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niemeyer’s

Mai-AHA  —  es  Winttert  weiter

Seien  Sie  dabei , verpassen  Sie  nichts ,

wenn  ein  Frühvollendeter

am  30ten  seinen

260ten

begeht .

Geburtstag  natürlich . Und  München , natürlich .

Joseph  Georg  Wintter’s

260ter !

Schauen  Sie  rein , blättern  Sie  um .

Vor  allem  aber , greifen  Sie  zu ,

geht’s  um  ein  so  schmales  Œuvre  wie  hier .

 

Joseph  Georg  Wintter

1751 München 1789

Kurfürstl.-bayer. Hof- und Jagdkupferstecher
+
Hof-Cammerrat als Ausnahme unter den Hofkünstlern

 

Viel  Gutes  zum  Fenster  hinaus

sprachen  Vätergeneration  +  Altersgefährten  von  ihm .

Leiser  nur

die  heutigen  intimen  Kenner  unter  den  Sammlern .

Zu  klein  ist  sein  Œuvre , zu  selten  sein  Vorkommen .

Und „ wo  zwei  jagen , wird  jeder  nur  halb  satt “
(Löns).

» Dieser  Mann  besitzt  außerordentliche  Fähigkeiten «

Lorenz von Westenrieder , Historiker , Jg. 1748 ,

per 1785er Brief an den Lessing-Freund + Schauspieldichter Christian Felix Weisse

Und  das  war  per  April–AHA  die  Ouvertüre

zum  260ten

Des  Frühvollendeten  Augsprossen-Formierungs-

Joseph Georg Wintter, Augsprossen-Formierung + Kolbenstärke per 10. April (Zeichnung)

und  Kolbenstärke-Befund  per  10. April

(verkauft , nun bayer. Privatsammlung)

als ganz ausgeführte, gleichwohl gänzlich anders betitelte Vorstudie zum Kopf des April-Hirschen als Blatt 5 der 1787er 12blätterigen Radier-Folge Das aufsezen oder Wachsthum des Hirschgeweihes , vgl. Niemeyer 105.

Joseph Georg Wintter, Augsprossen + Kolbenstärke am 10. April (Radierung)

Das aufsezen oder wachsthum des Hirschgeweihes. Katalog mit verkleinerter Wiedergabe der seinerzeit in schwäbische Slg. verkauften 12blätterigen Radierfolge Niemeyer 101-112, II (Nagler 3) von 1787. (1993.) 8 unnum. Bll. Mit 12 Abbildungen der Kupfer und 1 von anderweitiger Radierung abweichender Wintter’scher Zeichnung des in bayer. Privatslg. verkauften Hirschgarten bei Nymphenburg von 1785, alle ganzseitig. OHeftung. mit Wappen-Vignette auf Vorderumschlag (dieser in Rot + Schwarz).

Wohl erstmalige vollständige Wiedergabe dieser auch zoologisch wertvollen Suite, erschienen als Heft 2 der wände der ridinger handlung niemeyer.

Anforderungs-Nr. 13.098 / Schutzgebühr  EUR  10. (c. US$ 11.) + Versand

Zeichnungen
+
Radierungen

ergänzt  um  des  Sohnes  Raphael

12blätterige  1824er  Lithographie-Folge

Thierzeichnungen zur Landschafts=Staffirung

Literatur  zur  Graphik

Jan Hendrik Niemeyer

Joseph Georg , Raphael (+ Heinrich Eduard) Wintter

Das  graphische  Werk

Vorläufiges  Verzeichnis

schriften der ridinger handlung niemeyer 21

2001-2005

» … immer  besser  als  Riedinger «

Wilhelm Gottfried von Moser , Forstcameralist , Jg. 1729 ,

per 1788er Forstarchiv , Bd. IV , SS. 280 ff.

Vom  zarten  Charme  der  groben  Sau

Joseph Georg Wintter, Grobe Sau vor zischelnder Schlange

in  herrlichem  Abdruck  wohl  vor  der  Schrift

Radierung. 1784? 9,9 x 14,8 cm. – Niemeyer 57. – Nagler nicht zuordbar, sofern nicht dessen Sammel-Nummer 21 zugehörig. – Schon nicht mehr in postumer 1821er Sammelausgabe präsent gewesen.

Pate gestanden haben für dieses graphisch ganz delikate Blatt dürfte Ridinger’s 1738er Der Baehr erschreckt (Th. 432 siehe unten), doch

welch  eine „ Leichtigkeit  des  Seins “ hier !

Kompositionsmäßig im übrigen seinem großformatigeren „Wildschwein am Baume“ (Niemeyer 28; Nagler 8, 3) aus 1784 zugehörig. Von früherem Besitzer mit Bleistift bezeichnet „J. G. Wintter 1784 sc.“ sowie von anderer alter Hand „Cat. No. 1299“. – Auf breitrandigem leichten Bütten mit Torso eines typograph./figürl. Wasserzeichens. Im oberen rechten weißen Plattenfeld bzw. Papierrand vier ganz schwache Braunflecken, sonst bestens.

