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Mit  Volldampf  ins  Neue  Jahr

Thomas Landseer, Tax Cart

Eine  Regierung  tobt  sich  aus

 

Thomas Landseer
1795 London 1880

Tax  Cart

Mit  qualmenden  Achsen

gezogen  von  lechzendem  Mastiff

Der Wagenlenker als menschlich gekleideter Affe. Radierung. (1827/28.) Bezeichnet: Tho Landseer, ansonsten wie unten. 16 x 20,1 cm.

Rümann, Das Illustrierte Buch des 19. Jhdts., Leipzig 1930, SS. 99 ff.; Nagler 1; Thieme-Becker XXII, 305.

Auf besonders breitrandigem, schwerem Papier. – Fast nur im rechten weißen Außenrand ganz schwach stockfleckig. – Mit Zweizeiler aus Thomas Moore’s (1779-1852, „Ireland’s National Bard“) 1819 unter dem Pseudonym By One of the Fancy erschienenen Tom Crib’s Memorial to Congress:

„ Ya – hip my haerties!

here  am  I .

That drive the Constitution Fly. “

(„Der juristisch geschulte Verstand, der in der Lyrik Moores bisweilen stört, feiert indes seine größten Triumphe in satirischen, oft politischen, auf Tagesereignisse bezüglichen Gedichten“ mit namentlich den Tories „mit dem ihm eignen beißenden Witz“ als Zielscheibe [Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., XI, 1889, S. 787]. Sein Tom Crib’s … innerhalb des Moore-Bandes V der Reihe British Satire 1785-1840 bei Pickering & Chatta, London 2003.)

Schöner Abdruck auf großem Papier aus der berühmten Monkeyana-Suite, einem der nur wenigen frühen und somit typischen Werke Landseer’s von nach 180 Jahren in Deutschland

unerhört  abgabenerhöhend  dölmernder  Aktualität

„ … unter  dem  System  der  Leute  von  der  (gemeinschaftlichen)  Linken “.

„ Daß man Thomas Landseer

nur  nach  solchen  Illustrationen  beurteilen  darf ,

beweist ein kleines Büchlein mit Holzschnitten, die so gut wie nichts von seinem Geist fühlen lassen “.

Ab 1827 geschaffen, erschienen die einschließlich Titel insgesamt 25 mit Untertexten aus Klassikern versehenen Radierungen lieferungsweise (The English Catalogue of Books: Januar bis Dezember) 1828 bei Moon, Boys & Graves in London in drei Ausgaben: Normalausgabe in Quart, Ausgabe auf größerem Papier in groß-4° sowie als Ausgabe mit Zustandsdrucken, gleichfalls in groß-4°. Daneben Exemplare auf aufgewalztem China.

Im übrigen qualifiziert Rümann unter anderem :

„ Viel  bedeutender  war  Edwins  Bruder  Thomas  Landseer  … in den zwanziger Jahren trat er selbständig mit einer Serie von 25 Blatt hervor, die 1828 unter dem Titel ‘Monkeyana’ … erschienen … Technisch  sind  seine  Radierungen  meisterlich , nicht minder

bewundernswert  ist  die  geistige  Beherrschung  des  Stoffes .

Mit … scharfer Beobachtung versetzt er das bürgerliche Leben seiner Zeit ins Affenleben. Sein Spott ist beißend, fast bösartig. “

Und Stechow resümiert souverän :

„ Affen  haben  Künstler  seit  jeher  fasziniert “

(Pieter Bruegel, Köln 1977, Seite 76).

„ Der Affe als das dem Menschen ähnlichste Tier spielt seit der Antike in der Kunstgeschichte eine wichtige Rolle.

Als  figura  diaboli ,

als  Symbol  der  Sünde  und  des  Sündenfalls ,

als  Narr , als  Vanitasfigur

kommt er in unterschiedlichstem Zusammenhang vor … (A)uch der übliche religiöse Bezug in der Sinngebung des Affen als

des  in  seiner  Leidenschaft  für  weltliche  Dinge

verstrickten  Menschen … “

(Hella Robels, Frans Snyders, München 1989, Seite 43).

