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Wenn  die  Kurse  purzeln :

BÄREN  —  DIE  SYMPATHISCHE  SPEZIE

Vielfach voll hoher geistiger Fähigkeiten
und geradlinig kräftig-wagend

( Meyers Konvers.-Lex., 4. Auflage )

 

Die  Bären  im  Kampf  mit  den  Bullen

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ein Amerikanischer Bison wie er die angefallne Bären abkämpfet. In lichter Grotte mit schönem Ausblick in von zwei niedrigen Felsformationen unterbrochener Weite Einer gegen Drei, von deren letzteren zwei schon recht knock out sind. Radierung und Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Bezeichnet: XVIII. / Ioh. El. Ridinger, inv. et del. / M. El. Ridinger, sc. A. V., ansonsten wie vor. 25,4 x 35,5 cm.

Johann Elias Ridinger, Amerikanischer Bison

Thienemann + Schwarz 361. – Tafel XVIII des subskriptionsweise erschienenen und 1779 abgeschlossenen Lehrwerks Zu den besondern Ereignissen u: Vorfallenheiten bey der Jagd ( „The rarest set of Ridinger’s sporting line engravings“, Schwerdt 1928) und ausschließlich von Johann Elias’ Ältestem, Martin Elias, nach überwiegend väterlicher Vorlage auf Kupfer übertragen.

Die  kraftvolle  Szenerie  aus  der  Neuen  Welt

in dem wohl zwischen 1768 + vor 1779 unmittelbar von den Ridingers erworben makellosen Exemplar derer von Behr auf Stellichte

mit  der  römischen  Numerierung

( „ Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke “, Th.). – Dreiseits 2,5-5 cm, oben nur 5 mm breitrandig.

Angebots-Nr. 14.474 / verkauft

– – – Ein neues Exemplar in mit 36,3 x 54 cm Blattgröße extrem breitrandigem Abdruck auf 3seits unbeschnittenem Bütten mit typograph. Wz. und gleichfalls mit der römischen Numerierung.

Angebots-Nr. 16.103 / EUR  1176. / export price EUR  1117. (c. US$ 1218.) + Versand

Erregendes  großes  Blatt  einer  Bärenhatz

der  Ridinger-Zeit

Oudry, Jean Baptiste (Paris 1686 – Beauvais 1755) – Umkreis – Bärenhatze. Bär in noch frischem Kampf mit fünf Hunden, deren ersten er erledigt und einen zweiten im Griff hat. Drei weitere hinzukommend. Feder- + Tuschpinselzeichnung in abgestuftem Schwarz, brauner Lavierung und etwas Weißhöhung. 347 x 557 mm.

Jean Baptiste Oudry (Umkreis), Bärenhatze

Auf dünnem graublauen Bütten. – Alt auf Bütten montiert und rückseits von anderer Hand mit Jean Baptist Oudry bezeichnet. – Von den drei bereits das Montagepapier einbeziehenden Längsfalten nur die mittlere als Bugfalte schärfer. Bereibungen, einige kleine, per Rahmung und/oder Passepartout überdies abgedeckte kleine Papierausfälle im äußersten Rand der beiden Seiten und unten links.

Herausragende Arbeit von großer Dichte, deren enorm gesteigerte Spannung durch Verzicht auf praktisch jegliche Staffage erzielt wird, wie schon in Beispielen der alten Niederländer begegnend und dem etwa Peter Boels Hauptblatt einer Schweinsjagd ihre mitreißende Dynamik verdankt. Kontrastierend hierzu der anstehendenfalls vom Zeichengrund mitgetragene weiche Duktus wie für Oudry vielfach so charakteristisch. Indes die gewundene Haltung des Bären ebenso spontan an Graphik und Öl Ridingers denken läßt, weniger indes die Gesichtssprache namentlich der Hunde. Nicht zuletzt aber ein Blatt, dessen noch ausstehende Identifizierung gut ist für eine Überraschung.

Angebots-Nr. 13.021 / Preis auf Anfrage

Johann Elias Ridinger, Der Schwarze Bär

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der große Schwarze Bär. Gezähmt, mit Nasenring und Kopfriemen in leicht gebückter Stellung nach rechts vor Felsblock auf sich neigendem Felsvorsprung. Kolor. Radierung/Kupferstich. Bezeichnet: VRSVS, MAXIMVS NIGER. / Der große Schwarze Bär. / L’ours grand et noir. / Familia IV. Fünffzähige. / J. El. Ridinger fec. et excud. A.V. 30,5 x 20,8 cm.

Thienemann + Schwarz 1079. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen , unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

Mit Wz. C & I Honig als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 1,4-3,2 cm, unten 5,4 cm breitrandig. – Schwacher Wasserrand im unteren weißen Platten-/Papierfeld sowie zwei schwache Braunfleck(ch)en im weißen Plattenfeld rechts.

