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Vogel  des  Jahres  2005

Der  Uhu

Vogel  der  Weisheit

Möge die Aufmerksamkeit, die der Uhu dieses Jahr erfährt, nicht nur auch den kleineren Mitgliedern seiner Familie zugute kommen, sondern die seit dem Altertum sprichwörtliche Weisheit der Eulen auch über manch sich vermeintlich stark und unverletzlich dünkenden sogenannten „Entscheidungsträger“ kommen, denkt er über immer neue Strangulierungen einstmals blutig erkämpft werden müssender bürgerlicher Freiheiten oder alle kulturellen Grenzen negierende Erweiterungen nach. Auf daß man einst nicht allein den Eulen ihr Lebensrecht gesichert hat, sondern diese auch wieder mal hierhin oder dorthin tragen könnte als Ausdruck von menschlicher Weisheit und Weitsicht …

 

Johann Elias Ridinger, Falconier Knecht den Uhu auf der Hand führend

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Falconier Knecht de(n) Uhu auf der hand führe(n)d. / Valet de Faucon tenant les Hibou dess la main. „Er reitet eine Schecke und hat auf der Linken den Uhu. Freie Landschaft“ (Th.) mit Kirchdörfern vom Hügel links oben bis rechts außen. Radierung mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Ca. 1764. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inven. delin. et excud. Aug. Vind. / Martin Elias Ridinger Sculpsit., ansonsten wie vor. 33,7 x 25,5 cm.

Thienemann + Schwarz 120. – Blatt 8 der 25blätt. Suite der Jäger und Falconiers mit ihren Verrichtungen, ausschließlich von Johann Elias’ Ältestem ins Kupfer übertragen. – Die Vorzeichnung in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. – Lilien-Wz. – Der 1-1,8 cm breite Rand mit schwachen alten Montageflecken. – Das schöne Motiv als zudem

prachtvoller  Frühdruck  vor  der  Numerierung „G“

oben rechts, wie hier mit nur einer Ausnahme – Helbing XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger (1900), 271 für Blatt „M“ als hochbewerteter „Probedruck vor aller Schrift und vor vielen späteren Arbeiten“ – ohne Literaturbezug ganz vereinzelt schon durchgelaufen.

Angebots-Nr. 15.822 / EUR  870. / export price EUR  827. (c. US$ 902.) + Versand

„ Wer  Schwächre  unterdrükt ,

frolocke  nicht  zu  sehr .

Denn  über  ihn  kommt  auch  gar  leicht

ein  Stärkrer  her “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der arme Hase wird der Son(n)enscheuen Eule Und die des Jägers Rohr /: Ein seltner Fall!:/ zu Theile … Uhu mit Hase in den Fängen über hügeliger Landschaft mit Felsgestein bei Vollmond, auf den feuergebenden Schützen hinabblickend. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: III. / Joh. El. Ridinger inv. et del. / Mart. El. Ridinger sculps. Aug. Vind., ansonsten wie vor und unten. 35,2 x 23,9 cm.

Thienemann + Schwarz 346; Helbing XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 860: Selten (1900).

Die  sehr , sehr  schöne  Scenerie

als Blatt III der ausschließlich von Martin Elias nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragenen und 1779 postum abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928). Wobei die beiden Schlußzeilen des Untertextes

Johann Elias Ridinger, Sonnenscheue Eule mit Hasen

„ Wer  Schwächre  unterdrükt , frolocke  nicht  zu  sehr .

Den(n)  über  ihn  kom(m)t  auch  gar  leicht  ein  Stärkrer  her “

auch hier jenen bislang mit Fleiß übergangenen Ridinger dokumentieren, der gelegentlich dessen 300. Geburtstag auf dem Festakt der TU Dresden Gegenstand der hiesigen Dresdner Rede – Der verharmloste Ridinger war.

