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2003

gelang der Durchbruch — er wurde Tier des Jahres

Doch Wolf bleibt Wolf

Heimlich + scheu — Und verdammt ausdauernd

 

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ein umher streichender Wolff. Vor felsigem Umfeld. Radierung + Kupferstich. (1740.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. fec. et exc. A.V. / N.68., Titel wie vor. 18,5 x 14,5 cm. – Thienemann + Schwarz 458. – Blatt 68 des Entwurfs einiger Thiere. – Großes figürl. Wz. – Herrlicher, breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 7.314 / EUR  175. (c. US$ 191.) + Versand

– – – Dasselbe, doch von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke. – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.738 / EUR  180. (c. US$ 196.) + Versand

Wölfe in nebligem Umfeld

Ernest Bellecroix, Wölfe im Nebel

— nach Bedarf windend

Deren zwei bei durchgekommenem Mond vor nur schemenhaft erkennbarem Gehöft. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Ernest Bellecroix (Alençon, Orne, 1837 – nach 1877?). Ca. 1870. Bezeichnet: Er. Bellecroix / Huyot., ansonsten wie vor. 14,8 x 21,8 cm. – Abdruck von 1873. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.221 / EUR  65. (c. US$ 71.) + Versand

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ein auf den Raub laurender Wolff. Halb verdeckt vom Geäst einer alten Eiche. Kolor. Radierung + Kupferstich. (1740.) Bezeichnet: J. E. R. fec. / N. 69., sonst wie vor. 18,5 x 15,1 cm. – Thienemann + Schwarz 459. – Blatt 69 (in späterer Ausgabe 59) des Entwurfs einiger Thiere. – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.739 / EUR  170. (c. US$ 185.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Wölfe

Denkbar „schauerliche Scene“ (Th.)

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wölffe von 3. bis 4. Iahren und ausgewachsenen Alter haben auf einmahl 8. bis 9. Iunge, leben bis 20. Iahr. Von Felsen umgeben fünf heulende Wölfe in abwechselnder Stellung. Radierung und Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger invent. delin. Sculps. et excud. Aug. Vind. 34,5 x 42 cm.

Thienemann + Schwarz 216. – Blatt 21 der Folge Betrachtung der Wilden Thiere. – Titel in dt.-franz.-lat. Paralleltext. – 14-Zeiler von Brockes in Deutsch. – Das gerade auch landschaftlich außerordentlich schöne Szenarium in dreiseits 2,7-3,2, rechts 5,5 cm breitrandigem Abdruck von leuchtend-herrlicher Qualität und damit Seltenheit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.589 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 716.) + Versand

– Dasselbe als nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger bei Felsing, Berlin. Ca. 1900-1920.

Angebots-Nr. 28.466 / EUR  29. (c. US$ 32.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Wolf den Raub verzehrend

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ein Wolff den Raub verzehrend. In felsigem Waldambiente lustvoll einen Rehbock aufreißend. Kolor. Radierung + Kupferstich. (1740.) Bezeichnet:J. E. R. fec. / N. 70., sonst wie vor. 18,4 x 15,1 cm. – Thienemann + Schwarz 460. – Blatt 70 (in späterer Ausgabe 58) des Entwurfs einiger Thiere. – Wz. fleur de lis. – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.740 / EUR  180. (c. US$ 196.) + Versand

„ Der Wolf —

… ist ein sehr raubbegieriges und schädliches Thier und richtet sowohl in den Wäldern unter dem Wilde als auf den Feldern unter den Heerden oft großen Schaden an … des Nachts begiebt er sich auf das freye Feld , oder schleichet sich so gar in die Dörfer und in die Ställe hinein , macht alles unsicher und raubet und fällt alles an , was ihm in den Weg kommt und auffstößt … Ihre Vermehrung ist stark … und nicht selten wagen sie sich auch an Pferde . Sie lassen sich niemals vollkommen zahm machen , und wenn man sie auch gleich ganz jung bekommt , so thun sie nicht leicht über ein Jahr gut , sondern werden wild … “

( Ridingers Söhne im Textvorspann zum Kolorierten Thier=Reich , siehe nachfolgend ) .