Angebots-Nr. 15.928 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 612.) + Versand

„ Eine  Bärengruppe  sondergleichen “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Bären haben zwey, selten 3. Iungen; kommen im 5. Iahr zu ihrer grösse; leben über 20. Iahr. 7köpfige Großfamilie „auf und unter oder neben Felsen“ in full action mit den sich, unterstützt von ihren jeweils beiden Jungen, ankeifenden beiden Müttern, indes den Herrn der Felsengrotte das alles nichts angeht. Radierung und Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: 31. / Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger invent. delin. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor dt., franz., lat. + unten. 34,6 x 42,8 cm.

Johann Elias Ridinger, Die Bären haben zwey, selten 3 Iungen

Thienemann + Schwarz 226. – Blatt 31 der BETRACHTUNG DER WILDEN THIERE mit dem Untertext des Hamburger Dichterpapstes, Juristen + Senators, vor allem aber Ridinger-Freundes Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) in Deutsch. – Mit WANGEN-Wz., wie für zeitgenöss. Abdrucke so typisch. – Dreiseits 3,7-4,9, oben 3,2 cm breitrandig. – Die gänzlich geglättete Bugfalte rückseits verstärkt. Säurefrei hinterlegter kleiner Randein- und minimaler Ausriß.

Das  ganz  einzigartig  reizvolle  Sujet

von  leuchtend-herrlicher  Qualität  +  damit  potenzierter  Seltenheit .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.426 / EUR  1250. / export price EUR  1188. (c. US$ 1296.) + Versand

Zeichnungs-Unikat  von  höchster  Güte :

Die  Bienen  fühlen  sich  gestört  –

der  Bär  hat  keine  Freude  dran …

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Selbst-Geschoß auf einen Bähren. Der hochgestreckt in angespannter Erwartung nach dem von zahllosen Bienen umschwirrten Honigtopf, aus dem der goldene Saft reichlich fließt, greifende und schleckende Bär im Augenblick der von zwei Seiten sich lösenden Schüsse. Der mit zwei Seilen verbundene Köder ist am Querbalken eines in starker Verpalisadierung aufgerichteten Gerüstes angebracht. Lavierte Tuschpinsel- und Bister-Federzeichnung über etwas Bleistift. 213 x 345 mm.

Johann Elias Ridinger, Selbst-Geschoss auf einen Bären

Auf dünnem Bütten mit typographischem Wasserzeichen. – Rückseits an den Rändern einige Spuren früherer Montage. – Rechte Oberecke mit unauffälliger winziger Restaurierung, ein 2 cm tiefer Randeinriß hinterlegt, sonst von unversehrter Frische.

Voll durchgeführte Ursprungszeichnung  vor  deren zwecks Plattenübertragung seitenverkehrter Umzeichnung für Blatt 8 – Th. 76 – der 1750 erschienenen Radier-Folge der „Fangarten der wilden Thiere“, jenes „28 (recte 30) schöne und merkwürdige Blätter (enthaltenden) höchst interessanten Werkes“ (Nagler), von Ridinger selbst „nach dem Leben gezeichnet“ und – bis auf 8 – auch von ihm selbst gestochen.

Thienemann (S. 274, c) waren aus dieser Folge nur 3 in Weigel’s Besitz befindliche andere Vorzeichnungen bekannt, darunter eine großformatigere Variante zu hiesiger, die gegenüber dem Kupfer indes „ganz verschieden in der Ausführung“ ist. Nachweisbar des weiteren und bis auf zwei ebenfalls hier durchgelaufen bzw. noch verfügbar (zu Th. 82) sieben andere, von denen je zwei in international glanzvolle Privat- und importante deutsche Ridinger-Sammlung gelangten.

Dieser qualitätvolle 9blätterige Fangarten-Block, davon 7 oder 8 im Stichsinn, entstammt der „Gruppe der Malerischen“ jener hochkarätigen westfälischen Sammlung, mit deren über ein Jahrzehnt hinweg währender Auflösung neben u. a. Skizzen und Probedrucken auch eine Reihe ganz außerordentlicher zeichnerischer Unikate auf den Markt zurückfand, deren ungemeiner Reiz von ihrer Lavierung bestimmt wird. Deren Technik der Meister die ganze Fülle malerischer Lichtwirkung und Kontrastierung abzugewinnen verstand. Anstehende des

Bienen–Bären–Dramas

denn auch als ausgearbeitete Arbeit in Verbindung mit einer Graphik auch innerhalb des Ridinger-Œuvre heute von größter Seltenheit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.973 / Preis auf Anfrage

Bärenjagd in Lappland. Einer der beiden erlegten Bären wird gerade von einem der drei Jäger – dieser zusätzlich mit einem Fuchs auf dem Rücken – einem Rentier aufgeladen. Im Mittelgrund Rentierschlitten, dahinter weitere Jäger. Lasiert kolor. Holzstich. 1853. Datiert. 20 x 15,5 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.213 / EUR  86. (c. US$ 94.) + Versand

Snyders, Frans (1579 Antwerpen 1657). Die Bärenhatze. Das starke Tier in Abwehrstellung gegen die Meute. Stahlstich von Thomas Heawood (ca. 1850 – Leipzig vor 1911). Ca. 1860. Signiert, bezeichnet. 14,8 x 16,6 cm.

