English

Es  kurt  sich’s  gesund

Ridinger, Atlas + Herkules (Fontaine)
Aus Ridinger’s Folge der Fontainen

wo  unsre  Brunnen  sprudeln

Widerspiegelnd …

der  von  den  Gottheiten  in  mythologischer  Ferne

» zu  Heil  und  Nutzen

der  Menschen

erzeugt(en  Quellen) « ,

die  sie  von  den  Nymphen  oder  Musen

als  etwas  überaus  Wertvolles

pflegen  ließen

und  nur  die  allein  es  überhaupt  vermochten ,

dem  Quell

» die  Erdkräfte  zu(zuführen) ,

welche  man  als  die  Ursache

der  begeisternden  und  heilenden  Wirkungen

des  Wassers  ansah «

Meyers, Konv.-Lex., 4. Aufl., XIII, 511 f., Quellenkultus

Des  welt-berühmten

Königsteiner  Brunnens

Königsteiner Brunnen

Anrede  aus  seiner  Tieffe

an  Diejenigen  So  ihn  von  oben  her  besehen

24 Zeilen. Ca. zwischen 1715 und 1733. Kl.-2°. 1 Blatt.

Breit  eingefaßtes , höchst  launisches  Marketing-Gedicht (Einblattdruck?), die Geschichte des Brunnens erzählend und das Lob der Bekömmlichkeit seines Wassers singend:

„ … bin  ich  nunmehr  wohlschmeckend ,

frisch  und  rein

Auch  besser  vor  den  Durst ,

als  Alicanten  Wein …

Labt  Euch  vergnügt  an  mir ,

ihr  meine  werthen  Gäste

Und  Fürcht  Euch  oben  nicht ,

denn  ich  steh  unten  feste . “

Die Datierung dieser

ganz  einzigartig  frühen  Werbebotschaft

ergibt sich durch Erwähnung des Kurfürsten August des Starken und des für die Entwicklung des Brunnens besonders eingetretenen

Friedrich  Wilhelm  von  Kyaw  (auch Kyau) ,

der als kursächsischer Generalmajor und Freund eben August des Starken 1715 Kommandant des Königsteins geworden war und, 1723 zum Generalleutnant befördert, auf diesem 1733 verstarb. Gleichen Jahres wie sein ihm befreundeter Kurfürst, der bei Erscheinen des Druckes noch lebte, denn

„ Den Becher, der allhier, als ein Gedächtniß, stehet / Hat Chur-Fürst August selbst mit seiner Hand gedrehet / Drum giest auf Wohlseyn des, der mich noch schützet ein … “

Die Urheberschaft des urwüchsigen Kyau’s, eines „wegen seines Witzes und seiner lustigen Streiche vielgenannte(n) Mann(es)“ dürfte sich aus der Nennung des ihm zugetanen August ebenso ergeben wie aus seiner eigenen engen Bindung zum Brunnen, „wo er vieles noch jetzt Bestehende schuf“ (Poten in der ADB), die sich auch aus dem Druck selbst ergibt:

„ Der  Freyherr  Kyau  hat  mein  Brunnen-Hauß  vollführt

Daß mich nun weder Eyß, noch Schnee, noch Regen rührt. / Was man durch viertzig Jahr auf meinen Grund gewendet

Das  hat  mein  General  in  einem  Jahr  geendet

Dadurch bin ich nunmehr wohlschmeckend … “

Bekannt und berühmt „wegen seiner tollen Streiche“ (Hayn-Gotendorf III, 647), seiner „ausgedehnte(n) Gastfreunschaft, seine(r) nie versiegende(n) Laune und seine(r) (zuweilen derben) Späße“, ist das Geheimnis des Pseudonyms seines besten Biographen – Gregander, auch Cregander, vielleicht gar der gleichnamige Kyau-Vetter, der den 76. Geburtstag besang? – ungelüftet geblieben, ebenso das der H.-G. fehlenden 1735er Biographie des auch Weller fehlenden Pseudonymen Sincerus Jocosus, indes der fingierte Druckort „Cölln“, H.-G. noch unbekannt, an Wittekind in Eisenach gegeben werden konnte. Der Auflagen von „Merkwürdiges Leben und Thaten des Weltberühmten Kgl. Poln. und Churf. Sächs. General-Lieutenants und Commandanten der Vestung Königstein … Aus zuverlässigen Nachrichten und Urkunden“ zwischen zunächst 1735 und 1772 sind etliche, doch selbst hundert Jahre später noch schützte sich ein Herausgeber auch seinerseits durch Anonymität (Kyaus lustige Streiche und tolle Schwänke, hrsg. v. E. v. O…n, 1840).

Von nicht störenden Faltkniffen abgesehen, gleichmäßig ganz leicht gebräunt bei nur vereinzelten zusätzlichen, unwesentlichen Stock- und Altersflecken, ansonsten schön + breitrandig, in satter Typographie, mit großem Wasserzeichen.

Für die sächsische Lokal- wie deutsche Kulturhistorie ebenso wie

für  den  Freund  eines  bekömmlichen  Wassers

höchst  reizvoller  Sammlungs-i-Punkt

eines  freiherrlichen  Brunnen-Spezialisten

und  Marketing-Experten  vor  300  Jahren .

Angebots-Nr. 14.420 / EUR  199. (c. US$ 217.) + Versand

Bad Soden (Taunus), Trinkquelle

Soden, An der Trinkquelle in. Reiche Promenadenstaffage. Holzstich bei A. Cloß, Stgt. (1875/76.) Bezeichnet. 13,7 x 18,8 cm.

