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1914 Hermann Löns 2014

† 24. oder 26./27. September bei Reims

Pürschsteige

Joseph Georg Wintter, Jäger im Anstand auf 10-EnderJoseph Georg Wintter, Der tot verbellte 10-Ender
Joseph Georg Wintter
(1751 München 1789)
2 Blatt auf 1. Radierungen. (1777.) 10,6 x 12,8 cm.
Aus der um 1821 erschienenen Augsburger Sammelausgabe
Schwerdt III, 190, a ( „Rare“, 1928 )
Angebots-Nr. 15.658 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 727.) + Versand

Zu seinem Gedenken
gewidmet
den Hegern + Jägern
seines Sinnes
von Heute

Von Ihm gebeutelt — der Schießer

Heubner, Protz

„ Ja um Gottswilln Herr Hunzelmeier ,
warum schießen’s denn immer alle beide Läuf auf oamal ab --- ? “
„ … — warum nich’ ich kann mers doch leisten -- !“

Friedrich Leonhard Heubner (Dresden 1886 – München 1974). Der Protz. Von Biedermann auf Gänse ins Schilf gerudert — doch bislang füllen nur die abgeschossenen Patronenhülsen das Boot. Lavierte Tuschfederzeichnung. Bezeichnet: F H (19)19. 235 x 300 mm.

Vollmer II, 436. – Aus Heubner’s (das Monogramm-F hier als T lesbar) Münchner Zeit, so Redaktionsvermerk, für die „Jugend“ oder eines der anderen illustrierten Blätter, für die er arbeitete. Titel + Untertext in Bleistift wohl von Redaktionshand.

Heubner war Schüler von Julius Diez an der Münchner Kunstgewerbeschule, dann, u. a. mit Emil Preetorius, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der „6“, „die eine Erneuerung der Reklamekunst anstrebte. 1932/40 Prof. f. Freie Graphik an d. Staatssch. f. angewandte Kst. in Nürnberg“, dann an der entsprechenden Münchner Akademie.

Angebots-Nr. 12.050 / EUR  291. / export price EUR  276. (c. US$ 306.) + Versand

„Oculi , da kommen sie“

Schnepfenstrich. Mit blaßgrüner Tonplatte gedruckte Kreide-Lithographie von Eugen Krüger (Altona 1832 – Düsternbrook/Kiel 1876) bei Boyes & Geisler in Hamburg. (1861-62). Bezeichnet: Gez. u. lith. v. E. Krüger, Titel wie vor. 25 x 31,8 cm.

Aus der  ersten  Ausgabe  der incl. Titel 22blätterigen Folge Jagd gezeichnet und lithographiert (Souhart 275; Rump 40). – Mit der Druckeradresse „Druck von Winckelmann & Söhne in Berlin“.

Nicht bei Schwerdt! – Thieme-Becker XXI, 593 + Boetticher I/2, 808 f. jeweils nur mit der 1867 als Wild und Wald bei O. Meissner in Hbg. erschienenen Zweitauflage. – Auf leichtem Karton. – Rückseits stockfleckig, bildseits jedoch die Darstellung kaum beeinträchtigend und nur wenig im weißen Rand auftretend. – Gelegentlich der 1867er Neuauflage

mit der preußischen Medaille für Kunst

ausgezeichnet, ist die malerische Suite als Ganzes, und schon gar in ihrer weitgehend unbekannten, über 7 Lieferungen verteilten Originalausgabe von größter Seltenheit.

Krüger, „Landschafts- und Tiermaler, auch Lithograph … lernte die Lithographie in Altona u. in Wien, bevor er sich der Landschaftsmalerei zuwandte … ließ sich (nach Reisen und Studien in Düsseldorf) in Hamburg nieder, wo er sein Jagd-Album ‚Wild u. Wald‘ begann, das, 1867 vollendet (Neuauflage! siehe oben), durch die preuß. Medaille für Kunst ausgezeichnet wurde“. Seine Reisen führten ihn quer durch Europa, sein früher Tod ließ sein Werk schmal und entsprechend begehrt bleiben. „Eine ‚Eugen-Krüger-(Gedächtnis-)Ausstellung‘ von meist in Privatbesitz befindlichen Arbeiten … fand Anfang 1877 in Hamburg statt“ (Boetticher).

Angebots-Nr. 28.890 / verkauft

Bekassinen-Jagd. Vorn am Wasser zwei aufmerksame Hunde, die Vögel, auf die einer der beiden Jäger im Schilf anlegt, schon fest im Blick. Wie vor.

Angebots-Nr. 28.889 / EUR  340. / export price EUR  323. (c. US$ 358.) + Versand

Auerhahn=Balze. (Morgen.) Wie vor.

Angebots-Nr. 28.891 / EUR  430. / export price EUR  409. (c. US$ 453.) + Versand

Fuchshütte. Wie vor.

Angebots-Nr. 28.894 / EUR  340. / export price EUR  323. (c. US$ 358.) + Versand

(L.) Hofmann. Der vollkommene Jäger mit dem Vorsteh=Hunde und sichere Schütze. 2., vermehrte Auflage. Hrsg. von Carl Timlich (Verwandter des Autors). Wien, Tendler und v. Manstein, 1824. Mit 6 ganzseitigen Kupfertafeln. 1 Bl. Titel, XVIII, 227 SS., 1 S. Inhalt. Grün-braun marmor. Pp.-Bd. d. Zt. Marmor. Kopfschnitt.

Lindner 11.0981.02; Schwerdt I, 245. – Diese Ausgabe nicht in Lindners eigener Bibliotheca Tiliana. – Druck von J. P. Sollinger in Wien. – Die erste Auflage, nur 5 Tafeln bei annähernd gleichem Textumfang umfassend, erschien 1808, eine dritte mit nur noch 2 Tafeln folgte 1834.

Das marktfrische Exemplar

herzoglich bayerischer Provenienz

mit deren handschriftlicher Bibliotheksnummer „3566“ auf kleinem Aufkleber über einem älteren unten am Rücken. – S. 212 fehlpaginiert „221“. – Tafeln 3 + 4 rechts unter leichtem Textverlust geschnitten. – SS. 59/60 Braunfleck im weißen Unterrand, 202/202 kleines, nur auf der recto noch den Text betreffendes ockerfarbenes Fleckchen, S. 215 alt hinterlegter Einriß im weißen Unterrand. Minimale, nahezu unauffällige Beschabung auf dem Vorderdeckel, die rückseitige Unterecke geringfügig bestoßen, sonst

innen wie außen von unberührter Frische .

ENTHÄLT  Vom Hühnerhunde – Von der Auferziehung junger Hunde (49 SS.) – Von den Eigenschaften eines Hühnerhundes und seinen Naturfehlern – Von der Conservirung des Hundes – Von den Jahreszeiten, wo man den Hühnerhund gebrauchen kann, und ihrer Folge nach der Ordnung – Vom Rephuhn – Vom Fasan – Von der Wachtel – Vom Hasen – Vom wilden Kaninchen – Von einigen gewöhnlichen Krankheiten und Heilung der Hunde (18 SS., davon 6 zur Tollwut) – Von den Raubthieren, welche der niederen Jagd den meisten Schaden zufügen (Fuchs, Marder, Iltis, Fischotter, Wiesel, Igel – „Schädlich ist er der Jagdbarkeit immer, denn er ist ein fleischfressendes Thier“! –, Nachteule) – Vom Gewehr und der Kunst zu schießen (47 SS.) – Von der Krähenhütte – Wie man durch zahme Enten wilde schießen kann – Der Lerchenfang mit dem Spiegel nebst Erklärung des zugehörigen Kupfers. – Aus dem Vorwort:

„ Da es nun so viele Herren Dilettanten und Jagdliebhaber gibt, welche nicht Jäger sind, die damit ihr Brot erwerben müssen,

sondern das edle Weidwerk bloß zu ihrem Vergnügen ausüben;

so glaube ich, ihnen einen großen Gefallen dadurch zu erweisen, wenn ich gegenwärtigen kleinen, aber doch zum Behuf ihrer Unterhaltungen sehr nützlichen und anwendbaren Tractat über den gewöhnlichen Antheil ihrer Jagdart mittheile, wodurch sie in den Stand gesetzt werden, ohne sich erst von einem Jäger unterrichten zu lassen, das kleine Weidwerk gehörig zu exerciren, und von ihrem Hühnerhunde den besten Gebrauch zu machen. “

Angebots-Nr. 15.608 / EUR  470. / export price EUR  447. (c. US$ 495.) + Versand

Alle Gefahren eines Hasenlebens

„ Der Hase hat sehr viele Feinde ,
aber der schlimmste ist der Mensch “

Ach bin ich nicht ein armes Häsulein? Alle Gefahren eines Hasenlebens, von Schlingen, Wiesel, Fuchs, Wolf, Katze und Greif – letzterer gleich mehrerer mit Horstatzung – bis zum gespickten Braten bei Rotspon nach der Treibjagd im Mittelfeld. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Ph. Müller. (1873.) Bezeichnet: Ph. Müller / Huyot, ansonsten typographisch wie vor sowie 3spaltigem Zweizeiler nach altem Lied. 22,5 x 31,2 cm. – Kaum wahrnehmbarer schwacher Stockfleck oben links im Bild sowie in der Mitte des Untertextes.

Angebots-Nr. 12.498 / EUR  97. (c. US$ 107.) + Versand

Henry Alken (1785 London 1851). A Night Scene with Sir Thomas Mostyn. An von einer Laterne und Mondlicht mäßig erleuchtetem Hang setzt die Meute dem eben ausgegrabenen Fuchs nach, während die Jäger, den Spaten noch in der Hand, verdutzt hinterherschauen. Kolor. Aquatinta. Signiert, bezeichnet. 14,9 x 24,2 cm.

Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. – „Bei seinen sehr genauen, meist farbenfrohen Arbeiten von detaillierter Naturbeobachtung ausgehend, (schuf Alken) seine besten Zeichnungen und Druckgraphiken … in den 20er und 30er Jahren …“ (AKL II, 146).

Angebots-Nr. 11.758 / EUR  125. (c. US$ 138.) + Versand

Fehlend in Helbing’s
Mammut-Offerte von 1900

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wie die Hirsche in einem Thiergarten gepürschet werden. In weiter, vielfältig inszenierter und reichst besetzter Anlage

Johann Elias Ridinger, Wie die Hirsche in einem Thiergarten gepürschet werden

die beiden Jäger hinter ihrer künstlichen Wand mit Öffnungen .

Radierung + Kupferstich. (1750.) Bezeichnet: I. El. Ridinger inv. del. & sculp. / verlegt in Augsburg bey Martin Engelbrecht. 25 x 35,6 cm.

Thienemann + Schwarz 74; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, innert 1787 (nur in „neuerem Druck“, 1885!); Slg. Gg. Hamminger innert 1529 (mit dem Text, siehe unten) + 1530 (Neuabdrucke); Schott, Martin Engelbrecht und seine Nachfolger, S. 150. – Nicht in den Rid.-Kat. Darmstadt (1999) und Kielce (1997). – Blatt 6 der instruktiven 30blätt. Fangarten-Suite („A rare set, of importance to those who are interested in the various methods of trapping wild animals“, Schwerdt 1928, und „Seltenste aller Jagdfolgen Ridingers“ [Halle, München 1928, LXVIII/323]), als Ganzes fehlend selbst der Helbing’schen Mammutofferte Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger (Katalog XXXIV [1900], 1554 Positionen) und zudem

eines der dort auch einzeln fehlenden fünf Blätter !

Das in seiner malerischen Konzeption auch bildmäßig herausragende Blatt in herrlichem Druck reichen Hell-Dunkels mit 3-4, oben 2,5 cm Rand rundum auf dem für alte, gleichwohl etwas spätere Drucke bekannten qualitätvollen wolkigen Papier.

Eines der vier rätselhaften Fangarten–Blätter

(+ Th. 75, 89, 91), die schon frühzeitig die Adresse von Martin Engelbrecht (1684-1756, der gleichnamige Verlag bis 1827) in Augsburg tragen, aber in der Regel ohne den erläuternden Untertext auftauchen, der Thienemann (1856) via Weigel gleichwohl bekannt war und

für Th. 91 , Der mit dem Schlagbaum gefangene Dachs ,

Ridinger, Mit Schlagbaum gefangener Dachs (Text)
Detail der originalen Kupfer-Druck-Platte „Der mit dem Schlagbaum gefangene Dachs“

per hier vorliegender originaler Kupfer-Druck-Platte bestätigt ist .

Aber, wohlgemerkt, auch mit der Engelbrecht-Adresse wie auch Schwarz 74, 89 + 91. Zwei bzw. eins der fraglichen Blätter mit dem Untertext schließlich in den Sammlungen Hamminger (Th. 74 + 91) und Schwerdt (Th. 91).

Gleichwohl weichen die Texte in ihrer Kürze wie auch stilistisch ebenso von den übrigen Blättern der Folge ab wie Ridingers Signatur mit latinisiertem „I“ wie nur selten und dann für wohl zumeist frühe, teils gar noch nicht von ihm selbst radierte Arbeiten nachgewiesen. Wohingegen Engelbrechts „verlegt bey“ statt des üblichen „excudit“ eher an die Zeit nach Ridinger denken läßt, als um 1824/25 bei Engelbrecht-Hertzberg eine Neuauflage veranstaltet wurde. Wobei die Fangarten-Folge aber nur noch 28 Blatt zählte.