„ Immer  besser  als  Riedinger “ , fand sich Wintter noch zu Lebzeiten vom Forstcameralisten-Papst Wilhelm Gottfried von Moser aus der „berühmten Cameralistenfamilie“ [Heß in der ADB] 1788 im Forst-Archiv [IV, 280 ff.] als mit Jahrgang 1729 einer gewichtigen Stimme der Vätergeneration qualifiziert, nachdem der gleichaltrige Lorenz von Westenrieder (Jg. 1748, Theologe, namentlich aber Historiker; „hat überhaupt ein empfängliches Auge für landschaftliche Schönheiten“ [Höhn]), ihm schon in seinem 1783er „Jahrbuch der Menschengeschichte in Bayern“ höchstes Lob hatte widerfahren lassen, um dann 1785 an den Lessing-Freund und Leipziger Schauspieldichter Weisse zu schreiben:

„ Dieser  Mann  besitzt  außerordentliche  Fähigkeiten .“

Seinen Niederschlag findend schließlich im statement Thieme-Becker’s XXXVI (1947), 79 f.

„ Nächst  Ridinger  der  beste  deutsche  Jagdschilderer  des  18. Jahrh. “,

nachdem aber schon 1909 bzw. 1921 Höhn (Studien zur Entwicklung der Münchener Landschaftsmalerei v. Ende d. 18. u. v. Anfang des 19. Jh.: „einer der frühesten“ innerhalb der „ersten Anfänge der Münchener Landschaftsmalerei“) bzw. Wolf (Die Entdeckung der Münchener Landschaft, abbildend sieben seiner Radierungen) ihn in von der Jagd abgekoppelte Startlöcher versetzt hatten.

Hiesige wieder, wenngleich einem Nebengleis, der Jagd zugehörige Arbeit solchermaßen für sich selbst sprechend. Und zugleich auch diesbezüglich Nagler’s 1851er Anmerkung im Künstler-Lexicon bestätigend, wonach er

„ am  liebsten … jedoch  seine  Studien  auf  dem  Wildanger “ selbst  machte .

Und, fortfahrend, seine „Radierungen sind trefflich und stehen in der Behandlung zwischen jenen von Hollar und Riedinger“. Um schließlich 1863 im Monogramm.-Lexikon (III, Nr. 68) nochmals ausdrücklich auf die Seltenheit dieser schönen Blätter hinzuweisen. Etliche derselben denn heute und hier.

Angebots-Nr. 15.666 / EUR  585. / export price EUR  556. (c. US$ 606.) + Versand

Der  Pate

Johann Elias Ridinger, Der Baehr erschreckt

Johann Elias Ridinger / Der Baehr erschreckt

Radierung + Kupferstich. (1738.) Bezeichnet: J. E. R. fec. / N. 42., Titel wie vor. 18,6 x 14,6 cm.

Thienemann + Schwarz 432. – Blatt 42 (in späterer Ausgabe 71) aus Entwurf einiger Thiere ( „Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copirt“, Th. 1856). – Dürfte Joseph Georg Wintter für dessen Grobe Sau vor zischelnder Schlange von ca. 1784 – siehe zuvor – als Inspiration gedient haben. – Breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe.

Angebots-Nr. 7.300 / EUR  215. (c. US$ 235.) + Versand

Doch  zurück  zu  „ Wintter  ex  Monachi “ …

 

Gezeichnet  –  Zerschnitten  –  Eingeklebt  –  Gerettet

Joseph Georg Wintter, Drei Hirsche

Dem  Meister  hinter  die  Kulissen  geschaut

Achtender , stehend, nach links. Bleistiftzeichnung. Bezeichnet: JW (ligiert) inv. 17(81, überklebt von Seitenstreifen) + (per Unterstreifen überklebt) JGW (ligiert) inv 1781. 230 x 184 mm.

Zehnender , stehend von vorne links. Bleistiftzeichnung. Bezeichnet: JGW (ligiert) inv 1781 / JGW. (ligiert) inv 1781 + (von Oberstreifen überklebt) „Nach Natur gezeichnet von JGWintter den 28 august ao. 1783“. 213 x 201 mm.

Joseph Georg Wintter, Beißende Pferde

Beißende  Pferde , vom Knecht auseinandergetrieben. Hengst in lebhafter Bewegung nach links, einen zweiten, halb verdeckten in die Mähne beißend, derweil sich dieser mit einem Biß in die Vorderhand revanchiert. Von rechts der Knecht mit Rute hinzueilend. Kreide- und Bleistiftzeichnung, der reich schraffierte angreifende Hengst zusätzlich in schwarzer Feder ausgeführt. (Vor) 1781. 268 x 387 mm.

Provenienz

Heinz Grunert

(† 1997)
Zeichnungen aller Schulen + Epochen , japan. Holzschnitte
mit dessen roter Marke „G“ in Quadrat (Lugt 3985) unten links

Drei  sehr  fein  ausgeführte  Zeichnungen  auf  einem  Blatt , recto + verso. – Pferdeseitig sieben Punkte früherer Eckmontage der Hirschstudien, von denen vier noch Reste des blau-grauen Montagepapiers zeigen. Nur einer dieser Punkte indes mit dem Fuß des Knechtes noch unwesentlich die Zeichnung tangierend. Unten Mitte unterhalb der Schattenschraffur dünne Papierstelle von fast unbemerkbar entfernter achter Montagestelle.

