English

Junius
Ridinger, Rehbock (Ausschnitt)
Rehbocksmonat

Weil vor Ende dieses Monats,
da wenigstens,
wo die Aasjägerey nicht herrschet,
in der Regel noch nichts,
als etwa ein Rehbock
geschossen werden darf

L. C. E. H. F. Wildungen, Jägerkalender
(Weidmanns Feierabende II [1816], SS. 100 f.)

Ridinger, Rehbock

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Rehe-Bock. Dunkelfarbig in leichter Sprungstellung nach links, doch mit Blick auf den Betrachter stutzend. Kolor. Radierung/Kupferstich. Bezeichnet: CAPREOLVS. / Rehe-Bock. / Chevreuil. / Familia II. Zweÿhufige. / Ridinger fec. 30,9 x 20 cm.

Thienemann + Schwarz 1020. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen , unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und anders betitelten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

„ Dieses Thier kann man nicht ohne Verwunderung betrachten, da es eine ganz besondere Leichtigkeit im Laufen und Springen besitzet. Anfänglich zwar, wenn es schnell über etwas erschickt, steht es ganz verwirrt, allein besinnt sich sehr bald wieder und alsdann haben die besten Windhunde genug zu thun sie in ihrem schnellen Laufen und Springen einzuholen. In dem ersten Kupfer ist ein Rehbock in seiner dunklen Farbe, die er meistentheils zur Winterszeit hat, vorgestellet … Ihre Brunft fällt in den December, die Weibgen oder Rehziegen tragen zwanzig Wochen und haben gemeiniglich zwey, auch zuweilen drey Junge … Sie werfen ihr Gewichte im November und setzen es in drey Monaten vollkommen wieder auf … “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. I, S. 17, in Kopie beiliegend).

Mit Wz. Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig (Typ Heawood 64/Churchill 428) als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen der feinen Illumination“ für die kolorierten Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 2-3,3 cm, unten 5,3 cm breitrandig. – Über dem Nacken des Bocks kaum merklich von rückseits durchschlagender Braunfleck, ein etwas stärkerer kleinerer bildseits nicht wahrnehmbar.

Angebots-Nr. 15.892 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 612.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Rudel Rehwild

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ein Rudel Rehwild. Ein rufender Bock mit drei Ricken nebst Kitz. Getönte Lithographie von Hermann Menzler im Druck v. A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. H(sic!). Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 32 x 22,8 cm.

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album II/2. – Vgl. Thienemann 194. – Aus dem als 2. Abteilung geführten „Album interessanter Hatzen- und Gruppen-Bilder“. – Die gesamte, nahezu literaturunbekannte seltene Suite 80 Blatt zuzüglich eines neuerdings aufgetauchten illustrierten Titels weit größeren Bildformates (47,5 x 36 cm) umfassend, doch praktisch nur peu à peu complettierbar. In der Bildwirkung der von Ridinger als Ganzes nicht mehr angewandten Aquatintamanier entsprechend. – Auf festem breitrandigen Papier. Unten ganz minimal farbrandig.

Hiesiges Sujet die Rehgruppe auf dem Felsen links oben des herrlichen, großformatigen Blattes „Ein Sprung Rehe“, Th. 194, aus der Suite „Beschreibung und Vorstellung der wilden Thiere“ vor verändertem Hintergrund wiedergebend. – Gerade hinsichtlich dieser Abwandlung eine

Sammlungsbereicherung allerersten Ranges .

Angebots-Nr. 12.309 / EUR  322. / export price EUR  306. (c. US$ 334.) + Versand

Vier Rehbocksgewichte, geschossen in Hohenlohe

Hohenloher Böcke-Schießen

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). No. 1 Dises Rehe-Bocks Gewichtel ist gantz ineinander gewachsen, das man nicht durchsehen kan. No. 2. Diser Rehe-Bock hatte zwischen beyden Rosen ein Gewæchse wie eine Morchel, so besonders in die Hirnschale gewachsen war und hatte eine lange Wurzel, das man es herausnehmen und wider in die Cavitet stecken konte, unter den Rosen waren auch 2. Rosenformige Knöpfe knapp ein paar Meßerrucken hoch, alle dise Reh-Böcke sind in dem Hohenloischen nach und nach geschoßen worden. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Aufgewalzte Photographie von Johann Laifle (aktiv nachweisbar Regensburg 1865 – um 1900). (1865.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et exc. A. V. / Martin El. Ridinger sculpsit., ansonsten wie vor + auf dem Montagekarton: 37. / Photographirt von J. Laifle. / Verlag von A. Coppenrath in Regensburg. Photogröße 16 x 12,9 cm, Kartonformat 32,7 x 24,8 cm.