Johann Elias Ridinger, Wölfe

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). ordentlicher Wolf. ganz weißer Wolf. Kolor. Radierung/Kupferstich, vermutlich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: LUPUS VULGARIS. / LUPUS ALICAUS. / Loup ordinaire. / Loup blanc. / Familia IV. Fünfzähige. / Ridinger fec., ansonsten wie vor. 31,2 x 20,9 cm.

Thienemann + Schwarz 1062. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen , unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

„ … Seine Farbe ist …

wiewohl  es  auch  in  den  nordischen  Ländern  ganz  weisse … giebt “

(Ridingers Söhne wie vor, SS. 9 f., in Kopie beiliegend). – Und Thienemann :

„ Ein recht nettes Blatt, worauf wir oben den ganz weissen Wolf liegend und heulend, unten einen gewöhnlich gefärbten, abgemagerten, stehend erblicken. “

Das  schöne  Sujet  in  seiner  leuchtenden  Farbigkeit

mit Wz. Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig (Heawood 64) als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“.

Die Zuweisung der Kupferübertragung an mutmaßlich Johann Elias’ Ältesten an Hand der alleinigen Signatur „Ridinger fec.“, auch wenn, wie dann gesichert, ohne zwischengeschobenem Interpunktionszeichen. Das Blatt des afrikanischen Wolfs zudem mit M. El. Ridinger gezeichnet.

Dreiseits 2-3,3 cm, unten 4,8 cm breitrandig. – Rückseitiger kleiner Wachs-Braunfleck oben + einige Braunstippen in unterster Textzeile gänzlich übersehbar schwach ins Bild durchschlagend, sonst beneidenswert makellos.

Angebots-Nr. 15.921 / EUR  470. / export price EUR  447. (c. US$ 488.) + Versand

Die Bejagung des Wolfes

Vorn links mittels Gewehr unter Darstellung auch der Handhabung des Ladestockes, dabei schon ein erlegter. Im Mittelgrund folgen zwei dem von Reiter geschleiftem Schafluder, beobachtet von einem im Baum ansitzenden Schützen. Zurückgesetzt soll ein im Wolfseisen gefangener erschlagen, alternativ mit dem Spieß erledigt werden. Radierung von bzw. bei Claes Jansz. Visscher de Jonghe (1586 Amsterdam 1652). (1639.) 10,5 x 14 cm.

Antonio Tempesta, Bejagung des Wolfes

Schwerdt II, 251 („proof impressions“). – Auf feinem, breitrandigem Bütten mit typograph. Wz. als wohl Gegenmarke zum Wappen-Wz. einiger weiterer hier vorliegender Blätter der Folge.

Höchst  instruktives  und  auch  sehr  malerisches  Blatt

aus dem zweiten Teil der insgesamt 32 Tafeln umfassenden Folge der Aucupationis Multifariæ Effegies Artificiosissimé depictæ et inventæ ab Antonio Tempesta Florentino und hier wie bei Schwerdt vorliegend in

Frühdruck  vor  der  Schrift

mit lediglich der Nummer „12“ rechts im breiten weißen unteren Plattenrand aus der von Lugt nicht identifizierten Sammlung „EK“ mit deren rückseitigem kleinen schwarzen runden Monogramm-Stempel (ligiert, Lugt 3549, Zeichnungen und Grafik des 17.-19. Jhdts.) sowie irriger Zuweisung an Christoffel van Sichem „um 1550 – 1600 / Delft – Augsburg“ in Bleistift.

Angebots-Nr. 28.558 / EUR  135. (c. US$ 147.) + Versand

Dito nächst einer Schafherde vor Baulichkeit unter Gebrauch des Schwertes und von Spießen, der Verfolgung zu Pferde und

des Treibens ins Netz.

