English

To  Beer  or  Not  to  Be©

 

William Hogarth, The Bruiser C. Churchill

… natürlich  keine  Frage  für

Bruiser  C.  Churchill

Hogarth, William (1697 London 1764). (The Bruiser, C. Churchill … in the Character of a Russian Hercules.) Der Literat Charles Churchill, dessen „Epistle to Hogarth“ den Meister ergrimmt hatte, in Gestalt eines kräftigen Bären,

dessen  einzige  Nahrung  würziger  Porter

zu sein scheint, dessen Krug er fest an sich drückt, vom frischen Schaume schleckend. Der Epistel hingegen besorgt es Lieblingshund Trump auf seine Weise. Zur Rechten weitere zeitpolitische Anspielungen. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Designed by W. Hogarth. / Engraved by T. Cook. / London Published by G. G. & J. Robinson Paternoster Row June 1st. 1800. 37,8 x 28,9 cm.

Hogarth-Katalog der Tate Gallery, 1971/72, 220 (2. H.-Zustand vor Überlagerung der Palette mit Stich-Illustration, so auch hiesige Cook-Fassung) + Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 91 (7. Zustand mit der Überlagerung), jeweils nebst Abbildung.

Selteneres Blatt , für das in der Eile (August 1763) das 1749er Selbstportrait herhalten mußte, aus dem Hogarth sich selbst flugs herausnahm, um an seine Stelle den Widersacher ins Oval zu setzen. Einiges fügte er noch hinzu, die beiden Folianten-Titel – der dritte Band auch hier titellos – wurden angepaßt: Great George Street A List of the Subscribers to the North Britons + A new way to Pay old Debts, a comedy by Massenger. Auch „The Line of Beauty“ auf der Palette fiel angesichts eines solchen Rohlings dem Schliffe zum Opfer. Die die Palette nunmehr überlagernde Stich-Illustration von Cook ebensowenig übernommen wie der Untertext.

Churchill, ein heruntergekommener dichtender Geistlicher, war ein Parteigänger John Wilkes, an dessen North Briton-Gazette er mitarbeitete, die hier als lügenbestückte, die Karikatur erschlagende Keule versinnbildlicht wird.

Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher, dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in seiner ersten, früheren Ausgabe beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburg fand.

Herrlicher  Abdruck  von  strahlendem  Hell-Dunkel

auf festem Papier.

Angebots-Nr. 7.500 / EUR  496. / export price EUR  471. (c. US$ 514.) + Versand

– – – Dasselbe in Cook’s volkstümlicher späterer, kleinerer Wiederholung. Bezeichnet: C. Churchill. / Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Nov. 1st. 1807. Bildgröße 17,5 x 14 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Dessen Außenkanten leicht stockig.

Angebots-Nr. 8.898 / EUR  138. (c. US$ 151.) + Versand

Als  Werbung  &  Genuß

noch  nicht  verboten  waren …

Allsopp’s Garden. Bierlokal mit Außenbüfett mit zahlreichen im Freien und unter einem Laubengang sitzenden Gästen, Allsopp’s Imperial Stout and India Pale-Ale and Burton Ale – par verre 20 cent. – die Ehre gebend. Die Herren durchweg Zigarre rauchend. Vor dem rechtsseitigen Schankhaus Fahrradständer mit zwei Rädern, deren sportliche Besitzer an abgesondert nebenstehendem Einzeltisch die unter Haltgebot prangende französische Ständeraufforderung ermahnt „FAHRRADFAHRER, TRINKT NUR ALLSOPP’S STOUT“. Lithographie in Braundruck. Ca. 1880er. Bezeichnet. 59 x 84,5 cm.

Allsopp's Garden

Links unten mit Stempel einer Antwerpener Firma entwertete Plakatgebührenmarke. – Die üblichen Faltspuren rücksichtlich des dünnen Plakatpapiers kaum auffallend. Nur wenige hinterlegte Einrisse und ein mit ähnlich tonigem Papier hinterlegter größerer Ausriß in der Himmelspartie.

Bildlich  wie  stilistisch  reizvolles  Plakat ,

dessen Figurenzeichnung hinter der Werbeaussage zurücktritt.