Indes erscheinen besagte Blätter bei durchweg guter Druckqualität fast immer auf Linienpapier, während gedachte Neuauflage auf wolkigem Velinpapier (Wzz. Thurneisen oder Oeser Basel, vgl. Pos. 5172 der 142. Tenner-Versteigerung, 1982) gedruckt wurde. Dies denn auch immer wieder und namentlich mangels tieferen Wissens zu entsprechenden Qualifizierungen Veranlassung gebend. So als „vor der Schrift“ (Hamminger für Th. 75 + 89; „Aeusserst selten!“, 1895), „Vor der Schrift, nur mit Künstlernamen und (Engelbrecht-)Adresse“ (Schwarz, 1910, konform zu obigen, für 74a + 75), „Proofs“ (Schwerdt, 1928, für Th. 74, 75 + 89), „Frühe Drucke vor dem Text“ der im übrigen „erst später erschienen(en) vier Blätter“ (L’Art Ancien, 1939, gelegentlich der Offerte des Schwerdt-Exemplars), „Drucke vor der Schrift, nur mit Künstlername u. Adresse“ (Gräflich Faber-Castell, 1958), „Zustandsdrucke auf Linienpapier mit Signatur + Engelbrecht-Adresse, doch vor Titel und Untertext“ (hierselbst, 1978, unter erstmaligem Hinweis auf die unzulänglich beschriebenen Merkmale und die Rangfolge der Zustände).

Nicht zu vergessen auch, daß Ridingers früheste und noch seltenere Jagdfolge, die noch drittseits gestochene Großer Herren Lust in allerhand Jagden, Th. 1-8, um 1722 von Engelbrecht publiziert worden war. Summa summarum also durchaus plausibel vorstellbar,

daß diese vier Platten in Wirklichkeit schon aus Ridingers Frühzeit stammen ,

also zwischen ca. 1724 und 1728 als erstmaligem Aufscheinen seiner Signatur als auch Radierer/Stecher („sculps. Aqua forti“, so für die Viehstücke nach Joh. Hch. Roos, Th. 793-802), bis 1728 noch für Dritte. Ob mit oder noch ohne Untertext, muß ebenso dahingestellt bleiben wie Engelbrechts Hineinwirken.

Angebots-Nr. 14.667 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 664.) + Versand

– – – Dasselbe auf festem Linienpapier mit typograph. Wasserzeichen (WANGEN?). – Unten innerhalb des immer noch 13 mm breiten weißen Plattenrandes geschnitten (23,3 × 36 cm [9⅛ × 14⅛ in]). Ansonsten mit umlaufend feinem Rändchen um den hier ca. 8 mm breiten weißen Plattenrand.

Angebots-Nr. 16.146 / EUR  585. / export price EUR  556. (c. US$ 616.) + Versand

niemeyer’s — wo  ausgefallenes  zu  hause  ist

„Ein Hauptschwein“

Abfangen. Holzstich nach Ludwig Beckmann (Hannover 1822 – Düsseldorf 1902). Im Stock bezeichnet: LB (ligiert), ansonsten typographisch wie vor. 10,7 x 14,5 cm. – Textfreier zeitgenössischer Abdruck von 1873. – Thieme-Becker III, 156:

„ Tiermaler … Zuerst Wagenbauer und als solcher auch literarisch (‚Über die Bedeutung des Wagens in der Kulturgeschichte‘) in seinem Fach tätig. Seine Jägerpassion führte ihn zum Studium des Tierlebens, zur Tiermalerei und wieder auf dem Wege über die Literatur zur Tierillustration, in der er Hervorragendes leistete. Seine besonders für englische Kunstfreunde gemalten Bären- und Schweinsjagden fanden viel Anklang; sie zeichnen sich durch scharfe Beobachtung des Tierlebens aus. Am bekanntesten wurde er aber durch seine Zeichnungen für den Holzschnitt Als Kynologe war Beckmann eine Autorität ersten Ranges. “

Sein unverändert hoch geschätztes Standardwerk: Geschichte und Beschreibung der Rassen des Hundes, 2 Bände, Brschwg. 1894-95, mit 86 Tafeln, hier in schönem Halb-Franz-Explr. aufliegend.

Angebots-Nr. 11.177 / EUR  60. (c. US$ 66.) + Versand

„Die Einwanderer“

(Kaninchen-)Bevölkerung der Jagden. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Henri Télory (Straßburg 1820 – 1874/75). (1873.) Bezeichnet: Telory / Huyot, ansonsten wie vor. 23 x 31,4 cm. – Im weißen Rand schwach altersfleckig.

Angebots-Nr. 11.174 / EUR  95. (c. US$ 105.) + Versand

Kaninchen-Jagd mit dem Frettchen. Eines wird beim Ausfahren vom Gehilfen gegriffen, während die Kaninchen teils gegriffen oder im Netz gefangen, teils bereits zur Strecke bei der Hacke gelegt sind. Der Jäger derweil nachladend. Links der Kasten für die Frettchen. Mit beigefarbener Tonplatte gedruckte Kreide-Lithographie von Eugen Krüger wie oben. 26,1 x 31,5 cm.

Angebots-Nr. 28.895 / EUR  340. / export price EUR  323. (c. US$ 358.) + Versand

„… kom(m)t er nun
an dises edle feder wild …“

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wie die Auerhanen vor dem Auerhanen hunde oder Beller geschossen werden. In urwüchsigem Wald zu Baum gestiegener Hahn nebst abfeuerndem Jäger. Radierung mit Kupferstich. (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor + instruktiver Untertext. 24,7 x 36,3 cm.

Johann Elias Ridinger, Wie die Auerhanen vor dem Auerhanen hunde oder Beller geschossen werden

Thienemann + Schwarz 94; Dietrich Stahl, Über die Jagd mit verbellenden Vogelhunden, in Et Multum et Multa, Festgabe für Kurt Lindner, 1971, SS. 385 ff. nebst Abb. 2. – Blatt 26 der Fangarten-Suite.

„ Es gehört sicher zu den Seltenheiten auf dem Gebiete der Jagdtechnik, wenn sich eine Jagdart über Jahrhunderte eigentlich unverändert bis in unsere Gegenwart erhalten hat. Dies gilt in besonderem Maße, wenn es sich dabei um eine so spezifische Jagd wie jene mit verbellenden Vogelhunden handelt … Johann Elias Ridinger hat diese Jagd auf einem besonders schönen Blatt dargestellt … Schließlich hat es seinen ganz eigenen Reiz, eine so alte, unverändert überkommene Jagdart zu betreiben “

(Stahl). – Im 3,2-4,7 cm breiten Rand partiell unwesentlich zeitspurig. Stecknadelkopfkleiner Braunfleck im Laubwerk des oberen Bildrands.

Angebots-Nr. 15.756 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 664.) + Versand

– – – Dasselbe auf festem Linienpapier mit typograph. Wz. WANGEN (?) und umlaufend 1-1,4 cm Rand bei seinerseits 5 mm breitem weißen Plattenrand.

Angebots-Nr. 16.159 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 621.) + Versand

„Um die Uhlenflucht“

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Unschuld wird oft durch der Bösen Haß gerettet. Eine einst von dem Fuchs geprellte Eule warnt „eine weidende Heerde wilder Gänse“ davor, den Tod Reineke’s als verbürgt zu feiern. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Nach 1767. Bezeichnet: J. El. Ridinger. inv. et del. / M. El. Ridinger. sc. et exc: A. V., ansonsten wie vor in Dt.-Lat.-Frz. 33,6 x 24,7 cm.

Thienemann + Schwarz 781; Metzner-Raabe, Illustr. Fabelbuch, 1998, Bd. II (Bodemann), 123.I. – Blatt 17 der Fabeln. – Kleines figürl. Wz. – Zusätzlich zum schönen weißen Plattenrand zweiseits mit auch breitem Papierrand. Im schmaleren linken alte Heftspuren.

Das außerordentlich seltene erste Ergänzungsblatt

der geistig wie optisch überaus reizvollen Lehrreiche(n) Fabeln aus dem Reiche der Thiere zur Verbesserung der Sitten und zumal zum Unterrichte der Jugend.

Angebots-Nr. 12.511 / EUR  946. / export price EUR  899. (c. US$ 996.) + Versand

Uhu — Hase — Jäger — Dreiklang

Johann Elias Ridinger, Der arme Hase

Thematisch wie das Blatt selbst
„Aeusserst selten“

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der arme Hase wird der Son(n)enscheuen Eule Und die des Jägers Rohr /: Ein seltner Fall!:/ zu Theile … Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: III. / Joh. El. Ridinger inv. et del. / Mart. El. Ridinger sculps. Aug. Vind., ansonsten wie vor und unten. 34,9 x 23,6 cm.

Thienemann + Schwarz 346; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1868 ( „Sehr selten“, 1885!); Slg. Reich auf Biehla 93 ( „Aeusserst selten“, 1894! ); Helbing XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 860 ( „Selten“, 1900 ).

Blatt III der ausschließlich von Martin Elias nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragenen und 1779 postum abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928).

Dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes entstammender breitrandiger Abdruck von sehr schönem Hell-Dunkel mit typogr. Wasserzeichen als unterstellter Gegenmarke der Wangener Papiermühle als einer der von Ridinger bevorzugten festen Bütten-Qualitäten mit der römischen Numerierung („Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.). – Säurefrei hinterlegter Kleineinriß sowie kleine Quetschung am weißen Oberrand.

Angebots-Nr. 15.705 / EUR  870. / export price EUR  827. (c. US$ 916.) + Versand

– – – Vogelfænger auf den Vogel-herd mit seinem geræthe ziehend. Radierung und Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Ca. 1764. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et exc. Aug. Vind. / Mart. El. Ridinger sculps., ansonsten wie vor. 34 x 26 cm.

Thienemann + Schwarz 131; Deutsches Leben der Vergangenheit, Eugen Diederichs Vlg., Abb. 1482. – Blatt 19 („S.“) der 25blätt. Suite der Jaeger und Falkoniers mit ihren Verrichtungen.

Leuchtend kontrastreich auf festem Linien-Papier als Merkmal der zeitgenössischen Abdrucke. – Typogr. Wz. – An den Seiten mit 3,8-4 cm von schöner, oben und unten mit 7,8 bzw. 7 cm hervorragender Breitrandigkeit.

Angebots-Nr. 28.593 / EUR  760. / export price EUR  722. (c. US$ 800.) + Versand

Vom Wilden Jäger zum Hl. Hubertus

Johann Christian Reinhart (Hof 1761 – Rom 1847). Die Landschaft mit dem Hl. Hubertus. Radierung. Bezeichnet auf Stein unten rechts im Bild „R (ligiertes JR?) / 1811.“ + links unterhalb des Bildes J. C. Reinhart inv. et fec. Romæ 1810 (sic!). 20,7 x 26,9 cm.

Reinhart, Landschaft mit dem Hl. Hubertus

Provenienz

J. E. Wetterauer

Altmeister-Graphik u. Zeichnungen
dessen kleinerer runder Monogrammstempel in Schwarz verso
(Lugt 4267, nach 2000, nur wenige Monate in Gebrauch)
nebst Inventarnr. 3666

Andresen-Feuchtmayer 123, II (von III); Nagler, Monogramm., IV, 3507 (als „R“), 1; Ders., Künstler-Lex., 50. – Blatt 1 der im Unterrand mit 1805, 1810 + 1815 datierten 6blätt. Folge von Landschaften, „deren eine die Legende vom hl. Hubertus enthält“ (Nagler 50-55; Weigel, Kunstlager-Cat., IV [1837], 5327 [Abdrücke auf Tonpapier]). – Eines der wenigen Blätter des Œuvre mit zusätzlichem Monogramm:

„ Die meisten Blätter tragen den Namen des Künstlers, nur  wenige  den  Buchstaben  R  und  C.R. Mit R sind (5) bezeichnet: 1) Die Landschaft mit dem hl. Hubertus, 1811. … “

(Nagler). – Nicht unter den 172 Abbildungen der gegenüber der 1927er Erstauflage reich vermehrten 1949er zweiten von Huyghebaerts Sint Hubertus Patroon van de Jagers in Woord en Beeld.

DAS  REICHE  SUJET  – der Heilige gleichwohl dürer-deutsch mit aufbelassenem Federhut ! – in sehr schönem Druck mit 0,3 (unten) bis 0,8 cm Rand rundum auf tonigem Velin. – Rückseitige Bräunung nebst zwei schwachen Wasserstreifen am Rand, erstere bildseits fast nur unten rechts im weißen Rand etwas, von den Wasserstreifen nur der linksrandige und nur kaum bemerkbar.

„ R.s frühe Entwicklung in Deutschland, durch Klengel glücklich geleitet, in Meiningen voll entfaltet, zeigt eine

ungemeine Frische u. Freiheit der Empfindung gegenüber der Natur ,

besonders in Zeichnung u. Radierung. Hier zählt er zu den bedeutendsten Entdeckern der intimen, nahe gesehenen Landschaft, zu den Befreiern eines neuen dinglichen Sehens aus den Fesseln holländ. Tradition in Deutschland. Diese erquickende Ursprünglichkeit der Beobachtung hält auch noch in der ersten röm. Zeit vor … ja erst dort sind seine lebensvollsten Tier-Radierungen entstanden, die ihn neben die Erneuerer der Tierdarstellung … stellen und weit ins 19. Jahrh. hineinweisen. Das starke Naturerlebnis von Meiningen durchglüht auch noch seine frühen Idyllenbilder in Rom mit ihrer schönen Verschmelzung von Naturalismus und kühner Raumweite … “

„ Ein  großer  Jagdfreund , staffirte er seine Landschaften gern mit Thieren … aus “

(Thieme-Becker XXVIII [1934], S. 126, bzw. Richard Muther in der ADB [XXVIII, 1889, S. 75]).