Angebots-Nr. 4.913 / EUR  50. (c. US$ 55.) + Versand

Samuel Howitt, Bear Trap

Howitt, Samuel (1756 – Somers Town 1822). The Bear Trap. Der Bär in der Grube. Aquatinta von Howitt + Matthew Dubourg (tätig London 1808-38) im Ursprungskolorit. London, Edward Orme, 1813. Signiert, datiert, bezeichnet. 17,8 x 21,8 cm.

Aus Foreign Field Sports, Schwerdt I, 177 ff. (1928): „The coloured plates … especially those drawn by Howitt, are fine, both as regards draughtsmanship and colouring … (The book) is sure to increase in value …“. – Der breite weiße Rand zweiseits etwas stockig. Ein Fleckchen auch im sonst tadelsfreien Oberrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.761 / EUR  101. (c. US$ 110.) + Versand

– – Seamen killing a Polar Bear. Auch wenn einer der beiden Hunde die Umarmung wohl nicht überleben wird, hat der Bär keine Chance gegen die mit Bootshaken und Gewehren bewaffneten Seeleute. Aquatinta im Ursprungskolorit wie vor. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.770 / EUR  117. (c. US$ 128.) + Versand

– – A Trap to Shoot the Bear. Der Bär in der Selbstschußanlage, hochgestreckt in angespannter Erwartung nach dem Honigtopf greifend und den auslaufenden Honig schleckend analog zu obigem früheren Ridinger-Motiv. Aquatinta im Ursprungskolorit wie vor. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.776 / EUR  107. (c. US$ 117.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Der nach Honig suchende Bæhr

Ridinger, Johann Elias. Der nach Honig suchende Bæhr. Kolor. Radierung + Kupferstich. (1738.) Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. fec. et exc. Aug. Vind. / N. 39., sonst wie vor. 18,7 x 14,9 cm.

Thienemann + Schwarz 429. – Blatt 39 (in späterer Ausgabe 70) der instruktiven Suite Entwurf einiger Thiere ( „Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft copiert“, Th. 1856). – Abdruck der 1. Ausgabe auf feinem Bütten. – Von späterer Hand in attraktiver sujetgemäßer Palette koloriert wie ziemlich ungewöhnlich für originale Drucke.

„ Er sitzt über einem hohlen Baumstamm, in dem ein Bienenschwarm befindlich, und sucht die (überall umherschwirrenden) Bienen, welche ihn ins Gesicht stechen, zu entfernen. “

Angebots-Nr. 15.734 / EUR  240. (c. US$ 262.) + Versand

– – – Dasselbe unkoloriert. – Herrlicher , breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe.

Angebots-Nr. 7.297 / EUR  217. (c. US$ 237.) + Versand

– – – Postur eines Bæhren wan(n) er bergab marschieret. Kolor. Radierung wie vor. Bezeichnet: J. E. R. fec / N. 40. – Thienemann + Schwarz 430; Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, III.I m. Abb. – Blatt 40 (in späterer Ausgabe 69) der Folge. – Kleiner Braunstippen unterhalb des „fec.“.

Von schlechtem Gesicht, hat er „den Kopf zwischen die Vorderpfoten genommen und steht im Begriff sich von einer Anhöhe hinab zu kollern.“ – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.735 / EUR  220. (c. US$ 240.) + Versand

– – – Dasselbe unkoloriert. – Herrlicher , breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe.

Angebots-Nr. 7.298 / EUR  217. (c. US$ 237.) + Versand

– – – Der Bæhr im Lager an den Bratzen Saugent. Zwischen Felsbrocken in seiner Höhle liegend. Kolor. Radierung wie vor. Bezeichnet: J. E. R. fec. / N. 41. – Thienemann + Schwarz 431. – Blatt 41 (in späterer Ausgabe 72) der Folge. – Minimale Papierabschabung zwischen Bild und Untertext. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.736 / EUR  230. (c. US$ 251.) + Versand

– – – Dasselbe unkoloriert. – Herrlicher , breitrandiger Abdruck der 1. Ausgabe. – Der Titel tlw. etwas schwach.

