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Auch  als  Tier  des  Jahres  2003

begegnet  man  ihm  besser  nicht

in  unseren  öffentlichen  Wäldern

Denn  Wolf  bleibt  Wolf

Heimlich  +  scheu ,

aber  auch  ausdauernd , aggressiv  —  und  blutrünstig

 

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Wölffe von 3. bis 4. Iahren und ausgewachsenen Alter haben auf einmahl 8. bis 9. Iunge, leben bis 20. Iahr. Von Felsen umgeben fünf heulende Wölfe in abwechselnder Stellung. Radierung und Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: 21. / Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger invent. delin. Sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor dt., franz., lat. + unten. 34,5 x 42 cm.

Thienemann + Schwarz 216. – Blatt 21 der Folge Betrachtung der Wilden Thiere. – Titel in dt.-franz.-lat. Paralleltext. – 14-Zeiler von Brockes in Deutsch.

Johann Elias Ridinger, Wölfe

Das gerade auch landschaftlich außerordentlich schöne Szenarium – Thienemann’s „schauerliche Scene“ allenfalls gedanklicher Art – in dreiseits 2,7-3,2, rechts 5,5 cm breitrandigem Abdruck von leuchtend-herrlicher Qualität und damit Seltenheit. – Schwarz’ vorangestellte Signaturangabe mit „inv.“, „pinx.“ + „s“culps. statt, wie hier, „invent.“, „delin.“ + „S“culps. wohl nur irrtümlich pauschalierend.

Angebots-Nr. 15.589 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 716.) + Versand

– Dasselbe als nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger bei Felsing, Berlin. Ca. 1900-20.

Angebots-Nr. 28.466 / EUR  29. (c. US$ 32.) + Versand

Wölfe im Nebel. Deren zwei bei durchgekommenem Mond vor nur schemenhaft erkennbarem Gehöft. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Ernest Bellecroix (Alençon, Orne, 1837 – nach 1877?). Ca. 1870. Bezeichnet: Er. Bellecroix / Huyot., ansonsten wie vor. 14,8 x 21,8 cm. – Abdruck von 1873. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.221 / EUR  65. (c. US$ 71.) + Versand

Tempesta, Antonio (Florenz 1555 – Rom 1630). Die Bejagung des Wolfes. Vorn links mittels Gewehr unter Darstellung auch der Handhabung des Ladestockes, dabei schon ein erlegter. Im Mittelgrund folgen zwei dem von Reiter geschleiftem Schafluder, beobachtet von einem im Baum ansitzenden Schützen. Zurückgesetzt soll ein im Wolfseisen gefangener erschlagen, alternativ mit dem Spieß erledigt werden. Radierung von bzw. bei Claes Jansz. Visscher de Jonghe (1586 Amsterdam 1652). (1639.) 10,5 x 14 cm.

Schwerdt II, 251 („proof impressions“). – Auf feinem, breitrandigem Bütten mit typograph. Wz. als wohl Gegenmarke zum Wappen-Wz. einiger weiterer hier vorliegender Blätter der Folge.

Antonio Tempesta, Bejagung des Wolfes

Höchst  instruktives  und  auch  sehr  malerisches  Blatt

aus dem zweiten Teil der insgesamt 32 Tafeln umfassenden Folge der Aucupationis Multifariæ Effegies Artificiosissimé depictæ et inventæ ab Antonio Tempesta Florentino und hier wie bei Schwerdt vorliegend in

Frühdruck  vor  der  Schrift

mit lediglich der Nummer „12“ rechts im breiten weißen unteren Plattenrand aus der von Lugt nicht identifizierten Sammlung „EK“ mit deren rückseitigem kleinen schwarzen runden Monogramm-Stempel (ligiert, Lugt 3549, Zeichnungen und Grafik des 17.-19. Jhdts.) sowie irriger Zuweisung an Christoffel van Sichem „um 1550 – 1600 / Delft – Augsburg“ in Bleistift.

