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Im Jahr des Affen

Ridinger, Meerkatzen

Ridingers
kolorierte Affen-Galerie

Den Chinesen gilt der Affenkönig Sūn Wùkōng als keine Autorität anerkennender Rebell. Dabei agil, schlau, flexibel, aber auch ehrgeizig und erfolgreich:

so scheint denn alles möglich im Jahr des Affen .

Da der Affenkönig als einer der Begleiter des Mönchs Xuánzàng und eigentliche Hauptfigur von Wú Chéng’ēns Roman Die Reise nach dem Westen indes nur bis Indien kam, um dort die Lehren Buddhas zu empfangen, mußten sich die Ridingers in ihren Darstellungen für das seit 1754 entstandene und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossene, unnumerierte Kolorierte Thier-Reich („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern) bescheiden:

„ Da man aber bey dem Affengeschlechte eine so grosse Menge Abänderungen antrift, deren Zahl nicht einmal genau genug von den Naturforschern bisher bestimmet werden können, daß wir die Vorstellungen derselben ganz ungemein häufen müßten; so wollen wir hier nur diejenige Arten vor Augen legen, die hier in Augsburg von Zeit zu Zeit zu sehen waren und sodann noch einige beyfügen, von welchen wir durch auswärtige gute Freunde richtige und zuverläßige Zeichnungen erhalten haben. Wir hoffen auch dabey die Herren Liebhaber sattsam zufrieden zu stellen,

da sie hier die seltensten Arten erblicken werden. “

Flexibel zeigten sich die Ridingers indes trotz dieser Beschränkung. Hatte doch zuvor bereits Vater Johann Elias eine durchweg von ihm selbst radierte Folge der Affen in zehn Tafeln vorgelegt, die derzeit gleichfalls hier verfügbar gehalten wird.

Unbeschadet inhaltlicher und kompositorischer Ähnlichkeiten bzw. Übernahmen mit Ausnahme der lediglich in Staffage + Text veränderten Löwenmeerkatze bildlich nicht identisch mit den hier vorgestellten Tafeln des Kolorierten Thier-Reichs, wurde die generell unkoloriert gebliebene Erstausgabe zwar auf variierend besserem Papier, aber noch nicht jener feinen Holland-Bütten-Qualität gedruckt, die schließlich für die kolorierten Folgen Verwendung finden sollte. Erst die weitgehend unbekannte Zweitauflage per 1972 hier durchgelaufenem Exemplar als extreme Seltenheit auch koloriert belegt.

» Der Affe

als das dem Menschen ähnlichste Tier

spielt seit der Antike in der Kunstgeschichte eine wichtige Rolle.

Als figura diaboli ,

als Symbol der Sünde und des Sündenfalls ,

als Narr , als Vanitasfigur

kommt er in unterschiedlichstem Zusammenhang vor …

(A)uch der übliche religiöse Bezug

in der Sinngebung des Affen

als des in seiner Leidenschaft für weltliche Dinge

verstrickten Menschen … «

Hella Robels, Frans Snyders, München 1989, S. 43

Daß mit Neugier und Lebhaftigkeit gepaarter Ehrgeiz nicht zwangsläufig auch zu Erfolg führt, hatte Ridinger hingegen bereits 1744 in seinen Lehrreiche(n) Fabeln aus dem Reiche der Thiere vorgeführt:

Ob eines bunten Früchtekorbes vergißt der einen König mimen wollende Affe neben Krone + Szepter auch alle Würde und macht sich damit „höchst lächerlich“. Denn Pracht und Herrlichkeit macht niemand gescheiter.

Übrigens zeigt auch die Titelvignette zu den Fabeln einen Affen mit Brille und Federhut, in den Händen Zeichenstift und -mappe haltend. In der Tat, „Affen haben – so Wolfgang Stechow 1977 in Hinblick auf Pieter Bruegel – Künstler seit jeher fasziniert“.

Ridinger, Gibon/Coaita/Meerkatze

1. Gibon, aufrecht gehender Affe mit langen Armen oder Wald Mensch – genant. / 2. Coaita, der schlange u: besonders lang geschwänzte schwarze Sapajous mit 4. Finger. / 3. Sambt noch einer kleinen Meer Kazzen art. Kolor. Radierung/Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: SIMIA SATYRUS VEL HOME SILVESTRIS. COAITA SIMIA NIGRA CAUDATA. / wie vor / Gibbon ou l’homme sauvage. Signe araignée genant, avec une petite guenon. / M. El. Ridinger ex: et scp. 31,3 x 21,5 cm.