RÜCKSEITS: Kastanienwald bei Cronberg. Holzstich wie oben nach J. (?) Franz. Signiert, bezeichnet. 16,7 x 11,3 cm. – Beidseits fortlaufender Lokaltext.

Angebots-Nr. 6.222 / EUR  76. (c. US$ 83.) + Versand

Von  links  führt  ein  Aquädukt

die  Wasserleitung  zum  Haus …

Weirotter, Franz Edmund (Innsbruck 1733 – Wien 1771). Aquädukt, zu den Überresten eines noch teilweise bewohnten größeren Anwesens führend. Davor Bewohner und Passanten. Radierung. Bezeichnet: F. E. Weirotter fecit / 8. 6,2 x 13,2 cm.

Nagler 8, 8. – Blatt 8 der 24blätt. „Fünfte(n) Folge von Unterschiedlichen Gegenden alter Gebäude“, gewidmet Maria Christina, kgl. Prinzessin zu Ungarn und Böhmen, Erzherzogin zu Österreich und vermählte Herzogin zu Sachsen-Teschen.

Selten  souveräne  Darstellung  eines  jener  legendären Aquädukte

als  großartigsten  Schöpfungen  der  alten  Baukunst .

„ (Denn) weit ausgebildeter finden wir die Aquädukte bei den Römern, wo sie selten unterirdisch, sondern meist auf gewölbten Bogenstellungen hingeführt wurden und zu den großartigsten Schöpfungen der alten Baukunst gehörten. Die Leitungen bestanden aus Holz, Blei, ja Leder, meistens aber aus Steinkanälen. Die

in  die  einzelnen  Häuser  führenden  Leitungen  ( wie  hier )

waren … gewöhnlich aus Blei “ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., I, 107).

Angebots-Nr. 16.119 / EUR  158. (c. US$ 172.) + Versand

Die  sich  für  den  unbekannten  Ridinger

als  immer  wichtiger  erweisende

Eigenidentifikations-Arbeit

DIE  HIPPOKRENE

Ridinger, Hippokrene

inspiriert  von  Watteau

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Hippokrene. Die Roß- oder Musen-Quelle am Parnaß oder Helikon als domartig aufschießende Fontaine. Mit Quell-Architektonik, hier bewachsenem Grottenbogen, dominiert vom Quell- und Musenroß Pegasos und bevölkert von den neun Musen als den Pflegerinnen der Quelle sowie Flußgöttern als gleichfalls obligatorischem Quellen-Attribut. Vor ca. 1746. Radierung + Kupferstich. 34,9 x 28,7 cm.

Kunstsammlungen Augsburg, Ausstellungskatalog KUNSTREICH – Erwerbungen 1990-2000, 2001, Nr. 101 mit blgr. Gesamt- + 4 Detail-Abbildungen.

Vom  Meister  verworfen  —  zum  300.  Geburtstag  erstmals  aufgelegt

als, so Gode Krämer, seinerzeit Kustos der Kunstsammlungen Augsburg,

„ eine  schöne  Bereicherung  des  Œuvre  Ridingers …

… den  300.  auf  diese  Art  zu  feiern  und  zu  dokumentieren  (ist)

so  prachtvoll  und  charmant , weil  der  Sache  so  angemessen …

Besonders  beeindruckt  hat … die  bescheidene  Auflagenhöhe . “

Einer der sechs römisch von I/VI numerierten Vorzugs-Abdrucke in Rötlich-Schwarz auf schwerem Bütten. Daneben existieren zehn arabisch von 1/10 numerierte Ordinär-Abzüge in warmem Schwarz auf ebensolchem sowie einige Épreuves d’Éditeur von der ungereinigten Platte in auch zusätzlichen Farben und auf weiteren Papieren, sämtlichs

mit der hs. Signatur des ridinger händlers lüder h. niemeyer

nebst dem Datum des 16. 2. 1998

als dem 300. Geburtstag des Meister’s, sowie zwei dem Drucker verbliebene ohne diese Unterschriften. Mit Ausnahme der letzteren beiden alle zudem rückseits mit ausführlichem Editions-Stempel.

Unbeschriebene  ,

vom  Meister  offensichtlich  verworfene  Komposition ,

die bei Reinigungsarbeiten auf der Rückseite der originalen Kupfer-Druck-Platte zum „Abend der Hirsche“, Th. 240, aus der um 1746 geschaffenen Folge deren „Vier Tageszeiten“ freigelegt wurde und thematisch der von Thienemann (878-881) „mythologische Pyramiden“ genannten Gruppe der „Fontainen“ als autonom lediglich nahesteht.

Mythologischer Hintergrund der hier interessierenden Zeit ist jener, als Pegasos „den beim Gesang der Musen vor Entzücken himmelwärts strebenden Helikon durch einen Hufschlag zur Ruhe brachte und zu-gleich damit die

begeisternde  Musenquelle  Hippokrene

hervorschlug“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., XII, 804, Pegasos/Quellroß).