Angebots-Nr. 15.176 / EUR  790. / export price EUR  751. (c. US$ 832.) + Versand

– – – Die Landschaft mit dem Jäger und den zwei Hunden. Auf bilddominantem baumbestandenen Felsplateau, von dem der Blick weit ins Land führt. Radierung. Bezeichnet links unterhalb des Bildes: C Reinhart Romæ 1815. 20,3 x 27,1 cm.  –  Provenienz  wie  vor –

Andresen-Feuchtmayer 128, II (von III); Feuchtmayer Abb. 431; Nagler 50. – Schlußblatt der Folge wie vor. – Sehr schöner Druck mit dreiseits 3-7 mm Rand – unten linksseits nur knapp unter Plattenkante – auf tonigem Velin. – Rückseitige schwache Braunstellen bildseits nicht durchschlagend, ein rechtsrandiger schwacher Wasserstreifen hier nur ganz minimal bemerkbar.

Angebots-Nr. 15.177 / EUR  430. / export price EUR  409. (c. US$ 453.) + Versand

Verordnung Carl Wilhelm Ferdinands von Braunschweig-Lüneburg

Verordnung Carl Wilhelm Ferdinand’s, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (1735-1806, Reg.-Antr. 1780, Neffe Friedrich’s des Großen) den diesjährigen Aufgang der Jagd im Benehmen mit ähnlicher Kgl. Preussischer und Churbraunschweigischer Verfügung „wegen der diesjährigen spätern Reife der Feldfrüchte“ auf den 12. September hinausschiebend. Gegeben Braunschweig 23. August 1799. (1799.) 35,3 x 42,5 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst „L(oco) S(igilli)“-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des C. v. Praun.

Für den Maueranschlag

( „und gewöhnlicher Orten öffentlich anzuschlagen“ )

bestimmer rahmungsgroßartiger Einblattdruck

von makelloser Papierfrische, doch mit eingerissener Bugfalte oben und unten, wobei der Oberrandeinriß noch die zweite große Eingangszeile umfaßt. Unten hingegen ist nur der breite weiße Rand betroffen. Beide Stellen sorgfältig versorgt. – Mit großem Wappen-Wasserzeichen und kleinem figürlichen weiteren. – Interessant die Bezugnahme auf namentlich preußische Anordnung.

Zu Carl Wilhelm Ferdinand siehe ADB XV, 572 ff., in der P. Zimmermann namentlich sowohl der künstlerischen und reformerischen Verdienste hinsichtlich des in Rom mit Winckelmann gepflogenen engen Umgangs und der Berufung des späteren preußischen Staatskanzlers Hardenberg zum braunschweigischen Geheimrat (1782-90) gedenkt als auch der generell überragenden militärischen, um schon eingangs gelegentlich der 1766er Reise als Erbprinz nach Frankreich zu resümieren: Sein Auftreten war fürstlich, entsprechend dem Ansehen seines Hauses und dessen Familienverbindungen. – Von  besonders  wirkungsvoller  Typographie  +  unbeschnittener  Breitrandigkeit .

Angebots-Nr. 13.005 / EUR  166. (c. US$ 184.) + Versand

„Hasendämmerung“

Johann Elias Ridinger, Der Anstand auf Hasen und wie sie von dem Stober Hunde getrieben werden (Zeichnung)

Noch ohne den 3. Hasen ,

auf den einer der Schützen gleichwohl gerade anlegt

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Anstand auf Hasen und wie sie von dem Stober Hunde getrieben werden. In reicher hügeliger Baumlandschaft treiben „Zwei Stöberhunde in flüchtigstem Laufe“ zwei – im Kupfer drei ! – Hasen vor die Flinten zweier Jäger. Bleistift + schwarze Kreide. Ca. 1729. 273 x 408 mm.

Provenienz

Dr. Edward Peart

(1756/58 – 1824)

dessen hs. E P. vorn unten links
( „schrieb auf jedes Blatt die Initialen seines Namens“ )
Lugt 891; Nagler, Monogrammisten, II, 1723

Ausstellung

Schöne Beute — Bilder von der Jagd

Dr.-Hanns-Simon-Stiftung Bitburg

13. Januar – 3. März 2013

Literatur

Katalogbuch zur Ausstellung

Seiten 44/45 (farbige doppelblattgroße Detail-Abbildung) ,

irrtümlich als Der Frühling der Hunde , wie gleichfalls ausgestellt , + S. 148/I

Die für die Übertragung auf die Platte – recto gegriffelt , verso gerötelt – verwandte spiegelbildliche Vorzeichnung zu Th. 45 als Blatt 33 der Vollkommene(n) und gründliche(n) Vorstellungen der vortrefflichen Fürsten-Lust oder der Edlen Jagdbarkeit … inventiret in Kupfer gebracht … Anno 1729

Johann Elias Ridinger, Der Anstand auf Hasen und wie sie von dem Stober Hunde getrieben werden (Radierung)
Johann Elias Ridinger, Der Anstand auf Hasen.
Radierung + Kupferstich. (1729.) – Th. 45.

als Ridinger’s erster nun selbst radierter/gestochener und verlegter Jagdfolge und einer entsprechend des Meister’s stetem didaktischen Wollen zugleich lehrhaften Praxis-Unterweisung

„ … und nach dem Leben gezeichnet worden “.

Von den hier linksseitigen beiden Jägern ist der hintere noch im Anschlag, indes der vordere gerade auf den noch in vollem Hasenpanier befindlichen ersten abfeuert, wobei

das Feuer des vorderen und das Zündschloß des noch anlegenden

sehr schön sichtbar sind .

Der zweite Hase ist bereits gestreckt. Bei Ausarbeitung der Platte scheint Ridinger bemerkt zu haben, daß die Laufrichtung des erst anlegenden Schützen eher ins Leere geht, sonst demselben Ziel gilt, das der Nachbar schon im Feuer hat. So veränderte er die Laufrichtung leicht, nahm den vorderen der beiden Hunde etwas zurück

und etablierte in dem Freiraum einen dritten Hasen .

Andererseits fehlt im Kupfer die rückseits der Schützen bei den beiden schon abgelegten Hasen angelehnte Ersatzflinte.

Schöne großformatige frühe ,

bildhaft durchgearbeitete malerische Zeichnung

die schon frühzeitig ihre eigenen Wege fand und damit nicht 1830 mit dem 32blätterigen (darunter 2 Doppelversionen) Block der Fürstenlust-Vorzeichnungen in den immensen Weigel-Bestand des zeichnerischen Nachlasses des Meister’s gelangte und somit Thienemann (1856, Seite 274, a, „teils in Bister und Tusche, theils in Bleistift und Kreide“, letzteres wie auch anstehend) ebenso unbekannt blieb wie dem Ridinger-Appendix des 1869er Katalogs der nunmehr von J. A. G. Weigel hinterlassenen Sammlung von Original-Handzeichnungen.

Blattkante etwas altersspurig unter leichter Beeinträchtigung des „E“ der Peart-Initiale. Partiell unauffällig etwas stockstippig, im Bildrand unten links ein 3 cm langer schmaler Dreckstreifen, ansonsten von schönem Gesamteindruck.

Aus der Sammlung des in London + Butterwick praktizierenden und publizierenden Mediziners Dr. Edward Peart (1756 oder 1758 – Butterwick bei Gainsborough 1824), „Kunstliebhaber in London, legte eine Sammlung von Zeichnungen und Kupferstichen an.“ Von seiner Hand mutmaßlich auch die rückseitige Beschriftung unten rechts „Ridinger 1750“, letzteres viel zu spät gegriffen ist. „Diese Sammlung ist (per 1822) zerstreut“ worden (Nagler, 1860, fortfahrend). Hieraus denn nun hier + heute des Meister’s frühe Hasenhatz als

eine Ridinger-Trouvaille allerersten Grades

unter säurefreiem Schrägschnitt-Passepartout mit 23,5karätig goldgeprägten Künstler-Daten.

Angebots-Nr. 15.438 / Preis auf Anfrage

– – – Wie die Hasen mit Wind-Hunden gehetzt werden. In von herrlichem Regenbogen überspannter baum- und buschwerkbestandener weiter Hügellandschaft nahe eines Gehöfts sprengen zwei Jäger „den Windhunden nach, welche (nur zu gern schon) eben ein Häschen packen wollen. Dahinter einige Jäger zu Fuss und absuchende Hunde“ (Th.). Radierung + Kupferstich. (1729.) Bezeichnet: Avec privil. de Sa Maj. Imp. / I. El. Ridinger inv. pinx. sculps. et excud. A.V., ansonsten wie vor und mit dt.-franz. Lehr-Untertext. 33,5 x 41,3 cm.

Johann Elias Ridinger, Wie die Hasen mit Wind-Hunden gehetzt werden

Thienemann + Schwarz 46; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix 3A („Alte Abdrücke mit dem ursprünglichen Titel. Das Papier hat Linien als Wasserzeichen.“). – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 34 geführt. – Dreiseits 2,8-3,6, rechts 5,7 cm breitrandig.

Das mitsprengend dynamische , malerische Blatt

in herrlichem Abdruck tiefgestaffelt leuchtenden Hell-Dunkels

wie in solcher Qualität von altersher selten .

Angebots-Nr. 15.484 / EUR  1300. / export price EUR  1235. (c. US$ 1368.) + Versand

Waidmannsheil

Georg Philipp Rugendas II, Waidmannsheil

Ein zeichnerisches Unikat aus berühmtem Stalle

Georg Philipp Rugendas d. J.

1701 Augsburg 1774

Feder- + Pinselzeichnung in Braun-Schwarz bzw. Grau über gelegentlichem Bleistift, grau laviert. Bezeichnet mit der Feder unten links unterhalb der feinen Einfassung, beides in Bister: G. P. Rug. Junior. invenit A1736. 252 x 188 mm.

Auf festem Jean Villedary-Bütten („IV ILLEDARY“), der 150 Jahre prosperierenden Papiermühle in Angoulême (1668-1758 lt. Churchill, 1935, S. 21) mit seit 1758 Fortführung/Niederlassung (auch) in Hattem/Gelderland. – Unter rahmungsgerechtem säurefreien Schrägschnitt-Passepartout mit 23,5karätig goldgeprägten Künstler-Daten.

Die in allen Details typische Signatur möglicherweise etwas ausgeblaßt, rückseits unten die nicht ins Bild durchscheinende diagonal gesetzte S-Abfolge eines Kinderdruckkastens mit Anflug eines Versuchs zur Heilung, sonst tadellos frisch und an den Kanten auf Kulisse montiert.

Von der Weichheit ihrer Pinseltechnik ,

so Gode Krämer im 1998er Augsburger Rugendas-Katalog (S. 45/II) gelegentlich anderer Arbeiten des jüngeren Georg Philipp, bestimmte motivschöne Arbeit, sensibel ausgeführt und duftig laviert, wie für die Besten seiner Zeichnungen stehend. „In der sorgsamen, bildmäßigen Ausarbeitung liegt seine Stärke“ (Krämer, a. a. O., 46/I). In der Regel arbeitete er nach väterlichen Vorlagen und Dritter, namentlich auch nach Joh. Hch. Roos.

Hiesiger Arbeit scheint eine väterliche Idee zu Grunde zu liegen. So gibt es vom Brasilianer Joh. Moriz Rugendas (1802-1858) als dem letzten der Maler-Dynastie eine jugendliche Detail-Lithographie „Erlegtes Wild“ (Kat. Augsburg 259 nebst Abb.) mit der Quellbezeichnung „G. P. Rugendas 1709“. Deren obere Hälfte zeigt ein diagonal über einer Sau liegendes Reh, beide gegen einen Baumstamm gelegt, woran die hiesige Komposition mit Sau/Hase erinnert. Jene Vorlagen-Zeichnung ist gleichwohl „weder signiert noch datiert, so daß die Beschriftung der Lithographie auf Familientradition beruhen muß“.

Hiesige linksseitige Fels-Baum-Staffage knüpft ihrerseits an die linksseitige Partie der in gleicher Technik ausgeführten 1724er Eigen-Zeichnung einer Hirschjagd an (Nr. 159 des Katalogs nebst Abb.). Im graphischen Œuvre begegnen wir ihr rechtsseits auf dem Schabblatt Teuscher 362 mit dem von zwei Hunden niedergehaltenen Stier aus der 4blätt. Folge „Jagd und erlegtes Wild“, ebenfalls mit hügeligem leichten Hintergrund, während für die beiden Saurüden jener aus T. 472 aus 4blätt. Hunde-Folge heranziehbar ist. Als Ganzes indes finden weder gedachte Hirschjagd noch anstehende Zeichnung irgendeine Entsprechung im eigenen Stichwerk noch dem der Familie.

Es sind Arbeiten sui generis ,

erstere von Gode Krämer kommentiert mit „eine der freiesten und lockersten Zeichnungen“ des jüngeren Georg Philipp. Und anstehende zeichnet sich allein schon thematisch aus. Motive mit dem Jäger und seinem Waidmannsheil sind generell selten. Hier denn als alleiniger Bildinhalt. Aus berühmtem Stalle.

