English

1865 — 2015
150jährige
fotografische
Ridinger, Coburger Hirsch
Der Coburger „46“-Ender, Th. 1299,
aus 15.609 bzw., apart, 15.678

Ridinger-Inkunabeln

Die jugendliche Photographie

begeistert sich für Ridinger

Johann Laifle, Carte de Visite

und läßt Johann Laifle

mit hiesiger

frühester (?) Werkgruppe

dabei ganz nonchalant

zwei seltenste Ergänzungen

zu den Wundersamsten präsentieren ,

indem er Th. 1299 + brandfrisch 1325 dokumentiert .

Sein Album könnte

das früheste

Ridinger’sche Photographicum

überhaupt sein

Johann Laifle, Ridinger-Album

Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt. Mit Vorwort von F(ranz) von Kobell. Regensburg, Alfred Coppenrath, 1865. Gr.-4° (32 x 26 cm). 3 Bll. Titel, Vorwort + Inhalt. Mit

50 auf Karton gewalzte Albumin-Abzüge

in ihrem Facettenreichtum herrlichen Hell-Dunkels

(16,4-17,2 x 12,9-13,3 cm bei 30,7 x 24,5 cm Tafelformat) ,

auf dem Untersatz-Karton jeweils mit Nummer , Verlag und

„ Photographirt von J(ohann). Laifle “

Bordeauxroter Rindleder-Bd. mit 4 von Fileten eingefaßten Zierbünden, überlaufenden Deckel-Fileten, reicher Titelprägung auf dem Vorder- und großem ligierten RS-Monogramm als Markenzeichen der hiesigen Red Series als Mittelstück auf dem Rückdeckel, schwarzen Rückenschildchen – alles in Goldprägung – , von Prägungen in Braun begleiteten Chromolux-Spiegeln + Vorsatz sowie wieder goldgeprägten red series bzw. ridinger handlung niemeyer auf Innendeckel-Unterkante + JayAitchDesign auf Rückdeckel-Unterkante. In gleichartigem Hldr.-Schuber, dessen efalinpapierne schwarze Deckelbezüge das hiesige Ridinger-Hirsch-Logo in Goldprägung tragen.

Frühestes (?) Ridinger’sches Photographicum

von zudem bereits hier glanzvoller Albumin-(Eiweiß) – Qualität

wie von Meyers Konv.-Lex. erst für ein Vierteljahrhundert später als Standard vermerkt (4. Aufl., Bd. XIII [1889], Seite 17) :

„ von hohem Glanz … (wie) jetzt bevorzugt ,

weil es die feinsten Details wiedergibt .“

Dies im Gegensatz zu den mit Stärke überzogenen und damit eine stumpfe Bildwirkung bedingenden zuvor üblichen Papieren, die somit dem Anspruch des großen Ridinger-Sammlers Coppenrath nicht gerecht werden konnten. Technisch waren, so Danuta Thiel-Melerski 2006,

„ Die ersten Fotografien auf Albuminpapier … so dünn ,

dass man sie auf Pappe aufkleben mußte .“

Wie denn auch hier. Für Johann Laifle’s „Photographische Anstalt für Portraits und Landschaften“ in Regensburgs Klarenanger No. 2 ist anstehendes Album

die früheste (?) Laifle-Werkgruppe .

Carte de visite / Slg. Thiel-Melerski

Johann Laifle Photographische Anstalt

Lt. Thiel-Melerski
aktiv nachweisbar 1865 – um 1900

Als die Post auch noch eingangsgestempelt – hier Abgang Wiesbaden „6-7 N“, eingehend Rheinzabern „Vor. 7“ – und 2x täglich zugestellt wurde, hatte der rührige Johann Laifle — Medaillen Weltausstellung Wien 1873 + München 1876 — auch seine

Johann Laifle, Portrait-Postkarte (Auguste Kapper/Rheinzabern)
an Auguste Kapper, Rheinzabern, Wiesbaden, 6. Juli (18)99

„ Porträt-Postkarte System Laifle. “

etabliert. Unterschiedlich aussuchbaren photographischen Landschaftsmotiven applizierte der sich für „Porträts u. Landschaften“ empfehlende Meister ein Wunsch-Porträt des Kunden. Hier dürfte es sich um das Konterfei der Absenderin handeln, die per Wiesbaden, 6. Juli (18)99 „Fräulein Auguste Kapper / p. Adr. Herrn Lehrer Kapper / Rheinzabern (Rheinpfalz)“ ihre Ankunft vermeldet: „Grüss Gott! Gestern Abend 6 Uhr glücklich hier reingekom(m)en.“ Die Karte trägt die No. 700015 und „Bei Angabe dieser Nummer werden zu jeder Zeit Nachbestellungen geliefert.“.

Johann Laifle, Verdienstmedaille Wien 1873
Weltausstellung Wien 1873

Und dies denn auch noch

in seinesgleichen suchendem Vitrinen-Exemplar .

Und wo die bibliographische Literatur einzig die 1. Lieferung kennt ( siehe unten )

hier denn die vollständige Suite

in zudem offensichtlichem Erstzustand .

