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Wer  mit  seinem  Weißbier  den  Norden  erobern  will ,

sollte  sich  schon

mit  dessen  landesherrlichen  Vorgaben  vertraut  machen

niemeyer’s  hilft  Ihnen  dabei !

 

Wieder  Weizen  statt  Gerste  für  jedes  Gebrau

Verordnung Carls I., Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (1713-1780) angesichts einer „dergestalt gut gerathen(en)“ Weizen-Ernte und entsprechend merklich gefallenem Preis  den  Weizen  wieder  anstelle  der  Gerste  als  Braugetreide  bestimmend . Erlassen Wolfenbüttel 18. 12. 1741. O. O. + Dr. (1741). 33,5 x 40 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzogl. Unterschrift und der des Hieronymus von Münchhausen aus der sogenannten weißen Linie als Erstem Minister.

Für  den  Maueranschlag  bestimmter  rahmungsschöner  Einblattdruck

von unbenutzter Frische auf unbeschnittenem, 3-5,5 cm breitrandigem Bütten mit zwei figürl. Wasserzeichen.

Obiger Verordnung lag die Edict-Erlaubnis vom 30. 6. 1740 zu Grunde, rücksichtlich der Weizen-Teuerung „anstatt (diesens) nach proportion Gersten zum Brauen zu nehmen“. Zur Beigabe von Gerste + Weizen sowohl als auch siehe die Edicte der 60er Jahre unter den hiesigen Angebots-Nrn. 12.599 ff.

Zu Carl, Neffe Kaiser Karls VI., Schwager Friedrichs des Großen, Stifter des Collegium Carolinum, regierend seit 1735, siehe ADB XV, 266 ff., zu Münchhausen ebda. XXII, 728 f.

Angebots-Nr. 12.592 / EUR  271. / export price EUR  257. (c. US$ 277.) + Versand

Preissenkung  erst  nach  Aufbrauch

der  teuer  eingekauften  Zutaten !

Verordnung Desselben, den den Districten Wolfenbüttel + Schöningen mit Verordnungen vom 26. 4. 1762 und, als zuletzt beigezogen, 28. 5. 1762  wegen der anhaltenden Kornteuerung bis Ende September genehmigten höheren Bierpreis bis Martini verlängernd, denn noch seien seit Ende September die Gersten- und Weizenpreise „noch nicht in der Maße gefallen, die vor den vorigen hohen Preis eingekauften Vorräthe auch noch nicht in der Maße consumiret … daß die Brauenden bey Heruntersetzung des Bierpreises schadlos bleiben könnten“. Erlassen Braunschweig 8. Oktober 1762. O. O. + Dr. (1762). 33,2 x 40,7 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale mit dem frei springenden Niedersachsen-Roß unter dem Herzogshut. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des A. A. v. Cramm.

Für  den  Maueranschlag  bestimmter  rahmungsschöner  Einblattdruck

auf unbeschnittenem, 2,5-6 cm breitrandigem Bütten mit großem Wappen-Wasserzeichen und einem weiteren großen figürlichen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.000 / EUR  239. (c. US$ 258.) + Versand

Preis — Zutat — Menge — nunmehr  aber

„ sofort  nach  Publication “  wieder  wie  einst !

Verordnung Desselben, für alles rund ums Bier „sofort nach Publication … die vormalige Verfassung“ wiederherstellend, „Nachdem nunmehro  der  Preis  des  Weizen  und Gersten wiederum so weit herunter gegangen, daß sowol der Bier= und Breyhans=Preis, als die Braubeschickung auf eben den Fuß wiederum gesetzet werden kann, wie solche vor Anfang des letztern Krieges gewesen“ und ist darüber binnen 14 Tagen nach Veröffentlichung „bey Vermeidung Zwanzig Thaler Strafe, ausführlicher Bericht zu erstatten“. Erlassen Braunschweig 28. August 1764. O. O. + Dr. (1763). 34,5 x 42,6 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale mit dem frei springenden Niedersachsen-Roß unter dem Herzogshut. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des J. H. v. Bötticher.

Für  den  Maueranschlag  bestimmter  rahmungsschöner  Einblattdruck

von nahezu unbenutzter Frische auf unbeschnittenem, 2-7 cm breitrandigem Bütten mit zwei großen figürlichen Wasserzeichen. – Doublette der Rare Book Collection einer britischen Bibliothek mit deren rückseitigem Stempel nebst hs. Dubl.-Vermerk. – Bugfalte schwach gebräunt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.001 / EUR  253. / export price EUR  240. (c. US$ 259.) + Versand

… und  worauf  im  Norden  noch  streng  geachtet  wird :

Daß  nur  ja  „ jederzeit  ein  hinlänglicher  Vorrat

von  gutem  tüchtigem  Biere  vorhanden  sey ! “

Verordnung Desselben, „Bey dem gegenwärtigen teuren Korn=Preise“ eine Bier-Preis-Erhöhung bis Michaelis 1761 zugestehend, da „Uns sowol einige Unserer Fürstl. Beamten, als auch die Brauere in den Städten … vorgestellet, daß sie (anders) … das Bierbrauen weiter fortzusetzen nicht vermögten“. Erlassen Braunschweig 3. November 1760. O. O. + Dr. (1760). 34,2 x 41,8 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale mit dem nunmehr wappenschildlos frei springenden Niedersachsen-Roß unter dem Herzogshut. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzogl. Unterschrift und der des A. A. v. Cramm.

Für  den  Maueranschlag  bestimmter  rahmungsschöner  Einblattdruck

von unbenutzter Frische auf unbescnittenem, 4-7 cm breitrandigem Bütten mit zwei figürl. Wasserzeichen.

Im Gegensatz zu den aus gleichem Grunde unter dem 28. 5. 1740, 14. 11. 1761 + 27. 2. 1766 bleibt den Brauern dieses Mal „zu thun unbenommen … das Bier (auch) zu dem bißhero gewöhnlichen Preis (zu) verkaufen“ …

Doch  wehe  jenen , bei  denen

„ auf  eine  oder  die  andere  Weise  ein  Mangel (an oder am Bier) befunden  wird !“

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.596 / EUR  253. / export price EUR  240. (c. US$ 259.) + Versand

Dafür  auch  absolut  inakzeptabel :

Bierpreis-Unterschleif  der  Wirte

„ zum  grossen  Schaden  der  Brauer “

Verordnung Desselben und wie vor vom 12. Mai 1745, die Preisdrangsalierung der Brauer seitens der Wirte untersagend. – Das geht nicht an, daß „die Dorf=Krüger … auch wol gar bey Bezahlung … eigenmächtig abziehen (und damit) den Bier=Preis nach Gefallen gleichsam herunter setzen“! – Die entscheidende Stelle von alter Hand in Bister unterstrichen. – Leicht zeitspurig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.593 / EUR  271. / export price EUR  257. (c. US$ 277.) + Versand


“ The method you describe sounds excellent. Please proceed … ”

(Mr. J. R. C., September 16, 2003)