Angebots-Nr. 15.182 / Preis auf Anfrage

„Beschnüffelt Hirschfährten“

Johann Elias Ridinger, Leit-HundJohann Elias Ridinger, Schweis-Hund

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Leit=Hund. Radierung/Kupferstich. (1738.) Bezeichnet: J. E. R. f. / N. 4., ansonsten wie vor. 18,3 x 15,4 cm. – Thienemann + Schwarz 394. – Blatt 4 der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere in der Erstausgabe mit ihrem festen Bütten. – „Diese Tafeln sind sehr gesucht …“ (Th. 1856). – Oben + unten 6,4-6,7 cm, seitlich 1,7-2,3 cm breitrandig. – An der Oberkante noch die beiden originären feinen Durchstiche. – Das  „oft  kopierte“ (Th.)  klassische  Sujet .

Angebots-Nr. 15.636 / EUR  220. (c. US$ 244.) + Versand

– – – Schweis=Hund. Wie vor. – Thienemann 400. – Blatt 10 der Folge.

Angebots-Nr. 15.642 / EUR  235. (c. US$ 260.) + Versand

Jagdhund. Kolor. Kreidelithographie von Langlumé in Paris. Ca. 1822-24. Signiert. 23,5 x 28,5 cm. – Auf festem, dreiseits unbeschnittenem Velin. – AUCH  FARBLICH  SEHR  REIZVOLLE , FRÜHE  LITHOGRAPHIE .

Angebots-Nr. 12.215 / EUR  176. (c. US$ 195.) + Versand

Depart pour la Chasse. Junger Jäger, verabschiedet von seiner Hausfrau, indes die Zofe Blickkontakt sowohl mit jenem als auch mit dem das Pferd haltendem Stallknecht pflegt. Ungeduldig die beiden Hunde. Zurückgesetzt ein Dorf zu Füßen einer Hügelkette. Aquatinta bei M. V. Turgis, Paris. Ca. 1850. Bezeichnet. 26,5 x 35,3 cm. – Mit 2spalt. Vierzeiler. – In malerischer Landschaftsstaffage einschließlich schöner Wolkenbehandlung. Prächtig das Hell-Dunkel.

Angebots-Nr. 12.047 / EUR  199. (c. US$ 220.) + Versand

„ … fleissig acht haben auf die Fährt “

Johann Elias Ridinger, Das bestetten des Edlen Hirsches mit dem Leithund

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Das bestetten des Edlen Hirsches mit dem Leithund. Kupfer-Druck-Platte im Gegensinn zu Thienemann 16. (1729.) Bezeichnet: Ioh. El. Ridinger inv. pinx. sc. et exc. A. V. / avec priv. de sa M. Imp. 30,5 x 23,4 cm. – Die optisch hervorragend erhaltene originale Druck-Platte

im rotgoldenen Glanze ihres 285 Jahre alten Kupfers .

Mittels feinen Lackauftrags vor Anlaufen geschützt, ist sie im Rahmen ihres altersmäßigen Gebrauchs generell noch druckfähig. Angeboten und verkauft wird sie indes als Kunstwerk und Sammlungsstück, also unbeschadet ihrer schlußendlichen Druckqualität. Ihnen angetragen mit der Empfehlung zeitlos-eleganter rahmenfreier Hängung (Vorrichtung wird mitgeliefert), um Sie der jeweiligen Licht-Reflexe am schönsten teilhaftig werden zu lassen. Also aufhängen wie ausgepackt,

so freut sich’s am schönsten .

Angebots-Nr. 14.994 / Preis auf Anfrage

ridinger – für blickfänge der extraklasse

Alphonse de Neuville (St. Omer 1836 – 1885). L’Ouverture de la Chasse. Stärkung im Revier bei Pfeife und Bier, indes 1 Mümmelmann 3 der Jagdgenossen bereits geschafft hat. Getönter Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921). Ca. 1870. Monogrammiert bzw. signiert. 21,6 x 31,5 cm.

Boetticher III, 148. – Neuville war Schüler u. a. von Delacroix und hat sich „auch als Zeichner … bekanntgemacht“. Ansonsten überwiegend Historien- und Schlachtenmaler. – Einige Stockfleckchen und schwacher Wasserrand im breiten Rand.

Angebots-Nr. 11.977 / EUR  189. (c. US$ 209.) + Versand

6 x wandeinheitlich
Rotwild eines Frühvollendeten

Friedrich Happel, Brunfthirsch

„ machte als Waidmann
die meisten Studien nach der Natur “

Friedrich Happel (Arnsberg 1825 – Düsseldorf 1854). Jagd-Scenen nach Original-Zeichnungen. Folge von 6 Blatt mit Tonplatte gedruckten Lithographien von C. Diedrich in Arnsberg. Arnsberg, H. F. Grote, 1856. Gr.-qu.-Fol. (Blattgr. ca. 34 x 41-44 cm; Bildgr. incl. Untertitel ca. 25,5-26,5 x 28-30,5 cm). Bezeichnet: Gez. v. Fr(iedr). Happel / Lithographie, Druck &/u. Eigenthum v. C. Diedrich in Arnsberg / Titel wie unten / In Commission bei H. F. Grote in Arnsberg. Lose in grünblauem OUmschlag. mit Vignette eines ruhenden ungeraden 10-Enders. – Nicht bei Schwerdt (1928).

Die einem zwangsläufig nur sehr schmalem Œuvre verdankte

sehr seltene Folge

von Ein Rudel Hirsche zu Holze ziehendEin Rudel jagdbarer HirscheDer BrunfthirschDer gestellte HirschDer stürzende HirschDie schreckende Hirschkuh mit dem Kalbe .

„ Tiermaler u. Radierer … beobachtete (Happel) als eifriger Jäger … Leben und Treiben aller Jagdtiere … gründlich und stellte es frisch und charakteristisch dar.

Als einer der ersten auf diesem Gebiet

nimmt H. eine beachtenswerte Stellung in der Düsseldorfer Schule ein “

(Thieme-Becker XVI [1923], 17). – Beidseits der Bildunterkante jeweils stecknadelspitzes originales Löchlein vom Anpassen der Tonplatte. – Der schön gestaltete Umschlag geringfügig gebrauchsspurig und zu genereller Verstärkung auf leichten säurefreien Karton kaschiert.

Angebots-Nr. 15.828 / EUR  1380. / export price EUR  1311. (c. US$ 1452.) + Versand

„Auf den Fuchs“

Fuchsjagd. An bilddominant mächtiger Eiche eines Waldes mit differenziert in die Tiefe führenden flämischen Ausblicken sieht sich Reineke von zwei Hunden gestellt. Herbeieilend von rechts hornblasender Jäger mit Sauspieß. Kupferstich bei Jeremias Wolff (1663 [1673?] – 1724) in Augsburg. Bezeichnet: Jeremias Wolff Excud. Aug. Vind. 17 x 25,5 cm.

SEHR  SELTENES  BLATT  bei Ungewißheit bezüglich des Stechers: „Ob einige (Nagler: bei vielen) der nur W.s Adresse (‚Jer. Wolff exc.‘) tragenden Stiche von ihm selbst herrühren, läßt sich nicht entscheiden“. – Mit 3-8 mm Rand alt auf grau-blaues Bütten montiert. – Fast nur im oberen Rand stockfleckig und im linken incl. Plattenrand wasserrandig, beides recht schwach, im Bild selbst nur ganz vereinzelt übersehbarer stippenhafter Anflug.

Angebots-Nr. 15.147 / EUR  230. (c. US$ 255.) + Versand

Der 28-Ender mit dem Leithund

Johann Elias Ridinger, Diser Hirsch von 28 Enden

geschossen auf der Dodenauer Au
im Battenberger Ober-Forst an der Eder
unter dem kleinen Gruben Loch

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Diser Hirsch von 28. Enden Ist von Ihro Hoch=Fürstl: Durchl. dem regierenden Herrn Landgrafen (Ludwig VIII.) zu Hessen Darmstatt 1742. den 10ten. 8bris bey Battenberg in dem Forst gleiches nahmens geschossen worden. Kupfer-Druck-Platte im Gegensinn. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et exc. Aug. Vind. 1753., ansonsten wie vor. 34,9 x 25,2 cm.

Die optisch hervorragend erhaltene originale Druck-Platte

im rotgoldenen Glanze ihres 261 Jahre alten Kupfers

zu Blatt 57 (Radierung/Kupferstich, Thienemann 299) der Folge der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere.

Ausstellung

Schöne Beute — Bilder von der Jagd

Dr.-Hanns-Simon-Stiftung Bitburg

13. Januar – 3. März 2013

Literatur

Katalogbuch zur Ausstellung

Seiten 8 + 149/I

Mittels feinen Lackauftrags vor Anlaufen geschützt, ist sie im Rahmen ihres altersmäßigen Gebrauchs generell noch druckfähig. Angeboten und verkauft wird sie indes als Kunstwerk und Sammlungsstück, also unbeschadet ihrer schlußendlichen Druckqualität. Ihnen angetragen mit der Empfehlung zeitlos-eleganter rahmenfreier Hängung (Vorrichtung wird mitgeliefert), um Sie der jeweiligen Licht-Reflexe am schönsten teilhaftig werden zu lassen. Also aufhängen wie ausgepackt,

so freut sich’s am schönsten .

Angebots-Nr. 15.008 / Preis auf Anfrage

Johann Elias Ridinger, Nach der Natur entworffene Vorstellungen

– – – Nach der Natur entworffene Vorstellungen … Radierung + Kupferstich. Bezeichnet: Alles nach dem Leben gezeichnet und heraus gegeben von Johann Elias Ridinger in Augspurg Anno 1750. d. 10. May., ansonsten wie vor nebst 8zeil. Erläuterung. 24,9 x 36,3 cm.

Thienemann + Schwarz (Bd. I, Tafel V + Abb. S. 69) 69; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, V.9 nebst Abb.; Rid.-Kat. Kielce, 1997, 27. – Der breite weiße Rand partiell minimal stockstippig.

Das nur selten einzufangende konstruktive Titelblatt

— „ gehört zu den schönsten Stichen des deutschen Rokokos “ —

( L’Art Ancien 1938 ) zur 30blätt. Fangarten-Suite, jenes „schöne und merkwürdige Blätter (enthaltenden) höchst interessanten Werkes … nach dem Leben gezeichnet“ (Nagler) und dem Praktiker alles zeigend, dessen er draußen bedarf. – Mit wohl WANGEN-Wz. als einem der von Ridinger bevorzugten Papiere.

Angebots-Nr. 15.848 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 664.) + Versand

„Aeusserst selten(e)“

Der Jäger und der Hunde Lust

Johann Elias Ridinger, Die Lust des Jagens

vor 120/130 Jahren schon !

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Lust des Jagens. Erquickung und Ruhe der Jäger + Meute(n). Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: XVII. / Ioh. El. Ridinger, inv. et del. / Mart. El. Ridinger, sculps. A. V. 31,5 x 21 cm.

Thienemann + Schwarz 360; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1876 ( „Aeusserst selten“, 1885! ); Slg. Reich auf Biehla 104 ( „Aeusserst selten“, 1894! ).

Blatt XVII der 1779 postum abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt) und ausschließlich von Johann Elias Ältestem, Martin Elias, nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragen.

Dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes entstammender breitrandiger Abdruck auf festem Bütten mit Wasserzeichen Anker JH mit der  römischen  Numerierung („Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.).

Angebots-Nr. 15.713 / EUR  730. / export price EUR  694. (c. US$ 769.) + Versand

Télory, Gut erzogen

Gut erzogen. Hase apportierender Hund vor dem zwischenzeitlich unter einer Eiche eingeschlafenen Jäger. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Henri Télory (Straßburg 1820 – 1874/75). (1873.) Bezeichnet: Telory / Huyot, ansonsten wie vor. 14,2 x 21,2 cm.

Angebots-Nr. 11.180 / EUR  69. (c. US$ 76.) + Versand

Antonio Tempesta (Florenz 1555 – Rom 1630). Die Bejagung des Wolfes. Vorn links mittels Gewehr unter Darstellung auch der Handhabung des Ladestockes, dabei schon ein erlegter. Im Mittelgrund folgen zwei dem von Reiter geschleiftem Schafluder, beobachtet von einem im Baum ansitzenden Schützen. Zurückgesetzt soll ein im Wolfseisen gefangener erschlagen, alternativ mit dem Spieß erledigt werden. Radierung von bzw. bei Claes Jansz. Visscher de Jonghe (1586 Amsterdam 1652). (1639.) 10,5 x 14 cm.

Schwerdt II, 251 („proof impressions“). – Auf feinem, breitrandigem Bütten mit typograph. Wz. als wohl Gegenmarke zum Wappen-Wz. einiger weiterer hier vorliegender Blätter der Folge.

Höchst instruktives und auch sehr malerisches Blatt

aus dem zweiten Teil der insgesamt 32 Tafeln umfassenden Folge der Aucupationis Multifariæ Effegies Artificiosissimé depictæ et inventæ ab Antonio Tempesta Florentino und hier wie bei Schwerdt vorliegend in

Frühdruck vor der Schrift

mit lediglich der Nummer „12“ rechts im breiten weißen unteren Plattenrand aus der von Lugt nicht identifizierten Sammlung „EK“ mit deren rückseitigem kleinen schwarzen runden Monogramm-Stempel (ligiert, Lugt 3549, Zeichnungen und Grafik des 17.-19. Jhdts.) sowie irriger Zuweisung an Christoffel van Sichem „um 1550 – 1600 / Delft – Augsburg“ in Bleistift.

