Hundert Jahre Unabhängiges Norwegen
Gratulation aus Deutschland
und dankbares Gedenken
für jahrzehntelanges Wirken in Dresden
des „bis heute größte(n) Landschaftsmalers Norwegens“,
Johann Christian Clausen Dahl
(Bergen 1788 – Dresden 1857, 1934 umgebettet nach Bergen),
hier denn
Arbeiten des Tiermalers Siegwald Johannes Dahl
(1827 Dresden 1902)
des Sohnes aus der Ehe mit Emilie von Block, der Tochter des ehem. Kustos des Grünen Gewölbes, die bei dessen Geburt stirbt. 1847 gemeinsame Reise von Vater + Sohn nach Paris, um letzteren „in die Künstlerwelt einzuführen“. 1850 malt dieser den Vater in ganzer Figur (Museum Bergen), ein radiertes Porträt folgt 1854.
(Thieme-Becker VIII, 1913, 270 ff. + 274 f.)
Rehbock im Winterwald
Öl auf Holz. Bezeichnet: Siegwald Dahl 1880 (unten rechts) + Siegwald Dahl, Dresden Blasewitzer Str. 1. (rückseits oben). 54,5 x 63,5 cm. Unter schwerem, reichst ornamentiertem 12 cm breiten vergoldeten Rahmen d. Zt.

Literatur
Boetticher, Malerwerke des 19. Jhdts., Dahl, 49
( „Rehbock im Winter“ ).
Ausstellung
Dresden, Kunstverein, 1880.
Das literaturdokumentierte stimmungsvolle Bild, von Dahl 1882 für die Verlosung des 1867 von Carola von Sachsen, Gemahlin König Albert’s von Wettin (1833-1907, Tochter des österreich. Feldmarschalls Prinz Gustav Adolf von Wasa + der Prinzessin Luise von Baden), zunächst namentlich für die Verwundeten des 1866er Krieges gegründeten Albert-Vereins (Rotes Kreuz) gestiftet.
Schon als 37jähriger Ehrenmitglied der Dresdner Akademie, war Siegwald Schüler seines Vaters, des Tiermalers Joh. Frdr. Wilh. Wegener und 1843/45 der Dresdner Akademie. „1851 besuchte er London, wohin Edwin Landseer ihn zog, wiederholt Paris und besonders Norwegen , die Heimat des Vaters, die auch ihn zu mehreren Kompositionen anregte“ (Boetticher 1891).
„ D. ist in erster Linie Tiermaler; seine norwegischen und deutschen Landschaften stehen schon technisch hinter den
trefflichen Darstellungen aus dem Leben der Hunde , Pferde , Rehe , Vögel
zurück. Diese Genreszenen können sich hinsichtlich der liebevollen Beobachtungen mit denen Edw. Landseers messsen …
an farbigem Reize übertreffen sie jene sogar .
Einen nicht zu unterschätzenden Einfluß hat D. in dieser Beziehung auf einen älteren Kunstgenossen, den genialen Ferd. v. Rayski ausgeübt, mit dem zusammen er alljährlich auf den Gütern ihrer Freunde … Naturstudien machte “
(Ernst Sigismund in Thieme-Becker).
Anstehenden Bockes Lichter aber
heften sich gleich raffinierten Werbeblickes von der Litfassäule (etabliert 1855 in Berlin unter Mitwirkung des Circusdirektors Renz) an jeglichen Ihrer Blickwinkel, machen sein Wittern geradezu fühlbar, verhelfen Ihrer Pirsch zu seltener Höchstform von Erlebnis.
Der qualitätvolle Malträger mit der Markenprägung „Tachet brevete à Paris“ von Dahl umlaufend 4,5 cm angerändert,
wie als Zeichen schöpferischer Fortentwicklung während der Arbeit
nicht ungewöhnlich und geradezu exemplarisch von Rubens bekannt. So denn auf unterem/oberem Teilstück auch erst bezeichnet. Mit der gleichwohl zwangsläufigen Folge von auch bildseits bemerkbarer Nahtrißbildung infolge des arbeitenden Holzes. Sonstige feine Rißbildungen im Unterbereich der Stammtafel selbst bildseits unauffällig. Der Zustand der Malerei ausgesprochen gut, der vergilbte Altfirnis unter teilweiser Aussparung der Signatur entfernt.
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Wo die Dominanz des zeitgenössischen Rahmens
als das Ambiente störend nicht willkommen ist alternativ
in 3teiligem zeitlos handwerklichen Holzrahmen nach Art des Hauses in Nachbildung einer Eigenfertigung eines Expressionisten per
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Eingespannt
Munter ausschreitender junger Einspänner in leicht umrissener Landschaft mit Reisig (?) im Wagen und dem Spitz vorneweg. Federzeichnung in Schwarz. Bezeichnet: S. Dahl (18)99 (Feder), ansonsten in Bleistift wie Überschrift. 179 x 228 mm.
Auf Zeichenkarton. – Thieme-Becker’s Wertung seiner Porträtzeichnungen
„ Zeichnungen von z. T. außerordentlicher Feinheit “
entspricht auch der hiesigen und den folgenden.
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Begleitet die Mutter bei der Arbeit
Fohlen linksseits der allein an zweispännigen Milchwagen geschirrten Stute in beidseits munterem Lauf und dem Spitz auf dem Bock. Federzeichnung in Schwarz. Bezeichnet: S. Dahl (18)99 (Feder), ansonsten in Bleistift wie Überschrift. 182 x 232 mm.
Auf dünnem Papier, aufgelegt auf Zeichenkarton, von dem sich die linke weiße Unterecke gelöst hat.
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Zusammengebrochen
Der Ulan bei seinem früherem, jetzt vor einem zweispännig gezogenem, hoch mit Steinen beladenem Fuhrwerk zusammengebrochenem Pferd. Bedrückte Alte + Junge bilden die Kulisse. Federzeichnung in Schwarz. Bezeichnet: S. Dahl (18)99 (Feder) + vierzeilig in Bleistift: Zusammengebrochen u. … von dem Ulanen … wieder erkan(n)t, welcher aber vom Kutscher weggewiesen wird! 173 x 225 mm.
Auf leichtem Zeichenkarton. – In allen Partien von reicher Erzählkraft.
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Kann sich nicht mehr lagern!
Zwei Pferde im Stall, deren linkes es dem rechten nicht mehr gleichtun kann. Jenseits eines von Hühnervolk besetzten Mauersimses die Treppe zum Heuboden. Lavierte Pinselzeichnung in Schwarz. Bezeichnet: S. Dahl (18)99 (Pinsel), ansonsten in Bleistift wie Überschrift. 175 x 225 mm. – Auf leichtem Zeichenkarton. – Warm empfundenes Sujet.
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“ Thank you Mr. Niemeyer – I will take it! … It should look very nice in my new office. Best regards ”
(Mr. J. R. L., January 6, 2006)





