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Falken + Falknerei

„ … Objekte , die  mit  der  Falknerei  zu  tun  haben,
sind  schon  immer  von  größter  Seltenheit  gewesen … “
„ Neben den Landgrafen von Hessen waren es vor allem Kurfürst Clemens August … und Markgraf Carl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach, die große Falkenhöfe besessen haben “

 

David Teniers, Falkner (L'Air)

L´AIR  —  Die  Luft

Der  Falkner  mit  dem  behaubten  Falken

Teniers II, David (1610 Antwerpen 1690). Die vier Elemente in großen Figuren. Folge von 4 Blatt in Kupferstich bei Johann Georg Hertel I (1760 noch am Leben) oder II in Augsburg. Bezeichnet: D. Teniers, pinx. / (Verlags-Nr.) 37 / Ioh. Georg Hertel, exc. Aug. V(ind[el].) / 1. (bis 4.), sowie Blattitel nebst franz. Vierzeiler. Ca. 22 x 14,7 cm.

Nicht bei Schwerdt, der einzig das Falkner-Blatt (L’Air) aus Gaetano Testolinis (tätig in Paris + London um 1760 – nach 1818) spiegelbildlicher gleichformatiger Kupferstichfolge besaß, der indes die Verse fehlen (Schwerdt III, 170). – Als Eingangsblatt der Folge, begleitet von zwei Hunden, das Dorf hinter sich lassend, der

den  behaubten  Falken  auf  der  Rechten  führende  Falkner .

Die übrigen Elemente repräsentiert von dem den großen Fisch à la Tobias mit dem Engel hinter sich herziehenden Fischer (L’EAU – Das Wasser) , den beiden Schmieden an Esse + Amboß (LE FEU – Das Feuer) sowie dem Landmann mit Spaten nebst, seitlich kleiner zurückgesetzt, zwei getreidesichelnden weiteren und einer am Boden schaffenden Frau (LA TERRE – Die Erde).

Als vermutliche Raubkopie nach der ebenfalls gleichformatigen und spiegelbildlichen Stichfolge von Jacques-Philippe Le Bas (1707 – Paris 1783; Le Blanc 138-141; IFF 352-355) wieder seitenrichtig zu Teniers. – Die weißen Ränder oben + unten ca. 8-8,5, seitlich ca. 4-4,5 cm breit. Im weißen Oberrand des Falknerblattes vereinzelte ganz schwache Fleckchen, beim Blatt der Landleute im rechten weißen Seitenrand schwacher Graufleck sowie hinterlegter kleiner Einriß. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.785 / EUR  670. / export price EUR  637. (c. US$ 695.) + Versand

Burgundische(r) Fürst + Fürstin, Anfang XV. Jhdts. Ganzporträts mit Hermelin nach links. Er mit Zepter, sie mit Falken. 2 Bll. Kolor. Holzschnitte von A. Kunz (?) nach August von Heyden (Breslau 1827 – Berlin 1897). (1877.) Signiert, bezeichnet. 20,5-21 x 12,8-13,2 cm.

Lipperh. Ad 46. – Blätter für Kostümkunde NF 37-38. – Namentlich Bl. 2 etwas knitterig. Dieses auch mit Knickspur am Bildrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 6.346 / EUR  118. (c. US$ 129.) + Versand

Königliche  Falkenjagd

Falkenjagd des Sonnenkönigs Ludwig XIV. In tief gestaffelter bergiger malerischer Waldlandschaft letzterer beritten vorn rechts und offenbar frisch zur Jagdgesellschaft gestoßen, da linksseits eine Dreiergruppe zu Pferde und ein weiterer Jäger ein Vivat auf ihn ausbringen. Neben dem König rapportierender Falkner zu Pferde sowie einer zu Fuß mit den behaubten Falken auf Rechter bzw. Linker. Zugehörig dieser Gruppe ein schon voranreitender weiterer, während zurückgesetzt im Mittelgrund drei Jäger, davon einer zu Pferde, aus einem Tal hinzukommen. In der Luft ein Falke über dem Reiher, lieber auf der Erde geblieben fünf Hunde unterschiedlicher Haltung. Radierung bei Henri Bonnart (wohl II; 1642 Paris 1711 [Th.-B.] oder 1718 [Beall F8]). Bezeichnet: Chez H. Bonnart, rue S.t Jacques / avec Priuilege du Roy. 23,7 x 32,5 cm.

Bonnart, Falkenjagd Ludwig XIV.