Angebots-Nr. 28.558 / EUR  135. (c. US$ 150.) + Versand

Das
„stumpf-ohrichte Hauptschwein“
und sein Packer

Johann Elias Ridinger, Dises stumpf=ohrichte Hauptschwein

zweifellos eine der optisch liebenswertesten

unter den originalen Kupfer-Druck-Platten des Meisters

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Dises stumpf=ohrichte Haupt=Schwein mit gestuzter Ruthe welchem auf der Lincken seite der große Fang abgebrochen und auf der rechten das gewerff xweis gewachsen Haben Ihro Hoch=Fürstl: Durchl: der regierende Hr. Landgraff Ludewig (VIII.) zu Hessen Darmstatt vor 12. Jahren mit hoher Hand selbst die Ohren gestuzt und in dem 1749ten. Jahr den 18. Januar im Bessumer Forst (südlich von Darmstadt) angeschossen und den 30ten. dito im Allerheiligen Forst (nördlich von D.) gar erlegt. Kupfer-Druck-Platte im Gegensinn. Bezeichnet: J. E. Ridinger del. sculps. et excud. A. V. 1753., ansonsten wie vor. 34,9 x 25,2 cm.

Die optisch hervorragend erhaltene originale Druck-Platte

im rotgoldenen Glanze ihres 261 Jahre alten Kupfers

zu Blatt 58 (Radierung/Kupferstich, Th. 300) der Folge der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere.

Ausstellung

Schöne Beute — Bilder von der Jagd

Dr.-Hanns-Simon-Stiftung Bitburg

13. Januar – 3. März 2013

Literatur

Katalogbuch zur Ausstellung

Seiten 8 + 149/I

Mittels feinen Lackauftrags vor Anlaufen geschützt, ist sie im Rahmen ihres altersmäßigen Gebrauchs generell noch druckfähig. Angeboten und verkauft wird sie indes als Kunstwerk und Sammlungsstück, also unbeschadet ihrer schlußendlichen Druckqualität. Ihnen angetragen mit der Empfehlung zeitlos-eleganter rahmenfreier Hängung (Vorrichtung wird mitgeliefert), um Sie der jeweiligen Licht-Reflexe am schönsten teilhaftig werden zu lassen. Also aufhängen wie ausgepackt,

so freut sich’s am schönsten .

Angebots-Nr. 15.009 / Preis auf Anfrage

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Wolff in dem Schlag-Eisen. Das an einer Kette befestigte Eisen schnürt den Hals zu. Radierung und Kupferstich. (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 24,9 x 36,4 cm.

Thienemann + Schwarz 85; Schwerdt III, 135, 17 („A rare set, of importance to those who are interested in the various methods of trapping wild animals“). – Blatt 17 der Fangarten-Suite, von Halle in München 1928 als die „Seltenste aller Jagdfolgen Ridingers“ angesehen (LXVIII/323). – Instruktiver 6zeil. Untertext. – Kontrastreicher Abdruck. – Ausbesserungen im Rand links und links unten, teils auch noch den weißen Plattenrand tangierend.

Angebots-Nr. 28.010 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 469.) + Versand

– – – Dasselbe auf festem Linienpapier mit gr. Lilien-Wasserzeichen. – Dreiseits 12 mm, unten 4 mm Rand zusätzlich zum 5 mm breiten weißen Plattenrand. – Zwei vom Druck herrührende, noch in das Bildfeld reichende Quetschspuren nur im Untertext andeutungsweise wahrnehmbar. – An bzw. bei der linken Unterecke restaurativ ergänzte kleine Ausrisse im weißen Papierrand.

Angebots-Nr. 16.150 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 469.) + Versand

Carl Friedrich Deiker (Wetzlar 1836 – Düsseldorf 1892). Fuchs im Dohnenstieg. Reineke auf der Pirsch nach Drosselfleisch. Holzstich von C. (?) Bothe. (1873.) Bezeichnet: C. F. Deiker / Bothe sc., ansonsten wie vor. 28,1 x 18,3 cm.

Angebots-Nr. 11.186 / EUR  101. (c. US$ 112.) + Versand

niemeyer’s — immer auf der pirsch für Sie

Verordnung Carl’s I., Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (1713-1780, Reg.-Antr. 1735, Neffe Kaiser Karl’s VI. und Schwager Friedrich’s des Großen, Stifter des Collegiums Carolinum)

Luderstätten und Schießhütten betreffend.

Gegeben Braunschweig 5. November 1767. 34,3 x 42 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst Kanzlei-Siegel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des J. H. v. Bötticher.

Thematisch seltener , für den Maueranschlag

( „auch an den gewöhnlichen Oertern angeschlagen werde“ )

bestimmter rahmungsreizvoller Einblattdruck

von unbenutzter Frische. – Zu Carl siehe ADB XV, 266 ff. – Typographisches (CBW) und großes figürliches Fürstenhut-Wasserzeichen.

Abwägung zwischen der an solchen Plätzen und Hütten zwecks „Fällung des Wildpretts“ interessierten Unter- und der hiervon Nachteil befürchtenden Oberjagd und auch den Bedenken, das Wild könne hierdurch „aus dem Walde zum Nachtheil des Publici (sic!) gezogen werden“. Ergo „daß niemanden gestattet sein soll, in seiner Unterjagd eine Luderstätte oder Schießhütte anzulegen, worunter jedoch die Krähen= Staar= oder andre Hütten, in denen lediglich nur den Vögeln nachgestellet wird, nicht verstanden werden“. Forst- und Jagdbediente werden zur Durchsetzung solchen Wollens angehalten.

Die große V-Initiale mit neuerlich eingefügtem Niedersachsenroß und Fürstenhut hier in der Version mit Wappenschild bei gleichzeitigem Fortfall der zusätzlichen kleinen Krone. Hier durchgelaufene Verordnungen zwischen 1705 und 1749 ohne diese Attribute.

Von besonders wirkungsvoller Typographie
+
unbeschnittener Breitrandigkeit

bei zugleich nicht alltäglicher typographischer Zutat: im weißen Rand links zwei Fingerspuren des Druckers! Ansonsten mit rückseitigem Doppelvermerk in Bleistift und gleichmäßig leichter Tönung.

Angebots-Nr. 13.024 / EUR  343. / export price EUR  326. (c. US$ 361.) + Versand

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Bæren Fang. In dichtem Wald eine mit Honigtopf geköderte Grube, in die einer der beiden Bären gerade hinabstürzt, indes der zweite brüllend abgeht. Radierung + Kupferstich aus der 1729er Fürstenlust wie vor. Bezeichnet: avec privil. de Sa. Maj. Imp. / I. El. Ridinger inv. pinx. Sculps. et excud. Aug.Vind., ansonsten wie vor und mit dt.-franz. Lehr-Untertext. 33,3 x 41 cm.

Thienemann + Schwarz 30; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix 3A („Alte Abdrücke mit dem ursprünglichen Titel. Das Papier hat Linien als Wasserzeichen.“). – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 18 geführt. – 3-4,7 cm breitrandig. – Kleines Wurmloch im unteren linken Bildfeld und unauffällige winzige Schabspur im mittleren Laubwerk. Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels.

Das ebenso instruktive wie malerische Blatt

in herrlichem Abdruck leuchtenden Hell-Dunkels

wie in solcher Qualität von altersher selten .

Angebots-Nr. 15.480 / EUR  1100. / export price EUR  1045. (c. US$ 1158.) + Versand

Samuel Howitt (1756 – Somers Town 1822). A Trap to Shoot the Bear. Der Bär in der Selbstschußanlage, hochgestreckt in angespannter Erwartung nach dem Honigtopf greifend und den auslaufenden Honig schleckend und dadurch die beiden Schüsse auslösend. Aquatinta von Howitt + Matthew Dubourg (tätig London 1808-38) im Ursprungskolorit. Bezeichnet: Howitt Del. / Published & Sold Jany. 1st. 1813, by Edwd. Orme Bond Street, London. / Howitt & Dubourg Sculpt., ansonsten wie vor. 18,3 x 23,1 cm.

Tooley 224, 75. – Aus der 1814 abgeschlossenen Erstausgabe von FOREIGN FIELD SPORTS , Schwerdt I (1928), 177 ff.: „The coloured plates … especially those drawn by Howitt, are fine, both as regards draughtsmanship and colouring … (The book) is sure to increase in value … “.

Angebots-Nr. 11.776 / EUR  107. (c. US$ 119.) + Versand

Und immer wieder

Thomas Landseer, Faithful to the Track

Der Streit um den Fuchs

Radierung von Thomas Landseer (1795 London 1880). (1827-28.) Bezeichnet: Proof., ansonsten wie unten. 19,9 x 16,5 cm. – Auf besonders breitrandigem, schwerem Papier. – Im äußeren weißen Rand ganz schwach stockfleckig.

Qualitätvoller Probedruck auf großem Papier

mit dem Somerville-Vers aus The Chase :

„ Faithful to the track, th’unerring hounds
With peals of echoing vengeance close pursue.
Thou villain there / Expect the fate deserved! “

Aus  der  berühmten  Monkeyana-Suite , einem der nur wenigen frühen und somit typischen Werke Landseers :

„ Daß man Thomas Landseer nur nach solchen Illustrationen beurteilen darf, beweist ein kleines Büchlein mit Holzschnitten, die so gut wie nichts von seinem Geist fühlen lassen “.

Ab 1827 geschaffen, erschienen die einschließlich Titel insgesamt 25 mit Untertexten aus Klassikern versehenen Radierungen lieferungsweise (The English Catalogue of Books: Januar bis Dezember) 1828 bei Moon, Boys & Graves in London in drei Ausgaben: Normalausgabe in Quart, Ausgabe auf größerem Papier in groß-4° sowie als Ausgabe mit Zustandsdrucken, gleichfalls in groß-4°. Daneben Exemplare auf aufgewalztem China. – Im übrigen qualifiziert Rümann unter anderem :

„ Viel bedeutender war Edwins Bruder Thomas Landseer …

in den zwanziger Jahren trat er selbständig mit einer Serie von 25 Blatt hervor, die 1828 unter dem Titel ‚Monkeyana‘ … erschienen (Abb. 57).

Technisch sind seine Radierungen meisterlich ,

nicht minder bewundernswert ist die geistige Beherrschung des Stoffes. Mit viel Humor und scharfer Beobachtung versetzt er das bürgerliche Leben seiner Zeit ins Affenleben. Sein Spott ist beißend, fast bösartig. “

Hinsichtlich letzterer Wertung dürfte für vorliegendes Sujet indes der zeitgenössische Nagler – Monogrammisten V, 686 – treffender urteilen, zeitigt doch das nur allzu menschliche Moment schlichtweg Ergriffenheit : „ … die Sitten, Trachten und Thorheiten der Zeit (hat Landseer) ergötzlich carrikirt “ .

Und Stechow resümiert souverän : „ Affen haben Künstler seit jeher fasziniert “ (Pieter Bruegel, Köln 1977, S. 76). – Später widmete sich Thomas Landseer vorwiegend der Wiedergabe der Tierdarstellungen des Bruders Sir Edwin.

Angebots-Nr. 5.377 / EUR  240. (c. US$ 266.) + Versand

Selten im Bild
Johann Elias Ridinger, Aufbrechen des HasenJohann Elias Ridinger, Aufbrechen des Hirschen
Der Grünröcke
praktisches know how

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Das Aufbrechen des Hasen + Hirschen. Folge von 2 Blatt. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: J(oh). E(l). Ridinger inv. del. sc. et exc. A(ug). V(ind)., ansonsten wie unten. 36,2-36,3 x 28,1 cm.

Thienemann + Schwarz (Bd. I, Taf. VI f.) 99-100; Weigel XXVIII, Ridinger, 8 A; Nagler 41; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1788/89 ( „Sehr selten“, 1885! ); Slg. Coppenrath II, 1457 ( „Sehr selten “, 1889! ); Slg. Reich auf Biehla 16 („Selten“, 1894!); Slg. Gg. Hamminger 1539 („Selten“, 1895!); Schwerdt III, 135; Ortega y Gasset, Meditationen über die Jagd, 1981, Abb. SS. 87 + 73; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, V.1 + 2 nebst Abbildungen.

Fehlte der 1554blätt. Helbing-Offerte von 1900

wie auch 1940 jener Rosenthals (444 Nrn.). Für die 1758er Vorzeichnung im Gegensinn zur Curée des Hirschen, heute bayerische Privatsammlung, siehe Schwerdt III, 215 nebst Tafel 251, qualifiziert mit

„ ( … ganz unabhängig von ihrem künstlerischen Wert

aus historischer Sicht ein interessantes Dokument ) “

mit der auszeichnenden Folge jeweils Abbildung beider sowohl bei Schwarz als auch bei Ortega.

BILDLICH WIE THEMATISCH REICHE GEGENSTÜCKE ,

deren Hirschblatt l’Art Ancien 1939 (Liste 14, Nr. 30 nebst Abb.) gelegentlich des Angebots obiger Schwerdt-Zeichnung in Sperrsatz beschrieb als

„ Eines  der  allerschönsten  Ridinger-Blätter .“

Nach erst kürzlichem Durchlauf eines Exemplars – frühere Intervalle bis zu 13 Jahre! – offenbarte der unverhofft hereingekommene alte Sammelband eines adligen Bestandes was Sache ist und über die Jahrhunderte verborgen ruhte. Hier denn, von alter Hand oberhalb der Plattenkante in Bister mit XI + XII numeriert, auf einheitlichem, gleichwohl unterschiedlich schwerem Bütten mit typograph. Wz., das des etwas leichteren WANGEN als von den Ridingers besonders geschätzter Qualität. – Das Hasenblatt partiell etwas überschwärzt, die rechte Unterrandecke des Hirschblattes etwas altersfleckig. – Oben + unten 4,8-5,4, seitlich 1,9-2,8 cm breitrandig, linksseits der alte Heftrand.

