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brandfrisch  aktualisiert
den  galoppierenden  Euro-Rettungsmilliardenschirmen
doch  lediglich  hinterherhechelnd …

 

Nur , aber  dennoch ,

das  Fähnlein  Aufrechter  in  der  Koalition

als am 26. Oktober 2011 im Deutschen Bundestag

wieder  einmal

alle  zustimmten

Daumier, Ceci a tué cela

als  Deutschlands  Staatsschulden

erst  so  richtig

außer  Kontrolle  gehebelt  wurden

» Die  spektakulären  Nacht-Verhandlungen  der  EU-Spitzen

haben  keinen  Durchbruch  gebracht .

Die  schwarze  Finanz-Magie ,

mit  der  nun  in  Brüssel  und  Frankfurt

neue  Gelder  herbeigezaubert  werden ,

ist  nichts  anderes  als  ein  Spielen  auf  Zeit

und  das  Unterdrücken  einer  wirklichen  Lösung «

Lidové Noviny

zitiert nach Deutschlandfunk, Internationale Presseschau

29. Oktober 2011

Ihr  habt’s  gewählt !

( zumindest  durften  sie  noch  wählen … )

Honoré Daumier (Marseille 1808 – Valmondois 1879). Ceci a tué cela. Die zu Gott aufblickende Klagegestalt auf die oui’s der Wahlurne weisend. Lithographie. (1870-71.) Monogrammiert, bezeichnet. 24,6 x 19,8 cm.

Delteil 3845, III (von 4) mit Abbildung des 4. Zustandes; Rümann Abbildung 109. – Sorgfältiger Druck auf breitrandigem besseren Papier ohne Rückseitentext und den Actualité-Serientitel ,  vor  dem schwarzen Fleck innerhalb des „oui“ oberhalb der Wahlurne. – Aus 1870/71er Zyklus als

von  der  Literatur  gefeiertem  großen  Altersakkord ,

alles Gegenständliche weglassend und „nur in symbolischen Gestalten Anklage erhebend …

und  in  dem  breiten , ganz  offenen  und  klaren  Strich

ragen  Denkmalen  gleich  mächtige  Gestalten …

Wie  ein  Symbol  der  Ewigkeit  steht  jede  dieser  Figuren …

In denen Daumier sich noch einmal als Plastiker zeigt, ohne indes mit dem plastischen Stil der frühen Jahre etwas gemein zu haben … Aber das Ideal, das einstmals schon dem Jüngling vorschwebte,

verwirklichte  (sich)  in  einer  ungeahnten Freiheit “

(Glaser, Graphik der Neuzeit, 1922).

Letztere er indes nicht zu überzeichnender Entstellung oder Verzerrung nutzte :

„ Man nennt ihn gerne den großen oder gar den größten Karikaturisten. Aber wenn Karikatur absichtsvolle Entstellung der Wirklichkeit ist, dann sind Daumier’s Schöpfungen keine Karikatur … Denn Daumier entstellt nicht, verzerrt nicht, was er sieht. Er sieht, erfaßt die Wirklichkeit und sein genial-unfehlbarer Zeichenstift hält fest, für seine eigene Zeit und für die kommenden Zeiten, wie die Menschen und die Verhältnisse in Wahrheit waren und sind … Und so, wie er sie darstellt, so sind sie. So sind sie auch heute noch, wenn sie auch andere Röcke und Hüte trugen. Wir erkennen sie heute wieder … “

(Richard R. Pokorny in Deutsche Rundschau , Jg. 84, 2 [1958], 163 ff.).

Geschaffen für den Charivari in jener Technik, „als deren größter Meister er im 19. Jahrhundert zu gelten hat“ (Jahn, 1957). Im weich und breit gewordenen Strich, dem die ganz tiefen Schwärzen der frühen Jahre fehlen, an deren Stelle sich nun die gleichmäßige Helligkeit des Plain-air über die Darstellung breitet.

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» Die  europäischen  Schlachtenlenker

hatten  gerade  ihren  Milliardenrausch  ausgekostet

und  bis  zu  1.400  Milliarden  Euro

zur  Rettung  der  Gemeinschaftswährung  erfunden ,

als  sich  der  unvermeidliche  Kater  einstellte :

Diese  Milliarden  sind  nur  eine  Schimäre «

Ronald Barazon

Mit dem Hut in der Hand

Salzburger Nachrichten

29. Oktober 2011

… wo  doch  schon  das  ernüchternd  genug  war —
1730  in  Merry  Old  England — 2011  in  Good  Old  Germany


„ Lieber Herr Niemeyer, Ich freue mich über Ihr selten gewordenes Qualitätsempfinden! Ein einwandfreies Exemplar des Goltzius wäre mir schon auch lieber! MfG “

(Herr M. N., 21. April 2015)