Für Sie einem alten Sammelband entnommen
Auf daß Ihr Jagdjahr
fürstlich werde
Und als Leithund unverändert der bewährte ridinger Sie die Spur halten lasse. Wie er schon die letztjährige, von alten wie neuen Verbindungen gleichermaßen gelegte schöne Strecke verantwortete mit des 25jährigen complett extrem seltenen , kostbaren Hetzjagd-Folge Th. 9-12 als des Jahres begehrtester Trophäe. Sie erinnern sich deren Einstands-Man sieht’s ja nicht … nebst seinem spröden Hinweis auf ein noch zweites Exemplar hiesigen Standards in der Hinterhand. Ersteres sicherte sich denn ganz schnell der erste, dem ein zweiter ganz dicht auf den Fersen war, indes Einzelblätter-Gourmets – apart derzeit noch aufliegend Th. 9 , Auszug zur Jagd , im Erstzustand, gleichwohl unter Fortfall-Beschnitt des Untertextes – vorerst noch auf die Startlöcher verwiesen blieben. Dann der dritte Komplett-Hunter. Der nicht aufzugeben bereit war. Und also, und nicht einmal unfroh, das zweite Exemplar für’s Museum reklamierte. Um nach Empfang zu mailen : „Es sind wundervolle Arbeiten , wir sind sehr begeistert .“
Und so mag sich anstehende nächste Einladung zur Jagd nicht weniger vielversprechend geben. Und mit 31 der 36 Blätter aus des nun 31jährigen Meister’s frühester großer, vor allem nun selbst per Radierung + Kupferstich gearbeiteter und verlegter Folge , seiner ausführlich in den Platten signierter , malerisch schöner
1729er
Vorstellungen der vortrefflichen Fürsten-Jagdlust
oder der
Edlen Jagdbarkeit
aufwarten.
Jener jagdtechnisch so hochimportanten Suite also, deren lehrbuchartig gehaltene reiche deutsch-französische Untertexte Ridinger’s per Vorwort geäußerter, gleichwohl nicht einzuhalten gewesener Intention folgen
„ alle Arten und Manieren des Jagens zu weisen …
auch die Spur oder Fährt , von einem jeglichen Wild …
mithin diesem Wercke eine rechte Vollkommenheit zu geben trachten “.
Darunter denn auch Der Anstand auf Hasen und wie sie von dem Stober Hunde getrieben werden . Diesbezüglich Ihre ridinger händler Ihnen denn auch prompt einen
Eichenbruch
als Trophäen-Zuckerchen à la oben anzustecken geneigt sind. In Form deren für die Übertragung aufs Kupfer bestimmter gegriffelter + rückseits gerötelter spiegelbildlicher Vorzeichnung !!! Siehe anschließend an deren Kupfer Th. 45.
Mit letzterem, doch auch noch zwei weiteren 66-Endern, es natürlich – „unverkennbar niemeyer“, wie wir’s jüngst zu lesen bekamen – noch nicht sein Bewenden hat. Denn die Zeichnung hat Vergangenheit! Die Provenienz eines gentleman, der schon fleißig heranwuchs, als der Meister noch schaffte! Und später „auf jedes Blatt die Initialen seines Namens schrieb“!
Und so sah Veit-Mario Thiede in der Landshuter Zeitung vom 7. August 2003 die seinerzeitige Bad Mergentheimer Ridinger-Ausstellung Der Fürsten Jagdlust :
„ Dass Ridingers Jagdszenen über ihre dokumentarischen Qualitäten weit hinausgehend künstlerisch wertvoll sind, zeigt … Der von Bewunderern als Raffael der Tiere gerühmte Ridinger versteht es unnachahmlich, den Betrachter seiner Schilderungen mitzureißen. Da kann man die helle Aufregung der Jäger und des Personals vor dem gestellten Wildschwein miterleben, während einem das Gebell der Jagdhunde regelrecht in den Ohren dröhnt … “.
Damals nur in temporärer Ausstellung . Hier + heute denn die Besitzchance auf Dauer . Voilà !