Blatt 37 der in 5 Lieferungen erschienenen 50blätt. Laifle-Folge als Blatt 78 der Wundersamsten Hirsche, Th. 320. Die bibliographische Literatur kennt einzig die 1. Lieferung des Albums. – Für die Zeichnung in schwarzer Kreide siehe Sammlung Coppenrath Abt. II (1889), Pos. 1925. – Auf eiweißüberzogenem Papier, sprich,

Albumin-Abzug „von hohem Glanz … (der) die feinsten Details wiedergibt“

(Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., XIII [1889], Seite 17, doch erst für ein Vierteljahrhundert später als Standard vermerkend). Dies im Gegensatz zu den mit Stärke überzogenen und damit eine stumpfe Bildwirkung bedingenden zuvor üblichen Papieren, die somit dem Anspruch des großen Ridinger-Sammlers Coppenrath nicht gerecht werden konnten. Und Danuta Thiel-Melerski 2006:

„ Die ersten Fotografien auf Albuminpapier waren so dünn ,

dass man sie auf Pappe aufkleben mußte .“

Wie denn auch hier. Seitens Johann Laifle’s „Photographische(r) Anstalt für Portraits und Landschaften“ in Regensburgs Klarenanger No. 2. Dessen Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt – hier komplett aufliegend in Vitrinen-Exemplar – vermutlich sowohl die früheste Laifle-Werkgruppe als auch

das früheste Ridinger’sche Photographicum

überhaupt und solchermaßen eine Sammlungsbereicherung reizvollster Art darstellt.

Angebots-Nr. 15.690 / EUR  98. (c. US$ 107.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Der Rehebock und Geiss

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Rehebock und Geiss sind im andern Iahr zur Brunfft tüchtig. Die Iunge, deren sie zwey haben, werden Kize genennt. Deren sechs jeglicher Art + jeglichen Alters – vorn links in behaglicher Ruhe schreiender 6-Ender, hinter ihm die stehende Geis mit saugendem Kitz, rechtsseits das zweite Kitz, Jungricke + aufgeregter Jungbock – in majestätischem Park einer bergigen Landschaft mit zurückgesetzter Fontäne. Radierung + Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: 19. / Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger invent. pinx. Sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor dt., franz., lat. + unten. 34,4 x 41,9 cm.

Thienemann + Schwarz 214. – Blatt 19 der BETRACHTUNG DER WILDEN THIERE mit dem Untertext des Hamburger Dichterpapstes, Juristen + Senators, vor allem aber Ridinger-Freundes Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) in Deutsch. – 2,6-4,3 cm breitrandig.

MALERISCH-SCHÖNES BLATT

– nicht von ungefähr qualifizierte schon 1901 Ernst Welisch Ridinger als den  unstreitig  „bedeutendste(n)  Augsburger  Landschafter  dieser Zeit“ –

IN WUNDERVOLLEM ABDRUCK NUANCIERTEN HELL-DUNKELS

letzter Schönheit, wie in solcher Qualität von altersher selten. Figurieren doch die alten Abzüge gerade dieser so schönen großformatigen Hauptfolge selbst in beispielhaften alten Ridinger-Sammlungen gern nur hart beschnitten, beschädigt und aufgezogen.

