden an denen orthen angeleget wo man die stærksten wechsel findet, es werden aber einige stuck wild in disem garten gehalten wovon sonderlich zur brunfftzeit die Hirsche die Witterung vernehmen, ziehet nun ein Hirsch aussen an den blancken her … u: kom(m)et an die aussere thüre a. die allezeit offen stehet u: vernimt wild so gehet er durch die geblendete öffnung c. hinain in mitte dises gangs wird quer über ein messinger draht … gezogen … berühret nun der hirsch disen draht so … bekom(m)en die Zug=leinen von der aussern u: inwendigen thüre durch die angehängte beschwehrung das sie die thüren a. aussen zu und b. von jn(n)en aufziehen … ein fleissiger Jæger recognoscieret dise eingänge hatt sich dan(n) etwas gefange(n) so wird die inwendige thüre zugemacht die aussere auf ein neües geöffnet … so ist alles zu einem neüen fang angeordnet … “

Angebots-Nr. 16.145 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand

Ridinger, Hirsche im Tiergarten

„ Diese Art der Befriedigung der Jagdlust
verträgt sich am ersten
mit der Bequemlichkeits-Liebe “

(Wie die Hirsche in einem Thiergarten gepürschet werden.) In weiter, vielfältig inszenierter und reichst besetzter Anlage die beiden Jäger hinter ihrer bewuchsverdeckten künstlichen Wand mit Öffnungen. Bezeichnet: I. El. Ridinger inv. del. & sculp. / verlegt in Augsburg bey Martin Engelbrecht.

Thienemann 74; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, innert 1787 (nur in „neuerem Druck“, 1885!); Slg. Gg. Hamminger innert 1529 (mit dem Text, siehe unten) + 1530 (Neuabdrucke). – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997). – Eines der fünf bei Helbing, Kat. XXXIV, Arbeiten v. J. E. u. M. E. Ridinger, (1900), auch einzeln fehlenden Blätter. – Herrlicher Druck reichen Hell-Dunkels mit 3-4, oben 2,5 cm Rand rundum abweichend auf dem für alte, gleichwohl etwas spätere Drucke bekannten qualitätvollen wolkigen Papier. – Der Untertext lt. Thienemann gegebenenfalls:

„ Diese Art der Befriedigung der Jagdlust verträgt sich am ersten mit der Bequemlichkeits-Liebe … Bei den Hauptsammel-Plätzen der Hirsche befinden sich Wände mit Oeffnungen versehen … In diesen Hinterhalt legt sich der Jäger, wählt sich mit aller Bequemlichkeit das gewünschte Stück Wild … “

Eines der vier rätselhaften Fangarten-Blätter

(+ Th. 75, 89, 91), die schon frühzeitig die Adresse von Martin Engelbrecht (1684-1756, der gleichnamige Verlag bis 1827) in Augsburg tragen und mit Ausnahme von Thienemann + Schwarz sowie für Th. 74 + 91 auch bei Hamminger nur in Abdrucken ohne den erläuternden Untertext bekannt sind.

Angebots-Nr. 14.667 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

– Dasselbe, doch auf festem Linienpapier mit typograph. Wz. und unten innerhalb des immer noch 13 mm breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Ansonsten mit umlaufend feinem Rändchen um den hier ca. 8 mm breiten weißen Plattenrand.

Angebots-Nr. 16.146 / EUR  585. / export price EUR  556. (c. US$ 672.) + Versand

Ridinger, Hirsch im Schlageisen

„ Eine Jagdart , die eben nicht zu der edeln Jagdlust gehören dürfte “

Der im Schlageisen gefangene Hirsch. 12-Ender in dichter Waldpartie. Bezeichnet: I. El. Ridinger inv. del. & sculp. / verlegt in Augsburg bey Martin Engelbrecht.

