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Von  den  besonderen  Ereignissen
+
Vorfallenheiten  des  neuen  Jahres :

» Seltenste  aller  Ridingerfolgen «

(Halle, Kat. 68, Tafelwerke des 17. + 18. Jhdts., 1928, Nr. 339)

Nämlich die ausschließlich von Johann Elias’ Ältestem, Martin Elias (1731 Augsburg 1780), nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragene und 1779 postum abgeschlossene Folge der “Besondern Ereignisse und Vorfallenheiten bei der Jagd„, Thienemann 343 ff., von deren 46 Blatt so bedeutende Ridinger-Bestände wie die zeitgenössischen Pembroke Folios nur 2 (!) Blatt, Coppenrath 1889/90 nur 33, Helbing 1900 nur 43, Baron Gutmann innerhalb der Marjoribanks Folios 1905 nur 45, Halle 1928 nur 28, davon nur „12 vollrandig und schön“, Gräflich Faber-Castell 1958 nur 3 (!) Blatt besaßen. Und der zu unterstellendermaßen

zwischen  1768 + vor  1779  bei  den  Ridingers  selbst  erworbene

Bestand der Sammlung von Behr des Hauses Stellichte das, was zu jenem Zeitpunkt greifbar war. Und das waren 36 Blatt zuzüglich, wohlüberlegt, ersatzweise für das gleichfalls noch fehlende „Titel-Blättlein“, Th. 343, des Titelblattes zu den Wundersamsten, Th. 242.

Dieser Torso durchweg schönster Erstausgabendrucke des tief in die Jahrhunderte reichenden Geschlechtes derer von Behr (bereits 1470 Belehnung mit der Wasserburg Stellichte) fand nach zig Generationen des Erstbesitzes zusammen mit completten Ridinger-Folgen jüngst seinen Weg in die ridinger handlung niemeyer, wo er nunmehr hilfreich ist, anderwärts Lücken zu schließen.

Von gedachten 37 Blatt sind im Augenblick noch die nachfolgenden 27 vergebbar, mit Ausnahme des anders konzipierten Wundersamsten-Titels sämtlichs mit der römischen Numerierung („Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.) als Merkmal ihres Erstzustandes. Ihr Erhaltungszustand folgt diesem hohen Standard durchweg, die individuellen Benotungen finden sich in den jeweiligen, per Link aufrufbaren detaillierten Einzelbeschreibungen. Generell ist die meist linke Bindeseite nur schmalrandig bei aber seinerseits immerhin rund cm-breitem weißen Plattenrand.

Der Gegebenheit, „fast durchgängig so eingerichtet (zu sein), dass immer zwei und zwei mit einander harmoniren und Seitenstücke bilden, wie sie denn auch paarweis verkauft worden sind“ (Th.), wird angebotsmäßig gleichwohl nur in den Fällen gefolgt, in denen die gegenseitige Bezugnahme besonders eng ist.

Fast  alle  Blätter  in  dieser  Liste  sind  verkauft .
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neu  hereingekommener  Blätter  dieser  seltenen  Folge
aus  einem  Sammelband  eines  alten  adeligen  Bestandes

Fuchsens Gänsewildern bei Ludwigsburg – Da ich Joseph Wagner bey dem Mondschein vor Tage bey Ludwigsburg an einem altwasser revierte … 33,5 x 25 cm. – Thienemann 344. – Blatt I.

Angebots-Nr. 14.464 / verkauft

Des Auerhanen Not bei Tübingen – Als ich Joseph Wagner Hochfürstl. Würtembergisch. Büchsenspanner 1738. einem angeschossenen Hirsch bey Tübingen im Forst auf dem Schweiß folgte … 33,7 x 24,8 cm. – Thienemann 345. – Blatt II.

Angebots-Nr. 14.485 / verkauft

Johann Elias Ridinger, Der arme Hase wird der sonnenscheuen Eule

Uhu, Hase, Jäger – Der arme Hase wird der Son(n)enscheuen Eule Und die des Jägers Rohr … 35,2 x 23,9 cm. – Thienemann 346; Helbing XXXIV, Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 860: SELTEN (1900). – Die sehr, sehr schöne Scenerie als Blatt III.

Angebots-Nr. 14.465 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Hase, Adler, Kuder, Jäger – Bildeinheit einer dreifachen Nahrungskette – Der arme Hase … 35,3 x 25,8 cm. – Thienemann 348. – Blatt V. – Oben gerundet.

