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Das
Petersburger
Elefanten-Triumvirat

Vor 273 Jahren
vor Ort
nach dem Leben gezeichnet

von

Johann Elias (Ilja) Grimmel

Hofmaler am Zarenhof

Memmingen 1703 – Petersburg 1759

Kaiserlich russischer Adler
Aus hiesiger Petersburg-Karte Alexander Wilbrechts

Petersburger Dickhäuter

„Symbol(e)

der Weisheit und Sympathie …“

Johann Elias Grimmel, Elephant

Johann Elias Grimmel (russisch Илья Гриммель, Memmingen 1703 – Petersburg 1759, wohin er 1741 wohl auf Anregung des russ. Gesandtschaftsrats in Den Haag Peter v. Stählin als Hofmaler berufen war). Elephant. Männliches Tier von vorn seitlich nach links. Kolor. Radierung mit Kupferstich von Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bezeichnet: ELEPHAS. / Elephant. / Elephant. / Familia V. Fünffhufige. / J. El. Grimmel ad viv. del. St. Petersb. / Joh. El. Ridinger fecit et excud. Aug. Vind. 31 x 20,5 cm.

Thienemann + Schwarz 1030 im endgültigen Zustand mit der innerhalb des Untertextes leicht nach oben verschobenen Familia-Zeile nach Entfernung des „2. (sic!, statt recte des sonst aus der 2 entwickelten Q) D. S. XIII.“ als Referenz zu Jacob Theodor Kleins 1751er Quadrupedum dispositio brevisque Historia Naturalis und gleich sechs weiteren Thienemann ebenso unbekannt geblieben wie umgekehrt verschiedene andere per hier vorliegendem Komplett-Exemplar dokumentierte Frühzustände noch mit besagter Referenz.

IM RIDINGERSCHEN ORIGINAL-KOLORIT

des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen, unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

Auf C & I Honig-Papier als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen der feinen Illumination“ für die kolorierten Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 2-3 cm, unten 5 cm breitrandig. – Ein Braunfleckchen im weißen Plattenfeld oben links.

DAS WANDTÜCHTIG HERRLICHE BLATT

nach dem Petersburger Hofmaler Grimmel, einstigem Schüler J. Fr. Sichelbeins in Memmingen und J. van Schuppens in Wien, „wo er 1731-37 als Teilnehmer an den akadem. Preiskonkurrenzen nachweisbar ist“. Die Berufung an den Zarenhof erfolgte seitens der kaiserl. russ. Akad. der Wissenschaften dortselbst ( siehe hier auch deren Atlas Russicus ), wo Grimmel „seitdem als vielgesuchter ‚Lehrer für Zeichnen und Malen nach dem lebenden Modell‘“ (Th.-B. XV [1922], 50) wirkte. Hier denn der erste seines von Vater (2) + Sohn Ridinger in deren  berühmtem  Kolorierten Thier-Reich  in Kupfer verbreiteten

von Grimmel nach dem Leben gezeichneten

Petersburger Dickhäuter Dreiersatzes.

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Johann Elias Grimmel, Elefant

Johann Elias Grimmel (russisch Илья Гриммель, Memmingen 1703 – Petersburg 1759). Ein Elefant. An linkem Vorder- und rechtem Hinterfuß angekettetes weibliches Tier nach rechts, „gelbgrau, ins Schwarzgrau übergehend … starke Zähne“. Kolor. Radierung/Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: ELEPHAS. / Ein Elefant. / Un Elephant. / Familia V. fünf-Hufige. / Joh. El. Grimmel ad viv: del: St. Petersburg. / M. El. Ridinger, Sculps. 20,9 x 31,4 cm.

Thienemann + Schwarz 1031. – Wie vor. – Dreiseits 2-2,5 cm, links 4,4 cm breitrandig. – Ganz feine Quetschspur im linken weißen Plattenfeld. Im unteren äußeren weißen Platten- und anschließenden Papierfeld je ein Braunfleckchen und Braunstreifen von 3 x 1 cm.

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Johann Elias Grimmel, Abgerichter Elephant

Johann Elias Grimmel (russisch Илья Гриммель, Memmingen 1703 – Petersburg 1759). Abgerichter Elephant. Festlich behangen und bemalt („wie ein Festochse herausgeputzt“) nach vorn schreitend, sein Führer auf ihm. Wie vor, wiederum von Johann Elias Ridinger selbst auf Kupfer übertragen. Bezeichnet: ELEPHAS. / Abgerichter Elephant. / Elephant dressé. / Familia V. Fünffhufige. / J. El. Grimmel ad viv. del. St. Petersb. / Joh. El. Ridinger fecit et excud. Aug. Vind. 31,2 x 20,6 cm.

