Petersburg – Denkmal eines Genies
Am 26. Mai feiert es 300. Geburtstag
Und , Aha ,
ridinger-niemeyer gratuliert mit Quizfragen !
Entdecken Sie sie !!
Alexander Wilbrecht’s Reverenz
St. Petersburg – Wilbrecht, Alexander (1757 Petersburg 1823). Karta Okrujnosti St. Peterburga. / Вилбрехт, Александр. Καρτα Οκρυжности Єτ. Πετερбүрга. Mit Meilenzeiger und in Uferlandschaft gebetteter Titelkartusche nebst dem Doppeladler, deren einer einen Olivenzweig im Schnabel hält, der andere mit solchem bekränzt ist, indes zwischen beider Köpfe die Zarenkrone schwebt. Petersburger Umgebungskarte ca. 1 : 190.000 in Kupferstich von G. Kharitonow (Kartusche) + Alexei Sawinkow auf weißem Leder. (Petersburg, Geograph. Abt. des Kaiserl. Kabinetts bei der Ingenieurschule der Bergbau-Akademie, 1796/1800 [?].) Bezeichnet: Соч Ал. Вилъбрехт(followed by ?) / Гравировали Г. Карitоnоев и Ал. Савинкоев (Verfaßt von Al. Wilbrecht / Gestochen von G. Kharitonow + Al. Sawinkow). 46,6 x 57,5 cm.
Rarissimum der russischen Kartographie

Alexander Wilbrecht, Karta Okrujnosti St. Peterburga (Detail)
sind Wilbrecht’s Karten aber bereits generell
von herausragender Seltenheit .
Kaiserlicher Geograph, Leiter obiger Geograph. Abteilung und Lehrer an der Bergbau-Ingenieur-Schule, Kartograph, Mathematiker und Astronom, wird sein Name für eine generelle Zeitspanne von 1787-1802 auch in Verbindung mit allgemeinen Atlanten genannt, wie etwa dem russischen New Atlas or collection of maps of all parts of the globe, Petersburg 1793 (Phillips 679), doch fehlte sein Name noch bis in die 1960er kartographischen Standard-Indices und auch Tooley’s Dictionary (1979) ergibt nicht mehr als die bloße Nennung der 1792er französischen Version der
als Einzelkarte gefertigten hiesigen ,
der 1787er der Cook’schen Pacific-Entdeckungen sowie der 1792er Original-Ausgabe des die 1775er Verwaltungsreformen widerspiegelnden Rossiiskoj Atlas, der 1800 in Zweitauflage erschien. Zu Petersburg enthalten beide Ausgaben übereinstimmend nur die Karte dessen Guberniums (1 : 760.000), nicht die mit 1 : 190.000 zeitgleich weit großzügiger geschaffene seiner engeren Umgebung.
Atlas und Pacific-Karte denn auch in den seit 1971 von der British Library als weltgrößter Kartensammlung für die Jahresbände von IMAGO MUNDI redigierten Nobellisten „Notable Acquisitions“ bzw. „Unusual Items“ nachweisbar, doch, wie gesagt,
kein Exemplar seiner Petersburger Umgebungs-Karte ,
die außerordentlich instruktiv gearbeitet ist und neben Fluß- und dem in seinen Hauptadern
namentlich bezeichneten Fernstraßennetz ,
benamt denn auch jene nach Moskau, eine geradezu unglaubliche Detail-Fülle der innerstädtischen Gegebenheiten zu Mitte (?) der 1790er bietet. Unter den Dämmen und Kanälen insbesondere hervorhebenswert
der unter Peter dem Großen 1719 begonnene
und seit 1721 von dem als Generalingenieur und Generallieutenant berufenen
Burchard Christoph von Münnich
(Neuenhuntorf/Oldenburg 1683 – St. Petersburg 1767)

gebaute und 1732 fertiggestellte Ladoga-Kanal als schon damals wichtigster Wasserstraße der Region.
Komplettbeschreibung per 15.727 aufliegend
Peter der Große in Westeuropa. Die Große Gesandtschaft 1697-1698. Katalog der (verlängert) 18wöchigen Ausstellung „Schätze aus dem Kreml – Peter der Grosse in Westeuropa“ im Übersee-Museum Bremen 1991. 162 Exponate. Bearb. von Wolfgang Griep + Frauke Krahé. 1991. Kl.-4°. 192 SS. Mit zahllosen, mehreren farbigen, Abbildungen. Beidseits farbig illustr. Okart.
Angebots-Nr. 14.508 / EUR 23. (c. US$ 31.) + Versand
Just im Jahre der Rückkehr Peter’s nach Moskau, 1698, wurde in Deutschland ein Künstler geboren, der nach seiner frühen Übersiedlung nach Augsburg bald und nachhaltig zu europäischem Ruhm gelangte, nicht zuletzt auch in der Heimat des Zaren, wo denn noch heute in weltberühmter Galerie die großartigsten seiner nur wenigen Öle zu bewundern sind. Dabei hatte der seiner nun lebenslangen Wirkungsstätte als Freier Reichsstadt mit zudem mittelalterlicher Vergangenheit langer demokratischer Verwaltung innewohnende Keim freiheitlichen Selbstbewußtseins in Gemeinschaft mit einem Meister des Wortes und Senators der Freien Stadt Hamburg ihn eine Graphik-Folge schaffen lassen, die ihn Kopf und Kragen und den Broterwerb ohnehin hätte kosten können, so seine adelige Klientele die gesellschaftspolitische Brisanz dieser dem Werke innewohnenden Botschaft nur bemerkt hätte. Oder, etwa richtiger, hätte bemerken wollen? Denn tatsächlich vermied es selbst noch hundert Jahre später sein kluger Werkbearbeiter, dieses Fanal der Freiheit zur Kenntnis zu nehmen, als er seinem eigenen regierenden Fürsten den Werkkatalog dieses Künstlers dedicierte.