Entstammend einem themenspezifischen alten Ridinger-Sammelband unter Einschluß des gedruckten Fürstenlust-Titels, wie lt. Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix 3A, nur bei den von ihm als eben A-Qualität eingestuften Fürstenlust-Exemplaren der Fall ( „Alte Abdrücke mit dem ursprünglichen Titel. Das Papier hat Linien als Wasserzeichen.“ ). So sind denn auch die – jeweils vermerkten – Blätter nur halben Formats (ca. 30 x 23 cm) in Hinsicht späterer Bindung auf eigenen, den sonst durchweg großen Formaten (ca. 34 x 42 cm) entsprechenden ganzen Bogen (40 x 50 cm) abgezogen. Wovon später im Interesse optisch ausgewogenerer Blatt-Proportion Abstand genommen wurde.

Der Anstand auf die Rehe. „Es geschiehet solcher an orten da man ihre Wexel findet und sonderlichs des Herbsts da der Bock aus grosser Geilheit die Rücke oder Geis sehr starck aber vergeblich treibet … wie nun zu solcher Zeit der Bock sehr begierig also lasset er sich durch den Rehe-ruf gar leichtlich herbeÿ locken …“ – Thienemann 37. – Blatt 25.
Angebots-Nr. 15.474 / EUR 1380. / export price EUR 1311. (c. US$ 1844.) + Versand
Wie die Rehe mit Hunden gehetzet werden. „Obwohl die Rehe meistens in dem treib Jagen gebürschet oder mit netzen gefangen werden, so geschihet es doch bisweilen das um sonderlichen lusts willen, sie auch par force … gejagt werden …“ Solchermaßen seltene Darstellung . – Thienemann 36. – Blatt 24 der Th.-Ordnung. – Unwesentliche Quetschspur in Bildmitte, kleiner Braunfleck im frz. Textfeld und säurefrei hinterlegter kleiner Einriß im breiten weißen Unterrand.
Angebots-Nr. 15.473 / EUR 1350. / export price EUR 1283. (c. US$ 1805.) + Versand
Wie die Rehe in Netzen oder Garn gefangen werden. „Es wird in Brüchen moræsten oder jungen Gehölze eine fanghafte Stallung mit nezen gemacht … sie sind 16 Schmoßen meistens hoch, da vor jede Schmoße 3. Zoll gerechnet wird.“ – Thienemann 35. – Blatt 23.
Angebots-Nr. 15.475 / EUR 1290. / export price EUR 1226. (c. US$ 1725.) + Versand

Die in das Netz gefallene Hirsche. „Wan(n) durch den Leithund einige Hirsche bestätigt …“ In dichtestem Forst mit instruktiv großer Netzstellung. – Thienemann 24. – Blatt 12. – Die für die Plattenübertragung verwandte Vorzeichnung hier in den frühen 90ern rheinische Privatsammlung abgegeben.
Angebots-Nr. 15.470 / EUR 1350. / export price EUR 1283. (c. US$ 1805.) + Versand
Der wilde Enten=Fall. Felsenlandschaft mit Wasserfall, darauf Enten. Von den vier Schützen drücken zwei soeben ab, einer legt an und der vierte duckt sich, um nicht gesehen zu werden. Der Hund neben ihm will schon apportieren. – Thienemann 20. – Blatt 8. – Halbformat. – Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels.
Angebots-Nr. 15.463 / EUR 630. / export price EUR 599. (c. US$ 843.) + Versand

Der anstand auf Hasen und wie sie von dem Stober Hunde getriben werden. „Unter so vielen nachstellungen welche der Hase auszustehen hat, ist auch diese der starckesten eine … die rechte manier sie auf solche arth zu jagen ist, wann man … seinen Stober zuvor wohl abgerichtet … Solche Hunde müssen anfangs nur auf junge Hasen eingehezt werden …“ – Thienemann 45. – Blatt 33.