Unmittelbar zur einen Seite des Rosses die als selbständige gar nicht vorgesehene Muse der Malerei mit Malerstock und Palette nebst Pinseln in der Linken und mit der Rechten eine bodenhohe Tafel an sich drückend, indes die andere Thalia als später generelle Beschützerin des Theaters – hier mit der komischen Maske, doch in der erhobenen Rechten – besetzt. Was gedanklich zu Hogarth‘ späterem letzten, beider Inhalte vereinigendem Selbstbildnis als Maler mit Palette + Pinsel vor der Leinwand führt, „auf die er die Verkörperung seiner künstlerischen Inspirationen, die komische Muse mit der Maske malt“ (Hogarth-Katalog Zürich, 1983, S. 18 nebst Abbildungen SS. 17 + 135, das Öl auf ca. 1757 datierend, dem am 29. März 1758 die Kupferarbeit folgte).

Auf gleicher Ebene außen die das Horoskop stellende Aphrodite und Clio als Verkünderin der Historie. Nach zwei von Putten gehaltenen Vögeln als Wasserspeier – zwei reptilienartige dann ganz unten – folgen die fünf weiteren teilweise die Füße badenden Musen. Bei den beiden vorn rechts mag es sich um die namentlich der erotischen Poesie verbundene Erato, hier ohne Attribute nur stehend und aufgestützt, und die für Tanzkunst + Chorgesang zuständige Terpsichore handeln, dann aber nur mit dem Plektron. Von den beiden links angesiedelten die eine mit Meßstab. Dazwischen auf dem Wasser Flußgötter-Gruppe.

Die  Selbstidentifikation  in  der  Muse  der  Malerei

ist  unübersehbar  und  führt  direkt  zum  Eigen-Exlibris ,

Schwarz 1569 nebst Abbildung. Auf diesem stützt sich vor einer Herme der Minerva als Patronin auch der Maler ein Knabe auf den Malerstock und hält eine gleichfalls auf der Erde stehende hohe Tafel mit der Inschrift

„ Nulla  dies  sine  linea “  —  Kein  Tag  ohne  Pinselstrich

als Ausdruck also eines absoluten Lebensbedürfnisses. Entsprechend flankiert denn vom Kupferstecher-Gerät einschließlich Platte und den Utensilien der Malerei.

Und gipfelnd in Stillfried-Schwarz 1427 nebst Variante 1477 als der

Herrschaft  des  Todes .

Mit dem Malergerät nunmehr inmitten des Gerümpels. Und wiederum benachbart von großer Steintafel, der sich der Meister ja auch im herkömmlichen Werke bedient.

Womit Exlibris wie Todesherrschaft sich als letzte Stütze für die Inanspruchnahme Ridinger’s für die Hippokrene-Arbeit erweisen und damit auch die von Thienemann für die Fontainen-Gruppe offengelassene Urheberfrage beantworten.

Widerspiegelnd eine der berühmtesten der von den Gottheiten in mythologischer Ferne

„ zu  Heil  und  Nutzen  der  Menschen  erzeugt(en  Quellen) “ ,

die sie von den Nymphen oder Musen als etwas überaus Wertvolles pflegen ließen und nur die allein es überhaupt vermochten, dem Quell

„ die  Erdkräfte  zu(zuführen) ,

welche  man  als  die  Ursache  der

begeisternden  und  heilenden  Wirkungen

des  Wassers  ansah “

(Meyers, a. a. O., XIII, 511 f., Quellenkultus).

Und bis auf den heutigen Tag ansieht und in vielfältigster Weise nutzt. Damit aber ein

HYMNUS  aufs  WASSER

als  einem  der  kostbarsten  +  köstlichsten  Geschenke  unserer  Erde .

Geschaffen von einem der größten naturnahen Künstler in schöner Nähe zu Antoine Watteau’s miteinander korrespondierenden zeichnerischen „Dianen-Tempel“ + „Die Laube“, beide etwa 1714 und von Gabriel Huquier für den Zeichnungsteil (1726) des Recueil Jullienne gestochen. Wobei die unterschiedliche Seitengestaltung des Dianen-Tempels Huquier zur Fertigung zweier gesonderter Radierungen nach diesem einluden: dem Dianen- und dem Neptun-Tempel (Nagler, Huquier 41 f.). Wie denn Wasserspiele auch bei der „Laube“ präsent sind, deren zwei kleine Wasserschütter Ridinger in besagten von Putten gehaltenen wasserspeienden Vögeln zitiert.

Auch ausweislich weiterer hiesigerseits meist erstmals belegter Beispiele war Ridinger mit dem Recueil Jullienne ausgesprochen intim vertraut und hat sich somit bei gleichwohl gänzlich anderem Ergebnis denn auch für seine Hippokrene von den dortigen obigen Vorlagen inspirieren lassen. Siehe deren teils farbige Abbildungen bei Pierre Rosenberg + L. A. Prat, Antoine Watteau / Catalogue raisonné des dessins, 1996, SS. 370-373, 1248/49 + 1402/03 und in den Katalogen der Watteau-Wanderausstellungen Washington etc. 1984/85, SS. 140-144, + New York etc. 1999/2000, SS. 108-111.

Nahezu formatgleich den Watteaus, gilt für Ridinger’s Hippokrene, was Margaret Morgan Grasselli im 84er Katalog zu des ersteren „Laube“ ausführt :

„ Diese Zeichnung … ist gleichzeitig

eine  seiner  vollendetsten .

Außerdem ist sie eine der relativ wenigen ornamentalen Zeichnungen (denen auch die Rotterdamer „Jagdhunde und totes Wild“, Seite 106, zugehören), die ihm mit absoluter Sicherheit zuzuschreiben sind.