In der großen Gruppe vorn geht der schon attackierte Wolf noch das Pferd an. Ganz zurückgesetzt ein Kirchdorf. Radierung wie vor. 10,8 x 14 cm. – Blatt 9 der Folge. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.559 / EUR  125. (c. US$ 136.) + Versand

– Ein Wolfsrudel richtet unter den Rindern, Ziegen und Schafen eines korsischen Gehöfts – davor zwei Hirten nebst Hund, von all dem keine Notiz nehmend – ein Blutbad an. Radierung wie vor, jedoch aus der Folge der Venationes Ferarum, Avium, Piscium pugnæ Bestiariorum et mutuæ Bestianrum delineatæ ab Antonio Tempesta von ca. 1627. 9,3 x 14,7 cm. – Blatt 10 der Folge. – Mit dem Wasserzeichen des Amsterdamer Wappens mit Löwen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.560 / EUR  99. (c. US$ 108.) + Versand

Das an einer Kette befestigte
Eisen schnürt den Hals zu

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Wolff in dem Schlag-Eisen. Radierung und Kupferstich. (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 24,9 x 36,4 cm.

Johann Elias Ridinger, Wolf im Schlageisen

Thienemann + Schwarz 85; Schwerdt III, 135, 17 („A rare set, of importance to those who are interested in the various methods of trapping wild animals“). – Blatt 17 der Fangarten-Folge, von Halle in München 1928 als die „Seltenste aller Jagdfolgen Ridingers“ angesehen (LXVIII/323). – Instruktiver 6zeil. Untertext. – Kontrastreicher Abdruck. – Ausbesserungen im Rand links und links unten, teils auch noch den weißen Plattenrand tangierend.

Angebots-Nr. 28.010 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 461.) + Versand

Der Wolf
ist schon an der Kehle gepackt

Sennenhunde im Kampf mit einem Wolf. Vom Haus kommt der Senn mit Gewehr hinzu. Getönter Holzstich nach Friedrich Specht (Lauffen am Neckar 1849 – Stuttgart 1909) bei A. Cloß, Stgt. (1875/76.) Bezeichnet: FSpecht (ligiert), ansonsten typographisch wie vor. 27,3 x 20,3 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 9.549 / EUR  84. (c. US$ 92.) + Versand

Loups, Une Battue aux. Im Vordergrund hat einer der Jäger einen Wolf an einem Hinterlauf gepackt und legt auf ihn an. Die Meute kommt hinzu. Getönter Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Jean Edouard Dargent, gen. Yan’Dargent (St.-Servais, Bretagne, 1824 – Paris 1899). Ca. 1870. Signiert. 31,5 x 21,7 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 6.150 / EUR  118. (c. US$ 129.) + Versand

Isegrimm. Vor winterlichem Stangenholz mit Blick auf den Betrachter. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Jules Gélibert (Bagnères-de-Bigorre 1834 – 1916). Ca. 1870. Bezeichnet: Jhuyot. / Jules Gélibert, ansonsten wie vor. 14,8 x 21,8 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.220 / EUR  65. (c. US$ 71.) + Versand

Deren erster
bereits in die Grube stürzt

Ein Zeichnungs-Unikat von höchster Güte

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Wolff in der Grube zu fangen mit dem Schafe. Im Vordergrund einer baumbestandenen Gebirgslandschaft eine Wolfsfalle mit aufragendem Stamme nebst Wagenrad an der Spitze, auf dem ein Lamm liegt, dessen Blöken vier Wölfe herbeigelockt hat, deren erster bereits in die Grube stürzt. Lavierte Tuschpinsel- und Bister-Federzeichnung. Rückseits mit Graphit hs. bezeichnet wie vor. 292-295 x 422-423 mm.

Johann Elias Ridinger, Der Wolf in der Grube zu fangen

Auf leichtem Bütten mit umlaufend bis zu 17 mm breitem Rand. – Stecknadelkopfkleines Löchlein, geglättete Längs- und Querfalte und gesamthaft etwas zeitspurig, die Bildwirkung indes praktisch nicht beeinträchtigend. Vom früheren Unterlagekarton ganz schwach durchgeschlagene Stockflecken bis auf einen nur rückseits wahrnehmbar.