Denn anders als beim Titelblatt zum hier früher durchgelaufenen gleichfalls completten Exemplar der Fürstlich Fürstenbergischen Bibliothek in heute westfälischer Sammlung lautet das hiesige Titelblatt nur auf „Regensburg. / Alfred Coppenrath. / 1865.“ , nicht aber wie auf jenem auf „Regensburg. 1865. / Alfred Coppenrath. / München. / Hermann Manz.“. Der nunmehrige hiesige Titel zum Gesamtwerk korrespondiert solchermaßen mit dem zur 1. Lieferung, siehe unten. Da seinerzeit nur letzterer als Vergleich vorlag, war angenommen worden, daß sich Coppenrath angesichts der Kostspieligkeit des Unternehmens schon bald nach Erscheinen der 1. Lfg. nach einem Koproduzenten hatte umsehen müssen. Was sich jetzt als Fehleinschätzung erweist und vielmehr zwei generelle Druckzustände dokumentiert. Übereinstimmend hingegen das Schlußimpressum „Druck von G. J. Manz in Regensburg“.

Die Folge gibt 4 Blätter der Vorfallenheiten-Suite wieder und mit 44 Blättern den Rotwild-Kernbereich der „Vorstellung der wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“, um schließlich als i-Punkte mit

2 kostbarsten Ergänzungen zu den Wundersamsten

aufzutrumpfen,

indem es Th. 1299 und brandfrisch 1325 dokumentiert

(nachtragsweise Seite 289 bzw. Seite 2 des 2. separaten Nachtrags von erst 1861/62), von Thienemann kommentiert mit den Worten

„ Man möchte bei der Aehnlichkeit beider Tafeln

Ridinger, Hirsch 1735 (Hohenneufen)
Th. 1325
Ridinger, Hirsch 1735 (Hohenneufen)
Th. 255

und der ungemeinen Seltenheit der jetzt Beschriebenen (1325)

auf die Vermuthung gerathen , dass Ridinger

nach wenigen Abdrücken den Stich vernichtet habe “

+

„ … nach diesen trefflichen Zeichnungen ist ein Kupferstich (Th. 1299) von unserem Meister gefertigt worden, welcher sich nur in wenigen Exemplaren erhalten zu haben scheint … (Das Blatt) scheint von Ridinger zu der Folge der hundert Blätter bestimmt gewesen zu sein“.

Was nach diesen Anmerkungen ganz einfach erscheint, ist tatsächlich ziemlich komplex. So erweist sich als erstes

die ganz entschieden von 255 abweichende Version 1325

als die eigentliche Originalfassung

des Motivs. Denn ihr Signatur-Text verweist links noch auf den originären Urheber: „Abgezeichnet von Joh. Ernst Wagner Fürstl. Bixenspan(n)er alda“ und Ridinger selbst zeichnet rechts lediglich mit „Joh. Elias Ridinger sculps. Aug. Vindel.“ (nach Schwarz 1325).

Auf Th. 255 findet sich der Wagner-Hinweis hingegen nicht (mehr) und Ridinger nimmt, wiederum rechts, (nunmehr auch) das Privileg des Zeichners für sich in Anspruch, indem er signiert „Joh. El. Ridinger del. sculpsit. et excud. A. V.“. Was plausibel erscheint, als die spiegelbildlich zueinander komponierten Darstellungen nur das Geweih und im Hintergrund die Bergfeste Hohenneufen verbindet. Haben beide zudem das der letzteren vorgelagerte Wäldchen noch gemeinsam, so fehlt 255 schon die aus diesem hervorlugende Kirchturmspitze mit ihrer Wetterfahne, vor allem aber das am Waldsaum reizvoll angesiedelte Einsprengsel eines äsenden Wildes samt aufhorchendem Hirsch. In der Kernaussage aber steht der Hirsch auf 1325 präsidial breit nach rechts neben mächtiger Eiche zur Linken, auf 255 hingegen geht er leichtfüßig, aus lichtem Laubwerk kommend, nach links und blickt lediglich nach rechts. Dabei die Untertexte des Schußprocedere nur in ihrer Anordnung variierend.

Da Laifle beide Radierungen photographiert hat (Tafeln 40 + 50, davon letztere, 1325, nach einem Ätzdruck vor Untertext und dem lt. Th. eingestochenen Namen Hohen Neuffen der freiherrlich Dalberg’schen Sammlung auf Datschitz in Mähren) sind diese Unterschiede komfortabel auszumachen.

Die Vorzeichnung zu 1325 in der Ridinger-Abteilung des 1869er Weigel’schen Katalogs der nachgelassenen Zeichnungen unter Pos. 129. Ob diese identisch ist mit einer zu Ende der 1970er auf dem Markt gewesenen entsprechenden, muß offenbleiben. Bei letzterer fällt – analog zum Kupfer – das Fehlen des Wagner-Hinweises auf. Diesen erwähnt auch der Eintrag bei Weigel nicht, doch ist die damalige Katalogisierung von heutigen Katalogisierungsmaßstäben generell noch sichtbar entfernt.

Wenn Thienemann meint, Ridinger habe die Platte von 1325 vernichtet haben können, hält Coppenrath es – analog zur Platte zu 1299, siehe unten – für eher wahrscheinlich, daß er diese dem Herzog von Württemberg überlassen habe und macht zudem auf eine weitere Zeichnung hierzu aufmerksam (Weigel, a. a. O., Nr. 596), die den Hirsch ruhend zeigt und sich bei Thienemann [in der 1856er Originalausgabe] als Tafel 4 (bei S. 97) der gestochenen Wiedergaben findet, ohne daß dieser die Zugehörigkeit zu 255/1325 bemerkt habe. – Eine als zu Th. 255 gehörige Bleistiftzeichnung „Hirsch mit monströsem Geweih in schöner Landschaft“ figurierte 1900 im Helbing’schen Ridinger-Katalog (Kat. XXXIV) unter Pos. 1553.