Angebots-Nr. 28.558 / EUR  135. (c. US$ 147.) + Versand

– – – Dasselbe , hier zu Pferde, aber auch zu Fuß, mit Schwert und Spieß. In der großen Gruppe vorn geht der schon attackierte Wolf noch das Pferd an. Links im Mittelgrund Schafherde vor Anwesen, ganz zurückgesetzt gegen ein Kirchdorf hin Netze. Radierung wie vor. 10,8 x 14 cm. – Blatt 9 der Folge. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.559 / EUR  125. (c. US$ 136.) + Versand

– – Ein Wolfsrudel richtet unter den Rindern, Ziegen und Schafen eines korsischen Gehöfts – davor zwei Hirten nebst Hund, von all dem keine Notiz nehmend – ein Blutbad an. Radierung wie vor, jedoch aus der Folge der Venationes Ferarum, Avium, Piscium pugnæ Bestiariorum et mutuæ Bestianrum delineatæ ab Antonio Tempesta von ca. 1627. 9,3 x 14,7 cm. – Blatt 10 der Folge. – Mit dem Wasserzeichen des Amsterdamer Wappen mit Löwen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.560 / EUR  99. (c. US$ 108.) + Versand

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Wolff in dem Schlag-Eisen. Das an einer Kette befestigte Eisen schnürt den Hals zu. Radierung und Kupferstich. (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 24,9 x 36,4 cm.

Thienemann + Schwarz 85; Schwerdt III, 135, 17 („A rare set, of importance to those who are interested in the various methods of trapping wild animals“). – Blatt 17 der Fangarten-Folge, von Halle in München 1928 als die „Seltenste aller Jagdfolgen Ridingers“ angesehen (LXVIII/323). – Instruktiver 6zeil. Untertext. – Kontrastreicher Abdruck. – Ausbesserungen im Rand links und links unten, teils auch noch den weißen Plattenrand tangierend.

Angebots-Nr. 28.010 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 461.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Wölfe

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). ordentlicher Wolf. ganz weißer Wolf. Kolor. Radierung/Kupferstich, vermutlich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: LUPUS VULGARIS. / LUPUS ALICAUS. / Loup ordinaire. / Loup blanc. / Familia IV. Fünfzähige. / Ridinger fec., ansonsten wie vor. 31,2 x 20,9 cm.

Thienemann + Schwarz 1062. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen , unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

„ Der Wolf … ist ein sehr raubbegieriges und schädliches Thier und richtet sowohl in den Wäldern unter dem Wilde als auf den Feldern unter den Heerden oft großen Schaden an … Seine Farbe ist …

wiewohl  es  auch  in  den  nordischen  Ländern  ganz  weisse … giebt “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, SS. 9 f., in Kopie beiliegend).

Das  schöne  Sujet  in  seiner  leuchtenden  Farbigkeit

mit Wz. Straßburger Lilie über Wappen + C & I Honig (Heawood 64) als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 2-3,3 cm, unten 4,8 cm breitrandig. – Rückseitiger kleiner Wachs-Braunfleck oben + einige Braunstippen in unterster Textzeile gänzlich übersehbar schwach ins Bild durchschlagend, sonst beneidenswert makellos.

Angebots-Nr. 15.921 / EUR  470. / export price EUR  447. (c. US$ 488.) + Versand

Isegrimm. Vor winterlichem Stangenholz mit Blick auf den Betrachter. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Jules Gélibert (Bagnères-de-Bigorre/Hautes-Pyrénées 1834 – Capbreton/Landes 1916). Ca. 1870. Bezeichnet: Jhuyot. / Jules Gélibert, ansonsten wie vor. 14,8 x 21,8 cm.

Angebots-Nr. 11.220 / EUR  65. (c. US$ 71.) + Versand

Sennenhunde im Kampf mit einem Wolf. Der Wolf ist schon an der Kehle gepackt, vom Haus kommt der Senn mit Gewehr hinzu. Getönter Holzstich nach Friedrich Specht (Lauffen am Neckar 1849 – Stuttgart 1909) bei Adolf Cloß, Stgt. (1875/76.) Bezeichnet: FSpecht (ligiert), ansonsten typographisch wie vor. 27,3 x 20,3 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 9.549 / EUR  84. (c. US$ 92.) + Versand

Die  „ Malerische “  Wolfsgrube

Zeichnungs-Unikat  der  Frühzeit

von  höchster  Güte

Johann Elias Ridinger, Der Wolf in der Grube zu fangen mit dem Schafe

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Wolff in der Grube zu fangen mit dem Schafe. Im Vordergrund einer baumbestandenen Gebirgslandschaft eine Wolfsfalle mit aufragendem Stamme nebst Wagenrad an der Spitze, auf dem ein Lamm liegt, dessen Blöken vier Wölfe herbeigelockt hat, deren erster bereits in die Grube stürzt. Lavierte Tuschpinsel- und Bister-Federzeichnung. Ca. 1729. Rückseits mit Graphit hs. bezeichnet wie vor. 292-295 x 422-423 mm.