Angebots-Nr. 7.299 / EUR  202. (c. US$ 220.) + Versand

– – Der Baehr erschreckt. Vor seiner Höhle einer gegen ihn züngelnden Schlange konfrontiert. Radierung wie vor. – Thienemann + Schwarz 432. – Blatt 42. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 7.300 / EUR  217. (c. US$ 237.) + Versand

– – Ein den Raub verzehrender Baehr. Unter einem starken Stamme im Walde über einem Reh. Radierung wie vor. – Thienemann + Schwarz 434. – Blatt 44. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 7.302 / EUR  228. (c. US$ 249.) + Versand

Jan Fyt, Bärenhatz

Fyt, Jan (1611 Antwerpen 1661). Die Bärenhatz. Der Bär, obschon im Eingang einer Höhle von einer Vielzahl Hunde gestellt, noch längst nicht geschlagen und, sofern nicht noch Jäger auf den Plan treten, wohl mit allen Chancen, das Schlachtfeld siegreich verlassen zu können. Rechts Ausblick auf weites Flußtal. Mit beiger Tonplatte gedruckte Kreidelithographie von Johann Woelfle (Endersbach/Württemberg 1807 – Faurndau/Göppingen 1893) bei Piloty & Loehle in München. 1837-51. Signiert, bezeichnet. 26 x 33,2 cm.

Nagler, Woelfle, 51. – Vgl. Nagler XI, Piloty, 312 ff. + IV, Fyt, 539 f. – Nicht bei Schwerdt. – Auf aufgewalztem China. – Rechts im Unterrand ganz schwache Stockfleckchen, ein Randeinriß säurefrei hinterlegt. Sonst von blütenreiner Frische. – Erschienen innerhalb Piloty’s seit 1834, ab 1837 in Verbindung mit Loehle herausgegebener Wiedergabe der Gemälde der Münchener Pinakothek. „Dieses Unternehmen erregte bald allgemeines Interesse, da die Theilnehmer … eine bis dahin unerreichte technische Vollkommenheit entwickelten“ und unter welchen sich Woelfle’s Hauptblätter finden:

„ Besonders schön sind die Abdrücke auf chinesisches Papier … Woelfle war schon zu Lebzeiten Piloty’s einer der ausgezeichnetsten Arbeiter, und noch gegenwärtig kommen ihm außer Hanfstängel wenige gleich “

(Nagler). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.066 / EUR  302. / export price EUR  287. (c. US$ 313.) + Versand

Thoman(n) von Hagelstein, Tobias Heinrich (1700 Augsburg 1764). Überfall eines Löwen auf einen von einem Bären verfolgten Damhirsch. Einen Felsen herunterrutschend, hat der Löwe den Hirsch gepackt, derweil der Bär oberhalb hinter einem gestürzten Baum auftaucht. Unten rechts vor einer Höhlung ein Fuchs, wohl ebenso überrascht wie durchaus nicht abgeneigt, sich zuzeiten seinen Anteil an der Beute der Großen zu holen. Insbesondere angesichts des zu erwartenden Streits zwischen Bär und Löwe. Schabkunstblatt in Braundruck. Bezeichnet: T. Heinr. Thoman del. fec. et excud. A. V. 48,2 x 36,7 cm.

Schwerdt III, 172 ( „interesting“ ). – Vgl. ADB XXXVIII, 65 f. – Blatt 1 einer vierblätterigen Folge unnumerierter Tierkämpfe, ggf. vor der Hertel-Adresse, wie auch bei Schwerdt, nachdem Thieme-Becker „einige Folgen von Tierkämpfen u. Jagden, verlegt bei J. Gg. Hertel (4 Bl. …)“ erwähnen. – Figürl./typogr. (?) Wz. – Latein.-dt. Zweizeiler:

Hier  liget  der  Dam(m)=Hirsch  den  kaum  der  Bär  bekom(m)en
der  Löw  nim(m)t  ihm  den  Raub  und  läßt  den  Bären  brom(m)en.

Mit umlaufendem 2-2,5 cm breiten weißen Rand. – Geglättete Bugfalte. – Zwei kleine retouchierte Rasuren. – Rückseits gleichmäßig schwach gebräunt und namentlich die weißen Ränder ganz leicht stockstippig. Im übrigen prachtvoller, warmtoniger Abdruck, wie nur den besten unter den von der empfindlichen Schabplatte etwa 50-60 möglichen vorbehalten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.139 / EUR  885. / export price EUR  841. (c. US$ 917.) + Versand

„ Die  bey  ihren  Jungen

Johann Elias Ridinger, Von einem Bären überfallene Löwin

von  einem  Bären

überfallene  Löwin “

als  Blatt  2

der  Jahrzehnte  zurückgehaltenen  8blätterigen  Ridinger-Folge

Kämpfe reissender Thiere oder die Folge der Big Five, in der Ridinger / Brockes (B. H. B., Jurist, Hamburger Senator und, bleibend, wortgewaltiger Barockdochter, 1680-1747) mit den Blättern 1-4 mit deren Kühnheit gleichziehen und per raffiniertest verpackter Verpackung per (Stellvertreter-)Abrechnung mit dem Alexanderzug ein denkbar aggressives