Angebots-Nr. 15.485 / EUR 1250. / export price EUR 1188. (c. US$ 1671.) + Versand
Und als schon avisiertes Zuckerchen hierzu

die für die Übertragung aufs Kupfer verwandte gegriffelte und rückseits gerötelte Vorzeichung in Bleistift und schwarzer Kreide
noch ohne den 3. Hasen ,
auf den einer der Schützen gleichwohl gerade anlegt .
Andererseits fehlt im Kupfer die rückseits der Schützen bei den beiden schon abgelegten Hasen angelehnte Ersatzflinte.
Schöne großformatige frühe , bildhaft durchgearbeitete malerische Zeichnung, die schon frühzeitig ihre eigenen Wege fand und damit nicht 1830 mit dem 32blätterigen (darunter 2 Doppelversionen) Block der Fürstenlust-Vorzeichnungen in den immensen Weigel-Bestand des zeichnerischen Nachlasses des Meister’s gelangte und somit Thienemann (1856, Seite 274, a, „teils in Bister und Tusche, theils in Bleistift und Kreide“, letzteres wie auch anstehend) ebenso unbekannt blieb wie dem Ridinger-Appendix des 1869er Katalogs der nunmehr von J. A. G. Weigel hinterlassenen Sammlung von Original-Handzeichnungen.
Neben nun hiesiger Hasen-Vorzeichnung fehlte Thienemann auch jene der Hatz mit den Windhunden (Th. 46), zu der eine nahezu formatgleiche Detailzeichnung hier in jüngerer Zeit ebenso durchgelaufen ist (bayer. Privatsammlung) wie obige Vorzeichnung der In das Netz gefallene Hirsche, auf der sinnigerweise vor dem Netz zugleich ein schattenhafter Mümmelmann das Weite sucht.
Auf fein strukturiertem schweren Bütten im Sinne Renker’s, Das Buch vom Papier, 2. Aufl., S. 101:
„ Mit dem Fortschreiten der Handfertigkeit in der Herstellung der (Schöpf-)Formen aber nimmt die Veredlung des Geflechtes zu, es wird feiner und feiner. Die Papiere des achtzehnten und des frühen neunzehnten Jahrhunderts zeigen zuweilen ein so feines Rippgewebe, daß man es beim Hindurchsehen kaum mehr zu erkennen vermag. “
Außerordentlich reizvoll die hier nachzuvollziehenden Arbeitsgänge
des Meister’s, der begehrte Blick über dessen Schulter , bei der Übertragung auf die Platte. Neben der rückseitigen Rötelung die hier besonders vielfältige bildseitige Griffelung der wichtigen Passagen, deren Ausfüllung in der Platte frei erfolgte, hier gleichwohl voll ausgeführt ist.
Aus der Sammlung des in London + Butterwick praktizierenden und publizierenden Mediziners Dr. Edward Peart (1756 oder 1758 – Butterwick bei Gainsborough 1824), „Kunstliebhaber in London, legte eine Sammlung von Zeichnungen und Kupferstichen an, und
schrieb auf jedes Blatt die Initialen seines Namens “
(Lugt 891; Nagler, Monogrammisten, II, 1723).
Sein hs. E P. hier denn vorn unten links .
Als optisch sichtbar solchermaßen denn ein
„ begehrenswertes Provenienzexemplar “
(Löffler-Kirchner, Lexikon des Gesamten Buchwesens, Bd. III [1937], Seite 360). Von dessen Hand mutmaßlich auch die rückseitige Beschriftung unten rechts „Ridinger 1750“, letzteres viel zu spät gegriffen ist. „Diese Sammlung ist (per 1822) zerstreut“ worden (Nagler, 1860, fortfahrend). Hieraus denn nun hier + heute des Meister’s frühe Hasenhatz als
eine Ridinger-Trouvaille allerersten Grades .
Zeichnungen seiner Hand in solcher Qualität in puncto Thematik , Ausführung und – Format (!) bedürfen schon längst der Gunst des Augenblicks. niemeyer’s ist stolz, zwanzig Jahre nach obiger zu Th. 24 nun die zu Th. 45 vorlegen zu können. Dabei die seinerzeitige wie die jetzige literaturunbekannte
elitäre Einzelgänger seit praktisch schon des Meister’s Zeit !