Auf leichtem Bütten mit umlaufend bis zu 17 mm breitem Rand. – Stecknadelkopfkleines Löchlein, geglättete Längs- und Querfalte und gesamthaft etwas zeitspurig, die von unveränderter Farbfrische bestimmte Bildwirkung indes praktisch nicht beeinträchtigend. Vom früheren Unterlagekarton ganz schwach durchgeschlagene Stockflecken bis auf einen nur rückseits wahrnehmbar.

Malerisch  ganz  vollkommen  durchgeführte , herrliche  Arbeit

als Ursprungszeichnung  vor  deren zwecks Plattenübertragung seitenverkehrter Umzeichnung für die gleichnamige Radierung Thienemann 41 als der großen Version der beiden Wolfsgruben-Blätter der ab 1729 erschienenen „Fürsten Jagd-Lust“ und in solch vollendeter Ausarbeitung in Verbindung mit einer Graphik

heute  auch  im  Ridinger-Œuvre  zu  den  größten  Seltenheiten  zählend .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.450 / Preis auf Anfrage

Ernst Philipp Thoman von Hagelstein, Wolfsjagd

Die  Wolfsjagd  als  erstes  Lehrstück

Thoman(n) von Hagelstein, Ernst Philipp (1657 Augsburg 1726). Lehrstücke des Jagens. Folge von 4 Blatt. Schabkunstblätter in Braundruck. Blatt 1 bezeichnet: E. P. Thoman. excudit. 35,2 x 49,7 cm bzw. (Bll. 1-3) Bildgröße 34,3-35 x 49-49,4 cm.

Schwerdt III, 171, a (Baillie-Grohman’s Exemplar; „A complete and interesting set“). – Zwecks Einpassung in einen Sammelband dreiseits auf Plattenkante (nur Blatt 4 mit feinem Rändchen) und unten unter Verlust der deutschen Vierzeiler + der Numerierung (Schwerdt: N.1–N.4) geschnitten, alt auf Bütten montiert und mit Bisterlinie eingefaßt. Im weißen Oberrand alte Inv.-Beschriftung (Nro 1, 7, 8, 6/Tom: X/Fol 88, 94, 95, 93), gleichfalls in Bister. – Geglättete Mittelfalte.

Bildlich  +  instruktiv  prächtige  Folge

von  complett  allergrößter  Seltenheit

(hier nur das heute im British Museum befindliche Schwerdt-Baillie-Grohman’sche Exemplar nachweisbar) in den schönen Drucken eines umfassenden alten Bestandes, reich nuanciert in seinem Hell-Dunkel und, wie alle Schabblätter Ernst Philipp’s – „eine(r) der besten Künstler seiner Zeit“, Nagler – , auch nur einzeln, wie hier in 57 Jahren gleichfalls noch nicht vorgelegen, außerordentlich selten. So denn auch nur ein anderweitiges Blatt unter den rund 27600 der Abt. I-XXVIII des Weigel’schen Kunstlager-Catalogs (1838/57; per 6.211 das Portrait Rauner als auch Nagler einzigbekanntes Blatt + per 19.715 vom Sohn Tobias Heinrich „Marder, Taubennest ausnehmend“).

Wolfsjagd

Im Vordergrund drei Wölfe beim angepflockten, von zwei Schützen gedeckten Ziegenbock als Köder, davon einer bereits erlegt; im Mittelfeld von Reiter geschleiftes Luder mit von drei Schützen begrüßten gleichfalls zweien; zurückgesetzt bei Anwesen die Hatz auf einen seitens Meute und Jagdhelfern, letztere bewaffnet mit Pike, Dreschflegel und Netz. – Seitlich rechts ganz leicht berieben und ein haarfeines kleines Fältchen.

Ferner Fuchsjagd , Hasenjagd sowie Dachs- + Igeljagd.