Schönformatiges  reiches  Blatt

eines mutmaßlichen Anonymus, obgleich die Großfamilie der Bonnarts durchweg auch selbst Stecher waren. Hier in Frage kommen könnte auch noch Henri’s gleichfalls verlegerisch tätig gewesener und 1682 dortselbst verstorbener Vater, Henri I. In verschiedenen Häusern domizilierten in der rue St. Jacques auch noch die Brüder von Henri II, Nicolas und Jean Baptiste. – Typographisches Wasserzeichen. – Jeweils zweiseits 0,6 bzw. 1 cm breiter Rand. – Drei stecknadelspitze Löchlein am unteren Bildrand unbemerkbar.

Angebots-Nr. 15.829 / EUR  980. / export price EUR  931. (c. US$ 1016.) + Versand

Verschuring, Hendrik (Gorkum 1627 – bei Dordrecht 1690). Rastende Jäger, teils abgesessen, mit ihren Hunden vor der Schenke, vor der die Wirtsleute eine zweispännige Kutsche willkommen heißen. Einer der Jäger hat seinen Falken auf der Rechten und eilt zu Fuß links ab in die Landschaft, freudig erregt begleitet von seinem Hund. Aber auch der rückseits gezeigte Reiter vorn links könnte einen Falken auf der Linken halten. Die als Horizontbegrenzung skizzenhaft angedeutete Bergkette wohl die Campagna lokalisierend. Lavierte Pinselzeichnung in verschiedenen Grautönen und etwas Schwarz über Spuren von schwarzer Kreide. Unten links mit dem grauen Pinsel hs. signiert: H. verschuring. f.. 250 x 348 mm.

Hendrik Verschuring, Rastende Jäger mit Falken

Provenienz

Friedrich Quiring, Eberswalde, mit dessen beiden Stempeln rechts unten bzw. auf beigefügter früherer Montage (Lugt 1041 b + c: Des deux marques ci-contre la première servit jusqu’en 1920, la seconde à partir de 1921. Elles figurent seulement sur les meilleures feuilles).

Auch in der Technik typische, bildmäßig durchgeführte Arbeit des in seinen Pferden von Ph. Wouwerman beeinflußten Meisters, dessen eigene Pferdezeichnung wiederum namentlich in Norddeutschland seine Nachfolger hatte (Gerson, Ausbreitung und Nachwirkung der holländ. Malerei des 17. Jhdts., 2. Aufl., Seite 220). Unverwechselbar aber auch in seinen Hunden und in der Leichtigkeit der Komposition.

Die mit dem Papierton korrespondierende meist nur feine Stockstippigkeit namentlich der Himmelspartie nur wenig störend. Im Passepartout-Unterrand die Künstlerbezeichnung in 23karätiger Goldprägung. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.863 / Preis auf Anfrage

Bergmüller, Johann Georg (Türkheim, Schwaben, 1688 – Augsburg 1762). IOH. ELIAS RIDINGER / Pictor et Scalptor (sic!) Augustanus / solertissimus Naturae Indag(ator) / ejusque in Animalium praeser(tim) / Delineatione Æmulator / felicissimus / natus Vlmae Suevorum / d. XVI. Febr. A.S. MDCXCVIII / Ars Artifici(s) Amic(us). Kniestück, sitzend, mit Pinseln + Palette als von der zur Rechten sitzenden Diana gehaltenes Medaillon in Staffelei-Spiegel, vor dem künstlerischen Auge einen kapitalen Hirsch schon auf der Leinwand sehend wie er als nebst Keiler von Diana erlegt unterhalb eines Postaments liegt. Auf letzterem sitzend und dem Meister vertraulich zugewandt

ein  behaubter  Falke  nebst  seitlichem  gebeizten  Reiher

sowie erlegter Wildgans. Und Mitte unten natürlich ein Ridinger-Hund. Das Ganze vor waldigem Hintergrund. Schabkunstblatt von Johann Jacob Haid (Kleineislingen 1704 – Augsburg 1767). Bezeichnet: I. G. Bergmüller invent. / I. Iac. Haid ad vivum pinx. fecit et excud. A. V., ansonsten wie vor. 39,7 x 26,7 cm.