Blattkante etwas altersspurig unter leichter Beeinträchtigung des „E“ der Peart-Initiale. Partiell unauffällig etwas stockstippig, im Bildrand unten links ein 3 cm langer schmaler Dreckstreifen, ansonsten von schönem Gesamteindruck.
Angebots-Nr. 15.438 / Preis auf Anfrage
Der Thier=Garten als für „insonderheit rare fleckichte Hirsche oder Rehe“ und niederes Jagdbares mehr. – Thienemann 13. – Blatt 1. – Halbformat.
Angebots-Nr. 15.459 / EUR 590. / export price EUR 561. (c. US$ 789.) + Versand
Die Fuchs=Eisen und Fallen. Deren verschiedene samt 4 Füchsen. – Thienemann 19. – Blatt 7. – Halbformat.
Angebots-Nr. 15.461 / EUR 630. / export price EUR 599. (c. US$ 843.) + Versand
Das umstellte Jagen. „Es ist dieses vorneml. in Teutschland sehr gebräuchlich u. geschiehet auf folgende Weise …“ Die ganze Vielfalt von Auffahrt, Schießhütte, action und Reserven. Im Mittelgrund bricht ein kapitaler Spiegelhirsch zusammen. – Thienemann 22. – Blatt 10. – Zwei säurefrei hinterlegte Kleineinrisse im breiten weißen Rand. – Siehe auch August Wilhelm Graf von Mellin, Versuch einer Anweisung ….
Angebots-Nr. 15.471 / EUR 1250. / export price EUR 1188. (c. US$ 1671.) + Versand
Die Wasser=Jagd. „Ist eine von denen grösten Ergötzlichkeiten grosser Herren, wegen ihrer besonders mühsamen Zurüstung aber sehr kostbar …“ Kulturhistorisch höchst belangreich selbst für das an Jagd-Sujets so reiche 18. Jhdt. bis hin zur Skizzierung als gesellschaftliches Ereignis mittels Weinzapfung. – Thienemann 23. – Blatt 11.
Angebots-Nr. 15.472 / EUR 1250. / export price EUR 1188. (c. US$ 1671.) + Versand

Wie die Hunde an das Horn und Stimme zu gewöhnen. „Gleich wie eine jegliche art Hunde ihre besondere tractation erfordert um solche zu dem jenigen abzurichten dahin sie ihres naturels halben zu applicieren, also haben es sonderlich die Chiens Courans vor anderen nöthig, das sie gleich von jugend auf zu erkantus des Horns und der Stim[m]e des Jægers gewohnet werden …“ – Thienemann 28. – Blatt 16. – Abbildung s. Blüchel, Die Jagd, 1996, Bd. I, Seite 133. – Zwei Kleineinrisse im breiten weißen Unterrand.
Angebots-Nr. 15.464 / EUR 1250. / export price EUR 1188. (c. US$ 1671.) + Versand
Wie die Jagd angeblasen wird. „Wann die Herrschafft auf dem Jagdplatz angekommen versamlet sich die gantze Jägerey …“ Mit Netzen + Tüchern abgegrenzter Platz im Walde, darinnen im Vordergrund rechts die Jagdhütte. Vor dieser zahlreiche Treiber, Hunde und blasende Jäger, alle in Richtung des mit dem fürstlichen Wappen geschmückten Quertuches, das zu Beginn der Jagd fallengelassen wird. Außerhalb der Umzäunung weitere Jäger nebst Hundekoppeln, Kutschen, Reiter, Relaispferde. – Thienemann 25. – Blatt 25.
Angebots-Nr. 15.465 / EUR 1200. / export price EUR 1140. (c. US$ 1604.) + Versand
Wie die Hunde ihr recht bekom(m)en oder gepfneischt werden. „Wan die Jagd vollendet, wird der Hirsch entweder so gleich auf der Stelle oder zu Hause auf gebrochen und zerwircket …“ Und aus dem Bilde hört man geradezu das festliche Halali der beidseits des Jagdherrn gruppierten Bläsergruppen. – Thienemann 29 („Ein Blatt voller Leben“). – Blatt 17. – Kleine Unsauberkeit mittig der ersten beiden Textzeilen.