Thienemann + Schwarz 1032. – Dreiseits 1,7-3,5 cm, unten 4,6 cm breitrandig. – Zwei Braunstippen im oberen weißen Plattenfeld. – Neben dem „Kranich zu Oldenburg“ als dem berühmtesten Apfelschimmel der Welt das Paradeblatt der 127blätterigen Thierreich-Folge,

dessen aufsitzender Führer

in der unkoloriert gebliebenen 1824/25er Neuausgabe

der Verkürzung der Platten zum Opfer fiel .

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Martin Elias Ridinger, Sibirischer Zobel

Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Zobel Siberischer oder Sarmatischer Marder. / Egyptische Wiesel (Frettel). Je eines der Spezie, davon ersterer vorn mittig. Kolor. Radierung/Kupferstich wie vor. Bezeichnet: MUSTELA Zibellina. MUSTELA Pharaonis. / Zobel … wie vor / Matre Zibeline de Siberie. Belette. / Familia IV. Fünffzæhige. / ex Collect. Ludolfii (Klein). / Ridinger. sc. 30,6 x 19,8 cm.

Thienemann + Schwarz 1054. – Dreiseits 1,7-3,2 cm, unten 5,4 cm breitrandig. – Von rückseits durchschlagendes Braunfleckchen innerhalb des Buschwerks.

Der Zobel „gleicht unter den Gattungsverwandten am meisten dem Baummarder … Das glänzende seidenweiche Fell, welches schon seit alter Zeit

als das kostbarste unter allem Pelzwerk gilt ,

ist um so höher im Preis, je einfarbiger es ist … Am häufigsten ist er gegenwärtig noch auf Kamtschatka, wo die fast unzugänglichen Berge ihm Zufluchtsstätten gewähren. Hinsichtlich der Lebensweise gleicht er unserm Edelmarder“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., XVI [1890], 948 f.). Der hiesige von bevorzugter kastanienbrauner und dunklerer Färbung bei nur relativ wenig Weiß.

Mit dem für seine Sammlungen berühmten Jacob Theodor Klein („Plinius Gedanensium“, Königsberg 1685 – Danzig 1759; Danziger Stadtsekretär, später Direktor der von ihm mitbegründeten Danziger Naturforscher-Gesellschaft, Mitglied der Royal Society, London, und Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg; ADB XVI, 92 ff.) stand Ridinger in regem Kontakt und wurde von diesem auch für sein Thierreich-Unternehmen vielfältig unterstützt. Kleins von Linnés anatomischer Systematik überholter Klassifizierung nach Art und Zahl der Gliedmaßen folgend, tragen die Frühzustände einiger Blätter der Folge denn auch noch Referenzen zu dessen 1751er Quadrupedum dispositio brevisque Historia Naturalis, wie Thienemann für einige Tafeln bekannt und für verschiedene weitere per hier vorliegendem Komplett-Exemplar dokumentiert. Ridinger selbst hebt per Vorwort in seinen Dankesworten „insonderheit die ungemein schöne Sammlung des Herr P(rofessor). Klein aus der Ludolphischen Verlassenschaft, welche lauter Original=Stücke enthält,“ hervor.

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Beschreibung & Angebot
  1. „berühmtes Werk, welches der verdiente Naturforscher Jacob Theodor Klein in Danzig unter dem Titel: Quadrupedum Dispositio brevisque Historia Naturalis 1751 … herausgab. Er hatte es vermehrt und verbessert selbst ins Deutsche übersetzt, und sein Freund Gottfried Reyger gab es 1760 unter dem Titel heraus: J. Th. Klein’s Natürliche Ordnung und Vermehrte Historie der Vierfüssigen Thiere. Ridinger stand in genauer Verbindung mit Klein, wurde bei diesem (Thierreich-)Unternehmen vielfach von ihm unterstützt und richtete sich nach Klein’s System“ (Th., S. 200)
  2. vgl. Fußnote 1

“ (after postal problems with the delivery) I have now received the package. thank you for your perseverance (to find the parcel again) in this matter. Warm Regards … ”

(Mr. L. T., October 31, 2012)