Angebots-Nr. 15.453 / EUR  1200. / export price EUR  1140. (c. US$ 1244.) + Versand

Initiale "V"

… und  eben  darum

galt  in  gehaltvollen  plakativen  Verordnungen

der  Herzöge  von  Braunschweig-Lüneburg  Augenmerk

Güte , Menge  &  Preis

des  Gersten-  &  Weizensaftes

Folgen solchermaßen Bier-Verordnungen der Herzöge August Wilhelm (3. Sohn Herzog Anton Ulrich’s, regierend von 1714-1731, siehe ADB I, 664 f.) + Carl I. (Neffe Kaiser Karls VI., Schwager Friedrichs des Großen, Stifter des Collegium Carolinum, regierend von 1735-1780, siehe ADB XV, 266 ff.) von 1715-1766

in  ausschließlich einseits bedruckten , sprich

rahmungsgroßartigen  Querformaten

von ca. 33,5-34,5 x 41-42,5 cm

als für die Plakatierung bestimmten Einblattdrucken mit den jeweils gedruckten Unterschriften der regierenden Herzöge und ihrer meist Ersten Minister sowie dem „L(oco) S(igilli)“-Stempel und dekorativer großer Holzschnitt-Initiale „V“ in zeitfortschreitender Gestaltung. – Unterschiedliche figürliche Wasserzeichen.

Als Archiv-Belege mit Mittelfalte unbenutzt gebliebene Exemplare von schöner, satter Typographie, teils völlig unbeschnittener Breitrandigkeit und großer Frische. – Abweichungen jeweils vermerkt.

 

20. April 1723

Kein  „ausländisches  oder  fremdes  bier“ ,

auch  nicht  „bey  Hochzeiten / Kind=Tauffen /

und  andern … Gelagen“  auf  dem  Lande

gemäß dem Brau=Commercii-Edict vom 10. 7. 1722 bei Vermeidung von 10 Th. Strafe pro halbem Fasse. Mit Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzogl. Unterschrift und der des E. D. V. (von?) Dehn. – Bei dreiseits schöner Breitrandigkeit auf 31 x 37,5 cm beschnitten. Der Oberrand bis auf etwa 2 cm an den Textrand heran berissen. Die namentlich rückseitigen verschiedenen leichten Stockflecken textseits kaum wahrnehmbar. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.590 / EUR  202. (c. US$ 220.) + Versand

28. Mai 1740

Daß  „der  Güte  (der  Brau=Nahrung)  nichts  abgehen  /

noch  ein  Bier=Mangel  entstehen  möge“

wird den Brauern in Ansehung des „jetzigen ausserordentlich teuren Korn=Kauf(s)“ eine dann aber auch für alle verbindliche Preisanhebung gestattet, da sie anders „nicht vermögten … das Brauen … fortzusetzen“. Verbunden aber mit dem strafbewehrten Befehl, „dergestalt sich einzurichten / daß jederzeit ein hinlänglicher Vorrat von untadelhaften Biere vorhanden sey“. Mit Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzogl. Unterschrift und der des A. A. v. Cramm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.591 / EUR  253. / export price EUR  240. (c. US$ 262.) + Versand

Wer  mit  seinem  Weißbier  den  Norden  erobern  will

sollte  sich  schon

mit  dessen  landesherrlichen  Vorgaben  vertraut  machen

18. December 1741

Wieder  Weizen  statt  Gerste  für  jedes  Gebrau

„da bey der diesjährigen Ernte der Weizen dergestalt gut gerahten / daß davon eine hinlängliche Quantität zu bekommen / auch dessen Preis merklich gefallen ist“. Beides lag der Edict-Erlaubnis vom 30. 6. 1740 zu Grunde, „anstatt des Weizens nach proportion Gersten zum Brauen zu nehmen“. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzogl. Unterschrift und der des Hieronymus von Münchhausen aus der sogenannten weißen Linie als Erstem Minister. – Zur Beigabe von Gerste + Weizen sowohl als auch siehe die Edicte der 60er Jahre unter den Angebots-Nrn. 12.599 ff. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.592 / EUR  271. / export price EUR  257. (c. US$ 280.) + Versand

12. Mai 1745

Bierpreis–Unterschleif  der  Wirte

„zum  grossen  Schaden  der  Brauer“

Das geht nicht an, daß „die Dorf=Krüger von den Brauern in Städten verlangen, daß selbige an dem Preise jeden halben Fasses Bier drei bis vier Ggr. schwinden lassen sollen, auch wol gar bey Bezahlung … eigenmächtig abziehen (und damit) … den Bier=Preis nach Gefallen gleichsam herunter setzen“! Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst dem L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzogl. Unterschrift und der des A. A. v. Cramm. – Mit nur 33 x 37 cm ein wenig kleiner. – Die entscheidende Stelle von alter Hand in Bister unterstrichen. Von solcher auch rückseitiger Reg.-Vermerk gleichen Jahres. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.593 / EUR  271. / export price EUR  257. (c. US$ 280.) + Versand

Verordnung zu Biergelagen bei Zwangsvollstreckungen

31. Oktober 1747

Wider  die  Bier–Gelage  der  Gerichtsvollzieher

auf  Kosten  der  Gepfändeten !