Jedes kleinste Detail dieser Zeichnung deutet darauf hin, daß sie aus der Zeit seiner höchsten Reife stammt: die Mannigfaltigkeit, der Einfallsreichtum … die vollendete Formgebung … die spürbare Energie, die das ganze Werk durchdringt. “

Und analog schließlich

„ … da wir keinerlei Hinweise dafür haben, daß es hierzu ein Gemälde gab, können wir davon ausgehen, daß Watteau das Projekt nie weiterverfolgt hat. “

Ridinger’s Hippokrene unterstelltermaßen denn auch hier erstmals – und in nur weltweit elitär kleiner Auflage – aufgelegt. Nicht zuletzt als ein weiteres Beispiel seiner in der Vergangenheit gänzlich ungewürdigt gebliebenen Meisterschaft phantasievollen Variierens, wie, gleichfalls auf Watteau bezogen, hiesigerseits als gesichert belegt für sein „Selbstbildnis im Walde“ (Th. XIX, 1) oder ganz souverän für seine „Cythera Dame“ (Schwarz 1471), zutreffend aber ganz gewiß auch auf seine „Dame mit der Maske“ (Schwarz 1458). Stehend für aus alter und großer Tradition gespeiste reife Kunst.

„ Große Künstler zitieren einander selten wörtlich. In einigen Fällen huldigen sie einem Vorgänger, indem sie unauffällig in ihren eigenen Schöpfungen auf fremde Ideen anspielen “

(Dirk De Vos, Rogier van der Weyden, 1999, Seite 36, mit dem Hinweis auf Dieric Bouts [um 1420 – 1475] als vermutlich erstem Beispiel „einer solchen fruchtbaren Übernahme“).

Zwecks Formatangleichs an die übrigen drei Platten der Folge der Vier Tageszeiten der Hirsche könnte die hiesige Rückseitenarbeit in ihrer Komposition marginal etwas verkürzt worden sein. Deren Drucklegung erfolgte im übrigen unter aller gebotenen Rücksichtnahme auf die umseitige Hirsch-Szenerie. Eine Handhabung, die umgekehrten Falles zwangsläufig für entbehrlich gehalten worden sein dürfte, sodaß die Hippokrene-Seite nicht mehr als absolut jungfräulich anzusprechen war. Gleichwohl auch an der Wand von sehr reizvoller Optik.

Und schlußendlich über alles Obige hinaus die offenbar beabsichtigte, doch eben offensichtlich ins Abseits geratene und ergo verworfene Reverenz für

Augsburgs  Sankt  Ulrich

als  dem  Wasser-  und  Quell-Patron  der  Stadt

in seiner steten Präsenz in der grandiosen Basilika St. Ulrich und Afra (siehe u. a. den entsprechenden schönen Holzschnitt mit dem Heiligen im Hortus Conclusus vor einer Landschaft mit Bischofsstab und Buch mit Fisch in Berno von Reichenau’s und Adilbertus von Augsburg’s „Gloriosorum christi confessorum Udalrici & Symperti: nec non beatissimae martyris Aphrae, Augustanae sedis patronorum quam fidelissimorum historiae“, Augsburg 1516, aber auch Gabriel Spitzel’s von Johann Jacob Ridinger geschabtes Portrait von Johann Christoph Thenn, evangelischer Pfarrer der Ridinger-Zeit bei St. Ulrich).

Unterbliebene Reverenz aber auch gegenüber den zwischen 1593 + 1602 errichteten berühmten drei Brunnen der Stadt als „Hauptzierde(n) Augsburgs“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., II [1888], 87/II).

Angebots-Nr. 13.279 / EUR  1022. / export price EUR  971. (c. US$ 1059.) + Versand

– – – – Dasselbe in einem der zehn arabisch numerierten Exemplare in Schwarz.

Angebots-Nr. 13.280 / EUR  868. / export price EUR  825. (c. US$ 900.) + Versand

Schwalbach, Stahlbrunnen

Schwalbach, Am Stahlbrunnen in. Reiche Promenade. Holzstich nach J. Franz. (1875-76.) Signiert, bezeichnet. 16,4 x 12,3 cm. – RÜCKSEITS: Wiesbaden / Griech. Kapelle. Ansicht von unten durch den Wald auf die malerischen Türme. Holzstich von Filsinger nach Richard Püttner (Wurzen 1842 – München 1913). 15 x 9 cm. – Beidseits nicht abschließender Wiesbadener Lokaltext.

Angebots-Nr. 6.275 / EUR  65. (c. US$ 71.) + Versand

Weirotter, Franz Edmund (Innsbruck 1733 – Wien 1771). Großes Anwesen in Tivoli oberhalb eines Gewässers, in das sich eine Wasserleitung ergießt . Vorne links Landleute mit Eimer + Korb, im Hof darüber weitere. Radierung. Bezeichnet: F. E. Weirotter fecit / 9. 14,7 x 19,3 cm.