Was nun den „46“-Ender von Th. 1299 betrifft

(Coppenrath II, 1604), so ist dieser nach bestwollender hiesiger Zählung zunächst einmal allenfalls ein falscher 40er mit 20 : 10 Enden, wie von Thienemann, Coppenrath, Schwarz, Sälzle und Schwerdt, dessen Exemplar der Wundersamsten das Blatt zwischengebunden war, übersehen.

Einleitend zu 1299 rückverweist Thienemann dann auf seine Pos. 166, den Hirsch von Blatt 4 der Abbildung der Jagtbaren Thiere mit den großen Spuren, und zwei Vorzeichnungen zu diesem, nämlich „einmal der Umriss in Rothstein, das andere Mal in Tusche schön ausgeführt“. Letztere Zeichnung könnte Tafel VII bei Sälzle (Zeichnungscorpus zu den Jagtbaren Thieren) sein. Diese entspricht jedoch dem Kupfer 1299 und hat geweihmäßig wie landschaftlich nichts mit Blatt 4 der Jagtbaren zu tun (spiegelbildlich und mit abgeändertem Gatter Tafel X bei Sälzle), ist aber nicht für die Plattenübertragung gedacht gewesen, da im Stichsinn und auch frei von Übertragungsmerkmalen. Daß die Erläuterungen zu beiden Tafeln bei Sälzle untereinander vertauscht sind, erschwert die Entwirrung zusätzlich.

Ridinger, Coburger Hirsch

Das nur in Umriß gegebene Trittsiegel von Th. 1299 mit der Inschrift „Die Ferte von dem Hirsch“ läßt darauf schließen, daß Ridinger das Blatt ursprünglich für die Folge der Jagtbaren gedacht hatte, es dann aber mittels Untertext à la Wundersamsten, ergänzt gar um je 8 Zeilen Ausmessungen des Hirschen, für diese umwidmete, in die es schlußendlich aber gleichfalls keine Aufnahme fand.

Lt. Coppenrath befinden sich die Kupfer-Druck-Platte zu 1299, Decke + Geweih des Hirschen sowie ein Öl, diesen, von einem Hunde verfolgt, in voller Flucht darstellend, in Coburg; ein Probedruck vor der Schrift, die von Ridinger dann hs. eingesetzt ist, seinerzeit in der Dalberg’schen Slg. wie vor.

Laifle’s Photographie von Th 1299 (Tafel 2)

solchermaßen von hohem Belegwert .

Die 48 übrigen Tafeln betreffen Thienemann

243/45 (Württemberger Hirsche) – 247 (der 66-Ender in Moritzburg) – 248 (Brandenburg-Ansbach) – 249/51 (Württemberger Hirsche wie auch) – 253 + 255/56 – 257 – 260 (1675er 58-Ender) – 262/63 (Württemberger Hirsche) – 264 (Brandenburg-Ansbach) – 267 – 277 – 292 (Hessen-Darmstadts Weißer Hirsch vor Jagdhaus Jägertal) – 294 – 297 (Hessen-Darmstadts Schaufel-Hirsch) – 299 (Hessen-Darmstadts Hirsch mit dem Leithund) – 301 (Pappenheim) – 304 – 305 (Hessen-Darmstadts Hirsch mit den Schlappohren) – 313 (Hessen-Kassels Zwei Hirsche aus dem Burgwald) – 314 (Christoph von Crailsheim’s 43-endiger Bamberger Rehbock) – 318 (Hessen-Darmstadts Weißer Damhirsch) – 320/21 – 323 (Perücken-Bock) – 325 – 327 – 329330 – 332 (Hessen-Darmstadts Spiegelhirsch) – 335 (der 1760er Gestüts-König) – 336/38 – 339 (Hessen-Darmstadts Dreistangenhirsch vor Schloss Kranichstein; Martin Elias Ridinger’s originale Kupfer-Druck-Platte nach Georg Adam Eger, Hofjagdmaler des großen Nimrods Ludwig VIII. von 1767/68 zusammen mit weiteren zu anstehenden hier aufliegend) – 340 (Hessen-Darmstadts Battenberger Hirsch) – 342 (Hessen-Darmstadts/Kassels Vier Hirsche-Komposition vor Schloß + Kirche von Romrod) – 350 – 353 (Hohenzollern-Sigmaringer mit „Prachtgeweih … [und] Eichenlaub im Maule … gehört zu den besten [der Wundersamsten]“) – 371 – 373 (Hohenlohe-Neuenstein) .

Der ex cathedra ausgesprochenen Nahezu-Unauffindbarkeit gedachter beider Thienemann-Nachträge entspricht

die superbe Seltenheit

eines completten Exemplars , wie hier ,

von Laifle’s photographischem „Ridinger-Album“

unter Einschluß eben dieser beiden Motive.