Von  Wintter  für die zwei Hirschstudien etwa in der Mitte auseinandergeschnitten. Diese Hälften zudem – offenbar proportionshalber – oben bzw. unten verkürzt worden und in einen Sammelband eingefügt. Aus diesem nach 1783 (s. u.) wohl durch Wintter selbst wieder herausgelöst und mittels Büttenstreifen zusammengesetzt, wobei die fehlenden, indes nicht die Pferdezeichnung betreffenden Partien durch Streifen weiterer Studien – Geweihspitzen bzw. Torso eines neben einem Baumstumpf liegenden Hirschen – ergänzt wurden. Der Büttenstreifen des rechten Zehnenders zudem mit der verdeckten Inschrift

„ Nach  Natur  gezeichnet  von  JGWintter  den  28  august  ao.  1783 “.

Die unterschiedliche Anordnung der Ergänzungsstreifen – links oben, rechts unten – die zeitliche Priorität der Pferdezeichnung belegend. Für Wintter als Retter seiner eigenen Zeichnung spricht die Verwendung weiterer Studienblätter bis hin zu besagtem Streifen mit der 1783er Signatur, ein Vorgehen, das kaum auf einen Sammler schließen lassen dürfte. Solchermaßen aber nicht allein

bezüglich  des  Pferdegeschehens

von  Bewegungsreichtum + unmittelbarer  Kraft

sondern  zugleich  unerhört  einzigartig  reizvoller  Beleg

des  Auf  und  Ab  künstlerischen  Schaffens .

Und wie wir thematisch dem Knecht in dem gleichfalls von rechts agierenden Jäger der hier früher mit Provenienz von Kühlmann und Schäfer durchgelaufenen 1785er Wisenthatz wiederbegegnen, so hat die technische Beschaffenheit des Blattes einen Vorläufer in „Mr. Blaeu makes maps with glue and scissors“ (IMAGO MUNDI XVII, 1963, SS. 96 f. + Falttafeln). Als dieser 1635 nämlich mit Rhein- + Donaukarte dem Konkurrenten Janssonius hinterherhinkte, druckte er flugs von der auf ihn übergegangenen 1590er Deutschland-Wandkarte Rumold Mercator’s die entsprechenden Grobpassagen, um diese dann mit Schere und Kleister zurechtzuwerkeln. Nur in der Deutschland-Ausgabe des Atlasses jenes Jahres so verwendet, ist ein Paar dieser Zimelien hier in den 60ern verhandelt worden.

Angebots-Nr. 28.951 / EUR  1480. / export price EUR  1406. (c. US$ 1534.) + Versand

Joseph Georg Wintter, Drei Hunde

Drei Hunde, darunter Jagdhund + Bulldogge, vor Hundehütte, sich die Knochen streitig machend. Radierung. Bezeichnet: Jos Geo: Wintter inv fecc et excc . 10,9 x 17,5 cm.

Niemeyer 125, II. – Offenbar keiner der Folgen zuordbar, sofern nicht zu Niem. 3-14 gehörig. – Aus der 1821er Ausgabe wie vor.

Angebots-Nr. 15.669 / EUR  268. / export price EUR  255. (c. US$ 278.) + Versand

Joseph Georg Wintter, Ländliche Schloßanlage

Ländliche Schloßanlage sowie Schuppen + Zelt nebst winziger Staffage, jeweils eingefriedet, dazwischen von Fuhrwerk befahrene Straße. Radierung. Bezeichnet: JG: W: inv fec . 6,7 x 8,5 cm.

Niemeyer 13, II. – Aus Nagler 21? – Aus der 1821er Ausgabe wie vor. – Noch mit Plattenschmutz. – Der breitrandige weiße Außenrand zweiseits etwas stockstippig, rückseits etwas mehr.

Angebots-Nr. 13.184 / EUR  50. (c. US$ 55.) + Versand

Joseph Georg Wintter, Georg von Dillis

Die Silhouette des nachmaligen Münchner Galerie-Direktors Georg von  Dillis  (Grüngiebing 1759 – München 1841) auf einer Tafel unterhalb einer Urne, umgeben von Landschaft mit starkem Hirsch + zwei Skizzenbüchern nebst Stift mit, u. a., aufgeschlagenem Hirsch bzw. Hundekopf. Radierung. 14,5 x 9,5 cm.

Niemeyer 128, II; Nagler 1 (Der Hirsch „ist von Winter, das Uebrige von Dillis“). – Aus der 1821er Ausgabe wie vor. – Der breite weiße Rand zweiseits außen etwas stockig.

Nachempfunden dem  „ graphischen  Denkmal“  (Morét)  Th. 974  der  Ridinger-Söhne  für  den  Vater, erscheint die Arbeit angesichts des jugendlichen Alters des „Verblichenen“ (Dillis war maximal 30!) als  eine  Aufmüpfigkeit  der  Folgegeneration  gegenüber  des  Altmeister’s  großem  Schatten .