Später widmete sich Thomas Landseer lieber vorwiegend der Wiedergabe der Tierdarstellungen des Bruders Sir Edwin.
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Wer aber dem Lebensgemenge mit seiner anstehenden schärferen Würze in schöpferischer Neugier auf den Fersen zu bleiben vorzieht, der wird nur zwanzig Jahre später in den Nachwehen der deutschen 1848er Revolution ausgerechnet bei einem allem Aktionismus eher unverdächtigen Förster erneut affenfündig, welcher am 28. Februar 1849 per Leserbrief an sein Wochenblatt (siehe unten) in Sachen

„ … unter  dem  System  der  Leute  von  der  (gemeinschaftlichen)  Linken

… hat (es) keinen Vortheil erlangt bei dieser (koalitionären) Löwentheilung …

die  Gemeindeschulden  und  Lasten  (mehrten)  sich  schreckenerregend .

Seit dem März haben sich täglich 20 bis 40 Meister aus der Gewerbesteuer=Rolle streichen lassen, und wer früher 10 Gesellen hielt, arbeitet jetzt allein. Die Zahl der Bauleute ist auf die Hälfte gefallen … Zwanzig Handwerker und Künstler waren in der Nationalversammlung, 27 Kaufleute und Fabrikanten und – 121 Rechtsgelehrte,

die  nichts  von  Handel  und  Wandel  verstehen ! “

der Berliner Regierung ins Stammbuch schrieb :

„ … hatte ich lange mit Betrübniß gehört und gesehn,

wie  man  das  Volk  gleich  einem  Bären  bei  der  Nase  herumführe ,

um  auf  seinem  Nacken  und  Kopfe  Affen  tanzen  zu  lassen

… und es auf Kommando zu üben … . “


So wie ich Ihnen denn auf lediglich kalendarisches Kommando hin zum Jahreswechsel alles Gute und für die Abgabenschlitterpartien vor allem Hals und Beinbruch wünsche, will heißen, Gesundheit und jene innere Gelassenheit, die dem Allotria auf dem Lenkerbock so unendlich viel voraus hat. Mit anderen Worten:

kraftspendende  erfüllte  Stunden  in  und  mit  Ihrer  Sammlung .

 

Herzlichst

Ihr lüder hainfried niemeyer
buch-und kunstantiquar

 

(Wochenblatt, Gemeinschaftliches, für die Königl. Preuß. Landräthlichen Kreise Aschersleben , Calbe , Mansfeld und die angrenzenden Herzogl. Anhalt. Lande. Jg. XXXI. Hrsg. v. C(arl) F(riedrich) Haller. Aschersleben, Druck Gebr. Haller, 1849. Kl.-4°. 412 (st. 422) SS. Marmor. Ppbd. d. Zt. mit rotem Rückenschild. Verblaßter Grünschnitt.

Der per redaktioneller Beiträge + Leserzuschriften für die

1848er  März – Revolution

noch wichtige 1849er Jahrgang dieses gleichwohl nicht kostenlosen Vorläufers unserer heutigen Anzeigenblätter, hier in der ursprünglichen Mittwochs-Ausgabe, der des guten Erfolges wegen ab Herbst 1848 eine samstägliche Ausgabe zur Seite gestellt worden war.
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Und  sollte  Ihnen  nun  für 2007  zu nicht erlahmender Vergegenwärtigung des Ihnen angetanen Neujahrstorts ein – nahezu – monatlich wechselnder , hier gleichwohl höchst charmanter Vertreter obiger Zunft nur zu willkommen sein, bietet Ihnen der 300jährige Altmeister der Tierdarstellung  Johann  Elias  Ridinger  seine Dienste umso lieber an, als er gemeinschaftlich mit Hamburgs Dichter-Senator Brockes mit seiner Folge der Kämpfe reißender Thiere betroffenen politischen Spitzen aller Zeiten sein von seinen Konsens-Exegeten geflissentlich übersehenes Fanal für Freiheit und Menschlichkeit entgegenschleuderte.  Oculi , hier  kommn’  sie  schon :

 

Zehn  Tafeln  Affen
oder  doch  ihnen  verwandte  Thiere …

Folge von 10 Blatt. Radierungen mit Kupferstich nach Vorlagen Dritter und eigener. Variierend signiert. 31,6-32,2 x 21,1-21,7 cm.