Angebots-Nr. 14.554 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Johann Elias Ridinger, Vom Blitz erschlagenes Hirschpaar

Eine seltene Scenerie – Selten auch im Vorkommen – Ein schwarzes Sturmgewölk verdunkelt Thal u: Wald … Vom Blitz erschlagenes Hirschpaar. 35,3 x 26,1 cm. – Thienemann 349. – Fehlte 1900 dem 43blätt. Helbing-Bestand. – Blatt VI.

Angebots-Nr. 14.488 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Martin Elias Ridinger, Hirsche (Braunschweig-Bevern)Martin Elias Ridinger, Rehe (Braunschweig-Bevern)

Mit Tatort Vorpommern-Stettin + braunschweigischem Täterprofil – Diese Hirschen … Haben … August Wilchelm Herzog zu Brschwg. Bevern … + Diese Reche Böcke … haben (derselbe) … 2 Blatt. 35,2-35,3 x 26 cm. – Thienemann 350/51. – Blätter VII + VIII , letzteres fehlte 1889/90 dem 33blätt. Coppenrath-Bestand. – Deren paarweises Verkauftwordensein hier, selten so schön, durch die jeweils punktgenauen beiden Löchlein im weißen Oberrand als Spuren ihres Zusammenbindens dokumentiert. –  Eines  der  thematisch  am  schönsten  aufeinander  abgestimmten  Pendants  der  Folge .

Angebots-Nr. 14.477 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Hohenloher Knall + Fall-Waidmannsheil – Den 24 Septr. An(n)o 1763 haben … der jezt regierende Fürst zu HOHENLOHE=NEUENSTEIN LUDWIG FRIDERICH CARL Diesen Hirsch von 18 Enden auf der großen Gerlachs=Heimath=Wiesen, in dem Forst Rosbach genant, Knall und Fall geschossen. Schreiender Brunfthirsch in prächtigem Kopfschmuck und mit schöner Mähne breit nach rechts in parkartiger Landschaft. Seitlich rechts zurückgesetzt, reizvoll instruktiv,

zwei  Baumgruppen  mit  Anstandummantelung ,

deren vordere vom fürstlichen Schützen und mutmaßlich dem Maler als seinem Jagdgesellen besetzt ist. Nach Georg Adam Eger (1727 Murrhardt 1808). 35,9 x 25,3 cm. – Thienemann 352. – Blatt IX.

Angebots-Nr. 14.479 / verkauft

„Gehört zu den besten in dieser Sammlung“ – Karl Friderich Fürst zu Hohenzollern Sigmaringen Schießet diesen Hirsch von ohngerad 18. Enden in des Fürstenbüchen Faulbron(n)er Forsts d. 30. 7brs. 1773. so gewogen ganzer 375. ℔ ausgeweyder 296 ℔ daß ℔ à 40 Loth. Breit nach rechts mit Eichenlaub im Äser und sein Prachtgeweih ausspielend. 35,7 x 26,5 cm. – Thienemann 353. – Blatt X , fehlte 1889/90 dem 33blätt. Coppenrath-Bestand. – Siehe auch die Geweihvorlagen-Zeichnung zu diesem Blatt.

Angebots-Nr. 14.480 / verkauft

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neu  hereingekommener  Blätter  dieser  seltenen  Folge
aus  einem  Sammelband  eines  alten  adeligen  Bestandes

Hohenzollern-Sigmaringen – Wie die Hirsche in dem Brudel beschlichen u. gepürschet werden. / Der Einsprung, in den Thier=Garten. 2x Waidmannsheil Karl Friederichs Fürst zu Hohenzollern-Sigmaringen. 2 Blatt. 26,5-26,7 x 37,6 cm. – Thienemann 354/55. – Blätter XI (vier Hirsche im Feuer zweier Schützen) + XII , fehlend beide 1889/90 bei Coppenrath + Blatt XII außerdem 1900 Helbing.

