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Nach  dem  Spruch  aus  Karlsruhe

Gott

ist

tot

Nietzsche

 

niemeyer’s  Extra-AHA  des  Tages

Ridinger

„ einer  der

wenigen  deutschen  Barockkünstler ,

der  seit  seinem  Tod

vor  220  Jahren

nie

in  Vergessenheit  geriet “

Rolf Biedermann

Meisterzeichnungen des deutschen Barock

Augsburg 1987, Seite 338

Eben!

 

Vom  Tanz  ums  Goldene  Kalb  zum

Johann Elias Ridinger, Totentanz

Tanz  ums  Euro-Schuldengericht

Ridinger’s

Großes  Totentanzblatt

Johann  Elias  Ridinger

Ulm 1698 – Augsburg 1767

Das große Totentanzblatt. Schabkunstblatt von Johann Jacob Ridinger (1736 Augsburg 1784). Bezeichnet: Ioh. Iacob Ridinger sculps. / Ioh. El. Ridinger excud. Aug. Vindel. 65,3 x 48 cm.

Th.-Stillfried + Schwarz 1428; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 2032 ( „Aeusserst selten“, 1885 ! ).

Abbildung in L’Art Macabre 2, Jahrbuch der Europ. Totentanz-Vereinigung, D’dorf 2001, innerhalb des hiesigen Beitrags „Die Vanitas-Symbolik bei Joh. El. Ridinger“ (erweiterte u. laufend aktualisierte Fassung). – II. Zustand (von 2?), wie auch das Explr. der Staatlichen Graphischen Sammlung München. – Die Exemplare Stillfried + Schwarz, Boerner  und das der Versteigerung Gräflich Faber-Castell (1958) als

„ Das  große  Totentanzblatt  /  Hauptblatt “

an Hand ihrer Beschreibungen zustandsmäßig nicht fixierbar. Hingegen erweist sich das von Patrick Pollefeys im Internet vorgestellte als früherer, derzeit zu unterstellender Erstzustand.

Nicht bei Thienemann und in Dresden, fehlend den umfangreichen Beständen Weigel (1857), Coppenrath (1889/90) , Wawra (1890) , Reich auf Biehla (1894; „Von allen [R.-Slgn.], welche seit langer Zeit [verhandelt wurden], kann sich keine in Bezug auf Vollständigkeit und Qualität auch nur annähernd mit der vorliegenden … messen … besonders die Seltenheiten und unbeschriebenen Blätter, welche in reicher Anzahl vertreten sind“) , Hamminger (1895) , Helbing (1900) , Rosenthal (1940) u. a. m.

Typographisches + figürliches Wz. – Oben + rechts mit nahezu durchgehend feinem Rändchen, links + unten (hier gleichwohl bei 1,5 cm breitem Plattenrand) überwiegend auf Plattenkante geschnitten. – Hälftig alt per Eckmontage auf breitrandiges Bütten aufgelegt, wovon eine Ecke sich unter Rißbildung (restauriert) gelöst hat. Praktisch nicht störende Mittelfalte.

Das  druck-  und  erhaltensmäßig  sehr  schöne  Exemplar

einer qualitätvollen Sammlung von in allen Partien nuanciertem Hell-Dunkel. Und solchermaßen

von  größter  Seltenheit

nicht allein am Markt, wie oben belegt, sondern generell. Bezifferte doch schon 1675 der Praktiker von Sandrart „saubere Abdrucke“ der samtenen Schabkunst auf nur etwa „50 oder 60 (!). (H)ernach aber schleift (das Bild) sich bald ab, weil es nicht tief ins Kupfer gehet“.

DAS  ERSTE  DER  GROSSFORMATIGEN  ZWEIBLÄTTERIGEN  FOLGE

mit der hier nicht präsenten „Allegorie des Euroalters, pardon, der Lebensalter“ als Gegenstück (Th.-St. + Schwarz 1429; Abbildung des Exemplars in Augsburg in L’Art Macabre 2 wie oben)

ALS  EINEM  HÖHEPUNKT  DER  RIDINGER’SCHEN  VANITATES .

In  über  50  Jahren  hier  erstmals  aufliegend

präsentiert

zu  gottversuchendem  deutschen  Salto  mortale  ohne  Netz .

Kurz ,

Karlsruhe  erbarmte  sich  der  hasardierenden

und  verdeutlichte  ihnen

„Gott ist tot“

 

Doch , so  Schiller’s  Wilhelm Tell ,

„ Es  lebt  ein  Gott  zu  strafen  und  zu  rächen “

 

Angebots-Nr. 28.933 / Preis auf Anfrage

© lüder h. niemeyer september 2012


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(Sign. P. P., 26. November 2011)