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» Die letzten Schauprozesse waren ein großer Erfolg.
Es wird weniger, aber bessere Russen geben. «

Ernst Lubitsch, Ninotschka, 1939

Die  Menge  aber  schrie

Ans  Kreuz  mit  ihm ,
ans  Kreuz  mit  ihm !

Tausend  Jahre  aber  sind  vor  Ihm  wie  der  Tag ,
der  gestern  vergangen …
wie  eine  Wache  in  der  Nacht .  Eben .

Und  ward  eine  Finsternis

über  das  ganze  Land

 

Die  größte  der  Ridinger’schen  Kreuzigungen
vor  dem  Hintergrunde  dessen
was  Jerusalem’s  Unvergänglichkeit  ausmacht

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). In manus tuas com(m)endo Spiritum meum et hæc dicens expiravit. Luc. 23. Die wolkenverdüsterte Karfreitagsstunde Christi am Kreuz vor breit gelagertem Tempelberg mit auch der Klagemauer. Links des Kreuzes die von Johannes gestützte zusammenbrechende Maria, liegend zu Füßen desselben Magdalena. Schabkunstblatt von Johann Jacob Ridinger (1736 Augsburg 1784). Bezeichnet: I. N. R. I. am Kopf des Kreuzes / Ioh. Iacob Ridinger sculps. / I. El. Ridinger excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 63,3 x 45,1 cm.

Johann Elias Ridinger, Christus am Kreuz

Provenienz

Gräflich Faber-Castell

deren Ridinger-Versteigerung 1958
Lot-Nr. 167

Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen

(1922-2004)

Schwarz 1492 nebst Abb. II, Tafel XLII; Wend, Ergänzungen zu den Œuvreverzeichnissen der Druckgrafik, I/1 (1975), 155 (Schriftvariante); Faber-Castell 167.

Nicht bei Thienemann (1856) , Stillfried (1876) , Weigel, Kunstlager-Catalog, Abt. I-XXVIII (1838/57) , Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885; „ von grösster Reichhaltigkeit … [viele Seltenheiten] “) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Reich auf Biehla (1894; „ Von allen [R.-Slgn.], welche seit langer Zeit [verhandelt wurden], kann sich keine in Bezug auf Vollständigkeit und Qualität auch nur annähernd mit der vorliegenden … messen … besonders die Seltenheiten und unbeschriebenen Blätter, welche in reicher Anzahl vertreten sind “) , Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 1900) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940).

Von kontrastreichem Hell-Dunkel – herrlich das Spiel des von oben einfallenden Lichts – bestimmter schöner schwarzer Druck mit typograph. Wz. (WANGEN?) bei umlaufend 1,5-2 cm breitem, dreiseits stockstippigem Rand, gleichwohl gesamthaft wenig bemerkbar leicht stippig und dubliert. Die zuvor geglättete Mittelfalte noch leicht sichtbar.

Das  außerordentlich  seltene , größtformatige  Blatt

aus der Reihe der neun Kreuzigungen, neben anstehendem hier nachweisbar nur im Exemplar Schwarz (Slg. von Gutmann, 1910, von diesem aber schon 1903  nicht  mit der Sammlung Horn erworben) sowie einer hier in den 90ern durchgelaufenen Variante. Entsprechend denn auch schon 1856 (!) Thienemann generell:

„ Die  Schwarzkunstblätter  sind  im  Handel  fast  gar  nicht  mehr

… zu bekommen … sämmtliche von und nach Joh. El. Ridinger gefertigte (sind) so selten, dass sie fast nur in einigen öffentlichen, grossartigen Kupferstichcabineten zu finden sind. Ich habe die meisten der beschriebenen nur in dem berühmten Dresdner Cabinet angetroffen … “ (selbst dort fehlend denn aber hiesiges)

(Seiten VIII + 270).

An welcher Situation auch etwaige Neuauflagen wenig zu ändern vermochten, da die sich technisch bedingt extrem schnell abnutzende Schabplatte nach Urteil des Praktikers Sandrart (1675) nur 50-60 gute Abdrucke ermöglicht.