Johann Georg Bergmüller, Johann Elias Ridinger

Thienemann XX, 2; Schwarz, Porträts, 3 + Abb.; Le Blanc 94; Helbing XXXIV (1900), 2; Slg. Schoeller 523 („Sehr schönes Schabkunstblatt … Selten“; 1921); Schwerdt III (1928), 133; Kataloge Ausstellungen Ridinger: Augsburg (1967) 81 + Abb. 1 sowie 82; Kielce (1997) 1 + Frontisp.; Darmstadt (1999) I.2 + Abb. – Niemeyer, Die Vanitas-Symbolik bei Joh. El. R. in L’Art Macabre 2 (2001), 94 ff. – Nicht in Slg. Coppenrath (1889/90) + bei Rosenthal (1940).

Das  reiche  schöne  Bildnis  des  früheren  Schülers  Haid ,

der ab 1726 noch einige Jahre als Geselle bei Ridinger verblieb und 1744 die malerische Version (Lwd., 66 x 48 cm, Kunstsammlungen Augsburg, Inv.-Nr. 8610) schuf, die dann Bergmüller samt des Kopfes eines Jagdhundes aus einer Ridinger-Zeichnung von 1728 als Vorlage diente, die dann wiederum Haid aufs Kupfer übertrug, welch doppelte Haid’sche Urheberschaft zusätzlich zu dessen jahrelanger Nähe zum Meister dem Blatte seinen besonderen originären Rang sichert. Der hier im Staffelei-Spiegel als vorerst noch nur geistige Vision nur in Umrissen skizzierte Hirschkopf ist im Öl schon fertig ausgeführt. Bergmüller’s diesbezügliche rückwärts gerichtete Ausführung sicher nicht zufälliger Natur, vielmehr, konform auch zum Gesichtsausdruck des Künstlers, den Schöpfungsprozeß verdeutlichend.

„ Es ist eines von zahlreichen Schabkunst-Porträts von Augsburger Künstlern, die (Haid als)

auf  diesem  Gebiet  führende(r)  Meister  des  deutschsprachigen  Kunstbereichs

zusammen mit Johann Georg Bergmüller entwarf. Letzterer schuf jeweils die rahmende Komposition “

(Anke Charlotte Held, Georg Philipp Rugendas … Gemälde und [ausgewählte] Zeichnungen, 1996, Seiten 28 + 34).

Diesbezüglich sei denn auch an das gleichfalls von Haid nach Johann Georg Bergmüller geschabte gleichartig aufgebaute Porträt des großen Zunftkollegen Georg Philipp Rugendas I erinnert.

Herrlicher  Druck

dieses  allein  optisch  schon  so  großartigen  Blattes

mit  seitlich  2 , oben + unten  2,5  cm  breitem  Rand

wie für die im übrigen nur kleinste befriedigende Auflagen gewährende samtene Schabkunst (Sandrart 1675: „50 oder 60 … saubere Abdrucke“) eigens erwähnenswert. – Bildseits nur partiell leicht sichtbare schwache Querfalte auf Höhe Podest-Unterbereich. Der weiße Rand ein wenig angeschmuddelt.

Angebots-Nr. 15.185 / EUR  1200. / export price EUR  1140. (c. US$ 1244.) + Versand

Des Grafen Brühl’s Reiherbeize

Falens (Valens), Carel van (Antwerpen 1683 – Paris 1733). Prise du Héron. Höfische Gesellschaft vor größerer Ortschaft einer differenzierten Berg-/Tal-/Gewässerlandschaft in Anritt + Aufgang auf die Falkenjagd. Schon verfolgt ein vorderes Paar den bevorstehenden Stoß ihres Falken, indes ein zweiter Reiher abstreicht. Vorn links Badende, zur Rechten eine musizierende Gesellschaft und mittig zurückgesetzt Hirtenscenerie. Kupferstich von Jacques Philippe Lebas (1707 Paris 1783). Bezeichnet: C. Van Falens pinx. / PRISE DU HÉRON. / JC: Ph. Le Bas Sculp. … a Paris chez lauteur graveur du Roy au bas de la rue de la Harpe 1745, ansonsten wie unten. Blattgröße 46,5 x 62,9 cm.

Carel van Falens, Prise du Héron

Wurzbach I (1906), Falens/Lebas 4; Thieme-Becker, Falens, XI (1915), 227 (Dresden: Aufbruch zur Reiherbeize) + Lebas, XXII (1928), 498; Schwerdt III (1928), 95 (1741er Erstzustand; beautiful engraving; 47 x 63,5 cm).