Thienemann + Schwarz 1084. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen , unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

„ Eine vorzügliche Art dieser Geschöpfe ist der Gibbon oder Waldmensch. Sie haben eine sehr große Aenlichkeit mit den Menschen, besonders aber mit den Negern … wenn man sie lebendig fangen will, so sind sie im Stande sich auch von zehn Menschen loszureissen, dagegen erschlagen sie wohl öfters, wenn sie in ganzen Haufen auf ihre Streifereyen ausgehen, die Negers in den Wäldern. Ob sie aber auch zuweilen wie man sagt, Menschen fangen und verschleppen, hernach aber ihnen alle Ehre erweisen und sie mit benöthigter Speise versorgen, das lassen wir wie billig dahin gestellet seyn … haben wir auch einen Sapajour … vorstellig gemacht … Ihren Schwanz wissen sie auch sehr wohl zu gebrauchen, indem sich öfters viele bey den Schwänzen aneinander hängen und wenn sie auf diese Art gleichsam eine Kette ausmachen, sich so lange schwingen, bis der erste einen Zweig erreicht, an den er sich alsdann festhängt und seinen Cameraden nachhilft, so daß sie auf diese Weise von einem Baum zu einem andern … übersetzen “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 15 f., in Kopie beiliegend). – Thienemann hierzu ergänzend:

„ Hier giebt es leider viel zu berichtigen. 1. ist viel zu menschenähnlich und ein Phantasiestück, das weder den Orang-Utang, noch weniger den Gibbon vorstellt. / 2. ist ein Klammeraffe … der sich auf einem Seile schaukelt, aber in der (1824/25er) Neuausgabe ganz weggefallen ist. / 3. ist allerdings ein Halbaffe, Maki, und mag wohl der Mongus oder das Ringauge sein. “

Mit Wz. Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig (Typ Heawood 64/Churchill 428) als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen der feinen Illumination“ für die kolorierten Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 2-2,7 cm, unten 4,6 cm breitrandig. – Unteres Text-/Papierfeld partiell mit von rückseits nur unterhalb des Textes als auch etwas dünn im Papier etwas deutlicher durchscheinendem Wasserfleck.

Angebots-Nr. 15.977 / EUR  730. / export price EUR  694. (c. US$ 795.) + Versand

Ridinger, Bartige Meerkatze

Große bartige Meerkatze mit kleiner. „… ungewiss, zu welcher Art sie gehöre … Ridinger erklärt sie für alt und jung. In einigen Exemplaren finde ich das Gesicht des geglaubten Jungen schwarz, in anderen aber – so auch hier – fleischröthlich. Nach letzterem könnte es Cercopith. cynomolgus sein“ (Th.). – Beide sich an Trauben und Äpfeln (?) gütlich tuend, doch den Betrachter aufmerksam im Visier. Die kleine an Kugel angekettet. Kolor. Radierung/Kupferstich wie vor, doch von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bezeichnet: CERCOPITHECVS. / Große bartige Meerkatze mit kleiner. / Le Marmot grand barbu avec ses petits. / Familia IV. Fünfzæhig. / J. El. Ridinger fec. 30,6 x 19,9 cm.

Thienemann + Schwarz 1091. – Schwacher/mäßiger partieller Wasserfleck der rückseitigen unteren 9 cm bildseits praktisch nur unterhalb der Plattenkante im 5 cm breiten weißen Papierrand als Flecken von 3,5 x 4 cm bemerkbar. – Malerisches Sujet.

Angebots-Nr. 15.984 / EUR  745. / export price EUR  708. (c. US$ 811.) + Versand

Ridinger, Bartiger Affe/Bartige Meerkatze

» sehr merkwürdig und sehenswerth «

Ein bartiger Affe. / Eine bartige Meer Katze. Auf bzw. neben Felsblock sitzend, beide den Betrachter im Visier. Kolor. Radierung/Kupferstich von wohl Martin Elias Ridinger wie vor. Bezeichnet: SIMIA BARBATA. CEBUS BARBATUS. / Ein bärtiger Affe. Eine bartige Meer Katze. / Singe barbu. Le Marmot barbu. / Familia IV. Fünfzähige. / Ridinger, sc. 31 x 21 cm.