Eine „bey vielen Gemeinden (eingerissene und geduldete) böse Gewohnheit … bey verrichteten Pfandungen so fort auf Kosten der Gepfändeten, eine Tonne oder halbes Faß Bier auch wohl ein mehreres vertrinken, und mit solcher Strafe Bauerköhren verlanget; und dann diese Gewohnheit so unbillig als den Gepfändeten schädlich ist“. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst dem L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des A. A. von Cramm. – Zeitgenöss. Reg.-Nr. im weißen Oberrand in Bister. – Thematisch selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.075 / EUR  302. / export price EUR  287. (c. US$ 313.) + Versand

Bierpreis–Erhöhungen  am  Stück  —

einzigartig  fortlaufend  belegt !

 

3. November 1760

Ob  zum  alten  oder  erhöhten  neuen  Preis ,

daß  nur  ja  „jederzeit  ein  hinlänglicher  Vorrat

von  gutem  tüchtigem Biere  vorhanden  sey !“

„Bey dem gegenwärtigen teuren Korn=Preise“ zugestandene Preis-Erhöhung bis Michaelis 1761, wobei – im Gegensatz zur Handhabung unter dem 28. 5. 1740, 14. 11. 1761 + 27. 2. 1766, siehe diese – den Brauern „zu thun unbenommen bleibet … das Bier (auch) für den bißhero gewönlichen Preis (zu) verkaufen“. Doch wehe jenen, bei denen „auf eine oder die andere Weise ein Mangel (an oder am Bier) befunden wird!“ Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzogl. Unterschrift und der des A. A. v. Cramm. – Das Niedersachsen-Roß in der großen Holzschnitt-Initiale hier und fortan nunmehr freispringend, also ohne Wappenschild, unter dem Herzogshut. – Siehe auch die folgenden thematischen Anschluß-Edicte! – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.596 / EUR  253. / export price EUR  240. (c. US$ 262.) + Versand

14. November 1761

„Zum  Nachteil  des  Publici“

Biermangel  in  Unseren  Landen !

Eher mag denn infolge der Korn-Preise eine nochmalige Preis-Erhöhung bewilligt werden, die für die einzelnen Einheiten „inclusive Steuer und Accise“ offensichtlich verbindlich, also konträr zur vorangegangenen Bezugs-Verordnung vom 3. 11. 1760 und der vom 27. 2. 1766, siehe diese, bis Ostern 1762 festgeschrieben wird. Daß nur ja „in Unseren Landen … es an einem hinlänglichen Vorrate von Bier nie mangele, sondern auch solches in der gehörigen Güte, wie vorhin, gebrauet werde“. Anderenfalls nachdrückliche Strafe drohe. Mit großer Holzschnitt-Initiale mit dem frei springenden Niedersachsen-Roß unter dem Herzogshut. Mit der nebst verziertem L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des A. A. v. Cramm. – Einheitlich leicht gebräunt und die beiden Seitenränder nicht absolut makellos. – Siehe auch die folgenden thematischen Anschluß-Edicte! – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.597 / EUR  228. (c. US$ 249.) + Versand

26. April 1762

„daß  die  Brauenden  annoch …

kein  Auskommen  finden  mögen“

angesichts der in den Districten Wolfenbüttel + Schöningen anhaltenden Kornteuerung, wird auch die hierzu – und auch hier – vorangegangene Verordnung vom 14. 11. 1761 mit einer weiteren Erhöhungs-Bewilligung aufgestockt und die verschiedenen Preise „incl. Steuer und Accise“ verbindlich festgesetzt. „… befehlen aber auch zugleich … daß es an einem hinlänglichen Vorrate von Bier nie mangele …“. Mit großer Holzschnitt-Initiale mit dem frei springenden Niedersachsen-Roß unter dem Herzogshut. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des A. A. v. Cramm. – Siehe auch die nachfolgenden thematisch unmittelbaren Anschlußverordnungen! – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.598 / EUR  239. (c. US$ 261.) + Versand