Reiches großes Blatt in dem Erstzustand nur vier Jahre später nachfolgenden Zweitzustand mit den zwischenzeitlichen Besitzwechsel des Gemäldes dokumentierendem neuen Untertext beidseits mittigen Wappens

„ Tableau qui est dans la Galerie de S. E. Mgr. le Comte de Brühl Chevalier de l’Ordre de l’Aigle Blanc Ministre d’Etat et du Cabinet de Sa Majesté le Roy de Pologne Electeur de Saxe. “

Per 1741er Erstzustand befand sich das Gemälde noch im Nachlaß des Künstlers (Tiré du Cabinet de Madame Van Falens à Paris …) und der Untertext des Kupfers verweist neben gleichfalls mittigem Wappen A Monsier Mead Medecin de Sa Majesté Britannique und dazu des weiteren lat.-frz. Vierzeiler.

Dreiseits eingefaßt von 1 cm breiter rahmenartiger mehrteiliger Einfassung, auf deren äußerer Abschlußlinie das Blatt geschnitten ist, unten entsprechend auf unterer Wappenkante. In der linksseitigen Einfassung ein 1 x 0,3 kleiner Ausriß noch außerhalb der eigentlichen Rahmung. Die geglättete Mittelfalte bildseits nicht wahrnehmbar, ganz schwach aber eine leichte Knickspur längs des linken Bildrandes und ein schwacher Braunfleck im weißen Textfeld linksaußen, wie denn erhaltensmäßig gesamthaft nicht ganz makellos, wohl aber – auf dem sprichwörtlich festen französischen Papier mit typographischem + figürlichem Wz. –

der  Druck  selbst  in  seinem  vom  Hell-Dunkel  bestimmten  Kontrastreichtum .

Angebots-Nr. 16.075 / EUR  1300. / export price EUR  1235. (c. US$ 1347.) + Versand

Tischbein II, Johann Heinrich (Haina 1742 – Kassel 1808). Ein Habicht, welcher eine Ente gefangen. Der Augenblick des Schlagens im Schilf. Radierung. 13 x 16 cm.

Johann Heinrich Tischbein II, Habicht + Ente

Blatt 42 der Tischbein-Suite von 1827 – Lindner 11.2083.01 – , einer punktweise aufmontierten Zusammenstellung wohl durchweg alter Abdrucke. – Auf Plattenkante geschnitten. 4 mm in den linken Bildrand hineinragende kleine Papierabschabung. Vereinzelte Stockfleckchen.

Angebots-Nr. 14.904 / EUR  146. (c. US$ 159.) + Versand

Atkinson, John Augustus (London 1775 – nach 1818/33 oder gar 1861). Shooting a White Hare at Tornio (Finnland). Der Falke soeben auf den flüchtigen Hasen stoßend, während in einer Tannendickung die beiden Jäger warten. Vor spitzzackigem Eisgebirge. Aquatinta von Matthew Dubourg (tätig London 1808-38) im Ursprungskolorit. London, Edward Orme, 1813. Bezeichnet: Atkinson del. / Published & Sold Feby. 1st. 1813, by Edwd. Orme, Bond St. London. / M. Dubourg sculpt., ansonsten wie vor. 18 x 23,2 cm.

Thieme-Becker II, 212; Nagler I, 179 f. ( “vorzüglicher englischer Maler und Zeichner, der sich lange in Rußland aufhielt, und herrliche Bilder fertigte“ ). – (Foreign Field Sports LXXIII.) – Schwerdt I (1928), 177 ff.: „The coloured plates … are fine, both as regards draughtsmanship and colouring … (The book) is sure to increase in value … “.

Angebots-Nr. 11.775 / EUR  115. (c. US$ 125.) + Versand

Eine  Hochburg , z. B. , war  einst  die  Marienburg

„ … führte  sogar  zu  Kontakten  zum  Deutschen  Orden ,

der  von  der  Marienburg  aus  die  Falken  verkaufte “

(Lohmann, Landgraf Georg I. und die Anfänge von Jagdschloß Kranichstein, o. J., S. 53)

Marienburg, Die. Ansicht der Burg. Holzstich bei Richard Henkel nach einer Photographie von Gustav (?) Fademrecht, dortselbst. (1886.) Bezeichnet: R. Henkel X. A., ansonsten wie vor. 9,4 x 12,2 cm. – Beidseits fortlaufender Lokaltext.

