English

Ferien-Impressionen

Alexander Bertelsson, Boote am Walchensee

Sommer , Sonne , Berge , Boote

Bertels(s)on, Alexander (Lixna b. Witebsk 1890 – Berlin 1975). Boote am Walchensee. Dominiert vom furios-pastosen Blau des Sees und der sich am jenseitigen Ufer auftürmenden Berge, liegen vorne zwei Boote auf dem gelben Strand. Zur Rechten Anleger oder Uferbefestigung. Öl auf beidseits mit Leinenstruktur beschichtetem Holz. 49,7 x 59,7 cm. Gerahmt.

Vollmer I (1953), 193; AKL X (1995), 53. – Verso typograph. Gallerie-Etikett sowie eigenhändige Dedikation vom 20. 1. 1975 in blauem Stift.

Bereits als 18jähriger Meisterschüler Heinrich von Zügels in München, wechselte Bertelson 1910 nach Dresden und 1914 nach Schweden, von wo er erst 1928 nach Dresden zurückkehrt.

Seinen ersten Erfolg verzeichnete Bertelson 1913 auf der Kunstausstellung in Riga. Für seine weitere Entwicklung entscheidend indes ab 1922 die Freundschaft mit Lovis Corinth, der seit 1919 die Sommermonate am Walchensee verbrachte und mit dem die Qualität von Bertelsons auf der 1923er Ausstellung der Berliner Sezession gezeigten Werke verglichen wurden.

1933 Aufgabe des Malens – das offizielle Arbeitsverbot erfolgte erst im Jahr darauf – und schließlich 1945 im Feuersturm des Dresdner Bombenhagels Totalverlust seines Œuvre. Danach nach Berlin übergesiedelt, greift Bertelson indes erst 22 Jahre später, 1967, wieder zur Palette. Neben Ölen ab Anfang der 70er auch Aquarelle, ferner Holzschnitte am Walchensee als seinem letzten Wohnsitz und „einem der

großartigsten Gebirgsbilder der Bayerischen Alpen “

(Meyer’s Konservations-Lexikon [4. Aufl.] XVI, S. 340).

Hier furios-pastos vorgetragen

im großartigen Altersstil der letzten Jahre.

Angebots-Nr. 28.984 / Preis auf Anfrage

Karl Rettich, Boote am Strand

Fischerboote am Strand

Rettich, Karl Lorenz (Rosenhagen, Mecklenburg-Schwerin, 1841 – Lübeck 1904). Boote am Strand. Unter hochgetürmter Wolkenszenerie mit durchbrechender Sonne drei Küstensegler nebst mehreren kleineren Booten. Vorne rechts am Strand Anker, im Hintergund angedeutete Steilküste. Weiß gehöhte Bleistiftzeichnung. Verso hs. in Bleistift bezeichnet: K Rettich fecit. 273 x 190 mm.

Boetticher II, 1 (1898), SS. 394 ff.; Thieme-Becker XXVIII (1934), S. 192; Joachim Puttkammer, Bildende Künstler in Graal-Müritz (2003). – Auf festem Linienpapier.

Rettich , einer alten Lübecker Familie entstammend und auf dem bei Dassow gelegenen väterlichen Rittergut geboren, ging 1861 nach dem Besuch des Katharineums nach München, um dort auf Wunsch des Vaters Jura zu studieren, widmete sich indes zugleich als Schüler der Landschaftsmaler Adolf Lier und Johann Gottfried Steffan der Kunst. Weitere Stationen sind ab 1863 Düsseldorf bei Albert Flamm sowie – nach dreijährigem Intermezzo in Dresden – Weimar, wo er seine Studien unter Böcklin, Theodor Joseph Hagen und Lenbach abschloß. Studienreisen führten ihn in dieser Zeit an Nord- und Ostsee sowie nach Norwegen und Schweden, aber auch nach Italien. Ab 1886 wieder in München, ließ ihn ein Zerwürfnis mit der dortigen Künstlergenossenschaft 1896 nach Lübeck zurückkehren. Zu den

„ Entdeckern des malerischen Fischlandes (Kolonie Ahrenshoop) “

gehörend - so Oscar Gehrig in Th.-B. – verbrachte er die Sommermonate fortan in Graal-Müritz. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 29.038 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 653.) + Versand

Pieter de Molijn, Dünenlandschaft

In den Dünen

Molijn, Pieter de (London 1595 – Haarlem 1661). Dünenlandschaft. Links des Weges Anwesen unter hohen Bäumen. Mit beschäftigten und schwatzenden Figurinen. Aquatinta in Braundruck von Cornelis Apostool (1762 Amsterdam 1844). 1792. Signiert, datiert. 21,7 x 30,1 cm.

Seltenes Blatt nach dem Öl im Fitzwilliam-Museum in Cambridge (seit 1834; hier im Gegensinn und ohne den seitlichen kleinen Mann bzw. Stab, die, so Hans-Ulrich Beck, zur Zeit Apostool’s möglicherweise übermalt waren). – Der breite Rand schwach stockig. – Bernt (1969):

„ Die späteren, welligen Dünenlandschaften, Hohlwege, Gehöfte und Wirtschaften unter Bäumen sind den Frühwerken des J. van Goyen ähnlich. Im Vergleich zu diesem sind seine Landschaftsthemen vielseitiger. “

Und die FAZ am 13. 12. 1988:

„ Pieter de Molyn gehört neben van Goyen, dem älteren Ruysdael und Esaias van den Velde zu jenen holländischen Malern, die

um 1630 in Haarlem die moderne Landschaftsmalerei begründeten .“

Angebots-Nr. 15.536 / EUR  435. / export price EUR  413. (c. US$ 451.) + Versand

Stephen Parrish, An Old Farm near the Sea (Niles Farm, Cape Ann)

Niles Farm , Cape Ann

Parrish, Stephen Windsor (Philadelphia 1846 – Cornish, New Hampshire, 1938). An Old Farm near the Sea (Niles Farm, Cape Ann, Massachusetts). Niedrigwasser in der Bucht einer sich nach rechts öffnenden flachen, spärlich bewachsenen Küste. Dominant zur Linken ein großer, dunkler Felsen, rechts führt ein kleiner Steg in die Bucht hinaus. Jenseits ein Anwesen. Radierung in Braundruck über ockerfarbener Tonplatte. (1881.) Bezeichnet: · S.Parrish · (ligiert) / 44 (im Gegensinn) sowie in radierter Typographie im Plattenrand: Orig. Radierung von St. Parrish. / Druck der Gesellschaft f. vervielf. Kunst in Wien. 24,5 x 35,4 cm.

Schneider 44. – Woodmere Art Museum in Philadelphia, Stephen Parrish: Rediscovered American Etcher, 1999. – Parrish, Schüler von u. a. Peter Moran und Vater von Frederick Maxfield P., wandte sich erst im Alter von 31 Jahren endgültig der Kunst zu, „wie eine Ente dem Wasser“, so er selbst Jahre später. Just zu dem Zeitpunkt, als Amerikas Künstler die Ätzkunst für sich entdeckten. Während der folgenden 11 Jahre schuf Parrish namentlich Landschaften und Marinen des amerikanischen Nordostens und Canadas sowie Englands und Frankreichs. – Auf getöntem festen Bütten.