28. Mai 1762

Nochmals  empfindlich  höhere  Preise  für’s  Bier

„in Betracht des (in den Districten Wolfenbüttel + Schöningen) noch fortdaurenden sehr hohen Gersten= und Weizenpreises“ damit es nicht nur überhaupt, sondern auch gut gebrauet werden solle. Jeweils „inclusivè Steuer und Accise“ und bis Ende September des Jahres. Mit großer Holzschnitt-Initiale mit dem Niedersachsen-Roß unter dem Fürstenhut. Mit der nebst dem hier verzierten L(oco) S(igilli)Stempel gedruckten herzogl. Unterschrift und der des A. A. von Cramm. – Thematisch unmittelbares Fortsetzungs-Edict zu den vorangegangenen obigen und Vorgänger zum folgenden. – Apropos Weizen- und Gerstenbezug siehe obiges Edict vom 18. 12. 1741. – Rücksichtlich einer größeren Typographie optisch besonders schön. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.599 / EUR  253. / export price EUR  240. (c. US$ 262.) + Versand

8. Oktober 1762

Preissenkung  –

erst  nach  Aufbrauch  der  teuer  eingekauften  Zutaten !

Denn noch sind seit Ende September die Gersten- und Weizenpreise „noch nicht in der Maße gefallen, die vor den vorigen hohen Preis eingekauften Vorräte auch noch nicht in der Maße consumiret … daß die Brauenden bey Heruntersetzung des Bierpreises schadlos bleiben könnten“. So sind die Preise des auch hier vorangegangenen Edictes vom 28. 5. des Jahres „incl. Steuer und Accise“ „bis Martini dieses Jahrs annoch zu prolongiren“. Mit großer Holzschnitt-Initiale mit dem frei springenden Niedersachsen-Roß unter dem Herzogshut. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des A. A. v. Cramm. – Apropos Weizen- und Gerstenbezug siehe auch hier das obige Edict vom 18. 12. 1741. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.000 / EUR  239. (c. US$ 261.) + Versand

28. August 1764

Preis ,  Zutat  und  Menge  nunmehr  aber

„sofort  nach  Publication“  wieder  wie  einst !

„Nachdem nunmehro der Preis des Weizen und Gersten wiederum so weit herunter gegangen, daß sowol der Bier= und Breyhans=Preis, als die Braubeschickung auf eben den Fuß wiederum gesetzet werden kann, wie solche vor Anfang des letztern Krieges gewesen … (und zwar) in jeglichem District … als auch die jeglichen Orts einmal vestgesetzte Zuthat und Braubeschickung beydes an Waizen und Gersten, wie nicht weniger die überall verordnete Faßzahl …“ Mit großer Holzschnitt-Initiale mit dem frei springenden Niedersachsen-Roß unter dem Herzogshut. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des J. H. v. Bötticher. – Zum Weizen- und Gerstenbezug siehe auch hier obiges Edict vom 18. 12. 1741 und zum Broyhan das vom 13. 5. 1715. – Die Bugfalte schwach gebräunt. – Doublette der Rare Book Collection einer britischen Bibliothek mit deren rückseitigem Stempel nebst hs. Dubl.-Vermerk. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.001 / EUR  253. / export price EUR  240. (c. US$ 262.) + Versand

Facit :

die  ganze  Fürsorge
eines  der
hervorragendsten  Fürstenhäuser
des  Jahrhunderts
für  die  Erzeuger  +  Consumenten
des  Grundnahrungsmittels

Bier

Und  für  den  Fall  großen  Verordnungs-Verlangens  der freundliche Hinweis auf hiesige

einheitliche  Positionen  betreffende  Mengen-Staffel :

ab 7 Stück 3% , ab 12 Stück 6% , ab 20 Stück 10% , wobei komplett offerierte mehrblätterige Folgen einer Angebots-Nummer stets auch nur als eine Position zählen.

Anstehendenfalls gern kombinierbar mit hier derzeit gleichfalls aufliegenden gleichartigen

Jagdverordnungen

der Braunschweig-Lüneburgischen Herzöge. Schauen  Sie  nach  diesen , freuen  Sie  sich  auch  auf  diese !