Hier  denn  das  Exemplar  Gräflich  Faber-Castell

(dessen Sammlungs-Untersatzkarton zwischenzeitlich entfernt). Die Szenerie selbst schließlich

von  großer  Kraft  und  bildlicher  Schönheit …

„ Und  ward  eine  Finsternis  über  das  ganze  Land “

Angebots-Nr. 14.862 / EUR  1175. / export price EUR  1116. (c. US$ 1217.) + Versand

Und  nuancenreich  das  von  oben  einfallende  Licht

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). In manus tuas com(m)endo Spiritum meum et hæc dicens expiravit. Luc. 23. Der nach rechts aufblickende alleingelassene Christus in seiner wolkenverdüsterten Karfreitagsstunde am Kreuz, an dessen Fußende

Totenschädel + Gebeine , fortwirkend  zischelnde  Schlange + verlockender  Apfel

als bezugreiche Gesellschaft. Breit dahintergelagert der Tempelberg mit linksseitiger Anschlußlokalität. Schabkunstblatt. Bezeichnet: I. N. R. I. am Kopf des Kreuzes / I. El. Ridinger excud. A. V., ansonsten wie vor. 51,7 x 39,2 cm.

Johann Elias Ridinger, Christus am Kreuz

Provenienz

Gräflich Faber-Castell

deren Ridinger-Versteigerung 1958
Lot-Nr. 136
auf dem Untersatzkarton

Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen

(1922-2004)

Th.-Stillfried (1876) + Schwarz (1910) 1408; Faber-Castell 136; Wend, Ergänzungen zu den Œuvreverzeichnissen der Druckgrafik, I/1 (1975), 153.

Nicht bei Thienemann (1856) , Weigel, Kunstlager-Catalog, Abt. I-XXVIII (1838/57) , Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885, wie oben) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Reich auf Biehla (1894, wie oben) , Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 1900) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940).

Kontrastreicher schöner schwarzer Druck – nuancenreich  das  von  oben  einfallende  Licht – mit WANGEN-Wz. wie für zeitgenössische Abzüge stehend mit umlaufend 7-10 mm Rand. In der linken Hälfte, optisch von der Schabtechnik überspielt, leicht wellig und gesamthaft bildseits wenig bemerkbar stippig. Ein rundweg schöner Gesamteindruck gleichwohl gewahrt.

Hier  denn  das  Exemplar  Gräflich  Faber-Castell

einer der neun Ridinger’schen Kreuzigungen in ihrer immer wieder anderen Geschehens-Fascination.

Angebots-Nr. 14.863 / EUR  890. / export price EUR  846. (c. US$ 923.) + Versand

Eine  Kreuzigungsszene  von  ganz  seltener  Intimität

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Consummatum est. Vor der Silhouette Jerusalems der sterbende Christus am Kreuz, herabblickend nach links auf Maria, zur Rechten Johannes, beide stehend, die Hände gefaltet und aufblickend. Am Fuß des Kreuzes Totenschädel. Schabkunstblatt. Bezeichnet: I. N. | R. I. am Kopf des Kreuzes / Consummatum est. / I. El. Ridinger excud. Aug. Vind. 56,7 x 42,3 cm.

Johann Elias Ridinger, Christus am Kreuz

vor  der  Silhouette  Jerusalems

Provenienz

Gräflich Faber-Castell

deren Ridinger-Versteigerung 1958
mit deren Lot-Nr. 109
auf dem Untersatzkarton

Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen

(1922-2004)

Vergleiche  Thienemann 1274 (ungewiß als unter Verlust des Titel-/Signaturstreifens beschnitten) + Schwarz 1274 (56 x 39,2 cm, Schriftabweichung „CONSUMATUM EST.“ + „J. Elias … exc. …“). – Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 2002 ( „Sehr selten“, 1885, ohne Zustandsangabe ); Faber-Castell 109 (ohne Beachtung des „mm“ bei Consummatum).

Nicht bei Weigel, Kunstlager-Catalog, Abt. I-XXVIII (1838/57) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Reich auf Biehla (1894, wie oben) , Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 1900) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940).

Unbeschriebene  (?)  Variante

zu  Schwarz  1274

des  stimmungsvoll-zarten  großen  Blattes

fern aller Dramatik in sehr schönem Druck mit wohl WANGEN-Wz. bei umlaufend 1-1,5 cm breitem Rand und unbeschadet seiner Zeitspurigkeit – perfekt geglättete Knitterfältchen über das ganze Blatt, dünne Papierstellen, einige stecknadelfeine Löchlein, Sporfleckchen im unteren Bildfeld – von optisch rundweg sehr schönem Gesamteindruck.

Hier  denn  das  Exemplar  Gräflich  Faber-Castell

einer  Kreuzigungsscene  von  ganz  seltener  Intimität

mit  dem  herrlich  nuanciert  von  oben  einfallenden  Licht .

Angebots-Nr. 14.861 / EUR  956. / export price EUR  908. (c. US$ 990.) + Versand


“ The prints arrived safely. What is your return policy? My boss, doesn’t like the images, which I understand is subjective (– probably in reaction on the 11th September –) and no reflection on the condition or any representations you made. Sorry to bother you with this ”

(Mrs. A. P., September 26, 2001)