FANAL  FÜR  FREIHEIT  +  MENSCHLICHKEIT

setzen. Radierung und Kupferstich von Joh. Elias (1-4) und Martin Elias Ridinger. (1760.) Gr.-2° (Plattengröße ca. 38 x 29,5 cm). Büttenbezogener Ppbd.-Bd. mit Vorderdeckel-Braunprägung „Johann Elias Ridinger Anno 1760. / Mit beygefügter vortrefflichen Poesie des hochberühmten Herrn Barthold Heinrich Brockes“ in Schuber.

Thienemann + Schwarz 716-723; Katalog Weigel 16545 ( „alte jetzt nur selten vorkommende Abdrücke“, 1847!) + XXVIII (1857), 40 A (von C); Slg. Friesen 1030 (nur 2 Blatt, 1847); Slg. Coppenrath 1564 (tlw. angerändert, 1889); (Ridinger-)Katalog Helbing XXXIV (1900), 1259 als

„Sehr  seltene  Folge“,

(Th. dort in späterem Abdruck); Schwerdt III, 143; Ausstellungs-Katalog Augsburg 1967 (3 Blatt) 75-77 + Abb. 15, irrig übrigens in der kompletten Stichzuweisung an Martin Elias; Katalog Darmstadt IV.1-IV.7 (ohne Bl. 8), sämtlichs abgebildet. – Mit den Brockes-Versen (1-4) bzw. den jenem nachempfundenen im Unterrand.

Szenerien  wilder  Schönheit  der  Big  Five  in  Savanne  und  Felsenbergen,

doch auch in der Nähe des Menschen. Darunter die politisch hochbrisanten ersten vier mit

„ Der  wütige  Leopard  (recte Tiger)  wie  er  einen  Esel  zerreißt “

bei Gleichsetzung des Raubtiers mit Alexander von Macedonien. Und zum „Pferd und der Löwe“

„ Ach rettet dieses schöne Thier, das  des  Tyrannen  Last  erdrückt! / Es steckt schon in des Löwen Rachen! … Ich wollte dieses edle Thier, und seinen harten Fall beklagen, / Allein, (der) Löwe bleckt mich an, ich stutz: und selbst mein Kiel erschrickt. “

Und kämpferisch-machtvoll zur „bei ihren Jungen von einem Bären überfallenen Löwin

„ Hier bricht … in lichten Flammen aus! Wir sehen / Die Löwin … den Bären nicht entgegen gehen / Entgegen fahren , springen , fliegen , u: blind vor Zorn v. Wuth entbrannt, / Gefahr u. Noth u. Todt verachten, die seines Feind’s  erhab’ner  Stand, / In vortheilhaffter Stellung droht, Sie greifft, da sie nicht anders kan, / … so gar des Bären Bratzen an. “

Und jubelnd zum „Auer Ochs und de(m) Tieger“

„ Hier zeigt sich die  Gerechtigkeit, hier wird  die  Grausamkeit  gestrafft, / Und manch verschlungnes Thier gerochen, Der Auer … bringt, mit nicht ungerechtem Grimm, / Durch Vorsicht, Tapfferkeit u: Stärcke, den mordbegiergen Gegner üm, / … Man hört sein Angst Geschrei  mit  Lust, u.  sieht  mit  Anmuth  seine  Pein. / … Und ein von seiner Mörder Seele, verlaßnes starres Aas entdecken. / … Man sieht wie hier des Schauers Blick, sich an der Grausamkeit vergnüge, / Wir sind dem Auer=Ochsen gut, u. nehmen Theil an seinem Siege. “

Es erstaunt, wie all dies einem so akkuraten Stück-für-Stück-Betrachter wie Thienemann verborgen geblieben sein soll. Denn diese Vierer-Gruppe dürfte in ihrer massiven Gesellschaftskritik recht elitär in der Kunst ihrer Zeit dastehen. Unübersehbar denn auch die Standorte ihrer Autoren. Das im Mittelalter schon einmal über lange Zeit demokratisch regierte Augsburg und Hamburg waren Freie Reichsstädte! Sie erweisen sich hier schlichtweg als Vorhöfe von Liberty Island, deren in den „Kämpfe(n) reißender Thiere“ entzündete Flamme weiterbrennt. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.449 / Preis auf Anfrage

„ Spuhr  des  Baehren  –

hinder  Datze  –  Vorder  Datze  oder  Braute “

unter  großer  Bildszenerie  nebst  Buchstaben-Schlüssel  a-e

als  Blatt  3  der  23blätt.  Ridinger-Folge  der

„Abbildung  der  Jagtbaren  Thiere“  von  1740

hier  aufliegend

im sogenannten „Löwen-Exemplar“, dem mutmaßlichen Hand-Exemplar Ridinger’s , dem „Otter-Exemplar“ , beide innerhalb der hiesigen „roten Reihe“ besonderer Trouvaillen.