Angebots-Nr. 15.704 / EUR  1700. / export price EUR  1615. (c. US$ 1789.) + Versand

– – – Das Hasenblatt allein in einem auf/innerhalb Plattenrand beschnittenen herrlichen Abdruck mit 3 mm weißem Rändchen rundum und im Textfeld selbst die längsten Periphen noch unangeschnitten lassend. - Th. 99. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 16.169 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 621.) + Versand

– – – Das Hirschblatt allein in späterem, gleichwohl warmtonig-kontrastreichem schönen Abdruck auf Velin mit umlaufend 1,5-2,5 cm breitem Rand. Oben links desselben drei säurefrei hinterlegte Kleineinrisse und zwei kleinere Ausrisse. - Th. 100. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 16.170 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 621.) + Versand

niemeyer’s — für schönste ridingeriana

Dachsgraben. Grimbart ist ausgegraben – und jeder Beteiligte hält seine Variante bereit, ihm an die Schwarte zu gehen. Bis hin zum Jagdherrn mit dem Revolver. Vorn rechts der Picknickkorb fürs Jagdfrühstück danach. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Henri Télory (Straßburg 1820 – 1874/75). (1873.) Bezeichnet: Telory / Huyot sc., ansonsten wie vor. 22,9 x 31,8 cm.

Angebots-Nr. 11.175 / EUR  101. (c. US$ 112.) + Versand

Stradanus, Dachsjagd

Johannes Stradanus (= Jan van der Straet, Brügge 1523 – Florenz 1605). Obruitur saxis Taxus laqueisque dolosis … Die Vielfalt der Dachsjagd, die Vielzahl der Jäger und Hunde. Kupferstich mit Radierung von oder bei Philip Galle (1537 Antwerpen 1612). (1578.) Bezeichnet: Io(hann)es Strada. inuen. / Phls Galle excud. 21,4 x 28,3 cm.

Nagler, Stradanus, XVII, 449; Wurzbach, Philip Galle, 27; Schwerdt II, 227; Katalog Marchegg, 1978, 108 m. Abb. – Blatt 75 des 2. Teils der von verschiedenen Stechern herrührenden, von Ph. Galle hrsg. zusammen 104blätt. – später wohl noch weitere – Venationes ferarum … nach Stradanus, deren Platten gleichwohl in weiteren Zusammenstellungen genutzt wurden. So hier unter Fortnahme der Nummer. – Latein. Zweizeiler. – Für die Vorzeichnung im Gegensinn siehe Katalog Jeanson 528 nebst Abbildung. – Mit umlaufend 4-5 mm breitem Rändchen vor früherer Bindung alt auf Bütten aufgezogen. Die daherrührende Mittelfalte fast nur im weißen Rand sichtbar.

Im Textrand noch mit Plattenschmutz behafteter sehr schöner Abdruck dieser instruktiven frühen Darstellung.

Angebots-Nr. 28.101 / EUR  251. / export price EUR  238. (c. US$ 264.) + Versand

Eine der ganz frühen
Darstellungen der Vogeljagd

– – Intentus merulis Auceps, sic retia tendit. Vogeljagd mit Balestern (Schneppern, = Armbrust). Kupferstich mit Radierung wie vor, hier Blatt 32 als gleichfalls noch mit Plattenschmutz behafteter herrlicher Abdruck. – Katalog DJM, 1979, 5759 nebst Abb. S. 66 (Stich + zeitgenöss. Ballester).

Angebots-Nr. 28.100 / EUR  340. / export price EUR  323. (c. US$ 358.) + Versand

Adrien Emmanuel Marie (Neuilly-sur-Seine/Paris 1848 – Cádiz 1891 [?]). Fang im Wurfnetz. In wolkenverhangener Nacht werfen  die  beiden  Jäger  das Netz über das  14köpfige  Rebhuhnvolk . Holzstich von Jules Huyot wie oben. Bezeichnet: Huyot / Adrien Marie, ansonsten wie vor. 14,6 x 22,1 cm.

Angebots-Nr. 11.189 / EUR  81. (c. US$ 90.) + Versand

Jean Edouard Dargent (gen. Yan’Dargent, St.-Servais, Bretagne, 1824 – Paris 1899). Chasse à la Bécasse aux États-Unis.  Je  drei  Jäger , Hunde , Bekassinen . Getönter Holzstich von Huyot wie vor. Signiert. 30,4 x 22 cm.

Angebots-Nr. 12.006 / EUR  176. (c. US$ 195.) + Versand

Ernest Bellecroix (Alençon, Orne, 1837 – 1877?). Jagd auf das Wasserhuhn. Vom Hund im Uferwasser aufgescheuchtes Huhn, links hinten am Schilfrand  der  Jäger , zum  Schuß  bereit . Holzstich von Huyot wie vor. Bezeichnet: Er. Bellecroix / Huyot, ansonsten wie vor. 14,5 x 21,7 cm.

Angebots-Nr. 11.209 / EUR  69. (c. US$ 76.) + Versand

Alphonse de Neuville (St. Omer 1836 – 1885, Schüler u. a. von Delacroix). Les Paysans Braconniers. Beim erlegten Reh  gestellter  Wilderer , auf einen der beiden Gendarme anlegend. Getönter Holzstich von Huyot wie vor. Signiert bzw. monogrammiert. 21,8 x 31,8 cm.

Angebots-Nr. 11.978 / EUR  138. (c. US$ 153.) + Versand

Der Holzwart vom Tiroler Inn=See

Johann Elias Ridinger, Im Tyrol am Innsee (Wildsee?)

— der Wild-See bei Seefeld ? —

für Helbing 1900 eines der teuersten Blätter der Folge

Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Im Tÿrol am Inn=See (der Wild-See bei Seefeld?) Begab sichs da ich als alldortiger Holz=wart morgens früh Spazieren gieng, daß ich einen so genanten See=Adler (Th.: Kormoran-Scharbe) mit seinen jungen antraf welchen in dem Augen blick ein Großer Raub Vogel (Th.: Seeadler) ein junges zu hohlen trachtete, und auch wircklich weck nahme. Radierung mit Kupferstich nach vermutlich eigener Vorlage. Bezeichnet: XXXI. / M. E. Ridinger. sc: A. V., ansonsten wie vor. 25 x 33,5 cm.

Thienemann + Schwarz 374; Slg. Reich auf Biehla 116 ( „Aeusserst selten“, 1894! ); Slg. Hamminger 1620 (nur innerhalb seines bis auf zwei cpl. Satzes, darunter „einige Blätter nur mit Schriftrand und aufgezogen. Dabei sehr seltene Blätter“, 1895!); Helbing XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 890 ( „Sehr selten“, 1900! ). – Fehlte 1885 der schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX ebenso wie 1889/90 bei Coppenrath. – Blatt XXXI der 1779 postum abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928; hiesige

Tiroler Inn-See–Scenerie

von Helbing mit 50 Goldmark

und damit mit großem Abstand zum Gros der übrigen benotet ) ,

und ausschließlich von Johann Elias’ Ältestem, Martin Elias, nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragen. Die zeichnerische Hand Johann Elias’ anstehenden Falles nicht durch dessen Signatur gestützt, doch, wenngleich von Thienemann als grob empfunden,

thematisch sehr schön und lokalmäßig sehr rar .

Kompilatorische Rückgriffe Martin Elias’ erscheinen bei dem einen und anderen Blatt dieser Folge denkbar.

Die Folge selbst „fast durchgängig so eingerichtet, dass immer zwei und zwei mit einander harmoniren und Seitenstücke bilden, wie sie denn auch paarweis verkauft worden sind“ (Th.). Hier also mit Blatt XXXII – Im am(m)ergau=See in Bayren … – , Th. 375.

Warmtoniger Erstausgabendruck

mit der römischen Numerierung

(„Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.), seitlich 5,5, sonst 2,3-3 cm breitrandig. – Die rückseitige leichte Bräunung bildseits nur im breiten Rand minimal durchscheinend.

Angebots-Nr. 14.652 / EUR  946. / export price EUR  899. (c. US$ 996.) + Versand

– – – – Dasselbe , oben + unten 2,5-5,8 cm, an den Seiten 6,6-6,7 cm breitrandig. Im linken weißen Außenrand gänzlich unwesentliche partielle schwache Randstockstippigkeit. Dort auch noch die beiden Löchlein der ursprünglichen lieferungsweisen Heftung.

Angebots-Nr. 15.720 / EUR  1100. / export price EUR  1045. (c. US$ 1158.) + Versand

„ In der Tiermalerei taten sich noch hervor “

Tobias Heinrich Thoman, Steinbockjagd

Tobias Heinrich Thoman(n) von Hagelstein

1700 Augsburg 1764

Steinbockjagd mit Pike und Flinte. In verschiedenen Stadien hoch über dem Tal. Vorne links zwei erfolgreiche Jäger, deren einer die Steigeisen unterschnallend. Auf einem Hang dahinter drei Jäger einem Bock nachsetzend, während auf der gegenüberliegenden Höhe im Schuß einer von einer Felsnase abgeht. Schabkunstblatt in Blaudruck. 36,8 x 48,4 cm.

Blüchel, Die Jagd, I, 149 als in den Randpartien unterschiedlich verkürzte Farbabbildung (dieses Exemplar). – Nicht bei Schwerdt. – Großes Kronen-Wappen-Wz. – Blatt G.3. einer Suite. – Nur teils lesbarer lateinischer Zwei- + dt. Vierzeiler:

Den Steinbock , welcher frisch den …
folgt auch der Jäger nach bis auff den höchsten …
Er treibet ihn so fort über dem …
Und ruhet nicht , bis erst der Leute Sprung mißlinget .

Zweiseits 1-2 cm breitrandig, an den Seiten bis zum Bildrand beschnitten, doch angerändert. Durchweg geglättet altersknitterig, im Untertext links kleiner Einriß mit Schabspur, einige stecknadelfeine Löchlein. Generell somit altersspurig, vom Passepartout indes weitgehendst eliminiert. Der Druck selbst schön, das Blatt als solches wie auch seine Szenerie

selten + instruktiv

für ein Detail kulturhistorischer Jagd-Praxis.

Über die ursprünglich in Lindau ansässige, über 200 Jahre florierende Künstler-Dynastie der Thomänner siehe ADB XXXVIII, 65 f. Hiesiger Tobias Heinrich, jüngster Sohn des hier gleichfalls mit kostbaren Schabblättern vertretenen Ernst Philipp, pflegte – „wohl unter Einfluß der Ridinger“ (Th.-B.) – besonders das Tierfach, doch wohl kaum in Öl, wie Welisch’s „In der Tiermalerei taten sich noch hervor …“ annehmen läßt. Gleichwohl, so letzterer in Beiträge zur Geschichte der Augsburger Maler im 18. Jahrhundert, 1901, Seite 93 weiter, war er

„ auch von Ridinger hochgeschätzt “.

Gleich den väterlichen Schabblättern sind die seinen derart selten, daß sie selbst Nagler (Künstler-Lexicon XVIII, 1848, 360) nur vom Hörensagen bekannt waren:

„ P. v. Stetten sagt … dass Thomann in späterer Zeit mehrere Blätter in schwarzer Manier ausgeführt habe, welche Thiere vorstellen und ein Gleiches behauptet er von E. Ph. Thomann von Hagelstein. “

Solchermaßen aber sind sie Trouvaillen, die noch über ihre technisch bedingte Kostbarkeit hinausgehen. Bezifferte doch schon 1675 der Praktiker von Sandrart

„ saubere Abdrucke “ der samtenen Schabkunst auf nur etwa

„ 50-60 (!) … hernach aber schleift (das Bild) sich bald ab ,

weil es nicht tief ins Kupfer gehet “.

Hiesige Ausführung in Blaudruck schließlich eine letzte Überhöhung, sind dem ausgefuchsten Sammler doch zeichnerische wie graphische Arbeiten auf blauem Papier noch den steilsten Pirschsteig wert.

Angebots-Nr. 28.143 / EUR  476. / export price EUR  452. (c. US$ 501.) + Versand

Tobias Heinrich Thoman, Gemsjagd

– – – Gems-Jagd. Vier Gruppen von Jägern, zwei davon mit Hunden, an verschiedenen Plätzen mit Pike und Flinte jagend. Schabkunstblatt in Blaudruck. Bezeichnet: T.H.Thoman inve. et excud. 36,6 x 48,5 cm. – Wie vor als Blatt 3.L einer Suite und gleichfalls bei Blüchel.

Ein schneller Sprung zwar offt die Gemsen noch erhalt ,
Wan(n) sie von einem Fels bald auff den andern fliehen ,
Allein , dar hier und da die Jäger sich bemühen ,
So werden sie gar leicht durch Schuß und Spieß gefällt .

Dreiseits 1,5 cm breitrandig, rechts bis zum Bildrand beschnitten, doch angerändert. Durchweg geglättet altersknitterig, einige stecknadelfeine Löchlein, kleiner Haarriß im linken oberen Bildrand und hier und da Durchbruch der Plattenkante. Generell somit erheblich altersspurig, vom Passepartout indes weitgehendst eliminiert. Der Druck selbst schön.