Angebots-Nr. 14.145 / EUR  118. (c. US$ 129.) + Versand

Der Jäger im Anstand auf den 10-Ender. – Der tot verbellte 10-Ender. 2 Blatt auf 1. Radierungen. (1777.) Blatt 1 bezeichnet: Wintter ex Monachi . 10,6 x 12,8 cm. – Niemeyer 15-16, II; Nagler 10, 1 + 2.

Die  ganz  einzigartigen  Eingangs-Pendants

Joseph Georg Wintter, Jäger im Anstand auf 10-EnderJoseph Georg Wintter, Der tot verbellte 10-Ender

der  6blätt.  stimmungsreichen  frühen  Suite ,

hier in breitrandigen Abdrucken schon besagter 1821er Ausgabe. – Leicht randstockig.

Angebots-Nr. 15.658 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 716.) + Versand

DAS  REICHE  BLATT

Joseph Georg Wintter, Hirschrudel in voller Flucht

IM  BESONDERS  SELTENEN  ERSTZUSTAND  AUF  BÜTTEN

Mit kleiner Staffage eines Professionellen nebst Knaben. Dabei der beglückenden Leichtigkeit der Szenerie und der Fülle von Wachstum (un)übersehbar gleichwohl untergemischt zwei gesplitterte Baum-Vanitates. Radierung. Bezeichnet: JGWintter: inv fecc et exc: Monachÿ 1785 / I. 22,7 x 34,8 cm.

Niemeyer 66, I (von II); Nagler 14 und unbeschadet seines „qu. fol.“ hier und „gr. qu. fol.“ dort zweifellos bereits inbegriffen in seiner Pos. 4, Folge von „Vier Hirschjagden in Parken“ (so auch Weigel, Abt. XIII, 1843, Nr. 12596); Schwerdt 38. Hier denn deren Blatt 1. – Bei 3-5 mm weißem Rändchen (in diesem oben links zwei minimale Einrisse) auf Plattenkante geschnitten. Rechts oben noch in die Bildschraffur reichende dünne Eckstelle mit versorgtem Kleineinriß von früherer Montage, im Wiesenfeld vorm Äser des linken Hirschen bildseits praktisch nicht wahrnehmbare, säurefrei hinterlegte Stoßläsur.

Angebots-Nr. 16.081 / EUR  730. / export price EUR  694. (c. US$ 757.) + Versand

Rinder  der  Crème  de  la  Crème

(Viech=Stücke nach verschiedenen Meistern radiert und verlegt … Hof und Jagt Kupferstecher in München [1783/]1784.) 7 von 8 Blatt der Folge der Rinder. Radierungen. Ca. 13 x 18 cm.

Niemeyer 47-53, II; Nagler 12. – Aus der frühestens 1821 herausgegebenen, nur noch 44 Blatt (von 137, so die hier anderwärts nicht nachweisbare Ausgabe Weigel 21336, davon „Die meisten … sehr selten“; so auch 1863 Nagler, Monogramm. III, 68, zugleich deren Schönheit betonend) vereinigenden Augsburger Sammelausgabe Schwerdt III, 190, a ( „Rare“, 1928 ) auf schwerem Papier, deren herrliche Druckqualitäten die kleinen Auflagen verraten und Schwerdt in Unkenntnis der zeitlichen Gegebenheiten vielfach auf Probedrucke vor der Schrift schließen ließen. – Ohne die Titel-Radierung nach Johann Heinrich Roos.

  1. Die pissende Kuh und die beiden Schafe. Vor Dorfsilhouette. Nach Karel Dujardin (Amsterdam 1622 – Venedig 1678). C. du hortein. inv. fecit / 2 (im Gegensinn) / JGWintter. feit (sic!). 1783. – Das  berühmte  Sujet. – Der breite weiße Rand zweiseits etwas stockstippig.
  2. Die knochige alte Kuh nach links, vor morschem liegenden Baumstamm. Vor Dorfsilhouette. Nach Dujardin wie vor. K. du. jardin. inv. / 3 (im Gegensinn) / JGWintter 1784 .
  3. Die liegende Kuh an Weidengatter nach links. Mit Gehöftsilhouette. Nach Dujardin wie vor. K. du jardin inv. / 4 (im Gegensinn) / JGWintter Fecit 1784. – Im äußeren breiten weißen Unterrand etwas stockig.
  4. Die stehende und die liegende Kuh, jeweils nach rechts. Auf dorfnaher Weide mit dem Kirchturm im Hintergrund. Nach Dujardin wie vor. K. du. jardin inv / 5 / JGWintter sculp 1784.
  5. Der Stier nach rechts auf schönem Plateau. Nach Nicolaes Berchem (Haarlem 1620 – Amsterdam 1683). Berchem. inv. / 6 / JGWintter. sculp. 1784.
  6. Die grasende Kuh nach links und die am Gatter unter mächtigem Baume ruhende, den Betrachter anblickend. Mit Kirche + Gehöftdach zur Rechten. Nach Dujardin wie oben, einläutend  den  Stimmungsreichtum  des  Zenits . K du jardin inv. / 7 / JGWintter. sculp. 1784.
  7. Die beieinander liegenden beiden Kühe inmitten malerischer Hügellandschaft. Nach Jan Both (ca. 1615 Utrecht 1652). Both. inv / 8 / JGWintter sculps. 1784. – Der  herrliche  Abgalopp .

