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Spuren

Reh und Kitze

äsen  bei  niemeyer’s  —  immer  eins  besser

wenn’s  um  lebige  geht

ridinger  handlung

wo  natur  zu  hause  ist

Türkenbundlilie

Blüten-Spuren

Lilium martagon – Türkenbund-Lilie

„ eine  der  stattlichsten  in  Europa  heimischen  Lilien …

im  Norden  und  Westen  (Deutschlands)  selten “

(Wikipedia) , doch

bei  niemeyer’s  in  üppiger  Kolonie  bestätigt

Spuren

Johann Elias Ridinger, Fährten und Spuren

geht’s  um

„ Orientierungshilfe  für  Jäger

zu  deren  weiteren  Ausbildung “

(Karl Sälzle)

Die  nun  folgenden  Einzelblätter der Suite – sofern Angebots-Nrn. 15.786  bis 15.798 sowie 15.804, 15.807, 15.808 betreffend – sämtlichs 1740er Radierungen mit Kupferstich wie vor, also mehr oder weniger gleicher Platten- + Papierrand-Maße, Platten-Signaturen und Druckqualität bei, vereinzelt, FIAT statt WANGEN-Wz. als wohl der gleichen Wangener Papiermühle zugehörig. – Etwaige Erhaltensmängel indes jeweils individuell vermerkt.

„ Er  leitet  und  wird  hinwiederum  geleitet “

Der  Spurensucher

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ducitur ducit(ur)que vicissim — Er leitet und wird hinwiederum geleitet. Suchjäger (Besuchsknecht) mit Leithund an langer Leine, aus dem Wald in freies Gelände tretend. Im zurückgesetzten Mittelgrund vor Baumkulisse ein verhoffender Kapitaler. Am Horizont hoher Kirchturm. Radierung + Kupferstich. (1740.) Bezeichnet: Ducitur ducitqe vicissim. / I. E. Ridinger inv. del. et sc. A. V. 15,3 x 23,3 cm (Blattgröße 45,5 x 31,5 cm).

Thienemann + Schwarz (Bd. I, Tafel X als Standardabbildung, siehe unten) 162; Sälzle, Faks.-Ausgabe sämtlicher Handzeichnungen der Folge …, 1980, SS. 12 f. (seitengleiche 1739er Variante). – 1,5 x 0,2 cm kleiner Ausriß im 4,5 cm breiten linken Außenrand und schwache Randpatina, nur die rechte Unterecke vom Umblättern etwas stärker.

Das TITELBLATT zur 23blätt. Folge der ABBILDUNG DER JAGTBAREN THIERE mit derselben angefügten Fährten und Spuhren … siehe Abbildung oben nebst dem blattfüllenden rückseitigen VORBERICHT in seiner schönen großen Typographie. Der Druck von dessen Überschrift + Initiale in Rot bei Sälzle als hier nicht nachweisbar vermutlich eine unüberlegte Anpassung an die Rot-Überschriften der Sälzle-Texte.

Das ALS GANZES RAHMUNGSWÜRDIGE BLATT mit dem ausführlichen Titeltext in ROT + SCHWARZ ober- und unterhalb der instruktiven malerischen großen Vignette

als  dem  klassischen  Par force Jagd-Motiv

im zeitlich Fragen aufwerfenden abweichenden Zustand, wie hier bislang nur vom Titelblatt des Ridinger’schen Hand-Exemplars der Folge bekannt gewesen.

Abweichend zunächst mit dem in der Höhe 37,8 cm messenden Satzspiegel gegenüber nur ca. 35,9-36,7 cm (Toleranzabweichungen technischer Natur) als Standard drucknumerierter Erstausgaben-Exemplare. Sodann mit einheitlich kürzeren Kommastrichen nach „Fleiß“, „gezeichnet“ und „Ridinger“ sowie anderem Ornamentabschluß der roten Doppellinie unterhalb der Vignette. Die Zeilenabstände zudem gleichmäßig ausgewogener, was nicht allein dem höheren Satzspiegel geschuldet ist, vielmehr namentlich auch einem sorgfältigeren Einpassen des zweiten Druckdurchgangs.

In der zweiten Ausgabe (Weigel B, Helbing 328) wurde der Titel einheitlich in Schwarz gedruckt, so auch Thienemann Seite 294.