Vorausgegangen war dieser graphischen, nur formal allein dem Alexanderzug und dessen Verdammnis gewidmeten Auseinandersetzung eine 1723 geschaffene Zeichnung, mit der er – nachdem zwei üppige Arbeiten den siegreichen großen Macedonier noch verherrlicht hatten – jenem gewaltigen Eroberungszug nunmehr den Puls fühlte und damit zugleich die seitens der Kunsthistorie bislang noch Jacques Louis David zugeschriebene Urheberschaft für die Wandlung des Historienbildes von der Darstellung heldenhafter Taten zur Reflexion über dieselben als 25jähriger locker um sechzig Jahre vorwegnahm. Gleichaltrig also mit Peter im Jahre seines Aufbruchs gen Westen.
Dessen Rückweg übrigens führte ihn über Wien, wo 212 Jahre später der Katalog einer diesem Künstler gewidmeten Privatsammlung vorgelegt wurde, der noch heute als die nobelste Verneigung der Literatur vor eben diesem die Jahrhunderte bruchlos überdauernden Schaffen gilt. Den Sammler verschlugen Unfreiheit und Verfolgung Jahrzehnte später bis nach Vancouver, „etwa so weit fort von Hitler, wie es nur möglich war“, wie sich einer seiner Antiquare später erinnerte.
Frage
Wer war dieser Augsburger Künstler und wie hieß der Hamburger Barockpapst, der ihm nicht nur zu gedachter Folge (gewinnunabhängig: kennen Sie deren Titel ebenfalls ?) so manchen Untertext schrieb ??
Als Preis winkt den ersten zehn richtigen Lösungseinsendern – Eingangsschluß ist der 31. Mai 2003, 24 Uhr, als dem Aufgalopp der nächstfälligen monatlichen Aha-Seite – bei Ausschluß des Rechtsweges ein Exemplar des 8 € wertvollen Heftes 18 einer hiesigen Schriftenreihe, betitelt
DAS EXEMPLAR ,
mit seinen rätselhaften Mosaiksteinchen „die Handschrift des Meister’s – die vertauschten Läuffe – die Probedrucke – der Fus des Tachses – die eigenhändige Numerierung“, deren Zusammensetzung die die Forschung faszinierende Lösung ergab, das Arbeits-Exemplar einer completten Folge eben jenes obigen Künstlers in Händen zu halten. „Nie zuvor – so der Vorspann der Vorstellung jenes Exemplars – ist nach den hiesigen reichen Unterlagen … diese Folge als Ganzes derartig normabweichend beschrieben, geschweige denn verfügbar gehalten worden.“ 28 Seiten, mit 50 (2 farbigen, davon eine doppelblattgroß) Abbildungen, Heftung mit 3-Farben-Umschlag.
Ganz gleich nun, ob Sie mailen, faxen oder schreiben – Seien Sie auf jeden Fall unter den ersten Zehn !!
Inkunabeln – Petersburg – Gorfunkel, A. X. Katalog der Inkunabeln (der Universität Petersburg, 84 Nrn.). Leningrad 1967. Kl.-4°. 43 SS., 1 Bl. Mit 19 ganzseit. Tafelabbildungen. OLwd.
Titel in Blau + Schwarz. – In Russisch, die Titelaufnahmen – nicht jedoch deren Legenden – der überwiegend mitteleurop. Positionen in latein. Lettern, ebenso in den Registern, in Konkordanz + Bibliographie.
Angebots-Nr. 11.563 / EUR 33. (c. US$ 45.) + Versand
Erarbeitet und verlegt in Petersburg
seitens der 1725 von Peter gegründeten
Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften
ATLAS RUSSICUS –
ein MEILENSTEIN vor 267 JAHREN
De L’Isle – Atlas Rvssicvs … Vastissimvm Imperivm Rvssicvm cum adiacentibvs Regionibvs. Hrsg. unter Leitung von Leonhard Euler und Gottfried Heinsius v. d. Kaiserl. Akademie der Wissenschaften zu Petersburg. Petersbg., Selbstvlg., 1745. Gr.-2°. 16 SS. Mit

20 ( 1 mehrf. gefalt. ) dblgr. kolorierten Kupferstich-Karten
(ca. 49-50 x 56 bzw. 56,5 x 98 cm) nach Joseph Nicolas De L’Isle (1688 Paris 1768) und anderen. Marmor. HKldr.-Bd. d. Zt. mit Rückenschildchen, Lederecken und marmor. Deckelbezügen. Verblaßter marmor. Farbschnitt.