Angebots-Nr. 28.142 / EUR  496. / export price EUR  471. (c. US$ 522.) + Versand

Ridinger’s Ammergau=See

Johann Elias Ridinger, Im am(m)ergau=See in Bayren

für Helbing 1900 das zweitteuerste Blatt der Folge

Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Im am(m)ergau=See in Bayren wurde mir von einem Jaeger ebenfals erzehlet, daß als er auf einen wilden (Sing-?)Schwanen angeschlagen, Ihme ohn vermuhtet da Er sichs nicht versehn, auch ein Besonders starcker (See-)Adler so zu reden in den Schuß geflogen, daß er dießen und den andern Vogel zu gleich getroffen. Der Schütze nebst zwei Hunden und einem schon erlegten kleineren Vogel links in einer Dreier-Baumgruppe, der Kampf Seeadler/Schwan über dem offenen Wasser mit Blick auf das jenseitige Ufer. Radierung mit Kupferstich nach väterlicher (?) Vorlage. Bezeichnet: XXXII. / M. E. Ridinger. sc: A. V., ansonsten wie vor. 24,6 x 33,3 cm.

Thienemann + Schwarz 375; Slg. Reich auf Biehla 117 ( „Aeusserst selten“, 1894! ); Helbing XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 891 ( „Sehr selten“, 1900! ). – Fehlte 1885 der schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX ebenso wie 1889/90 bei Coppenrath.

Blatt XXXII der 1779 postum abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928; hiesige

Ammersee–Scenerie

von Helbing mit weitem Abstand zu den übrigen Blättern der Folge

mit 80 Goldmark am zweithöchsten benotet ) ,

und ausschließlich von Johann Elias Ältestem, Martin Elias, nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragen.

Die zeichnerische Hand Johann Elias’ anstehenden Falles nicht durch dessen Signatur gestützt, doch wird mit ihm auf dem Markt die hier nicht vorgelegene unsignierte Kreide-Studie eines hinter einem Baum verborgenen Jägers im Anschlag aus der Sammlung Hamminger (1895) und als zu anstehendem Blatte gehörig in Verbindung gebracht. Kompilatorische Rückgriffe Martin Elias’ erscheinen bei dem einen und anderen Blatt dieser Folge denkbar.

Dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes entstammender breitrandiger Abdruck auf festem Bütten als von Ridinger bevorzugter Qualität

mit der römischen Numerierung

(„Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.). – Oben + unten 3-5,3 cm, an den Seiten 6,2-7 cm breitrandig. Die Außenkante des weißen Unter- sowie rechten Seitenrandes partiell minimalst riß- bzw. knitterspurig, in letzterem ferner gänzlich unwesentliche partielle schwache Randstockstippigkeit. Links im weißen Rand noch die beiden Löchlein der ursprünglichen lieferungsweisen Heftung.

Die Folge selbst „fast durchgängig so eingerichtet, dass immer zwei und zwei mit einander harmoniren und Seitenstücke bilden, wie sie denn auch paarweis verkauft worden sind“ (Th.). Hier also mit Blatt XXXI – Im Tÿrol am Inn=See Begab sichs … –  Th. 374.

Angebots-Nr. 15.721 / EUR  1500. / export price EUR  1425. (c. US$ 1578.) + Versand

Gemsjagd. Das von den Jägern jenseits einer Felsspalte überraschte und nun in wilder Flucht davonstürmende Rudel. Holzstich von F. (E?) Seifferth bei L. Ruft (?). (1873.) Signiert, bezeichnet. 19,7 x 26,3 cm. – Einige schwache Stockflecken im breiten weißen Rand.

Angebots-Nr. 11.224 / EUR  107. (c. US$ 119.) + Versand

Jean Edouard Dargent (gen. Yan’Dargent, St.-Servais, Bretagne, 1824 – Paris 1899). Une Chasse aux Chamois en Carniole. Auf Gemsjagd in den Alpen. Getönter Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921). (1873.) Signiert. 22,2 x 30,6 cm.

Angebots-Nr. 11.990 / EUR  220. (c. US$ 244.) + Versand

Auf der Alpenjagd. Die Jäger  –  einer  mit  Fernrohr  –  vor Hochgebirgskulisse, eine Spalte überwindend. Holzstich von Richard Illner (1831 Leipzig 1895) nach dem Monogrammisten T(F?)H. (1873.) Signiert bzw. monogrammiert, bezeichnet. 17,3 x 23 cm. – Vereinzelte leichte Stockflecken im dreiseits breiten weißen Rand.

Angebots-Nr. 11.196 / EUR  65. (c. US$ 72.) + Versand

Wie selten , wie reich , wie malerisch !

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bohr-Baum vor eine wilde Katze oder Marder. Die in dichtem Wald an einem Dohnenstieg errichtete und von A-H erläuterte gewaltige Falle mit einem gerade gierig zugreifenden Kuder. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et exc. Aug. Vind. / Mart. El. Ridinger sculps. Aug. Vind., ansonsten wie vor u. unten. 25,5 x 37,2 cm.

Johann Elias Ridinger, Bohr-Baum vor eine wilde Katze oder Marder

Thienemann + Schwarz 83; Ridinger-Kat. Darmstadt, 1999, V/16 nebst Abb. – Nicht im 1997er Rid.-Katalog Kielce. – Blatt 15 der 30blätt. Fangarten-Suite, jenes „schöne und merkwürdige Blätter (enthaltenden) höchst interessanten Werkes … nach dem Leben gezeichnet“ (Nagler). – Mit 9zeil. Untertext:

„ Wo man Thonen auf Cramets-Vögel, Schnepfen und anderem Federwild in die enge holtzwege richtet … so kom(m)en gar bald Marder, Füchse u: wilde Katzen … und nehmen die gefangene Vögel (hier gleichwohl nur deren einer als Totluder)

worbey dan(n) der Jæger zu kurtz kom(m)et . Deme abzuhelffen … “

Prachtvoller , breitrandiger  Abdruck  dieses ebenso konstruktiven wie stimmungsreichen Blattes .

Angebots-Nr. 15.850 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 664.) + Versand

– – – Dasselbe in schönem Abdruck auf festem Linienpapier mit typograph. Wasserzeichen (WANGEN?) und umlaufend 5-8 mm breitem Rand bei 1 cm breitem weißen Plattenrand.

Angebots-Nr. 16.148 / EUR  595. / export price EUR  565. (c. US$ 626.) + Versand

Gemse mit von Bartgeier bedrohtem Kitz. Holzstich von J. (?) Whymper. (1876.) Monogrammiert. 20,2 x 15,1 cm. – Mit Textblatt von Frdr. v. Droste-Hülshoff.

Angebots-Nr. 12.384 / EUR  86. (c. US$ 95.) + Versand

Gemse. Ein ganzes Rudel, zwei Tiere Ausschau haltend. Holzstich. (1873.) Bezeichnet. 15,9 x 10,3 cm.

Angebots-Nr. 11.195 / EUR  46. (c. US$ 51.) + Versand

„Wiesel und Marder“

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Spuhr eines Marders / Vorder Pratzen / Hinder Pratzen / Spuhr von der Wiesel / Vorder Lauflein / Hinder Lauflein. Baum/Edelmarder in leicht apokalyptischer Baumlandschaft auf das Wiesel am Boden herabschauend. Unterhalb des Bildes die von a-c bzw. d-f erläuterten originalgroßen Spuren. Radierung + Kupferstich. (1740.) Bezeichnet: 19. / J. E. Ridinger inv. del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 37,2 x 29,3 cm.

Johann Elias Ridinger, Spuhr eines Marders/Wiesels

als Modell für Franz Marc’s Öl „Spielende Wiesel“

ABBILDUNG DER JAGTBAREN THIERE 19. – Thienemann + Schwarz 181; Stubbe, Ridinger, 1966, Taf. 20; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, III.29 mit Abbildung. – Stellung des Wiesels und die untere Partie des Marder-Baums gegenüber der 1739er Vorzeichnung Sälzle, Faks.-Ausgabe sämtlicher Handzeichnungen der Folge, 1980, SS. 58 f., verändert. – Leuchtend kontrastreicher Abdruck mit dreiseits schmalem Rand bzw. rechtsseits oben 6 cm Beschnitt auf Plattenkante. Unten 3-3,5 cm breitrandig. – Rückseits oben Klebstreifenreste früherer Passepartout-Einhängung.

Angebots-Nr. 15.770 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 727.) + Versand

– – – – Dasselbe mit verkleinerten Spuren als getönte Lithographie von Hermann Menzler im Druck von A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc. 35,5 x 23 cm.

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album I/14. – Aus den als 1. Abteilung geführten „Darstellungen der bekanntesten Jagdthiere Mittel-Europas nebst Fährten oder Spuren“. – Die gesamte, nahezu literaturunbekannte, praktisch nur peu à peu complettierbare Suite 80 Blatt zuzüglich eines neuerdings aufgetauchten illustrierten Titels weit größeren Bildformates (47,5 x 36 cm) umfassend, wobei die Vorlagen teilweise auf ihren Kern komprimiert oder im Umfeld variiert wurden, woraus sich eine Sammlungsbereicherung allerersten Ranges ergibt. – In der Bildwirkung entsprechen die Arbeiten der von Ridinger nicht mehr angewandten Aquatinta-Manier. – Auf breitrandigem leichten Karton von tadelloser Frische. Die Signatur des Druckers Renaud etwas schwach.

Angebots-Nr. 28.427 / EUR  355. / export price EUR  337. (c. US$ 373.) + Versand

Der  Bezug  zu  Franz Marc’s  Obigem  von 1911, Hoberg-Jansen 144 nebst Abbildung, hier erstmals in Kontext gestellt. Als von Ridinger inspiriert bekannt bislang nur Marc’s Holzschnitt „Reitschule nach Ridinger“ von 1913 (Lankheit 839) als Ausschnitt-Interpretation der Hintergrundfigur des aufsitzenden Reiters des dritten Blattes (Th. 608) der 1722er Reitschule, seitens der Literatur kommentiert mit

„ Aufschlussreich , dass Marc bei seiner sehr vertrauten Kenntnis der Kunstgeschichte sich gerade diesen Meistern der Pferdedarstellung (Delacroix und Ridinger) des 19. beziehungsweise 18. Jahrhunderts als Vorbildern zuwendet “

(Christian von Holst, Franz Marc – Pferde, 2003, SS. 166 ff. innert ‚… der Hufschlag meiner Pferde‘).

Doch bereits sein Öl der „Spielende(n) Wiesel“ von 1911, dem die gleichnamige Lithographie aus 1909/10 voranging, verrät die Kenntnis gleich mehrerer Ridinger-Kupfer aus durchaus verschiedenen Folgen.

 

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Falconier Knecht de(n) Uhu auf der hand führe(n)d. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Ca. 1764. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inven. delin. et excud. Aug. Vind. / Martin Elias Ridinger Sculpsit., ansonsten wie vor. 33,7 x 25,5 cm.

Thienemann + Schwarz 120. – Blatt 8 der 25blätt. Suite der Jäger und Falconiers mit ihren Verrichtungen, ausschließlich von Johann Elias’ Ältestem ins Kupfer übertragen. – Die Vorzeichnung in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. – Lilien-Wz. – Der 1-1,8 cm breite Rand mit schwachen alten Montageflecken. – Das schöne Motiv als zudem

prachtvoller Frühdruck vor der Numerierung „G“

oben rechts, wie hier mit nur einer Ausnahme – Helbing XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger (1900), 271 für Blatt „M“ als hochbewerteter „Probedruck vor aller Schrift und vor vielen späteren Arbeiten“ – ohne Literaturbezug ganz vereinzelt schon durchgelaufen.

Angebots-Nr. 15.822 / EUR  870. / export price EUR  827. (c. US$ 916.) + Versand

Der Uhu. Weidmann mit dem Uhu auf dem Arm. Holzstich nach Herbert König (Dresden 1820 – Niederlößnitz bei D. 1876). (1876.) Bezeichnet: HKönig (ligiert). 16,7 x 13,8 cm.

Angebots-Nr. 11.668 / EUR  65. (c. US$ 72.) + Versand

„Ein roter Bock“

Johann Elias Ridinger, Das Rehe blatten

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Das Rehe blatten! oder Wie die Rehe aufs blatt geschossen Werden. Zur Rechten am Beginn einer abschüssigen Bahn macht der Bock den Todessprung

– „ … sind doch die Momente einer Flucht ,
eines Ausreissens nach dem Schusse u. dergl. meisterhaft dargestellt “

(Franz von Kobell, ein „ächter Waidmann“ [ADB], 1865) – ,

blickt die hinter ihm stehende Ricke erstaunt auf. Links im Gebüsch unter einem Baum der Jäger nebst blattendem Gehilfen, bei skizzierter Schußlinie ( sic! ) das Gewehr noch im Anschlag haltend. Lavierte Bister-Feder-Zeichnung. Auf dem rückseits montierten Untertext

in brauner Feder bezeichnet

Johann Elias Ridinger inv. et del: 1758-

Johan(n) Elias Ridinger inv. et del: 1758 —.

ansonsten wie vor und unten. 214 x 361 mm.

Ausstellung

Schöne Beute — Bilder von der Jagd

Dr.-Hanns-Simon-Stiftung Bitburg

13. Januar – 3. März 2013

Literatur

Katalogbuch zur Ausstellung

Farbige doppelblattgroße Detail-Abbildung auf Innendeckel + Vorsatz

und nochmals farbig Seite 43 sowie textlich Seite 148/II

Großformatige , nicht im Stich ausgeführte Zeichnung ,

thematisch die Fürstenjagdlust ergänzend ,

wenngleich in den reinen Bildmaßen in der Höhe um etwa 5, in der Breite rund 4 cm hinter deren Querformaten zurückbleibend, doch wie jene mit hier 6zeiliger jagdtechnischer Erläuterung zur Jagd mittels Rehblatt:

Johann Elias Ridinger, Das Rehe blatten

Unbeschadet  der  thematischen  wie  textlichen  Nähe  zur  Fürstenlust  erst rund 30 Jahre nach dieser geschaffen, befand sich die Zeichnung offensichtlich nicht im mit ca. 1849 Blättern außerordentlich umfangreichen zeichnerischen Nachlaß, den 1830 J. A. G. Weigel in Leipzig übernahm und erweiterte. Vgl. hierzu sowohl Thienemann SS. 271 ff. als auch Weigels Nachlaßkatalog, Catalog einer Sammlung von Original-Handzeichnungen, SS. 181-231 (1869). Nicht nachweisbar aber auch in anderen renommierten Zeichnungsbeständen.