„ Wenn es sich zeitlich und finanziell nicht lohnt, besondere Berichterstatter zu entsenden … andererseits aber das Bestreben vorherrscht, ‚alle bemerkenswerten Ereignisse durch bildliche Darstellung veranschaulichen‘ zu wollen, so (muß immer mehr zu Vorlagen gegriffen werden,) die in steigender Zahl zur Verfügung stehen: Photographien. Nicht nur ihre leichtere Verfügbarkeit, auch der gewandelte Publikumsgeschmack verhalfen der Photographie zu wachsender Bedeutung in der Xylographie … Als Folge davon mußte ein künstlerisch-handwerkliches Umdenken einsetzen …

Die  Photographie  als  neue  Erfindung

wird für das allgemeine Publikum so interessant, daß sie auch anderen, hergebrachten Illustrationstechniken ihren Stempel aufdrückt “

(Osteneck, Zur xylographischen Darstellung im 19. Jhdt., in Lüneburger Beiträge zur Vedutenforschung, SS. 120 ff.).

Angebots-Nr. 9.429 / EUR  25. (c. US$ 27.) + Versand

Marienburg, In des Meisters großem Remter zu. Innenansicht der großen Halle mit reicher Figurenstaffage und Blick auf die Fensterfront. Holzstich nach Johannes Gehrts (Hamburg 1855 – Düsseldorf 1921) bei Adolf Closs, Stgt. (1880/81.) Bezeichnet. 16,5 x 14,5 cm. – Beidseits fortlaufender Lokaltext.

Angebots-Nr. 8.442 / EUR  47. (c. US$ 51.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Unterdrückte Unschuld

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die durch erdichteten Vorwand unterdrückte Unschuld. Der sich vor drei Hunden auf einen Fels gerettete Hase wird das Opfer eines herabstoßenden, in seinem Gefieder herrlich gezeichneten Falken. Radierung und Kupferstich nach väterlicher Vorlage von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: J. El. Ridinger. inv: et del. / M. El. Ridinger sc. et exc: A.V. – Thienemann + Schwarz 784. – Blatt 20 der Fabeln und zugleich Schlußblatt der erst postum hrsg. außerordentlich seltenen vier letzten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.514 / EUR  1007. / export price EUR  957. (c. US$ 1044.) + Versand

Aubry, Charles (Frankreich 1. H. d. 19. Jhdts.). Chasses Anciennes d’après les Manuscrits des XIV & XVe Siècles. Folge von 12 Lithographien (35-41,5 x 27-29 cm). Paris, Ch. Motte, 1837. Gr.-2. Lose in OBütten.-Umschlag mit Wz. und farbig illustr. lith. Vorderumschlag. Unbeschnitten.

Schwerdt I, 47; Souhart 28; Lipperheide Tf 24; AKL V, 587, l’Histoire de l’Equitation + hiesiges zu einem, bibliographisch zudem fehlerhaften, Werke vermischend. – Auf großem festen Papier mit Verleger-Trockenstempel. – Vereinzelte Kleineinrisse im breiten weißen Rand säurefrei hinterlegt. Meist nur in letzterem leichte Braunstippen und ganz außen tlw. schwacher Wasserrand oder Braunfleck. Der Umschlag zwangsläufig zeitspuriger, doch ohne Beeinträchtigung seiner von Ruhe, aber auch reichem Geschehen bestimmten Illustration. – Ganz im Gegensatz zu der auch auf hiesigem Titel erwähnten gleichartigen 24blättrigen „L’Histoire de l’Equitation“ von 1833/34, die auf dem deutschsprachigen Markt regelmäßig vorkommt, gleichwohl schon 1912 auf der Versteigerung Boerner CXII, 2296 als „selten“ qualifiziert wurde.

Charles Aubry, Chasse au fauconCharles Aubry, Sous Charlemagne

Gestaltet mittels der alten Einfaßtechnik, dem sogen. Troubadourstil, mit jeweiligem Hauptbild als Gesamtszenerie, der instruktive Detaildarstellungen, sei es im eigenen Bildrand oder in separaten großen Einfassungsleisten, beigegeben sind, erläutert allseits von eingestreutem Text. Wodurch Aubry ( „bekannter Lithograph“ , Thieme-Becker ) „vorbildhafte Wirkung in seinem Genre (erreichte). Im Spätwerk verzichtet er auf diese Rahmung ganz. 1822 Prof. für Malerei an der Ec. R. de Cavalerie in Saumur“ (AKL). – Durchweg im Stein signiert bzw. monogrammiert (2), 3 mit 1835 bzw. 1836 (2) datiert.