Angebots-Nr. 14.566 / EUR  325. / export price EUR  309. (c. US$ 337.) + Versand

Franz Heckendorf, Lugano

„Wundervolle Lage am Luganer See“

Heckendorf, Franz (Berlin 1888 – München 1962). Lugano. Gartencafé am See, dominiert von freistehender offener Pergola, deren dunkle Stangenhölzer für die ihm wichtigen „dunklen Baumstämme (stehen), die Tiefenräumlichkeit schaffen und die Fläche stark rhythmisieren“ (Horst Ludwig). Aquarell und Gouache über schwarzer Kreide. Bezeichnet unten rechts mit Bleistift: F. Heckendorf / (19)56 / Logano (sic!, über zunächst Ascona, von dessen Seepromenade eine auch formatmäßig gleichartige Arbeit selben Jahres existiert). 35,8 x 47,8 cm.

Thieme-Becker XVI (1923), 211 f.; Vollmer II (1955), 400; AKL LXX (2011), 513 f.; Franz Heckendorf, Katalog der Sonderausstellung der Galerie Hagemeier, Ffm., 1985; Symphonie in Farbe, Ausstellungskatalog der Kunstfreunde Bergstraße, 1991; Rainer Zimmermann, Expressiver Realismus / Malerei der verschollenen Generation, 1994, 384.

Auf leicht genarbtem beigefarbenen dünnen Aquarellkarton. – Oberrand bildseits mit übersehbaren restlichen Klebspuren von früherer Rahmung, sonst bestens.

Siehe die aus anderer Perspektive gesehene gleiche Szenerie des als Gartencafé 1956 geführten Öls (Hartfaser, 80 x 60, bez. u. l.: F. Heckendorf 56) der farbigen Deckel-Illustration des 1985er Hagemeier-Katalogs sowie das weitere dortige Öl Gartencafé gleichen Jahres (SS. 40 f.) nebst seiner undatierten Kohlezeichnung SS. 22 f. Aus Marktvorkommen der 1990er heranziehbar rücksichtlich ihrer jenseitigen Erhebungen ferner ein als Belebte Hafenbucht geführtes 1921er Öl (Holz, 27 x 32,5 cm, bez. l. u.: F. Heckendorf. 21.) und ein 1951er Aquarell Badende in südlicher Landschaft (50 x 64,5 cm, bez. u. l. F. Heckendorf 51).

Hier hinreißend schön , herrlich farbfrisch

„Lugano“

in seiner „wundervolle(n) Lage am Luganer See“

(Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., X [1889], 996)

in Heckendorfs sprichwörtlich

„ kräftigen , leuchtenden Lokalfarben “

(Vollmer in Thieme-Becker).

Angebots-Nr. 15.618 / Preis auf Anfrage

W. Wolfgang Breuer, Gondeln vor Patrizierhaus in Venedig

In Venedig , in einer Gondel

Breuer, W. Wolfgang (Heilbronn 1895 – 1927). Gondeln vor Patrizierhaus in Venedig. Unmittelbar vor dem Haus in ganzer Breite mit Baldachin, vorne links weitere in Teilansicht mit Dame mit Fächer. Radierung. Ca. 1920. Bezeichnet in Bleistift: 79/100. / W. W. Breuer. 18 x 28,5 cm.

Vollmer, I, 311 (1953); AKL XIV, 174 (1996). – Auf getöntem Bütten mit großen Löwen-Wzz. mit typogr. Anhänger. – Verschiedene kleinere Einrisse im weißen Rand säurefrei hinterlegt.

„ Ganz auf Helldunkelwirkung im Rembrandtschen Sinne

abgestimmt(es)“ (Vollmer) sehr schönes, stimmungsvolles Sujet.

Angebots-Nr. 15.287 / EUR  98. (c. US$ 107.) + Versand

Jean François Albanis de Beaumont, Veroneser Klause/Etsch

An der Etsch hinauf zum Brenner

Veroneser Klause – Etsch – The Pass of Chiusa and distant Mountains near Belluno and Osseniego. Von der Bildmitte nach vorne links die Etsch an der Berner Klause (heute Veroneser Klause bzw. Chiusa di Ceraino), rechts die von den sich bis in einige Höhe fortsetzenden Befestigungswerken des Chiusaer Forts überspannte Paßstraße. Mit Figurenstaffage am Paß und auf der Etsch. Sepia-Radierung von Cornelis Apostool (1762 Amsterdam 1844) nach Jean François Albanis de Beaumont (Chambéry 1755 – 1812). 1792. Bezeichnet: A. Beaumont del. / C. Apostool sculpt. / Published as the Act directs Jany 1. 1792. by T. & G. Egerton, Whitehall. for the Author, Titel wie vor. 31,5 x 44,7 cm.

Feine Tiroler Berglandschaft im prächtigen Ursprungs-Kolorit

und in breitrandigem Abdruck der 1. Ausgabe auf festem Whatman-Papier. Vereinzelte Stockfleckchen. Die Farben der Himmelspartie stellenweise etwas oxidiert, doch kaum störend.

Angebots-Nr. 15.246 / EUR  870. / export price EUR  827. (c. US$ 902.) + Versand

Jean François Albanis de Beaumont, Veroneser Klause/Etsch

– – – Dasselbe als Aquatinta von Apostool in Braundruck. 1792. Bezeichnet: A. Beaumont del. / C. Apostool sculpt. / Published as the Act directs Jany 1. 1792. by T. & G. Egerton, Whitehall. for the Author, Titel wie vor. 31,5 x 44,7 cm.

Feine Tiroler Berglandschaft im breitrandigen Abdruck der 1. Ausgabe auf festem Whatman-Papier.

Angebots-Nr. 15.247 / EUR  670. / export price EUR  637. (c. US$ 695.) + Versand

Boston, Tremont House

Tremont House , Boston

1829 — Erstes Hotel mit sanitärer Installation

View of Tremont House, Boston. Mit 4spänniger Kutsche + figürlicher Staffage. Kolor. Stahlstich von John Wykeham Archer (Newcastle upon Tyne 1806/08 – London 1864) nach James Kidder in Boston (Kupferstecher u. Zeichner f. d. Kupferstich, 1. Erwähnung um 1813). (1834.) Bezeichnet: J. Kidder de. / Engraved by J. Archer., ansonsten wie vor. 17 x 20,5 cm.