Fehlte das Album doch bereits 1889/90 auf Coppenrath’s eigener Versteigerung mit ihren reichen Ridinger-Beständen! Wie solchermaßen auch bibliographieunbekannt. Denn in den Vorgängern der Deutschen Nationalbibliographie wie auch im neuzeitlichen „Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1700-1910“, Bd. 117, findet sich jeweils nur die 1. Lieferung, sodaß auch wir diesen Torso zunächst als mit „Alles Erschienene“ garnierten. Fehlanzeige aber auch in allen hier archivierten großen Ridinger-Sammlungen + -Offerten. Die von Coppenrath bzw. Coppenrath/Manz veranstalteten Auflagen können daher gar nicht klein genug gedacht werden.

niemeyer’s — wo ausgefallenes zu hause ist

Aber selbst noch in den 90er Jahren des Jahrhunderts als der Spätzeit dieser reproduktionstechnisch revolutionären und nun schon noch weiter vorangetriebenen Neuerung bedingten qualitätvolle photographische Galeriewerke, wie etwa die Braun’schen, einen Preis, der die Kunsthistoriker beklagen ließ, sie drohten „zu einem Privileg auszuarten“, indem sie Gelehrte und weniger bemittelte Kunstfreunde regelrecht mit „einer Art von Zwangssteuer“ belegten im Gegensatz zu „Privatkreisen, die in der angenehmen Lage sind, ihren ästhetischen Bedürfnissen nicht ganz unerhebliche Opfer zu bringen“ (zitiert nach FAZ vom 22. 8. 2001). Doch kein Geringerer als der große Bode in Berlin hatte sich „nach einer langen Versuchsphase, während derer er die Höchstleistungen beider Techniken (der von ihm zunächst favorisierten Nachstiche durch Künstler und eben der Photographie) prüfte, deutlich für die Photographie entschieden“.

Aussagemäßig hochkarätig

das Inhaltsverzeichnis durch Verweise auf deren, vereinzelt, körperliche Vorlagen, Öle (sic!) + Platten, sowie, vielfach, Vorzeichnungen + Probedrucke, etwaige Irrtümer. Dabei

exorbitant die Nachricht ,

daß von Ende der 30er Jahre zu Th. 245 als „ein äusserst interessanter Versuch Ridingers“ ein Ein-Platten-Farbendruck neben einem solch weiteren technischen Versuch mit einem Pferd in der von Dalberg’schen Sammlung existieren. Dies sicherlich in Zusammenhang mit seiner Mitarbeit als (zumindest) Zeichner und Mitherausgeber des Weinmann’schen Pflanzenwerkes (1735/7-1745) als der ersten botanischen Nutzung der Johann Teyler’schen (1648 – nach 1698/99, vielleicht 1712) Ein-Platten-Farb-Methode, die letztlich gleichwohl eindeutig rückschrittlicher und weit kostspieliger war als der von Le Blond um 1710 erfundene Mehrplatten-Farbdruck, den aber erst englische Mezzotinto-Stecher um 1720 einsatzfähig gemacht hatten und den daraufhin nur wenig später Ridinger um 1725 als für die Literatur wohl erster mit einer Hirschjagd (einzig bekanntes Exemplar dieses für Ridinger einzigen Beispiels bei Schwerdt III, 132 mit Abb.) in Deutschland einführte.

Sehr reizvoll schließlich auch die Beteiligung Kobells an diesem

wohl frühesten Ridinger’schen Photographicum

(das erste mit auch nur lediglich 14 Photographien neben zudem herkömmlichen zahlreichen Holzstichen illustrierte Rheinbuch beispielsweise erschien erst 1868 bei Murray in London).

Hatte er sich doch schon 1842 mit seiner „Galvanographie, eine(r) Methode, gemalte Tuschbilder durch galvanische Kupferplatten im Drucke zu vervielfältigen“ einen technischen Namen gemacht. Auch mineralogisch publizierend, machten ihn im übrigen seine Jagdveröffentlichungen, allen voran sein „Wildanger“, bekannt.

» … und erwarb sich (Ridinger) bald ,

doch mehr

durch eigenes Nachdenken und Beobachten

als durch die genannten Lehrer ,

eine besondere Fertigkeit

im Zeichnen und Malen

von Pferden und Jagdthieren … «

Ferdinand von Kobell in seinem Vorwort

Auf hiesigen Coppenrath’schen Vorreiter reagierte die Konkurrenz mit folgenden Nachzüglern :

„Abbildung einiger jagdbarer und reissender Thiere“ in 84 (so das Gesamtverzeichnis, doch recte wohl 24) Photos in hoch-4°, Augsburg 1867 (Bln., Sandrog & Co.) + „Jagd-Album. Hirsch-Abnormitäten, interessante Hatzen und seltene Jagdthiere photographiert von B. Kliemeck (Serie 1, 64 Bll.) + C. Schauer Nachf.“ (Serie 2) in 18 Lieferungen zu à 4 (1-17 = 68) bzw. 2 (18) (Gesamtverzeichnis: 16 Liefer., davon erschienen [nur] 1-12 à 4 Bll. [= 48, demnach hiesige Laifle-Edition nicht nur die erste, sondern auch die umfangreichste sein dürfte]) Photos in 4°, Bln., Lichtwerck, 1873/75.

Da bibliographisch solchermaßen erfaßt, rangieren diese beiden Folgen aber auch in puncto Seltenheit hinter Coppenrath’s Pionier-Edition, gleichwohl fehlen auch sie in den hier registrierten Beständen.

Herrlich breitrandig, tragen die Tafeln unten links ihre jeweilige Lieferungszugehörigkeit in Bleistift von alter Hand. Eine durchweg immer wieder zu registrierende meist nur schwache (Stock)fleckigkeit der breiten Ränder der Montagekartons gesamthaft als kaum störend marginal bleibend. Die starke Fleckigkeit der weißen Rückseite von Tafel 28 mit Auswirkung auch auf die Ränder der Bildseite von Tafel 29 – hier auch das Photo selbst in seinem Unterext kaum wahrnehmbar, aber doch minimal fleckig – hingegen dürfte nach Restauratorenmeinung auf ein Mißgeschick beim Klebevorgang zurückzuführen sein.