Angebots-Nr. 15.466 / EUR 1150. / export price EUR 1093. (c. US$ 1537.) + Versand
Der Bæren Fang. „Weilen der Bær ein sehr starckes wildes und wan(n) er verwundet gar grim(m)iges Thier ist, das es in seiner Jagt öffters große gefahr so wol an Menschen Pferd und Hunden setzes, ihme auch mit Tücher oder garnen nichts an zu haben ist …“ In dichtem Wald eine mit Honigtopf geköderte Grube, in die einer der beiden Bären gerade hinabstürzt, indes der zweite brüllend abgeht. – Thienemann 30. – Blatt 18. – Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels.
Angebots-Nr. 15.480 / EUR 1100. / export price EUR 1045. (c. US$ 1470.) + Versand
Der an dem Thiergarten gemachte Einsprung. „Durch solchen wird fremden Wild das Einspringen erlaubet …“ – Thienemann 15 (Oben eine Oeffnung in der Umzäunung, durch welche eben ein Hirsch eintritt, ein andrer und zwei Hirschkühe bemerkt man schon darin). – Blatt 3. – Halbformat. – Leichte Quetschfalte vom Druck her links der Bildmitte.
Angebots-Nr. 15.456 / EUR 590. / export price EUR 561. (c. US$ 789.) + Versand
Ergänzend hierzu als Ridinger-Nachfolge die als Ridinger figurierende hellbraun lavierte schöne Federzeichnung über Bleistift – 242 x 165 mm – eines Eintritts in einen Hirschgartender qualitätvollen Zeichnungs-Sammlung Richard von Kühlmann, Berlin, die bei deren 1959er Auflösung noch fehlte und erst mit dem Abstand einer weiteren Generation zum Verkauf gelangte. Zu einem Rudel von fünf teils ruhenden Kapitalen tritt durch die Öffnung im Palisadenzaun ein sechster. – Auf chamoisfarbenem festen Bütten mit nur wenig bemerkbaren leichten Stockstippen. Von den rückseitigen beiden alten Montageresten in den Oberecken die eine bildseits kaum auffallend sichtbar. – Leichter Lichtrand im Passepartout-Ausschnitt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 12.440 / EUR 885. / export price EUR 841. (c. US$ 1183.) + Versand
Die Schweins Hatz. „Es ist diese eine der lustigsten, aber auch gefährlichsten Jagden indeme ein wild Schwein so gar ein wehrhafftes Thier ist, das es weder Menschen Pferde und Hunde schonet …“ In dichtem Wald „Jäger zu Pferde und zu Fuss, einige blasend. Die Saurüden haben einen starken Eber gepackt, und ein Waidmann fängt ihn eben ab“ (Thienemann 34). – Blatt 22. – Zwei lange, aber versorgte Randeinrisse, die oben noch 5,5 cm ins Laubwerk reichen, unten indes nur das Textfeld und 5 mm der Bildkante betreffen. – Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels.
Angebots-Nr. 15.476 / EUR 730. / export price EUR 694. (c. US$ 976.) + Versand

Wie die Schweine mit Netzen gefangen werden. „Dise arth zu jagen geschiehet wann man viel Sauen miteinander fangen oder lebendig liferen mus. Es sollen aber die neze von viel stärckerem Zeug seÿn als beÿ den Hirschen doch nicht so hoch … zumal die wilde Schweine nicht übersezen, wohl aber mit dem rüßel gerade in der dummheit durchfahren wollen …“ – Thienemann 31. – Blatt 19. – Leichte Quetschfalte in Bildmitte. Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels.