Erbaut 1829 von Isaiah Rogers (1800-1869) als einem der führenden Hotelarchitekten Amerikas, verfügte Tremont House an der Ecke Tremont + Beacon Street als erstes Hotel über eine sanitäre Installation. Aus einem mittels Dampfpumpe gefüllten Speicher auf dem Dach wurden neben Küche und Wäscherei die Toiletten und Bäder in Erdgeschoß bzw. Keller – als innerhalb des Hauses ein bis dato ungekannter Komfort – mit fließend Wasser versorgt. Das Badewasser zudem vor Ort mittels Gasheizung erwärmt und die Seife kostenlos bereitgestellt. Weitere bislang unbekannte Neuerungen waren abschließbare Gästezimmer, ein Empfangsbereich sowie Pagen. Solchermaßen

setzte Tremont House Maßstäbe im Hotelbau ,

denen zahlreiche Hotels in allen größeren Städten des Landes folgten, darunter 1836 als gleichfalls von Rogers entworfen das Astor House in New York City. Neben diesen und etlichen weiteren Hotelbauten zu nennen die Merchants Exchange sowohl in Boston als auch New York (heute New York City Bank Building 55 Wall Street), das Astor Place Opera House in New York und, gemeinsam mit William Keeley, die Cathedral of the Assumption in Louisville, Kentucky, mit dem mit 97 m bei Vollendung 1852 höchsten Turm Nordamerikas. Erwähnenswert ferner die patentierte Entwicklung einbruchssicherer Tresore u. a. im Schatzamt in Washington.

Angebots-Nr. 15.439 / EUR  148. (c. US$ 161.) + Versand

Bad Ems

Wo Könige, Kaiser + Zaren,
Dichter + Maler kurten

Ems. Zentralansicht von der Höhe waldartigen Parkgeländes im Vordergrund, darinnen junge Frau mit schmetterlingjagendem Kind. Kolor. Holzstich nach Richard Püttner (Wurzen 1842 – München 1913). (1875-76.) Signiert, bezeichnet. 20 x 23,9 cm. – Schönes Blatt von impressionistischer Farbwirkung.

Angebots-Nr. 8.163 / EUR  100. (c. US$ 109.) + Versand

Franz Edmund Weirotter, Vues de la Normandie IX

Der Zauber der Normandie

Weirotter, Franz Edmund (Innsbruck 1733 – Wien 1771). Vues de la Normandie. Folge von 10 (statt 12) Landschafts-Radierungen + Aquatinten (2). Bezeichnet: dessiné d’après Nature / et Gravé par F. E. Weirotter / AParis chés Wille Graveur du Roi Quay des Augustins. (Bl. 1) bzw. F. E. Weirotter fecit. Ca. 15 x 21 cm.

Nagler 12. – Ohne die Blätter 11 + 12, doch nicht störend. – Mit der Dedikation an M. Brillon Duperon und der Adresse Johann Georg Willes (Obermühle im Biebertal am Fuße des Diemsberges bei Gießen 1715 – Paris 1808), dem „heimliche(n) Vertreter deutscher Kultur in Frankreich“ (Décultot und andere, Wille-Briefwechsel, 1999, S. 1).

Franz Edmund Weirotter, Vue de la Normandie 6

Schöne Küstenlandschafts-Szenerien ,

angereichert mit den bei ihrer Beschäftigung beobachteten Fischern und Landleuten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.452 / EUR  1200. / export price EUR  1140. (c. US$ 1244.) + Versand

John Postle Heseltine, Flußlandschaft

Am Fluß

Heseltine, John Postle (Dilham 1843 – London 1929). Flußlandschaft. Im Vordergrund tiefliegender Lastkahn, karger Baumbestand beidseits der Ufer, im Hintergrund ein Anwesen. Radierung. Bezeichnet im unteren Plattenrand: Original-Radierung von J. P. Heseltine / Druck der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Wien. 23 x 31,5 cm.

Thieme-Becker XVI (1923), 573; Vollmer VI (1962), 51. – In Braundruck auf getöntem festen Bütten. – Heseltine war lt. Leporini (irrtümlich „1843-1912“) neben Esdaile „nach Lawrence der größte Zeichnungssammler Englands“. – Thieme-Becker:

„ Von Beruf Geldmakler, kam er als Sammler zur Kunst und bildete sich autodidaktisch in der Radierung (seit 1862/63). Stellte 1869-1916 häufig in der Royal Acad. aus. H. hat eine lange Reihe Landschaftsrad. mit Motiven aus England, Frankreich und Italien geschaffen. Er liebt Weiträumigkeit und Wasserflächen und schildert gerne anspruchslose Motive, Flußufer, einsame Gehöfte … Die Technik ist gewandt, aber etwas trocken. “

Angebots-Nr. 28.393 / EUR  151. (c. US$ 165.) + Versand

Karl Dietrich Pirscher, Herzogl. Braunschweig. Gestüt Harzburg

Malerischer Harz

Pirscher, Karl Dietrich (1791 – Braunschweig 1857). Ansicht des Herzogl. Braunschweig. Gestüts Harzburg. Blick von einer Anhöhe auf die mittig gelegene Anlage nebst anschließenden und zurückgesetzten Ortsteilen vor malerischer Harzkulisse mit größerem Anwesen auf dem zurückgesetzten Berg ganz rechts. Auf den drei Gestütsweiden sechs (zwei galoppierende) Pferde. Ganz vorn zwei schwer bepackt ihren Weg nehmende Männer, begleitet von Hund + Jungen. Kolor. Kreidelithographie. Ca. 1830. Bezeichnet: Pirscher., ansonsten wie vor. 30,5 x 40,2 cm.

DAS SELTENE BLATT

im KÜNSTLER / VERLAGS – KOLORIT der VORZUGS-AUSGABE

(die Ordinärabzüge in Schwarz/Weiß) von malerischer Schönheit, wie hier ebenso zuletzt für 1977 am Markt nachweisbar, wobei es sich um das nun hiesige Exemplar handeln dürfte. – Die rückseitige Stockigkeit bildseits praktisch nur im 2-2,5 cm breiten weißen Rand aufscheinend.

Angebots-Nr. 28.917 / EUR  1150. / export price EUR  1093. (c. US$ 1192.) + Versand

Niederländische Schule - Landschaft mit den drei Landleuten beim Fuderladen

Sommerzeit — Erntezeit

Niederländische Schule – Landschaft mit den drei Landleuten beim Fuderladen. Auf dem Feld im Vordergrund die Hocken auf einen 2rädrigen Einspänner ladend. Die das Feld umschließende niedere Waldung hinten rechts absinkend und den Blick freigebend auf die Ebene mit breitem, von Segelboot befahrenem Fluß und einem Dorf am anderen Ufer. Reich abgestufte Tuschzeichnung in Grau über schwarzer Kreide. Niederländische Schule. Ca. 1700. 217 x 354 mm. – Minimal stockig.

Provenienz: Dr. Carl Robert Rudolf, London, dessen Versteigerung Amsterdam 1977 („hatte ein bemerkenswertes Auge für Qualität“). Rückseits dessen Sammlungs-Stempel Hahn auf Schildkröte, Lugt II, 2811 b.

Fein durchgeführte Arbeit von malerischer Bildwirkung ,

deren Qualität für die Hand ihres Meisters bürgt .

Angebots-Nr. 15.486 / Preis auf Anfrage

Jean François Albanis de Beaumont, Veste Ehrenberg

Im Ausserfern

Ehrenberg (Ernberg) / Lech – The Barriere at the Castle of Ehremberg. Alpen-Massiv mit Schloß Ehrenberg im Mittelpunkt. Rechts das Hohe Schloß, links am Fuße des Falkenbergs verstreut liegende Gehöfte sowie ganz vorn ein sein Fuder heimfahrender Landmann. Sepia-Radierung von Cornelis Apostool (1762 Amsterdam 1844) nach Jean François Sir Albanis de Beaumont (Chambéry 1755 – 1812). 1792. Bezeichnet: A. Beaumont del. / C. Apostool sculp. / Published as the Act directs Jany 1. 1792. by T. & G. Egerton Whitehall, for the Author, Titel wie vor. 31,6 x 44,7 cm.