Thienemann + Schwarz 1089. – Schwacher partieller Wasserfleck der rückseitigen unteren 9 cm bildseits praktisch nur unterhalb der Plattenkante im 5 cm breiten weißen Papierrand als kleinerer Flecken und etwas dünn im Papier wahrnehmbar. – Sehr malerisch.

„ Eine bartige Art sowohl von Affen als auch von Meerkazzen … die in Ansehung ihrer Gestalt auch sehr merkwürdig und sehenswerth sind “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 15 f., in Kopie beiliegend).

Die Zuweisung der Arbeit an Johann Elias’ Ältesten, Martin Elias, ergibt sich aus der als individuell erachteten Schreibweise – wie einem Punkt oder Komma zwischen „Ridinger“ und etwa „fec.“ – , verglichen mit solchen mit dessen Namen gezeichneter Blätter des Thierreichs.

Angebots-Nr. 15.982 / EUR  745. / export price EUR  708. (c. US$ 811.) + Versand

Ridinger, Füchselmännchen (Katzenmaki)

Füchsel Mänchen. / Ganz kleine Meer Katze. „a) Der Katzenmaki ist fleischlichröthlich gefärbt, sollte wohl aschgrau sein“ (Th.). Kolor. Radierung/Kupferstich von wohl Martin Elias Ridinger wie vor. Bezeichnet: CEBUS, CAPITE VULPINO. CEBUS MINOR. / Füchsel Mänchen. Ganz kleine Meer Katze. / Le Marmot avec la Tete de renard. Marmot petit. / Familia IV. Fünfzähige. / Ridinger, sc. 31 x 21 cm.

Thienemann + Schwarz 1093. – Mäßiger partieller Wasserfleck der rückseitigen unteren 9 cm bildseits nur wenig im Textfeld, etwas deutlicher unterhalb der Plattenkante im 5 cm breiten weißen Papierrand bemerkbar, dabei dort minimale Dünne im Papier. An den seitlichen Papier-Außenkanten einige wenige schwache Braunfleckchen/Stippen. – Reizvolles Sujet.

„ … ein sogenanntes Füchsel Männchen, oder Fuchsaffen, der in seiner Zeichnung auch viel besonderes und artiges hat. Ausser diesem aber ist noch eine kleine Art von Meerkatzen dabey, die in ihrer Geschichtsbildung ungemein viel menschliches aufweiset. Man kann kaum glauben, wie viel vorzüglich schönes und munteres der Schöpfer auch diesem kleinen Thiergen beygelegt hat “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 15 f., in Kopie beiliegend).

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Ridinger, Grünlichte/Gelblichte Meerkatze

Grünlichte Meer Katze. / Gelblichte detto. „Gehören beide zu einer Art, die grüne Meerkatze genannt“ (Th.). Die an eine Kugel angekettete erstere würdevoll in ihrer Erscheinung, die letztere munter, wie ratsuchend, ihr gegenüber. Kolor. Radierung/Kupferstich von wohl Martin Elias Ridinger wie vor. Bezeichnet: CEBUS VIRIDIS. / Grünlichte Meer Katze. / Le Marmot Verd. / Familia IV. Fünfzähige. / Ridinger, sc. 30,9 x 20,9 cm.

Thienemann + Schwarz 1090. – Mäßiger partieller Wasserfleck der rückseitigen unteren 9 cm bildseits nur wenig im Textfeld, etwas deutlicher unterhalb der Plattenkante im 5 cm breiten weißen Papierrand bemerkbar. – Reizvolles Sujet.

„ … grünlichte und gelblichte Art von Meerkatzen, mit ihrer schwarzen Geschichtsbildung. Diese haben vorzüglich starke und dicke Schwänze und Wülste auf dem Hintern. Man giebt ihnen den Nahmen Magabay, weil sie aus diesem Lande herkommen sollen “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 15 f., in Kopie beiliegend).

Angebots-Nr. 15.983 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 751.) + Versand

Ridinger, Allerkleinste Meerkatze

Aller kleinste Meer Katze. Kolor. Radierung/Kupferstich von wohl Martin Elias Ridinger wie vor. Bezeichnet: CEBUS, SAGAUIN. / Aller kleinste Meer Katze. / Marmot Sagouin. / Familia IV. Fünfzähige. / Ridinger, sc. 30,9 x 20,9 cm.