» Die ersten Fotografien auf Albuminpapier

waren so dünn ,

dass man sie auf Pappe aufkleben musste «

Danuta Thiel-Melerski 2006

Und so bietet sich denn hier und heute allein schon rein inhaltsmäßig

die großartige Gelegenheit welche .

Für die Ridinger-Sammlung als solcher ebenso wie nur (!) als Bilddokumentation unter künstlerischem wie zoologisch-jagdlichem Aspekt, begleitet von zwei exorbitanten Ergänzungen als Trüffel für die Wundersamsten und für das Œuvre generell. Und schließlich für ein

rares Desideratum aus der Frühzeit der Photographie

als dem immer dominanter werdenden anspruchsvollen jungen Sammelgebiet sui generis. An dem nicht zuletzt der Meister selbst als allem technisch Neuen seines Metiers pionierhaft zugetan – erinnert sei an seine besagten Verdienste um den Farbendruck – sein Pläsier gefunden hätte. Wie nicht minder am äußeren

Johann Laifle, Ridinger-Album

adäquat glanzvollen non plus ultra .

Angebots-Nr. 15.609 / Preis auf Anfrage

niemeyer’s rote serie — bücher jenseits der norm

Folgt die 1. Lieferung apart

nebst Titel , Inhalt + Vorwort zum Gesamtwerk
aber nur 9 statt der 10 Photos

Fehlend Tafel 5, Th. 247, als dem 66-Ender in Moritzburg , aber mit Tafel 2 als der Th. 1299-Rarität :

Ridinger, Coburger Hirsch

OHlwd.-Mappe mit einseits verkürzter Schlaufe, der Rückenbezug leicht altersspurig. – Die partiell leicht – nur Titel- und weiße Schlußseite stärker – stockfleckige Gesamttitelei offenbar schon ursprünglich der 1. Lfg. beigegeben, hier indes einem anderen Exemplar entnommen und formatmäßig mit 30,8 x 24,7 cm gegenüber den Tafeln (33,4 x 26 cm) leicht verkürzt. – Inhalt mit alter Bleistiftabhakung.

Angebots-Nr. 28.813 / EUR  998. / export price EUR  948. (c. US$ 1085.) + Versand

Folgen 13 Einzelmotive der Folge

sich anbietend bis hin zum Platz an der Wand

Der Augsburger Stutzer

Anno 1700. im Monath Augusti Haben Sr. Hochfürstl: Durchl: Alexander Sigismundus Herzog zu Pfaltz(-Neuburg/Donau) und Bischoff zu Augspurg disen Hirsch lebendig gefangen dessen Farbe war an Kopf Hals Leib und Læuffen das andere Rehefarbe mit duncklen kleinen Flecken die Schalen an allen vier Læuffen war die Helffte weis und die andere schwartz und ist selbiger von dem Hn. Carl Willh. von Hamilton (Brüssel 1668 – Augsburg 1754, Hofmaler Alex. Sigismunds) nach dem Leben gemahlet worden. Aufgewalzte Photographie von Johann Laifle (aktiv nachweisbar Regensburg 1865 – um 1900). (1865.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sc. et exc. Aug. Vind. 1754, ansonsten wie vor + auf dem Montagekarton: 26. / Photographirt von J. Laifle. / Verlag von A. Coppenrath in Regensburg. Photogröße 16,3 x 13, Kartonformat 32,8 x 25,3 cm.

Johann Elias Ridinger, 1700 Haben Haben Alexander Sigismundus zu Pfaltz(-Neuburg/Donau) disen Hirsch lebendig gefangen

„ In stutzender Stellung vor Stricken “

Blatt 26 der Folge als Blatt 62 der Wundersamsten Hirsche, Th. 304. – Für die Zeichnung in schwarzer Kreide siehe Sammlung Coppenrath Abt. II (1889), Pos. 1917.

Angebots-Nr. 15.685 / EUR  118. (c. US$ 135.) + Versand

Der Coburger „46“ - Ender

Da weitete sich die Linse

Ridinger, Coburger Hirsch

als sie mit Th. 1299
eine kostbare Ergänzung zu den Wundersamsten
zu sehen bekam .

Die jeweils 8zeilige Detailausmessung des Hirschen

beidseits des Trittsiegels

in dieser Ausführlichkeit nirgends sonst im Œuvre !

Dieser Hirsch von 46. Enden, und der bey 550. ℔ gewogen, ist am 31. Augusti 1736. von des Herrn Herzog Franz Joseæ zu S. Coburg-Saalfeld Hoch-Fürstl. Durchl. anderthalb Stunden von der Fürstl. Residenz Coburg in denen so genannten Moggen-brun(n)er Feld büschen in einem Kessel Jagen geschossen worden. Inmitten des hohen Textfeldes seine Spur in Umriß, beschriftet mit „Die Ferte von dem Hirsch.“ Photographie von Johann Laifle (aktiv nachweisbar 1865 – um 1900) nach Ridinger’s Radierung/Kupferstich mit dessen Signatur Johan(n) Elias Ridinger delineavit et Sculpsit Aug. Vind., ansonsten wie vor und unten., sowie auf dem Montagekarton: 2. / Photographirt von J. Laifle. / Verlag von A. Coppenrath in Regensburg. (1865.) Photogröße 16,5 x 13,2 cm, Kartonformat 32,7 x 25,1 cm.