Angebots-Nr. 14.487 / verkauft

Naturkundliche Raritäten zu Geislingen/Steige etc. Dieser Hirsch von 14 Enden … so ein 3 Läuffer, u: welchen man 1 ganzes Jahr in dieser Figur herum lauffen sehn, ist 1748. d. 12 7brs. von Ihro Hochfürstl: Durchl: dem regierenden Herrn Land Grafen zu Hessen Darmstadt im Forst  windhaußen  im Kriegel Kopf bey  meiches  (Lautertal/Vogelsberg) in denen Loggen eingestellt geschoßen worden. durch welchen Zufall er um seinen Fuß gekom(m)en? wird wohl niemand so gleich errathen. ist es durch ein Schuß vor Zeiten geschehe(n) oder hat er ihn in einem Sprung abgebrochen. u: wie hät sich daß weesen so besonders selber geheilet u: der andere Rumpf vom Leibe getren(n)et, welcher Mensch mag sich selber so gut helfen oder curieren. / Detto zu  Geißlingen  (Steige)  Ao. 1739 d. 20. Decbr. ist dieses mit 3 Läufen abgemahlte HirschKalb, im Ziegelwald geschoßen worden, von Joh. Martin Bückle, Holzwart zu  Ambt=stetten. so von natur also wunderbar gefallen, u: nur die Spur von einer Klauen, an der Brust zeigete. Des weiteren ein zweites Kalb mit gelähmten Vorderfüßen. In weiträumiger Parklandschaft vor einem zurückgesetzten Plateau mit Freitreppe und hoher Fontaine. Radierung mit Kupferstich. 35,7 x 26,8 cm.

Thienemann 356. – Blatt XIII (Abbildung desselben in Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, V.21). – Ohne die römische Numerierung entsprechend der Denumerierung gelegentlich von Engelbrecht’schen Neuabzügen um 1824, im hiesigen jetzigen Zustand mit arab. Nr. 91 als Merkmal ihrer ersatzweisen Verwendung in einer späteren Neuausgabe der Wundersamsten und damit klassischer Beleg für die ideelle Beschaffenheit der Vorfallenheiten-Folge als „eine(r) Art Fortsetzung (zur Serie) der ‚Wundersamsten Hirsche‘, … (da) neben tatsächlichen ‚besonderen Vorfallenheiten‘ …

auch  Darstellungen  zoologischer  Merkwürdigkeiten

ähnlich den ‚Wundersamsten Hirschen‘“ (enthaltend; Stefan Morét). – Nicht Provenienz von Behr.

Ref.-Nr. 14.984 / Lagerware – nicht katalogisiert / Beschreibung + Angebot anfordern

Johann Elias Ridinger, Iltis überrascht Gänse

Ein böser Feind hat hier die wilde Gans erschrekt; Sie war mit ihrer Brut in sichres Rohr verstekt. Sie glaubte sich ganz frey von allen Überfällen; Allein der Iltis weiß ihr heimlich nachzustellen. 28,3 x 26,4 cm. – Thienemann 357. – Blatt XIV.

Angebots-Nr. 14.489 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Johann Elias Ridinger, Kuder überfallen Reiher

Nicht nur der Falken Beute – Schlau ist des Katers list … Hier löscht des Reigers Schweiß die stark erhizte Glut … In schilfbestandenem Bergkessel je zwei Reiher mit ausgebreiteten Schwingen + Kuder. 28,1 x 26,5 cm. – Thienemann 358. – Blatt XV.

Angebots-Nr. 14.467 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

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Der Jäger und der Hunde Lust – Aufbruch, Erquickung und Ruhe der Jäger + Meute(n). Vier Stationen nebst jeweils 6zeil. Untertext auf 2 Blatt. 32,1 x 21,5-21,6 cm. – Thienemann 359/360. – Blätter XVI + XVII. – Bild 1: „Des Jägers schlaue List denkt hier auf neue Neze … Theilt seine Hunde aus, füllt seine Taschen voll Mit Hagel u: mit Feuer, dadurch das Schwein zu fällen …“ – Bild 2: „Des Jägers Kunst weißt hier den Haasen zu erreichen, Die Hunde stehen ihm mit Schnelligkeit auch bey …“ – Bild 3: „Ein klare Quell … gibt … oft auch dem matten Jäger Stärkung, Der manchmal auf sein Glück u: hiziges Jagen flucht; Wenn er im Wald u: feld u: in den heiß’sten tagen Muß Hize, Staub u: Angst gedultig übertragen.“ – Bild 4: „Vom Jagen ganz erhizt u: durch den lauf ermattet Erquikt sich Herr u: Hund in ausgestrekter Ruh …“. –  Die  seltenen  Sujets .