 

» Sous  Charlemagne «

mit  u. a.  großem  Jagdzug,  neben  den  Meuten + Falkonieren

Bären , Löwen + Katzen ,

teils  gezähmt , mitführend,

innerhalb  der  12blätterigen  Folge

Aubry, Charles (Frankreich 1. H. d. 19. Jhdts.). Chasses Anciennes d’après les Manuscrits des XIV & XVe Siècles. Folge von 12 Lithographien (35-41,5 x 27-29 cm). Paris, Ch. Motte, 1837. Gr.-2. Lose in OBütten.-Umschlag mit Wz. und farbig illustr. lith. Vorderumschlag. Unbeschnitten.

Schwerdt I, 47; Souhart 28; Lipperheide Tf 24; AKL V, 587, l’Histoire de l’Equitation + hiesiges zu einem, bibliographisch zudem fehlerhaften, Werke vermischend. – Auf großem festen Papier mit Verleger-Trockenstempel. – Vereinzelte Kleineinrisse im breiten weißen Rand säurefrei hinterlegt. Meist nur in letzterem leichte Braunstippen und ganz außen tlw. schwacher Wasserrand oder Braunfleck. Der Umschlag zwangsläufig zeitspuriger, doch ohne Beeinträchtigung seiner von Ruhe, aber auch reichem Geschehen bestimmten Illustration.

Neben anstehendem für nach 1945 hier kaum eine Handvoll weiterer Exemplare nachweisbar und damit ebenso selten wie instruktiv.. Ganz im Gegensatz zu der auch auf hiesigem Titel erwähnten gleichartige 24blätt. „L’Histoire de l’Equitation“ von 1833/34, die auf dem deutschsprachigen Markt regelmäßig vorkommt, gleichwohl schon 1912 auf der Versteigerung Boerner CXII, 2296 als „selten“ qualifiziert wurde.

Gestaltet mittels der alten Einfaßtechnik, dem sogen. Troubadourstil, mit jeweiligem Hauptbild als Gesamtszenerie, der instruktive Detaildarstellungen, sei es im eigenen Bildrand oder in separaten großen Einfassungsleisten, beigegeben sind, erläutert allseits von eingestreutem Text. Wodurch Aubry ( „bekannter Lithograph“ , Thieme-Becker ) „vorbildhafte Wirkung in seinem Genre (erreichte). Im Spätwerk verzichtet er auf diese Rahmung ganz. 1822 Prof. für Malerei an der Ec. R. de Cavalerie in Saumur (AKL). Gestaltete vornehmlich Jagd-, Genre- und Militärszenen in der Manier der Vernets und konkurrierte darin auch mit Victor Adam“ (AKL). – Durchweg im Stein signiert bzw. monogrammiert (2), 3 mit 1835 bzw. 1836 (2) datiert.

Une St. Hubert – Chasse au sanglier – Chasse au cerf – Chasse de l’antilope au léopard – La chasse du loup – Chasse au faucon – Chasse au lievre à force – Des chiens courans – Chasse de gazelles – Sous Charlemagne – Chasse de l’autruche et de l’éléphant – Chasse au renard .

Angebots-Nr. 12.101 / EUR  620. / export price EUR  589. (c. US$ 642.) + Versand

„ … ein  sehr  starckes  wildes …
gar  grimmiges  Thier “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Bæren Fang. In dichtem Wald eine mit Honigtopf geköderte Grube, in die einer der beiden Bären gerade hinabstürzt, indes der zweite brüllend abgeht. Radierung + Kupferstich. (1729.) Bezeichnet: avec privil. de Sa. Maj. Imp. / I. El. Ridinger inv. pinx. Sculps. et excud. Aug.Vind., ansonsten wie vor und mit dt.-franz. Lehr-Untertext. 33,3 x 41 cm.

Johann Elias Ridinger, Der Bæren Fang

Thienemann + Schwarz 30; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix 3A („Alte Abdrücke mit dem ursprünglichen Titel. Das Papier hat Linien als Wasserzeichen.“). – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust , seitens der Literatur als deren Blatt 18 geführt. – 3-4,7 cm breitrandig. – Kleines Wurmloch im unteren linken Bildfeld und unauffällige winzige Schabspur im mittleren Laubwerk. Rückseits Bleistiftkritzeleien eines Sammler-Enkels.