Über obige individuellspezifische Seltenheit hinaus von zugleich genereller als Ausfluß der Schabtechnik selbst. Bezifferte doch schon 1675 der Praktiker von Sandrart „saubere Abdrucke“ der samtenen Schabkunst auf nur etwa „50 oder 60“ (!). „(H)ernach aber schleift (das Bild) sich bald ab, weil es nicht tief ins Kupfer gehet“. Entsprechend denn 1856 Thienemann auf Ridinger bezogen :

„ Die  Schwarzkunstblätter  sind  im  Handel  fast  gar  nicht  mehr …
zu  bekommen … und  (deren)  bei  Weitem  größten  Theil …
(habe  ich)  allein  (im  Kupferstichcabinet  Dresden)  gefunden. “

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.996 / Preis auf Anfrage

Im  Kampf  gegen  Wölfe  und  Luchse :

Das  Straußen-Paar  der  „ Besonderen  Vorfallenheiten … “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Strauß + Casuar, von erhöhtem Standpunkt einer souveränen Landschaft sich gegen jeweils drei Wölfe (recte wohl eher Schakale als die in den Sagen gleichpositionierten Füchse der Bibel, Th.; als Füchse auch bei Weigel, s. u., angesprochen) + Luchse verteidigend, deren letzterer einer erledigt ist. 2 Blatt . Radierungen mit Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: XXVI./XXVII. / Joh. El. Ridinger inv. et del. / Mart. El. Ridinger, sculps. A.V. 30 x 24,7-24,9 cm.

Thienemann + Schwarz 369/70. – Das oben bogenförmig geschlossene Paar XXVI/XXVII – „wenn (die Nummern) fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th. – der von Martin Elias nach 1764er väterlicher Vorlage (Ridinger-Appendix des 1869er Weigel’schen Handzeichnungs-Katalogs 396 + 395) radierten und 1779 postum abgeschlossenen extrem seltenen ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt III, 140; 1928 ) 46blätt. Folge der Besondern Ereignisse und Vorfallenheiten bey der Jagd, von der sich in der umfassenden Gräflich Faber-Castell’schen Ridinger-Sammlung bei deren Auflösung 1958 nur ganze drei Blätter fanden. 13 fehlten an Vollständigkeit dem Coppenrath’schen Bestand (Katalog 1889, 1546 + 1890, 1956), je eines Schwerdt und Baron Gutmann’s Zweitexemplar (?) innerhalb der hier durchgelaufenen Pompadour-Bände der Marjoribanks Folios und drei 1900 bei Helbing (Katalog XXXIV, Ridinger, 1554 Nrn.), darunter die anstehenden beiden in jeweils nur einem Exemplar, davon Th. 370 sonders als „Sehr selten“ qualifiziert und gleichbewertet dem sich selbständig anschließenden Paar Th. 389/90 mit den von Kudern bzw. Füchsen bedrängten Enten, die gleichfalls bei Faber-Castell fehlten und ihrerseits bei Coppenrath als „selten“ figurierten (1889, 1547) – Mit jeweils 6zeiligem Untertext. – Mit typograph. Wz. – Seitlich mit 1,4/2,3-3,4 cm breitem Rand, oben + unten jeweils 5-6 cm. Hier wie im weißen Textfeld partiell etwas angestaubt und einige schwache Kleinflecken. Blatt 2 linksseits mit rückseitigem Falzstreifen.

Angebots-Nr. 14.123 / EUR  1380. / export price EUR  1311. (c. US$ 1430.) + Versand

„ Gleichwie  der  Wolff

ein  sehr  gefrässiges  hungeriges  und  listiges  Thier  ist “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Wolffs=Falle oder Grube. „Gleichwie der Wolff ein sehr gefrässiges hungeriges und listiges Thier ist, also wird von guten Weydmän(n)ern seine schlaue List mit Gegenlist …“ In gebirgiger Landschaft bemühen sich vier Wölfe um die auf einer Wolfsscheibe befindliche lebende Ente oder Gans, erwartet von drei im Anstand liegenden Jägern und ihrem Wolfshund. Radierung + Kupferstich. (1729.) Bezeichnet: avec privil. de Sa. Majeste Imperl. / Ioh. El. Ridinger inv. pinx. sculps. et excud. A.V. /, ansonsten wie vor und mit dt.-franz. Lehr-Untertext. 30,1 x 22,7 cm.