Thienemann + Schwarz 1092. – Wasserfleck der rückseitigen unteren 10 cm bildseits nur als gleichmäßig schwache Bräunung des Textfeldes bzw. etwas deutlicher partiell unterhalb der Plattenkante im 5 cm breiten weißen Papierrand wahrnehmbar, dabei dort etwas dünn im Papier.

„ Sie kommen aus Brasilien und sind von verschiedenen Farben … Die grösten derselben sind nicht grösser als ein Eichhörnchen und die kleinsten sind so zart, daß man sie in besondern Behältnissen, die mit Sammet und Wolle ausgefüttert sind, verwahren … muß um sie wider die strenge und kalte Luft zu verwahren. Daher sie auch sehr selten nach Europa gebracht werden können “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 15 f., in Kopie beiliegend). – Und ergänzend Thienemann:

„ Zwei kleine Thierchen der Art, das eine vor einem Deckelkörbchen, seiner Behausung, sitzend und an eine Metallkugel befestigt; das andere aber sitzt in einer Art geflochtenem Glockenbauer, klammert sich mit seinen vier Händen an die Stäbe und guckt uns neugierig an. Sonst nicht sehr naturgetreu. “

Angebots-Nr. 15.985 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 642.) + Versand

Ridinger, Löwenmeerkatze (Grauer Pavian)

Löwen Meer Katze, Man(n) Tiger. „Ist nichts Anderes, als ein Junges der vorhergehenden Art (grauer Pavian), etwas abgemagert“ (Th.). Den Betrachter im Auge lässig gegen einen Felsblock sitzend. Kolor. Radierung/Kupferstich von wohl Martin Elias Ridinger wie vor. Bezeichnet: CEBUS, LIOCEPHALUS. MONTCEY PAVIAN. / Löwen Meer Katze, Man(n) Tiger. / Marmot qui a le Tete dun Lion. / Familia IV. Fünfzähige. / Ridinger, sc. 30,9 x 20,8 cm.

Thienemann + Schwarz 1088. – Rückseitiger starker Wasserfleck der unteren 11 cm bildseits nur als schwache Bräunung des Textfeldes, deutlicher nur ober- und unterhalb der Plattenkante, durchscheinend.

„ Dieses Thier ist in Deutschland noch wenig bekannt worden. Die Vorstellung desselben haben wir aus London von einem Freunde erhalten, dem wir für diese gütige Mittheilung sehr verbunden sind “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 15 f., in Kopie beiliegend).

Angebots-Nr. 15.981 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 642.) + Versand

Ridinger, Masquirter Affe aus Guinea (Grauer Pavian)

Ein Masquirter Affe aus Guinea. „Es ist der Cynocephalus der Alten, jetzt grauer Pavian … genannt, alt“ (Th.). Mit Blick auf den Betrachter gehend nach rechts. Kolor. Radierung/Kupferstich von wohl Martin Elias Ridinger wie vor. Bezeichnet: SIMIA PERSONATA, EX GUINEA. / Ein Masquirter Affe aus Guinea. / Singe masque de Guinée. / Familia IV. Fünfzähige. / Ridinger, sc. 31 x 21 cm.

Thienemann + Schwarz 1087. – Rückseitiger starker Wasserfleck der unteren 11 cm bildseits nur als relativ schwache Bräunung des Textfeldes, deutlicher nur ober- und unterhalb der Plattenkante, durchscheinend.

„ Die achte (Tafel) stellet einen masquirten Affen aus Guinea vor, wovon wir die Zeichnung durch die besondere Gütigkeit des Herrn Hamiltons (Karl Wilhelm de Hamilton; Brüssel 1668 – Augsburg 1754) aus Wien erhalten haben. Es ist derselbe ein schönes und fürchterliches Thier zugleich. Es werden von dieser Art auch viele auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung angetroffen. Sie thun durch ihr Rauben in Gärten, Feldern, wie auch in Weingärten vielen Schaden und sind auch sonsten noch sehr wild und böse “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 15 f., in Kopie beiliegend).

Angebots-Nr. 15.980 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 642.) + Versand

Ridinger, Wald-Teufel (Mandrill)

Wald=Teuffel. „Ist eine gelungene Abbildung von Cynocephalus Mormon. Der Mandrill ist derselbe Affe jung“ (Th.). Kolor. Radierung/Kupferstich von wohl Martin Elias Ridinger wie vor. Bezeichnet: CYNOCEPHALUS SATYRUS. / Wald=Teuffel. / Le Satyre. / Familia IV. Fünfzähige. / Ridinger, sc. 30,7 x 20,1 cm.