Literatur
Phillips 4060 (mit zusätzlichen Kriegskarten); Goldenberg + Postnikov, Development of Mapping Methods in Russia in the 18th Century, in IMAGO MUNDI XXXVII, 63-80; Nitsche-Stender 141; Lex. d. Kart. 688; Teleki, Atlas zur Geschichte der Kartographie der japanischen Inseln Taf. 17, 1 (Karte 19 des Atlasses); Niemeyer, Rußlands Aufbruch in die Moderne – Peter der Große und die Entwicklung der russischen Kartographie, Bonn 1991, 5 + Abbildungen.
Ausstellung
Schätze aus dem Kreml – Peter der Große in Westeuropa. Bremen, Übersee-Museum, 1991 (18 Wochen einschließlich Verlängerung). – Katalog-Nr. 158 (unkoloriertes Expl.).
ERSTER DRUCK DER ERSTEN AUSGABE . – Titel + Textteil – Beschreibung der Karten hinsichtlich Begrenzung, Entstehung, Genauigkeit und Durchführung der Vermessung; Transkription des russ. Alphabets; teils ausführliche russ. Worterläuterungen; gestochene Zeichenerklärung mit reicher Aufschlüsselung bis hin zu Salinen und Thermen – in latein.-franz. Paralleltext (russisch- + deutschsprachige Version noch gleichen Jahres mit geringerem Textvorspann = Phillips 4059 bzw. 3109 mit jeweils irrtümlichem Hinweis für Karte 19 „showing the extreme point of Alaska and the Aleutian islands“, recte vielmehr Kamtschatka + Kurilen). – Das satte Kolorit von der ganzen Qualität seines Alters .
Als erster vollständiger Rußland-Atlas
der entscheidende Meilenstein auf dem Weg ins moderne Rußland .
Gefragt war eine völlig neue Kartenaufnahme unter Berücksichtigung astronomisch bestimmter Fixpunkte. An der Spitze der ins Land geholten westlichen Astronomen und Geographen stand J. N. Delisle, der von 1725-47 in Rußland arbeitete und aus dessen an der Akademie begründeten astronomischen Schule mehrere russische Astronomen von Ruf hervorgingen, indes seine Arbeiten für den 1745er Atlas – dem der weniger entscheidende Kirilovs von 1734 vorangegangen war – unter Reibungsverlusten litten. Dadurch bedingte mangelnde Aktualität und ungenügende Akkuratesse waren denn für ihn auch der Grund, weshalb er seinen Namen mit dem des Atlasses nicht gern verbunden sah. Wie zeitgenössisch auch schon M. V. Lomonossov gerügt hatte. Als Adjunkt beigegeben war Delisle der als ao Prof. der Astronomie und Mitglied der Akademie 1736 nach Petersburg berufene Gottfried Heinsius (Naumburg/S. 1709 – Leipzig 1769), der noch im Jahr des Erscheinens bereits einem Rufe nach Leipzig folgte. Siehe ADB XI, 656.
Die den europäischen Teil betreffenden Detail-Karten 1-13 gegenüber den 14 asiatischen – östlich der Flüsse Irtysch/Ob, doch noch bis zum Petschora-Delta – maßstablich sichtbar größer konzipiert und zudem mit meist reich figürlichinstruktiven Titelkartuschen geschmückt, welche, wie schon beim Atlas des Großen Kurfürsten, in Schwarz-Weiß belassen wurden. Die asiatischen hingegen nur mit einem Titelstreifen versehen. Ob dies nur der wirtschaftlichen Bedeutung und dem seinerzeitigen Bekanntheitsgrad zuzurechnen oder Ausdruck des von Delisle als unangebracht gerügten Verlangens nach hastigerer Fertigstellung der Arbeiten ist, möge hiesigerseits dahingestellt bleiben.
Deutscherseits von besonderem historischen Interesse
die

Leibniz’sche Version des Wolga-Don-Kanals ,
wie 1697 im Gespräch mit dem russischen Botschafter Golovin in Hannover skizziert.
Weiterhin von außerordentlichem Interesse für die Entwicklung der Kartographie ist die
wohl erstmalige Darstellung der Kurilen
als Inselkette in geschlossener bezeichneter Folge
zwischen Nordjapan – dessen Nordzipfel am unteren Kartenrand – und Kamtschatka ausgespannt. Die umstrittenen Inseln im Süden der Kette dabei korrekt etwas abgesetzt und näher zu Japan hin gelegen. Somit ohne die noch bei Kirilov und Haas, aber auch auf anderen, teils wesentlich späteren Karten zu findenden, praktisch die gesamte Südhälfte der Inselkette ausmachenden obskuren Staaten Island, Terre de la Compagnie und Terre de Jean da Gama, die zudem namentlich auf den früheren Karten lagemäßig eher an einen zu weit südlich geratenen, indes auch noch weitgehend unbekannten Alëutenbogen denken ließen.