Beispielhaft hier denn seine nahezu vollständige

seltene  Folge  der  Rinder

Joseph Georg Wintter, 2 Kühe nach Dujardin

als  im  schmalen  Œuvre  dieses  Frühvollendeten  einzigen  dieser  Spezie .

Die anklingen läßt, was schon 1909 bzw. 1921 kunsthistorisches Facit war. So Heinrich Höhn (Studien zur Entwicklung der Münchener Landschaftsmalerei v. Ende d. 18. u. v. Anfang des 19. Jh.) mit seinem „einer der frühesten“ innerhalb der „ersten Anfänge der Münchener Landschaftsmalerei“ bzw. Georg Jacob Wolf (Die Entdeckung der Münchener Landschaft), der ihn mit sieben Radierungen dokumentiert.

Angebots-Nr. 15.670 / EUR  980. / export price EUR  931. (c. US$ 1016.) + Versand

Ridinger’s  Brunft-Rivalen  —

Vereint  in  einem

Rufender ungerader 8-Ender zur Brunftzeit. Am bewaldeten Ufer eines angedeuteten Gewässers stehend und nach gegenüber blickend. Radierung. Blattgröße 10,2 x 15,8 cm.

Niemeyer 121. – Vor der Schrift? – Mit meist noch feinem Rändchen um die Darstellung. Nur in der Himmelspartie bemerkbares geglättetes Fältchen.

BESONDERS  SELTENER , HERRLICHER  ABDRUCK  DES  ERSTZUSTANDS

auf Bütten mit dem großen Torso eines figürlichen Wasserzeichens. – Offenbar keiner der Nagler-Folgen zuordbar und auch nicht in die ca. 1821er Augsburger Sammelausgabe eingegangen.

Thematisch  korrespondiert  das  schöne  Sujet  mit  dem  Mitternachtsblatt

Joseph Georg Wintter, Brunfthirsch

der  Ridinger-Folge  der  Vier Tageszeiten der Hirsche

dessen beide Nebenbuhler hier in einem Tier vereint sind.

Angebots-Nr. 15.664 / EUR  730. / export price EUR  694. (c. US$ 757.) + Versand

Joseph  Georg  Wintter

» Nächst  Ridinger

der  beste  deutsche  Jagdschilderer  des  18. Jahrh. «

Thieme-Becker 1947

Der  von  Wölfen  angefallene  ungerade  20-Ender

Joseph Georg Wintter, Hirsch von Wölfen angefallen

kompositorisch wie thematisch eine Trouvaille im Œuvre

Radierung. Blattgröße 11,8 x 15,9 cm. – Niemeyer 127. – Keiner der Folgen zuordbar, sofern nicht zu Niem. 21-24, Hirsche + Sauen, angefallen von Hunden, gehörig. – Auch nicht in die 1821er Ausgabe Schwerdt III, 190, a („Rare“) eingegangen. – Kontrastreicher Abdruck auf festem Bütten. – Unten auf Plattenkante, sonst hart auf Bildkante geschnitten.

Angebots-Nr. 15.665 / verkauft

Joseph Georg Wintter, Katzenkopf

Katzenkopf. Radierung. Bezeichnet: JG Wintter / 1783. I. 4,2 x 3,6 cm. – Niemeyer 7, II. – Aus Nagler 21. – Aus besagter 1821er Ausgabe wie oben.

Angebots-Nr. 13.058 / EUR  40. (c. US$ 44.) + Versand

Joseph Georg Wintter, Löwe, drei Hunde unterrichtend

Der Löwe , die drei Hunde unterrichtend. Radierung. Bezeichnet: JG Wintter inv 1784 . 4,9 x 5,8 cm.

Niemeyer 9, II. – Aus Nagler 21 wie vor. – Lt. Robels, Frans Snyders, 1989, S. 43, war der Löwe neben Affe, Lamm und Schwein eines der auf frühchristl. Quellen zurückgehenden vier Elemente.

Angebots-Nr. 13.057 / verkauft

Joseph Georg Wintter, Zwei Sauen

Die beiden Schweine bei dem Gebäude. Radierung. Bezeichnet: JGW (ligiert).. 1783. / 6. 14,6 x 20,5 cm.

Niemeyer 29, III; Nagler 8, 4, später als Blatt 6 (Niem. 29, II) innerhalb von N. 13 geführt, wie auch hier, gleichfalls aus der 1821er Ausgabe. – Der breite weiße Rand rechts außen stellenweise minimal stockstippig.

Angebots-Nr. 15.663 / EUR  230. (c. US$ 251.) + Versand

Joseph Georg Wintter, Königstiger

Der ruhende junge Königstiger. Nach rechts. Aufmerksam den Kopf hebend. Links hinten bewachsener Felsen. Radierung. Bezeichnet: JG Wintter inv: fecit / 1783 / 3 . 14,4 x 20,5 cm.