Angebots-Nr. 14.490 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Johann Elias Ridinger, Amerikanischer Bison kämpft Bären ab

„Gewissermaßen das Haustier der Indianer“ – Ein Amerikanischer Bison wie er die angefallne Bären abkämpfet. 25,4 x 35,5 cm. – Thienemann 361. – Blatt XVIII. – Die kraftvolle Szenerie aus der Neuen Welt !

Angebots-Nr. 14.474 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Der Steinbock wird erschrekt durch eines Luchsen List … / Der böse listige Luchs empfänget seinen Lohn … Pendants. 34,3-35,5 x 25,2 cm. – Thienemann 363/64. – Paar XX/XXI. – Mit jeweils 4zeiligem Untertext. – Herrlich zunächst die mitreißende Salto Mortale-Flucht des Steinbocks, instruktiv sodann dessen Abrechnung mit dem Gegner: „dem unter ihm liegenden Luchse (drückt er) an einem Felsen mit starken Hörnern das Genick entzwei.“ – Nicht Provenienz von Behr.

Ref.-Nr. 14.979 / Lagerware – nicht katalogisiert / Beschreibung + Angebot anfordern

Johann Elias Ridinger, Fuchs bringt die Gans

Der, der die Gans bringt – Welch eine Boßheit ists, die hier der Fuchs verübet! Reineke, eine Gans am Schlafittchen, eine von Felsgestein gesäumte hochherrschaftliche Freitreppe im Walde emporsteigend. 34 x 24,6 cm. – Thienemann 365; Helbing XXXIV, 880:  Sehr  selten  (1900). – Blatt XXII. – Das Sujet, das seinesgleichen sucht .

Angebots-Nr. 14.468 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Doch – auch der Vögel Wuth rächt sich an ihren Feinden … Von zwei Alpen-Geieradlern (Bartgeier/Lämmergeier) in eine Felsspalte zu Tode gestoßener Gamsbock, die groß und schön gezeichneten ersteren im Begriffe, sich schreiend zu ihm hinabzulassen. 34 x 24,8 cm. – Thienemann 366; Helbing XXXIV, 881:  Sehr  selten  (1900). – Blatt XXIII.

Angebots-Nr. 14.469 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Johann Elias Ridinger, Strauss gegen Wolf/FuchsJohann Elias Ridinger, Casuar gegen Luchs

Strauss + Casuar contra Wolf/Fuchs + Luchs – Wehr gegen jeweils drei Wölfe (recte wohl eher Schakale als die in den Sagen gleichpositionierten Füchse der Bibel, Th.; als Füchse auch bei Weigel angesprochen) + Luchse , deren letzterer einer erledigt ist. 2 Blatt. 30,2 x 25-25,2 cm. – Thienemann 369/70; Helbing XXXIV, 885/86, davon letzteres „SEHR  SELTEN“ (1900). – Siehe die 1764er Federzeichnungen im 1869er Weigel-Katalog, Ridinger-Appendix, 396 + 395. – Das Paar XXVI/XXVII.

Ein Rest des ursprünglichen Heftfadens als Zeichen ihres Zusammengebundengewesenseins bei XXVII noch vorhanden, was umso reizvoller ist, als, wie gesagt, vom jetzigen Vorbesitz bei den Ridingers selbst erworben sein dürfend.

Angebots-Nr. 14.494 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Martin Elias Ridinger, Axishirsche

Der Asiatische oder Axishirsch – Auf dieser Blatte habe ein paar Abbildungen von Asiatischen Hirschen vorstellig gemacht, welche wegen ihrer regelmæßigen Art in Flecken seltsam anzusehn seyn … Sie haben aber mit (Damhirschen) und unsern wild Hirschen viel gemeines … von großen Herrn auch pflegen in Lust=Gærten gehalten zu werden … habe solche nach dem Leben abgezeichnet 1774. Hirsch + Tier, beide mit Halsband, das des letzteren mit Monogramm B(D?)TOH ( HOHENLOHE ? ), in Park mit Freitreppe, Fontaine etc. 33,5 x 25 cm.

Thienemann 372; Helbing XXXIV, 888:  AEUSSERST  SELTEN (1900). – FEHLEND 1889/90 bei Coppenrath und Helbing benotete es innerhalb seiner 43 mit  50  Goldmark  und  damit  mit  großem  Abstand  zum  Gros  der übrigen . – Blatt XXIX.