Herrlicher  Erstausgabendruck

mit  der  römischen  Numerierung

(„Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.)

mit  Provenienz  von  Behr  des  Hauses  Stellichte

und wohl zwischen 1768 + vor 1779 unmittelbar von den Ridingers erworben. Das Geschlecht derer von Behr selbst tief in die Jahrhunderte zurückreichend und bereits 1470 mit dem Wasserschloß zu Stellichte im Niedersächsischen belehnt.

WANGEN-Wz. – Dreiseits 3-4,5 cm breitrandig und hier partiell ganz minimal stockstippig, links 2 cm um den aber seinerseits immerhin knapp 1 cm breiten weißen Plattenrand. Helbing’s Exemplar seinerzeit mit nur „fast volle Rand“.

Angebots-Nr. 14.465 / verkauft

– – – Ein neues Exemplar in breitrandigem Abdruck von sehr schönem Hell-Dunkel mit der römischen Numerierung („Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.) aus dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes.

Angebots-Nr. 15.705 / EUR  870. / export price EUR  827. (c. US$ 902.) + Versand

„ Oben  darauf  aber  thront  die  Ohreule … “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Vogelfænger auf den Vogel-herd mit seinem geræthe ziehend. Oiseleur sur L’oiselerie tirant les filets. Radierung und Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Ca. 1764. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et exc. Aug. Vind. / Mart. El. Ridinger sculps., ansonsten wie vor. 34 x 26 cm.

Thienemann + Schwarz 131. – Blatt 19 („S.“) der 25blätt. Suite der Jaeger und Falkoniers mit ihren Verrichtungen, hier

Johann Elias Ridinger, Vogelfänger am Vogelherd

„ In den Händen trägt er die Scheibe auf der langen Stange, zum Sitz für die Eule bestimmt, welche bei seinem Fang eine wichtige Rolle spielt. Neben ihm sein treuer, wohlbepackter, daher ganz langsam einherschreitender Schimmel. Auf ihm Stangen, Vogelbauer, groß und klein, rund und viereckig, Netze, Tücher und was weiß ich sonst noch, oben darauf aber thront die Ohreule … Im Hintergrund der wohleingerichtete Vogelherd, das Ziel der Wanderung. “

Leuchtend kontrastreich auf festem Linien-Papier als Merkmal der zeitgenössischen Abdrucke. – Typogr. Wz. – An den Seiten mit 3,8-4 cm von schöner, oben und unten mit 7,8 bzw. 7 cm hervorragender Breitrandigkeit.

Angebots-Nr. 28.593 / EUR  760. / export price EUR  722. (c. US$ 788.) + Versand

– – – Dasselbe als nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger bei Felsing, Bln. Ca. 1900-20. – Nach Blatt 20 (Thienemann 132) der Jäger und Falkoniers.

Angebots-Nr. 28.461 / EUR  29. (c. US$ 32.) + Versand

Gar  nicht  selten , aber  so  geschützt  wie  der  Uhu :

Als  Krähen  noch  gejagt  werden  durften

Fröhlich, Ernst (Kempten 1810 – München 1882). Die Kraehenhütte. / Chasse aux Oiseaux de Proie. Aufgeblockter Uhu, über ihm federnlassender Hasser, deren weitere heranrudern. Kreide-Lithographie von Victor-Jean Vincent Adam (Paris 1801 – Viroflay 1866). Nebst obigem Titel bezeichnet: Gez. v. Frœhlich. / Lyth. v. V. Adam. / Gedr. v. Lemercier, Benard & Co. / Bey Artaria & Fontaine in Mannheim / Chez Rittner & Goupil à Paris. 28 x 31,6 cm.

Ernst Fröhlich, Krähenhütte

Aus der 18blätt. Suite „Jagderinnerungen“. – Slg. Schoeller 426. – Nicht bei Schwerdt. – Das reizvolle Sujet mit instruktiv gezeichneter Leinenführung. – Unbeschadet der generellen feinen Stockstippigkeit von nur kaum beeinträchtigter Bildwirkung. – Im außerordentlich breiten weißen Rand rechts unten Wasserfleck sowie hinterlegter Kleineinriß.