Thienemann + Schwarz 541-550; Weigel 28 A/B; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1896 ( „Selten“, 1885! ); Coppenrath II, 1555 ( „Selten“, 1889! ); Reich auf Biehla 136; Gg. Hamminger 1667 ( „Seltene Blätter“, doch nur deren vier hieraus!, 1895! ); Helbing XXXIV, 1155; Schwerdt III, 141, f.; Gräflich Faber-Castell 58 ( nur deren 7!, davon eines bis zum Plattenrand beschnitten, 1958 ); Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, III.14-III.16 mit 2 Abb. – Herausgegeben ohne Titelblatt mit der „Bestimmung  colorirt  zu werden und sich dem großen Werke Ridinger’s anzureihen“,

gelten  für  die  1. Ausgabe  –  wie  hier  –  generell  nur  schwarze  Abdrucke .

Erst später, so Thienemann weiter, seien die Platten zwecks Kolorierens „verkleinert worden, und (auch teilweise textlich) etwas verändert den colorirten Tafeln einverleibt“. Dies dann sicher seitens der Söhne Martin Elias + Johann Jacob, die das vom Vater nicht mehr vollendete kolorierte Thier-Reich um 1768 abschlossen. Gleichwohl sind auch von jener 2. Ausgabe als unabhängig gebliebener Eigenfolge kolorierte Exemplare weitestgehend unbekannt geblieben und werden auch nicht von Weigel erwähnt (28, A-E). Dennoch lief ein solches als extreme Ausnahme 1972 hier durch.

Vorliegendes Exemplar mit allen von Thienemann + Schwarz beschriebenen Merkmalen der Erstausgabe, doch diesbezüglich nur teilweise korrespondierend mit Weigel. Erstdruck-Kriterien sind für letzteren die einzeilige Unterschrift in Deutsch-Französisch sowie das Fehlen „der Einfassungslinie an beiden Seiten und … der geschwungenen oben. Diese Abdrücke scheinen ursprünglich zu dem Original-Thierwerk bestimmt gewesen zu sein.“ Die zweiten Abdrücke seien dann „mit den Einfassungslinien und veränderten Unterschriften, sowie mit Nummern versehen“.

Analog zu Thienemann + Schwarz weist auch hiesigerseits nur Blatt 1 eine 3zeilige Unterschrift auf, die Blätter 2-10 die einzeilige als einem Weigel-Merkmal für die Erstdrucke. Sämtliche Blätter indes mit Einfassungslinie + Nummer als lt. Weigel Kriterien der Zweitdrucke. Da sich andere Exemplar-Beschreibungen hierzu nicht äußern – nur Schwerdt III, 141, f vermerkt für sein Exemplar aus der Sammlung des Earl of Fife die Numerierung – bedarf es auch hier somit weiterer Vergleichsuntersuchungen.

Für die zeitliche Abfolge der (kolorierten) Tafeln der späten Jahre gewährt anstehendes Exemplar der Affen neben den schon oben erörterten Variationen auch papiermäßig einen interessanten Rückschluß. Abgesehen von dem nur auf die Linien als Wasserzeichen beschränkten Blatt 3 zeigen alle übrigen die von bekannter großer Wappen-Marke begleitete WANGEN-Schriftzeile samt „FAI“ (bekannt auch „FIAT“) auf vorangehender Eigenzeile, wobei in dem „A“ ein kleines „v“ ruht. Das Papier selbst in seinem Gewicht von schwer bis sichtbar leichter in Richtung feinen Holland-Büttens variierend. Eingedenk der noch von Ridinger selbst im Vorwort zu den 1770 postum erschienenen kolorierten Hauptfarben der Pferde gemachten Anmerkung zum Papier ( „wegen der feinen Illumination auf holländischen Papier veranstaltet worden, weil es hierzu das anständigste und beste ist“ ), erweisen sich denn auch papiermäßig die hier anstehenden Affen als erscheinensmäßig an erster Stelle stehend. Denn sichtbar war Ridinger schon hier um ein möglichst feines Papier bemüht, wie es die WANGEN-Mühle offensichtlich indes nur bis zu einer gewissen Leichtigkeit fertigen konnte. Sodaß er für Thier-Reich und Hauptfarben auf holländisches Papier von C & I HONIG auswich.