Thienemann 75; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, innert 1787 (nur in „neuerem Druck“, 1885!); Slg. Reich auf Biehla innert 15 (nur in „neuem Druck“, 1894!); Slg. Gg. Hamminger innert 1529 („Aeusserst selten!“, 1895) + 1530 (Neuabdrucke). – Herrlicher Druck leuchtenden Hell-Dunkels mit 3-4, oben 2,5 cm Rand rundum abweichend auf dem für alte, gleichwohl etwas spätere Drucke bekannten qualitätvollen wolkigen Papier und wie das vorstehende zu jenen vier rätselhaften Fangarten-Blättern gehörig. – Der Untertext lt. Thienemann gegebenenfalls:

„ Man hat in frühern Zeiten sogar den Edelhirsch im Dickigt seines Standes durch gewöhnliche, unter Laubwerk verborgene Schlageisen von verhältnissmässiger Grösse zu berücken versucht; eine Jagdart, die eben nicht zu der edeln Jagdlust gehören dürfte. Die Abbildung zeigt einen solchen elendiglich Gefangenen, der unter den Schmerzen, welche ihm sein zerschmetterter Vorderlauf verursacht, stöhnt. “

Angebots-Nr. 14.666 / EUR  560. / export price EUR  532. (c. US$ 643.) + Versand

Ridinger, Selbstgeschoß auf einen Bären

Nassauer , nach dem Honig anderer greifend

Selbst=Geschoss, auf einen Bæhren. Der hochgestreckt in angespannter Erwartung nach dem von zahllosen Bienen umschwirrten Honigtopf, aus dem der goldene Saft reichlich fließt, greifende und schleckende Bär im Augenblick der von zwei Seiten sich lösenden Schüsse. – Thienemann 76. – Eine großformatigere zeichnerische Variante, gegenüber dem Kupfer indes „ganz verschieden in der Ausführung“ und auch eigenen 6zeil. Untertextes bei Th., Seite 274, c. – Breitrandig, mit WANGEN-Wz. als einem der von Ridinger bevorzugten Papiere. – Aufliegend hier sowohl die originale Druck-Platte im Glanze ihres jahrhundertealten Kupfers als auch die reich lavierte Ursprungszeichnung im Stichsinn aus der kleinen Gruppe betörend schöner Malerischer des Meisters.

„ … wird nur nach und nach von blancken ein zaun gemachet, welcher den Bæhren auf eine gewisse stelle leitet daselbst solle zu gleich eine erhöhung auch nach und nach mehr angelegt werden, disen orth mus man öffteres luderen das die Bæhren denselben kenen und besuchen lernen … mitten über die anhöhe solle ein balcken gehen … wan man nun … vernom(m)en das der orth besuchet … so wird an den zwerchlauffenden balcken, ein gefæsse mit honig gehänget … “

Angebots-Nr. 15.846 / EUR  530. / export price EUR  504. (c. US$ 609.) + Versand

Ridinger, Schießhütte beim Bärengarten

Die erhöhete Schies Hütte beÿ einem Bæhren garten. „Im Vordergrunde ein todtes Pferd, in dessen Hals sich ein junger Bär eingebissen hat, indem der andere bereits getödtet vor dem Pferdecadaver liegt und die Mutter aus der Hütte eben (aus zwei Rohren) niedergeschossen wird“ (Th.), während ein dritter Jäger aus der Tür lugt. Und beziehungsreich ragt groß von links bis schräg in die Mitte ein toter Baumstamm mit weiterem Luder. – Thienemann 77; Ridinger-Kat. Darmstadt, 1999, V.12 m. Abb.; Stubbe, Die Jagd in der Kunst – Johann Elias Ridinger, 1966, Tafel 9. – Nicht im 1997er Rid.-Kat. Kielce. – Dreiseits 3,2-4 cm breitrandig, links mit 1 cm zuzüglich des 5 mm breiten weißen Plattenrandes schmalrandiger. Hier zudem 8 cm langer schmaler, die untere Ecke der Plattenkante streifender Ausschnitt. – Schöner Abdruck.

„ Wo sich Bæhren aufhalten werden an solchen orthen bæhren gærten angeleget … der öffnung gerade gegen über eine hütte mit schieslöcheren versehen … um selbige wird samt denen pfæhlen eine tiefe grube gegraben auch die pfosten mit spitzigen eisen beschlagen damit an selbigen die bæhren nicht in die höhe kom(m)en kön(n)en, in die hütte steiget der Jæger auf einer Leiter und nim(m)t selbige in die höhe nachdeme er den kleinen eingang samt den schieslöchern wohl gesperret damit nicht die bæhren wind von ihme bekom(m)en, er hat aber doch kleine öffnungen … da er dann von denen in der hütte aufpassenden Jægern mit Vergnügen kan geschossen werden. “

Angebots-Nr. 16.147 / EUR  595. / export price EUR  565. (c. US$ 683.) + Versand

Ridinger, Schlagbaum für einen Luchs

Schlag=baum vor einen Luchs aufgestelt! Mondhelle Felsengrotte mit dem soeben zum Sprung auf den auf der Schnur hängenden toten Vogel ansetzenden Luchs. – Thienemann 82. – Umlaufend ca. 1 cm breiter Rand bei 5 mm breitem weißen Plattenrand. – Links unten kleiner ergänzter Ausriß im weißen Papierrand.

