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Aha,

als  Balin  noch  zu  Amerika  stand ,

die  Rosinenbomber  als  Freiheitserhalter  unvergessen  waren …

All  den  politischen  Trendhüpfern  jedweder  Couleur

zur  Europawahl  ins  Parteibuch  gemalt

Berlin – Insulaner – Günter Neumann – „Der Insulaner verliert die Ruhe nicht“. Himmelfahrtssause der Berliner politischen Kabaretts und ihrer prominenten Freunde zum

Berlin - Insulaner - Günter Neumann

25jährigen  Bühnenjubiläum  Günter  Neumann’s

vom Funkhaus an der Masurenallee via Boleslav Barlog’s Schiller-Theater – Ernst Reuter-Platz

in  proppevollem  D-Zug-Salonwagen

der heutigen Deutschen Waggonbau AG hin nach Pichelsdorf und rein in Lilo Ruschin’s Historischen Weinkeller, vor der die Herrenpartie denn auch schon von ihren Weibern in gleichwohl nicht mehr zu ernüchternden Empfang genommen wurde, veranstaltet unter der Regie des RIAS-/Dalli-Dalli-Mannes Hans Rosenthal am 30. Mai 1957 vom Künstler-Stammtisch „Gesellschaft zur Verbreitung von … aller Art“. Bild- + Presseausschnitt-Dokumentation des Mitbeteiligten Gerhard Heymann. (Bln. 1957.) Kl.-qu.-4°. Mit

26 Profi–Fotos

(16-17,5 x 21-23,5 cm) von Georg Ebert und Harry Croner. 16 Blatt. Grunewaldgrünes genopptes Kunstldr.-Foto-Album d. Zt. mit grüner Kordel.

Berlin - Insulaner - Günter Neumann - Schiller-Theater

Von personenerläuternden hs. Einlagezetteln begleitetes schönes historisches Memory an die Epoche, da

„ Urtypisch  für  Berlin  ist  auf  die  Dauer

Der  Leierkasten , nicht  die  Mauer “

(so vor deren Fall prophetisch auf einem Ku’damm-Leierkasten-Wagen) und alle der von Rosenthal und Werner Oehlschläger (Beglaubigungs-Paraphe) hs. unterzeichneten Einladungskarte – hier also für Gerhard Heymann – gefolgt waren und ihre „Fahrkarte HIMMELFAHRT 1957 durch Berlin 2. Kl.“ in Empfang genommen hatten. Also

die Insulaner-Inkarnation

„Sanitätsgefreiter Neumann als Erfinder der Berliner Schnauze“,

auf den Hamburgs Polizeipräsident Georges „mit der Stimmgewalt eines salzgetränkten Hapag-Kapitäns Ein dreifach Hoch“ ausbrachte, der neben dem wunderschönen Foto zusammen mit Prof. Quatschni (Joe Furtner), Inge Landgut (Stammtisch-Serviererin Frau Oehlschläger als rücksichtlich u. a. 250 zu verteilender langer Wiener Würstchen der EFHA-Werke Fleischwarenfabrik GmbH einziger weiblicher Begleiterin) und Jakob Tiedtke (den Werner Finck an einstigen Polit-Aufbruch erinnerte: „Weißt Du noch, unser Gedicht von 1933: ‚Es weht ein frischer Wind, wir wollen wieder lachen‘. Und dann wurden wir verboten“) fotografisch ansonsten im Hintergrund bleibt, wie’s seine Art war.

Bildlich umso präsenter denn Ewald Wenck „in Bundesbahnuniform mit Kelle und Knipszange“, SED-„Funzionär“ Walter Gross („Und damit, Jenossinnen und Jenossen, kommen wir zu unser heutiges Schulungsthemata“), O. E. Hasse. Strahlend auch Polizeipräsident Dr. Stumm, der sich der Verstärkung durch Schupokommandeur Duensing versichert hatte, Bezirksbürgermeister Kressmann, Bausenator Schwedler, Boxidol Bubi Scholz, Radfahrer Otto Ziege („Richtige Sechstagestimmung“). Dann Stachelschwein Wolfgang Gruner, „Streikbrecher“ Bruno Fritz („Zauberhaft“ angesichts eines vorbeifahrenden Omnibusses voll junger Mädchen), Ivo Veit, Olaf Bienert, Kurt Pratsch-Kaufmann.

Und Orang Utan-Zusteiger Nakal hatte natürlich auch seinen Zoo-Häuptling Dr. Klös nebst dessen Wärter mitgebracht, im übrigen nur Walter Gross mit Handschlag auszeichnend, von Joachim Krüger kommentiert mit „Der Funzionär begrüßt seinen treuesten Anhänger“, wozu Quatschni anzüglich „Briedärr in eins nun die Hände“ anstimmte.

Kurz, 93 Mann + 1 Dame. In auf Spezial-Tieflader per 5 km Tempo geschlepptem Bundesbahn-Salonwagen. Bei „Wetter wie Samt und Seide“ und Baliner Luft als Sahnehäubchen dazu, geschwängert vom Insulaner-Refrain-Optimismus

„ Det  unsre  Insel  bald  wieder  schönes  Festland  wird

– ach  wär  det  schön. “

RIASschön, wie alle Monat aufs neue aus dem Titania-Palast in der Schloßstraße oder dem Theater am Kurfürstendamm. Weit über Berlin in schwerer Zeit das Lachen am Leben erhaltend. Erreichend noch an Volksempfänger gepreßte heiße ostzonale Ohren als Licht in der Finsternis des Sozialistischen Heiles. Bis eines Tages dem Spaß die Luft ausging und

„ Neumann  mit  Sack  und  Pack  zu  uns  runter  kam ,

zu  uns , nach  Bayern , nach  München .

Wo  er  denn  auch  bald  seinen  Jeist  aufgab “

(analog der Funzinär-Schulung betreffend Schiller’s Wechsel von Stuttgart nach Weimar).

Berlin - Insulaner - Günter Neumann, 25 Jahre Bühnenjubiläum

Und wat jibt’s 47 Jahre nach jener Baliner Kremserfahrt für uns Spätjeborene zu lachen? Det Brüssel/Berlin das Lachen noch nicht entdeckt haben. Sonst würde auch det noch reguliert. Und bemautet sowieso.

Berlin - Insulaner - Günter Neumann - Funkturm

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