Angebots-Nr. 11.233 / verkauft

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Falconier knecht de(n) Schuhu vom Bode(n) aufnehmend. Tiefdruck-Postkarte nach Thienemann 121 von O. Felsing, (Bln.-)Charlottenburg. Ca. 1900-1918. 14 x 9 cm.

Johann Elias Ridinger, Falkonierknecht den Uhu aufnehmend (Th. 121)

Nicht gelaufene „KÜNSTLERKARTE“ nach dem von Martin Elias R. radierten Sujet der Falconiers-Suite. – „Er reitet einen schönen Engländer … oben fliegen Aelstern …“.

Angebots-Nr. 28.458 / EUR  29. (c. US$ 32.) + Versand

Und  wovor  warnt  die  kluge  Eule  —  na , wen  wohl ?  —  noch ?

… den  Fortbestand

demokratischer  Grundrechte

für  verbürgt  zu  nehmen

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Unschuld wird oft durch der Bösen Haß gerettet. Eine einst von dem Fuchs geprellte Eule warnt „eine weidende Heerde wilder Gänse“ davor, den Tod Reineke’s als verbürgt zu feiern. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Nach 1767. Bezeichnet: J. El. Ridinger. inv. et del. / M. El. Ridinger. sc. et exc: A. V., ansonsten wie vor in Dt.-Lat.-Frz. 33,6 x 24,7 cm.

Thienemann + Schwarz 781; Metzner-Raabe, Illustr. Fabelbuch, 1998, Bd. II (Bodemann), 123.I. – Blatt 17 der Fabeln. – Das

außerordentlich  seltene  erste  Ergänzungsblatt

der geistig wie optisch überaus reizvollen Lehrreiche(n) Fabeln aus dem Reiche der Thiere zur Verbesserung der Sitten und zumal zum Unterrichte der Jugend, mit denen

„ Ridinger ein typisches Ziel seiner Epoche (verfolgte). Eine ‚Verbesserung der Sitten‘ durch die moralische Wirksamkeit der Kunst hatte – freilich auf ganz andere Weise – der mit Ridinger fast gleichalte William Hogarth in seinen Gemälden und graphischen Blättern versucht … Doch während Hogarth und Chodowiecki durch satirische Bildfolgen, wie ‚Das Leben eines Lüstlings‘, 1735 … ihren (gleichen) Vorstellungen Geltung zu verschaffen suchte, knüpfte Ridinger an die – ihm besonders gemäße (nämlich, so er selbst, ‚von den eisgrauen Zeiten des Alterthums an‘) – Tradition der Tierfabel an “

(Stefan Morét, Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, Seite 96).

Darüberhinaus zugleich aber auch, einen neuen Bildtypus kreierend, einmal mehr Tradition und Feld hinter sich lassend. Denn, so Ulrike Bodemann in Metzner-Raabe,

Johann Elias Ridinger, Fabel 17 (Th. 781)

„ Keine  Ähnlichkeiten  mit  bisher  bekannten  Fabelillustrationen .

Riesige Bildformate werden fast völlig von der Darstellung eines zentralen Moments der Fabelerzählung gefüllt. Umgebung meist dichter, urwüchsiger Wald .“

Und Regine Timm, ebda., Bd. I, Seite 171 :

„ Ridinger hat in seinen großen Tafeln … zwar pflanzliches Wachstum oder auch Felsbrocken manchmal bildbestimmend in seine Illustrationen einbezogen, aber ohne dekorative Absicht. Die Pflanzen und Felsen bedeuten das Dickicht, die menschenferne Waldeinsamkeit, in der sich die seltsamen Geschichten unter den Tieren zutragen. “

Die Folge besteht aus zwanzig Blatt, von denen Johann Elias gleichwohl nur die ersten sechzehn veröffentlichte. Vermutlich aus stilistischen Skrupeln. Denn mit den erst vom Ältesten, Martin Elias, auf Kupfer übertragenen und postum herausgegebenen vier letzten, wie denn auch anstehende,

gibt  er  die  Überfülle  der  vorangegangenen ,

seiner  überdies  erst  neugeschaffenen  Fabel-Konzeption ,

weitergehend  zu  Gunsten  einer  nun  auch  für  ihn  völlig  neuen ,

souverän  konzipierten  großflächigen  Klarheit  auf ,

womit auseinanderzusetzen er sich schlußendlich aber offenbar scheute. Und wohin ihm noch hundert Jahre später auch Thienemann nicht folgen mochte („haben weniger Kunstwerth, sind aber dennoch schätzbar und ihre Seltenheit zu bedauern“). Was hiesigerseits hingegen als ein bemerkenswert weiterentwickeltes künstlerisches Ausdrucksvermögen gesehen wird.