„ Wan man der Luchse und Wölffe gænge und wechsel vermercket, so werden ihnen im gebürge und Wældern auf engen wegen dergleichen Schlag=bæume auf folgende weise gerichtet … Wan(n) nun das Raubthier nachdeme alles wohl verwittert auch die beyschliche verwahret sind komt das köder abzuziehe(n) … so springet die stellung los u: wird selbigem von der Schlagstange der hals oder Rücke(n) entzweÿ geschlage(n) u: ohne verletzung seines balges erhalten … “

Angebots-Nr. 16.142 / EUR  449. / export price EUR  427. (c. US$ 516.) + Versand

Ridinger, Bohrbaum für Katze/Marder

Bohr-Baum vor eine wilde Katze oder Marder. Die in dichtem Wald an einem Dohnenstieg errichtete und von A-H erläuterte gewaltige Falle mit einem gerade gierig zugreifenden Kuder. – Thienemann 83; Ridinger-Kat. Darmstadt, 1999, V.16 nebst Abb. – Nicht im 1997er Rid.-Katalog Kielce. – Prachtvoller, breitrandiger Abdruck dieses ebenso konstruktiven wie stimmungsreichen Blattes.

„ Wo man Thonen auf Cramets-Vögel, Schnepfen und anderem Federwild in die enge holtzwege richtet … so kom(m)en gar bald Marder, Füchse u: wilde Katzen … und nehmen die gefangene Vögel

worbey dan(n) der Jæger zu kurtz kom(m)et .

Deme abzuhelffen als auch dise Raub-Thiere zu fangen … “

Angebots-Nr. 15.850 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

– Dasselbe in schönem Abdruck mit umlaufend 5-8 mm breitem Rand bei 1 cm breitem weißen Plattenrand.

Angebots-Nr. 16.148 / EUR  595. / export price EUR  565. (c. US$ 683.) + Versand

Ridinger, Wolf mit Ente auf der Scheibe

„ … u(nd): sich in der Grube muß gefangen geben “

Wie der Wolff mit der Enten auf die Scheiben gebracht und in der Grube gefangen wird. In dichter Waldstaffage springt von rechts ein Wolf nach der auf der sich nunmehr senkenden Scheibe angebundenen Ente. Über dieser an einem Ast ein Luder, rechts außen ein zweiter Wolf. – Thienemann 84; Rid.-Kat. Darmstadt, 1999, V.17 nebst Abb.; Rid.-Kat. Kielce, 1997, 36; Stubbe, Die Jagd in der Kunst – Johann Elias Ridinger, 1966, Tafel 10. – Herrlicher, breitrandiger Abdruck.

„ Die Wolffsgrube solle angeleget werden an orten da weder Menschen noch anderes, sonderlich hoch Wild nicht so leichte hinkom(m)en … es sollen aber dise Gruben 12. bis 14. Schuh tief u: im diametro fals sie rund 8. bis 9. Schuhe haben … anbeÿ mus die Grube am bode(n) u: denen seite(n) mit glatt gehobelte(n) starken Thiele(n) wohl verspendet seÿn, damit der Wolff im aufsprünge(n) keinen anhalt habe, als auch sich durchzugrabe(n) keine gelegenheit finde, auf dise grube kan … eine von hürden dicht geflochtene scheibe in ihr gleichgewichte gesezet … merket man das der Wolff das Luder genom(m)en, so mag man ihme eine lebendige Gans oder Lam(m) auf die scheibe anbinde(n), findet er einen so guten bißen wird er eine(n) Sprung darauf hinein thun, sobald drehet sich die scheibe, daß er abfallen u: sich in der Grube muß gefangen geben. “

Angebots-Nr. 15.851 / EUR  560. / export price EUR  532. (c. US$ 643.) + Versand

– Dasselbe in schönem, dreiseits 3,3-4,3 cm breitrandigem, links mit 0,8-1 cm zuzüglich des 9 mm breiten weißen Plattenrandes schmalrandigerem Abdruck. Die linke Unterecke zudem mit schmalem, 7 cm langem diagonalen Abschnitt.