Niemeyer 31, III; Nagler 8, 6. – Später als Blatt 3 (Niem. 31, II) innerhalb von Nagler 13 geführt, wie auch hier, indes nun als Niem. 31, III aus besagter 1821er Ausgabe. – Rechts oben im breiten weißen Rand einige schwache kleine Stockflecken.

Angebots-Nr. 15.667 / EUR  430. / export price EUR  409. (c. US$ 446.) + Versand

Joseph Georg Wintter, Leopard

Der nach links verhoffende Leopard. Vor felsiger Gewässer-Landschaft. Radierung. Bezeichnet: JG Wintter invenit et fecit ano. 1784. 14,4 x 20,5 cm. – Niemeyer 35, II; Nagler 13, 4. – Aus 1821er Ausgabe.

Angebots-Nr. 15.668 / EUR  430. / export price EUR  409. (c. US$ 446.) + Versand

» Ein  Bild  muß  klingen

und  von  einem  inneren  Glühen  durchtränkt  sein «

Wassily Kandinsky

Wie  die  Großkatzen  sich

Joseph Georg Wintter, Panther + Löwin

so  hat  Wintter  sie  im  Griff

Panther und Löwin kampfumschlungen. Schwarze Kreide über Bleistiftskizzierung mit etwas Rot für die geschlagenen Wunden. Bezeichnet mit der Kreide unten rechts: JG(ligiert)Wintter inv. 288 x 212 mm.

Bravouröse , bildhaft  ganz  durchgeführte  Studie

in  Anlehnung  an  Ridinger’s  Kupfer

Johann Elias Ridinger, Löwin, von einem Bären überfallen

Die  bei  ihren  Jungen  von  einen  Bären  überfallene  Löwin

Th. 718 (siehe hiesige 15.449), als seinerseits in Kontext stehend zum Löwe-Tiger-Detail des Berliner Ridinger-Öls „Raubtiere und gerissener Hirsch“ (Michaelis, Die Deutschen Gemälde des 18. Jhdts., 2002, Nr. 2272) mit seinem um die Beute kämpfenden (Detail) bzw. sich anfauchenden Tiger- und Löwenpaar.

Hat im Öl der Löwe die Oberhand und erscheint im Kupfer die Stellung der Löwin noch nicht als aussichtslos, so ist deren Geschick bei Wintter letztlich entschieden. So wie hier die beiden miteinander verschlungen sind, richtiger, wie der Panther die Löwin rechtsseits im Griff hält,

kompaktiert  Wintter

die  Szenerie  zu  unerhörter  Dynamik

nicht zuletzt durch seine Beschränkung auf allein den Kampf. Und auf sonst gar nichts.

Und wie so erst die katzenhafte Geschmeidigkeit beider Kontrahenten vorgebend. Entsprechend unnachahmlich abgewandelt auch die Stellung der Hinterläufe der Löwin mit ihrer sich dem Rumpf mitteilenden Streckung! Wie hier noch die letzte Zehenkralle die äußerste Anspannung vermittelt, erinnert in der Tat an von Moser’s besagtes, nicht generell zuzustimmendem 1788er

„ immer  besser  als  Riedinger .“

und eben an von Westenrieder’s 1785er

„ Dieser  Mann  besitzt  außerordentliche  Fähigkeiten “.

Solchermaßen denn auch

mit  den  hier  zusammengeflossenen , vorbildlos  eins  gewordenen  Leibern

etwas  völlig  Neues  entstanden  ist .

Bis  hin  zum  nun

glutvollen  und  den  Betrachter  ins  Visier  nehmenden  Raubtierblick .

Mit meist noch fein(st)em Rändchen um die Einfassungslinie. Drei 15-25 mm tiefe Einrisse im rechten Rand, davon einer marginal noch in die Felsschraffur reichend, durch Velin-Montage beigelegt. Die im weißen Feld ansonsten wahrnehmbare unwesentliche Altersfleckigkeit als Patinabeigabe den Eindruck dieser Zeichnung eher noch verstärkend.

Angebots-Nr. 15.619 / Preis auf Anfrage

» Die  Faszination  des  Entdeckens

ist  überhaupt  nur  gegeben ,

wenn  das  im  Speziellen  geschulte  Auge

die  Qualität  eines  Angebotes  erkennt …

Oft  bietet  die  Zeichnung  die  schönste  Möglichkeit ,

die  künstlerische  Größe  eines  Meisters  richtig  einzuschätzen «

Herbert Girardet in Horst Vey ,

Sammlung Herbert Girardet – Holländische und Flämische Meister ,

1970, Seiten 8 f.

Literaturunbekannte  Folge

des  Sohnes  Raphael

(1784 München 1852)

und  wohl  complett  erstmals  hier  nachweisbar

Thierzeichnungen zur Landschaft=Staffirung

Karlsruhe, Joh. Velten, nicht vor 1824. Qu.-2° (27,5 x 35 cm).
Folge  von

12  Kreidelithographien

(9-20,6 x 21,5-26,5 cm). Ungeheftet in Orig.-Umschlag mit lith. Titel/Autor/Verlag auf dem Vorderumschlag.