Da besagtes Hand-Exemplar neben der zunächst handschriftlichen Numerierung der Kupfer zwei eklatante Irrtümer in deren Detailbeschriftung aufweist, von denen Ridinger nur einen per gestochenen Deckblättchen berichtigte, indes der zweite noch übersehen wurde, sollte auch der Zustand seines Titelblattes, wie nun auch mit anstehendem Exemplar dokumentiert,

für  den  frühesten  Etat  stehen .

Von dessen Ausgewogenheit dann aber anschließend abgewichen wäre. Analog zur nachträglich als Mangel erkannten fehlenden Numerierung könnte es sich somit auch umgekehrt verhalten und der Titel des Hand-Exemplars, wie denn auch hiesiger, erst die endgültige, die mustergültige Version bilden. Die Frage bleibt vorerst offen, verdeutlichend zugleich den einzigartigen, namentlich auch sammlerischen Reiz, diversen Zustandsmerkmalen lustvolle Aufmerksamkeit zu widmen, ihre Spuren aufzunehmen und ihnen zu folgen gleich denen eines seltenen Wildes.

Angebots-Nr. 15.798 / EUR  290. / export price EUR  276. (c. US$ 301.) + Versand

Spuhr des Bæhren / Vorder Datze / Hinder Datze / oder Braute(n). In spärlich bewachsener Felslandschaft scheuen Blicks langsam vorwärtsschreitend. Unterhalb des Bildes die von a-e erläuterten originalgroßen Spuren. Radierung wie vor. Bezeichnet: 3. / J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V., ansonsten wie vor. 37,2 x 29,7 cm.

ABBILDUNG DER JAGTBAREN THIERE 3. – Thienemann + Schwarz 165; Sälzle, Faks.-Ausgabe sämtlicher Handzeichnungen der Folge, 1980, SS. 18 f.

Einzigartig schöner Abdruck mit WANGEN-Wasserzeichen als einer der von Ridinger bevorzugten festen Bütten-Qualitäten. – Oben + unten 3,4-4,9 cm breitrandig, links mit 1,4 + rechts mit 0,3-0,5 cm Rand, jeweils zusätzlich zum breiten weißen Plattenrand. – Ober- + Unterrand schwach stockstippig, letzterer auch etwas altersfleckig vom Umblättern.

Angebots-Nr. 15.787 / verkauft

„ Ein Steinbock … trefflich gerathen “

Johann Elias Ridinger, Spur eines Steinbocks

Und  seit  den  Tagen  des  Augustus

kaiserliches  Synonym  für  überragende  Machtstellung

Spuhr eines Steinbocks / Gezwungene Spuhr / Flüchtige Spuhr. „Von Felsen herabsteigend … Die Hörner von gehöriger Grösse, und, wie in der Natur, an den Spitzen niederwärts gebogen. – Der Bart kurz und dünn, fehlt oft ganz“ (Th.). Unterhalb des Bildes die von a-c erläuterten originalgroßen Spuren.

Blatt 11 der Folge. – Thienemann + Schwarz 173; Sälzle SS. 40 f. („Dieses geniale skizzenhafte Blatt [Bleistift, kreidegehöht] zeigt, wie weniger Anhaltspunkte Ridinger für eine druckreife Radierung bedurfte.“). – Nur wenig stärker und gleichfalls ohne den Spurenteil, doch im Stichsinn und als lavierte Bisterzeichnung über Bleistift ausgeführt das Blatt der Versteigerung Perl, Berlin (21. 2. 1933), heute rheinische Privatsammlung. – Unterrand schwach altersfleckig.

Angebots-Nr. 15.807 / EUR  780. / export price EUR  741. (c. US$ 807.) + Versand

niemeyer’s — präsent  für  jagdliche  grundlagenforschung

Johann Elias Ridinger, Spur eines Wildes

„ … höchst  gelungene  Darstellung “

Spuhr eines Wildes oder Thiers / auf weiche(m) Boden /. auf hartem Bode(n) flüchtig. – Blatt 5 der Folge. – Thienemann + Schwarz 167; Sälzle SS. 28 f. (datiert 1737; nur mit dem Trittsiegel). – Unterrand namentlich rechts außen vom Umblättern teilweise schwach altersfleckig.