Thienemann + Schwarz 1086. – Rückseitiger starker Wasserfleck der unteren 11 cm bildseits nur als relativ schwache Bräunung des Textfeldes, deutlicher nur unterhalb desselben, durchscheinend.

„ Ihr Vaterland ist Africa. Es sind sehr böse Thiere, die sich nicht scheuen sollen die Menschen anzugreifen, Kinder zu vertragen &. indem sie sich vor nichts fürchten. Ihre Gestalt ist fürchterlich anzusehen, an dem Kopfe aber sind sie schön … je älter sie aber werden, desto schöner werden sie auch. Hier in Augsburg hat man schon einige dergleichen gesehen, die aber nicht in Kästen die mit Gittern versehen waren, gehalten wurden, weil sie in denselben nicht wohl zu zähmen seyn sollen “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 15 f., in Kopie beiliegend).

Angebots-Nr. 15.979 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 686.) + Versand

Ridinger, Gemeiner Affe

» Der einzige Affe ,
welcher sich wild in Europa ( Gibraltar ) findet «

( Thienemann )

Gemeiner Affe. Auf einem Felsblock nach rechts mit lose herabhängender Halsleine, nach dem Leben gezeichnet. Kolor. Radierung/Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bezeichnet: SIMIA. / Gemeiner Affe. / Singe. / Q. D. S. XXXVIII. / Familia IV. Fünffzähige. / J. E. Ridinger ad viv. fec. et exc. Aug. Vind. 31,5 x 21,3 cm.

Thienemann + Schwarz 1085. – Rückseitiger starker Wasserfleck der unteren 11 cm bildseits nur als einheitliche schwache Bräunung des Textfeldes, deutlicher nur unterhalb desselben, durchscheinend. Linker Heftrand rissig.

„ Sie halten sich Schaarenweise zusammen, doch eine jede Gattung besonders und mit anderen unvermengt. Die Sprünge und Bewegungen welche sie machen sind sehr künstlich und poßirlich. Wenn sie gemeinschaftlich angegriffen werden, stehen sie alle vor einen Mann, knirschen mit den Zähnen und vertheidigen sich mit Steinen, Reisern und im Nothfall mit ihrem eigenen Kothe, den sie fassen und ihren Feind damit werfen. Oefters aber werden sie auch der wilden Thiere Speise “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 15 f., in Kopie beiliegend).

Angebots-Nr. 15.978 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 686.) + Versand

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Ridinger’s kolorierte Affen-Galerie

» Affen
haben Künstler seit jeher fasziniert «

Wolfgang Stechow, Pieter Bruegel, Köln 1977, S. 76

Thomas Landseer, Monkeyana

So denn auch

Thomas Landseer

1795 London 1880

dessen zeitlos-aktuelle

Monkeyana

zu den nur wenigen frühen
und somit typischen Werke Landseers zählen :

» Viel bedeutender
war Edwins Bruder Thomas Landseer …

in den zwanziger Jahren trat er selbständig mit einer Serie von 25 Blatt hervor, die 1828 unter dem Titel ›Monkeyana‹ … erschienen (Abb. 57).

Technisch sind seine Radierungen meisterlich ,

nicht minder bewundernswert ist die geistige Beherrschung des Stoffes. Mit viel Humor und scharfer Beobachtung versetzt er das bürgerliche Leben seiner Zeit ins Affenleben. Sein Spott ist beißend, fast bösartig «

urteilt Rümann (Das Illustrierte Buch des 19. Jhdts., Leipzig 1930, SS. 99 ff.). Hinsichtlich letzterer Wertung treffender indes der zeitgenössische Nagler (Monogrammisten V, 686):

» … die Sitten , Trachten und Thorheiten der Zeit

( hat Landseer ) ergötzlich carrikirt « .

Hier verfügbar gehalten in qualitätvollen Radierungen – teilweise in Zustandsdrucken – auf großem Papier.


„ Sie haben wieder einmal in unverkennbarer Weise Ihr Unternehmen und Ihre Philosophie dargeboten. Ich wünsche Ihnen – beiden – auch in diesem Jahr viel Erfolg und Gefolgschaft von Ihren alten und hoffentlich auch neuen Kunden und natürlich auch persönliches Wohlergehen … “

(Herr D. L., 4. Januar 2010)