Vorläufig Niemeyer Ra 152-155h (bislang Niem. [2001] 152-155 + 182-186). – Nicht bei Winkler (1975) + Nagler (1851). – Der in der Faltung weitgehend aufgerissene und in seinen Oberrändern etwas rissige Umschlag beidseits verstärkt bzw. hinterlegt, sonst unbeschadet gelegentlichen schwachen Anflugs von meist nur stippenhafter Stockigkeit gesamthaft praktisch tadellos. – Auf großem festen, zweiseits unbeschnittenem Velin von sich aus obiger Blatt/Bild-Relation ergebender Breitrandigkeit.

Zwei Blatt wie folgt bezeichnet: C. du Jardin inv: / R. Wintter f. 1824. bzw. N. Berghem pinx / R. Wintter f: 1824.

DIE  HIER  ERSTMALS  BESCHREIBBARE  FOLGE

nachdem im hiesigen Werkverzeichnis an Hand zweier Einzelpartien im Handel nur vage „4 Blatt mit Darstellungen von Kühen aus 1824“ bzw. „5 Blatt mit Darstellungen von Ziegen und Schafen“ verzeichnet werden konnten. Hier denn beide Gruppen zu je sechs Blatt und solchermaßen vermutlich complett. – Nicht zuletzt dank des weichen Kreideduktus

Raphael Winter, Ziegen am Wasser

MALERISCH  SCHÖNE  ARBEITEN

der in immer wieder neuer Stellung und Gruppierung in unterschiedlich reichem Umfeld gezeigten Tiere in ihrer lebendigen Natürlichkeit, dabei nur einmal in Gemeinschaft mit dem Menschen, wo auf Bergplateau sich ein Hirt mit einem Lamm im Arm mit der hingelagerten Hirtin unterhält und ein Schafbock sichtbar intelligent seine Meinung beisteuert. Sehr reizvoll auch das zweite der beiden größten Blätter, auf dem sich einer der beiden Ziegenböcke zwecks Äsung an einem Baum hochstreckt, beobachtet von lagerndem Schaf.

In  all  dem  folgt  Raphael  seiner  ureigensten  Begabung :

„ widmete sich mit Vorliebe der Thiermalerei … sich auch … mit der Lithographie beschäftigte … seine Zeichnungen (sind) ziemlich zahlreich. Sie stehen bei den Kunstfreunden in eben solcher Achtung, wie seine Radierungen. Auch geistreiche lithographische Blätter finden sich von ihm “

(Nagler).

1809 wurde er 1. Lithograph an der von seinem Stiefvater und erstem Lehrer Mettenleiter eingerichteten Lithographischen Anstalt des kgl. Staatsrats und später deren Inspektor. Interessanterweise stammen seine durchweg seltenen und sehr seltenen Folgen sämtlichs aus den frühen Jahrzehnten mit 1831/32 als letzten Daten für solche zweier radierter „Thierstudien“ als Ausbeute seines 1830er Aufenthalts in Italien. Dieser gleichwohl nur schmalen Reihe nunmehr hier + heute eine der Literatur wie überschaubarem Handel bislang unbekannt gebliebene aus der auslaufenden „Inkunabelzeit“ der Lithographie hinzufügen und damit obige vagabundierende neun Einzelblätter hieraus zuordnen zu können, ist Freude + Genugtuung in einem. Und mag als Einladung begriffen werden,

sammlungsbereichernd  zu  erhaschen , was  purer  Zufall  bescherte .

Angebots-Nr. 15.178 / EUR  1730. / export price EUR  1644. (c. US$ 1793.) + Versand

» Wem  die  Kunst  das  Leben  ist ,

dessen  Leben  ist  eine  große  Kunst «

Johann Sebastian Bach

Auch  inhaltlich  von  außergewöhnlicher  Dimension  die  avisierte  Einrichtung  eines

„ CHURFÜRSTLICHEN

Hirsch jagd Parque

ohnweit München “

Patent Maximilian II. Emanuel Kurfürst von Bayern

Patent

Maximilian II. Emanuel Kurfürst von Bayern (1662-1726, Reg.-Antritt 1680)

zur  umfassenden  Verbesserung
der  Wildbestände  und  des  Jagdwesens  in  Bayern .

Geben in Unserer Haupt= und Residentz=Stadt München den 28. Monaths=Tag Maij / im 1717ten Jahr. O. O. + Dr. (1717). Imperial-Folio  (61 x 42 cm). 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale und Oblaten-Siegel. – StaatsBibl. Mchn. 2° Bavar. 960, VIII, 77.

Herrlich  großformatiger + dekorativer ,

aus  zwei  Teilen  zusammengesetzter

Einblattdruck  von  größter  Frische

dank der unwesentlichen mehrfachen Faltung und unbeschnittener Breitrandigkeit mit rückseitigem zeitgenöss. Publikationsvermerk (7. Juli 1717). Mit größerem und kleinerem Wasserzeichen.