„ Man beachte, wie friedlich sich das Tier niedergetan hat, im Gegensatz zur majestätischen Darstellung der Kronenhirsche “, so Sälzle. Und Thienemann

„ Man kann die höchst gelungene Darstellung nicht genug bewundern. Besser lässt sich Ruhe, mit Unruhe gemischt, an dem edeln Thiere nicht ausdrücken .“

Angebots-Nr. 15.791 / EUR  730. / export price EUR  694. (c. US$ 756.) + Versand

Spuhr des Dan(n) Hirschen. Damhirsch stehend nach rechts mit den Spuren flüchtig auf hartem sowie auf weichem Boden unter malerischer Waldszenerie. Tiefdruck-Postkarte nach Th. 169 von O. Felsing, (Bln.-)Charlottenburg. Ca. 1900/20. 14,2 x 9,2 cm. – Nicht gelaufene „KÜNSTLERKARTE“. – Noch um etwa 1 cm das Bildfeld berührender Eckknick oben links säurefrei hinterlegt.

Angebots-Nr. 28.469 / EUR  29. (c. US$ 32.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Spur eines 20enders

20-Ender  zur  Brunftzeit

In verkürzter Stellung in freier Waldlandschaft. Linksseits zurückgesetzt Gatter eines Tiergartens mit Einsprung. Unterhalb des Bildes die für weichen + harten Boden detailliert gekennzeichneten  originalgroßen Spuren. – Blatt 4 der Folge. – Thienemann + Schwarz 166; Sälzle abbildungsvertauscht SS. 20 [Text] + 27 [Abb.].

Gegenüber der 1737er Vorzeichnung hier „statt des einfachen Gatters mit rohen Latten im Hintergrund eine Umzäunung aus hohen, starken Holzpfählen. Ferner ist das emblemartig aufgefaßte Trittsiegel ersetzt durch die Kennzeichen von Fährten auf weichem und hartem Boden“ (Sälzle).

Der weiße Rand partiell etwas altersfleckig, unten rechts außen vom Umblättern etwas mehr. Zudem säurefrei hinterlegter Kleineinriß am Falz des breiten weißen Unterrandes.

Angebots-Nr. 15.796 / EUR  780. / export price EUR  741. (c. US$ 807.) + Versand

Spuren

der  Dankbarkeit ,

„ Fæhrten …

mit  vielem  Fleiß , Zeit  und  Mühe

nach  (Art  des  Hauses)  gezeichnet “

und  rückerinnert  gelegentlich  des

100ten  Geburtstages

der  bis  in  die  letzten  Jahre  währenden

aktiven  50jährigen  Verbindung

zu  einem  westfälischen  Sammler

der  ersten  Stunde .

Meine  Grüße  zum  vorjährigen  99ten

hatten  ihn  noch  erreicht .

Seines  nunmehr  diesjährigen

gedachten  wir  dieser  Tage

bei  festlichem  kleinen  Essen .

Johann Elias Ridinger, Wilde Schweins Spur

„ Ein  Hauptschwein … ganz  Natur “

Wilde Schweins Spuhr oder Sau Fæhrte. „In der Suhle einherschreitend … Schilf, Riedgräser, Rothbuche“ (). Unterhalb des Bildes die von a-g erläuterten originalgroßen Spuren. – Blatt 6 der Folge. – Thienemann + Schwarz 168; Ridinger-Katalog Darmstadt (1999), III.21 mit Abbildung; Sälzle SS. 30 f. (datiert 1738). – Ober- + Unterrand schwach altersfleckig.

Angebots-Nr. 15.804 / verkauft

Bei  einem  Waidmann  sah  ich’s

Johann Elias Ridinger, Spur vom wilden Kuder

bezugreich  auf  der  Toilette

Spuhr vom Wilden Kuder. In urwüchsiger Mischwald-Landschaft auf einem Steinpodest in gekrümmter Stellung

„ sich  die  Posteriora  leckend , mit  Respect  zu  melden “

(Th.). Unterhalb des Bildes die originalgroßen Spuren auf hartem Boden + in weichem Boden flüchtig, benummert für Klauen, Zehen-Eindruck + Ballen. – Blatt 18 der Folge. – Thienemann + Schwarz 180. – Abweichend von der Vorzeichnung Sälzle SS. 56 f., auf der der Kuder mit einem erbeuteten schnepfenartigen Vogel beschäftigt ist. – Ober- + Unterrand schwach stockstippig.

Angebots-Nr. 15.795 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 653.) + Versand

Wolffs Fæhrte. / auf Weichem Boden. / auf hartem Boden flüchtig. „Ein hungriger Wolf, heulend, mit gesenktem Hinterleibe und Ruthe“ (Th.) vor Felsblock in leicht bewaldeter Berglandschaft. Unterhalb des Bildes die von a-c detailliert aufgeschlüsselten  originalgroßen Spuren. – Blatt 8 der Folge.