Une St. Hubert – Chasse au sanglier – Chasse au cerf – Chasse de l’antilope au léopard – La chasse du loup – Chasse au faucon – Chasse au lievre à force – Des chiens courans – Chasse de gazelles – Sous Charlemagne (u. a. mit reichem Jagdzug mit Falkonieren, großer Meute, tlw. gezähmten Bären, Löwen und Katzen) – Chasse de l’autruche et de l’éléphant – Chasse au renard . – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.101 / EUR  620. / export price EUR  589. (c. US$ 642.) + Versand

Oiseaux de Proie, Les petits. Von Greifvogel bedrohte Rebhuhn-Küken nebst der Henne an stillem Gewässer. Getönter Holzstich von bzw. nach Trichon Monvoisin + Frédéric Théodore Lix (Straßburg 1830 – Paris 1897). Ca. 1870. Signiert. 31,5 x 22,4 cm.

Auf schwerem Papier. – Der breite weiße Rand stellenweise schwach stockig.

Angebots-Nr. 12.012 / EUR  176. (c. US$ 192.) + Versand

Johann Heinrich Tischbein II, Habicht + Enten

Oudry, Jean Baptiste (Paris 1686 – Beauvais 1755). Habicht im Sturzflug auf Enten im Schilf. Radierung von Johann Heinrich Tischbein II (Haina 1742 – Kassel 1808). (1773.) 18,2 x 24,2 cm.

Blatt 40 der 1827er Tischbein-Suite der „Jagdbare(n) Thiere“ – Lindner 11.2083.01 mit irrtümlich Joh. Hch. T. I als Urheber; Schwerdt III,173 – , einer punktweise aufmontierten Zusammenstellung durchweg alter bis früherer Abdrucke, hier aus Slg. des legendären DR. STROUSBERG , Berlin, und nicht mehr montiert. Rückseits partiell schwach gebräunt. – Oudrys schönes Motiv von 1733. – Signaturen und Daten wohl gelöscht und nicht „vor aller Schrift“, wie tlw. katalogisiert wird.

Angebots-Nr. 14.903 / EUR  253. / export price EUR  240. (c. US$ 262.) + Versand

Nimrod  der  Jagdsammler  aller  Zeiten

Der  Katalog , der  seinesgleichen  sucht

Schwerdt, C. F. G. R. Hunting, Hawking, Shooting illustrated in a catalogue of books, manuscripts, prints and drawings. 4 Bde. London 1928-37. Neudruck. Mit Einleitung von Kurt Lindner in dt.-engl. Paralleltext. 1985. 4°. Mit

382  teilweise  gefalteten  (2 doppelblattgroßen)  Tafeln .

OKunstldr.-Bde.

Der  ebenso  reich  wie  großartig  illustrierte , seinerzeit in nur 300 Exemplaren erschienene, verschwenderisch gestaltete Privatdruck, dessen Druckplatten anschließend vernichtet wurden und der seit langem eine ebenso gesuchte wie hochbezahlte Trouvaille ist.

Die 1939 zur Auflösung gelangte legendäre und unwiederholbare Sammlung umfaßte die Jagd in allen ihren Erscheinensformen. Gezeigt in seltener Fülle kostbarer Manuskripte, rarer wie gängiger Bücher, seltener Graphik, bewunderungswürdiger Zeichnungen und malerischer Originale. Und diese Vielfalt katalogmäßig seitens seiner Frau Mathilde so sorgfältig erschlossen, daß neben die visuelle Freude ob des reichen Tafelmaterials die Brauchbarkeit als wertende solide Bibliographie tritt.

„ The Schwerdt catalogue ranges from early works to those of the present century, mainly from European countries, but also from America and Asia. It is a scholarly work, its contents expertly collated, with informative notes on many items “

(Snelgrove, British Sporting and Animal Prints 1658-1874, A Catalogue of The Paul Mellon Collection, Seite IX).

Den bibliophilen Glanz des originalen Katalogwerkes soll und kann anstehender Neudruck nicht vortäuschen. Dennoch ist er zwangsläufig mehr als nur das eine böse Lücke schließende unverzichtbare bibliographische Hilfsmittel. Denn ob seines vollständigen Tafelteils ist er zugleich ein Abglanz des Absoluten.

Angebots-Nr. 28.308 / EUR  498. / export price EUR  473. (c. US$ 516.) + Versand


“ Thank you Mr. Niemeyer – I will take it! … It should look very nice in my new office. Best regards ”

(Mr. J. R. L., January 6, 2006)