Pardon voraus , daß niemeyer’s dieses Mal etwas hinterherhinkt, erging doch die Meldung von der vom Europaparlament verboten gewünschten Werbe-Hausfrau schon zu Anfang September. Doch gemach, einem geistig beweglichen Kleinstaaterei-Absolutisten wie dem hessisch-darmstädtischen Landgrafen Ludwig VIII. die honneurs zu erweisen, genoß hier im Oktober einfach Priorität gegenüber Fensteröffnung von wegen weitere Freiheiten zu ersticken drohendem jüngsten brüssel-europäischen Krähwinkelmiefs.
Hier und jetzt denn also frei nach Marquis Posa vor Philipp II. im inquisitionsgeschüttelten Spanien des 16. Jahrhunderts in Schiller’s Don Carlos
Geben Sie Brüssel-Europa

seinen mütterlichen Herd zurück ,
unseren Frauen ihre Weiblichkeit .
Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Maria mit dem Kinde. Schabkunstblatt von sicher Johann Jacob Ridinger (1736 Augsburg 1784). Bezeichnet: I. El. Ridinger excud. Aug. Vind. 62,6 x 44,8 cm. – Schwarz 1520 als dem EINZIGEN LITERATUR-NACHWEIS und solchermaßen praktisch ein Nahezu-Unikat in adäquat herrlichem Zustand wie für die alten Schabblätter für sich schon eine Rarität.
Angebots-Nr. 13.187 / verkauft
Welchen Werten also wohl mögen sich die 132 – davon nur 110 mit rückgratigem klaren Nicht-mit-uns – europaparlamentarischen Mehrheitsabweichler verpflichtet gefühlt haben, daß ihnen abgestandene 68er Brühe nicht als Dernier-Cri-Wertkost-Delikatesse aufzuwärmen war ? Oder gedachten sie einfach des Sterbelieds Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg (1633-1714), des selbst praktizierenden Schirmherrn der Wissenschaft und Künste
„ Erlös (uns) Herr … es ist genug !
Nimm von (uns) die Beschwerden “.
Darf Maria also auch zukünftig noch gezeigt werden , ohne daß Philipps grausamer Brüsseler Statthalter Alba, seinen inquisitorischen Büttel schwingend, verbotene Hausfrauen-Werbung wittert? Darf auch nachfolgendes noch illustriert werden, was die Kunst absolutistischer Zeiten undrangsaliert als selbstverständlich abbildete,

die zufriedene Frau
Femme de qualité Dansant. Kupferstich von Jean-Baptiste Bonnart (? 1654 Paris 1726) bei Henri Bonnart (1642 Paris 1711) in Paris. Bezeichnet: Chez HBonnart, rue St. Iacques au Coq, avec priuil, ansonsten wie vor. 27,9 x 18,8 cm. – Allgemeines Künstler-Lex. XII, 572 (J.-B. Bonnart). – Prachtvoller Abdruck .
Angebots-Nr. 15.279 / verkauft
bei ihren

häuslichen Beschäftigungen ,
James Ward (London 1769 – Cheshunt 1859). Industrious Cottagers / Les habitantes industrieuses de la Chaumière. Spinnende und klöppelnde Frauen und Mädchen. Im Vordergrund links am Fenster die spinnende junge Frau des Hauses. Kolor. Schabkunstblatt von William Ward I (1766 London 1826). Bezeichnet: Painted by J. Ward. Painter & Engraver to H.R.H. the Prince of Wales. / Engraved by W. Ward. / Pub. March. 2. 1801. by Messrs. Wards & Co. No. 6. Newman Street. London., ansonsten wie vor. 49,3 x 59,1 cm.
Grundy 515 + Farbtafel. – Nicht im Ward-Verzeichnis bei Nagler. – Titel in engl.-franz. Paralleltext. – Die etlichen hinterlegten kleinen Randeinrisse nur vereinzelt bis an bzw. in den weißen Plattenrand reichend. Schwache Stockstippen im weißen Unterrand. – Auf festem Bütten.
Angebots-Nr. 14.405 / EUR 1630. / export price EUR 1549. (c. US$ 2110.) + Versand

der Kinderpflege ,
Alexander Chisholm (Elgin ca. 1792/3 – Rothesay 1847). Saturday Night. Die Mutter, den kleinen Sohn badend, den sie zunächst noch auf dem Schoße hält, um das Wasser zu prüfen, das die schon etwas größere Tochter in die Badeschüssel gießt. Stahlstich. Ca. 1850. Signiert, bezeichnet. 19,5 x 13,3 cm.
HAUPTWERK CHISHOLMS (Thieme-Becker) von 1837. – Badeszenen dieser Art sind recht selten.
Angebots-Nr. 5.996 / EUR 50. (c. US$ 68.) + Versand