Malerisch  ganz  vollkommen  durchgeführte , herrliche  Arbeit

als Ursprungszeichnung  vor  deren zwecks Plattenübertragung seitenverkehrter Umzeichnung für die gleichnamige Radierung Th. 41 als der großen Version der beiden Wolfsgruben-Blätter der ab 1729 erschienenen „Fürsten Jagd-Lust“ und in solch vollendeter Ausarbeitung in Verbindung mit einer Graphik

heute  auch  im  Ridinger-Œuvre  zu  den  größten  Seltenheiten  zählend .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.450 / Preis auf Anfrage

Die Wolfsjagd
als erstes Lehrstück

Thoman(n) von Hagelstein, Ernst Philipp (1657 Augsburg 1726). Lehrstücke des Jagens. Folge von 4 Blatt. Schabkunstblätter in Braundruck. Blatt 1 bezeichnet: E. P. Thoman. excudit. 35,2 x 49,7 cm bzw. (Bll. 1-3) Bildgröße 34,3-35 x 49-49,4 cm.

Schwerdt III, 171, a (Baillie-Grohman’s Exemplar; „A complete and interesting set“). – Zwecks Einpassung in einen Sammelband dreiseits auf Plattenkante (nur Blatt 4 mit feinem Rändchen) und unten unter Verlust der deutschen Vierzeiler + der Numerierung (Schwerdt: N.1–N.4) geschnitten, alt auf Bütten montiert und mit Bisterlinie eingefaßt. Im weißen Oberrand alte Inv.-Beschriftung (Nro 1, 7, 8, 6/Tom: X/Fol 88, 94, 95, 93), gleichfalls in Bister. – Geglättete Mittelfalte.

Bildlich  +  instruktiv  prächtige  Folge

von  complett  allergrößter  Seltenheit

(hier nur das heute im British Museum befindliche Schwerdt-Baillie-Grohman’sche Exemplar nachweisbar) in den schönen Drucken eines umfassenden alten Bestandes, reich nuanciert in seinem Hell-Dunkel und, wie alle Schabblätter Ernst Philipp’s – „eine(r) der besten Künstler seiner Zeit“, Nagler – , auch nur einzeln, wie hier in 57 Jahren gleichfalls noch nicht vorgelegen, außerordentlich selten. So denn auch nur ein anderweitiges Blatt unter den rund 27600 der Abt. I-XXVIII des Weigel’schen Kunstlager-Catalogs (1838/57; per 6.211 das Portrait Rauner als auch Nagler einzigbekanntes Blatt + per 19.715 vom Sohn Tobias Heinrich „Marder, Taubennest ausnehmend“).

Wolfsjagd

Ernst Philipp Thoman, Wolfsjagd

Im Vordergrund drei Wölfe beim angepflockten, von zwei Schützen gedeckten Ziegenbock als Köder, davon einer bereits erlegt; im Mittelfeld von Reiter geschleiftes Luder mit von drei Schützen begrüßten gleichfalls zweien; zurückgesetzt bei Anwesen die Hatz auf einen seitens Meute und Jagdhelfern, letztere bewaffnet mit Pike, Dreschflegel und Netz. – Seitlich rechts ganz leicht berieben und ein haarfeines kleines Fältchen. – Ferner Fuchsjagd , Hasenjagd sowie Dachs- + Igeljagd.

Über obige individuellspezifische Seltenheit hinaus von zugleich genereller als Ausfluß der Schabtechnik selbst. Bezifferte doch schon 1675 der Praktiker von Sandrart „saubere Abdrucke“ der samtenen Schabkunst auf nur etwa „50 oder 60“ (!). „(H)ernach aber schleift (das Bild) sich bald ab, weil es nicht tief ins Kupfer gehet“. Entsprechend denn 1856 Thienemann auf Ridinger bezogen :

„ Die Schwarzkunstblätter sind im Handel fast gar nicht mehr … zu bekommen … und (deren) bei Weitem größten Theil … (habe ich) allein (im Kupferstichcabinet Dresden) gefunden. “

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.996 / Preis auf Anfrage

„Gleichwie der Wolff
ein sehr … listiges Thier ist“

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Wolffs=Falle oder Grube. „Gleichwie der Wolff ein sehr gefrässiges hungeriges und listiges Thier ist, also wird von guten Weydmän(n)ern

seine  schlaue  List  mit  Gegenlist …“

In gebirgiger Landschaft bemühen sich vier Wölfe um die auf einer Wolfsscheibe befindliche lebende Ente oder Gans, erwartet von drei im Anstand liegenden Jägern und ihrem Wolfshund. Radierung + Kupferstich. (1729.) Bezeichnet: avec privil. de Sa. Majeste Imperl. / Ioh. El. Ridinger inv. pinx. sculps. et excud. A.V. /, ansonsten wie vor und mit dt.-franz. Lehr-Untertext. 30,1 x 22,7 cm.