Gipfelnd  eben  in  dem  Fascinosum ,

nicht  allein  ein  neues  Fabelbild  geschaffen ,

sondern  dieses  in  sich  noch  einmal  zu  neuem  Ufer  fortentwickelt  zu  haben .

Vergleichbar als von Ridinger wiederholt zitiert sei in diesem Zusammenhang an Watteau und hier an dessen „Gesellschaft im Freien/Park“ in Berlin erinnert, zu dem Pierre Rosenberg anmerkt: „… ist das Berliner Gemälde

ein  Beweis  dafür , daß  der  Künstler  sich  erneuern  wollte ,

indem  er  einen  neuen  Typus  der  Komposition  schuf …“

(Ausstellungskatalog Watteau, Washington/Paris/Berlin 1984/85, S. 415).

Solchermaßen denn ein höchst gewichtiger Meilenstein innerhalb des „rund 900 Ausgaben (ausmachenden) Grundcorpus illustrierter Fabelbücher“ bis hin zu Chagall’s 200 Jahre späterem Lafontaine-Folio mit seinen 100 Radierungen als geradezu einem Schlaglicht für die Unsterblichkeit der Fabel-Illustration.

Daß Ridinger seine Folge ursprünglich gleichfalls wesentlich umfangreicher konzipiert hatte, belegen seine hier durchgelaufene Vorzeichnung zur 20. Fabel, die er mit „Fab 31“ bezeichnet hatte, jene mit „Fabel 29.“ bezeichnete zur 19. (Weigel, 1869, Nr. 384) und die Thienemann vorgelegene, mit „30“ genummerte, die gleich weiteren, unnumerierten, indes unverarbeitet blieb.

Die praktisch vorprogrammiert gewesene große Seltenheit der vier Supplementblätter seit Thienemann (1856, Seite 151) literaturbekannt: sie „machen sich sehr rar, finden sich schon in manchen älteren Ausgaben nicht, und sind in der neuesten ganz weggelassen, was jedoch zu bedauern ist“.

Entsprechend denn auch der 1889er Katalog der Slg. Coppenrath zu 20blätt. Exemplar: „Schöne Hauptfolge … Selten“. Und Helbing 1900 in seiner 1554blätt. Ridinger-Offerte (Katalog XXXIV): „Die letzten (4) Nummern sind höchst selten“. Und während er neben einem Komplett-Exemplar die ersten sechzehn bis auf 12 + 13 mehrfach apart besaß, so von den letzten vier nur 17 + 19 jeweils einmal zusätzlich. Am Markt denn auch bis heute meist nur die 16blätterige Grundfolge.

Die die Nachauflagen dokumentierenden verschiedenen Druckzustände des Titels im übrigen schönster Beweis für den Erfolg der Arbeit, die ihre namentliche Zielgruppe, die Jugend, offensichtlich erreicht hat.