Angebots-Nr. 15.477 / EUR 1290. / export price EUR 1226. (c. US$ 1725.) + Versand

Wie auf die Schweine angestanden wird. „Wann ein Jäger das Schwein mit dem Leit Hund eingekreiset, führet er seinen Herren an den jenigen orth zu des Schweins Lager, welcher sich so dann mit einem guten Pürschrohr oder starcken Sau Stuzen versiehet …“ – Thienemann 33. – Blatt 21. – Schmaler ockerfarbener Streifen bis an unterste Textzeile reichend. Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels.
Angebots-Nr. 15.479 / EUR 1350. / export price EUR 1283. (c. US$ 1805.) + Versand
Der Einsprung an dem Sau Garten. „Es ist dieser Sau fang alleine vor solche Herrschafften zu gebrauchen, welche nicht grosse und weite oder zum aufenthalt der Schweine bequeme Waldungen haben … wan[n] nun die brunfft zeit herbeÿ komt (werden) sie … bis zu dem einsprung mit eichlen malz oder wild obst gekirrt …“ – Thienemann 32. – Blatt 20. – Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels.
Angebots-Nr. 15.478 / EUR 1290. / export price EUR 1226. (c. US$ 1725.) + Versand
Wie der Tachs mit der Hauben in seinem bau zu fangen. „… wan[n] dan[n] der Tachs des abend oder nachts aus seinem bau gegangen … es soll aber der jenige welcher die Leine von der TachsHauben hat wohl acht auf derselben bewegung haben, das er nicht vor der Zeit zuziehe …“ – Thienemann 43. – Blatt 31. – Von Halbmond, Sternen + Laterne in herrliches Hell-Dunkel getauchte Szenerie. – Säurefrei hinterlegter Kleineinriß im breiten weißen Unterrand.
Angebots-Nr. 15.482 / EUR 1200. / export price EUR 1140. (c. US$ 1604.) + Versand
Wie die Hasen mit Netzen gefangen werden. „… weydmännisch von ihme zu reden sagt mann. Der Haß ist geschwind, er schreyt, laufft, fährt, rammelt, setzt, raumt, weÿdet, wird gehetzt, zerrissen und gestreifft.“ – Thienemann 44. – Blatt 32. – Bis an die unterste Textzeile reichender Randeinriß säurefei versorgt.
Angebots-Nr. 15.483 / EUR 1100. / export price EUR 1045. (c. US$ 1470.) + Versand

Wie die Hasen mit Windhunden gehezt werden. „Wie vergnüegt diese Jagt seye ist denen welche solche practicieren am besten bewust … sie gehen gerne berg auf oder laufen auf steinigte harte wege das ihnen die Hunde nicht so wol nachsetzen kön(n)en … (und) macht er ihnen durch viel wendung rucksprung und andere arglistigkeit so viel zu thun das sie ihme schwerlich zu raumen kriegen und nach viel gemachten boßen doch sein Leben erhält.“ Dynamische Jagd zu Pferde und zu Fuß in Hügellandschaft herrlichen Hell-Dunkels unter großflächigem Regenbogen. – Thienemann 46. – Blatt 34. – In jüngerer Zeit hier durchgelaufene autonome Detailzeichnung der dem Hasen vorn links nachsetzenden beiden Windhunde jetzt in bayerischer Privatsammlung.
Angebots-Nr. 15.484 / EUR 1300. / export price EUR 1235. (c. US$ 1737.) + Versand
Zurück in heimischen Revieren
Die Wolffs=Falle oder Grube. „Gleichwie der Wolff ein sehr gefrässiges hungeriges und listiges Thier ist, also wird von guten Weydmän(n)ern seine schlaue List mit Gegenlist …“ In gebirgiger Landschaft vier Wölfe, erwartet von drei im Anstand liegenden Jägern und ihrem Wolfshund. – Thienemann 18. – Blatt 6. – Halbformat.
Angebots-Nr. 15.462 / EUR 590. / export price EUR 561. (c. US$ 789.) + Versand
Kapitales Zeichnungs-Unikat der Frühzeit von höchster Güte

Der Wolff in der Grube zu fangen mit dem Schafe
Lavierte Tuschpinsel- und Bister-Federzeichnung.
