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Iran

Charles Le Brun, Dareios (Schlacht von Gaugamela)
Dareios III., letzter König der Perser
331 v. Chr. in der Schlacht von Gaugamela/Arbela gegen Alexander von Macedonien
Ausschnitt aus Charles Le Brun, Die Triumpfe Alexanders

Neues altes Perserreich

» Endlich kam (Dareios)

um Mitternacht nach einem langen Wege

auf seiner Flucht nach Arbela .

Wer ist aber wohl im Stande ,

so viele Streiche des Glücks an einem einzigen Tage ,

die mancherley Arten des Todes

der Befehlshaber und der Truppen ,

die Flucht der Besiegten ,

das bald bey einzeln bald unter ganzen Haufen

angerichtete Blutbad

sich vorzustellen , oder zu beschreiben ?

Begebenheiten

für ein ganzes Jahrhundert

ließ das Schicksal

an diesem Tage auf einmal erscheinen … «

Curtius Rufus , Alexander der Große , Frankfurt/M. 1783 , Bd. I , Seiten 396 f.

Carte de l’Empire de Perse

Persien

Mit girlandengeschmückter großer Titelkartusche von J. Arrivet

sowie 4fachem Meilenzeiger mit persischer, türkischer, französischer und nautischer Skala. Von Rigobert Bonne (Raucourt, Ard., 1727 – 1795) verfaßte Persien-Karte 1 : 7,6 Mill. in grenzkolor. Kupferstich bei Jean Lattré, Paris. 1771. Signiert, datiert, bezeichnet. 33 x 43,9 cm.

Das persische Reich

mit seinen Provinzen, darunter Khorasan – Kohistan – Sigistan – Kandahar – Arrokage – Mecran – Mogostan – Laristan – Kerman – Farsistan – Chusistan – Laurestan – Irakajemi – Aderbigian – Gilan – Masanderan – Chiruan – Dahestan – Gorgan . Ferner Armenien + Georgien .

Im Norden zwischen Schwarzem + Kaspischem Meer vom Terek-Fluß begrenzt, im Osten von Aralsee – Amudarja-Fluß – Bamian – Indus – Multan , dann bis zum Delta am Arabischen Meer – Straße von Hormuz – Persischer Golf mit Bahrein – Qatif – Basra . Der Euphrat bis Hille , der Tigris mit Bagdad – Takrit – Mossul – Diyabakir und schließlich Trapezunt. Damit auch das gesamte Kurdistan umfassend. – Typographisches Wasserzeichen.

Angebots-Nr. 14.753 / EUR  235. (c. US$ 254.) + Versand

Persicher Gelehrter

Persischer Gelehrter. XV. Jahrhundert. Kolor. Holzschnitt des Xylograph. Instituts von Hugo Kaeseberg (1847 Grimma 1893) nach Alois Greil (Linz 1841 – Wien 1902). Ca. 1877/84. Bezeichnet: HKbg. XJ / A Greil (18)77, ansonsten wie vor. 19,5 x 10,7 cm.

Aus Lipperh. Ad 46. – BLÄTTER FÜR KOSTÜMKDE., NF 74. – „Von nicht unwesentlicher Bedeutung ist schließlich G.‘s Tätigkeit als Zeichner für Holzschnitte …“ (Th.-B. XIV, 1921, 584 f.).

Angebots-Nr. 6.410 / EUR  49. (c. US$ 53.) + Versand

Perser aus Konstantinopel

Perser aus Konstantinopel. Lasiert kolor. Holzschnitt der Xylograph. Anstalt von Richard Henkel. Ca. 1875/84. Bezeichnet: X. A. R. Henkel., ansonsten wie vor. 24,4 x 11,5 cm. – Blatt NF 173 der Folge.

Angebots-Nr. 6.395 / EUR  46. (c. US$ 50.) + Versand

Perser aus Khoï

Perser aus Khoï. Kolor. Holzschnitt. Ca. 1875/84. Bezeichnet wie vor. 17,3 x 13,8 cm. – Blatt NF 216 der Folge. – Längsfalte im Bildrand, drei rückseitige Randverstärkungen, vereinzelte Stockstippen im weißen Feld, nur einer größer, aber gleichfalls nur schwach.