„ Weilen der Bær ein sehr starckes wildes und wan(n) er verwundet gar grim(m)iges Thier ist, das es in seiner Jagt öffters große gefahr so wol an Menschen Pferd und Hunden setzes, ihme auch mit Tücher oder garnen nichts an zu haben ist … “

DAS  EBENSO  INSTRUKTIVE  WIE  MALERISCHE  BLATT

– nicht von ungefähr qualifizierte schon 1901 Ernst Welisch Ridinger als den  unstreitig  „bedeutendste(n)  Augsburger  Landschafter  dieser Zeit“ –

IN  HERRLICHEM  ABDRUCK  LEUCHTENDEN  HELL-DUNKELS

wie in solcher Qualität von altersher selten.

Angebots-Nr. 15.480 / EUR  1100. / export price EUR  1045. (c. US$ 1140.) + Versand

Friedrich Specht, Bear Pit (Bern)

Baerengraben in Bern. Vier Tiere in Kommunikation mit Schaulustigen. Holzstich nach Friedrich Specht (Lauffen a. N. 1839 – Stuttgart 1909). Monogrammiert, bezeichnet. 16,7 x 12,4 cm.

Verso: Gustav Bauernfeind (Sulz a. N. 1848 – Jerusalem 1904). Rathaus in Bern. An sonnigem Morgen, mit verschiedenfältiger Staffage. Holzstich nach G. B. für Adolf Closs, Stgt. (1875/77.) Monogrammiert: G. B., bezeichnet wie vor. 13,9 x 18,7 cm. – Beidseits fortlaufender Lokaltext.

Angebots-Nr. 9.691 / EUR  50. (c. US$ 55.) + Versand

Johann Elias Ridinger, Eisbär

VRSVS ALBVS Grönlandiae

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der weiße Spizberg Grönländische Bär. Stehend nach links mit weit aufgesperrtem Rachen. Kolor. Radierung/Kupferstich. Bezeichnet: VRSVS, ALBVS Grönlandiae. … / L’ours blanc de Groenland. / Familia IV. Fünffzähige. / J. El. Ridinger fec. et excud. A.V., ansonsten wie vor. 30,9 x 21,4 cm.

Thienemann + Schwarz 1082. – IM  RIDINGER’SCHEN  ORIGINAL-KOLORIT  des seit 1754 entstandenen und nicht vor 1773 endgültig postum abgeschlossenen , unnumerierten Kolorierten Thier-Reichs („Vollständige Exemplare sind fast unauffindbar“, so Weigel, Kunstkat., Abt. XXVIII, Ridinger-App. 63a als lediglich 120blätt. Torso, 1857 ! , doch auch nur schon Einzelblätter nur sehr selten am Markt, bei niemeyer’s derzeit gleichwohl das eine wie die andern). – Eine entgegen Ankündigung unkoloriert gebliebene Zweitausgabe von den nunmehr unter Fortfall selbst von Tieren verkürzten und ohne die Ridinger-Signatur anders betitelten, jedoch numerierten Platten erschien 1824/25 bei Engelbrecht/Herzberg in Augsburg.

„ Wir haben hier viererley Abbildungen von (den Bären) gemacht … und viertens ganz weisse, welche sich in Grönland aufhalten. Diese letzte Art nähret sich besonders gerne von den Fischen, daher sie auf das Eis gehen, um die todten Wallfische, Meerkälber u.s.w. zu suchen; wenn aber große Stücke davon abbrechen, wie es öfters geschiehet, so werden sie auf einer solchen schwimmenden Eisinsel vielmals in die weite See hinaus, sogar bis nach Norwegen hinüber fortgetrieben, in welchem Falle sie zuweilen von dem Hunger auf das empfindlichste gequälet werden “

(Ridingers Söhne im Textvorspann zu Tl. II, SS. 13 f., in Kopie beiliegend).

Das  schöne  Sujet  in  seiner  leuchtenden  Farbigkeit

mit Wz. C & I Honig als jener festen holländischen Papier-Qualität, wie sie Ridinger entsprechend seiner Vorrede zu den Hauptfarben der Pferde

„wegen  der  feinen  Illumination“  für  die  kolorierten  Werke

verwandte, „weil es hiezu das anständigste und beste ist“. – Dreiseits 1-3 cm, unten 5 cm breitrandig. – Kaum erwähnenswert schwacher Wasserrand im unteren weißen Platten-/Papierfeld.

Angebots-Nr. 15.926 / EUR  690. / export price EUR  656. (c. US$ 716.) + Versand

Der  Bär  als  Antithese  zur  Line of Beauty

Hogarth’s  doppeldeutiger  „The  Bruiser“  vor  dem  Finis

Hogarth, William (1697 London 1764). (The Bruiser, C. Churchill … in the Character of a Russian Hercules.) Der Literat Charles Churchill, dessen „Epistle to Hogarth“ den Meister ergrimmt hatte, in Gestalt eines kräftigen Bären, dessen einzige Nahrung würziger Porter zu sein scheint, dessen Krug er fest an sich drückt, vom frischen Schaume schleckend. Der Epistel hingegen besorgt es Lieblingshund Trump auf seine Weise. Zur Rechten weitere zeitpolitische Anspielungen. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Designed by W. Hogarth. / Engraved by T. Cook. / London Published by G. G. & J. Robinson Paternoster Row June 1st. 1800. 37,8 x 28,9 cm.