Nagler 5, 9. – Mit hs. alter Bister-Bezeichnung „At Tivoli“. – Blatt 9 („Zu Tivoli“) der 12blätt. „Zweite(n) Folge von Gegenden und Bruchstücken alter Gebäude“, gewidmet dem k.k. Minister der auswärtigen und innländischen Geschäfte Georg Fürst von Starhemberg. – Mit typograph. Wz. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.054 / EUR  135. (c. US$ 147.) + Versand

Fritsch’s  1672er

Jus  Fluviaticum  oder  Wasser=Recht

in  all  seinen  Verästelungen

begleitet  von  2fach  nobler  Provenienz

davon  die  Karl  Ernst  Schmid’s

(Weimar 1774 – 1852? ; ADB XXXI, 675 f.)

als  späterem  Inhaber  von  Fritsch’s  Jenenser  Lehrstuhl

Detailreiche  Beschreibung  aufliegend

 

Baden-Baden, Kursaal

Baden-Baden – Kuerzaal in Baden, Voor de. Letzterer nebst Terrasse hell erleuchtet, reichste Figurenstaffage. Holzstich von C. oder F. Bauer nach Richard Püttner (Wurzen 1842 – München 1913) bei Cloß wie vor. Monogramm. bzw. signiert, bezeichnet. 14,4 x 18,7 cm. – Aus der etwa gleichzeitigen holländ. Ausgabe. – Beidseits nicht abschließender Lokaltext. – Außerhalb des Bildes minimal stockig.

Angebots-Nr. 9.874 / EUR  60. (c. US$ 65.) + Versand

– Lichtenthaler Allee in. Mit reicher Droschken-, Reiter- + Figurenstaffage. Getönter Holzstich nach Wilhelm von Diez (Bayreuth 1839 – Mchn. 1907) bei Cloß, wie vor. Signiert, bezeichnet. 19,8 x 23,6 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 6.567 / EUR  120. (c. US$ 131.) + Versand

Schon  seit  150  Jahren  qualifiziert  als

» Sehr + Aeusserst selten «

Ridinger’s  Folge  der  Fontainen

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Fontainen. Folge von 4 Blatt in Kupferstich + Radierung. Bezeichnet: Ioh. Elias Ridinger excud. Aug. Vind., ansonsten wie nachfolgend. 35,3 x 28,7 (1) bzw. Blattgröße 35,2-35,4 x 28,2-28,3 cm (3).

Ridinger, Perseus + Andromeda (Fontaine)

Provenienz

Gräflich Faber-Castell

deren Ridinger-Versteigerung 1958
mit deren Lot-Nr. 61 auf den Untersatzkartons

Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen

(1922 – 2004)

Thienemann + Schwarz 878-881; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1953 („Einige etwas beschädigt und fleckig. Aeusserst seltene Blätter“, 1885); Slg. Reich auf Biehla („ Aeusserst seltene Blätter , sehr schöne Abdrücke mit viel Rand“, 1894); Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger; 1900), 1482-1484 als Th. 878 („mit Rand. Letzterer nicht tadelfrei. Sehr selten.“) , Th. 879 („ohne Rand. Sehr selten.“) + Th. 881 („mit vollem Rand, letzterer nicht tadelfrei. Aeusserst selten.“).

Nicht  bei Weigel, Kunstlager-Catalog I-XXVIII (1838/57) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940) .

„ Die vier Blatt, welche unter obigem Titel ausgegeben , aber  jetzt  sehr  selten  geworden  sind , möchte ich mythologische Pyramiden nennen. Sie stammen aus früherer (??) Zeit … “

(Thienemann,
in puncto des Ridinger’schen nur „excudit“ zugleich der hiesigerseits abschließend widerlegten verbreiteten Annahme anhängend „Wir wissen daher nicht einmal gewiss, ob und welchen Antheil unser Meister daran hat“).

Denn spätestens die Folge der Fontainen hat nach hiesiger Entdeckung der von Ridinger offensichtlich verworfenen autonomen Arbeit der domartig aufschießenden „Hippokrene“ – hier in 16 Exemplaren aufgelegt gelegentlich des 300. Geburtstages – als der Roß- oder Musen-Quelle am Parnaß auf der Rückseite der originalen Kupfer-Druck-Platte zum Abendblatt der „Vier Tageseszeiten der Hirsche“ als eigenhändig gesichert zu gelten. Denn obgleich gänzlich unbezeichnet geblieben, ist die Authentizität der „Hippokrene“ unübersehbar. Ausgehend von ihrer Nähe zu dem Ridinger so vielfältig inspirierenden Watteau und über die Selbstidentifikation in der Muse der Malerei direkt hinführend zum Eigen-Exlibris.

Fontaine de Persèe et d’Andromede .

Springbrunnen des Persei und der Andromeda.

„ Auf der Spitze eines kegelförmigen Felsen sitzt Minerva, Lanze und Schild in den Händen, und sieht auf den unter ihr schwebenden Perseus herab, welcher das gezückte Schwert in der Rechten, das Medusenhaupt in der Linken, im Begriff ist, dem sich um den Felsen windenden Drachen den Garaus zu machen. Dieser ist schon mit unzähligen Wunden, aus denen Blut spritzt, überdeckt, aber der eigentliche Blutstrom, die Fontaine, kommt aus seinem Rachen. Neben Perseus die angefesselte Andromeda, welche nun bald erlöst sein wird. “

Dreiseits mit 3-4, unten 13 mm breitem Rändchen um den vollen Plattenrand. In diesem vier hinterlegte Kleineinrisse. Kleine leichte Gelbspur zwischen Andromedas rechtem Arm und linkem Bein.

Fontaine d’Hercule victorieux.

Springbrunnen des triumphirenden Herculis.