Angebots-Nr. 6.409 / EUR  35. (c. US$ 38.) + Versand

Persischer BogenschützePersischer Heerführer

Persischer Heerführer / Krieger / Bogenschütze. XV. Jahrhundert. In jeweils reicher Tracht mit den Attributen ihrer Profession, letzterer in Vorführhaltung. 3 Blatt. Kolor. Holzschnitte des Xylograph. Instituts von Kaeseberg nach Greil wie oben. Bezeichnet: HKbg. XJ (Bll. 2 + 3) / A (Bl. 1 „A.“) Greil (18)77 (Bl. 2 „Greil ’77“), ansonsten wie vor. 20,7-22,5 x 11,5-12,5 cm.

BLÄTTER NF 73, 122, 124 der Folge. – Blatt 1 (Heerführer) auch apart lieferbar.

Angebots-Nr. 6.411 / EUR  138. (c. US$ 149.) + Versand

niemeyer’s — wo ein mehr das tun bestimmt

„ … oben lauernd ein Karakal
Ridinger, Rotluchs + Karakal
… aus Persien oder Arabien … “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Kat Luchs, bürg od’ Stein Luchs. Kolor. Radierung/Kupferstich. Bezeichnet: LYNX TYGRINVS. / Kat Luchs … wie vor / Loup cervier. / Familia IV. Fünffzähige. / Ex Collection D. Kleinii. / J. El. Ridinger fec. et excud. A. V. 31,2 x 21.2 cm.

Thienemann + Schwarz 1070. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

Ridinger, Karakal
Karakal (Ausschnitt)

„ Unten ein stark gefleckter Rotluchs, liegend (nach links mit Blick auf den Betrachter), oben lauernd ein Karakal … aus Persien oder Arabien. Es ist dann eine recht gelungene Abbildung aus der Ludolf’schen (Klein’schen) Sammlung “ (Th.).

„ Der Luchs … ist ein besonders grimmiges und schädliches Thier für die Wildbahn, daher man solchen, so bald man eine Spur von ihm hat, zu vertilgen und dem Wilde Sicherheit zu verschaffen suche … Man fängt sie auch, indem man ihnen so genannte Fallbäume legt (zu Ridinger’s entsprechendem Kupfer Schlag=baum vor einen Luchs aufgestellt sowohl deren originale spiegelbildliche Druck-Platte im rotgoldenen Glanze ihres 266 Jahre alten Kupfers als auch deren lavierte Ursprungszeichnung hier aufliegend) “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, S. 12, in Kopie beiliegend).

Mit dem für seine Sammlungen berühmten Jacob Theodor Klein („Plinius Gedanensium“, Königsberg 1685 – Danzig 1759; Danziger Stadtsekretär, später Direktor der von ihm mitbegründeten Danziger Naturforscher-Gesellschaft, Mitglied der Royal Society, London, und Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg; ADB XVI, 92 ff.) stand Ridinger in regem Kontakt und wurde von diesem auch für sein Thierreich-Unternehmen vielfältig unterstützt. Kleins von Linnés anatomischer Systematik überholter Klassifizierung nach Art und Zahl der Gliedmaßen folgend, tragen die Frühzustände einiger Blätter der Folge denn auch noch Referenzen zu dessen 1751er Quadrupedum dispositio brevisque Historia Naturalis, wie Thienemann für einige Tafeln bekannt und für verschiedene weitere per hier vorliegendem Komplett-Exemplar dokumentiert. Ridinger selbst hebt per Vorwort in seinen Dankesworten „insonderheit die ungemein schöne Sammlung des Herr P(rofessor). Klein

aus der Ludolphischen Verlassenschaft , welche lauter Original=Stücke enthält “

hervor. – Mit Wz. Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig (Typ Heawood 64/Churchill 428) als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen der feinen Illumination“ für die kolorierten Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 1,4-3,2 cm, unten 4,8 cm breitrandig. – Von schwachem Fleck begleitete kleine schwache Stelle in unterer Plattenkante vorsorglich säurefrei hinterlegt.