Johann Elias Ridinger, Wolfsfalle oder Grube

Thienemann + Schwarz 18; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix 3A. – Aus der unnumerierten 36blätt. Fürstenlust , seitens der Literatur als deren Blatt 6 geführt, und hier eines der 8 kleinen Formate, wie von Ridinger offenbar bewußt konzipiert und nicht etwa als Startversuche gedacht, wie von Thienemann vermutet.

Eine Ende der 50er am Markt gewesene formatentsprechende, bildlich noch abweichende – nur ein Wolf, keine Jäger – 1728er Zeichnung war bezeichnet mit Wie der Wolff mit der Gans auf die Scheiben gebracht und in der gruben gefangen wird. Die sujetgleiche Wiederholung Th. 84 – siehe nachfolgende Position – der 1750er Fangarten-Folge hingegen spricht bei gleichem Text von Ente.

Früher Abzug tief gestaffelten Hell-Dunkels auf ganzem Bogen (40,3 x 50,3 cm) im Sinne der Weigel’schen A-Qualität („Alte Abdrücke mit dem ursprünglichen Titel. Das Papier hat Linien als Wasserzeichen.“) mit Wz. (Straßburger?) Große Lilie. Im Interesse optisch ausgewogenerer Blatt-Proportion wurden die Halbformate später auf nicht bindekonformem kleineren Papier gedruckt.

Angebots-Nr. 15.462 / verkauft

„… findet er
einen so guten bißen
wird er eine(n) Sprung
darauf hinein thun“

– – – Wie der Wolff mit der Enten auf die Scheiben gebracht und in der Grube gefangen wird. In dichter Waldstaffage springt von rechts ein Wolf nach der auf der sich nunmehr senkenden Scheibe angebundenen Ente. Über dieser an einem Ast ein Luder, rechts außen ein zweiter Wolf. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. et del. / Mart. El. Ridinger sculps. Aug. Vindel, ansonsten wie vor und unten. 24,5 x 36,7 cm.

Johann Elias Ridinger, Wie der Wolff mit der Enten auf die Scheiben gebracht und in der Grube gefangen wird

Thienemann + Schwarz 84; Stubbe, Die Jagd in der Kunst – Johann Elias Ridinger, 1966, Tafel 10; Rid.-Kat. Darmstadt, 1999, V/17 nebst Abb. – Nicht im 1997er Rid.-Katalog Kielce. – Blatt 16 der 30blätt. Fangarten-Suite, jenes „schöne und merkwürdige Blätter (enthaltenden) höchst interessanten Werkes … nach dem Leben gezeichnet“ (Nagler). – Herrlicher , breitrandiger Abdruck . – Mit 6zeil. Untertext:

„ Die Wolffsgrube solle angeleget werden an orten da weder Menschen noch anderes, sonderlich hoch Wild nicht so leichte hinkom(m)en … es sollen aber dise Gruben an 12. bis 14. Schuh tief u: … wo die Natur nicht selbst Anleitung gibet … merket man das der Wolff das Luder genom(m)en, so mag man ihme eine lebendige Gans oder Lam(m) auf die scheibe anbinde(n), findet er einen so guten bißen wird er eine(n) Sprung darauf hinein thun, sobald drehet sich die scheibe, daß er abfallen u: sich in der Grube muß gefangen geben. “

Angebots-Nr. 15.851 / EUR  560. / export price EUR  532. (c. US$ 580.) + Versand

– – – Der Wolff. In dichtem Wald bedrängt von 9köpfiger Meute, deren einer erledigt ist. „Er wehrt sich tapfer, aber er wird … unterliegen“ (Th.). Radierung + Kupferstich. (1761.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A.V. 28,7 x 25 cm.