Angebots-Nr. 12.511 / EUR  946. / export price EUR  899. (c. US$ 981.) + Versand

» Welt  Welt  —  Ach  Ach «

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ach Ach. Die Nacht Eulen verzehreten ein armes Häßlein, so bald kom(m)en auch Kazzen dazu, u: wollen sie mit samt dem Haasen fressen da heißt es wie um Haare so um Federn. Ein  Uhu – kommentiert Thienemann – , auf einem erbeuteten Hasen sitzend, wird von zwei Katzen angefallen, welche ihm den Hasen entreissen wollen. Oben will eine zweite Eule herabfliegen und den Raub verhindern. DAZU: Welt Welt. Die Füchsen hohleten sich im Hüner Stall ein Gastmahl, allein alsbald wurden Hunde auf Sie abgehezt, und also gilt es wie um Federn so um Haare. Zwei Füchse – kommentiert Thienemann – , der eine nimmt Reissaus mit einer Henne im Maule, der andere hat den getödteten Hahn fallen lassen, um sich gegen einen Hund zu vertheidigen. Zwei andere Packan eilen eine Anhöhe herab, um am Kampfe Theil zu nehmen. 2 Blatt als lebhaft-wandtüchtige Scenerien in hügeliger schöner Gewässerlandschaft (bei Vollmond), angesiedelt jeweils am anderen Ende desselben Wassers. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: XXXIII. bzw. XXXIV. / Joh. El. Ridinger. del: et inv: (Bl. 34: invin:, sic!) 1753. / M. El. Ridinger. Filio suo. sp. 1777, ansonsten wie vor und unten. 33,7-33,8 x 24,7-25,1 cm.

Johann Elias Ridinger, Ach Ach

Thienemann + Schwarz 376/377; Helbing XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 892 + 893 („SELTEN“, 1900!). – Das oben wellenförmig gerundete Paar XXXIII/XXXIV der ausschließlich von Martin Elias nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragenen und 1779 postum abgeschlossenen 46blätt. Folge Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928), hier vorliegend

in  herrlichen  Erstausgabendrucken

mit  der  römischen  Numerierung

(„Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.)

mit  Provenienz  von  Behr  des  Hauses  Stellichte

wie eingangs und wohl zwischen 1768 + vor 1779 unmittelbar von den Ridingers erworben.

Die Folge selbst „fast durchgängig so eingerichtet, dass immer zwei und zwei mit einander harmoniren und Seitenstücke bilden, wie sie denn auch paarweis verkauft worden sind“ (Th.). Dem „Welt Welt“-Blatt folgt als Zeilen 4 f. „Alle wackere Junggesellen sind den Schönen auch beschwerlich, aber Leztere wiederum erstern öffter auch Gefährlich.“, wozu Thienemann lakonisch anmerkt „Wie aber die Jungfern und Junggesellen hierher passen, mag Ridinger wissen“. Dem „Ach Ach“-Blatt folgen als Zeilen 4 f.

„ Des  Raubens  und  Mordens  ist  kein  Ende ,

und  so  wird  Frevelthat  zur  dritten  Sünde “ .

WANGEN-Wz. – Blatt 33 dreiseits, und hier partiell schwach stockstippig, 3,5-5,5 cm breitrandig, links nur mit 0,5-1 cm (hier leichte Leimspur im oberen Drittel) um den aber seinerseits immerhin 1 cm breiten weißen Plattenrand. – Blatt 34 dreiseits 2,6-6,8 cm Rand, links mit 1,5 cm, dabei hälftig mit früherem Heftfalz nebst Heftlöchlein, um besagt breiten weißen Plattenrand. – Helbing lagen die Blätter nur „mit fast vollem Rand“ vor.

Angebots-Nr. 14.496 / verkauft

– – – Ein neues Exemplar in breitrandigen Abdrucken von leuchtendem Hell-Dunkel mit der römischen Numerierung („Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.) aus dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.820 / EUR  1780. / export price EUR  1691. (c. US$ 1845.) + Versand

Uhu, Der. Weidmann mit dem Uhu auf dem Arm. Holzstich nach Herbert König (Dresden 1820 – Niederlößnitz bei D. 1876). (1876.) Bezeichnet: HKönig (ligiert). 16,7 x 13,8 cm.

Angebots-Nr. 11.668 / EUR  65. (c. US$ 71.) + Versand

Uhu


„ … wieder eine große Freude, Post von Ihnen zu erhalten und in eine Lektüre eintauchen zu können, die sich so wohltuend von dem journalistischen Einheitsbrei der täglichen Presse unterscheidet “

(Herr T. L., 9. Januar 2011)