Angebots-Nr. 15.925 / EUR  535. / export price EUR  508. (c. US$ 549.) + Versand

„ (Alexander)

ist aber selbst nicht klüger ,

und rennt gleich den Raubthieren ,

mit seinen gierigen Blicken

Ridinger, Leopard zerreißt Esel
Ridinger’s Gleichsetzung eines Raubtiers mit Alexander
aus den Kämpfen reißender Thiere

blos auf die Beute geheftet ,

in den vor dieser Beute sich öffnenden Abgrund “

Dareios’ vor der Schlacht von Arbela angestellter Vergleich
ob der Tollkühnheit seines Gegners

nach

Curtius Rufus , a. a. O. , Bd. I , Seite 374

„ Erst bei Gaugamela, unweit von Arbela (in Assyrien, das heutige Arbil/Erbil als Hauptstadt Kurdistans, eines oder gar das ältestbesiedelte Gebiet der Welt), traf (Alexander) im Herbst 331 auf den Feind. Dort kam es 1. Okt. zur Entscheidungsschlacht. Schon war Parmenions Flügel durchbrochen, die Perser standen im makedonischen Lager , da errang A., mit der Phalanx das feindliche Zentrum durchbrechend, den Sieg. In Arbela, bis wohin A. mit der Reiterei den Feind rastlos verfolgte, fielen den Siegern der königliche Schatz, alles Feldgerät und zum zweitenmal (nach Issos) des Königs Waffen in die Hände.

Dareios selbst entkam mit 8000 Mann nach Ekbatana ,

während Ariobarzanes mit 25.000 sich nach Persis warf; die übrigen Satrapen zerstreuten sich oder gingen zu A. über.

Dem Perserreich war der Todesstoß gegeben .

Babylon ergab sich … “

( Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., I [1889], 316 ff. ).

„ Die triumphale Apotheose …
Darstellend den Krönungs-Moment
Verdier, Übergabe von Babylon
der Persien-Campagne … “

Verdier, François (1651 Paris 1730). Kampflose Übergabe von Babylon nach der Schlacht von Arbela (1. Oct. 331 v. Chr.). Nach der Niederlage des Perserkönigs Dareios übergibt dessen Feldherr Mazäus, der sich hierhin geflüchtet hatte, die Stadt dem Sieger, der ihm denn auch auf liberalste Weise begegnet. Figurenreiches Scenarium unter Palmen vor den Mauern der Stadt. Grau lavierte und weiß gehöhte schwarze Kreidezeichnung auf blauem Papier. Bezeichnet im Unterrand: maceo … … apres la Bataille darbel Vien ce Rendre a Alexandre. Ca. 261 x 503 mm.

Provenienz

Englische Privatsammlung
um 1770

aufgelegt von dieser auf beigefarbenen Untersatzbogen (38 x 60,5 cm)

mit Wz. D & C Blauw

(Heawood 3268; „England c. 1769“,
ob begleitet von den Nebenmarken Wappen + IV muß offenbleiben).

Eingefaßt von antiker Goldpapier-Leiste und zwei Paspelierungs-Doppel in Schwarz, ist der Montagebogen nicht frei von Altersspuren, so etwa auch rückseitiger Oberrand mit 2 cm breitem braunen Klebstreifen.

„ Da sich (Alexander) nun Babylon selbst näherte, gieng ihm Mazäus, der sich aus dem Treffen (bei Gaugamela „unweit von Arbela [in Assyrien, das heutige Arbil/Erbil als Hauptstadt Kurdistans, eines oder gar das ältestbesiedelte Gebiet der Welt]“, Meyers, a. a. O., I, 318) in diese Stadt geflüchtet hatte, mit seinen schon erwachsenen Kindern entgegen, und überließ sich und die Stadt der Gnade des Siegers. Die Ankunft dieses Mannes war für den König sehr erwünscht, indem sie ihn der so weit aussehenden Belagerung einer so festen Stadt überhob. Ausserdem war leicht zu vermuthen, daß dieser berühmte und tapfere Mann, der sich besonders im letzten Treffen so sehr hervorgethan hatte, noch mehrere durch sein Beyspiel zur Uebergabe reizen würde. Er begegnete ihm und seiner Familie daher sehr gnädig … “

( Curtius Rufus , a. a. O., Bd. II , Seiten 7 f. ) .