Seltene  Darstellung . – Martin Elias könnte das Paar umsomehr in einem Hohenlohe’schen Park gesehen haben, als der ihm schon aus dessen Darmstädter Zeit verbundene Georg Adam Eger in den 70ern in dortigen Diensten gestanden zu haben scheint (siehe oben Blatt IX).

Angebots-Nr. 14.492 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Martin Elias Ridinger, Kormoran-Scharbe + Seeadler in Tirol am Innsee

Im Tÿrol am Inn=See Begab sichs da ich als alldortiger Holz=wart … gieng, daß ich einen so genanten See=Adler (Th.: Kormoran-Scharbe) mit seinen jungen antraf welchen in dem Augen blick ein Großer Raub Vogel (Th.: Seeadler) ein junges zu hohlen trachtete … Der Holzwart mit seinem Hund rechtsseits in Baum-/Strauchpartie, die Attacke/Verteidigung ufernah über dem Wasser, am jenseitigen Ufer eine Kirche. 25 x 33,5 cm.

Thienemann 374; Helbing XXXIV, 890:  SEHR  SELTEN (1900). – FEHLEND 1889/90 bei Coppenrath und Helbing benotete es  mit  50  Goldmark  und  damit  mit  großem  Abstand  zum  Gros  der übrigen 42. – Thematisch  sehr  schön  und  auch  lokalmäßig  sehr  rar . – Blatt XXXI.

Angebots-Nr. 14.461 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Martin Elias Ridinger, Schwan + Seeadler am Ammergausee

Im am(m)ergau=See in Bayren wurde mir von einem Jaeger ebenfals erzehlet, daß als er auf einen wilden (Sing-?)Schwanen angeschlagen, Ihme ohn vermuhtet … auch ein Besonders starcker (See-)Adler so zu reden in den Schuß geflogen … Der Schütze nebst zwei Hunden und einem schon erlegten kleineren Vogel links in einer Dreier-Baumgruppe, der Kampf Seeadler/Schwan über dem offenen Wasser mit Blick auf das jenseitige Ufer. 24,7 x 33,7 cm. – Blatt XXXII.

Thienemann 375; Helbing XXXIV, 891:  SEHR  SELTEN (1900). – FEHLEND 1889/90 bei Coppenrath und Helbing benotete es mit weitem Abstand zu den übrigen 42  mit  80  Goldmark  am  zweithöchsten !

Angebots-Nr. 14.460 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Johann Elias Ridinger, Welt WeltJohann Elias Ridinger, Ach Ach

Welt Welt / Ach Ach – Die Füchsen hohleten sich im Hüner Stall ein Gastmahl, allein alsbald wurden Hunde auf Sie abgehezt … + Die Nacht Eulen verzehreten ein armes Häßlein, so bald kom(m)en auch Kazzen dazu, u: wollen sie mit samt dem Haasen fressen … Ein Uhu – kommentiert Thienemann – , auf einem erbeuteten Hasen sitzend, wird von zwei Katzen angefallen, welche ihm den Hasen entreissen wollen. Oben will eine zweite Eule herabfliegen und den Raub verhindern. Lebhaft-wandtüchtige Scenerien in hügeliger schöner Gewässerlandschaft (bei Vollmond), angesiedelt jeweils am anderen Ende desselben Wassers. 33,7-33,8 x 24,7-25,1 cm.

Thienemann 376 + 377 (Helbing XXXIV, 893: SELTEN ; 1900). – Das Paar XXXIII/XXXIV. – Mit Untertext, zu „Welt Welt“ u. a.

„ Alle  wackere  Junggesellen  sind  den  Schönen  auch  beschwerlich ,

aber  Leztere  wiederum  erstern  öffter  auch  Gefährlich “,

wozu Thienemann lakonisch anmerkt „Wie aber die Jungfern und Junggesellen hierher passen, mag Ridinger wissen“.