Besonders feine Berglandschaft im prächtigen Ursprungs-Kolorit

der einstigen Veste Ehrenberg – seinerzeit stärkste Befestigungsanlage des Ausserfern, bestehend aus Ehrenberger Klause, Festung, Hohem Schloß und Hochschanz (Fort Claudia) – am Lech an der Straße von Füssen nach dem Oberinntal, der alten Via Claudia Augusta und Salzstraße, an der nördlichen Grenze Tirols. – Breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe auf festem Whatman-Papier.

Angebots-Nr. 15.244 / EUR  890. / export price EUR  846. (c. US$ 923.) + Versand

Jean François Albanis de Beaumont, Veste Ehrenberg

– – – Dasselbe als Aquatinta von Apostool in Braundruck. 1792. Bezeichnet: A. Beaumont del. / C. Apostool sculp. / Published as the Act directs Jany 1. 1792. by T. & G. Egerton Whitehall, for the Author, Titel wie vor. 31,5 x 44,8 cm.

Besonders feine Berglandschaft in breitrandigem Abdruck der 1. Ausgabe auf festem Whatman-Papier.

Angebots-Nr. 15.245 / EUR  670. / export price EUR  637. (c. US$ 695.) + Versand

Haine's Falls, Catskill Mountains, New York

Haine’s Fall , Catskill Mountains

Hudson River School – Momberger, William (Wilhelm M.; Frankfurt/Main 1829 – Morrisania, New York, nach 1888). Haine’s Fall, Catskill Mountains. Mit figürlicher Staffage. Kolor. Stahlstich von Joseph Ives Pease (Norfolk, Connecticut, 1809 – Twin Lakes, Connecticut, 1883). Bezeichnet: From the Original Drawing in the possession of the Publishers / Wm. Momberger / Entered according to act of Congress AD 1869 by W. Pate & Co. in the clerks office of the district court of the southern district of New York. / J. Ives Pease / William Pate & Co. New York / G. P. Putnam & Sons, ansonsten wie oben. 37 x 24,5 cm.

Momberger, Sohn eines Frankfurter Kaufmanns, studierte neben einer Lehre als Chromolithograph Zeichnen und Malen bei Jakob Becker – „Seine Tätigkeit als Lehrer am Städelschen Kunst-Inst. ist von größter Bedeutung“ (Wolfgang Metternich, AKL VIII [1994], 166) – und erhielt 1847 den ersten Preis des Frankfurter Senates für eine Eigenkomposition auf Stein. Doch schon im Folgejahr mußte er auf Grund seiner Teilnahme an der 1848er Revolution in die Vereinigten Staaten emigrieren, wo er als Landschaftsmaler und Illustrator arbeitete, aber auch Vignetten für Banknoten entwarf.

Angebots-Nr. 14.591 / EUR  350. / export price EUR  333. (c. US$ 363.) + Versand

Simmler, Gartenfest Düsseldorfer Künstler

Düsseldorfer Kaisertage

Gartenfest der Düsseldorfer Künstler. Historischer Festzug durch lampion- und fackelerhellte Parklandschaft mit der von reichem Gefolge nebst Spielmannszug begleiteten Kaisergruppe im Mittelgrund im Rahmen der Düsseldorfer Kaisertage von 1877. Getönter Holzstich von H. Wagner nach Wilhelm Simmler (Geisenheim 1840 – 1914?). (1877.) Bezeichnet: H. Wagner sc. / WS (ligiert), ansonsten typographisch „Feest der Düsseldorfer Schilders“. 19,7 x 23,8 cm. – Aus der etwa gleichzeitigen holländ. Ausgabe. – Einzelne ganz schwache, bildseits nicht wahrnehmbare Stockflecken rückseits.

Angebots-Nr. 5.147 / EUR  98. (c. US$ 107.) + Versand

Carl Friedrich Karthaus, Siebengebirge mit Rolandswerth/Rolandsbogen, Nonnenwerth und Drachenfels/Wolkenburg

„Einer der 7 schönsten Blicke der Welt“

( Alexander von Humboldt )

Karthaus, Carl Friedrich (Wuppertal-Barmen 1852 – Potsdam 1928). Rheinlandschaft mit

Rolandswerth , Nonnenwerth und Drachenfels / Wolkenburg

Carl Friedrich Karthaus, Rheinlandschaft mit Rolandswerth/Rolandsbogen, Nonnenwerth und Drachenfels/Wolkenburg

gesehen von Rolandseck bei sich neigendem Sonnenlicht .

Mit dominantem Rolandsbogen samt vom Kölner Zuckerfabrikanten Joh. Jac. vom Rath (1792-1868) erbauten Turm + Rolandstempelchen. Vorn links das Hotel Rolandseck-Groyen – später sowjetische Botschaft; die Fassade seit 1981/82 Kulturdenkmal – vor dessen nördlichem Erweiterungsbau gegen Ende des 19. Jhdts. mit Figurinen auf der Straße. Zwischen Ufer und Insel Dampffähre, verstreut zurückgesetzt Segler. Öl auf Leinwand. Bezeichnet unten rechts: Karthaus (18)87. 47,5 x 65,3 cm. Schwarz eingefaßter 6,5 cm breiter Modellrahmen in 16,7karätigem Grün-Glanzgold-Antik.

Boetticher I/2 (1895), 677; Thieme-Becker XIX (1926), 576: „stellte 1886/92 auf der Berl. Akad. Ausst., 1893-1918 auf der Gr. Berl. Kunstausst., gelegentlich (1899, 1904) im Münchner Glaspal., 1921 auf der Ausst. ‚Potsdamer Kunstsommer‘ aus. Malte (worüber schon Boetticher nicht hinauskam) hauptsächlich nach Motiven aus Italien, Sizilien, Ägypten u. von der Insel Wight. Eine kleine Sonderausst. von Werken K.s fand 1906 bei Fritz Gurlitt in Berlin statt.“

Sein kraftvoller Vordergrund vor delikater Palette des zurückgesetzten Siebengebirges, einsetzend mit Drachenfels/Wolkenburg bei zunehmender Verfeinerung deren rückwärtigen/seitlichen Höhen bis hinunter zur Uferpartie, findet kein geringeres Vorbild als in Turner’s Intensität und Zartheit verknüpfendem Rolandswerth, Nonnenwerth und Drachenfels (Gouache/Aquarell von 1817, 19,5 x 30,3 cm als Pos. 4 1991/92er Ausstellungskatalogs der Tate Gallery Turner’s Rivers of Europe – The Rhine, Meuse and Mosel, mit Abbildungen SS. 65 + 99), wie von Cecilia Powell als für die Gruppe jener Arbeiten typisch angesehen. Gesehen übrigens mittig, offenbar von einem Boot aus, sodaß Nonnenwerth dicht am Ufer liegend erscheint und die Drachenfels-Partie nicht weit über die Wolkenburg hinausführt.