Rückseits mit Graphit hs. bezeichnet wie vor. 292-295 x 422-423 mm.
Malerisch ganz vollkommen durchgeführte , herrliche Arbeit
als Ursprungszeichnung vor deren zwecks Plattenübertragung seitenverkehrter Umzeichnung für die gleichnamige Radierung Th. 41 als der großen Version der beiden Fürstenlust-Wolfsgruben-Blätter und vermutlich – vgl. Thienemann SS. 273 + 274, a 41 – dem sich auf den Ridinger-Nachlaß stützenden importanten, indes nur unzulänglich beschriebenen Weigel’schen Bestand entstammend. Bei der in Kreide und Bleistift ausgeführten, einzeln genannten Variante 492 des 1869er Weigel-Katalogs – auf der 1890er Versteigerung bei Wawra als Nr. 102 – der eine der Wölfe offenbar noch nicht in die Falle geraten.
Mit welcher Vielfältigkeit Ridinger seine Kupfer vorbereitete, belegen neben den Arbeiten zu Th. 41 z. B. auch die zu der hochformatigen kleineren Version der Fürstenlust-Wolfsfalle – Th. 18 – hier nachweisbaren vier Varianten, die bei äußerlich gleichartiger Gestaltung sich inhaltlich unterscheiden. Drei derselben mit 1728 datiert, davon zwei, darunter eine hierselbst durchgelaufene, zusätzlich mit Januar.
Hiesiges Blatt entstammt der
„ Gruppe der Malerischen “,
jener in den 70ern peu à peu aufgelösten hochkarätigen westfälischen Sammlung, mit der neben u. a. Skizzen und Probedrucken auch eine Reihe ganz außerordentlicher zeichnerischer Unikate, so auch ein 9er Block zu den Fangarten + der Fürstenlust – davon drei in die international glanzvolle seinerzeit schweizerische Privatsammlung gingen –, auf den Markt zurückfand, deren bilddominierend ungemeiner Reiz von ihrer Lavierung bestimmt wird. Deren Technik der Meister die ganze Fülle malerischer Lichtwirkung und Kontrastierung bewunderungswürdig abzugewinnen verstand .
Solchermaßen ausgearbeitete Blätter
in Verbindung mit einer Graphik
zählen auch im Ridinger-Œuvre
heute zu den größten Seltenheiten .
Auf leichtem Bütten mit umlaufend bis zu 17 mm breitem Rand. – Stecknadelkopfkleines Löchlein, geglättete Längs- und Querfalte und gesamthaft etwas zeitspurig, die Bildwirkung indes praktisch nicht beeinträchtigend. Vom früheren Unterlagekarton ganz schwach durchgeschlagene Stockflecken bis auf einen nur rückseits wahrnehmbar.
Angebots-Nr.15.450 / Preis auf Anfrage
Wie der Wolff auf das Luder gebracht wird. „Unter vielerley arten ist auch der besten eine dieses räuberische Thier auszurotten …“ – In malerischem Winterwald „ist der Hinterschenkel eines crepirten Pferdes etwas hoch aufgehangen, so dass ihn Wölfe nur durch Springen erreichen können. Dies hat nun einer von den drei herbeigelockten gethan, aber schon knallen die im Hinterhalt verborgenen [drei] Schützen los“ (Thienemann 39). – Blatt 27. – Säurefrei hinterlegter Kleineinriß im breiten weißen Unterrand.
Angebots-Nr. 15.481 / EUR 1100. / export price EUR 1045. (c. US$ 1470.) + Versand
Der einsprung eines Wolffs Garten. „Es hat diser mit dem einsprung des Saugartens fast gäntzliche gleichheit … vermercket er seinen arrest, hebt er nach verzehrtem raube und seiner gewohnheit jäm(m)erlich an zu heulen wordurch man in die weise sonderlich des nachts seinen arrest vernehmen, denselben lebendig einfangen oder mit grosser plaisir zum Schuß bringen kan, diese invention ist sehr gut viele miteinander zu fangen …“ In mondhellem dichten Wald von hohen Palisaden umgebener Raum mit dem Wolf am toten Schaf, zu einem noch auf dem Absprung stehenden zweiten hinaufgiftend. – Thienemann 40. – Blatt 28. – Von abweichend ganz besonderer Breitrandigkeit: 3,5-6 cm oben + unten, 8,5-9,5 cm seitlich, dabei im Außenbereich, namentlich unten und rechts, leicht stockstippig. Vereinzelte Kleinsteinrisse im Unterrand säurefrei unterlegt.