Dank Kopfgoldschnittes die einstige Zugehörigkeit zu einem montagefreien Sammelband vermutend lassend, sind Druck- und Erhaltensqualität nahezu bestens, geht das Blattformat mit 43,5 x 29 cm über das des Earl of Fife bei Schwerdt mit nur 41,5 x 28 cm hinaus. Also 3,5-4 cm für die Seiten, 3-5 für oben + 7-8 unten. Nur Blatt 1 mit zwei längeren hinterlegten Randrissen, davon der obere den weißen Plattenrand tangierend, und leichter Altersschmuddeligkeit namentlich im Unterrand. Sonst generell im äußersten Unterrand und in der rechten Unterecke leicht fingerfleckig. Die Überschrift des 4. Blattes „CEBVS“ samt, partieweise, der Seiten- und Obereinfassung im Druck etwas schwach. Kleiner Braunfleck im Zweigwerk des 6. Blattes.

Die Folge – radiert nach wohl Jakob Jele (Süddeutschland 2. H. des 16. Jhdts.), Karl Wilhelm de Hamilton (Brüssel 1668 – Augsburg 1754), Lazarus Röting (1549-1614), Sir Hans Sloane (1660-1753), London, sowie auch eigener Zeichnung – gehört zu den seltensten des Meisters. Sie fehlte über Jahrzehnte der umfassendsten unter den derzeitigen Versammlungen, in die sie erst in den letzten Jahren nach hiesigem Teilerwerb der legendären Marjoribanks Folios Baron von Gutmann’s Eingang fand. Doch auch das nur 7blätterige Exemplar der immensen Gräflich Faber-Castell’schen Kollektion hatte bis zu deren 1958er Auflösung nicht komplettiert werden können. Und schon auf der 1889er Versteigerung Coppenrath war sie als „selten“ qualifiziert worden.
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Doch  auch  der  Fabel  geben  sie  die  Würze

Mit seinen um 1744 und (die vom Ältesten, Martin Elias, 1731-1780, auf die Platte übertragenen seltensten Bll. 17-20) nach 1767 im Format von ca. 33,5 x 25-26 cm in der Mischtechnik von Radierung + Kupferstich erschienenen Fabeln

„ verfolgte Ridinger ein typisches Ziel seiner Epoche. Eine ‚Verbesserung der Sitten‘ durch die moralische Wirksamkeit der Kunst hatte – freilich auf ganz andere Weise – der mit Ridinger fast gleichalte William Hogarth in seinen Gemälden und graphischen Blättern versucht … Doch während Hogarth und Chodowiecki durch satirische Bildfolgen, wie ‚Das Leben eines Lüstlings‘, 1735 … ihren (gleichen) Vorstellungen Geltung zu verschaffen suchte, knüpfte Ridinger an die – ihm besonders gemäße (nämlich, so er selbst, ‚von den eisgrauen Zeiten des Alterthums an‘) – Tradition der Tierfabel an “

(Stefan Morét, Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, Seite 96).

Darüberhinaus zugleich aber auch, einen neuen Bildtypus kreierend, einmal mehr Tradition und Feld hinter sich lassend. Denn, so Ulrike Bodemann in Metzner-Raabe (Illustr. Fabelbuch, 1998, Bd. II, 123.I)

„ Keine  Ähnlichkeiten  mit  bisher  bekannten  Fabelillustrationen .

Riesige Bildformate werden fast völlig von der Darstellung eines zentralen Moments der Fabelerzählung gefüllt. Umgebung meist dichter, urwüchsiger Wald .“

Und Regine Timm, ebda., Bd. I, Seite 171 :

„ Ridinger hat in seinen großen Tafeln … zwar pflanzliches Wachstum oder auch Felsbrocken manchmal bildbestimmend in seine Illustrationen einbezogen, aber ohne dekorative Absicht. Die Pflanzen und Felsen bedeuten das Dickicht, die menschenferne Waldeinsamkeit, in der sich die seltsamen Geschichten unter den Tieren zutragen. “

Die große geistige Verwandtschaft mit dem bereits erwähnten Hogarth übrigens auch unmißverständlich zum Ausdruck kommend in Garricks Epitaph für diesen:

„ Whose  pictured  Morals  charm  the  Mind ,

And  through  the  Eye  correct  the  Heart.“

Zeitlich in diesem Zusammenhang interessant, daß 1726 jenseits des Kanals John Gay, berühmt-berüchtigt für seiner „Beggars Opera“ (Brecht, Dreigroschenoper!), mit seinen „Fables“ „das Bedeutendste (vorgelegt hatte), was bisher von englischen Dichtern in dieser Gattung geleistet worden war “ (Meyers, a. a. O., VI, 960/II).