Für die Radierung siehe Thienemann (Nachtrag) + Schwarz 1299; Weigel, Kunstlager-Catalog, XXVIII (1856, Seite 107), 127 („Sehr selten“); Coppenrath (1889) 1604 bzw. (wohl 1890 wiederholend) 2024 als „ Ausserordentlich bzw. Aeusserst seltenes Blatt “; Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 1900) 1511 f. („Sehr selten“), einmal bis zum Plattenrand beschnitten, zum andern bis zum Bildrand und mit leichten Randschäden; Schwerdt III (1928), 138 f. als Zwischenbindung im Exemplar der Wundersamsten.

Fehlend 1958 in der opulenten Ridinger-Sammlung Gräflich Faber-Castell, konnte ein Abzug dieses Ridinger-Rarissimums hierselbst innert 50 Jahren erstmals mit dem Exemplar Graf Radulf’s zu Castell-Rüdenhausen (1922-2004) vorgelegt und in rheinische Privatsammlung abgegeben werden, wo es sich zum zuvor hier durchgelaufenen wundervollen von Behr’schen Exemplar der Wundersamsten versammelte.

Angebots-Nr. 15.678 / EUR  168. (c. US$ 192.) + Versand

Der Tübinger 15-Zacker

Anno 1724. haben Ihro Hochfürstl: Durchl: Eberhard Ludwig Herzog zu Würtenberg disen Hirsch in der Brunfft auf dem Direnberg Einsidler Huth Tübinger Forsts selbst geschosen. Photographie wie vor. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind. + 4. … Laifle wie oben.

Johann Elias Ridinger, 1724 haben Eberhard Ludwig Herzog zu Würtenberg disen Hirsch geschossen

Blatt 4 der Folge als Blatt 1 der Wundersamsten, Th. 243: „… mit drei Stangen, an denen funfzehn Zacken.“ – Siehe die Abbildung im Ausstellungskatalog Johann Elias Ridinger, Nationalmuseum Kielce/Polen, 1997, Nr. 92.

Angebots-Nr. 15.679 / EUR  98. (c. US$ 112.) + Versand

Der Ansbacher 2-Hacker

Disen Hirsch von ungeraden 16. Enden mit denen auf beeden Stangen gewachsenen 2. hacken haben in der Hirsch faiste S. Hochfürstl: Durchl: Herr Marggraf Wilhelm Friderich zu Brandenburg Onoltzbach (Ansbach) Anno 1720. auf dem Schellen wasen Triesdorffer Wildfuhr, in einem expresse gemachen Bestaett =jagen selbst geschossen. Photographie wie vor. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. et sc. et exc. 1741 + 12. … Laifle wie oben.

Johann Elias Ridinger, Hirsch von ungeraden 16 Enden mit auf beeden Stangen gewachsenen 2 hacken haben Herr Marggraf Wilhelm Friderich zu Brandenburg Ansbach 1720 geschossen

Blatt 12 der Folge als Blatt 22 der Wundersamsten, Th. 264. – Siehe die Abbildung bei Wolfgang Wüst, Ein frühmodernes Land im Jagdfieber – Das „ius venandi“ der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, in Triesdorfer Hefte IX, Die Jagd der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach in der Frühmoderne, 2010, Seite 20.

Angebots-Nr. 15.680 / EUR  98. (c. US$ 112.) + Versand

Jagdreisen-Erinnerungen

Der serbische Trompeter

Anno 1728. haben Ihro Hochfürstl: Durchl: Carl Alexander Herzog zu Würtenberg disen Hirsch in einem Jagen bey Barackin in dem Königreich Servien geschoßen. Photographie wie vor. Bezeichnet: Joh. El. Riedinger (sic!) del. sculps. et excud. Aug. Vind. + 13. … Laifle wie oben.

Johann Elias Ridinger, 1728 haben Carl Alexander zu Würtenberg disen Hirsch bey Barackin in dem Königreich Servien geschoßen

Blatt 13 der Folge als Blatt 9 der Wundersamsten, Th. 251: „Die starken, am Ende niedergebogenen Geweihe endigen in der Gestalt wie eine Trompete.“ – Kielce-Katalog Nr. 99 nebst Abbildung.

Angebots-Nr. 15.681 / EUR  98. (c. US$ 112.) + Versand

Im Gegensatz zu mit Stärke überzogenen

und damit eine stumpfe Bildwirkung

bedingenden Photopapieren

benutzte der Verleger Coppenrath

als Ridinger-Sammler

hier bereits

mit Albumin (Eiweiß) überzogene Papiere

» von hohem Glanz … (wie) jetzt bevorzugt,

weil es die feinsten Details wiedergibt «

Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, XIII (1889), Seite 17

Johann Elias Ridinger, Diser Hirsch von 19 Enden ist im Algeuw von einem sich los gerissenen Leit=Hunde gejaget worden

Der Allgäuer und sein Leithund

Diser Hirsch von 19. Enden ist im Algeuw im gebürge von einem sich los gerissenen Leit=Hunde – dieser ihm buchstäblich auf dem rechten Hinterlauf – einen halben Tag gejaget und endlich bey germisch (sic!) nebst dem Leit=Hunde zu Tode gestürzt Anno 1701. gefunden worden. Photographie wie vor. Bezeichnet: J. El. Ridinger del. sculp. et excud. Aug. 1742 + 14. … Laifle wie oben. – Blatt 14 der Folge als Blatt 25 der Wundersamsten, Th. 267.