Für den rein kartographischen Rang des Atlasses
gilt Goldenberg-Postnikovs Resumé :
„ Atlasses, maps and large scale plans become the principal basis for the development of topographic maps. They remain as remarkable monuments of the history of Russian cartography created by the toilers of field cartography … From the point of view of studying the maps of Russia of the 18th century as historico-geographical sources, the cartographic materials of general land survey are undoubtedly the most abundant and valuable sources in spite of their relative imperfections. “
Und speziell von hiesigem Atlas hatten
„ … Delisles Zeitgenossen … eine sehr hohe Meinung … und
der berühmte deutsche Gelehrte Euler
stellte ihn seinem Vaterlande als Beispiel vor Augen ,
da es von Deutschland damals noch keinen so vollständigen Atlas gab “
(Bagrow, Meister der Kartographie, S. 251).
Der erfasste Raum
entsprechend der Grenzen zur Zeit Elisabeth Petrownas, Peters Tochter (1709-62, Zarin seit 1741). Im Osten bis zur Bering-Straße, mit den Kurilen und Nord-Japan, im SO das später von Alexander II. (Zar seit 1855) erworbene Amur-Gebiet als Ganzes bis hin zum heutigen Wladiwostok. Ansonsten südlich bis in die Quellgebiete von Kerulen, Selenga + Irtysch – Kaspische Südküste – Arax-Fluß , dann etwa auf der Linie Trabzon – Konstanza durch das Schwarze Meer , westlich bis Kiew – Memel – Helsinki mit Teilen Finnlands – norwegischem Grenzgebiet . Im Norden bis ca. 85° nördlicher Breite .
Komplettbeschreibung per 15.684 aufliegend
Russische Reich in Europa, Das. / NW-Blatt. Landkarte von Frdr. Wilhelm Streit (gest. 1839) in grenzkolor. Stahlstich. (1836.) Signiert, datiert, bezeichnet. 28,4 x 22,8 cm.
Das Titelblatt der 4blätt. Karte (cpl. per 14.449 zu EUR 225). – Die Küste ab Stettin , mit Königsberg , Baltikum + Finnland , noch mit Göteborg. Schön eingezeichnet Petersburg samt Ladoga-Kanal. – Mit den Postrouten .
Angebots-Nr. 7.442 / EUR 76. (c. US$ 104.) + Versand
Präsentiert vor der Silhouette Petersburg’s
Die 3. russische Generalkarte
als
Abschluß einer nur 60 Jahre währenden Epoche
gigantischer kartographischer Entwicklungen
Treskot (Trescotti, Tresskott, Trouskot, Truscott), Ivan Fomic (1721-1786) + Jakob F. Schmidt. Tabula Geographica Generalis Imperii Russici ad normam novis simarum observationum astronomicarum concinnata a Ioh. Trescotio et Iac. Schmidio. Mit großer, in den Wolken schwebender
Titelkartusche mit Katharina II .
nebst Quadrant und Globus
mit die Ausdehnung des Reiches messender Putte ;
großer, vom russischen Adler mit Lorbeerkranz, Zepter und Posaune überflogener Kartusche mit Merkur + Athene
mit einer Karte des Reiches vor der Silhouette Petersburgs
und eines Dreimasters und umgeben von allerlei Kriegsgerät; und Landschaftskartusche mit felsiger Tundra nebst Obelisk und doppeltem Meilenzeiger. Von 3 Platten gedruckte kolor. Rußland-Karte ca. 1 : 7,5 Mill. in Kupferstich der acht Jahre späteren deutschen Ausgabe bei Tobias Conrad Lotter (1717-1777) in Augsburg. 1784. Signiert, datiert und bezeichnet. 64,3 x 140 cm.
Literatur
Harms, Catalogus van de Kaartencollectie Moll, 19; Lexikon zur Geschichte der Kartographie, Wien 1986, II, 688 f; Bagrow, A few remarks on maps of the Amur, the Tartar Strait and Sakhalin, in Imago Mundi, The International Journal for the History of Cartography, XII, 127-136.
List of Unusual Items that have come up for Sale – compiled by Tony Campbell, British Library – in Imago Mundi XLIIII, 140 (ein früher hier nach anderweitigem Vagabundieren in den 70ern in importante öffentliche Sammlung weitergereichtes Exemplar).
Nicht bei Grenacher, Guide to the cartographic history of the imperial city of Augsburg, in Imago Mundi XXII, 85 ff., Phillips, Atlasses + Maps of America. – In der British Library nur die von der Akademie der Wissenschaften in Petersburg veröffentlichte 1776er Originalfassung, während die von Tooley’s Dictionary nicht als Mehrblatt-Karte geführte Lotter’sche Rußland-Karte von 1788 wohl nur eine Neuauflage ist der von Grenacher für 1770 geführten (Phillips 3513, 26 als ca. 1772).
Außerordentlich seltene

dritte eigene Generalkarte Rußlands
über deren beiden Autoren trotz einer Reihe gemeinsam verfaßter Karten – neben hiesiger General- verschiedene Detailkarten – so gut wie nichts bekannt ist.