Angebots-Nr. 16.149 / EUR  510. / export price EUR  485. (c. US$ 586.) + Versand

» Es gehört sehr viel künstlerische Intelligenz dazu,

diese ebenso zarte wie belebende Lichtwirkung zu erreichen.

Mit ihr, wenn er es zu handhaben weiß,

besitzt der Kupferstecher ein entscheidendes Mittel

für einen der wesentlichsten Effekte,

den die Kupferstichkunst überhaupt erreichen kann «

Wolf Stubbe, Johann Elias Ridinger, 1966, SS. 16 f.

Ridinger, Wolf im Schlageisen

Der Wolff in dem Schlag=Eisen. Das an einer Kette befestigte Eisen schnürt den Hals zu. Im Hintergrund von Palisaden gesäumte Lichtung. – Thienemann 85; Rid.-Kat. Kielce, 1997, 37. – Nicht im 1999er Rid.-Kat. Darmstadt. – Dreiseits 12 mm, unten 4 mm Rand zusätzlich zum 5 mm breiten weißen Plattenrand. – Zwei vom Druck herrührende, noch in das Bildfeld reichende Quetschspuren nur im Untertext andeutungsweise wahrnehmbar. – An bzw. bei der linken Unterecke restaurativ ergänzte kleine Ausrisse im weißen Papierrand.

„ Wan(n) Wölffe gespühret werden so wird ihnen erstlich mit Luder … geschleppet, ist man versichert das der Wolff beÿ der Schleppe gewesen so wird das Eisen an einen orth geleget da der Wolff wechselt oder sonst trabet damit wird auf folgende weisen gehandelt … wan(n) nun der Wolff an das auf das Eisen zu gelegte Luder gekom(m)en auch das Köder selbst abziehen will so werde beÿde bügel los und … als ein blitz in die höhe geschlagen … auch solle das Eisen an einer Kette e. fest gemacht seÿn sonst möchte es geschehen wan(n) sich der Wolff nur an einem Lauff fænget er dasselbe hinweg schleppen würde. “

Angebots-Nr. 16.150 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 511.) + Versand

Ridinger, Brettfalle für Fuchs

Bret-Falle vor einen Fuchsen auf der Grube.Thienemann 86; Ridinger-Kat. Darmstadt, 1999, III.18 m. Abb. – Nicht im 1997er Rid.-Kat. Kielce. – Warmer toniger Abdruck.

„ An orten wo man vermercket das Füchse ihre aus- und eingænge halten wird eine grube 3. Ellen oder tieffer gegraben, im Diameter so gros das von dem Fallbret der Fuchs sie nicht überspringen kan … dan(n) wird das Fallbret auf ein gewende welches willig gehet vest gemachet, hinden mehreres gewichte behalten doch nur so viel das so bald der Fuchs über das gewende passiret, und den auf dem bret lebendig oder tod angespænten Vogel … zu rauben komt, das bret durch das von ihme bekom(m)ene übergewichte rasch abfalle mithin der Fuchs in die grube zu fallen forciret werde, da man ihn lebendig oder tod haben kan … alte Füchse nehmen öffters das Luder bis zur Falle und gehen doch nicht darauf, denen lege man vornen einen guten bissen und … mache die Falle veste ist es ihme ein-oder 2mahl gelungen so an dem abgezogenen Kæder zu sehen so wird er das 3temahl gantz sicher kom(m)en … “

Angebots-Nr. 28.008 / EUR  562. / export price EUR  534. (c. US$ 646.) + Versand

– Dasselbe, jedoch gleichmäßig leicht gebräunt und bis an die Bild- bzw. Textkante geschnitten. Im Text an der linken Unterecke winziges Löchlein säurefrei hinterlegt. Solchermaßen stark zeitspurig, unter Passepartout bildlich indes nicht unproper. – Im weißen Feld rechts neben dem Blattitel kyrillische (?) Bezeichnung in Bister von alter Hand.

Angebots-Nr. 16.151 / EUR  190. (c. US$ 230.) + Versand

Ridinger, Brechfalle für Fuchs

Der weit seltenere der beiden Fuchsfänge

Brech-Falle vor einen Fuchsen gericht. Von A-K erläuterte gewaltige Falle in adäquat urwüchsigem Ambiente. – Thienemann 87; Ridinger-Kat. Kielce, 1997, 38 m. Abb. – Nicht im 1999er Rid.-Kat. Darmstadt. – Prachtvoller, breitrandiger Abdruck.