beim Einkaufsschwatz ,
Antoinette Cécile Hortense Victoirie Lescot, genannt auch, wie hier, Mme. Haudebourt L. (1784 Paris 1845). Le Marchand. Junge Italienerin beim Leinwandhändler. Lithographie von Gottfried Engelmann (1788 Mühlhausen 1839) nach der Zeichnung von Antoine Jean Weber (1797 Paris 1875) in Paris. (1823.) Bezeichnet: Mme. Haudebourt Lescot pinxt. / Lith: de G. Engelmann. / Weber delt., Titel wie vor. 42,7 x 32,1 cm.
Nagler, Weber, 10. – Eines der seltenen Blätter des Textilhandels von auch technischem Interesse, als Engelmann den Steindruck unmittelbar bei dessen Erfinder Senefelder in München erlernt und 1816 in Paris eingeführt hat. – Einige hinterlegte Einrisse im breiten weißen Rand.
Angebots-Nr. 12.180 / EUR 445. / export price EUR 423. (c. US$ 576.) + Versand

bei Wellness
Caspar Netscher (Heidelberg 1639 – Den Haag 1684). Eine Dame am Putztisch. Stahlstich von Albert Henry Payne. 3. V. d. 19. Jhdts. Bezeichnet: Caspar Netscher pt. / A. H. Payne sc. / Verlag v. A. H. Payne, Leipzig., ansonsten wie vor. 19,2 x 13,2 cm.
Angebots-Nr. 11.848 / EUR 46. (c. US$ 63.) + Versand

und Lustbarkeit ?
Quadrille Dancing, Moulinet – Elegances of. Kolor. Radierung. Ca. 1820. Monogramm., bezeichnet. 25 x 35 cm.
Mit der Adresse von J. Le Petit in Dublin. Ein Pendant hierzu – La Poule – auf Papier von W. Pickering & Co. von 1816 abgezogen. Das Platten-Monogramm des Zeichners vorliegenden Blattes nicht auszumachen.
Angebots-Nr. 12.186 / verkauft
Voilà , sie mögen kommen . Nein, nein, hier + heute zunächst zumindest noch einmal nur
die Frauen + Mädchen

aus Fleisch und Blut
von nebenan .
Adolf Tidemand (Mandal, Norwegen, 1814 – Kristiania 1876). Der Morgenbesuch. Die junge Frau mit dem noch verschlafenen Kind auf dem Schoß, den Erzählungen der Nachbarin lauschend. Auf dem Tisch der Kaffeekessel auf dem Stövchen nebst Geschirr. Stahlstich von J. Heawood. C. 1850. Bezeichnet: Ad. Tidemand. / J. Heawood sc. / Druck u. Verlag d. Englischen Kunstanstalt v. A. H. Payne, Leipzig & Dresden., ansonsten wie vor. 16,3 x 17,1 cm.
Angebots-Nr. 14.171 / EUR 40. (c. US$ 54.) + Versand
Gönnen Sie sich ihren Anblick ,

erfreuen Sie Geist + Sinne ,
die Synthetikerinnen werden Sie noch früh genug anöden. So, wie 504 von 636 Brüssel-Europa-Abgeordneten es Ihnen aufzuoktroyieren wünschen. Darf’s noch etwas Brüssel mehr sein ?
Hier denn also Geist + Sinne , Fleisch + Blut . Und zustänndig hierfür natürlich auch …
Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Cythera-Dame („Frech und doch galant. Im Hintergrund liegt am Ufer einer bergigen Landschaft ein Zweimaster unter Segeln, Watteau’s Cythera-Schiff ! Schabkunstblatt. Bezeichnet: I. El. Ridinger excud. A. V. 48,8 x 35,4 cm.
Schwarz (1910) 1471 + Tafel II, XXX; Gräflich Faber-Castell (1958), 162.
Nicht bei Thienemann (1856) + Stillfried (1876) und all den andern Spezialisten. Hier heißt’s einfach: Beschreibung anfordern oder gleich runterladen !
Angebots-Nr. 28.408 / Preis auf Anfrage
Sorry , Brussels ,