Johann Elias Ridinger, Wolf

Thienemann + Schwarz 145. – Blatt 7 der Von verschidenen Arthen der Hunden behaezte jagtbare Thiere. – Instruktiver ausführlicher Untertext

unter  namentlicher  Aufzählung  der  hierfür  geeigneten  verschiedenen  Hunde .

Silbrigtoniger Abdruck mit angeschnittenem Basler Thurneisen-Wz., wohl aus der qualitativ hochwertigen Augsburger Engelbrecht-Ausgabe um 1824. Die Breitrandigkeit für oben und unten 5-7,5, für die Seiten 2,3-5 cm messend. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.116 / EUR  483. / export price EUR  459. (c. US$ 501.) + Versand

– – – Der Wolf. Nach rechts auf bewaldeter Felsklippe stehend. Darunter die aufgeschlüsselten großen Spuren auf weichem bzw. hartem Boden nebst Spezifizierung der Krallen, Geäfter und Ballen. Getönte Lithographie von Hermann Menzler im Druck von A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 35 x 23,1 cm.

Johann Elias Ridinger, Wolf (Menzler)

Blatt I, 16 aus Menzler’s 80blätt. Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album, in dem er die Vorlagen – hier Blatt 8 der Jagtbaren Thiere, Th. 170 – teilweise frei oder deren Kernthema komprimierend wiedergibt, woraus sich eine Sammlungsbereicherung allerersten Ranges ergibt. – In der Bildwirkung entsprechen die Arbeiten der von Ridinger nicht mehr angewandten Aquatinta-Manier. – Abgesehen von der links unterhalb des Bildes zum Untertext hinreichenden Quetschung im festen breitrandigen Papier von tadelloser Frische.

Angebots-Nr. 28.434 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 358.) + Versand

– – – Eine Wolfshatze. Nach rechts aus dem Bergwald hervorbrechend und von neun Hunden verfolgt und gerahmt. Getönte Lithographie von Hermann Menzler im Druck v. A. Renaud bei L. J. Heymann in Bln. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 33,2 x 22,9 cm.

Johann Elias Ridinger, Wolf (Menzler)

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album II/17. – Nach vorstehendem Blatt der von Hunden behätzten jagdbaren Thiere, Th. 145, doch ohne dessen ausführlichen Untertext. – Aus dem als 2. Abteilung geführten „Album interessanter Hatzen- und Gruppen-Bilder“. – Auf festem breitrandigen Papier von tadelloser Frische. – Gegenüber der Radierung die obige Rundung hier zum Rechteck erweitert und dadurch als Sammlungsbereicherung zusätzlich reizvoll. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.450 / EUR  330. / export price EUR  314. (c. US$ 343.) + Versand

Wintter, Joseph Georg (1751 München 1789). Der von Wölfen angefallene ungerade 20-Ender. In bergiger Winterlandschaft mit Gatter und zurückgesetztem Gehöft hat einer der beiden Wölfe das Tier an der Drossel gepackt, indes der halb verdeckte andere rückseits operiert. Radierung. Blattgröße 11,8 x 15,9 cm.

Niemeyer 127. – Keiner der Folgen zuordbar, sofern nicht zu Niem. 21-24, Hirsche + Sauen, angefallen von Hunden, gehörig. – Auch nicht in die frühestens 1821 erschienene 44blätt. Augsburger Sammelausgabe Schwerdt III, 190, a („Rare“) eingegangen. Die 137blätterige Komplettausgabe Weigel 21336 („Die meisten Blätter sehr selten“, 1857!) hier anderwärts nicht nachweisbar.

Seine „Radierungen sind trefflich und stehen in der Behandlung zwischen jenen von Hollar und Riedinger. Im Jahre 1784 wurde W. churf. Hof- und Jagdkupferstecher“ (Nagler, im 1863er Bd. III, Nr. 68, des Monogramm.-Lexikons seinerseits auf die Seltenheit dieser schönen Blätter hinweisend). – Kontrastreicher Abdruck auf festem Bütten. – Unten auf Plattenkante, sonst hart auf Bildkante geschnitten.