„ Wan(n) man versichert ist, das ein Fuchs oder Tachs eine(n) Bau jn(n)en hat, da man mit ausgrabe(n) derselbe(n) u: dene(n) Leg-Eisen nicht beÿkom(m)en kan, so ist dise art vo(n) Falle(n) eine der bewæhrteste(n), ihre Structur zeiget vo(n) selbst wie sie gemacht u: aufgestellet werde(n), es ist aber folgendes dabeÿ zu merke(n) … “

Angebots-Nr. 15.845 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

– Dasselbe in schönem Abdruck mit schmalem, 7 cm langem diagonalen Abschnitt im weißen Rand der linken Unterecke. Oben und rechts 4,6-4,9, links und unten 1,2-3,3 cm breitrandig.

Angebots-Nr. 16.152 / EUR  570. / export price EUR  542. (c. US$ 655.) + Versand

Ridinger, Fuchs/Dachs in Drahtschlinge

Wie ein Fuchs oder Tachs mit der Draht=schlinge zu fangen. Auf einer Lichtung vor der mit Pflöcken seitlich versperrten Ausfahrt seines Baus „hängt Reinecke am Schnellgalgen, wie ein Strauchdieb, und speit Blut aus“ (Th.). – Thienemann 88. – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997). – Oben und unten 4,3-4,7, an den Seiten 5,6-7,5 cm breitrandig. – Im äußeren linken weißen Rand und namentlich der unteren Ecke etwas knitterspurig. – Leuchtend-schöner Abdruck.

„ Im fall diser Thiere eines seinen Bau an einem orthe angeleget da ihme die Natur selbst gelegenheit darzu gegeben, das man mit ausgraben und einschlieffen derer Tachs hunde nichts ausrichten kan … so ist die Drath=schlinge … ein gar sicheres mittel … gehet alles los und wird er im aufschnellen der stange von der schlinge am halse oder um den leib gefasset so das sie ihme den nacken oder rückgrad entzweÿ schnellet mithin ohne verlezung des balges oder haut gefangen ist. “

Angebots-Nr. 16.153 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

Ridinger, Füchse ludern, fangen, pirschen

(Wie die Füchse geludert, gefangen und gepürschet werden.) Auf einer kleinen Anhöhe in Bildmitte haben sich vier Reinekes von einem Reh- oder Rotwildköder verlocken lassen, was drei mit dem Leben bezahlen, während der vierte bellend davonläuft. Rechts hat sich ein weiterer mit den Vorderläufen in einem Tellereisen gefangen. Links auf einem Pfahl eine lebende Ente oder Gans, angehängt zudem Luder, in das sich ein Reineke verbissen hat, angekläfft von weiterem, den aber auch schon eine Kugel trifft. Die Jäger selbst hinter einer Wand im Gebüsch am Fuße eines Felsens. Instruktiv skizziert die Schußbahnen. Bezeichnet: I. El. Ridinger inv. del. & sculp. / verlegt in Augsburg bey Martin Engelbrecht. – Thienemann 89. – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997). – Eines der fünf bei Helbing, Kat. XXXIV, Arbeiten v. J. E. u. M. E. Ridinger, (1900), auch einzeln fehlenden Blätter. – Unten innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, ansonsten mit 1-2 mm Papierrand um den ca. 5 mm breiten weißen Plattenrand. – Warmtoniger Abdruck dieses ausgesprochen reichen Blattes. – Der Untertext lt. Thienemann gegebenenfalls:

„ Auch auf die Füchse werden Schiesshütten angelegt. Vor denselben sind hohe Pfähle, an welchen der Köder befestigt ist, aufgerichtet, und das Gekreisch einer oben befestigten Ente reitzt den Appetit dieser vierbeinigen Geflügel Liebhaber. So fallen sie theils in die ihnen gestellten Schlageisen, theils werden sie auch durch das wohlangebrachte Kreuzfeuer der Büchsen von den in umgrüntem Hinterhalte laurenden Schützen erlegt. “

Eines der vier Fangarten-Blätter mit der Adresse von Martin Engelbrecht (1684-1756, der gleichnamige Verlag bis 1827) in Augsburg und mit Ausnahme von Thienemann + Schwarz sowie für Th. 74 + 91 auch bei Hamminger nur in Abdrucken ohne den erläuternden Untertext bekannt.