„ Auf Grund der beim Senat, dem obersten Verwaltungsorgan des Reiches eingelangten Kreiskarten der Geodäten und anderer (insbesondere von Expeditionen und Gesandtschaften stammenden) Materialien entstanden in der Folge mehrere Gesamtkarten des russischen Staates, die ihrerseits wieder als Quellen für die in anderen europäischen Ländern erstellten Rußland-Karten dienten: Als erste 1734 die Imperii Russici Tabula Generalis … (ca. 1 : 11,7 Mill.) von I. Kirilov; ihr folgten 1745 die Mappa Generalis Totius Imperii Russici (ca. 1 : 8,9 Mill.) im von der Petersburger Akademie der Wissenschaften herausgegebene Atlas Russicus (siehe per 15.684 oben), 1776 die ‚Tabula Geographica Generalis Imperii Russici‘ (ca. 1 : 7,5 Mill.) von I. F. Truscot(t) (Trescot) u. J. F. Schmidt … “
(Lexikon zur Geschichte der Kartographie).
Bemerkenswert auch der zunehmend größere Maßstab dieser Karten als äußeres Zeichen der mit Fortschreiten des 18. Jahrhunderts immer weiter zunehmenden Komplettierung der Landesvermessung. Und hiesige zugleich auch
mit Abstand die formatmäßig imperialste .
Der gleich vielen altkolorierten Kartenwerken in Schwarz-Weiß belassene Kartuschenschmuck ganz im Zeichen der von Katharina der Großen (Stettin 1729 – 1796, Tochter Christian August’s von Anhalt-Zerbst und seit 1762 Zarin des Hauses Holstein-Gottorp) verfolgten Politik in der Tradition Peters des Großen.
Hinsichtlich der Entwicklung der russischen Kartographie
erscheinen verschiedene Details von besonderem Interesse .
So die völlige Übergehung des in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts noch allgegenwärtig verfolgten Wolga-Don-Kanals in allen Versionen und Darstellungsvarianten. Hier war, nicht zuletzt nach einem vergeblichen Versuch noch unter Peters Ägide, das Interesse, da offensichtlich undurchführbar, erloschen.
Größtes Augenmerk verdienen indes
die asiatische Nordostküste sowie die Kurilen. Gegenüber den vorangegangenen Karten Kirilovs und des Atlas Russicus erscheinen lediglich Sakhalin und die nach Süden verlaufende Küste in der bekannten, seit Kirilovs Karte von 1734 unveränderten Form.
Schon etwas weiter nördlich beginnen mit den bislang zu groß gezeichneten, nunmehr in korrekter Größe in der jetzt auch spitz nach Westen verlaufenden Bucht des Ochotskischen Meeres erscheinenden Szantar-(Schantar-)Inseln die Veränderungen. Kamtchatka ist erheblich gestreckt und so seiner wirklichen Form nahezu angeglichen, die Kurilen hier wohl erstmals mit dieser Bezeichnung als ein Archipel gekennzeichnet, ansonsten aber – auch hinsichtlich der umstrittenen, näher zu Japan gelegenen Gruppe – der Darstellung auf der Generalkarte des Atlas Russicus und den jeweiligen Atlaskarten entsprechend. Lediglich der dort noch sichtbare äußerste Nordzipfel Japans hier nicht mehr im Kartenbild. Das auf den Kirilov- und Haas’schen Karten von 1734 bzw. 1739/43, aber auch noch auf der Lattré-Karte Asiens von ca. 1770 zu findende Terre de la Compagnie und da Gama-Land hier nunmehr wohl endgültig der Erinnerung an die große Zeit manchmal nur äußerst vager Entdeckungen anheimgegeben und in eine der Natur entsprechende Darstellung aufgelöst.
Als kartographischer Fortschritt
auffallend die starke, nach Nordwest weisende Abstumpfung der Tschuktschen-Halbinsel gegenüber den früheren Karten, die Kap Szalaginskoi (Kap Schelagskij), die nördliche Ecke der Halbinsel, noch spitz nach Nordost ausgreifend zeigten. Wenn auch die Küste noch zu unregelmäßig gezeichnet ist, so gleicht die Darstellung dem heutigen Bild.
In Abweichung zu Kirilovs wie auch der Detailkarte No. 18 des Atlas Russicus fehlen die nördlich Kap Szalaginskoi gelegenen gleichnamigen Inseln. Dies analog zur wohl zu flüchtig erstellten Generalkarte des Atlasses und obwohl die Lage der Inseln bereits durch Homanns wegweisende Karte von 1725 geklärt war. Unverändert fehlerhaft auch die um etliches zu klein und zu dicht am asiatischen Kontinent liegende, 1728 während der ersten Kamtschakta-Expedition von Vitus Bering (1680/81-1741) entdeckte und heute zu Amerika gehörende St. Lorenz-Insel. Ebenso ist die Diomedes-Insel („St. Diomedis“) als Teil eines ausgedehnteren Archipels kleinerer Inseln unmittelbar vor dem Festland dargestellt. Wie denn auch das zweifache Auftreten einer „I. St. Andrae“ in diesem Gebiet auf einige Unsicherheiten in den Berichten hindeutet.
Nunmehr richtig dagegen die Wiedergabe der vor der Mündung des Kolyma-Flusses gelegenen Bäreninseln, hier erstmals als Gruppe kleiner Inseln und mit dieser Bezeichnung. Auf der Kirilov-Karte – wie auch auf der 1743er Broedelet’schen Ausgabe der Haas-Karte von 1739 schon als eine große Insel eingezeichnet, auf allen anderen Karten jedoch noch fehlend.