Entstanden in Verbindung mit

Charles Le Brun’s

Grand Peintre du Grand Siècle

Erster Maler König Ludwigs XIV.

gigantischem Alexander-Zyklus

auf fünf Leinwänden zwischen 2,98-4,7 x 4,53-12,65 m aus den Jahren 1661-1668 – adäquate Stichversion von 1671/78 im hier aufliegend als Designer-Exemplar jenseits von Gut + Böse – als einer jener Verewigungen Ludwigs XIV., für die dessen 1. Minister Colbert „keine Ausgabe zu groß war, wenn der Ruhm, la gloire, des Königs in Frage kam“. Hier denn der Sonnenkönig in gedachter Gestalt „Alexanders des Großen als Schlachtenmeister“. Dessen persönliche Ausstrahlung die Künstler allerdings in der Tat zu beflügeln vermochte. So meinte 1665 vor Ort der die Porträt-Büste schaffende große Bernini – „Besonders als Porträtist ist (dieser) um der außerordentlichen Fähigkeit willen, das Individuelle der Person wiederzugeben, der bewundertste Meister seiner Zeit gewesen“ (Thieme-Becker) – „der König habe einen Alexanderkopf“. Mit dem Ergebnis, daß „Die großartige Büste des jungen Königs … das selbstbewußte Wesen des Herrschers in unvergleichlicher Weise wieder(gibt): es ist etwas Jupiterhaftes, das aus den heitern Zügen des Monarchen spricht“ (jeweils Weigand, Der Hof Ludwigs XIV., 3. Aufl., Insel-Verlag 1925, SS. 59, 152, 43). Und so war denn auch anstehenden Falles

„ schlußendlicher Konsens

daß niemand anders als Le Brun

Die (Historien/Triumphe Alexander’s) hätte kreieren können “.

Jene Höhepunkte des Handelns eines Mannes also, dessen Name allein schon Programm ist. „Alexandros … der ‚Männerbeschützende‘, griech. Mannesname“. Hier denn „der Große“ (356-323 v. Chr.),

„ der größte Eroberer aller Zeiten, Sohn des Königs Philipp und der Olympias … Sein erster Erzieher war Leonidas … dann von seinem 13. Jahr ab der berühmte Philosoph Aristoteles. Diesem gebührt der Ruhm, in dem leidenschaftlichen Knaben den Gedanken der Größe, jene Hoheit und Strenge des Denkens geweckt zu haben, die seine Leidenschaften adelte und seiner Kraft Maß und Bewußtsein gab. A. bewies seinem Lehrer stets die innigste Verehrung; er sagte oft, seinem Vater danke er nur sein Leben, seinem Lehrer, daß er würdig lebe … A. wurde schon bei Lebzeiten durch die bildende Kunst verherrlicht wie kein Held des Alterthums vor ihm “

(Meyers, a. a. O., I [1889], 316 ff.).

Herausgreifend die highlights Überquerung des Granikos Mai 334 – Am Morgen nach der Schlacht bei Isssos im Zelt des Dareios ,

Charles Le Brun, Alexander der Große/Darius' Zelt
Alexander im Zelt des Dareios aus Charles Le Brun, Die Triumpfe Alexanders

dessen Familie seine Aufwartung machend , November 333 – Entscheidungs-Schlacht von Gaugamela/Arbela 1. Oktober 331 – Einzug in Babylon Herbst 331 – Am Hydaspes oder Poros vor Alexander Mai 326 . All welcher Grandeur

François Verdier

umsomehr verpflichtet war als Le Brun von Anbeginn nahestehend und schließlich auch familiär verbunden. So zunächst als Schüler an der Académie royale mit 1668 + 1671 jeweils einem 1. Preis, dann als Gehilfe in Versailles und schließlich seit 1685 durch Heirat einer Nichte Madame Le Brun’s. Wobei aus heutiger Sicht auch bei ihm wieder die Tiefe der Vertrautheit mit der alten Geschichte, hier denn dem

atemberaubend ereignisreichen Leben Alexander’s

überrascht, fußend auf der Beschreibung des Quintus Curtius Rufus um 50 n. Chr. Dessen zwangsläufige Aneinanderreihung fascinierender Ereignisse

Verdier zum künstlerischen Alexander-Spezialisten

par excellence mutieren ließ.