Angebots-Nr. 14.496 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Wie weislich hat doch Gott die Gaben ausgetheilet! Die Vögel in der Luft, die Thiere auf der Erden … . Zwei großohrige Fledermäuse (Vespertilio auritus. Linn.), ganz groß, auf halbem Blattformat, in der Luft fliegend. Die eine von vorn, die andere von hinten. Den Vordergrund bilden, à la Karl Wilhelm de Hamilton, dem „Tierstilleben-Spezialisten“ und Hofmaler des Augsburger Fürstbischofs, in dessen Werkstatt der junge Ridinger möglicherweise gearbeitet hat, schön und groß gezeichnete Disteln nebst zwei Fröschen. 38,3 x 28 cm.

Thienemann 378. – Blatt XXXV. – Von  auch  individuell-schönster  Bildwirkung  mit 12zeil. Untertext .

Angebots-Nr. 14.472 / verkauft

Johann Elias Ridinger, Chamäleons und Eidechse

Äußerst seltene Amphibien-Darstellung – Daß Gott sehr herrlich ist in allen seinen Werken, Lehrt das Chamäleon … . Lauter Amphibien – beschreibt Thienemann – oben (gut drittelblattgroß) zwei  Chamäleons  auf Baumzweigen, das eine fängt einen Zweiflügler; unten schöne Staudengewächse, auf ihnen die gemeine grüne  Eidechse , einen  Argusfalter  im Munde. Gesamthaft à la de Hamilton wie vor. Das Ambiente bergig, hoch oben rechts ausgedehnte Schloßanlage. 38,5 x 28,3 cm.

Thienemann 379; Helbing XXXIV, 895:  SEHR  SELTEN (1900) , bewertet mit  50  Goldmark  und  damit  mit  großem  Abstand  zum  Gros  der übrigen 42. – Blatt XXXVI.

Thematisch  äußerst  seltene  Darstellung – einzige wohl des Ridinger-Œuvre – von  auch  ganz  großartiger  Bildwirkung  mit 12zeil. Untertext.

Angebots-Nr. 14.493 / verkauftneues Exemplar hier verfügbar

Der Wertheimer Tausendsassa – Dieser abgemahlte Mater ist schon 7 Jahr bey … Graf Friederich Ludwigs zu Löwenstein Wertheim … und dermaßen Zahm … 1746. Der die weiße Hündin Mädel flöhende Marder Gertel, dessen ganz erstaunliches Hausverhalten der Untertext auflistet. 31,6 x 21,8 cm.

Thienemann 388; Schwerdt III, 140, a; Helbing XXXIV, 905. – Blatt XXXXV. – Nicht Provenienz von Behr. – Die bildseits nicht unsympathische gleichmäßige minimale Alterstönung rückseits als ganz schwache Bräunung wahrnehmbar. Die beiden Unterecken mit minimalstem bzw. kleinem Ausriß.

Angebots-Nr. 14.651 / verkauft

FOLGEN – ohne Behr-Prov. – mit Thienemann 389/90 zwei Tafeln, „welche füglich zu voriger Sammlung gerechnet werden könnten … Sie werden zusammen in den Verzeichnissen genannt und gehören auch zusammen“:

Johann Elias Ridinger, Wild, von Wildkatzen gepürschtJohann Elias Ridinger, Wildenten, von Füchsen gepürscht

Wildenten, von Wildkatzen und Füchsen gepürscht. 2 Blatt. 36,4-36,6 x 26,8-26,9 cm. – Thienemann 389/90; Helbing XXXIV, 906 („Kleine Folge von 2 Blatt“); Coppenrath, 1889, Nr. 1547:  SELTENE  BLÄTTER .

Vgl. die Zeichnungen im Gegensinn aus Vorbesitz W. P. Knowles, Rotterdam u. Wiesbaden (Lugt 2643), in Augsburg, Ridinger-Ausstellungs-Katalog 1967, Nrn. 72 f. bzw. Biedermann, Meisterzeichnungen des deutschen Barock, 1987, Nrn. 164 f. nebst blattgroßen Abbildungen. Dortselbst auch die beiden originalen Druck-Platten, zuvor in Ridinger-Katalog Niemeyer, 1998, Nr. 52 nebst Farbabb. – Mit 12-Zeiler. – Von herrlich warmtonigem Hell-Dunkel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.726 / EUR  1270. / export price EUR  1207. (c. US$ 1395.) + Versand

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„ herzlichen Dank für die rasche und ausführliche Behandlung meiner Anfrage. Ich bestelle hiermit beide o. a. Gebote … bin ich auch mit Vorauszahlung einverstanden “

(Frau R. R., 20. November 2002)