Angebots-Nr. 15.497 / EUR  1100. / export price EUR  1045. (c. US$ 1140.) + Versand

Martin Elias Ridinger, Rehe von August Wilhelm zu Braunschweig-Bevern

Die Reche Böcke
von Friedrich’s des Großen General

Ridinger, Martin Elias (1731 Augsburg 1780). Diese Reche Böcke so auch von seltenem Wachstum der Natur zeigen und in ihrer Art viel veränderliches und artiges haben, ebenfals Von Sr. Herzogl. Durchl. August Wilchelm Herrn Herzog zu Braunschweig Bevern („der unter dem Namen Herzog von Bevern bekannte Feldherr Friedrichs des Großen“, Braunschweig 1715 – Stettin 1781). Der No. 1. So wie eine Krone und im Mittel ein einig aufgewachsnes herfürstehendes Gewichtlein zeiget, wurde in dem Königl. Hinter Pom(m)erischen Mühlenbeckischen Forst Revieur = Der No. 2. in for Pom(m)ern in der Hoch=Adelichen Stoltzenburgischen Heyde An(n)o 1767 geschossen. Der mit einer herauf u: herunter stehenden Stange No. 3. einige Jahr zu for aber geschossen, in dem Stettinischen oder Bruche genan(n)t der schwarze Ort. und endlich auch der No. 4. So extra starck und groß war, und biß 13 Enden zeigte, wovon vier auch hinten naus ganz unten an der Krone gewachsen waren, wurde von hocher Hand in Hinter Pom(m)ern im Hochen Krugischen Revieur gepürschet. Lebhafte Vierergruppe nebst Kitz, sich in einem Pool am Waldrand erfrischend. Zurückgelegen leicht hügelige weite Landschaft.

Martin Elias Ridinger, Hirsche von August Wilhelm zu Braunschweig-Bevern

Dazu: Diese Hirschen No. 1 und No. 2 so nur eine recht wohl gewachsne Stange ersterer auf der lincken anderer auf der rechten Seite hatten im gegen Stand des andern aufsatzes aber mangelhafft und sonderlich waren – Haben Ser. Durchl. August Wilchelm Herzog zu Braunschweig Bevern – ersten in der Lörsischen  Heyde An(n)o 1759,, den andern Ao. 1750 im Königl. Preusischen vor Pomern in der Falchenwalder Forst Selbsten gepürschet. den No. 3,, so gleichfals sehr seltsam An(n)o 1759 in der Mützzelburger Revieur Detto geschossen,, Und den No. 4 so auf einer Seite nur ein sprossig auf der andern aber mit seinen Zingen für und hinterwärts gewachsen war hatt man bey Alten Stettin Todt gefunden. Ruhende Vierergruppe nebst Kalb in bizarr-hügeliger Landschaft.

2 Blatt. Radierung mit Kupferstich (nach väterlicher Vorlage?). Bezeichnet: VII. bzw. VIII. / Martin Elias Ridinger sculp. bzw. Mart. El. Ridinger sc., ansonsten jeweils wie vor. 35-35,1 x 25,8-25,9 cm.

Thienemann + Schwarz 350/51; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1870 + Slg. Reich auf Biehla 97, beide  (1885 bzw. 1894) nur Th. 350 , davon das schles. Explr. ohne Plattenrand + aufgezogen. – Wie denn Th. 351 auch innerhalb des 1889/90er Coppenrath’schen Folgen-Torsos (Nr. 1546 der II. Abt.) fehlte. – In der Slg. des Marktleerfegers Georg Hamminger (1895) figurierten die beiden Blätter lediglich innerhalb dessen 44- bzw. 46blätt. Nahezu-Ganzen („meist mit breitem Rand, einige Blätter nur mit Schriftrand und aufgezogen. Dabei sehr seltene Blätter.“), nicht aber mit weiteren Doubletten wie viele andere der Folge.

Das Paar VII/VIII

als eines der thematisch

am schönsten aufeinander abgestimmten Pendants

der 1779 abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd („The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928). Ausschließlich von Johann Elias’ Ältestem, Martin Elias, nach überwiegend Vorlagen des ersteren auf Kupfer übertragen, hier zudem vorliegend in gleichmäßig kräftigen,

herrlich warmtonigen Abdrucken

mit der römischen Numerierung

(„Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.; hiesige figurierten Mitte des 19. Jhdts. u. a. ersatzweise per arabischer Nummer 69/70 in der III. Ausgabe der Wundersamsten Hirsche)

aus altem adeligen Bestand und solchermaßen bestverwahrt

und rücksichtlich eines noch 1767er Ereignisdatums als dem Todesjahr des Vaters (10. April), auch der, gleichwohl keineswegs ausschlaggebenden, alleinigen Signatur Martin Elias’, möglicherweise ganz von diesem selbst gearbeitet.