1668 zum Agréé und 1678 zum Vollmitglied der Académie royale ernannt, bildete sich François Verdier, Sohn des Hofuhrmachers Louis V., 1679/80 an der Académie de France in Rom weiter, an der er 1681 zum Professeur-adjoint berufen wurde und von 1684/99 als deren ordentlicher Professeur wirkte. „Zahlreiche Stecher, darunter (Le Brun’s legendärer Alexander-Stecher) Girard Audran … haben nach (seinen) Zeichnungen gestochen“ (Thieme-Becker XXXIV [1940], 233).

niemeyer’s — zuverlässige partner für’s bessere vom guten

Seine Zeichnungen – vielfach gleichen hiesigen Formates – wohl eher nur vereinzelt signierend, benutzte er praktisch generell beigefarbene und braune Papiere, von denen sich denn

hiesige auf ihrem blauen Papier sichtbar abhebt ,

wie denn solche dem Sammler alter Meisterzeichnungen und Graphiken seit jeher besonders kostbar sind, nicht zuletzt als an besondere Zweckbestimung denken lassend. Als stilistisch und technisch hier heranziehbar diesbezüglich erinnerlich etwa auch Verdier’s auf blauem Papier gefertigte 6blätterige Folge zum Alten Testament in London (British Museum 1872,0113,763-768), die denn früher auch Charles Le Brun zugeschrieben war und deren Blatt 767 2002 zur 6monatigen Japan-Ausstellung French Drawings from the British Museum in Tokyo + Nagoya gehörte.

Der Le Brun-Zyklus greift erst die Anschluß-Situation auf ,

Charles Le Brun, Alexander der Große/Einzug in Babylon
Alexander’s Einzug in Babylon aus Charles Le Brun, Die Triumpfe Alexanders

Alexander’s Einzug in die Stadt ,

von Donald Posner (Charles LeBrun’s Triumphs of Alexander, in The Art Bulletin XLI [1959], Nr. 3, 237 ff.) in die die Curtius-Schilderung resümierenden Worte gefaßt

„ Darstellend den Krönungs-Augenblick der Persien-Campagne ,

als der Welt-Eroberer die Huldigung der alten Stadt empfing ,

manifestiert das Gemälde

die zwangsläufige Erhöhung tugendhaften Königtums ,

die triumphale Apotheose .“

Angebots-Nr. 16.121 / Preis auf Anfrage

Eingedenk des „schönen , edlen und sanftmütigen , aber schwachen Dareios’“

( Meyers, a. a. O., IV [1889], 546 f. )

obigen verächtlichen Vergleichs Alexander’s mit einem Raubtier

haßte der König den Macedonier ebenso wie er ihn bewunderte

ja , die Schutzgötter Persiens gar bat ,

so sie ihn auf dem Thron zu belassen nicht willens seien ,

ihm wenigstens seinen andern Wunsch zu erfüllen , nämlich

„ niemand anders

über Asien herrschen ( zu lassen ) ,

als diesen so gerechten Feind

und mitleidigen Sieger “

( Curtius Rufus, a. a. O., Bd. I, Seite 360 )

Welch letzterer im Nachhinein an die Schlacht bei Arbela denn den feigen Meuchelmord durch dessen Satrapen Bessos an diesem grausam strafen ließ und den toten Dareios ebenso königlich bestattete, wie er der gefangenen persischen Königs-Familie mit für ihn dergestalt selbstverständlicher Ehrerbietung begegnete, daß sein Tod 323 in Babylon des Dareios Mutter mit so unaussprechlichem Gram erfüllte, daß sie ihm nur wenige Monate später ins Schattenreich folgte.

„ Ein Makedonier reichte (Dareios) den letzten Labetrank und erhielt von ihm den Auftrag, Alexander für die seiner Familie gegenüber bewiesene Großmut zu danken. Alexander traf ihn nicht mehr lebend. Er ließ die Leiche nach Persepolis bringen und in der königlichen Gruft beisetzen “

( Meyers , a. a. O. ) .

  1. „berühmtes Werk, welches der verdiente Naturforscher Jacob Theodor Klein in Danzig unter dem Titel: Quadrupedum Dispositio brevisque Historia Naturalis 1751 … herausgab. Er hatte es vermehrt und verbessert selbst ins Deutsche übersetzt, und sein Freund Gottfried Reyger gab es 1760 unter dem Titel heraus: J. Th. Klein’s Natürliche Ordnung und Vermehrte Historie der Vierfüssigen Thiere. Ridinger stand in genauer Verbindung mit Klein, wurde bei diesem (Thierreich-)Unternehmen vielfach von ihm unterstützt und richtete sich nach Klein’s System“ (Th., S. 200)

„ vielen Dank für die schnelle und unkomplizierte Lieferung “

(Herr H.-G. S., 27. August 2008)