Von höchster Bedeutung
die Erfassung des südlichen Alëuten-Bogens von den Kommandeurs-Inseln mit der Beringinsel vor Kamtschatka bis zu der auf der östlichen Seite des Ausgangs des Beringmeeres gelegenen Hauptgruppe und, da über Unalaska hinausgehend, bis praktisch vor die Südspitze der Halbinsel Alaska reichend.
Die West-Alëuten indes sichtlich zu weit westlich liegend und mit den Kommandeurs-Inseln praktisch eine Gruppe bildend. Das 1741 von Berings Stellvertreter, Alexei Iljitsch Tschirikow (1703-1748), entdeckte Attu als westlichster Alëuten-Insel – 200 Jahre später (1943) Schauplatz der einzigen Schlacht des 2. Weltkrieges auf amerikanischem Boden – zudem anscheinend in mehrere Inseln aufgeteilt, deren größte im Südwesten hier mit „Atta“ bezeichnet ist, wohingegen die südöstlichste mit „Ins St Theodori“ Tschirikows ursprüngliche Bezeichnung der Insel aufweist. In der von Jean Janvier verfaßten, ca. 1770 bei Lattré erschienenen Asien-Kontinentkarte figurieren die West-Alëuten in allerdings richtigerem Abstand zur Bering-Insel noch als lediglich schemenhafter Küstenstreifen „Terre vue par Mrs. Tchiricowe et Delisle (Louis De l’Isle de la Croyère, gest. 1741) en 7.bre 1741“.
Kartographische Novität
aber auch das von einem als Matocznik Szar (Matotschkin-Straße) bezeichneten Meeresarm geteilte Nowaja Semlja, wie zuvor – auch nicht auf Rigobert Bonne’s Rußlandkarte, erschienen 1771 bei Lattré in Paris – auf wohl keiner Karte zu finden. Im übrigen mit Bezeichnung der bekannten Kaps und Buchten, darunter Kap Nassau, Nordkap Asiens und heute Kap Mauritius, sowie der Eishafen, in dem Willem Barents (Mitte 16. Jhdt. – Nowaja Semlja 1697) während seiner zweiten Expedition den Winter 1696/97 verbrachte.
Komplettbeschreibung per 12.250 aufliegend
ridinger — niemeyer’s quizfragen
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Der frühere Direktor des Kupferstichkabinetts der Hamburger Kunsthalle, Wolf Stubbe, konstatierte in seiner Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) gewidmeten Publikation von 1966, dieser sei „ein Tiergestalter sui generis gewesen, dessen – wirklich einzige – Art von keinem anderen Künstler auch nur ähnlich wieder erfüllt worden“ sei. Worüber gern übersehen wird, daß ihn Ernst Welisch 1901 zugleich für den unstreitig „bedeutendste(n) Augsburger Landschafter (seiner) Zeit (in Anspruch genommen hatte) …, obzwar er hauptsächlich als Tiermaler bekannt ist“. Und resümierend erinnerte Rolf Biedermann 1987 in seinen „Meisterzeichnungen des Deutschen Barock“ daran, daß er „einer der wenigen Barockkünstler (sei), der seit seinem Tod … nie in Vergessenheit geriet“. Während weiterführend hierselbst seine Einbindung in die L’Art Macabre ebenso belegt werden konnte, wie, daß er die Jacques Louis David zugeschriebene Urheberschaft für die Wandlung des Historienbildes von der Darstellung heldenhafter Taten zur Reflexion über dieselben locker um sechzig Jahre vorweggenommen hat. Dennoch, so 1997 Alojzy Oborny, Direktor des Polnischen Nationalmuseums in Kielce, sei „dieser Künstler in der Vergangenheit einigermaßen verkannt (worden, doch würde sein) Rang in der Kunstgeschichte mit der Zeit immer höher“.
Nicht nur, daß er solchen Rang schon zu Lebzeiten eingenommen hatte, vielmehr konnte er es sich leisten, über selbst allerhöchste Wünsche nach Ölen erst nachzudenken, da sein ihn zu Berühmtheit geführtes graphisches Schaffen ihn vollauf beanspruchte. So klagte bereits der erst 50jährige gegenüber Wille in Paris, daß er „… wann mich die anfangs gedachte arbeit vor Sr Maj. die … nicht hinderte … (und er) nimmermehr geglaubet (habe) das ich den pensel noch einmahl ergreiffen würde da ich aber vor 2 Jahren ein paar quader an disen Hof gesant so bin ich bis dahero darum angegangen worden so das ich mich nicht entziehen kunte es zu acceptiren ich verhoffe bis ende otobris mit disen 4 Stücken fertig zu werden …“.
Und so finden sich die schönsten seiner bekannten Öle heute in einer der berühmtesten Galerien der Welt.
Frage
Um welche dieser nur wenigen Galerien von Weltrang handelt es sich und wer war der Auftraggeber ??