„ Oben auf dem Felsenkegel ein mit Lorbeer umkränzter Genius, also die Siegesgöttin, in der Hand den Lorbeerkranz, um das Haupt des unter ihr von seinen Heldenthaten ruhenden Herkules damit zu schmücken. Daneben eine weibliche, ziemlich indecent (sprich barbusig) dasitzende Figur, die Strahlenkrone, womit man siegreiche Feldherrn schmückte, auf dem Kopfe und in der aufgehobenen Rechten eine für den Herkules. Dieser stützt sich mit der Linken auf seine Keule, mit dem Fusse auf den Hintern des erschlagenen Feindes, der nebst mehreren getödteten wilden und zahmen Thieren unter ihm zerstreut liegt. Aus dem Felsen strömen überall Quellen hervor, die eigentlich zum Ganzen nicht gehören. “

Innerhalb der Plattenkante geschnitten, doch dreiseits mit fein(st)em Rändchen um die Bildeinfassung, unten mit 1 cm unterhalb der zweiten Textzeile. – Rückseits links mit drei punktuellen Spuren früherer Montage auf blauem Papier, zwei kleinen dünnen Papierstellen, von denen eine hinterlegt ist sowie gleichfalls beigelegtem Kleineinriß.

Fontain d’Atlas et d’Hercule.

Springbrunnen des Atlas und Herculis.

Abbildung eingangs

„ Auf einem Fels sitzt Herkules mit der Löwenhaut, auf der andern Seite kniet Atlas mit der Strahlenkrone; sie halten die Himmelskugel, aus welcher ganz gewaltige Wassermassen herabfliessen. “

Innerhalb der Plattenkante geschnitten, doch dreiseits mit meist nur feinstem Rändchen um die Bildeinfassung, hier und da auch bis unmittelbar an diese heranreichend, unten mit 3-10 mm unterhalb der zweiten Textzeile. – Rückseits links mit zwei punktuellen Spuren früherer Montage auf blauem Papier und bildseits eine winzige Papierabschabung an der Bildeinfassung.

Fontaine de la Victoire d’Apollon sur le Serpent Python.

Brunnen von dem Sig des Apollo über die Pythonische Schlange.

„ In der Mitte Apollo, als Hauptfigur, die Rechte in die Seite gestemmt, in der Linken den Bogen ohne Sehne, womit er den Drachen Python erlegt hat, auf dessen Flügel er steht, und dem aus den Wunden Fontainen entströmen. Darüber Victoria mit Palmenzweig und Kranz für den Sieger, daneben Cupido in kläglicher Figur. Unten noch ein Flussgott, aus dessen Urne viel Wasser strömt, denn es sollen ja nun einmal Fontainen da sein. “

Innerhalb der Plattenkante geschnitten, doch dreiseits mit fein(st)em Rändchen um die Bildeinfassung,

unten mit 6-10 mm unterhalb der zweiten Textzeile. – Rückseits links mit drei punktuellen Spuren früherer Montage auf blauem Papier.

„ Sehr + Aeusserst selten “

Ridinger, Herkules triumphierend (Fontaine)Ridinger, Apollo und die pythonische Schlange (Fontaine)

Ridinger’s  Folge  der  Fontainen

Bildlich  wie  inhaltlich

schön  +  in  herrlichen  Drucken

auf leicht getöntem feinen (3) bzw. normalschwerem Bütten bei gleichwohl einheitlicher Strukturierung

im  Exemplar  Gräflich  Faber-Castell .

Und nicht zuletzt ein weiteres Thema , das Ridinger als in großer künstlerischer Tradition stehend zeigt .

Mit deren drei berühmten Beispielen aus 1593 bis 1602 in Augsburg selbst, darunter der auf eine Vorzeichnung Hans von Aachen’s zurückgehende Herkules-Brunnen des großen Adriaen de Vries.

Angebots-Nr. 14.873 / EUR  2000. / export price EUR  1900. (c. US$ 2073.) + Versand

Wiesbaden, Fontaine im Kurgarten

Wiesbaden, Fontaine im Kurgarten. Zwei der schönen Fontänen mit seitlichem Baumbestand und Kurhauskulisse. Holzstich von H. Wagner nach Richard Püttner (Wurzen 1842 – München 1913). (1875-76.) Signiert, bezeichnet. 17,5 x 13,6 cm.

Rückseits: Promenade in Wiesbaden. Reiche Kaleschen- + Figurenstaffage. Holzstich nach Gottfried Franz (Mainz 1846 – München 1905). 10 x 18,7 cm. – Mit auf Wiesbaden bezogenem Unter- und Rückseitentext.

Angebots-Nr. 5.863 / EUR  33. (c. US$ 36.) + Versand

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1734. Ist diser wohlgerichte Hüner Hund bey dem Keyserlichen Lustschlosse Nymphenburg (dieses oberhalb des Geschehens

samt  hoher  Fontaine )

in den Fasanen Garten in der Action wie er vorgestanden  nach  dem  Leben  gezeichnet worden. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: 32. / J. E. Ridinger fec. et excud. 1744. , ansonsten wie vor. 36,8 x 28,1 cm.

Thienemann + Schwarz 274. – Blatt 32 der Folge der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“. – Oben + unten 7,7 bzw. 6,5, an den Seiten 3,3-3,5 cm breitrandig. – Kleiner Rostfleck im Untertext.

Die  1744er  „kaiserliche“  Arbeit ,

mit  der  Ridinger  den  Wittelsbacher  Kurfürsten  Karl  Albert

bei  seiner  Rückkehr  1744  nach  München

als  nunmehr  Kaiser  Karl VII.  begrüßte .