Adriaen van Ostade, Village Ale-House

Ostade, Adriaen van (1610 Haarlem 1685). A Village Ale-House. Vorn am Tisch vier Landleute, deren eine Frau über einem zu schreibenden Brief brütet, darob sich ein schon bierseeliger Bauer totlachen will. Im übrigen Küchengerät und vom Boden herabhängende Getreidegarben. Stahlstich von William French (ca. 1815 – East Grinstead 1898). 3. Viertel des 19. Jhdts. Signiert, bezeichnet. 16 x 19 cm.

Angebots-Nr. 6.800 / EUR  76. (c. US$ 83.) + Versand

Das  Versprechen  von  Bier …

Hogarth, William (1697 London 1764). France. Die Invasionsarmee Ludwigs XV. 1756 bei der Einschiffung gegen England. Vorn vor dem mit Wassersuppe lockenden Wirtshaus Zum kgl. Holzschuh versucht der für sich selbst Frösche bratende Offizier seine heruntergekommenen Leute für das Versprechen der Fahne zu begeistern, nämlich

» VENGENCE  et  le  BON  BIER  et  BON  BEUF  de  ANGLETERRE «

Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). 1798. Bezeichnet: Plate I / Designed by W. Hogarth / Engraved by T. Cook / Published June 1.st 1798, by G. G. & J. Robinson Pater-noster Row, London., ansonsten wie oben. 33,8 x 40 cm.

William Hogarth, France

France + England I. – Mit dem Garrick-Untertext entsprechend obigem Fahnentext. – Im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in dessen ursprünglichem Folio-Format. – Im Text- und breiten weißen Rand minimal stockfleckig und, in letzterem, ebenso schwacher Wasserrand.

Angebots-Nr. 7.540 / EUR  302. / export price EUR  287. (c. US$ 313.) + Versand

… macht  die  Menschen  glücklich

– – England. Vor dem von der Armee gesetzesentsprechend typisch als Rekrutierungsbüro gemieteten Wirtshaus Zum Herzog von Cumberland – „Roast & Boil’d every Day“ auf dem mit Weintraube als Anhänger versehenem Wirtshausschild – eine Gruppe Soldaten, den (1756) erwarteten französischen Gegner karikierend, wozu sie die soeben genossene derbe Kost – Beef + Beer – animiert hat. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). 1799. Bezeichnet: Plate II. / Designed by W. Hogarth / Engraved by T. Cook / London Published by G. G. & J. Robinson Paternoster Row December 1.st 1799., ansonsten wie oben. 32,7 x 40 cm.

France + England II. – Mit den Garrick-Versen als Untertext. – Im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in dessen ursprünglichem Folio-Format. – Von dem leichten Anflug von Stockigkeit im Text- und weißen Unterrand auch einige Stippen im unteren Bildfeld.

„ Seht den Matrosen und Soldaten … Sollt’ uns Monsieur besuchen / Denn der hat Englands Beef gerochen / Will … Englands  Beer  versuchen “ (Garrick).

„ An diesem Wirtshause … ist das seitwärts von der Thüre angebrachte

Bild  einer  Flasche  kräftigen  Bieres

William Hogarth, England

(zu bemerken) , welches den Kork champagnerartig gesprengt hat,

und  sich  schäumend  in  ein  Glas  ergießt ,

um den durstigen Wanderer einzuladen … “ (Lichtenberg).

Angebots-Nr. 7.541 / EUR  373. / export price EUR  354. (c. US$ 386.) + Versand

France + England zusammen. Cook’s obige Versionen im Originalformat zum vorteilhaften Pendant-Preis per

Angebots-Nr. 7.539 / EUR  504. / export price EUR  479. (c. US$ 522.) + Versand

– France. Cook’s kleinere Volksausgabe ohne den Garrick-Untertext. 1807. Bildgröße 14,1 x 17,1 cm. – Innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten.

Angebots-Nr. 8.988 / EUR  50. (c. US$ 55.) + Versand

– England. Cook’s kleinere Volksausgabe. Wie vor.