Thienemann + Schwarz 18; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix 3A. – Aus der unnumerierten 36blätt. Fürstenlust , seitens der Literatur als deren Blatt 6 geführt, und hier eines der 8 kleinen Formate, wie von Ridinger offenbar bewußt konzipiert und nicht etwa als Startversuche gedacht, wie von Thienemann vermutet.

Früher Abzug tief gestaffelten Hell-Dunkels auf ganzem Bogen (40,3 x 50,3 cm) im Sinne der Weigel’schen A-Qualität („Alte Abdrücke mit dem ursprünglichen Titel. Das Papier hat Linien als Wasserzeichen.“) mit Wz. (Straßburger?) Große Lilie. Im Interesse optisch ausgewogenerer Blatt-Proportion wurden die Halbformate später auf nicht bindekonformem kleineren Papier gedruckt.

Angebots-Nr. 15.462 / verkauft

Sie  tun , was  sie  immer  taten

So  in  wolfsseliger  Jetztzeit

zunächst  in  der  Oberlausitz / Sachsen

27  Schafe  in  einer  Nacht ,

später  selbst  im  Cuxhaven’schen

bald  3  Rehe , dann  wieder  19  Schafe …

Wölfe massakrieren eine Schafherde

Loups au Carnage, Les. In Berglandschaft von Wölfen überfallene Herde Schafe und Ziegen. Getönter Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Jules Gélibert (Bagnères-de-Bigorre/Hautes-Pyrénées 1834 – Capbreton/Landes 1916). Ca. 1870. Signiert. 22 x 32 cm.

Thieme-Becker XIII, 365; AKL LI, 198 f.: „(Gélibert malt) fast ausschließlich realistische Tier- und Jagd-Darstellungen, die sich auf das Hauptmotiv konzentrieren“.

Angebots-Nr. 6.149 / EUR  118. (c. US$ 129.) + Versand

Aber  natürlich  gar  keine  Gefahr  ( für  den  Menschen ) .

Denn  deren  gute  Spezie

hat  sich  längst  verbiestert  festgebissen …

an  gelegentlichen  Hunde-Übergriffen .

 

Darum  einst

Rein  immer , raus  nimmermehr !

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767).  Der einsprung eines Wolffs Garten. In mondhellem dichten Wald von hohen Palisaden umgebener Raum mit dem Wolf am toten Schaf, zu einem noch auf dem Absprung stehenden zweiten hinaufgiftend. Radierung + Kupferstich. (1729.) Bezeichnet: Avec privil de Sa. Maj. Imp. / I. El. Ridinger inv. pinxit Sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor nebst mehrzeil. dt.-frz. Untertext. 34,4 x 42,8 cm.

Thienemann + Schwarz 40; Weitz, Aus der Jagdgschichte des Vogelsberges, Museum Jagdschloß Kranichstein, 2006, blattgroße Abb. S. 11.

Johann Elias Ridinger, Einsprung eines Wolfsgartens

Das  instruktive  malerisch  schöne  große  Blatt

28 der Fürsten-Jagd-Lust als Ridinger’s erster selbst in Kupfer übertragenen und zudem selbst verlegten, lehrbuchartig konzipierten Jagd-Folge in herrlichem Druck von auch schönster Breitrandigkeit: 3,5-6 cm oben + unten, 8,5-9,5 cm seitlich, dabei im Außenbereich, namentlich unten und rechts, leicht stockstippig. Vereinzelte Kleinsteinrisse im Unterrand säurefrei unterlegt.

„ Es hat diser mit dem einsprung des Saugartens (Blatt 20) fast gäntzliche gleichheit … vermercket er seinen arrest, hebt er nach verzehrtem raube und seiner gewohnheit jäm(m)erlich an zu heulen wordurch man in die weise sonderlich des nachts seinen arrest vernehmen, denselben lebendig einfangen oder mit grosser plaisir zum Schuß bringen kan, diese invention ist sehr gut viele miteinander zu fangen, Weydmännische wörter von ihme sind zum theil diese … und dergleichen mehr. “

Angebots-Nr. 15.017 / verkauft

Johann Elias Ridinger, Umher streichender Wolf

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ein umher streichender Wolff. Vor Felsblocken an einem Wasser stehend. Kolor. Radierung + Kupferstich. (1740.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. fec. et exc. A. V. / N. 68., sonst wie vor. 18,7 x 14,8 cm. – Thienemann + Schwarz 458. – Blatt 68 (in späterer Ausgabe 60) des Entwurfs einiger Thiere. – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.738 / EUR  180. (c. US$ 196.) + Versand

– – – Dasselbe, jedoch unkoloriert, in herrlichem, breitrandigem Abdruck der 1. Ausgabe mit großem figürl. Wz.