Angebots-Nr. 16.154 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

Ridinger, Verpröllter Fuchs mit Tellereisen

Einen alten verpröllten Fuchs mit den Deller-Eisen zu fangen. In schöner Vollmondnacht windet Reineke nach dem an einem im Wasser stehenden Pfahl befestigten Köder. Schemenhaft davor erkennbar das Tellereisen. „Wir werden sehen, ob der alte Schelm sich wird berücken lassen“ (Th.). Am gegenüberliegenden höheren Ufer zudem der Jäger mit Flinte bereitliegend. Links im Hintergrund Brücke und strohgedecktes Gebäude. – Thienemann 90; Rid.-Kat. Darmstadt, 1999, III.19 m. Abb.; Rid.-Kat. Kielce, 1997, 39. – Umlaufend 5 mm Rand um den seinerseits 6-8 mm breiten weißen Plattenrand. – Ein 12 cm langer Einriß an der rechten Oberecke professionell restauriert und bildseits allenfalls als leichte Quetschspur wahrnehmbar. – Sehr schönes malerisches Sujet.

„ Es wird das Deller-Eisen an orten wo quell-oder alt wasser die doch einen ablauff haben wo es sehr seichte ist geleget … darneben etwas vom gescheide eines Rehes auf eine gabel erhöhet gestecket, nebenbeÿ ein niedriger aber verwilderter zaun angebracht, welcher den Fuchs auf des Eisen führet … so wird er … auf das Deller-Eisen gebracht und gut gefangen werden, da sonst alte und verpröllte Füchse auf verwitterte Eisen nicht leicht mehr zubringen seÿn. “

Angebots-Nr. 16.155 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand

Ridinger, Dachs im Schlagbaum

(Der mit dem Schlagbaum gefangene Dachs.) In schöner Waldgegend ist Grimbart beim Ausschlieffen aus seiner unter einen Felsen führenden Röhre von der Falle erlegt worden. Bezeichnet: I. El. Ridinger inv. del. & sculp. / verlegt in Augsburg bey Martin Engelbrecht. – Thienemann 91; Rid.-Kat. Kielce, 1997, 40 m. Abb. – Nicht im 1999er Rid.-Kat. Darmstadt. – Eines der fünf bei Helbing, Kat. XXXIV, Arbeiten v. J. E. u. M. E. Ridinger, (1900), auch einzeln fehlenden Blätter. – Unten innerhalb des breiten weißen Plattenrandes, oben auf Plattenkante geschnitten, seitlich mit feinem Rändchen um den ca. 5 mm breiten weißen Plattenrand. – Der Untertext gegebenenfalls:

„ Der Mensch muss oft mit der List in Bund treten um das arglose Geschöpf, welches er sich für seine Jagd-Lust ausersehen hat, zu erhaschen. Unter die verschiedenen Arten des Dachsfanges gehört auch eine eigene Vorrichtung welche einem Schlagbaum gleicht, der vor der Röhre des Dachsbaues errichtet wird … “

Eines der vier Fangarten-Blätter mit der Adresse von Martin Engelbrecht (1684-1756, der gleichnamige Verlag bis 1827) in Augsburg und mit Ausnahme von Thienemann + Schwarz sowie für Th. 74 + 91 auch bei Hamminger nur in Abdrucken ohne den erläuternden Untertext bekannt.

Angebots-Nr. 16.156 / EUR  570. / export price EUR  542. (c. US$ 655.) + Versand

Ridinger, Zwangsfalle vor Dachsbau

Zwang-Falle vor dem Bau eines Tachsen. In schöner Berggegend schlieft Grimbart soeben aus dem Bau – und damit in sein Verderben. – Thienemann 92; Rid.-Kat. Kielce, 1997, 41. – Nicht im 1999er Rid.-Kat. Darmstadt. – Die Vorzeichnung im Gegensinn vom Februar 1748 seinerzeit in der Schwerdt Collection (III, 217/3). – Umlaufend 5-6 mm Rand um den seinerseits 8-9 mm breiten weißen Plattenrand. – Ebenso malerisch wie instruktiv.