Auf festem Bütten, zumindest VII mit typograph. Wz. (WANGEN als der von den Ridingers bevorzugten Qualität?). – Oben + unten 5,3-6,3 cm, an den Seiten 2,7-4,2 cm breitrandig. Am äußeren weißen Oberrand von VII schwacher Stockfleck, die Außenkante des Unterrandes von VIII ganz minimal gebräunt und knitterspurig.

Angebots-Nr. 15.708 / EUR  1780. / export price EUR  1691. (c. US$ 1845.) + Versand

Johann Heinrich Tischbein II, Rehbock

Tischbein II, Johann Heinrich (Haina 1742 – Kassel 1808). Ein hängender Rehbock. Aufgebrochen am Haken, nach der Natur gezeichnet. Radierung. Bezeichnet: T 1788. 17,3 x 10,6 cm.

Blatt 18 der 1827er Tischbein-Suite Nagler 44 – Lindner 11.2083.01; Schwerdt III, 173 – als einer punktweise aufmontierten Zusammenstellung durchweg alter/früherer Abdrucke. – Auf leichtem Bütten. – Innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten. – SELTENE DARSTELLUNG . – Aus Slg. des legendären DR. STROUSBERG , Berlin.

Angebots-Nr. 14.908 / EUR  95. (c. US$ 104.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Wie die Rehe in Netzen oder Garn gefangen werden

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wie die Rehe in Netzen oder Garn gefangen werden. „Vorn Jäger, Treiber und Hunde, um Rehe in die aufgestellten Netze zu scheuchen. Einige haben sich schon darin verwickelt, andere setzen darüber, um auf der andern Seite hinein zu gerathen“ (Th.). Radierung + Kupferstich. (1729.) Bezeichnet: avec privil de Sa. Maj. Imp. / I. El. Ridinger inv. pinx. Sculps. et excud. Aug.Vind., ansonsten wie vor und mit dt.-franz. Lehr-Untertext. 33,4 x 41,3 cm.

Thienemann + Schwarz 35; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix 3A („Alte Abdrücke mit dem ursprünglichen Titel. Das Papier hat Linien als Wasserzeichen.“). – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust , seitens der Literatur als deren Blatt 23 geführt. – 2,8-4,4 cm breitrandig. – Kleine Wurmspur am Heftrand oben links.

„ Es wird in Brüchen moræsten oder jungen Gehölze eine fanghaffte Stallung mit Netzen gemacht, diese netze werden öffters gedoppelt und dreyfach hinter einander gestellet … “

DAS EBENSO KONSTRUKTIVE WIE MALERISCHE BLATT

– nicht von ungefähr qualifizierte schon 1901 Ernst Welisch Ridinger als den  unstreitig  „bedeutendste(n)  Augsburger  Landschafter  dieser Zeit“ –

IN WUNDERVOLLEM HELL-DUNKEL ABDRUCK LETZTER SCHÖNHEIT

wie in solcher Qualität von altersher selten.

Angebots-Nr. 15.475 / EUR  1250. / export price EUR  1188. (c. US$ 1296.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Wie die Rehe mit Hunden gehetzet werden

– – – Wie die Rehe mit Hunden gehetzet werden. „Obwohl die Rehe meistens in dem treib Jagen gebürschet oder mit netzen gefangen werden, so geschihet es doch bisweilen das um sonderlichen lusts willen, sie auch par force … gejagt werden …“ Solchermaßen seltene Darstellung. Radierung + Kupferstich wie vor. Bezeichnet: Avec privil. de Sa. Maj. Imperiale / Ioh. Elias Ridinger invent. pinx. Sculps. et excud. Aug.Vind., ansonsten wie vor und mit dt.-franz. Lehr-Untertext. 33,6 x 41,4 cm.

Thienemann + Schwarz 36; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix 3A („Alte Abdrücke mit dem ursprünglichen Titel. Das Papier hat Linien als Wasserzeichen.“). – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust , seitens der Literatur als deren Blatt 24 geführt. – Die Vorzeichnung in Bleistift figurierte auf der 1890er Wawra-Versteigerung einer schönen Sammlung von Handzeichnungen und Kupferstichen Joh. El. Ridinger’s aus dem Besitze eines bekannten Sammlers unter Pos. 96. – Dreiseits 2,9-3,5, rechts 5,4 cm breitrandig. – Unwesentliche Quetschspur in Bildmitte, kleiner Braunfleck im frz. Textfeld und säurefrei hinterlegter kleiner Einriß im breiten weißen Unterrand.