William Hogarth, The Bruiser (C. Churchill)

Hogarth-Katalog der Tate Gallery, 1971/72, 220 (2. H.-Zustand vor Überlagerung der Palette mit Stich-Illustration, so auch hiesige Cook-Fassung) + Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 91 (7. Zustand mit der Überlagerung), jeweils nebst Abbildung.

Selteneres Blatt , für das in der Eile (August 1763) das 1749er Selbstportrait herhalten mußte, aus dem Hogarth sich selbst flugs herausnahm, um an seine Stelle den Widersacher ins Oval zu setzen. Einiges fügte er noch hinzu, die beiden Folianten-Titel – der dritte Band auch hier titellos – wurden angepaßt: Great George Street A List of the Subscribers to the North Britons + A new way to Pay old Debts, a comedy by Massenger. Auch „The Line of Beauty“ auf der Palette fiel angesichts eines solchen Rohlings dem Schliffe zum Opfer. Die die Palette nunmehr überlagernde Stich-Illustration von Cook ( „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“, Thieme-Becker) ebensowenig übernommen wie der Untertext.

Churchill, ein heruntergekommener dichtender Geistlicher, war ein Parteigänger John Wilkes, an dessen North Briton-Gazette er mitarbeitete, die hier als lügenbestückte, die Karikatur erschlagende Keule versinnbildlicht wird. Indes, wie häufig, wuchs die Arbeit weit über ihren Anlaß hinaus.

Zunächst führte die Fortnahme der „Beauty Line“ direkt zum Analysis Complex:

„ Hogarth betrachtete die Ähnlichkeit mit einem Bären als beleidigender als es im allgemeinen scheinen mag; für ihn bestand ein ästhetischer Gegensatz zwischen der früheren und der späteren Bedeutung der Platte. In ‚Analysis‘ schrieb er, daß ‚wir … die Häßlichkeit des … Bären erklären könnten … der gänzlich frei von dieser Wellenlinie (ist) …‘ “

Zum andern der zu später Zeit vorgenommene Bildaustausch zu geistiger Reflexion:

„ Dennoch hatte die Verwendung der Platte seines eigenen Portraits, das als Frontispiz seiner gesammelten Werke diente, zu diesem Zweck eine der Selbstzerstörung verwandte Qualtiät. “

Und ‚Was daraus folgen mag, weiß Gott. Finis.‘ meditierte er in diesem Zusammenhang. Doch

„ Das war nicht ganz das Ende der Geschichte. Hogarth arbeitete weiter an seinen Notizen … und sein abschließendes Kupfer ‚The Bathos‘ wurde im folgenden Jahr gestochen “ (April).

(Alles Cat. Tate Gallery S. 89.) ‚The Bruiser‘ als somit vorletzte Arbeit.

Herrlicher Abdruck von strahlendem Hell-Dunkel auf festem Papier. Die Darstellung im übrigen – im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben – im ursprünglichen Hogarth’schen Folio-Format.

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– – – Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung. Bezeichnet: C. Churchill. / Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Nov. 1st. 1807. Bildgröße 17,5 x 14 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Dessen Außenkanten leicht stockig.

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Hogarth, William (1697 London 1764). Hudibras’s First Adventure. Der englische Don Quichote, die Pistole gezückt, im Kampfe mit knüppelschwingender Rotte, darunter ein einbeiniger Fiedler und ein Schausteller mit Tanzbär. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). (1802.) 26,7 x 35,7 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

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– – – Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung. 1807. Bildgröße 13,9 x 17,1 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten und dieser dreiseits in der Außenpartie leicht stockig bzw. gebräunt.

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– – – Dasselbe in Hogarth’s Eigen-Radierung/Kupferstich von 1726 mit der Sayer-Adresse der 1768er Neuauflage und hier im Abdruck von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte („Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“, geschätzt auch schon von zeitgenössischen Sammlern vom Range etwa eines A. T. Stewart [Catalog of the Stewart Collection, New York 1887, 1221, „fine plates“]). 27,4 x 34,6 cm.. – Abbildung Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 3.

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„ … bin mit Ihrem (Ankaufs-)Angebot vollauf zufrieden. Bitte weisen Sie das Geld auf mein Konto … Ich bedanke mich bei Ihnen für den Abschluss des Geschäfts und verbleibe mit freundlichen Grüßen “

(Frau S. P., 25. Mai 2013)