„ Wan(n) ein Tachs oder Fuchs seinen Bau an einem orte gemacht, wo mit diser art Fallen beÿzukom(m)en, so wird selbige vor dem eingang genau angebracht … alle übrige röhren aber müssen wohl gestopffet seÿn. Es ist aber der Kasten a. 1½. Schuh weit und hoch, lang 2. Schuh … (sobald) das in dem Bau befindliche Thier … nun dasselbe berühret … wird das fallbret … nidergeschlagen, da es dan(n) den Tachs oder Fuchs auf den creutz erwischet, ihme selbiges entzweÿ schläget, das sie ohne verletzung der haut oder balges sizen bleiben. “

Angebots-Nr. 16.157 / EUR  530. / export price EUR  504. (c. US$ 609.) + Versand

Ridinger, Fischotter in Falle + Schlageisen

Eine Fisch-Otter in der Falle und dem Schlag-Eisen. „Wasser, Schilf, Felsen und zwei gefangene Fischottern sind hier zu schauen“ (Th.). – Thienemann 93. – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997). – Umlaufend 4-7 mm Rand um den seinerseits 1 cm breiten weißen Plattenrand. – Kleiner Rost- oder Braustippen am unteren Textrand, ein winziger Einriß im weißen Papierrand der linken Unterecke säurefrei hinterlegt. – Sehr malerisches, instruktives Sujet.

„ Wie dise Thiere unter die Amphibia gehören welche im Wasser u: auf dem Lande leben darbeÿ in Teichen, Seen, Bæchen u: Flüssen großen schaden an Fischen thun, so wird ihnen als Raubthieren sehr nachgestellet … die gemeineste art ist das man ihnen Schlag-Eisen auf darzu eingeschlagene pfæhle unter dem wasser leget … Eine andere art Falle(n) wird gebraucht, wan(n) sie ihre Bæue zwischen die an die wasser stossende Felse(n) u: steinklüffte gemachet da ihne(n) nicht beÿzukom(m)en, so wird ein ort gesuchet durch welche(n) sie wechsle(n) auch das wasser seuchte ist … und bauet vorgestellte Falle darauf … kom(m)t nu(n) die Otter an denselbe(n) u: berührt ihne, so fallet der obere Baum abe u: durchbohret sie mit seine(n) Spitze(n) das man die alte samt de(n) Junge(n) nach u: nach überkom(m)en kan. “

Angebots-Nr. 16.158 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand

Ridinger, Auerhahnjagd mit Beller

Wie die Auerhanen vor dem Auerhanen hunde oder Beller geschossen werden. In urwüchsigem Wald zu Baum gestiegener Hahn. Darunter der Laut gebende Vogelhund, links der feuernde Jäger. – Thienemann 94; Dietrich Stahl, Über die Jagd mit verbellenden Vogelhunden, in Et Multum et Multa, Festgabe für Kurt Lindner, 1971, SS. 385 ff. nebst Abb. 2. – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997).

„ Obwohlen man sonst vorgegeben das die Auerhanen nur in der Pfaltz=zeit könten geschossen werden, so hat man es doch dahin gebracht das man sie auch ausser derselben mit einem gantz kleinen hunde den man den Auerhanen beller nen(n)et zum schusse bringet … kom(m)t er nun an dises edle feder wild so steiget es zu baume da es der hund verbellet, vernimt der Jæger dises so mus er unter dem wind so viel als möglich herzu eilen aber auch behutsam seÿn das er mit zu vielem geræusche den Auerhanen nicht flüchtig mache … “

„ Es gehört sicher zu den Seltenheiten auf dem Gebiete der Jagdtechnik, wenn sich eine Jagdart über Jahrhunderte eigentlich unverändert bis in unsere Gegenwart erhalten hat. Dies gilt in besonderem Maße, wenn es sich dabei um eine so spezifische Jagd wie jene mit verbellenden Vogelhunden handelt … Johann Elias Ridinger

hat diese Jagd auf einem besonders schönen Blatt dargestellt “

(Stahl). – Im 3,2-4,7 cm breiten Rand partiell unwesentlich zeitspurig. Stecknadelkopfkleiner Braunfleck im Laubwerk des oberen Bildrands. – Malerisches Sujet.

Angebots-Nr. 15.756 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 724.) + Versand

– Dasselbe mit umlaufend 1-1,4 cm Rand um den seinerseits 5 mm breiten weißen Plattenrand.