„ Links zwei heransprengende Jäger, vor ihnen Parforcehunde einen Rehbock verfolgend. Dieser springt über Gebüsch auf einen Hund zu, der einen andern Rehbock im Genick gepackt und niedergezogen hat. Der darüber stehende Jäger schreit ängstlich auf, da er seinen Hund in solcher Gefahr sieht“ (Thienemann).

DAS MALERISCHE BLATT

IN WUNDERVOLLEM ABDRUCK HERRLICHEN HELL-DUNKELS

wie in solcher Qualität von altersher selten.

Angebots-Nr. 15.473 / EUR  1350. / export price EUR  1283. (c. US$ 1400.) + Versand

Johann Heinrich Tischbein II, Rehbock, tot in Landschaft

Tischbein II, Johann Heinrich (Haina 1742 – Kassel 1808). Ein Rehbock. Tot in Landschaft, die Hinterläufe gegen ein Felsstück hochgerichtet. Nach Natur gezeichnet. Radierung. Bezeichnet: H. Tischbein jun. fec. 1783. 12,2 x 15,4 cm.

Blatt 17 der 1827er Tischbein-Suite Nagler 44 – Lindner 11.2083.01; Schwerdt, 173 – als einer punktweise aufmontierten Zusammenstellung durchweg alter/früherer Abdrucke. – Auf Bütten. – Auf Plattenkante geschnitten. – Löchlein oberhalb des linken Vorderlaufs.

Angebots-Nr. 15.250 / EUR  95. (c. US$ 104.) + Versand

Johann Heinrich Tischbein II, Rehbockskopf

– – – Ein merkwürdiger Rehbockskopf. Nach der Natur gezeichnet. Radierung. 11,7 x 15,6 cm. – Blatt 48 der Suite. – Auf Plattenkante geschnitten. Patinahafte partielle minimale Bräunung. – Aus Slg. des legendären DR. STROUSBERG , Berlin.

Angebots-Nr. 14.910 / EUR  65. (c. US$ 71.) + Versand

Ridinger, Gefleckter Rehbock

„ … eine buntscheckige Art , dergleichen man nur selten siehet “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Gefleckter Rehe-Bock. Gelbbraun mit weißen Flecken liegend nach links mit Blick auf den Betrachter. Kolor. Radierung/Kupferstich. Bezeichnet: CAPREOLVS maculatus. / Gefleckter Rehe-Bock. / Chevreuil tacheté. / Familia II. Zweÿhufig. / Ridinger fec. 30,6 x 20 cm.

Thienemann + Schwarz 1021. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen , unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und anders betitelten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

„ … eine buntscheckige Art, dergleichen man nur selten siehet, die aber sehr gut in die Augen fällt. Diese Thiere werden öfters an großen Höfen gehalten, nachdeme sie zuvor zu der Zucht unbrauchbar gemacht und verschnitten worden sind … Allein auf diese Art hat man es mit einigen so weit gebracht, daß sie sehr zahm geworden sind, so daß sie … auch einen freyen Lauf angenommen, in Feldern und Wäldern herumgewandelt und zu gehöriger Zeit und Stunde wider von sich selbst nach Hauße gekommen sind, vor einer ganzen Tafel voll Leute das dargebothene Brod abgeholet haben … “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. I, S. 17, in Kopie beiliegend).

Mit Wz. Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig (Typ Heawood 64/Churchill 428) als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen der feinen Illumination“ für die kolorierten Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 1,8-3,3 cm, unten 5,5 cm breitrandig. – Kleiner Braunfleck knapp oberhalb der rückwärtigen Strauchkulisse.

Angebots-Nr. 15.894 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 612.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Rehbock

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Das Rehe. Tiefdruck-Postkarte nach Thienemann 150 von O. Felsing, (Bln.-)Charlottenburg. Ca. 1900/20. 14,3 x 9 cm.