Thienemann + Schwarz 170; Sälzle SS. 34 f. – Gegenüber der 1737er Vorzeichnung ist die dortige Einzelspur hier zur Fährte erweitert. – Ober- + Unterrand schwach stockstippig, letzterer zudem etwas altersfleckig.

Angebots-Nr. 15.797 / verkauft

– Dasselbe in getönter Lithographie von Hermann Menzler im Druck von A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc. 35 x 23,1 cm.

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album I/16. – Aus den als 1. Abteilung geführten „Darstellungen der bekanntesten Jagdthiere Mittel-Europas nebst Fährten oder Spuren“. – Die gesamte, nahezu literaturunbekannte, praktisch nur peu à peu complettierbare Suite 80 Blatt zuzüglich eines neuerdings aufgetauchten illustrierten Titels weit größeren Bildformates (47,5 x 36 cm) umfassend, wobei die Vorlagen teilweise auf ihren Kern komprimiert oder im Umfeld variiert wurden, woraus sich eine Sammlungsbereicherung allerersten Ranges ergibt. – In der Bildwirkung entsprechen die Arbeiten der von Ridinger nicht mehr angewandten Aquatinta-Manier. – Abgesehen von der links unterhalb des Bildes zum Untertext hinreichenden Quetschung im festen breitrandigen Papier von tadelloser Frische.

Angebots-Nr. 28.434 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 357.) + Versand

niemeyer’s  —  für  die  fülle  an  ridingeriana

Spuhr oder Fæhrte des Luchsen. / im gang in weichem boden / flüchtig auf hartem Boden. Breitstehender Rothluchs mit Blick auf den Betrachter in spärlich bewachsener Felslandschaft. Unterhalb des Bildes die von a-c erläuterten originalgroßen Spuren. – Blatt 10 der Folge.

Thienemann + Schwarz 172; Ridinger-Katalog Darmstadt (1999), III.23 mit Abbildung; Sälzle SS. 38 f. (datiert 1737). – Unterrand namentlich rechts außen vom Umblättern schwach altersfleckig.

„ … das Tier wiederum stark verzeichnet … In der Radierung ist die Luchsspur durch ‚Spuhr oder Fæhrte .‘ ersetzt. Die dazugehörige Handzeichnung fehlt. Die Spur zeigt sich zuweilen mit, meistens aber ohne Eindruck der Krallen, denn der Luchs zieht sie ‚gleich einer Katze …‘ ein “ (Sälzle).

Angebots-Nr. 15.786 / verkauft

Johann Elias Ridinger, Spur eines Hasen

Spuhr eines Hasen / * in weichem Boden. / Vorder Lauff.* / Vorder Lauff auf hartem Boden / Hinder Lauff.* / Hinder Lauff auf hartem Boden. Auf schmaler Lichtung eines dichten Laubwaldes verhoffender Feldhase. Unterhalb des Bildes die zudem für die Krallen eigens gekennzeichneten originalgroßen Spuren. – Blatt 13 der Folge. – Thienemann + Schwarz 175; Ridinger-Katalog Darmstadt (1999), III.25 mit Abbildung; Sälzle SS. 44 f. (datiert 1737) + Taf. XXIX. – Unterrand rechts außen leicht fingerfleckig vom Umblättern, einige Fleckchen auch mittig der Außenkante.

„ Auf dem radierten Blatt ist die (einfache) Hasenspur (der Vorzeichnung unterhalb des Bildes) durch Spuren des Hasen in weichem und auf hartem Boden ersetzt “ (Sälzle).

Daß Ridinger – wie denn auch auf die noch handschriftlich numerierten Frühdrucke übertragen – auf der separaten Zeichnung mit den vier Spuren (Sälzle Tafel XXIX) durch irrtümliche Zuordnung der vorgegebenen Zeichen x und # den Vorderlauf zweimal mit dem Hinterlauf verwechselte, ist Sälzle entgangen. Ein solcher Probedruck figurierte bei Helbing (Ridinger-Katalog XXXIV; 1900) unter Pos. 356. Auf dem entsprechenden Blatt des hiesigen Ridinger’schen Arbeits-Exemplars ausschließlicher Probedrucke für Bll. 1-20 hat der Meister dieses Versehen mittels eigens gestochener Deckblättchen berichtigt, wie bislang hier als einzig dokumentiert.