Und einmal in diesem Umfeld, haftet bezüglich Karthaus’ der Blick etwa auch auf Johann Martin von Rohden’s bleu-beigefarbenem Himmel und den mittig zurückgesetzten dunstigen Höhen seiner Ruinen der Hadriansvilla bei Rom von um 1796 (1976er Ausstellungskatalog der Hamburger Kunsthalle William Turner und die Landschaft seiner Zeit, Farbabbildung XXVII). Womit sich der Kreis schließt und wir eine Malerei vor uns haben, die ihrer Qualität wegen betrachtet werden und erfreuen will. Und an die Nonchalance erinnert, mit der zu allen Zeiten über Namen nachbetend geurteilt wird.

Denn von der Kunsthistorie vernachlässigt und solchermaßen in seinen Meriten auch seitens des Marktes meist unerkannt und herdtriebgemäß unhonoriert, steht auch der von der Literatur als Berliner Landschaftsmaler geführte Karthaus – sein Grab innerhalb der Familiengrablege des Kommerzienrats Johann Carl K. (Barmen 1806? – Berlin 1883) auf dem als Gesamtkunstwerk unter Denkmalschutz stehenden Alten St. Matthäus-Kirchhof in Schöneberg – für Jacob Burckhardts résumé per Vortrag vom 21. Februar 1881:

„ Das Jagen nach berühmten Namen hat überhaupt seine großen Schattenseiten; es wäre eigentlich richtiger,

die Bilder um ihrer Schönheit willen zu lieben .“

Auf dem Ursprungs-Keilrahmen. – Erhaltensmäßig rundum schön mit nur kaum störender leichter Verfärbung in der Himmelspartie oben rechts. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.864 / Preis auf Anfrage

– paß- und zeitgerechter prachtvoller schwerer vergoldeter Historismus-Stuckrahmen

Angebots-Nr. 16.027 / EUR  1200. / export price EUR  1140. (c. US$ 1244.) + Versand

Bullard Rock, Virginia

Eggleston Palisades , Virginia

Beyer, Eduard (Rheinland ca. 1820 – München 1865). Bullard Rock on the New River near the New River White Sulphur Spr. Giles County Va. Blick über die Flußbiegung auf die unterhalb von Eggleston gelegenen mondbeschienenen Felsen. Auf dem Wasser bzw. gerade zu Wasser gebracht 2 Kanuten zu nächtlichem Harpunieren der durch die Feuer im Bug angelockten Fische. Mit olivgrüner Tonplatte gedruckte kolorierte Lithographie. Bezeichnet: Taken from Nature by Ed. Beyer. / Entered according to Act of Congress in the year 1857 by Ed. Beyer in the Clerks Office of the District of Virginia. / Rau & Son, Lith. Dresden. sowie Serientitel, ansonsten wie oben. 35,5 x 50 cm.

Aus dem „Album of Virginia“ und dessen einziges Nachtsujet. – Der seinerzeitige Name zurückgehend auf den örtlichen Prediger Dr. Chester Bullard als dem Erstbezwinger des höchsten Punktes. Erzähltermaßen predigte er mit Stentorstimme von der Spitze der etwa 80 Meter hohen Felsen seiner am gegenüberliegenden Ufer versammelten Gemeinde. – Stockfleckig und etwas wasserrandig, doch ohne Bildbeeinträchtigung.

Beyer, um 1848 nach Amerika emigriert, lebte seit 1854 für etwa 2 Jahre in Virginia und kehrte 1857 nach Deutschland zurück:

„ B. schuf Landschaftsansichten von Virginia, die 1858, zu einem Album zusammengefaßt, als Lith. erschienen. Sie haben v. a. die wilde Bergwelt der Region zum Motiv und thematisieren in pittoresker Weise die Macht der Natur über den Menschen “

(Allgemeines Künstler-Lexikon X, 334).

Angebots-Nr. 14.592 / EUR  460. / export price EUR  437. (c. US$ 477.) + Versand

Paris, Louvre et Seine

Paris dans sa splendeur

Le Louvre et la Seine. Vue prise du Pont-neuf. Am linken Ufer das Collège des Quatre Nations (Collège Mazarin, Palais de l’Institut), seit 1805 Tagungsort der Académie française und durch den reich belebten Pont des Arts mit dem Louvre verbunden. Vorne links wohl die Spitze der Île de la Cité mit Ausflugspavillon, auf der Seine Lastkähne. Figürl. Staffage auf den Quais de Conti + du Louvre. Lasiert kolor. Lithographie von Aubrun nach Philippe Benoist (Genf 1813 – um 1905). (1857-60.) Bezeichnet: Nantes, lith. Charpentier, Edit. – Paris, quai des Augustins, 55. / 59 / Ph. Benoist del. Aubrun lith., ansonsten wie vor. 26,5 x 36 cm.

PARIS DANS SA SPLENDEUR LIX („dokumentarisch bedeutende Lithographien-Serie“). – Auf leichtem Karton.

Angebots-Nr. 14.533 / EUR  270. / export price EUR  257. (c. US$ 280.) + Versand

Alfred Eichhorn, Inselwelt (Formentera)

Formentera Abstrakt

Eichhorn, Alfred (St. Valentin 1909 – München 1972). Inselwelt. Farbserigraphie. Ca. 1964. Bezeichnet in Bleistift: 29/100 / Eichhorn. 60 x 45,5 cm.

Seit 1944 befreundet mit und wesentlich beeinflußt von Willi Baumeister, mit dem er die Eidos-Presse sowie die Edition von Darmstadt gründete.

„ Eichhorns ‚Inselbilder‘, im Münchner Atelier nach Skizzen gemalt, sind abstrakte Niederschriften in kraftvoller Farbigkeit von Eindrücken aus verschiedenen Aufenthalten auf der

Balearen-Insel Formentera “

(Dankmar Trier, AKL 32, S. 501).

Angebots-Nr. 14.169 / EUR  404. / export price EUR  384. (c. US$ 419.) + Versand

Horst Janssen, Backhuysen grüßt Stubbe

Segelzeit mit Backhuizen + Janssen

Janssen, Horst (1929 Hamburg 1995). Holländische Herrenjacht mit geblähten Segeln, großer Flagge am Spiegel + Wimpel am Mast auf bewegtem Wasser. Links seitlich von dieser eine kleine andere. Am Ufer winziger Angler. Kaltnadelradierung in Blau + Schwarz. Hs. signiert, ebenso in der Platte und dort ansonsten bezeichnet: Backhuizen grüsst Stubbe / zum 7. 6. 1988 Liebster alter Freund Wolf Stubbe – ich habe heute so gar keine Lust auf A. Waterloo (-) aber dies von Herzen. 23,1 x 14,2 cm.

Kruglewsky 97. – Trockenstempel Griffelkunst. – Auf Japanbütten. – Herrlicher gratiger Druck mit schönem Plattenton und dem vollen Rand von 1,9-3,2 cm.