Angebots-Nr. 8.989 / EUR  66. (c. US$ 72.) + Versand

France + England zusammen. Cook’s vorgenannte kleinere Volksausgaben zum vorteilhaften Pendant-Preis per

Angebots-Nr. 9.511 / EUR  92. (c. US$ 100.) + Versand

Eine  bierlose , eine  schreckliche  Zeit

– – Im Schuldturm. Die nunmehr unvermeidlich gewordene neue Station im Leben Rakewell’s. Den schäumenden Krug Porter wird der Junge wieder mitnehmen müssen, weil ja nicht einmal dem gleichzeitig erschienenen Unterschließer das Einstandsgeld gezahlt werden kann, ist doch auch das auf dem Tischchen neben ihm liegende Theaterstück von John Rich als damaligem Direktor von Covent Garden zurückgewiesen worden. Im Hintergrund am glühenden Ofen seines funktionsfähigen Labors ein Alchimist, der unbeirrt dem Golde nachspürt. Links die treue Sarah Young nebst Töchterchen. Der in Ohnmacht gefallenen ersteren soll ein Riechflacon zu neuem Lebensmut verhelfen, dargeboten von einem hilfreichen Fallit, der auch anderwärts unter die Arme zu greifen bemüht ist, wie die ihm entfallene

Denkschrift  zur  nationalen  Geldbeschaffung

bezeugt. Kupferstich von Thomas Cook wie oben. Bezeichnet: Designed by Wm. Hogarth / Engraved by T. Cook / Published Aprl. 1st. 1797, by G. G. & J. Robinson, Pater-noster Row, London. / Pl. VII. 35,8 x 42 cm.

The Rake’s Progress VII. – Mit mehrstrophigem Untertext. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“ (Thieme-Becker), dessen ursprüngliches Folio-Format er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben beibehielt. Erwähnenswert schön das Hell-Dunkel seines anstehenden Blattes.

William Hogarth, Schuldturm

Hogarth’s  großartige  Darstellung  des  Strafvollzuges  an  Insolventen

voll reizvoller Details. Es ist eine bierlose, eine schreckliche Zeit. Und vom Meister mittel- oder unmittelbar selbst durchlebt. Denn nach Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII, 624, brachte ihn seine Wirtin unbeglichener Schulden halber ins berüchtigte Fleet-Gefängnis – und erhielt dafür zu gegebener Zeit ihr entsprechendes Denkmal. Der Katalog Zürich von 1983 erwähnt indes nur das Einsitzen des Vaters.

Trotz allem aber auch eine Zeit ungebrochener Hoffnungen, wie sie nicht allein besagte fallende Denkschrift, sondern noch weit mehr der von dem übrigen lebhaften Geschehen unberührte Alchemist verkörpert:

„ … der ein Töpfchen nicht bloß zum Besten der Nation, sondern des ganzen menschlichen Geschlechts auf dem Feuer hat. Die philosophische Ruhe in des Mannes Gesicht und ganzer Haltung hat wirklich etwas sehr Gefälliges; man sieht, er hat warten gelernt, eine Kunst, die auch bei keinem Geschäft der Welt so nöthig ist, als beim Goldmachen … Die Freundschaft zwischen dem Manne und seinem Ofen ist doch in der That rührend, wenn man bedenkt, daß beide bloß ihrer Verbindung wegen hier sitzen, und jeder ohne den andern vielleicht etwas sehr viel Besseres hätte sein können. Dennoch halten sie zusammen, wie aus einem Stück … und füttern einander wechselseitig mit Hoffnungen und Kohlen bis zum Tag der Lösung des großen Problems. Weit kann dieser Tag hier unmöglich entfernt sein … “

(Lichtenberg).

Angebots-Nr. 7.518 / EUR  496. / export price EUR  471. (c. US$ 514.) + Versand

– – – Dasselbe in Cook’s kleinerer, gemeinsam mit seinem Sohn gearbeiteter Fassung mit dem durch den Serientitel ersetzten Untertext. Bezeichnet: Pl. VIII. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Septr. 1st. 1808. Bildgröße 14,5 x 17,2 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten.

Angebots-Nr. 8.729 / EUR  84. (c. US$ 92.) + Versand

– – – Dasselbe in Stahlstich um 1840. 12,8 x 15,1 cm. – Mit dem Titel in Deutsch.

Angebots-Nr. 5.804 / EUR  43. (c. US$ 47.) + Versand

niemeyer’s — wo  hogarth’s  aktualität  zu  hause  ist


“ Many thanks for your message. Thank you very much for sending the (Anthonie) Waterloo … I am grateful to you for the opportunity to buy the etching. It was interesting to learn about its provenance … The Waterloo etching arrived safely today, beautifully wrapped. Thank you very much indeed ”

(Mr. M. L., April 24 and 29 resp. and May 6, 2003)