Ridinger’s generelles Fabelbild denn also ein höchst gewichtiger Meilenstein innerhalb des „rund 900 Ausgaben (ausmachenden) Grundcorpus illustrierter Fabelbücher“ bis hin zu Chagall’s 200 Jahre späterem Lafontaine-Folio mit seinen 100 Radierungen als geradezu einem Schlaglicht für die Unsterblichkeit der Fabel-Illustration.  Hier  denn  Ridinger’s  fabelhafte  Fabel-Affen :

Und  weist  mit  den  Fingern  nach  ihm

Das Alter ohne Verstand wird durch Kindisches bezeugen verächtlich. Der ob seines großen Bartes von den Tieren

zum  Abgeordneten  gewählte  Ziegenbock

benimmt sich darob so geckig, daß er „theils Gelächter, theils Unwillen erregt. Dies stellt der Künstler trefflich dar. Der Dachs wälzt sich vor Lachen, der Hirsch, das Pferd, der Fuchs lachen höhnisch, der Tiger, die gestreifte Hyäne und der Luchs

bemerken  ernst  die  Thorheit  ihrer  Wahl  und  nehmen  sie  zurück .

Der Affe aber weist mit den Fingern nach ihm“ (Th.). – Th. 773. – Blatt 9 der Folge.
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Doch  der  Kater  vergißt  sich

–  und  muß  später  dran  glauben

Tückische Schmeicheley wird endlich entdeckt und zu schanden. Zwei Hunde, Äffchen, Kater und Papagei bevölkern die Stube eines reichen Müßiggängers. Da vergißt sich der Kater zum Schrecken aller und umschmeichelt das Gefieder des Papageis. Dran glauben muß später der Kater. – Thienemann 776. – Blatt 12 der Folge.
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Ein  Affe  mimt  den  Thronwürdigen

und  alle  sind  es  zufrieden  …

Pracht und Herrlichkeit macht niemand gescheider. Ein Affe mimt den Thronwürdigen und Hirsch, Ziegenbock, Bär, Wolf, Hase, Ridinger-Hund und andere säugende Biedermänner sind es zufrieden. Doch der listige Fuchs läßt den Kater zum Verführer werden und den Affen „Allen höchst lächerlich“.

Johann Elias Ridinger, Pracht und Herrlichkeit macht niemand gescheider

Thienemann 777. – Blatt 13 der Folge. – „… entschlossen, einen Affen zu krönen, der sich auf den Königsthron geschwungen, mit goldner Kette und prächtigen Decken geschmückt … hat. Aber der listige Fuchs vereitelt das thörichte Unternehmen, indem er den Kater beauftragt, einen zierlichen Korb, mit den lockendsten Früchten gefüllt, herbeizuholen und an die Stufen des Thrones zu tragen. Sobald der … Affe (dieselben) erblickt, fällt er aus seiner Rolle (und) stürzt … herab … “. Damals also. Damals und im naturvernünftigen Tierreich dazu bedurfte es somit nur einiger Früchte. Heute dagegen und, allerdings, im Humanbereich, wird selbst hanebüchener MwSt.-Aufschlag zwar zunächst viel bezetert, doch rechtzeitig zum Tage welchem glatt thronerhaltend wegkonsensiert. „Ein  sehr gelungenes  Blatt“, urteilte Pastor Thienemann 1856.
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Was „ vernünftiger  Leute  Verachtung  verdient “

Thörichte Einbildung auf fremde Schönheiten verdient vernünftiger Leute Verachtung. Zebra, Affe und Papagei reisen zusammen in ein Land, von dem sie meinen, daß dort alles Fremdländische hoch im Kurse stünde. Entsprechend beprahlen sie sich gegenseitig vor Pferd, Kuh und Schaf. Und sehen sich bei diesen mit vernünftigen Ansichten konfrontiert. – Thienemann 783. – Blatt 19 der Folge, gelegentlich der Vorzeichnung (schwarze Kreide; Weigel, 1869, Nr. 384) von Ridinger als „Fabel 29.“ bezeichnet. – Das dritte der von Martin Elias gearbeiteten vier seltensten Blätter der Folge.
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“ Hello again! It arrived this morning – everything fine and ready for framing! Thank you for your kind assistance. Best regards ”

(Mr. J. R. L., May 25, 2005)