Angebots-Nr. 15.808 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 653.) + Versand

– Dasselbe als Tiefdruck-Postkarte von O. Felsing, (Bln.-)Charlottenburg. Ca. 1900/20. 13,8 x 9,3 cm. – Nicht gelaufene „KÜNSTLERKARTE“.

Angebots-Nr. 28.470 / EUR  29. (c. US$ 32.) + Versand

Einzigartig  königlich

Johann Elias Ridinger, Spur einer Gemse

und eine Stecknadel

im Heuhaufen der Hirsche des Meister’s dazu

Spuhr einer Gembse / in Weicher Erde / auf hartem Boden. „Flüchtige Sommergams in wilder Gebirgslandschaft“ (Sälzle). Unterhalb des Bildes die von a-d und mit „Werden die Rücke nicht gesehen es seye dan(n) die Fæhrte flüchtig“ erläuterten originalgroßen Spuren. – Blatt 12 der Folge. – Thienemann + Schwarz 174; Ridinger-Katalog Darmstadt (1999), III.24 mit Abbildung; Sälzle SS. 42 f. (datiert 1737).

„ Die Inschrift zum Fährtenbild lautet auf dem radierten Blatt … Die außerordentlich flüchtige und ungenaue Zeichnung dazu ist jedoch nicht zum Stich verwendet worden, weshalb sie auch bei uns nicht wiedergegeben wird “ (Sälzle).

Ober- + Unterrand schwach stockstippig, letzterer auch etwas altersfleckig vom Umblättern, vereinzelte Stockstippen zudem in dessen Spurenfeld.

Angebots-Nr. 15.792 / EUR  780. / export price EUR  741. (c. US$ 807.) + Versand

Spuhr eines Bibers / Vorder Lauff / Hinder Lauff. „Biber an einem Wehr mit Schilfpflanzen und Sumpfgräsern sowie schroffen Felswänden im Hintergrund …“ (Sälzle). „Der Kopf ist etwas zu gross“ (Th.). Unterhalb des Bildes die von a-e erläuterten originalgroßen Spuren. – Blatt 15 der Folge. – Thienemann + Schwarz 177; Sälzle SS. 48 f. – Ober- + Unterrand schwach altersfleckig, dabei ersterer nur partiell.

Angebots-Nr. 15.789 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 653.) + Versand

– Dasselbe in mit chamoisfarbener Tonplatte gedruckter Lithographie von Hermann Menzler im Druck von A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 35,7 x 23,1 cm.

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album I/9. – Aus dem als 1. Abteilung geführten „Darstellungen der bekanntesten Jagdthiere Mittel-Europas nebst Fährten oder Spuren“ wie oben. – Auf festem Papier von dem Blattformat (24⅜ × 18½ in [62 × 47 cm]) des illustrierten Titels angepaßter extremer Breitrandigkeit bei einigen hinterlegten kleinen Randeinrissen.

Im Bildfeld gegenüber der Ridinger’schen Vorlage völlig frei gestaltet und die Spuren entsprechend des gesamthaft etwas kleineren Formates nur gut ⅔ ihrer natürlichen Größe wiedergebend. Unabhängig seines Wertes als ebenso instruktives wie malerisches Einzelstück wiederum eine sehr interessante Bereicherung für jeden Ridinger-Bestand.

Angebots-Nr. 13.111 / EUR  322. / export price EUR  306. (c. US$ 333.) + Versand

Spuhr einer Fisch=Otter / Rechter Vorder Lauf / Lincker hinder Lauf. In wüster Felslandschaft ein „Schöner Wasserfall, vor demselben lauert eine Fischotter auf Raub, also Mondschein“ (Th.). Im Wasser Spiegelbild ihres Kopfes. Unterhalb des Bildes die von a-e erläuterten originalgroßen Spuren.

Blatt 16 der Folge. – Thienemann + Schwarz 178; Ridinger-Katalog Darmstadt (1999), III.27 mit Abbildung; Sälzle SS. 50 ff. (datiert 1739). – Ober- + Unterrand schwach stockstippig, letzterer auch etwas altersfleckig vom Umblättern und ersterer mittig Außenkante etwas rissig-leimspurig von früherer Bindung. – Sälzle :

„ Während auf der Radierung die Landschaft unverändert erscheint, hat Ridinger den Fischotter, nicht zum Vorteil, in eine andere Stellung gebracht …