„ Im Jahre 1988 inspirierte Backhuysen den Hamburger Zeichner Horst Janssen zu zahlreichen Varianten seiner Motive … “

(Gerlinde de Beer, Ludolf Backhuysen, Sein Leben und Werk [2002], S. 222).

Angebots-Nr. 28.603 / EUR  390. / export price EUR  371. (c. US$ 405.) + Versand

Jean François Albanis de Beaumont, Brennerpaß

Der Brenner

Brenner – The Summit of the Brenner Mountain. Der Aufstieg zum Brennerpaß nördlich von Gossensaß zur Paßhöhe. Im Vordergrund links der in Stufen herabstürzende Eisack, zur Rechten windet sich die berühmte große Römerstraße, im Mittelalter Kaiserstraße genannt, zum Paß hinauf, hier im Bild benutzt von Wanderern und Reitern. Im Hintergrund Kreuzjoch. Aquatinta von Cornelis Apostool (1762 Amsterdam 1844) in Braundruck nach Jean François Albanis de Beaumont (Chambéry 1755 – 1812). 1792. Bezeichnet: A. Beaumont delin. / C. Apostool Sculp. / Published as the Act directs, Jany. 1. 1792. by T. & G. Egerton, Whitehall, for the Author, Titel wie vor. 31,8 x 44,9 cm.

Egg 184 + Tafel 120. – Interessante Darstellung des Brenners im breitrandigen Abdruck der 1. Ausgabe auf festem Whatman-Papier.

Angebots-Nr. 15.243 / EUR  670. / export price EUR  637. (c. US$ 695.) + Versand

Paul-Émile Colin, Sonntag auf der Marne

Sonntag auf der Marne

Colin, Paul-Émile (Lunéville 1867 – Bourg-la-Reine/Seine 1949). Sonntag auf der Marne. Farb-Holzschnitt in Schwarz, Blau und Gelb. (1903.) 27,3 x 36,2 cm.

Clément-Janin 55. – Hrsg. per Jahresmappe 1903 v. d. Gesellschaft für vervielfältigende Kunst in Wien als international ausgerichteter, experimentierfreudiger Speerspitze für die Künstler des Symbolismus, Expressionismus und der Secession. – Typographische Unterrandbezeichnung in Blau: „Sonntag auf der Marne“. Farbiger Originalholzschnitt von Paul Colin. / Verlag der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Wien. – Auf bis zu 10 cm breitem dünnen Karton. – Hinterlegte Randeinrisse.

Angebots-Nr. 14.571 / EUR  225. (c. US$ 245.) + Versand

Wer könnte dies jemals träumen?

Landschaftserlebnis Tirol

Savery, Roelant (Kortrijk 1576 – Utrecht 1639). Die zu weiter schiffbarer Talferne abfallende große Gebirgslandschaft. Mit dem von Waldkulisse gesäumten, in Kaskaden in die Tiefe stürzendem Wildbach „vorbei an einem Hüttenwerk und einem von einem (recte zwei) Wasserrad angetriebenen Hammerwerk bei einer Kupfer- oder Eisenschmiede. Die Landschaft erinnert an Gegenden westlich von Salzburg im Pinzgau und im Gebiet von Viehhofen. Die Felspartien ähneln denen der unteren Krimmler Wasserfälle“ (Kurt J. Müllenmeister). Als kleine Nebenszene unten links außen der in seiner Grotte in einem Buch lesende Hl. Hieronymus mit dem Löwen als Vorgriff zu Späterem. Auf dem von Ortschaften gesäumten Flußlauf Boote + mehrmastige Segler. Radierung/Kupferstich von Isaac Major/Mayor (Frankfurt/Main 1588 – Wien nach 1642). Bezeichnet innerhalb des Bildes auf einem Stein unten linksaußen unterhalb des Löwen: Roeland Savery Pinxit / Isaac Maior sculpsit / Viennæ Austr. 1622. Blattgröße 53 x 70,4 cm.

Joaneath Spicer, Roelandt Savery and the ‚Discovery‘ of the Alpine Waterfall in Rudolf II and Prague, The Court and the City, 1997, SS. 146-156; Thieme-Becker, Major, XXIII (1929), 580 (Hauptblatt); Weigel, Kunstkatalog/Major, I (1838), 451 ( „Die grosse Capitallandschaft mit dem h. Hieronymus … Alter Abdruck. Qu. Imp. fol.“ ); Nagler, Major, VIII (1839), 201, 1 ( „… das Hauptblatt des Künstlers; 1622 mit ausserordentlichem Fleisse ausgeführt … Es gibt alte [wie hiesiger] und neue [partieweise ganz sichtbar schwache] Abdrücke von der Platte … J. Wagner hat dieses Blatt von der Gegenseite copirt.“ ); Nagler, Savery, XV (1845), 48 ( „Eine ziemliche Anzahl von Gemälden dieses Meisters sind auch im Stiche bekannt, und darunter nennen wir vor allem die grosse Hochgebirgslandschaft zur Linken mit malerisch geformten Felsen, Wasserfällen, Eisenhämmern und weiter Thalferne und vorn der heil. Hieronymus, gestochen von Isaac Maior, Viennae 1622.

Dies ist ein kostbares Hauptblatt der älteren Manier …“ );

Wurzbach, Savery, II (1911), 563, 2 ( „Hochgebirgslandschaft mit Eisenhämmern …“ ). – Im Gegensinn geschaffene

zeitnahe , besonders kompetente Wiedergabe

im Originalformat

des Savery-Öls von 1606 in Petersburg (Ermitage, Inv.-Nr. 5584; Müllenmeister [1988] 241; Kupfer, 54 x 72 cm) und damit aus den ersten Jahren des Arbeitens in Öl, gestochen von dem als Prager Savery-Schüler mit dem Œuvre besonders vertrauten Major, dessen malerisches Schaffen alsbald hinter dem des Kupferstechers zurückblieb, in welchem Fache er sich bei keinem Geringeren als dem dort wirkenden kaiserlichen Hofkupferstecher Egidius Sadeler II (Antwerpen 1570 – Prag 1629; „Das bedeutendste Mitgl. der [Sadeler-]Familie. Auch Maler … Einer der besten Stecher der Zeit“, Th.-B.) vervollkommnete, in dessen Haus er lange wohnte.

Savery seinerseits stand von 1604-1612 als Kaiserlicher Kammermaler im Dienst des überragend kunstsinnigen Rudolf II.

„ Als Savery 1604 nach Prag kam, stand ihm der phantasievollste und fruchtbarste Teil seiner Entwicklung bevor … Im Auftrag Rudolfs II.

bereiste Roelant zwischen 1606 und 1608 Tirol .

Diese Reise hinterließ bleibende Eindrücke in seinem gezeichneten und gemalten Œuvre und beeinflußte den Künstler in entscheidendem Maße. In zahlreichen phantasievollen Landschaften, zum Teil mit außerordentlich bizarren, jedoch gleichzeitig

naturnahen Ansichten von Tirol

und mit Erlebnissen naer het leven, hat Savery diese Reise in seine Kunst einfließen lassen … Ihre Naturnähe ist unübertroffen … Die Jahre in Prag … bedeuteten für Savery eine Zeit ungebundener Tätigkeit, Reisen undvolle Entfaltung zu einem der bedeutendsten Künstler seiner Zeit “

(Kurt J. Müllenmeister im Ausstellungskatalog Roelant Savery in seiner Zeit, Köln/Utrecht 1985/86, SS. 32 ff.).