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Erlebnis Ridinger© 1698 – 1998
mit ihren 112 zu Erwerb gestellten Positionen Handzeichnungen + Druck-Platten , Büchern + Radierungen in Folgen + Einzelblättern , Kopien + frühen Postkarten, illustriert mit 53 (26 farbigen) tlw. blattgroßen bzw. (3, davon 2 farbig) gefalteten Abbildungen. Herausgegeben als Heft 20 der schriften der ridinger handlung niemeyer. Den Druck besorgte – natürlich – die 1740 zu schönster Ridinger-Zeit während dessen fruchtbarer Zusammenarbeit mit dem dortigen Senator, Juristen und Dichter Barthold Heinrich Brockes begründete Christians Druckerei in Hamburg, der heutigen Partnerstadt von St. Petersburg.
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Erarbeitete auch Gutachten
für zwei Petersburger Häfen
(Wiebeking, Karl Friedrich von, Wollin 1762 – München 1842). Der Küstenverlauf der Elbe von Grodenstack über Cuxhaven bis nordwestlich Kugelbake. Mit
6 großen Detaildarstellungen
zur Vorlandbefestigung sowie dreifachem Maßstab. Von 2 Platten gedruckter Kupferstich. 44,4 x 72 cm.
Plattenrand oben + unten jeweils ca. 4,5 cm breit. – Kaum bemerkbare Bugfalte am linken Bildrand. – Die Seitenränder unbeschnitten. Der rechte Rand von der Montage her etwas wellig und quetschspurig. Vereinzelte kleine Einrisse im Papierrand säurefrei hinterlegt.
Herausragende Spezialkarte , neben der genauen kartographischen Darstellung des Verlaufs der verschiedenen Deiche – Steinmarner , alter + neuer (von 1741) Döser Seedeich sowie alter + neuer Neuenfelder Deich nebst zugehörigen Sielen , Lahnungen , Watten und Vorländern – von besonderem Interesse die
ebenso instruktiven wie dekorativen Darstellungen
verschiedener Maßnahmen des Böschungsschutzes ,
so Profil der Steinkisten im alten Zustande – Steinkisten im neuesten Zustande – Profil der Ziegelböschung – Das Parabelwerck – Die Sinusböschung – Steindosierung am Neufelder Deich .
Deren jeweilige Verwendung zum Schutze des Vorlandes ebenso wie die Lahnungen im Watt in der Karte gesondert vermerkt. Darüberhinaus mit Baken, Leuchtfeuern und Landmarken wie Windmühlen und Häusern. Unter letzteren namentlich bezeichnet das Ritzebütteler Schloß – am Unterrand mit hierauf bezogenem Meridian und angedeutetem Breitenkreis – sowie das Quarantainehaus an der Kugelbake. Watten, Sände, Wiesen und Sumpfland mit jeweiliger Kennung.
Wiebeking , technisch ebenso vielseitig gebildet wie darüberhinausgehend geschichtlich interessiert, fand 1788 in Düsseldorf seine erste Stellung als Wasserbaumeister des Großherzogthums Berg, wechselte jedoch bald in hessische, österreichische und schließlich bayerische Dienste, um sich bereits 1818 aus dem Alltagsgeschäft zurückzuziehen und ganz seinen Schriften zu widmen. Indes lag
„ der Schwerpunkt seines Wirkens … unzweifelhaft auf dem Gebiete des Wasserbaues … (Er) verlangte die Schaffung hydrotechnischer staatlicher Versuchsanstalten … Der Kartographie wurde von W. sehr viel Zeit zugewendet … “
(ADB LV, 659 ff.). – Und Zögner, Kartenschätze, S. 157 :
„ … eine der fähigsten und produktivsten Persönlichkeiten des Kartenwesens seiner Zeit u. zugleich bekannter Wasser- u. Straßenbaumeister . “
Importante Arbeiten bildeten u. a. die Anlage eines neuen Hafens für Lindau sowie die erste größere Isarkorrektur nahe Münchens. Daneben Gutachten zu Überschwemmungsschutz und Anlagen von zwei Häfen in St. Petersburg, zur Verbesserung der Hafenverhältnisse Venedigs, Triests und Nieuwendieps in Holland. Den Bau des Ludwigs-Kanals lehnte er indes aus tiefer Überzeugung und in der Einsicht des Vorteils der aufkommenden Eisenbahnen ab. Hiesige Karte nun
Die seltene Gelegenheit zur Vergegenwärtigung des hochinteressanten Deichbaues neuzeitlicher Prägung à la Hauke Haien im heute
Petersburg partnerstadtschaftlich verbundenen Hamburgischen .
Angebots-Nr. 12.211 / EUR 808. / export price EUR 768. (c. US$ 1046.) + Versand
St. Petersburg? – Wolfsfänger, Russischer. Vorn groß nach links vor einem Holzlager zur Rechten mit Arbeiter-Staffage am Ufer eines von Segelboot + Ruderbooten belebten breiten Flusses mit gegenüberliegender Stadtteil-Silhouette, dominiert von Kuppel-Kathedrale, nebst steinerner Brücke
( Sankt Petersburg

mit Peter-und-Paul-Kathedrale und Petersburger Brücke?).
Stahlstich von Johann Siebert (geb. 1804, 1822/28 Schüler der Kunstschule, 1846 noch tätig, alles Nürnberg) nach S. Cooper (der Tiermaler Thomas Sidney C.?, Canterbury 1803 – Vernon Holme bei C. 1902). Ca. 1835. Bezeichnet: XXV / S. Cooper pinx. / I. Siebert sc. Nbg., ansonsten wie vor nebst Adresse der Kunstanstalt des Bibliograph. Instituts. 16,9 x 20,3 cm.