Nicht gelaufene „KÜNSTLERKARTE“ nach dem Sujet der Suite der „Von verschidenen Arthen der Hunden behæzten Jagtbaren Thiere“ aus 1761. – „Ein überspringender Rehbock wird im Wald von zwei starken Windhunden heftig verfolgt“.

Angebots-Nr. 28.463 / EUR  29. (c. US$ 32.) + Versand

Ridinger, Schwarzer Tannhirsch

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Diser schwartze Tann-Hirsch ist Anno 1739. in der (Hohenlohisch) Hoch-Græflichen Kirchbergischen Wild-Fuhr zu Thierberg, mit disem raren Gewichte, von dem dortigen Wildmeister Job Jac. Brasoler geschoßen worden. / So ist auch

diser große und starcke Rehe-Bock

Anno 1755. d. 5. Jan: in der Grafschafft Erbach mit disem schönen Gewichte geschoßen worden. Der Schwarze rechts liegend, der Bock keck links von ihm stehend, begünstigt vom Durchblick durch mächtige Hecken-Staffage auf zurückgesetzte, von zwei Greifen umflogene zwei Koniferen. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: 83. / Joh. El. Ridinger del. et direxit Aug. Vind. 1765 / Martin Elias Ridinger sculps. A. V., ansonsten wie vor. 34,1 x 26,4 cm.

Thienemann + Schwarz 325; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, VI.22. – Tafel 83 des subskriptionsweise erschienenen umfangreichen Standardwerkes Genaue und richtige Vorstellung der wundersamste Hirsche sowohl als anderer besonderl. Thiere … der in der Natur sich zeigenden Seltenheiten, wie bis heute unüberholt geblieben. – Mit 52 x 36,1 cm Blattgröße extrem breitrandiger Abdruck auf oben noch unbeschnittenem Bütten. – Säurefrei hinterlegter Kleinsteinriß im 5,3 cm breiten linken weißen Seitenrand sowie kleine dünne Stelle im weißen Plattenfeld links unten.

Rotwild-Rarität + Ridinger’sche Werk-Rarität

die Darstellung eines Schwarzen mit zudem seltenem Aufsatz im Rahmen seiner Wundersamsten, wie schon Löns faszinierte, woran Paul Dahms in seinem Wild und Jagd vom Darß bis zu den Alpen (München 2005, SS. 38 f.) wieder erinnerte:

„ ‚Und da sah ich ihn. Wie der Leibhaftige‘ … nachdem (Löns) das erste mal einen schwarzen Bock im Anblick hatte … die Dichte ist sehr gering. So bleibt die Jagd auf einen schwarzen Bock stets etwas Besonderes und sie war es auch für Hermann Löns, der drei Jahre beharrlich pirschte bis er den ‚Schwarzen vom Jammertal‘ erneut vor die Büchse bekam und endlich erlegen konnte. “

Angebots-Nr. 16.100 / EUR  845. / export price EUR  803. (c. US$ 876.) + Versand

Johann Heinrich Tischbein II, Rehbock + Reh

Tischbein II, Johann Heinrich (Haina 1742 – Kassel 1808). Ein Rehbock und ein Thier. Tot übereinander an Felswand, gegen die die Hinterläufe des ersteren hochgerichtet sind. Nach der Natur gezeichnet. Radierung. 18,4 x 23,8 cm.

Blatt 14 der 1827er Tischbein-Suite Nagler 44 – Lindner 11.2083.01; Schwerdt III, 173 – als einer punktweise aufmontierten Zusammenstellung durchweg alter/früherer Abdrucke. – Aus Slg. des legendären DR. STROUSBERG , Berlin.

Angebots-Nr. 5.221 / EUR  164. (c. US$ 179.) + Versand

Alphonse de Neuville, Gestellter Wilderer

Neuville, Alphonse de (St. Omer 1836 – 1885, Schüler u. a. von Delacroix). Les Paysans Braconniers. Beim erlegten Reh gestellter Wilderer, auf einen der beiden Gendarme anlegend. Getönter Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921). Ca. 1870. Signiert bzw. monogrammiert. 21,8 x 31,8 cm.

Angebots-Nr. 11.978 / EUR  138. (c. US$ 151.) + Versand


“ Hello again! It arrived this morning – everything fine and ready for framing! Thank you for your kind assistance. Best regards ”

(Mr. J. R. L., May 25, 2005)