Daß es sich Ridinger bei der Komposition seiner Blätter nicht leicht gemacht hat, verdeutlicht am besten (eine) nicht gestochene Variante im Vergleich zum (anstehenden) Bild … die als eine Vorzeichnung dazu gewertet werden muß. Auch hier sehen wir die gleiche Felslandschaft, links jedoch etwas in den Hintergrund gerückt, wodurch der Himmel sichtbar wird; zwischen Wasserfall und Fischotter eine Felspartie, hinter der zypressenartiger Baumwuchs herausragt, statt des linken Felsens hier Schilfgras. Unsigniert … Ein Vergleich (dieser Variante) mit (der schlußendlichen Vorzeichnung) verdeutlicht Ridingers Arbeitsweise und sein Bestreben zu stärker akzentuierter Komposition. “

Angebots-Nr. 15.794 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 653.) + Versand

– Dasselbe in getönter Lithographie von Hermann Menzler im Druck von A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc. 34,5 x 23 cm.

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album I/11. – Auf festem breitrandigen Papier von tadelloser Frische. Die Signatur des Druckers Renaud nur ganz schwach sichtbar.

Angebots-Nr. 28.436 / EUR  355. / export price EUR  337. (c. US$ 367.) + Versand

– Dasselbe als Tiefdruck-Postkarte von O. Felsing, (Bln.-)Charlottenburg. Ca. 1900/20. 14,1 x 9,3 cm. – Nicht gelaufene „KÜNSTLERKARTE“.

Angebots-Nr. 28.471 / EUR  29. (c. US$ 32.) + Versand

Stand  Modell  für  den

Johann Elias Ridinger, Spur eines Marders / einer Wiesel

„Blauen  Reiter“  Franz  Marc

Spuhr eines Marders / Vorder Pratzen / Hinder Pratzen / Spuhr von der Wiesel / Vorder Lauflein / Hinder Lauflein. Baum/Edelmarder in leicht apokalyptischer Baumlandschaft auf das Wiesel am Boden herabschauend. Unterhalb des Bildes die von a-c bzw. d-f erläuterten originalgroßen Spuren.

Blatt 19 der Folge. – Thienemann + Schwarz 181; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, III.29 mit Abbildung; Sälzle SS. 58 f. (datiert 1739). – Stellung des Wiesels und die untere Partie des Marder-Baums gegenüber der 1739er Vorzeichnung verändert. – Säurefrei hinterlegter Randeinriß seitlich unten links noch in den weißen Plattenrand hineinreichend. Schwache Altersflecken im Unterrand.

Thematisch  hier  erstmals  in  Kontext  gestellt

zu  Franz  Marc’s  Öl  „Spielende  Wiesel“

von 1911, Hoberg-Jansen 144 nebst Abbildung.

Als von Ridinger inspiriert bekannt bislang nur Marc’s Holzschnitt „Reitschule nach Ridinger“ von 1913 (Lankheit 839) als Ausschnitt-Interpretation der Hintergrundfigur des aufsitzenden Reiters des dritten Blattes (Th. 608, siehe deren hier durchgelaufene Vorzeichnung) der 1722er Reitschule, seitens der Literatur kommentiert mit

„ Aufschlussreich , dass Marc bei seiner sehr vertrauten Kenntnis der Kunstgeschichte

sich gerade diesen Meistern der Pferdedarstellung (Delacroix und Ridinger)

des 19. beziehungsweise 18. Jahrhunderts als Vorbildern zuwendet “

(Christian von Holst, Franz Marc – Pferde, 2003, SS. 166 ff. innert … der Hufschlag meiner Pferde).

Doch bereits sein Öl der Spielende(n) Wiesel von 1911, dem die gleichnamige Lithographie aus 1909/10 voranging, verrät die Kenntnis gleich mehrerer Ridinger-Kupfer aus durchaus verschiedenen Folgen. Marc zeigt zwei Wiesel, von denen das aufgebaumte eine, über einen Ast gebeugt, zu dem in aufgerichteter Pose auf der Erde sitzenden herunterschaut. Dabei das Baumwerk von einer Exzentrik, deren er sich in dieser vordergründigen Dichte im malerischen Œuvre nur noch auf den beiden „Akte(n) unter Bäumen“, H.-J. 143, gleichen Jahres bedient. Für die thematische Initialzündung steht Ridinger’s kleinformatiges Blatt Die Wiesel (Th. 479) von 1740 als Blatt 89 der Folge Entwurf einiger Thiere. Auch hier deren spielende zwei, doch beide auf der Erde und in einem in keiner Weise heranziehbaren Umfeld. Letzteres splittete Marc auf. Und holte sich die Pose der beiden Tiere aus dem 86. Blatt der Folge, den beiden Baum-Mardern Th. 476 (zusätzlich hier verfügbar das Pendant mit den beiden Stein-Mardern Th. 475 sowie die originalen Druckplatten zu beiden). Deren junger über einem Ast gleich niedriger Höhe wie bei Marc hängt und auf die auf den Hinterpratzen am Baumstamm stehende Mutter schaut, die mit einem erbeuteten Vogel lockt. Dieselbe Situation zeigt Spilende Eichörnlein als Blatt 88 (Th. 478), nur mit dem Unterschied eines weiteren aufgebaumten, doch am Spiel unbeteiligten Tieres. Den auch für Ridinger eher selteneren bizarren Baumwuchs – und als solchen bezeichnet ihn auch ausdrücklich Sälzle in seiner 1980er Edition der Vorzeichnungen anstehender Folge – aber übernahm er vom hiesigen Blatte der Spuhr eines Marders / Spuhr von der Wiesel bei gleicher Pose des aufgebaumten Marders mit dem indes neutral gezeigten Wiesel auf der Erde.