Angebots-Nr. 7.314 / EUR  175. (c. US$ 191.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Wolf

– – – Der Wolf. Nach rechts auf bewaldeter Felsklippe stehend. Darunter die aufgeschlüsselten großen Spuren auf weichem bzw. hartem Boden nebst Spezifizierung der Krallen, Geäfter und Ballen. Getönte Lithographie von Hermann Menzler im Druck von A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 35 x 23,1 cm.

Blatt I, 16 aus Menzler’s 80blätt. Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album, in dem er die Vorlagen – hier Blatt 8 der Jagtbaren Thiere, Th. 170 – teilweise frei oder deren Kernthema komprimierend wiedergibt, woraus sich eine Sammlungsbereicherung allerersten Ranges ergibt. – In der Bildwirkung entsprechen die Arbeiten der von Ridinger nicht mehr angewandten Aquatinta-Manier. – Abgesehen von der links unterhalb des Bildes zum Untertext hinreichenden Quetschung im festen breitrandigen Papier von tadelloser Frische.

Angebots-Nr. 28.434 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 358.) + Versand

Als  Wölfe  sich  noch  ernstgenommen  sahen

– – – Wie der Wolff mit der Enten auf die Scheiben gebracht und in der Grube gefangen wird. In dichter Waldstaffage springt von rechts ein Wolf nach der auf der sich nunmehr senkenden Scheibe angebundenen Ente. Über dieser an einem Ast ein Luder, rechts außen ein zweiter Wolf. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). (1750.) Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. et del. / Mart. El. Ridinger sculps. Aug. Vindel, ansonsten wie vor und unten. 24,5 x 36,7 cm.

Johann Elias Ridinger, Wie der Wolff mit der Enten auf die Scheiben gebracht und in der Grube gefangen wird

Thienemann + Schwarz 84; Stubbe, Die Jagd in der Kunst – Johann Elias Ridinger, 1966, Tafel 10; Rid.-Kat. Darmstadt, 1999, V/17 nebst Abb. – Nicht im 1997er Rid.-Katalog Kielce. – Blatt 16 der 30blätt. Fangarten-Suite, jenes „schöne und merkwürdige Blätter (enthaltenden) höchst interessanten Werkes … nach dem Leben gezeichnet“ (Nagler). – Herrlicher , breitrandiger Abdruck . – Mit 6zeil. Untertext:

„ Die Wolffsgrube solle angeleget werden an orten da weder Menschen noch anderes, sonderlich hoch Wild nicht so leichte hinkom(m)en … es sollen aber dise Gruben an 12. bis 14. Schuh tief u: … wo die Natur nicht selbst Anleitung gibet … merket man das der Wolff das Luder genom(m)en, so mag man ihme eine lebendige Gans oder Lam(m) auf die scheibe anbinde(n), findet er einen so guten bißen wird er eine(n) Sprung darauf hinein thun, sobald drehet sich die scheibe, daß er abfallen u: sich in der Grube muß gefangen geben. “

Angebots-Nr. 15.851 / EUR  560. / export price EUR  532. (c. US$ 580.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Auf den Raub laurender Wolf

– – – Ein auf den Raub laurender Wolff. Halb verdeckt vom Geäst einer alten Eiche. Kolor. Radierung + Kupferstich. (1740.) Bezeichnet: J. E. R. fec. / N. 69., sonst wie vor. 18,6 x 15,2 cm. – Thienemann + Schwarz 459. – Blatt 69 (in späterer Ausgabe 59) des Entwurfs einiger Thiere. – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.739 / EUR  170. (c. US$ 185.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Wolf den Raub verzehrend

– – – Ein Wolff den Raub verzehrend. In felsigem Waldambiente lustvoll einen Rehbock aufreißend. Kolor. Radierung + Kupferstich wie vor, doch „N. 70.“. – Thienemann + Schwarz 460. – Blatt 70 (in späterer Ausgabe 58) des Entwurfs einiger Thiere. – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