Angebots-Nr. 15.665 / verkauft

Loups au Carnage, Les. In Berglandschaft von Wölfen überfallene Herde Schafe und Ziegen. Getönter Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Jules Gélibert (Bagnères-de-Bigorre 1834 – 1916). Ca. 1870. Signiert. 22 x 32 cm. – Thieme-Becker XIII, 365: (Gélibert) malt fast ausschließlich Tier- und Jagdbilder … – Siehe die Abbildung.

Angebots-Nr. 6.149 / EUR  118. (c. US$ 129.) + Versand

Wie  nach  all  dem  zu  sehen ,

Jules Gélibert, Wölfe massakrieren eine Schafherde

diese Spezie tut , was sie immer tat .

So, wie hier beispielsweise erinnerlich, Anfang der 2000er in der Oberlausitz, Sachsen, mit

27  Schafen  in  einer  Nacht

da nun einmal

„ ungemein blutdürstig … Dabei würgt er viel mehr, als er fressen kann … Den Menschen vermeidet er soviel wie möglich;

ein  Weib  oder  Kind  greift  er  wohl  an ,

aber an den Mann gehen in der Regel nur vom Hunger gepeinigte Meuten, nicht leicht einzelne Wölfe.

Er  zeigt  ebenso  große  List , Schlauheit  und  Frechheit

wie der Fuchs … vom Hunger gestachelt, wird er … mutig, tollkühn und trotzt dann jedem Schreckmittel … Gewöhnlich zeigt sich der W. der Sage

diabolisch , bald  falsch  und  boshaft , bald  als  ein  Narr “

(Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., XVI [1890], 721).

Aber das ist natürlich 126 Jahre her. Und so gilt’s unter seinen heutigen Beschützern als ausgemacht :

Gefährlich ?

Der Hund, ja. Der Wolf nimmermehr! Und so er nicht von selbsten geht, wird sein Thema akut bleiben. Verdeutlichend , wie’s diese Spezie hält :

Rein immer , raus nimmermehr .

Diesen  Spieß  umzudrehen  es einsten usus war. Und von Ridinger klipp und klar gekupfert wurde :

Johann Elias Ridinger, Einsprung Wolfsgarten

Der einsprung eines Wolffs Garten. In mondhellem dichten Wald von hohen Palisaden umgebener Raum mit dem Wolf am toten Schaf, zu einem noch auf dem Absprung stehenden zweiten hinaufgiftend. Radierung + Kupferstich. (1729.) Bezeichnet: Avec privil de Sa. Maj. Imp. / I. El. Ridinger inv. pinxit Sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor nebst mehrzeil. dt.-frz. Untertext. 34,4 x 42,8 cm.

Thienemann + Schwarz 40; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885), 1772 (nur als Neuabdruck); Weitz, Aus der Jagdgschichte des Vogelsberges, Museum Jagdschloß Kranichstein, 2006, blattgroße Abb. S. 11.

Das  instruktive  malerisch  schöne  große  Blatt

28 der Fürsten-Jagd-Lust als Ridinger’s erster selbst in Kupfer übertragenen und zudem selbst verlegten, lehrbuchartig konzipierten Jagd-Folge in herrlichem Druck von auch schönster Breitrandigkeit: 3,5-6 cm oben + unten, 8,5-9,5 cm seitlich, dabei im Außenbereich, namentlich unten und rechts, leicht stockstippig. Vereinzelte Kleinsteinrisse im Unterrand säurefrei unterlegt.

„ Es hat diser mit dem einsprung des Saugartens (Blatt 20 der Folge) fast gäntzliche gleichheit … vermercket er seinen arrest, hebt er nach verzehrtem raube und seiner gewohnheit jäm(m)erlich an zu heulen wordurch man in die weise sonderlich des nachts seinen arrest vernehmen, denselben lebendig einfangen oder

mit  grosser  plaisir  zum  Schuß  bringen  kan ,

diese invention ist sehr gut viele miteinander zu fangen, Weydmännische wörter von ihme sind zum theil diese … und dergleichen mehr. “

Angebots-Nr. 15.017 / verkauft

… dann ist auch die Welt in Ordnung .


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(Mr. M. W., from February 3 to March 7, 2011)