So konzipierte Marc seine Spielende(n) Wiesel also ebenso an Hand mehrerer Ridinger-Vorlagen, wie letzterer seinerseits seine Watteau’sche Ergözung der Schäfer, Th.-Stillfried 1397, aus vier Vorbildern des Franzosen komponierte. Daß Marc schließlich auch der typischere Ridinger’sche Baumschlag nicht fremd war, zeigt die rechte Baumgruppe seines malerischen Waldinneren Die Würm bei Pipping aus 1902/03, H.-J. 15 nebst Abbildung. Aber auch die Par force Szenerie auf dem Aquarell Schloss Ried von 1914 – Holst, Abb. 11, S. 29 – steht für ein weiteres Beispiel der Beschäftigung Marc’s mit Ridinger,

die  in  dieser  Pluralität  bislang  übersehen  worden  ist .

Angebots-Nr. 15.793 / EUR  745. / export price EUR  708. (c. US$ 771.) + Versand

– Dasselbe in leuchtend kontrastreichem, doch schmalrandigerem Abdruck: dreiseits schmaler Rand bzw. rechtsseits oben 6 cm Beschnitt auf Plattenkante. Unten 3-3,5 cm breitrandig. – Rückseits oben Klebstreifenreste früherer Passepartout-Einhängung.

Angebots-Nr. 15.770 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 715.) + Versand

– Dasselbe in getönter Lithographie von Hermann Menzler im Druck von A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 35,5 x 23 cm. – Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album I/14. – Auf breitrandigem leichten Karton von tadelloser Frische. Die Signatur des Druckers Renaud etwas schwach.

Angebots-Nr. 28.427 / EUR  355. / export price EUR  337. (c. US$ 367.) + Versand

niemeyer’s  –  für  die  vielfalt  an  ridingeriana

Spuhr vom Tachse / Hinder Lauff / Vorder Lauff. Dieser in behaglicher Waldlandschaft beim Verlassen seines Baues. Unterhalb des Bildes die von a-c erläuterten originalgroßen Spuren.

Blatt 17 der Folge. – Thienemann + Schwarz 179; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, III.28 mit Abbildung; Sälzle SS. 54 f. (datiert 1738). – Ober- + Unterrand schwach stockfleckig, letzterer auch etwas altersfleckig vom Umblättern und mit säurefrei hinterlegtem Kleineinriß linksaußen.

Angebots-Nr. 15.788 / verkauft

Spuhr von dem Iltnis in Weichem Boden. / Vorder Lauff Hinder Lauff / Spuhr vom Eichörnlein in Weicher Erde. / Vorder Laufflein Hinder Laufflein. Unterhalb des Bildes einer bewaldeten malerischen Berglandschaft die  originalgroßen Spuren.

Blatt 20 der Folge. – Thienemann + Schwarz 182; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, III.28 mit Abbildung; Sälzle SS. 60 f. – Die auf der 1739er Vorzeichnung „nur strichweise angedeuteten Berge sind auf (anstehender) Radierung sorgfältig durchgeführt, das Eichhörnchen ist, nicht zu seinem Vorteil verändert“ (Sälzle). Sitzt es dort in typischer Freßhaltung auf einem dünnen Ast, so ist es hier im Begriff, von diesem zudem nun freischwebenden herabzuspringen. Der Iltis hingegen schleppt vorlagengetreu ein Ei fort. – Unterrand leicht stock- und altersfleckig.