Mit dem nicht mitgemessenem vollen Plattenrand, wie für Stahlstiche eher seltener, und linksseitigem Heftrand.
Angebots-Nr. 14.823 / EUR 79. (c. US$ 108.) + Versand
Aus beiden Städten übrigens , Petersburg wie Hamburg ,
wie des weiteren bis aus Odessa, Moskau, Mailand, Amsterdam, Kopenhagen, versammelten sich auf teils klangvolle Empfehlungen hin seit 1803, im wesentlichen aber wohl erst nach 1825, in Wien 92 Schüler um einen Vollblut-Musiker, dessen Eigen-Kompositionen mit 1700 Aufführungen „bei weitem an der Spitze (standen), gefolgt von Wolfgang Amadeus Mozart mit (nur) 400“. Und der als Ohren- und Augenzeuge dabei war, als Beethoven in seinen dortigen frühen Jahren im Hause des Barons Wetzlar mit dem begnadeten Joseph Wölfl, „Clavierspieler außerordentlichster Art“, um die Siegespalme stritt und seinen bis heute bewunderten Ruhm des freien Fantasierens begründete. Als Dirigent stand jener Musiker diesem Titanen in dessen unerhörtester Schaffenszeit, für die die Literatur die Jahre von 1800 bis etwa 1812/13 ansieht, bis hin zu zeitweiser Haus- und Tischgenossenschaft nahe und dirigierte, beispielsweise, 1806 die beiden Aufführungen der zweiten Fassung des „Fidelio“, wobei die Meinungen der Literatur, ob als Ganzes oder nur teilweise, auseinandergehen. Am Ende schrieb er dem „ewig unbegreiflichen Meister“ (Schott’s Söhne in Ankündigung von op. 130 im August 1825, ergo zu Lebzeit!) und Gefährten der frühen Jahre die Choralmusik zur Totenmesse. Sein eigenes Leichenbegängnis zum Währinger Friedhof vierzehn Jahre später gestaltete sich seinerseits „unter einem ungeheuren Zudrange von Menschen aus allen Volksklassen“ und das „Österreichische Morgenblatt“ vom 1. September 1841 reihte ihn ein „in die (schon benachbart gelegene) Gesellschaft der unsterblichen Tonkünstler Beethoven und Franz Schubert … ‚Er ist in ihrem Bunde der Dritte‘ …“.
Als nun 1831 die Pest durch Abreise zahlreicher Schüler gedachtem Musiker spürbare finanzielle Einbußen brachte, machte er sich an eine Beethoven gewidmete Arbeit, die ihm die Fachwelt als unseriös bis heute verübelt. Gleichwohl nicht deren Anhang, in welchem er des vier Jahre zuvor Verewigten miterlebt-biographisch gedachte und damit den zweitfrühesten Abriß dessen Lebens, sprich Wirkens in Wien, lieferte. Den Titel dieses Anhanges zu jener 1832 erschienenen Publikation mißbrauchte sechs Jahre später ein deswegen ungerügt gebliebener anderer für seine eigenen Beethoven-Erinnerungen.
Der Zufall ließ das Original-Manuskript zu gedachtem biographischen Anhange auf den Markt und in hiesige Handlung gelangen, bereit, weitergereicht zu werden. Bei welcher Gelegenheit eine druckunbekannte Passage für einen der bewegendsten Momente im Leben des Unsterblichen zu Tage trat. Nämlich in Verbindung mit der ganz großartig noblen Geste der London Philharmonic Society, die den Sterbenden vor Dankbarkeit so unsagbar erschütterte. Der sich verarmt glaubende hatte die Gesellschaft um einen Vorschuß auf Späteres gebeten und postwendend 100 £ erhalten. Die der Testamentsvollstrecker, Stefan von Breuning, als ohnehin nicht benötigt gewesen „mit dankbarer Erkenntlichkeit remittirt(e)“. Diese im Manuskript ungeändert gebliebene importante Passage fehlt gleichwohl im Druck.
Frage
Wer ist der Autor , um welche Publikation handelt es sich und wie lautet der Titel des Anhangs?
Als Preis winkt den ersten zehn richtigen Lösungseinsendern – Eingangsschluß ist der 31. Mai 2003, 24 Uhr, als dem Aufgalopp der nächstfälligen monatlichen Aha-Seite – bei Ausschluß des Rechtsweges ein Exemplar der 15 € wertvollen, gelegentlich des Erwerbs des Manuskriptes per Bild + Transkription unter dem Titel
Gefährte schon der frühen Jahre – … …
erstmals vollständig veröffentlichten 12½blätterigen Manuskriptfassung mit illustriertem Umschlag in Rot + Schwarz.
Ganz gleich nun, ob Sie mailen, faxen oder schreiben – Seien Sie auf jeden Fall unter den ersten Zehn !!
„ heute kam ich wieder nach Hause und fand die Bilder vor. Sie sind wohlbehalten angekommen und in einem guten Zustand … Vielen Dank für Ihre Mühe “
(Frau E. K., 24. Juni 2002)