Sie  scheint  somit  noch  von  Ridinger  selbst  oder doch bald nach ihm abgegeben worden zu sein. Dies nicht zuletzt – siehe unten – gestützt von einer bemerkenswerten Aufmachung. Deretwegen auch die Signatur samt Text rückseits montiert worden sein könnte. Denn da ein hier mit hereingekommenes gleichartiges Hirschruf-Pendant ohne jede Schrift vorliegt, dergleichen Ridinger denn auch völlig variierend zu handhaben pflegte, empfahlen sich Beschnitt + Montage des Reheblattens zwecks optischer Angleichung.

Denkbar  im  übrigen  ihre  Bestimmung  zu einer nicht weiterverfolgten Serie der Jagd mittels Locke analog zu den Fangarten von 1750. So illustriert besagte Hirsch-Zeichnung die Anlockung des Brunfthirsches mittels des hohlen Hafens. Eine Thematik, wie sie schon von einer in bayerischer Privatsammlung befindlichen hochformatigen Zeichnung her bekannt ist, aber gleichfalls keinen Niederschlag im grafischen Œuvre gefunden hat und ihrerseits ebenfalls ohne Beschriftung blieb.

Solche Suiten unterschiedlichen Umfanges im zeichnerischen Œuvre Ridingers durchaus nicht unbekannt und meist durch gleiche Datierungen, teils gar fortlaufende Numerierung, generell aber durch jeweils ähnliches Format und gleiche äußere Gestaltung belegbar.

Gänzlich  übergangen  gleichwohl  blieb  die nun hier zeichnerisch belegte

so überaus reizvolle Jagd mittels Locke .

An der feinen Bister-Einfassungslinie geschnitten und alt, möglicherweise durchaus schon zeitgenössisch, auf Linienpapier mit grün getuschter, nach innen und außen von feinen Linien in Bister gefaßter Paspelierung montiert. Die Zeichnung zusätzlich von schmalem Goldpapierstreifen gefaßt. Das Ganze wiederum alt auf mehrfach gegenkaschiertes Linienpapier montiert, dessen Rand schwarz getuscht ist. Die rückseits montierte Signatur – ganz oben links am Papierrand, ursprünglich also links direkt unterhalb der Einfassungslinie – nebst Untertext bei nur einfacher Montage unter Hinzufügung einer weiteren Schwarz- und Fortlassung der Goldfassung gleichartig paspeliert. Im Paspelierungsbereich drei von Rückseits kommende Wurmgänge, sowie eine zarte, wenig bemerkbare Spur nur vorn in Bildmitte. Eine montagebedingte gleichmäßige Bräunung beeinträchtigt weniger die Bildwirkung als daß sie ihr vielmehr eine sehr schöne authentische Patina verleiht. Kurz ,

eine zu herausragender Präsentation aufbereitete ,

Ridinger’s Wertschätzung dokumentierende Zeichnung ,

die zudem eben nicht als Radierung allgegenwärtig wurde, dokumentierend vielmehr ein für Ridinger

jagdtechnisches Fast-Unikat

von zugleich optischem Glanz !

Angebots-Nr. 29.057 / Preis auf Anfrage

niemeyer’s — 55 jahre ridingererfahrung

Lehrstücke des Jagens

Ernst Philipp Thoman(n) von Hagelstein (1657 Augsburg 1726). Lehrstücke des Jagens. Folge von 4 Blatt. Schabkunstblätter in Braundruck. Blatt 1 bezeichnet: E. P. Thoman. excudit. 35,2 x 49,7 cm bzw. (Bll. 1-3) Bildgröße 34,3-35 x 49-49,4 cm.

Schwerdt III, 171, a (Baillie-Grohman’s Exemplar; „ A  complete  and  interesting  set “). – Zwecks Einpassung in einen Sammelband dreiseits auf Plattenkante (nur Blatt 4 mit feinem Rändchen) und unten unter Verlust der deutschen Vierzeiler + der Numerierung (Schwerdt: N.1–N.4) geschnitten, alt auf Bütten montiert und mit Bisterlinie eingefaßt. Im weißen Oberrand alte Inv.-Beschriftung (Nro 1, 7, 8, 6/Tom: X/Fol 88, 94, 95, 93), gleichfalls in Bister. – Geglättete Mittelfalte.

Bildlich + instruktiv prächtige Folge

von complett allergrößter Seltenheit

(hier nur das heute im British Museum befindliche Schwerdt-Baillie-Grohman’sche Exemplar nachweisbar) in den schönen Drucken eines umfassenden alten Bestandes, reich nuanciert in seinem Hell-Dunkel und, wie alle Schabblätter Ernst Philipp’s, auch nur einzeln, wie hier in 55 Jahren gleichfalls noch nicht vorgelegen, außerordentlich selten. So denn auch als einziges Blatt unter den rund 27600 der ersten 28 Abteilungen des Weigel’schen Kunstlager-Catalogs (1838/57; 6.211) nur das Portrait Rauner als auch Nagler einzigbekanntem, zudem ein Marder, Taubennest ausnehmend (19.715) als vom Sohn Tobias Heinrich. Wobei es sich um eine abgewandelte Wiederholung des väterlichen Marder am Gelege eines Wildenten-Paares im Schilf handeln dürfte, andererseits angesichts des hier sicherlich fehlenden Untertextes samt mutmaßlicher Signatur auch eine flüchtige Weigel-Betitelung nicht auszuschließen ist.

Wolfsjagd — Fuchsjagd — Hasenjagd — Dachs- und Igeljagd

Erstere seitlich rechts ganz leicht berieben und ein haarfeines kleines Fältchen , die zweite und dritte mit etwas größerer Wurmspur im Bildrand oben links , die dritte zudem mit einigen kleinen bis winzigen Papierabreibungen , die vierte schließlich gesamthaft etwas altersspurig mit zusätzlich geglätteter vertikaler feiner Falte im rechten Bildfeld und stippenhafter Papierabreibung und einigen kleinen Lasurflecken, dies alles indes nur sehr wenig störend, überspielt vom dichten Geschehen und zudem, wie gesagt, mit dreiseits feinem Papierrändchen. Vor allem aber als

Igeljagd

Ernst Philipp Thoman, Dachs- und Igeljagd

„ Sehr selten und noch nie auf einer Abbildung von mir gesehen “

(Renate Seemann, Naturhistorische Landessammlungen Müritzeum).

Über obige individuellspezifische Seltenheit hinaus von zugleich genereller als Ausfluß der Schabtechnik selbst. Bezifferte doch schon 1675 der Praktiker von Sandrart „saubere Abdrucke“ der samtenen Schabkunst auf nur etwa „50-60 (!) … hernach aber schleift (das Bild) sich bald ab, weil es nicht tief ins Kupfer gehet“. Entsprechend denn 1856 Thienemann auf Ridinger bezogen :

„ Die Schwarzkunstblätter sind im Handel fast gar nicht mehr …
zu bekommen … und (deren) bei Weitem größten Theil …
(habe ich) allein (im Kupferstichcabinet Dresden) gefunden. “

Über die ursprünglich in Lindau ansässige, über 200 Jahre florierende Künstler-Dynastie der Thomänner siehe ADB XXXVIII, 65 f. Deren maßgeblicher hiesiger Ernst Philipp

„ Machte seine Studien in Italien, und erwarb sich den Ruf

eine(s) der besten (gleichwohl sehr seltenen) Künstler seiner Zeit “

… In der späteren Zeit seines Lebens befasste er sich mit der schwarzen Manier , und hatte hierin in Augsburg nur Einen Vorgänger “

(Nagler, der Tier- und Jagdstücke, lt. ADB in eben dieser Manier, nur nach Hinweisen des jüngeren Paul von Stetten, 1731-1808, nennt, selbst  aber  „ keines  derselben  näher  bezeichnet “ fand ).

Solchermaßen aber sind sie Trouvaillen, die noch über besagte technisch bedingte Kostbarkeit hinausgehen. Und hier eben

als completter Lehrsatz der Jägerei

von gar nicht zu überschätzender Wandtüchtigkeit ist .

Angebots-Nr. 28.996 / Preis auf Anfrage

Johann Elias Ridinger, Brech-Falle vor einen Fuchsen gerichtet

Der weit seltenere der beiden Fuchsfänge

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Brech-Falle vor einen Fuchsen gericht. Erläutert von A-K. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. et del. / Mart. El. Ridinger sculps. Aug. Vind., ansonsten wie vor u. unten. 24,5 x 36,7 cm.

Thienemann + Schwarz 87; Ridinger-Kat. Kielce, 1997, 38 nebst Abb. – Nicht im 1999er Rid.-Kat. Darmstadt. – Blatt 19 der 30blätt. Fangarten-Suite, jenes „schöne und merkwürdige Blätter (enthaltenden) höchst interessanten Werkes … nach dem Leben gezeichnet“ (Nagler). – Mit 6zeil. Untertext. – Prachtvoller , breitrandiger Abdruck dieses für den Praktiker so konstruktiven und für den Landschafter so stimmungsvollen Blattes. – Wortmarken-Wz.

Angebots-Nr. 15.845 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 664.) + Versand

– – – Dasselbe in schönem Abdruck auf festem Linienpapier. – Oben und rechts 4,6-4,9, links und unten 1,2-3,3 cm breitrandig bei schmalem, 7 cm langem diagonalen Abschnitt im weißen Rand der linken Unterecke.

Angebots-Nr. 16.152 / EUR  570. / export price EUR  542. (c. US$ 600.) + Versand

– – – Bret-Falle vor einen Fuchsen auf der Grube. Radierung/Kupferstich wie vor, Blatt 18 der Folge. – Thienemann 86; Katalog Darmstadt V.18 m. Abb. – Warmer toniger Abdruck.

Angebots-Nr. 28.008 / EUR  562. / export price EUR  534. (c. US$ 592.) + Versand

– – – Dasselbe, jedoch gleichmäßig leicht gebräunt und bis an die Bild- bzw. Textkante geschnitten (Blattgröße 23,5 × 34,3 cm [9¼ × 13½ in]). Im Text an der linken Unterecke winziges Löchlein säurefrei hinterlegt. Solchermaßen stark zeitspurig, unter Passepartout bildlich indes nicht unproper. – Im weißen Feld rechts neben dem Blattitel kyrillische (?) Bezeichnung in Bister von alter Hand.

Angebots-Nr. 16.151 / EUR  190. (c. US$ 210.) + Versand

Alle gegen alle
Johann Elias Ridinger, Der arme Hase
Hase – Adler – Kuder – Jäger

– – – Der arme Hase bringt in seiner lezten Noth … Hase vom Adler geschlagen, dem der Kuder die Gurgel durchbeißt, den seinerseits der Jäger erlegt. Samt aller Vorbeute. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: V. / Joh. El. Ridinger inv. et del. / Mart. El. Ridinger Sculps. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 35,3 x 25,8 cm.

Thienemann + Schwarz 348; Slg. Reich auf Biehla 95 ( „Selten“, 1894! ). – Blatt V der 1779 postum abgeschlossenen extrem seltenen 46blätt. Folge der Besondern Ereignisse und Vorfallenheiten bey der Jagd, von der sich in der imposanten Gräflich Faber-Castell’schen Ridinger-Sammlung bei deren Auflösung 1958 nur ganze drei Blätter fanden. – Mit typograph. Wz. – Mit 0,9 (rechts) bis 3,1 cm breitem Rand, der unten ganz wenig altersfleckig ist. Ebenso schwacher Wasserstreifen im oberen weißen Platten- und Papierrand.

Angebots-Nr. 14.122 / EUR  706. / export price EUR  671. (c. US$ 743.) + Versand

„Sylvesternebel“

Ernest Bellecroix, Wölfe im Nebel

Ernest Bellecroix (Alençon, Orne, 1837 – 1877?). Wölfe im Nebel. Deren zwei bei durchgekommenem Mond vor nur schemenhaft erkennbarem Gehöft. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921). Ca. 1870. Bezeichnet: Er. Bellecroix / Huyot., ansonsten wie vor. 14,8 x 21,8 cm. – Abdruck von 1873.

Angebots-Nr. 11.221 / EUR  65. (c. US$ 72.) + Versand

„Sein letztes Lied“

Ludwig Beckmann, Der letzte Auerhahn

Ludwig Beckmann (Hannover 1822 – Düsseldorf 1902), nach. Der letzte Auerhahn am Birkenberge. Vom Marder an der Kehle gepackt niedergehend. Holzstich. (1873.) Bezeichnet: Ludw. Beckmann, ansonsten wie vor. 28,3 x 19,2 cm. – Thieme-Becker III, 156 zu Beckmann siehe per Abfangen.

Angebots-Nr. 11.167 / EUR  115. (c. US$ 127.) + Versand


„ danke für die prompte Lieferung der beiden hübschen Cassas-Blätter (von Antiochia). Den Überweisungsauftrag gab ich gestern zur Bank. Viele Grüße und ein schönes Wochenende … “

(Herr K. O., 6. Februar 2009)