Angebots-Nr. 15.790 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 611.) + Versand

All deren obige 22 Tiere kupferne Spuren zu vertiefen sei schließlich „der Sälzle“ als Leitschnur zu den zeichnerischen Quellen warm empfohlen , wie oben Blatt für Blatt zur Stelle gewesen als

Die  SUITE  der  VOR-ZEICHNUNGEN  mit  ihren  IRRTÜMERN

als  i-Punkt–Ergänzung  zur  Kupfer-Folge

Ridinger, Johann Elias. Abbildung der Jagtbaren Thiere mit derselben angefügten Fährten und Spuren, Wandel, Gänge, Absprünge, Wendungen, Widergängen, Flucht und anderer Zeichen mehr. Folge von Vorzeichnungen in Pinsel, Kreide und Bleistift von 1737-1739. FAKSIMILE-AUSGABE in vier Farben im ORIGINAL-FORMAT . Hrsg. von Karl Sälzle. 1980. Gr.-2°. 77 SS., 1 Bl. incl. Tafeln. Mit

32  Tafeln  incl.  väterlichem  Schab-Portrait

von Johann Jacob Ridinger von 1767 + Titel der 1740er Stich-Ausgabe. OHpgt.-Bd. mit Pgt.-Ecken., grün marmorierten Deckelbezügen in deckelgleichem OHlwd.-Schuber.

(Thienemann S. 275, i.) – Textdruck in Rot + Schwarz. – Von Ridinger’s originalem „Vorbericht“ – der Druck dessen Überschrift + Eingangs-Initiale in Rot als hier nicht nachweisbar vermutlich eine unüberlegte Anpassung an die Rot-Überschriften der Texte des Herausgebers – begleitete

noble  erstmalige  Edition

der  mit  Weigel-Provenienz  ausgestatteten  Zeichnungs-Suite

zur Radierfolge Th. 162-185, wobei die Spurenfelder teilweise leer oder uncomplett blieben und erst auf eigenen Blättern ausgeführt erscheinen. So in 11 Fällen, die hier auf 7 Tafeln zusammengefaßt sind.

Vorliegende Edition der zeichnerischen Vorarbeiten dokumentiert zugleich

Varianten + Irrtümer ,

deren Kenntnis und zusätzliche Bildfreude die Ausgabe als unverzichtbare Ergänzung zur Stich-Ausgabe qualifiziert.

Jeweils eine bildliche Variante zum 20-Ender Th. 166 (Tafeln X + VII bei irrtümlich gegenteiliger Zuordnung des Textes) + zum Fischotter Th. 178. In den Zeichnungen noch „stark verzeichnet“ Rehbock, Luchs + Biber (Th. 171, 172, 177), hingegen der auf der Zeichnung natürlicher gezeigte Kuder (Th. 180) im Kupfer stark verändert. Demgegenüber dort sorgfältiger durchgeführt die auf der Zeichnung nur strichweise angedeuteten Berge.

Von  größtem  Beleg-Interesse  schließlich

Hase (Th. 175) + Dachs (Th. 179) , wie per Ridinger’schem Hand-Exemplar dokumentiert. So unbekannt-interessant also kann Ridinger sein. Und

so  herrlich  schön + instruktiv

Johann Elias Ridinger, Spur des Löwen (Zeichnung)

denn  anstehende  erstmalige  Publikation  der  Zeichnungen

zu  einer  der  jagd-  +  naturkundlich  wichtigsten  der  Folgen

als Repräsentations-Ausgabe in Halb-Pergament

mit grünmarmorierten Deckelbezügen in entsprechend marmoriertem Schmuck-Schuber.

Auf die nichtsdestotrotz – seinerzeitiger Neupreis angemessene 700 DM = 358 € ! – zutrifft, was George Bernard Shaw sarkastisch ins Schwarze treffend Gemälden attestierte:

„ Wenn  mehr  als  10%  der  Leute  ein  Bild  gut  finden,

können  Sie  sicher  sein,  daß  es  schlecht  ist. “

„Der Sälzle“ wurde  vom  Verleger  am  Ende  verramscht . Na also .

Angebots-Nr. 28.595 / verkauft

Johann Elias Ridinger, Fährten und Spuren


„ die (Ridinger-)Graphiken (Th. 9-12 per 28.885) sind unversehrt … angekommen, herzlichen Dank. Es sind wundervolle Arbeiten, wir sind sehr begeistert … “

(Herr R. G., 30. Dezember 2009)