Angebots-Nr. 15.682 / EUR  118. (c. US$ 135.) + Versand

Der salzburgische Schreier

Anno 1739. die 15. 7bris. Haben Ihro Excell. Herr Herr Frantz Lactantius des Heil. Römischen Reichs Freyherr von Firmian Sr. Röm. Kayserl. May: gehaimbter Rath und Kammerer auch Hoch=Fürstl: Saltzburgl: Obrist Hofmeister, disen Hirsch zu Weithwürth in dem Saltzburgl: geschossen. Photographie wie vor. Bezeichnet: J. El. Ridinger del. sc. et excud. 1741 + 16. … Laifle wie oben.

Johann Elias Ridinger, 1739 die 15. 7bris Haben Frantz Lactantius von Firmian disen Hirsch in dem Saltzburgl: geschossen

Blatt 16 der Folge als Blatt 15 der Wundersamsten, Th. 257: „Steht mit seinem prächtigen Geweih schreiend im Wasser.“ – Die 1740er Vorzeichnung weißgehöht Bleistift mit Provenienz Spengler + Lanna figurierte 1958 als Pos. 4 bei Gräflich Faber-Castell.

Angebots-Nr. 15.683 / EUR  118. (c. US$ 135.) + Versand

Das Darmstädter Schlappohr

Diesen Hirsch mit Schlappohren haben des Regier: Herrn Landgrafen von Hessen Darmstadt Hochfürstl: Durchl: (Ludwig VIII.) den 20ten. Augl: 1754. in der gegend von Darmstadt („im Ar-heilger Forst gegen der Mörsbach bei dem Hirtenhause“) geschossen. Photographie wie vor. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. fec. et exc. Aug. Vind. + 28 … Laifle wie oben.

Johann Elias Ridinger, Diesen Hirsch mit Schlappohren haben Ludwig VIII. von Hessen Darmstadt 1754 geschossen

Blatt 28 der Folge als Blatt 63 der Wundersamsten, Th. 305: „Auch die Geweihe eigenthümlich. Einen ähnlichen findet man in v. Wildungen’s Taschenbuch Jahr 1809-12 abgebildet.“ – Siebert + Weitz, Ridinger – Bilder zur Jagd in Hessen-Darmstadt, 1999, Seiten 32 f. nebst Abb.: „Im Jagdtagebuch Ludwig VIII., in dem die ‚raren Schuß‘ des Landgrafen gesammelt sind, findet sich auch der Hirsch ‚mit den Schlappohren‘.“ – Für die Zeichnung in schwarzer Kreide siehe Sammlung Coppenrath Abt. II (1889), Pos. 1913.

Angebots-Nr. 15.686 / EUR  98. (c. US$ 112.) + Versand

Der Battenberger Kunstgeschichtler

Dieser Hirsch, welchen Se. Hoch-Fürstle. Durchlt. der Regierende Herr Landgraf LUDWIG VIII. zu Hessen-Darmstadt Ao. 1763. aus Battenberg in Ober-Hessen heraus führen und in die große Faisanderie bey Cranichstein bringen lassen, der hernach Ao. 1765. durch ein præchtiges Geweyh von 32. Enden bekandt worden, hat im darauf folgenden 1766ten. Jahr abermal gleiche Anzahl von Enden aufgesezt, wie solcher nach der Natur gezeichnet, hier vorgestellt worden. Abweichend von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780) nach Georg Adam Eger (1727 Murrhardt 1808). Photographie wie vor. Bezeichnet: G. A. Eger delineav. et pinxit. / M. El. Ridinger sculps. Aug. Vind. + 30 … Laifle wie oben.

„ Dargestellt ist der wohl bekannteste Hirsch aus dem Jagdschloß Kranichstein …

Georg Adam Eger, Dieser Hirsch ... hernach Ao. 1765. durch ein præchtiges Geweyh von 32. Enden bekandt worden

Der Battenberger Hirsch hat Eingang in die Kunstgeschichte gefunden … “

(Siebert-Weitz, a. a. O., SS. 46 f. nebst Abb.). – Blatt 30 der Folge als Blatt 98 der Wundersamsten, Th. 340. – Kölsch, Georg Adam Eger (1727-1808), Jagdmaler am Hessen-Darmstädter Hof, 2010, Kat.-Nrn. 33 + 32 nebst Abbildungen.

Angebots-Nr. 15.692 / EUR  118. (c. US$ 135.) + Versand

Das mährische Mannweib

Anno 1758. Dises Thier ist von Jugend auf in dem Hoch-Reichsgräfl: Waldsteinischen Thiergarten zu Trebitz in Mæhren auferzogen worden, hatt auch etlichmahl Kælber getragen, endlich im 18. Jahr seines Alters dises Gewichte aufgesezt und ist mir von Sr. Hoch-Reichsgräflichen Excelle: dem Hn. Grafen Emanuel Gr. von Waldstein und Wartenberg zugesandt worden. Photographie wie vor. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et excud. Aug. Vind. + 31 … Laifle wie oben.