Angebots-Nr. 15.017 / EUR 970. / export price EUR 922. (c. US$ 1297.) + Versand

Die Hirsch Brunfft. „Dise geschihet im Septembris“. – Thienemann 26. – Blatt 14.
Angebots-Nr. 15.468 / EUR 1380. / export price EUR 1311. (c. US$ 1844.) + Versand

Das Brunst Schiessen. „Es ist dieses noch eine arth zu jagen der alten Teutschen … wann dann solche geschehen solle, mus der Forstmeister sich wohl erkundigen wo solche Hirsche stehen, ob sie fruehe oder spath auf die Brunst antreffen, wo ihre Gänge und Wexel seyen …“ – Thienemann 27. – Blatt 15. – Oben rechts der volle Mond.
Angebots-Nr. 15.467 / EUR 1480. / export price EUR 1406. (c. US$ 1978.) + Versand

Die Par-Force Jagd. „Solche geschiehet mit par force Hunden, zu Pferd … es wird der Hirsch nach belieben des Principals von der Jagd lange und zwar nach der Fahrt getrieben, biß er sich endlich gantz ermüdet dem Jäger und Hunden ergeben muß … da den[n] die Hunde von dem Edlen Hirschen abgeruffen oder weggethan, der Hirsch so dan zerwirkt, und die Hunde ihr Recht davon bekom[m]en, und also gepfneifft werden.“ – Thienemann 21. – Blatt 9. – Vgl. auch Fr. Lacomb(e), Encyclopédie méthodique.
Angebots-Nr. 15.469 / EUR 1380. / export price EUR 1311. (c. US$ 1844.) + Versand
Des Edlen Hirschen Alter. „Daß ich indessen … die Figuren von des edlen Hirschen Alter etwas grösser als die andern vorgestellet, ist es allein darum geschehen, seine Natur und Art desto besser zu exprimiren …“. Präsent je ein Hirschkalb , Spiesser , Gabler , 6, 8, 10, 12ender und ein Stück Wild. – Thienemann 14. – Blatt 2. – Halbformat. – Feines Fältchen in oberer Bildmitte, 2 hinterlegte kl. Randeinrisse.
Angebots-Nr. 15.457 / EUR 730. / export price EUR 694. (c. US$ 976.) + Versand

Das bestetten des Edlen Hirsches mit dem Leithund. „Der Jäger, so einen Edlen Hirsch bestetten will, soll sich des morgens frühe aufmachen, und mit seinem Leithund gen Holz ziehen, de(n)selben an dem hengseil kurtz oder lange, nachdem es erfordert …“ – Thienemann 16. – Blatt 4. – Hinterlegter Kleineinriß im breiten weißen Oberrand.
Angebots-Nr. 15.458 / EUR 730. / export price EUR 694. (c. US$ 976.) + Versand

Das mit Flammen=Schnüren umstellte Jagen. „Es ist dieses so wol vor Hoch als Niederes Wildpreth erfunden, damit man ohne sonderliche Kosten und vieles Zeugs sich eine angenehme Freude mit wenig Leuten und nur einem Leithund …“ – Thienemann 17. – Blatt 5. – Siehe auch das Lappen-Exemplar innerhalb der Roten Serie.
Angebots-Nr. 15.460 / EUR 730. / export price EUR 694. (c. US$ 976.) + Versand
„ Greetings from your Italian friend and Beethoven collector … Please inform me … “
(Sign. L. B., December 10, 2005)