Historisch  zunächst  interessant  die Bezugnahme auf das kurfürstliche Interregnum von 1709-1715: „… daß die in Unserer Abwesenheit bekannter massen im gantzen Land ruinirt= und in Abgang gerathene Jagdbarkeiten so vil möglich widerumb auffgerichtet: und hergestellt werden … .“

Sodann  die  in  14  Abschnitten  gegliederten  Maßnahmen  hierzu ,

beginnend mit einem zwei- bzw. einjährigen Verbot des „Jagen  und Pürschen / nach Hirsch / roth= und schwartzen Wildprädt“ auch in den eigenen Revieren. Deshalb „und umb die Jagden im Land zu verschonen / (habe er)

nächst  München  einen  Parque  errichten  lassen ,

wo Wir Unsern Lust nehmen / ohne daß anderwärtig die Jagden durchloffen / und das Wild verjagt werde“. Wobei es sich um den „CHURFÜRSTLICHEN Hirsch jagd Parque ohnweit München, Sambt darin begriffenen lust-Schlösseren Nimphenburg und Fürsten Ried“ handeln dürfte, wie unter Max Emanuels Nachfolger von Johann Baptist Tranner 1734 gezeichnet und von L. Kaufman gestochen worden.

Von den Erb-Jagden innehabenden Landständen wird erwartet, daß sie sich diesem Verbot umso lieber anschließen, als „auff solche Weiß durch die Mehrung zu ihr der Stände bessern Nutzen / Interesse, und mehrern lust / solches widerumb ersetzt und beygebracht werde“. Auch sei die „Außödigung der Jagden hauptsächlichen daher erfolget / daß bißhero weder bey denen Hochjagden noch kleinen Jagdbarkeit / auff die Gejaids=Ordnung / und bißherige erlassene Decreta gebührend gehalten worden“, worauf nunmehr streng geachtet würde.

Auch sei „durch die Flinten vil zuschanden geschossen / und das Wild sehr außgerait“, sodaß „der Gebrauch der Flinten auff all kleines= und Feder=Wildprädt … durchgehends abgeschafft / und verbotten seyn“ solle, „ausser / es wurde … eine nahmhaffte Lifferung zu unserer Hoff=Kuchel … specialiter anbefohlen“. Ausgenommen aber auch jene und deren beauftragte „andere unverdächtige Persohnen … die / vermög der erklärten Lands=Freyheit / und bißherigen Gejaids=Decreten / das kleine Waidwerk auff ihren Güttern / oder sonsten zu exerciren berechtiget“.

Kampf angesagt wird „alle(n) sogenannte(n) Bassets-Chiens-Courants- und Billbotten=Hund(en) / als wodurch das Wild verjagt / und fast gäntzlichen außgerottet wird“. Untersagt wird auch der Gebrauch von „Deck= oder Nacht=Garn“, soweit nicht, wie im Gericht Aichach, ausdrücklich erlaubt worden.

„Absoluté und gäntzlichen abgeschafft / und ernstlich verbotten“ wird die Jagd unter Verweis auf die bestehenden General=Verbotts bis hin zum Decret vom 17. April 1717 „unsere(n) Beambte(n) / dern Schreiber(n) / wie auch … Geistliche(n) / (die deß kleinen Waidwercks gar nicht berechtiget) auch Burger(n) / und andere(n) gemeine(n) unconditionirte(n) Leuth(en) / ja wohl gar Schörgen und Schinder“.

Besondere Verbots-Aufmerksamkeit wird schließlich den „fast überall auff dem Land bey denen Pfarr=Höfen und Würthshäusern … nach gefallen angestellt(en)“ Ziel-Scheiben als einer besonderen Animation namentlich vorgedachter Personenkreise gewidmet, deren Aufstellung außer in den Städten und auf Märkten nur noch den Kavallieren und Land-Ständen zu Recreation und Exercitio auf dem eigenen Gut verstattet ist.

Schlußendlich werden die Holzberechtigten zur Einhaltung der in den Land-Statuten enthaltenen Forst-Ordnung angehalten. – Wie gesagt, ein inhaltlich wie optisch

ganz  aus  dem  üblichen  Rahmen  fallender  Einblattdruck

von der diesen Verschleißartikeln zwangsläufig eigenen enormen Seltenheit. Erlassen schließlich auch noch von jenem Fürsten, dessen Alexander-Verehrung, den jungen Ridinger zu seiner Alexander-Folge inspiriert haben dürfte. Siehe hierzu Heft 15 – Alexander der Große 326 am Hyphasis / Pandschab – , SS. 11-15 der hiesigen Ridinger-Schriften-Reihe sowie Der verharmloste Ridinger. Und zu Maximilian II. Emanuel generell ADB XXI, 22-27.

Angebots-Nr. 28.131 / EUR  910. / export price EUR  865. (c. US$ 944.) + Versand

» Nichts  auf  den  morgigen  Tag  verschieben .

Man  soll  es  heute  tun …

und  nicht  bis  zum  Ruhestand  warten .

Dann  ist  nämlich

das  ganz  besondere  Stück ,

das  ich  gestern

beim  Antiquar  gesehen  habe

weg «

Jean-Louis Dumas-Hermès


„ vielen herzlichen Dank für die Faxübermittlung Ihres Schriftverkehrs mit … Hochinteressant und das Thema (des jagdlichen) ‚Wurstwagen‘ wunderbar anschaulich darstellend! Nochmals vielen Dank! “

(Museum S. B., 23. Februar 2004)