Gewählt und

von  seinem  Bruder  Clemens  August , Kurfürst  von  Köln , gekrönt

war er als dritter und letzter seines Hauses zwar bereits 1742 in Frankfurt/M.,

wo  Goethes  Vater  ihm  seinen  „Kaiserlichen  Rath“  verdankte

und  die  Mutter  von  den  melancholischen  kaiserlichen  Augen  schwärmte ,

doch die damit verbundenen Querelen hielten ihn dortselbst gefangen. Bei endlichem Einzug in München, 1744, erwies ihm Ridinger mit anstehender Arbeit seine Reverenz

durch  Betonung

des  Schlosses  Nymphenburg

Ridinger, Hühnerhund vor Fasanen (Nymphenburg)

als  nunmehr „ Keyserlichem “.

Schon ein Jahr später war der Glanz dieser für den Kaiser wie für Bayern und Deutschland schweren Jahre durch Tod wieder erloschen. Doch mit dem Kupfer von 1744

hatte  Ridinger  sich  ins  Buch  der  Geschichte  eingetragen .

Für  den  getigerten  Hund  allein – „Die Stellung … vortrefflich, daher auch öfters copirt“, Th. – interessant  das  als  Ridinger  geführte  kleine  Öl  auf  Holz  im  Stichsinn „Ein  Hühnerhund  auf  dem  Anstand“  der  einstigen  Sammlung  Prehn  (1749-1821)  im  Historischen  Museum  Frankfurt/M.  als Nr. 233 des Prehn’schen Katalogs, farbig abgebildet im dortigen 1988er „Katalog zu der Abteilung Bürgerliche Sammlungen in Frankfurt 1700-1830“, S. 63,  wobei  die  Kleinabbildung  ein  gesichertes  Urteil  über  die  Autorschaft  nicht  zuläßt .

Angebots-Nr. 15.602 / EUR  980. / export price EUR  931. (c. US$ 1016.) + Versand

Schlangenbad, Kurgäste in. Auf Mauleseln einen bewaldeten Höhenweg passierend. Holzstich nach Gottfried Franz (Mainz 1846 – München 1905) bei Adolf Cloß, Stgt. (1875/76.) Bezeichnet: G. Franz, ansonsten typographisch wie vor. 11,2 x 17,5 cm. – RÜCKSEITS: Schlangenbad. Zentralansicht mit weitem Blick ins Rheintal. Holzstich wie vor, doch nur mit dem Monogramm. 10 x 12,5 cm. – Beidseits lokaler Schlußtext.

Angebots-Nr. 9.462 / EUR  47. (c. US$ 51.) + Versand

Musizieren  im  Park

Ridinger, Gambaspieler

vor  Fontainen-Ambiente  ,

hinzukomponiert  von  Ridinger

Schabkunstblatt nach einem Detail  Antoine  Watteau’s  (1684-1721). Nach 1734.

Bezeichnet: I. El. Ridinger excud. A. V. 48,5 x 35,1 cm.

Schwarz 1460 + Tafel II, XIX (irrig als „Der Cellist“). – Nicht  bei  Thienemann (1856) + Stillfried (1876) und mit Ausnahme von Baron Gutmann (Schwarz, 1910) hier auch anderwärts nicht nachweisbar. Wobei die Identität der Exemplare der Sammlungen Reich auf Biehla 317 („Sehr selten“, 1894 ! ) + Hamminger 1890 ( „Aeusserst seltenes Blatt“, 1895 ! ) mangels Beschreibung offenbleiben muß. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.403 / Preis auf Anfrage

Odilienberg / Elsaß – Odilienquelle. Holzstich nach Richard Püttner (Wurzen 1842 – München 1913) bei Adolf Cloß, Stgt. (1875/76.) Bezeichnet: SANCTA ... / R. Püttner, ansonsten typographisch wie vor. 18,7 x 10 cm. – Malerische Ansicht inmitten beidseitigen Lokaltextes.

Angebots-Nr. 9.446 / EUR  29. (c. US$ 32.) + Versand

„ Die  Kinder  Israel
werden  aus  einem  Felsen  getränkt “

Ridinger, Moses schlägt Wasser aus dem Felsen

als  eines  der  größten  Blätter
des  Ridinger-Verlages

Und  hier  in  unbeschriebenem  Zustand

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767) oder Weiss, Franz Joseph (Bergatreute/Wttbg. 1699 – München 1770). Moses schlägt Wasser aus dem Felsen (2. Mose XVII, 6) oder Die Errettung der Kinder Israel vor dem Verdursten in der Wüste. Voll der ganzen Prallheit des Geschehens, s. u. Radierung + Kupferstich von Leonhard Michael Steinberger (wohl Regensburg um 1713 – Augsburg 1772). Bezeichnet: unten innerhalb des Bildes L. M. Steinberger sculpsit. / Ioh. Elias Ridinger excud. Aug. Vind. + per Schriftzeile

„ Sihe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels in Horeb, da solt du den Fels schlagen, so wird Wasser heraus lauffen, daß das Volck trinke. Im JJ. Buch Mose Cap. am XVJJ. v. VJ. “

sowie Kartuschen-Text lt. unten. 48 x 71,4 cm.

Thienemann-Stillfried (1876) + Schwarz (1910) 1380, doch beide mit nur 45 x 70 cm formatmäßig abweichend. – Nicht bei Weigel, Kunstlager-Catalog, Abt. I-XXVIII (1838/57), ca. 23000 Blatt, darunter mehr als 1000 des Ridinger-Œuvre.