doch so erfüllt
kann Hausfrauenleben sein .
Und trotzdem auf dem qui vive
Haben’s doch auch schon Alba in seine inquisitorischen Löcher gejagt .
Gabriel Metsu (Leyden 1629 – Amsterdam 1667). La Riboteuse Hollandoise. Radierung und Kupferstich von Jean Daullé (Abbeville 1703 – Paris 1763). Bezeichnet: Peint par Metsu / gravé par Daullé gravr. du Roi 1761. / Du Cabinet de Monsieur Peilhon Secretaire du Roi. / A Amsterdam, chez Pierre Fouquet Junior., ansonsten wie vor. 42,1 x 29,7 cm.
Nagler IX, 198 + III, 283; AKL XXIV, 2000, 380. – Mit Wortmarken-Wz. – Von Nagler den „vorzüglichsten Werken“ Daullé’s zugeordnet. Und Véronique Meyer im AKL:
„ Sowohl im Portr.- als auch im Genrefach nimmt D., v. a. bei radierten Partien, gelegentl. Unterstützung in Anspruch, bes. vom Freund Johann Georg Wille, von Jacques Dumont und Georg Friedrich Schmidt … Im Nachlaß-Inv. sind neben Zchngn und Büchern 81 Kupferplatten verzeichnet, von denen Jacques-François Chéreau zw. 1770 und 1778 einige erwirbt “
Angebots-Nr. 15.282 / EUR 590. / export price EUR 561. (c. US$ 764.) + Versand
Ne , ne , Sie heutigen Damen vom sozialistischen Heile , auch hier gelten – aktualisiert + abgewandelt – Günter Neumann’s Insulaner dreiste weiter, nämlich
Krippen sind ja janz scheen ,
nur die leiblichen Mütter müßten in ihnen stehn .
Gesellschaftsverbesserern zeigt’s auch hier der Augsburger Altmeister . Mit seinem

Vernachlässigter Haushalt
Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der vernachlässigte Haushalt. Der über dem Essen am schrägstehenden Tisch eingeschlafene Junge zur Linken, dessen Brei die Katze schleckt, die das Baby versorgende Amme zur Rechten. In Schräglage auch die Kaffeekanne auf dem Bord. Foliant, Blockflöte + Würfel als zusätzliche Vanitates. Schabkunstblatt von Johann Jacob Ridinger (1736 Augsburg 1784). Bezeichnet: Ioh. Iacob Ridinger sculps. / Ioh. El. Ridinger excud. Aug. Vind., ansonsten wie nachfolgend. 40 x 45,3 cm.
Schwarz 1473 + Tafel II, XXXII; Mörgeli + Wunderlich, Über dem Grabe geboren – Kindsnöte in Medizin und Kunst (zur gleichnamigen Ausstellung im Medizinhistorischen Museum der Universität Zürich), 2002, innert Säuglingsernährung, S. 196 nebst Abb. – Nicht bei Thienemann (1856) + Stillfried (1876) und mit Ausnahme von Baron Gutmann (Schwarz, 1910) + Gräflich Faber-Castell (1958) hier auch anderwärts nicht nachweisbar.
Alt per Eckmontage auf besonders breitrandiges schweres Bütten aufgelegt, welches an zwei Außenrändern angebräunt ist. – Rechts mit durchgehend, unten teilweise mit feinem Rändchen, ansonsten meist auf Plattenkante geschnitten. – Mit dt.-latein. Vierzeiler:
„ Der große Junge schläft . Die Am(m)e puzt das Kind .
Die Kaze frist vom Brey , da sie unnachtsam sind .
Sieht man nicht im(m)erdar besorgt auf seine Sachen ;
So wird ein andrer sich dieß bald zu Nuze machen . “
Zehn Jahre wirkte der Meister als Assessor am Evangelischen Ehegericht . Da konnt’ er Einblicke tun !
Das druck- und erhaltensmäßig herrliche Exemplar
einer gepflegten Sammlung von in allen Partien nuanciert leuchtendem Hell-Dunkel. Und solchermaßen von ganz außerordentlicher Seltenheit nicht allein am Markt, sondern technisch bedingt generell.
Angebots-Nr. 28.409 / EUR 1994. / export price EUR 1894. (c. US$ 2580.) + Versand
„ Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung … mein Ridinger-Problem ist durch andere Vergleiche vorerst gelöst. Dennoch bin ich sehr positiv überrascht über Ihren professionellen (JayAitchDesign) Internet-Auftritt, den ich sicherlich bald einmal nutzen möchte. Mit besten Grüßen “
(Herr M. M.-P., 17. Januar 2009)