Angebots-Nr. 16.159 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand

Ridinger, Rebhühner tyrassieren

Wie die Reb-Hüener tÿrassirt werden. Über das vom Hühnerhund vorgestandene Volk Rebhühner ziehen zwei Jäger das großflächige Netz, derweil ein dritter seinen Rock auszieht, um ihn über die Beute zu werfen daß keines entkomme. Auf der Stange dahinter ein aufgebaumter Greif. – Thienemann 97; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885), 1787 (nur als Neuabdruck); Stubbe, Die Jagd in der Kunst – Johann Elias Ridinger, Hbg./Bln. 1966, Taf. 12; Deutsches Leben der Vergangenheit, Eugen Diederichs Vlg., Abb. 1489. – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997). – Eines der fünf bei Helbing, Kat. XXXIV, Arbeiten v. J. E. u. M. E. Ridinger, (1900), auch einzeln fehlenden Blätter. – Dreiseits 2,6-4 cm, links 7-11 mm breitrandig.

„ Es ist dises den Jagd-Liebhaberen eine so bekan(n)te sache, das ich es vor überflüßig halte mehrers davon zu gedenken, als; das man mit dem Tÿraß wohl umzugehen, selben wohl aufzunehmen und anzubinden wisse, damit er niemahls in Confusion gerathe … Es kom(m)t hiebeÿ vornehmlich auf einen wohl dressirten Hüner-Hund an der den Hüeneren richtig vorstehet … einige sich gar vor den Hüneren niderlegen und den Tÿraß wohl aushalten … gehet das aufstieben der Hüner an … sollen die welche tÿraßirt haben ihre Röcke ausziehen, auch sie in aller eile auf den Tÿras und die Hüner werffen, damit sie durch das aufflatteren den Tyras nicht zusam(m)en ziehen und durchbrechen, sonderen lebendig oder tod können ausgelöset werden. “

Angebots-Nr. 16.160 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand

– Dasselbe in ebenso kontrastreichem wie warmtonigem Abdruck mit feinem Rändchen um den 7 mm breiten Plattenrand und so noch akzeptabel. Rückseits Spuren früherer punktweiser Montage.

Angebots-Nr. 28.082 / EUR  562. / export price EUR  534. (c. US$ 646.) + Versand

Ridinger, Krähen Elstern und Raben-Hütte

Noch keine geschützten Singvögel

Kræhen Ælstern und Raben Hütte! „Da steht sie vor uns als ein Erdhügel mit Schiesslöchern, aus denen eben geschossen wird. Oben auf einer Krakel sitzt der von vielen Vögeln angegriffene und geängstigte Uhu, unten liegen und flattern getödtete und verwundete Vögel“ (Th.) Der Hügel umgeben von nicht allein kahlen, sondern toten Bäumen als Vanitates, im Hintergrund der lichten Winterlandschaft größeres Kirchdorf. Links im Hügel der mit Bohlen und Tür gesicherte Zugang zur Hütte, vorne Pferdeschädel und anderes Luder. – Thienemann 98; Ridinger-Kat. Darmstadt, 1999, III.20 m. Abb.; Rid.-Kat. Kielce, 1997, 42; Deutsches Leben der Vergangenheit, Eugen Diederichs Vlg., Abb. 1488. – Kleiner Rostfleck in der linken Oberecke. Links zwei winzige Einrisse im umlaufend 1.5 cm breiten weißen Papierrand säurefrei hinterlegt. – Außerordentlich lebhaftes Sujet.

„ Dise wird im felde auf einem hügel angeleget über welchen dise Vögel von einem dorff ihren zug gerne ins felde nehmen … sie wird mit schieslöchern … versehen, in mitten der hütte wird ein Loch gelassen das man eine stange dadurch auf und nider lassen kan auf dise stange wird oben … der grosse Schuhu darauf gebunden … in die höhe gehoben oder nider gelassen das er zu flatteren anfænget, so balde dis die Kræhen Alsteren oder Raben ersehen kom(m)en sie hæuffig angezogen … da sie dan aus der Hütte mit vielem Vergnügen können geschossen und eine gantze revier von disen dem Feder Wild so schædlichen Raub Vöglen ob gleich nicht gantz befreÿet doch ihrer ein zimliches weniger gemacht werden. “

Angebots-Nr. 16.161 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 678.) + Versand


„ Beste heer Niemeyer, Hartelijk dank voor de snelle terugboeking (concerning a bill paid for already one year ago). Zoiets schept altijd vertrouwen! Beste groeten “

(Mijnheer P. E., 3. Februar 2009)