Angebots-Nr. 15.740 / EUR  180. (c. US$ 196.) + Versand

– – – Der Wolff. In dichtem Wald bedrängt von 9köpfiger Meute, deren einer erledigt ist. „Er wehrt sich tapfer, aber er wird … unterliegen“ (Th.). Radierung + Kupferstich. (1761.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A.V. 28,7 x 25

Johann Elias Ridinger, Wolf

Thienemann + Schwarz 145. – Blatt 7 der „Von verschidenen Arthen der Hunden behæzte Jagtbare Thiere“. – Instruktiver ausführlicher Untertext unter namentlicher Aufzählung der hierfür geeigneten verschiedenen Hunde.

Silbrigtoniger Abdruck mit angeschnittenem Basler Thurneisen-Wz., wohl aus der qualitativ hochwertigen Augsburger Engelbrecht-Ausgabe um 1824. Die Breitrandigkeit für oben und unten 5-7,5, für die Seiten 2,3-5 cm messend.

Angebots-Nr. 28.116 / EUR  483. / export price EUR  459. (c. US$ 501.) + Versand

– – – Eine Wolfshatze. Nach rechts aus dem Bergwald hervorbrechend und von neun Hunden verfolgt und gerahmt. Getönte Lithographie von Hermann Menzler im Druck v. A. Renaud bei L. J. Heymann in Bln. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 33,2 x 22,9 cm.

Johann Elias Ridinger, Wolfshatze

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album II/17. – Nach vorstehendem Blatt der von Hunden behæzten Jagtbaren Thiere, Thienemann 145, doch ohne dessen ausführlichen Untertext. – Aus dem als 2. Abteilung geführten „Album interessanter Hatzen- und Gruppen-Bilder“. – Auf festem breitrandigen Papier von tadelloser Frische. – Gegenüber der Radierung die obige Rundung hier zum Rechteck erweitert und dadurch als Sammlungsbereicherung zusätzlich reizvoll.

Angebots-Nr. 28.450 / EUR  330. / export price EUR  314. (c. US$ 343.) + Versand

Loups, Une Battue aux. Im Vordergrund hat einer der Jäger einen Wolf an einem Hinterlauf gepackt und legt auf ihn an. Die Meute kommt hinzu. Getönter Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Eaubonne 1921) nach Jean Edouard Dargent, gen. Yan’Dargent (St.-Servais, Bretagne, 1824 – Paris 1899). Ca. 1870. Signiert. 31,5 x 21,7 cm.

Angebots-Nr. 6.150 / EUR  118. (c. US$ 129.) + Versand

Die  vollkommenste  Barock-Kirche  Belgiens

Die  Kirche  der  Gemeinde  St.  Loup

Wolfskirche in Namur, Die heilige. Altaransicht mit Figurinen. Farblithographie von Frans Stroobant (Brüssel 1819 – Elsene 1916). Ca. 1850. Bezeichnet: F. Stroobant del. et lith. / C. Muquardt éditeur. / Imp. Simonau & Toovey., ansonsten frz.-dt.-engl. wie vor. 34,3 x 22,1 cm.

Namur, Wolfskirche

Boetticher II/2, 855. – „… belgischer Architekturmaler … machte sich durch Werke und Zeichnungen zur Geschichte der Kunst, seiner Heimat namentlich, bekannt. Mehrere der Zeichnungen hat er selbst lithographiert.“

Die von Pieter Huyssens (1577 Brügge 1637) 1621-1645 erbaute vormalige Jesuiten-Kirche St. Ignatius gilt als das vollkommenste Beispiel barocken Kirchenbaus in Belgien. Nach Vertreibung der Jesuiten wurde sie die Kirche der

Gemeinde  St.  Loup .

Angebots-Nr. 15.446 / EUR  168. (c. US$ 183.) + Versand


„ mein Besuch gestern in Padingbüttel hat mir Freude bereitet. Die bei dieser Gelegenheit erworbenen (Ridinger-)Blätter sind eine Bereicherung meiner Sammlung. Ich beginne nunmehr mit der Erfassung in meiner Datenbank und bitte Sie, mir eine möglichst hoch auflösende Bilddatei der Eisbären zusenden. Vielen Dank “

(Herr M. T., 26. März 2014)