Die  von  herrlichem  Hell-Dunkel  bestimmte  Druck-Qualität

spiegelt  die  Prallheit

dieses  geradezu  unvorstellbaren  Überlebens-Erlebnisses  wider .

Das typograph. Wasserzeichen vermutlich WANGEN nebst Gegenmarke wie für erste Ridinger-Qualitäten stehend. Seitlich 0,5 cm breitrandig, oben + unten 1,5-2 cm. Drei geglättete vertikale Faltungen, davon bildseits nur die mittlere bei feiner Knitterspur namentlich mittig wahrnehmbar. Die gebrauchsspurigen weißen Ränder mit zahlreichen, säurefrei versorgten Klein- + Kleinsteinrissen sowie auch einigen längeren, doch alle allenfalls nur bis maximal Bildrand reichend. Spuren, die mit solchen Formaten vielfach ganz zwangsläufig einherzugehen pflegen. Hier denn gleichwohl, alles in allem, nur marginaler Natur sind. Und ob urhebermäßig nun Weiss oder Ridinger zuzugeben, begegnet uns

ein  Blatt  von  generell  extremster  Seltenheit

bei  zustandsmäßigem  Unikat-Charakter ,

kostbar wie das Wasser in der Wüste. Und unbeschadet ob so oder so, für die Sammlung von Rang ein hochkarätiges Desiderat als

eines  der  wenigen  wirklichen  Königs-Formate  des  Ridinger-Verlages .

Angebots-Nr. 28.897 / Preis auf Anfrage

König  Wilhelms  Felsenquellen

Bad Ems, König Wilhelms Felsenquellen

Bad Ems – Ems. Teilansicht mit König Wilhelms Felsenquellen, eingefaßt von den Häusern Vier Thürme + K. Kurhaus als den Wohnungen der Kaiser Alexander + Wilhelm. Separat darunter die Englische Kirche. Holzstiche nach Richard Püttner (Wurzen 1842 – München 1913) bei Adolf Cloß, Stgt. (1875/76.) Bezeichnet: KÖNIG WILHELMS FEL / R. Püt(t)ner, ansonsten typographisch alles wie vor. 11,8 x 18,8 bzw. 10,4 x 6,8 cm. – Rückseits: Ufer bei Niederlahnstein. Der reich besetzte Hafen nebst Werftbetrieb. Holzstich von Hans-Joachim Wagner (Maler + Graphiker in Bln., geb. vor 1842). Bezeichnet: A. Closs X. I. / H. Wagner sc / R. Püttner, ansonsten typograph. wie vor. 12,4 x 18,5 cm. – Beidseits fortlaufender Lokaltext.

Angebots-Nr. 9.389 / EUR  64. (c. US$ 70.) + Versand

Heiligendamm – „Heiligen Damm“, Auf dem. Reiches Leben auf der Promenade vor dem Pavillon. Vor diesem Zweispänner, vorne links auf der Wiese Familien beim Krocket. Holzstich nach Artur Langhammer (Lützen 1854 – Dachau 1901) bei A. Closs, Stgt. (1880/81.) Bezeichnet: A. Langhammer / A Closs. X. I., ansonsten typographisch wie vor. 17,8 x 23,6 cm.

Angebots-Nr. 15.294 / EUR  220. (c. US$ 240.) + Versand

Norderney, Am Strande von. Am Weststrand unterhalb der Strandpromenade. Auch mit Segelschiff + Booten. Holzstich des Monogrammisten A. H. nach Artur Langhammer wie vor. Bezeichnet: A. Langhammer (18)81 / A Closs X I. A. H. sc, ansonsten typographisch wie vor. 17 x 23,5 cm.

Angebots-Nr. 8.253 / EUR  217. (c. US$ 237.) + Versand

Das  Hubertus-Bad

C. Spiegel’s Hotel
am Eingang des Bodethals unter der Roßtrappe bei Thale im Harz.

Hubertus-Bad (Thale, Harz)

Links Jäger mit Hund. Kolor. Lithographie. Ca. 1850. Bezeichnet. 27,9 x 32,1 cm.

Mit der Adresse der Herzogl. Hof-, Stein- und Buchdruckerei in Ballenstedt. – Unbeschadet gesamthafter Zeitspurigkeit erwerbenswürdiges, zumal sehr seltenes Blatt, da die Mängel (knitterig, leicht stockfleckig, der rechte Rand indes ziemlich stark und mit ins Bild auslaufendem schwachen Wasserrand) im Bild selbst nur minimal zutage treten. Im übrigen breitrandig und in frischen, frühlinghaften Farben.

Angebots-Nr. 12.579 / EUR  404. / export price EUR  384. (c. US$ 419.) + Versand

Und  wenn  die  Büchse  Ruh’  hat …

Badegäste auf der „Weißen Düne“ von Norderney

Norderney, Badegäste

Holzstich von F. Haug nach Joh. Gehrts (Hbg. 1855 – D’dorf 1921) bei A. Closs, Stgt. (1880/81.) Signiert, bezeichnet. 14,4 x 18,9 cm. – Verso: Fischerhaus auf N. Holzstich nach Gustav Schönleber (Bietigheim 1851 – Karlsruhe 1917). Monogramm., bez. 9,7 x 13,7 cm. – Beidseits fortlaufender Lokaltext.

Angebots-Nr. 8.255 / EUR  146. (c. US$ 159.) + Versand


“ Hello again! It arrived this morning – everything fine and ready for framing! Thank you for your kind assistance. Best regards ”

(Mr. J. R. L., May 25, 2005)