Johann Elias Ridinger, Anno 1758 Dises Thier hatt etlichmahl Kælber getragen, endlich im 18. Jahr seines Alters dises Gewichte aufgesezt

Blatt 31 der Folge als Blatt 79 der Wundersamsten, Th. 321: „Er gehört also zu den Mannweibern (viragines), deren auch Wildungen in seinem Taschenbuch 1800. Tab. II. ein Paar abgebildet und beschrieben hat“.

Angebots-Nr. 15.687 / EUR  98. (c. US$ 112.) + Versand

Der Weiße vom Vogelsberg

Anno 1741. im Monath Septembr: Ist diser Hirsch von 16. Enden bey dem Hochfürstl. Jagt-Haus Jægerthal im Forst Romrod von I. H: Fürstl. Durchl: dem regierenden Hr: Land-Grafen zu Heßen-Darmstatt (Ludwig VIII.) selbst geschoßen worden. Er war von Farbe weis, besonders der Kopff am weissesten aber die Ohren. Photographie wie vor. Bezeichnet: J. E. Ridinger fec. + 35 … Laifle wie oben, dazu im Bild selbst oberhalb der Gebäudeanlage Fürstl Jagt-Haus Jægerthal.

Blatt 35 der Folge als Blatt 50 der Wundersamsten, Th. 292. – Siebert + Weitz, a. a. O., SS. 24 f. nebst Abb.:

Johann Elias Ridinger, 1741 Ist diser Hirsch von 16 Enden im Forst Romrod von Ludwig VIII. von Hessen-Darmsadt geschossen worden

„ Als Vorbild kann ein Bild des Hofmalers Stockmar gedient haben, ist aber im Unterschied zu Eger-Vorlagen nicht genannt … Romrod, am nördlichen Rand des Vogelsberges, war Hofjagdrevier der Landgrafen von Hessen-Darmstadt bis zum Jahre 1937 … Das sog. Jagdhaus Jägertal war eigentlich kein Haus. Es war einem Zeltlager nachempfunden und bestand aus 14 einzelnen Bauten. Erbaut war es in den Jahren 1721/22 … “

Angebots-Nr. 15.689 / EUR  118. (c. US$ 135.) + Versand

Hohenloher Böcke-Schießen

No. 1. Dises Rehe-Bocks Gewichtel ist gantz ineinander gewachsen, das man nicht durchsehen kan. No. 2. Diser Rehe-Bock hatte zwischen beyden Rosen ein Gewæchse wie eine Morchel, so besonders in die Hirnschale gewachsen war und hatte eine lange Wurzel, das man es herausnehmen und wider in die Cavitet stecken konte, unter den Rosen waren auch 2. Trosenformige Knöpfe knapp ein paar Meßerrucken hoch, alle dise Reh-Böcke sind in dem Hohenloischen nach und nach geschoßen worden. Photographie wie vor. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et exc. A. V. / Martin El. Ridinger sculpsit. + 37 … Laifle wie oben.

Vier Rehbocksgewichte, geschossen in Hohenlohe

Blatt 37 der Folge als Blatt 78 der Wundersamsten, Th. 320. – Für die Zeichnung in schwarzer Kreide siehe Sammlung Coppenrath Abt. II (1889), Pos. 1925.

Angebots-Nr. 15.690 / EUR  98. (c. US$ 112.) + Versand

Der gewilderte Spessartianer

Anno. 1728. ist dieser wundersame Hirsch, in dem alten Bucher=Forst im Spessart, zwey Stunden von Werthaim, von denen Wildpreths Dieben geschossen worden – und dieser hinterhalbstehende mir von einem guten Freunde sein auch seltenes Gewichte zugebracht, und in Natura verehret worden. Der es in einer Verlassenschaft erkaufet. Photographie wie vor. Bezeichnet: E. Ridinger Sculp (recte, siehe unten, M. E. Ridinger, Sculp. A. V.) + 48 … Laifle wie oben.

Johann Elias Ridinger, 1728 ist dieser wundersame Hirsch im Spessart, zwey Stunden von Werthaim, von denen Wildpreths Dieben geschossen worden

Blatt 48 der Folge als Blatt 38 der Besondern Ereignisse u. Vorfallenheiten bey der Jagd, Th. 371, figurierend zugleich als Blatt 31 in der III. Ausgabe der Wundersamsten von ca. 1859, wie Laifle hinsichtlich der abweichenden Signatur infolge vermutlicher Druckschwäche offenbar vorgelegen hat.

Angebots-Nr. 15.691 / EUR  118. (c. US$ 135.) + Versand

Und erscheinen

Ridinger’s Wundersamste

mit ihren Merkwürdigkeiten + Abnormitäten

nicht zuletzt geeignet ,

der Gesellschaft einer hochtechnisierten ,

über scheinbar alles Wissen verfügenden Zeit

wieder etwas mehr Bescheidenheit zu lehren

gegenüber dem Walten der Löns’schen Gnädigen ,

unser aller Mutter Natur .

Daß nämlich nicht alles reglementierbare Umweltsünde ist ,

was in dieser geschieht .

Und nicht alles erklärbar ist .


“ Thanks a lot for your answer to my request, in such a short time and in such a detail! I’m pleasantly surprised with the fact that you presented me 3 different options! The 2 options … although very tempting (pricewise, extra prints etc) do not interest me, because of the condition of the prints. As a collector I wouldn’t like anything else but the best – the first option. To be absolutely honest with you, I expected the price to be high, but not so much … (It’s a) ‘Museum quality’ piece … Congratulations for the excellent pieces you offer !!! ”

(Mr. L. M., January 12, 2016)