Eben dieser Zeit entstammt anstehende Gebirgslandschaft , stehend für

„ das Landschaftserlebnis Tirol “ ,

für die „wilde , ursprüngliche Kraft“ jener frühen Jahre.

Tonige, in allen Nuancen herrlichste Druckqualität und auch erhaltensmäßig gesamthaft adäquat sehr schön vorliegend, wie bei diesen Übergrößen alles andere als selbstverständlich. Eigens zu vermerken der Beschnitt auf Bildkante und geglättete Horizontal- + Vertikalfaltung, erstere bildseits nicht, letztere nur wenig bemerkbar und nur diese im rückseitigen Gegenlicht hier und da auch etwas dünn bis hin zu drei minimal(st)en Löchlein und solchermaßen vorsorglich als Ganzes säurefrei (Filmoplast) verstärkt. Versorgt ebenso ganz vereinzelte wie kleine Randeinrisse. Rückseitiger Oberrand mit drei 3-4 x 2-3 cm messenden Papierresten von früherer Auflage auf Untersatzkarton. Solchermaßen aber

großartig durch und durch . Und fascinierend imperial .

Angebots-Nr. 16.083 / Preis auf Anfrage

Lorenz Ekeman Allesson, Birke

Skandinavische Impressionen

Ekeman Allesson, Lorenz (Malmö 1790/91 – Stuttgart 1828). Birke. Malerischer bildhoher Solitärbaum in leicht hügeliger Landschaft mittig an einem Wege, stimmungsreich benachbart zwei abgebrochenen Stämmen, sparsamem niederen Baumbewuchs und vorn rechts einer höheren Blattpflanze. Kreide-Lithographie. (1819.) Bezeichnet: L. Ekeman del. / 8. 32 x 22,6 cm.

Winkler 11/8. – INKUNABEL DER LITHOGRAPHIE auf Papier vélin, wie um 1750 von Baskerville erfunden und seit 1783 auch in Deutschland hergestellt, auf dem „viel feinerer Druck erzielt werden (konnte) als auf geripptem“ (Bütten; Löffler-Kirchner III, 486). – LYRISCH-FEINES BLATT .

Mit feinem Rändchen um die Einfassungslinie, deren Druck an der linken Oberkante 5 bzw. 6 cm aussetzt und am Unterrand tlw. etwas zart ist. Der Beschnitt hier denn auch unmittelbar unterhalb der Signaturzeile. Mittig derselben zudem eine äußerste Randgräser wie auch die 8 minimal tangierende kleine Papierläsur.

Angebots-Nr. 15.621 / EUR  290. / export price EUR  276. (c. US$ 301.) + Versand

Thale, Hubertus-Bad

Heilbad Hubertusbad/Thale

Hubertus-Bad (jod- und bromhaltige Kochsalzquellen), Das. Spiegel’s Hotel am Eingange des Bodethals unter der Roßtrappe bei Thale im Harz. Gartenansicht vor der schönen Bergkulisse mit zahlreichen, teils noch promenierenden Gästen, deren einige die Getränkekarte studieren. Während die Damen ihren Kaffee trinken, sitzen die Herren durchweg beim Wein. Kolor. Lithographie. Ca. 1850. Bezeichnet. 27,9 x 32,1 cm.

Mit der Adresse der Herzogl. Hof-, Stein- und Buchdruckerei in Ballenstedt. – Unbeschadet gesamthafter Zeitspurigkeit erwerbenswürdiges, zumal sehr seltenes Blatt, da die Mängel (knitterig, leicht stockfleckig, der rechte Rand indes ziemlich stark und mit ins Bild auslaufendem schwachen Wasserrand) im Bild selbst nur minimal zutage treten. Im übrigen breitrandig und in frischen, frühlinghaften Farben.

Angebots-Nr. 12.579 / EUR  404. / export price EUR  384. (c. US$ 419.) + Versand

Passaic Falls

Passaic River , New Jersey

Passaic Falls, Source of the. Mit Figurenstaffage. Kolor. Stahlstich. 1831. Bezeichnet: Engraved & Printed by Fenner. Sears & Co., ansonsten wie vor. 12,5 x 17 cm.

Angebots-Nr. 14.562 / EUR  65. (c. US$ 71.) + Versand

Gustav Kampmann, Greifenberg/Ammersee

Dämmerung

Kampmann, Gustav (Boppard 1859 – Godesberg 1917). Greifenberg / Ammersee. Im Vordergrund Feldlandschaft mit Bäumen, leicht im Hintergrund die Ansicht des Dorfes. Weißgehöhte Kreidezeichnung auf Karton. Bezeichnet: GK. (ligiert) / Greifenberg / 2. Mai (19)10. 296 x 398 mm.

Thieme-Becker XIX, 510; AKL LXXIX (2013), 238 f. – Schöne, durchgeführte Arbeit und auch vom Thema der Wertung Thieme-Beckers bezüglich der Gemälde entsprechend:

„ … durch ihre ruhig schlichte, dekorative Auffassung und eine eigenartige, schwermütige Grundstimmung, die nicht zuletzt durch den Verzicht auf figürliche Staffage erreicht wird. Der Blick für die Weite und Flächigkeit der Landschaft und eine ausgesprochene Vorliebe für die Darstellung von

Nebel- oder Dämmerungsstimmungen

und monderhellten Nächten macht die Meisterschaft Kampmanns in der Schilderung der süddeutschen Landschaft aus … “

Angebots-Nr. 16.109 / EUR  980. / export price EUR  931. (c. US$ 1016.) + Versand

Aert van der Neer, Flußlandschaft bei Mondlicht

Flußlandschaft bei Mondlicht

Neer, Aert van der (Gorinchem 1604 – Amsterdam 1677). Flußlandschaft bei Mondlicht. Mit etlichen Schiffen, darunter – gleich vorn – Fischerboot. Beidseits ein Dorf. Aquatinta in Braundruck von Cornelis Apostool (1762 Amsterdam 1844). Bezeichnet: AV DN (im Bild unten rechts) / A. Vander Neer. / C. Apostool. / Published Novr. 1792. 20,7 x 26,4 cm.

Spiegelbildlich zu Schulz 540 („Authentic“, 46 x 69,5 cm, auf Holz, Farbtaf. 44 + Abb. 205), seinerzeit im Besitz Mr. Broderip’s. – Seltenes Blatt. – Im breiten weißen Platten- (im unteren und rechten nur wenig) + Papierrand schwach, doch durchgängig stockfleckig. – Beiliegt zugehöriges Textblatt.

„ Motive aus den Amsterdamer Fluß- und Kanallandschaften bei Mondlicht sind frei komponiert und zeichnen sich durch eine

besonders poetische Natureinfühlung

und Lösung des Lichtproblems aus; sie vermitteln immer den Eindruck größter Natürlichkeit … “

(Walther Bernt, Die niederländischen Maler des 17. Jahrhunderts, Bd. 2 [3. Aufl., 1969]).

Angebots-Nr. 15.535 / EUR  370. / export price EUR  352. (c. US$ 384.) + Versand

Ludwig Dill, Sommernacht am Posilipp (Neapel)

Sommernacht am Posilipp

Dill, Ludwig (Gernsbach, Baden, 1848 – Karlsruhe 1940). Sommernacht am Posilipp. Blick aus von antiken Figurinen belebtem Garten über die Bucht auf die erleuchtete Stadt. Vorn links der auslaufende Bergrücken des Posilipo (Pausilippo) im südwestl. Stadtgebiet, trennend Neapel von den Phlegräischen Feldern. Unterhalb desselben vier Boote, davon drei unter Segel. Getönter Holzstich von Bernhard Cichorius (letzte Erwähnung 1900) bei Adolf Closs, Stgt. (1876.) Bezeichnet: X. I. v. A. Closs / B. Cichorius s(c), ansonsten wie vor. 19,3 x 24,7 cm.

„Der Berg ist bis zu seinem Gipfel mit Landhäusern, Wein= und Obstgärten und überhaupt mit der üppigsten Vegetation bedeckt … Die Höhe des Bergs liefert eine wundervolle Aussicht“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., XIII, 271). – In silbriges Licht getauchte schöne Mondlandschaft mit dem vollen Mond rechts zwischen den Bäumen.

Angebots-Nr. 10.317 / EUR  92. (c. US$ 100.) + Versand

Lebadang, Barken im Dschungel

Barken im Dschungel in Fernost

Lebadang, Hoi (Bich-La-Dong, Dorf am Huong in Quang-Tri, Provinz Hue, Vietnam, 1921/2 – Paris 2015). Barken im Dschungel. Farb-Lithographie. (1969.) Bezeichnet in Bleistift: épreuve d’artiste / Lebadang. 54 x 41,8 cm.

Entgegen seinen Barques en Orient von 1960 kehrt Lebadang mit vorliegender Arbeit zu seinen ersten Einflüssen zurück. – Blau, Gelb, Rot, Braun, Schwarz auf dominierendem Grün. – Erste Studien in Quang-Tri und Hue. Seit 1939 in Frankreich. 1944 Académie des Beaux-Arts, Toulouse. 1948 Paris. Seit 1950 zahllose internationale Ausstellungen, ganz besonders in USA.

Angebots-Nr. 16.135 / EUR  1100. / export price EUR  1045. (c. US$ 1140.) + Versand

Mondschein am Fluß

Neer, Aert van der (Gorinchem 1604 – Amsterdam 1677). Flußlandschaft bei Mondschein. Auf dem von vorn links kommenden und rechtwinklig breit ausufernd in die sich verjüngende Ferne des Mittelgrunds führenden Fluß zahlreiche Fischerboote und -kähne, darunter ein oder zwei größere mit gesetzten Segeln am Ufer. Darüber ziemlich hoch der sich im Wasser zwischen Schilf- und Schwertlilienpoussoir spiegelnde volle Mond mit Hof. Zu den Seiten Uferlandschaft, links unter hohem Baumbestand drei reetgedeckte Katen. Reich die übers ganze Bild verteilte Figuration jedweder Größe an Land und in den Booten, teils einschlägig beschäftigt, so der Fischer im Kahn ganz vorn rechts mit seinen Fischreusen. Öl auf Eichenholz. 45,6 x 63,2-63,4 cm. In aufgefrischtem Modellrahmen von wohl um 1920.

Provenienz

Sammlung Otto Wilhelm Maas, Frankfurt

evt. Versteigerung Ffm., „In dem Senckenbergischen Stiftungshauss“, 1. Oktober ff. 1788

Versteigerung Graf Fürstenberg, Bonn, und andere

Köln, Heberle, 6. August 1877 (Lugt 37639), Nr. 85

Sammlung H. W. Zingel, Wiesbaden

deren Versteigerung Ffm., Bangel, 20. April 1909 (Lugt 67465), Nr. 175

Werner Zabel

(Prof. Dr. Werner Zabel, 1894-1978, ?)
Rückseits mit wohl Zimmermannsstift „Werner Zabel / Aert van der Neer“

Literatur

Cornelis Hofstede de Groot, Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des 17. Jahrhunderts, Bd. VII (1918), Nr. 421 („Mondscheinlandschaft mit einem Kanal“);

Wolfgang Schulz, Aert van der Neer (2002), Nr. 778 („Canal Landscape by Moonlight with Boats / Verbleib unbekannt“);

Beide ohne Sichtung des Originals oder einer Abbildung.

Fredo Bachmann, Aert van der Neer, 1603/04-1677 (1982); Die Herkunft der Frühwerke des Aert van der Neer in Oud Holland LXXXIX (1975), 213 ff.; Aert van der Neer als Zeichner (1972).

Nach Ausführung und dendrochronologischem Gutachten vom 13. 7. 2006 durch Prof. Dr. Peter Klein, Universität Hamburg, Zentrum Holzwirtschaft, nicht vor 1673:

„ Dreiteilige Eichenholztafel … Raum Westdeutschland/Niederlande … frühestes Fälldatum … ab 1671 … Eine früheste Entstehung des Gemäldes wäre … ab 1673 denkbar. “

Auf drei horizontalen Elementen von 13,9 , 15,2 + 16,5 cm bei originaler Abkantung der Außenränder von 3-7 cm auf bis zu 5-6 mm und tadelloser Planlage. – Rückseits alter Katalogausschnitt („Aart van der Neer, Mondscheinlandschaft … Reich componiertes Bild, in der Weise des Meisters, vorzüglich ausgeführt. Dasselbe stammt aus der Collection Maas in Frankfurt“). Das ursprünglich volle Format des an den Rändern abgebröselten Klebezettels im Holz klar sichtbar. Des weiteren mit breitem Wachs- oder Kreidestift groß von oben links diagonal runter gegen Mitte zu „261“ als der Label-Numerierung, in der Schlußziffer partiell vom Zabel’schen Besitzvermerk überschrieben.

Stimmungsreiches Bild ,

kompositorisch wie koloristisch mit allen Merkmalen

einer van der Neer’schen

„ vom Licht durchdrungene(n) Mondnacht “

wie erst in den 50ern gelungen, dabei frei von der wieder zunehmenden Schwärze „wie (bei) viele(n) Werken aus den späten Jahren“ (Bachmann, 1982, SS. 47 + 142 ) und nur mit dem Schieter als anekdotischem Zugeständnis an eine neue Gegenwart bis hin zu dessen provokativem Blickkontakt zum Betrachter und überdies

„ ein gutes und tadellos erhaltenes Gemälde “

wie im Falle van der Neer’s ein Absolutum für sich. – Siehe auch die ausführliche Dokumentation.

Angebots-Nr. 14.800 / Preis auf Anfrage


“ Thank you so much for your great packing and prompt service. I look forward to do more business with you in the future. Warmest regards, ”

(Mr. J. G., February 21, 2003)